Reise durch Nordpolen: Kultur und Landschaft zwischen Ostsee und Warschau
Danzig

Reise durch Nordpolen

Kultur und Landschaft zwischen Ostsee und Warschau

Landschaften von unberührter Schönheit und altehrwürdige Kulturstädte wechseln einander ab. Die Rundreise führt zu historischen Seebädern und nach Masuren. Die Rückreise führt über Warschau und Posen.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von zu Hause nach Międzyzdroje

A

Wollin

Badestrände und Wisente im Nationalpark

Die 265 Quad­ratki­lometer große Insel zwischen Ostsee und Stet­tiner Haff wird nur durch die Meer­enge Swina von der west­lich gelegenen Insel Usedom getrennt.

Die in der Eiszeit geformte Land­schaft ist abwechs­lungs­reich: Moore, Dünen und Seen wech­seln einander ab. Dazwi­schen wachsen Fichten und Kiefern. Vor der Ostsee gibt es Bade­strände und Klippen­ufer. Der Wolliner Natio­nal­park umfasst heute fast die ganze Insel. Dort gibt es unter anderem eine Herde der beinahe ausge­s­torbenen Wisente zu sehen.

Zu Gast in einer Villa auf Wollin

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die im Stil der Neore­nais­sance erbaute Villa diente schon immer als Gäste­haus. Sie stammt aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts und verbindet heute den Charme längst vergan­gener Zeiten mit vielen Annehm­lichkeiten.

Handgefer­tigte italie­ni­sche Möbel, Kronleuchter aus Murano-Glas und Porzellan von Rosen­thal gehören zu den besonderen Fein­heiten der Ausstat­tung. Vom Spei­sezimmer gelangt man auf eine sonnige Terrasse. Hier werden ein Früh­stück mit lokalen Speziali­täten und auch ein kleiner Imbiss zum ausge­suchten Haus­wein serviert. Die Villa liegt nur ca. 50 Meter vom Strand entfernt. Bis zur Mole, die mit ihren 395 Metern zu den längsten in Europa gehört, läuft man zehn Minuten. Von dort eröffnet sich ein weiter Blick auf die Pommer­sche Bucht. Am Abend kann man die Lichter des Leucht­turms in Swine­münde sehen.

Usedom

Die zweitgrößte deut­sche Ostse­e­insel nach Rügen liegt in der Pommer­schen Bucht. Durch den Peene­strom und das Stet­tiner Haff wird sie vom Fest­land getrennt, durch die Swine von der polni­schen Nach­bar­insel Wollin. Die die gute Luft und die feinen Sand­strände, die über viele Kilometer die Insel säumen, haben schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts viele Urlauber angezogen, was der Insel auch den Spitz­namen „Bade­wanne Berlins“ einge­bracht. Aus dieser Zeit stammen die großen Seebäder, Ahlbeck und Heringsdorf, mit ihren hübschen Villen, Landungs­brü­cken und Feri­en­häusern.

Wapnica

Wandern und Baden am Türkissee

Das Dorf war einst Heimat von Fischern und Kleinbauern, dann von Gruben- und Fabrik­arbeitern, die in der örtli­chen Kreide- und Kalk­indu­s­trie arbei­teten. Heute hat Wapnica (deutsch: Kalkofen) etwa 350 Einwohner und lebt vom Fremdenver­kehr. In der Dorfaue steht eine auf das Alter von etwa 450 Jahren geschätzte Eiche, die „Dab Pras­tary” (die Uralte), mit einem Umfang von 6,5 Metern und einer Höhe von 21 Metern. Am Südo­st­rand von Wapnica ist der von Buchen­wald umge­bene Türkissee ein beliebtes Ausflugs­ziel. Der See entstand durch das Voll­laufen einer aufge­gebenen Krei­degrube und ist Teil des Natio­nalparks Wolin. Die türkis­grüne Färbung entsteht durch die Kombi­na­tion von klarem Wasser und dem weißen, kalkhal­tigen Grubenboden. Rund um den See führt ein Wanderweg zu schönen Aussichts­punkten, etwa zum Pias­kowa Góra (Sandberg) am Südufer des Sees.

Swine­münde

Ostseebad mit glamou­röser Geschichte

Bekannt wur­de das ehemals drittgrößte deut­sche Seebad vor allem durch die regelmäßigen Besuche von Kaiser Wilhelm II, weshalb Świnoujście mitunter auch als das „Kaiserbad“ bezeichnet wird. Von der Stadt zum Strand führt die längste Strand­pro­me­nade Europas. Der zwölf Kilometer lange feine Sand­strand zwischen Świnoujście und Bansin setzt sich bis ins 42 Kilometer entfernte Peene­münde fort. Sehens­wert sind die Prome­nade mit Geschäften, Freizei­t­ange­boten, Restau­rants und Bars, der Kurpark zwischen Kurviertel und Altstadt sowie die Mühl­enbake von 1871, ein Leucht­turm, dessen Leuchtfeuer mit Windmühlrädern erzeugt wur­de.

Von Międzyzdroje nach Darlowo

184 km | 3:00 h
Im Hinter­land der Ostseeküste fährt man nach Osten bis Köslin.

Kirchen­ruine von Hoff

Vom Meer versch­lun­gene Kirche

Die Kirchen­ruine von Hoff (polnisch Trzę­sacz) stammt aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Als sie gebaut wur­de, lag die Kirche etwa zwei Kilometer von der Küste entfernt. Doch immer näher fraß sich die See an das Gottes­haus heran. So ordneten Domka­pitel und Landrat bereits 1771 an, den Friedhof abzubre­chen. Große Stürme in den Jahren 1843, 1853 und 1855 führten dazu, dass der Abgrund des über 20 Meter hohen Steil­ufers nur noch wenige Fuß von der Kirche entfernt war. Im August 1874 wur­de der letzte Gottesdi­enst abge­halten, danach wur­de der Dach­stuhl abge­nommen und das Mauer­werk verstei­gert. Die Kirchen­aus­stat­tung wur­de ins Camminer Dommuseum verlegt, wo man noch heute ein spät­mit­tel­alter­li­ches Triptychon bewundern kann. 1900 stürzte die Nordwe­st­ecke ein, ein Jahr später folgte die gesamte Nordwand. Nach und nach verschwanden immer größere Teile in der Tiefe. Doch das Ende der Hoffer Kirche ist bis zum heutigen Tage nicht gekommen. Seit 2004 verhindern massive Schutzbauten das weitere Abrut­schen. Ein Teil der Südwand mit drei Bögen steht noch.

Kołobrzeg

Ostseebad mit wech­sel­voller Geschichte

Das ehema­lige Kolberg liegt an der Ostseeküste in Westpommern und ist heute vor allem als Sol- und Kurbad bekannt. 2000 wur­de von der Stadt Kolberg ein deut­sches Lapida­rium mit den noch auffindbaren deut­schen Grab­steinen zum Gedenken an die frühere deut­sche Bevöl­ke­rung errichtet. Wenig später wur­de ein jüdi­sches Lapida­rium einge­richtet. Seit 2000 gedenken polni­sche und deut­sche Kriegsve­te­ranen am Jahrestag der „Been­digung der Kämpfe um Kolberg“ am 18. März 1945 gemeinsam ihrer Opfer. Im März 2005 wur­de auf Initia­tive der polni­schen Vete­ranen ein drei­spra­chiges Buch der in Kolberg gefal­lenen sowje­ti­schen, polni­schen und deut­schen Soldaten herausgegeben.

Köslin

Hoch­schul­stadt hinter der Ostsee

Die Hoch­schul­stadt (heute Koszalin) mit 110.000 Einwoh­nern ist das Zentrum der mittleren Ostsee und liegt 150 Kilometer östlich von Stettin. Obwohl schon in vorchrist­li­cher Zeit besiedelt, gibt es nur wenige histo­ri­sche Häuser in der Stadt. Was nicht während des großen Stadt­brandes von 1718 verbrannte, wur­de im 2. Welt­krieg zerstört.

B

Darlowo

Seebad mit Geschichte

Das Seebad mit dem deut­schen Namen Rügen­walde hat 15.000 Einwohner und im Sommer ein Viel­fa­ches an Badegästen.

Wegen seiner Lage an der Mündung der Wieprza hat der Ort schon 1270 das Stadt­recht erhalten. Bis heute hat er sein mittel­alter­li­ches Erscheinungs­bild gut erhalten können. Wich­tigste Bauwerke sind die Mari­en­kirche im Stil der Backst­ein­gotik, das Steintor, das Teil der Stadt­mauer war, und das Schloss, ein spätgo­ti­scher Ziegelbau in der Nähe des Stadt­parks.

Zu Gast im alten Schlossgasthof von Darlowo

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Bereits 1740 als Herberge und Bäckerei erbaut, ist der Schlossgasthof heute eine leben­dige Mischung aus altdeut­scher Tradi­tion und polni­scher Gemüt­lichkeit: Deut­sches Fach­werk ist gepaart mit pommer­schem Landhaus­stil.

Die eher länd­liche Atmo­sphäre wird durch die Warmherzigkeit der Besitzer Emilia und Mark und den im Haus lebenden – gut erzogenen – Hunden und Katzen unter­stützt. Direkt neben dem Schloss gelegen, sind es von hier nur wenige Minuten bis zur Fußgängerzone und damit zu den histo­ri­schen Sehens­wür­digkeiten von Rügen­walde. Auch der weiße Sand­strand ist nicht weit, und wer Glück hat, findet vielleicht auf seinem Spaziergang ein Stück Bern­stein. Das Restau­rant bezieht seinen Fisch täglich fang­frisch von den lokalen Fischkuttern und bietet neben Ostsee­spe­ziali­täten auch typisch pommer­sche Küche.

Ustka

Bade­strände im ehema­ligen Stolp­münde

1335 wur­de an der Mündung der Stolp ein Hafen für die zukünf­tige Hanse­stadt Stolp­münde gebaut, die zu einem der wich­tigsten Zentren in Pommern aufstieg. 1877 kamen wegen des Reiz­klimas die ersten Kurgäste; es folgten der Bau der Bade­an­stalt und der Anschluss an das Eisen­bahn­netz. 1945 wur­de der Ort in Ustka umbe­nannt. Vor der Küste gibt es einen acht Kilometer langen breiten Sand­strand, an dem man auch im Sommer nicht allzu viele Gäste sieht. Die Küstenwälder, Dünen und Seen im Hinter­land sind ideal zum Radfahren oder Wandern.

Von Darlowo nach Gdansk

186 km | 3:00 h

Bytów

Pommer­sche Klein­stadt im Schatten der mäch­tigen Ordensburg

Die Stadt mit dem deut­schen Namen Bütow liegt abseits der Verkehrs­adern in der hüge­ligen Wald- und Seen­landschaft Hinter­pommerns. Pommer­sche, bran­denburgi­sche und polni­sche Herr­scher sowie der Deut­sche Orden haben im Mittel­alter das Schicksal von Bütow bestimmt. Die Stadt wur­de zum west­li­chen Grenz­stütz­punkt des Ordens. An der Stelle der alten Burg wur­de um 1400 eine mäch­tige Burg errichtet, die bis heute erhalten und das Wahrzei­chen der Stadt ist. Wie andere pommer­sche Städte auch wur­de Bütow gleich mehrmals zerstört: 1627 während des Dreißigjäh­rigen Krieges durch Brand­stif­tung; später, im Schwe­disch-Polni­schen Erbfolgekrieg, wur­de Bütow 1656 erst von den Polen geplündert und danach von schwe­di­schen Truppen besetzt, die bei ihrem Abzug 1658 sowohl die Stadt als auch die Burg zerstörten.

C

Danzig

Stolze Hansestadt an der Weichsel-Mündung

Die Stadt liegt an der Mündung der Toten Weichsel, an der Danziger Bucht, und ist der bedeu­ten­dste Ostsee­hafen Polens.

In der Innen­stadt, deren zahlreiche Baudenkmäler sorgfältig restau­riert wurden, spiegelt sich die ebenso wech­sel­volle wie glänzende Geschichte der Stadt wider. Im 12. Jahr­hun­dert grün­deten deut­sche Kauf­leute neben dem viel älteren slawi­schen Fischerdorf eine Nieder­lassung zum Handel mit Bern­stein. Im 15. Jahr­hun­dert, suchte die Bürger­schaft der damals schon blüh­enden Handels­stadt Schutz vor marodierenden Kreuzrittern beim polni­schen König. Später kam die Stadt zu Preußen und wur­de mehrmals freie Reichs­stadt. Am Ende des Krieges war die Stadt fast voll­ständig zerstört und wur­de in den zwei Jahrzehnten danach histo­risch wieder aufge­baut – damals eine Pioniertat der Denkmal­pflege. Heute scheint die Stadt von etwas zu profi­tieren, was Jahrhunderte lang Anlass zu Konflikten war: ihrer Verwur­ze­lung in der polni­schen und der deut­schen Kultur; der Philosoph Scho­pen­hauer wur­de hier geboren, die Romane von Günther Grass spielen in Kaschuben, der Umge­bung von Danzig. Aber auch polni­sche Welt­ge­schichte wur­de hier geschrieben: In den 1980er Jahren begann auf der Werft von Gdansk die Soli­darnosc-Bewe­gung, die schließ­lich das Ende des Sowjet­impe­riums einläu­tete.

Zu Gast in einem Patrizierhaus über der Mottlau

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Funda­mente des Anwe­sens stammen aus der Zeit des Deut­schen Ordens, der am Ufer der Mottlau Vorrats­kammern und Spei­cher unter­hielt.

1728 errich­tete hier schließ­lich einer von Danzigs begab­testen Bildhauern, Krzy­sztof Strzycki, ein wunder­schönes Bürger­haus im Stil der Patri­zi­er­häuser der Vorstadt. Heute ist das barocke Anwesen das wohl schönste Gäste­haus der Stadt. Mit weniger als zehn Zimmern bietet es einen exzel­lenten Service. Aus den luxu­riösen Zimmern hat man einen unver­gess­li­chen Ausblick auf die Altstadt Danzigs, den Fluss und das welt­be­rühmte Krantor aus dem 16. Jahr­hun­dert. Die stil­volle Innen­aus­stat­tung, die roman­ti­sche Atmo­sphäre und die exzel­lente Küche des 5-Sterne-Hotels wurden bereits mehr­fach ausgezeichnet.

Führung (OPTIONAL)

Durch die Hansestadt Danzig (2 Stunden, deutsch)

Ewa Konopko ist geprüfte Stadt­führerin für Danzig, Zoppot und Gdingen. Sie hat Kultur­wis­senschaften an der deutsch-polni­schen Univer­sität in Frankfurt an der Oder studiert und arbeitet nebenbei als Dolmet­scherin.

Ein Stadt­spa­ziergang mit der gebür­tigen Danzigerin ist ein besonderes Erlebnis. Sie schafft es, viele Jahrhunderte wieder lebendig werden zu lassen – von den Anfängen über die glanzvolle Zeit im Hoch­mit­tel­alter; sie kennt auch die Grund­schule von Günter Grass – diese hat sie selbst als Schülerin besucht.

Muzeum II Wojny Świa­towej

Vom Alltag der Polen im 2. Welt­krieg

Das „Museum des Zweiten Welt­kriegs“ in Danzig doku­men­tiert neben dem mili­täri­schen Wider­stand vor allem das Leiden der polni­schen Bevöl­ke­rung unter der deut­schen (und sowje­ti­schen) Besatzung bis 1945. Auch die osteu­ro­päi­schen Umwälzungen in den Kriegsjahren werden in Erin­ne­rung gerufen und in einen inter­na­tio­nalen Kontext gestellt. Die Ausstel­lung zeigt neben der Vertei­digung Polens 1939 auch den Wider­stand gegen den Terror der deut­schen Besatzer, die polni­sche Heimat­armee und deren geheimes Schul­wesen. Aber auch Ausschrei­tungen von Polen gegen ihre jüdi­schen Nach­barn werden nicht verschwiegen, ebenso wie die Ernäh­rungs­lage und die zerstörten Wohnungen. Das Muse­umskon­zept ist in Polen umstritten, da die PiS-Partei gerne eine heldenhaftere Darstel­lung gesehen hätte.

Sopot

Das Monte-Carlo der Ostsee

Das Monte-Carlo des Nordens nannte man den Bade- und Kurort in der histo­ri­schen Land­schaft Westpreußen. Zoppot, wie der mondäne Ort vor dem Zweiten Welt­krieg hieß -  hatte ein Spielcasino und viele Luxus­ho­tels. Doch während damals nur die Gutbe­tuchten kamen, können sich heute auch Normalbürger den Aufent­halt leisten. Das Klima ist sanft, die Region mückenfrei und das Wasser wärmer als an anderen Ostsee­stränden. Die Attrak­tionen der Stadt sind die Villen aus der Zeit um die Wende vom 19. zum 20. Jahr­hun­dert und die Seebrücke: Mehr als 500 Meter weit ragt sie ins Meer und ist damit die längste ihrer Art in Europa.

Von Gdansk nach Tolk­micko

77 km | 59 Minuten
Die kurze Strecke gibt Gelegen­heit zu einem Abste­cher nach Mari­enburg (Malbork), wo eine gewal­tige Deutschor­densburg zu bewundern ist.

Mari­enburg

Sitz des Hochmeis­ters des Deut­schen Ordens

Die Ordensburg war von 1309 bis 1454 Sitz der Hochmeister des Deut­schen Ordens im Deutschor­dens­staat. Sie diente der Unterwer­fung und Chris­tia­ni­sie­rung der Pruzzen. Die weit­räu­mige Burg­anlage ist der größte Back­steinbau Europas. Die Mari­enburg ist heute einer der wich­tigsten Anzie­hungs­punkte für Touristen in Polen; sie wird überwiegend als Museum genutzt. Seit 1997 zählt die Mari­enburg zum Welt­kultur­erbe der UNESCO.

D

Frisches Haff

Naturidyll zwischen Danzig und Königsberg

Das Frische Haff (polnisch Zalew Wiślany) ist ein Teil der Ostsee südwest­lich von Kali­ningrad. Es wird durch die Frische Nehrung, eine ca.

70 Kilometer lange und 2 Kilometer breite Halb­insel, von der Danziger Bucht getrennt. Der Name hat nichts mit „Frische“ zu tun, sondern mit den Friesen, die als erste Deut­sche die Nehrung besiedelten. Als die Rote Armee am Ende des Zweiten Welt­kriegs nach Westen vordrang, schnitt sie den ostpreußi­schen Flücht­lingen den Landweg ab, weshalb Zehn­tausende den Weg über das zugefrorene Frische Haff nahmen. Viele erfroren dabei oder starben durch Luft­angriffe. Heute gehört der Süden zu Polen, während der Norden russi­sches Staats­gebiet ist.

Zu Gast in einem Spa-Hotel am Frischen Haff

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das histo­ri­sche Backst­ein­gebäude zwischen Wasser und Wäldern ist ein idealer Ort, um auf einer Rund­reise ein paar ruhige Tage einzulegen.

Im Jahr 2003 wur­de es in ein Hotel umge­wandelt, dessen Zimmer heute liebevoll herge­richtet und mit zeit­ge­mäßem Komfort ausge­stattet sind. Das Restau­rant bietet gute polni­sche und inter­na­tio­nale Küche. In der gemüt­li­chen Bar kommt man mit anderen Gästen in Kontakt. Der Spabereich mit Hallenbad und mehreren Saunen befindet sich in einem Neubau; verschiedene Massagen und Thera­pien werden eben­falls ange­boten. Frombork (Frau­enburg), Elblag (Elbing) und Malbork (Mari­enburg) sind in Tages­ausflügen zu errei­chen.

Tolk­micko

Netter Fischerort am Frischen Haff

Das nette Fischerdorf mit dem deut­schen Namen Tolkemit war ursprüng­lich eine pruz­zi­sche Sied­lung, die im 13. Jahr­hun­dert im Preußi­schen Ordens­land das Stadt­recht erhielt. Es liegt male­risch am Ostufer des Frischen Haffs umgeben von Wiesen und Wäldern. Die Kirche stammt aus dem 14. Jahr­hun­dert.

Krynica Morska

Seebad mit schönen Stränden

Das Seebad mit dem deut­schen Namen Kahlberg ist der Hauptfe­ri­enort an der Frischen Nehrung. Restau­rants und Imbiss­stände konkurrieren um Kunden, ebenso Souve­ni­ranbieter aller Art. Über eine bewal­dete Anhöhe gelangt man zum Strand, der zu den schönsten am Frischen Haff gezählt wird. Ein Pendeldi­enst befördert während der Saison die Gäste dorthin. Im kleinen Hafen legen die Ausflugsdampfer aus Elblag und Frombork an.

Frau­enburger Dom

Kirche des Niko­laus Koper­nikus

Der Ort mit dem deut­schen Namen Frau­enburg ist vermut­lich aus einer slawi­schen Sied­lung hervor­gegangen. Im 13. Jahr­hun­dert wur­de er Sitz des Fürst­bistums Ermland. Im 14. Jahr­hun­dert entstand der mäch­tige Frau­enburger Dom, dessen berühm­tester Domherr Niko­laus Koper­nikus war. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts entwi­ckelte der Theo­loge und Astronom hier, im hintersten Winkel der Welt, sein Helio­zen­tri­sches Welt­bild. Rings um den Dom wur­de eine Mauer ange­legt. Vom acht­e­ckigen Glock­en­turm genießt man eine schöne Aussicht über die Stadt und das Haff.

Von Tolk­micko nach Stare Juchy

305 km | 4:00 h
Die Strecke führt durch das südliche Ostpreußen, das heute zu Polen gehört.

Kanał Elbląski

König­lich preußi­sche Schiffseil­bahn

Der Ober­ländi­sche Kanal genannt wur­de von 1844 bis 1860 vom könig­lich preußi­schen Bauamt in Königsberg erbaut. Der 130 Kilometer lange Kanal verbindet mehrere Seen wie den Gese­richsee und Städte in Ostpreußen von Iława (deutsch: Deutsch Eylau) über Ostróda (Osterode) bis Elbląg (Elbing) zum Frischen Haff. Eine Besonder­heit sind die fünf Roll­berge, auf denen die Schiffe den Höhen­un­ter­schied von 99 Metern überwinden. Sie werden dazu auf Schie­nenwagen über Land transpor­tiert, die als Standseil­bahnen ausgelegt und von Wasser­rädern ange­trieben werden. Das Kanal­system steht unter Denkmal­schutz.

Ostróda

Leben­dige Klein­stadt am Rande der Seen­platte

Als die beschau­liche Klein­stadt am Rande der Eylauer Seen­platte noch zu Ostpreußen gehörte, hieß sie Osterode. Heute, da sie zu Polen gehört, ist sie ein lebhaftes Städt­chen mit vielen Besu­chern, die sich an den Seen erfreuen. Es gibt Schiffsver­bindungen bis nach Elblag über ein System von Flüssen, Kanälen und Seen. Kajakfahrer finden hier ideale Bedingungen. Die Burg, die die Stadt beherrscht, wur­de vom Deut­schen Ritter­orden anstelle einer Holz­fes­tung ange­legt. Sie wur­de 1945 zerstört, ist aber inzwi­schen wieder rekon­stru­iert.

Olsztyn

Mittel­alter­liche Stadt­gründung in eiszeit­li­cher Seen­platte

Die Stadt mit dem deut­schen Namen Allen­stein liegt an der Alle im histo­ri­schen Ostpreußen. Wie die meisten Städte in Ostpreußen entstand sie im Schutz einer Burg. Seit ihrer Gründung 1353 wett­eiferten polni­sche und preußisch-deut­sche Einflüsse um Vorherr­schaft. Im 16. Jahr­hun­dert kam Olsztyn mit dem gesamten Ermland zu Polen, nach der ersten Teilung zu Preußen. Im 20. Jahr­hun­dert kam eine starke polni­sche Bewe­gung auf. Als nach dem 1. Welt­krieg eine Volks­ab­stim­mung über die Staats­zugehö­rigkeit stattfand, stimmten die Bürger jedoch mehrheit­lich für das Deut­sche Reich. Sehens­wert sind die goti­sche Burg, in der auch Niko­laus Koper­nikus gewohnt hat, die Altstadt und vor allem die Kirche St. Jakobus aus dem 14. Jahr­hun­dert. Von besonderer Schön­heit ist die Umge­bung, die Allen­steiner Seen­platte.

E

Masurische Seenplatte

Wälder und Seen, Bären und Elche

Die Masu­ri­sche Seen­platte gehört zu den schönsten Gebieten Nord­polens. Die hüge­lige Land­schaft, die zu 1/5 von Seen bedeckt ist, ist von der Eiszeit geprägt worden.

Die ursprüng­lich hier lebenden balti­schen Stämme wurden im 13. Jahr­hun­dert von Kreuzrittern besiegt, die deut­sche Siedler ins Land holten. Später wur­de der Ordens­staat in das welt­liche Preußen umge­wandelt, das 1701 König­reich wur­de und sich zuse­hends nach Westen ausdehnte. Für den ursprüng­l­i­chen Teil zwischen Königsberg und Masuren bürgerte sich der Name Ostpreußen ein. Wanderer, Segler und Kanuten kommen in dieser idylli­schen Land­schaft auf ihre Kosten.

Zu Gast in einer Ferienanlage am Laschmiedensee

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Feri­en­hotel über dem Jezioro Lasmiady (Laschmiedensee) ist eines der schönsten in Masuren – jeden­falls für Familien und alle, die Ruhe und Erho­lung suchen.

Auf dem Hotel­dach nisten bisweilen Störche und auch der zahme Hofhund fühlt sich hier sichtbar wohl. Die großzügige Anlage hat ein Restau­rant mit Panora­ma­fenstern zum See, individuell einge­rich­tete Zimmer und ein kombi­niertes Hallen- und Außenbad. Ferner verfügt sie über einen Boots­steg, an dem Liege­stühle für die Sonnenhung­rigen und Paddel- und Ruderboote für die Aktiven bereit­stehen; dazu gibt es noch Tennis­plätze und einen Fußball­platz. Eine Well­ness- und Beautyeinrich­tung am See bietet verschiedene Thera­pien an.

Pozezdrze

Masu­ri­sches Dorf mit wech­selnder Natio­nalität

Das Dorf in Ermland-Masuren wur­de im Jahr 1543 und in den Folgejahren Passeedern (Posses­sern) genannt. 1874 wur­de es zum Amts­dorf erhoben und damit namensgebend für einen Amts­bezirk der preußi­schen Provinz Ostpreußen. 1938 wur­de Posses­sern zur „Abwehr fremd­ländisch klin­gender Orts­namen“ in Großgarten umbe­nannt. Im Jahre 1945 kam der Ort mit dem gesamten südli­chen Ostpreußen als Kriegsfolge zu Polen und trägt seither die Orts­bezeich­nung Pozezdrze. Das Dorf ist Sitz eines Schulzen­amtes (polnisch sołectwo) und mit 1.300 Einwoh­nern wieder fast genauso groß wie zu Beginn des Zweiten Welt­kriegs.

Von Stare Juchy nach Wars­zawa

268 km | 4:00 h
F

Warschau

Geschichtsträchtiges Kulturzentrum Osteuropas

Die 1,7 Millionen-Einwohner-Stadt an der mittleren Weichsel gehört zu den wich­tigsten Handels-, Wirt­schafts- und Kultur­zentren Osteu­ropas.

In der Stadt gibt es mehrere Univer­si­täten, Theater, Museen und Baudenkmäler. Die Sródmie­scie ist die eigent­liche Innen­stadt, die nach dem 2. Welt­krieg beispielhaft restau­riert wur­de. Außer­halb des Zentrums ist die Stadt nicht besonders attraktiv.
Wich­tigstes histo­ri­sches Datum der tausendjäh­rigen Stadt ist die Verle­gung des polni­schen Königs­sitzes von Krakau hierher im 16. Jahr­hun­dert. Seither spiegelt sich die wech­sel­volle Geschichte Polens mit Teilungen, Besetzungen und Befreiungen in ihrer Haupt­stadt wider. Zur Katastrophe kam es 1939 mit dem Einmarsch der Wehrmacht. 1940 wur­de die jüdi­sche Bevöl­ke­rung in ein Ghetto gesperrt, wo über 500.000 Menschen auf weniger als vier Quad­ratki­lome­tern dahin vege­tierten. 1942 machten die 60.000 übrig gebliebenen Bewohner – alle anderen waren bereits depor­tiert oder gestorben – einen verzweifelten Aufstand, woraufhin das Ghetto ausge­löscht wur­de. Als wenig später ein Aufstand der polni­schen Unter­grund­armee ausbrach, zerstörten die Deut­schen die Stadt systema­tisch Straße für Straße, bis am Ende des Krieges 90% zerstört war.
Besonders sehens­wert sind das Schloss mit einer Ausstel­lung, das Natio­nalmuseum und die Altstadt.

Zu Gast in einem Boutique-B&B an der Altstadt

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz (Garage)

Das kleine Boutique-B&B liegt zwischen der Altstadt, dem Schloss und dem Botschafts­viertel von Warschau. Die Oper, das Natio­nalmuseum, der Lazi­enki Park und viele Pubs und Restau­rants sind zu Fuß erreichbar.

Die lichtdurch­flu­teten Zimmern mit hohen Decken finden die rich­tige Mischung zwischen polni­scher Boden­stän­digkeit und klas­si­schem Flair. Das Früh­stück ist frisch, gesund und reichhaltig. Leihfahr­räder werden vermit­telt.

Führung (OPTIONAL)

Stadtführung Warschau (3 Stunden, deutsch)

Die Besich­tigungs­route führt norma­lerweise durch die Altstadt, die nach der fast völligen Zerstörung während des Krieges sorgfältig wieder­aufge­baut wur­de und heute zum UNESCO Welt­kultur­erbe gehört.

Vom Altstadt­markt­platz geht es in die Neue Stadt, zum Barbakan, zur Johanne­s­ka­thedrale und zum könig­li­chen Schloss. Unter­wegs werden auch die Säch­si­schen Gärten mit dem Grabmal des Unbe­kannten Soldaten, der impo­sante Kultur­pa­last sowie das Große Theater mit der bronzenen Quad­riga besich­tigt und der Königsweg entlang bis zur Heilig-Kreuz-Kirche beschritten.

Muzeum Historii Żydów Polskich

Von der Geschichte der Juden in Polen

Das Museum für die Geschichte der polni­schen Juden steht neben dem Denkmal der Helden des Warschauer Ghettos. Es wur­de 2013 zum 70. Jahrestag des Warschauer Ghettoauf­standes eröffnet und doku­men­tiert die jüdi­sche Geschichte vom Mittel­alter bis in die Gegenwart. Das Gebäude wur­de von einem finni­schen Architek­ten­team auf dem Grund­riss eines Quad­rats entworfen. Die gläs­ernen zwei­schich­tigen Außenwände werden durch eine unregelmäßig geformte Spalte zerrissen, die den gebogenen Gale­rien mit gewellten Betonwänden im Inneren des Gebäudes entspre­chen. Der Spalt steht für den Weg der Juden durch das Meer. Die Außenwelt und das Muse­umsin­nere werden dadurch zugleich mitein­ander verbunden.

Von Wars­zawa nach Torun

218 km | 3:30 h
Abseits der Auto­bahnen fährt man an der Weichsel entlang – mal rechts und mal links des Flusses. Unter­wegs kommt man über Płock und Włocławek, die zu den ältesten Städten Polens gehören.
G

Torun

Gotische Altstadt und Heimat von Kopernikus

Die Stadt (deut­scher Name: Thorn) an der Weichsel liegt auf halbem Weg zwischen Danzig und Warschau. Aus einer slawi­schen Burg im 8.

Jahr­hun­dert entwi­ckelte sie sich zu einer bedeu­tenden und wohlha­benden Hanse­stadt, was man der präch­tigen goti­schen Altstadt noch heute ansieht. Sie gehört heute zum Welterbe der UNESCO. Berühm­tester Sohn der Stadt ist Niko­laus Koper­nikus, der 1473 geboren wur­de und zu den berühm­testen Astro­nomen der Welt­ge­schichte gehört.

Zu Gast in einem Boutique-Hotel in Torun

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz

Die Altstadt von Torun – Heimat­stadt von Koper­nikus – gehört heute zum UNESCO Welt­kultur­erbe.

Das kleine Boutique-Hotel liegt in unmit­telbarer Nähe zur Burg­ruine und von den gut 20 gemüt­li­chen Zimmern hat man Blick auf eben diese, die hübsche Holz­fas­sade des Kinder­thea­ters oder das Ufer der Weichsel. Zum Phil­adelphia-Boulevard, dem beliebten Spazierweg zwischen Weichsel und Stadt­mauer, sind es nur ein paar Schritte. Das Restau­rant befindet sich im ältesten Teil des Gebäudes und wird von origi­nalen Kerzenleuchtern aus dem 13. Jahr­hun­dert erhellt. Hier bietet der Küchen­chef sowohl polni­sche als auch medi­ter­rane Küche an.

Führung (OPTIONAL)

Stadtführung durch Thorn (2 Stunden, deutsch)

Renata Jasinska war Deutsch­leh­rerin, bevor sie sich entschieden hat, Reisenden aus Deutsch­land ihre Heimat zu zeigen.

Wer mit ihr einen Vormittag lang durch die Altstadt von Thorn spaziert, erfährt viel über die Geschichte und die Gegenwart der Koper­nikus-Stadt. Besucht werden der Altmarkt mit Rathaus, der Artushof und das Niko­laus-Koper­nikus-Haus, der Dom, die Mari­en­kirche, die Stadt­mauer mit dem schiefen Turm und die Deutschor­densburg. Die Dauer der Führung beträgt je nach Wunsch zwei oder drei Stunden. Bei der kürzeren Vari­ante wird entweder der Dom oder die Mari­en­kirche besich­tigt; dies ist u. a. von den Gottesdi­ensten abhängig, während derer keine Besich­tigungen erlaubt sind. Die genaue Route kann individuell mit Frau Jasinska geplant werden.

Koper­ni­kushaus in Thorn

Geburtshaus von Niko­laus Koper­nikus

Zwei Straßen von der Weichsel entfernt ist die Stelle, wo Niko­laus Koper­nikus am 19. Februar 1473 geboren wur­de. Allerdings ist das Haus Nr. 17 in der Koper­ni­kus­straße ein Nach­folgebau. Es beherbergt heute ein Museum, das viele Origi­naldoku­mente ausstellt und über das Leben und Wirken des revo­lu­tio­nären Genies informiert. Niklas Kopper­nigk gehörte damals zur deutsch­spra­chigen Bürger­schaft der Hanse­stadt und stand im Dienste des Fürst­bistums Ermland. Geschrieben hat er jedoch in latei­ni­scher Sprache.

Von Torun nach Posen

164 km | 3:00 h
Eine schöne Alter­na­tive zur Auto­bahn ist die Strecke durch die Posener Seen­platte. Sie führt durch zwei besonders sehens­werte Orte: Strzelno und Gniezno.

Strzelno

Handels­städt­chen an der Posener Seen­platte

Bereits im 11. Jahr­hun­dert gab es im Nord­osten der Posener Seen­platte einen Umschlag­platz, der später das Stadt­recht erhielt. Im 30-jährigen Krieg und durch mehrere Brände wur­de Strelno, wie der deut­sche Name der Stadt lautet, jedoch zerstört. Übrig geblieben sind die frühr­oma­ni­sche Prokop­kirche mit ihrem charak­te­ris­ti­schen Rundbau, die heute zu den bedeu­ten­dsten Sakral­bauten Polens gehört, und nebe­n­an die kaum weniger inter­essante Dreifal­tigkeits­kirche, die eben­falls roma­nisch ist, später jedoch baro­cki­siert wur­de.

Biskupin

Burg aus der frühen Eisenzeit

Ungewöhn­liche, aus dem Sumpf herausra­gende Holzpfosten erregten 1933 die Neugier eines jungen Lehrers. Die Entde­ckung erwies sich als eine Sensa­tion. Archäo­logen des Museums in Posen legten ein über zwei Hektar großes Areal frei, auf dem eine gut erhal­tene Burg aus der frühen Eisenzeit zum Vorschein kam. Sie wird der Lausitzer Kultur zuge­rechnet und ihr Alter auf über 2.500 Jahre geschätzt. Die Sied­lung mit über 108 Häusern ist heute origi­nalge­treu restau­riert.

Gniezno

Stadt zwischen drei Seen

Die Stadt mit dem deut­schen Namen Gnesen liegt idyllisch zwischen drei Seen. Sie ist eine der ältesten in Polen, war die erste Haupt­stadt des Landes und ist Sitz des Erzbistums. Die goti­sche Kathedrale in der Stadt­mitte ist bereits die dritte an dieser Stelle. Als einmalig in Polen gilt die Bronzetür in der südli­chen Vorhalle, die aus roma­ni­scher Zeit stammt. Die 18 geschmie­deten Reliefs stellen Szenen aus dem Leben des Heiligen Adal­bert dar.

H

Posen

Urbanes Leben rund um das Renaissance-Rathaus

Die Indu­s­trie­stadt mit 600.000 Einwoh­nern liegt im Flach­land von Groß­polen an der Warthe. Sie ist aus einer Burg auf der Dominsel im 9.

Jahr­hun­dert nach Christus hervor­gegangen. Wegen der verkehrsgüns­tigen Lage wuchs die Stadt schnell zu einem Handels- und Hand­werker­zentrum heran. Nach dem Wiener Kongress wur­de Posen preußisch und erlebte eine Blütezeit um die Mitte des 19. Jahrhunderts. Nach der Gründung des deut­schen Reichs 1871 wur­de versucht, die Posener Provinz zu germa­ni­sieren, was 1921 zu einem Aufstand führte. Sehens­wert sind vor allem der Stary Rynek, der zentrale Platz, und das glänzende Renais­sance-Rathaus von 1560.

Zu Gast in einem Boutique-Hotel an der Altstadt

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Boutique-Hotel liegt am Rande der Altstadt und ist trotzdem ruhig. Zum Rathaus­platz geht man fünf Minuten. Das Design der rund 20 Zimmer ist hipp und orien­tiert sich thema­tisch an welt­weiten Reise­zielen.

Der Service ist bestens – das Personal spricht gut Englisch; beim Früh­stück kann man zwischen einer süßen und einer herzhaften Vari­ante wählen. Ein Restau­rant und ein kleines Spa sind vorhanden. Fahr­räder können kostenfrei aus­ge­liehen werden.

Rathaus von Posen

Perle der polni­schen Renais­sance

Der Stary Rynek – der Alte Markt – im Zentrum der Altstadt wird beherrscht von einem prachtvollen Renais­sance-Gebäude, dem Rathaus von Posen. Es wur­de 1555 von Giovanni Battista di Quadro fertig­ge­stellt und gilt euro­paweit als eine der wertvollsten Baudenkmäler aus der Renais­sance – heute beherbergt es das Stadt­museum. Nach Ende des Zweiten Welt­krieges wurden das Gebäude sowie alle schwer beschä­d­igten Gebäude des Alten Marktes wieder aufge­baut. Eine Touris­ten­at­trak­tion ist das Uhrwerk an der Fassade des Rathauses, wo jeden Tag um zwölf Uhr zwei Ziegenböcke erscheinen und einander im Takt des Stun­den­schlags stoßen.

Posener Dom

Auf der Dominsel (Ostrów Tumski), einer Binnen­insel der Warthe, lag die früh­este Ansied­lung der Posener Stadt­ge­schichte. Als älteste Kathedrale und eine der früh­esten Kirchen des Landes steht der Posener Dom geschicht­lich für den Beginn der Chris­tia­ni­sie­rung Polens. Der Über­liefe­rung zufolge befindet sich der Dom an der Stelle, an der die Taufe des polni­schen Herzogs Mieszko I. stattfand. Mehrere polni­sche Könige und Erzbi­schöfe sind in der Kirche bestattet. Die erste Kirche war eine vorro­ma­ni­sche Kirche aus dem 10. Jahr­hun­dert. Das heutige goti­sche Erscheinungs­bild geht auf das 14. Jahr­hun­dert zurück.

Wielko­polski-Natio­nal­park

Große Arten­viel­falt in eiszeit­li­chem Seengebiet

Der 80 Quad­ratki­lometer große Natio­nal­park schützt ein Gebiet in der groß­pol­ni­schen Seen­platte, die während der letzten Eiszeit ihre Gestalt erhielt. Rutschende Glet­scher hobelten Rinnen aus und führten gewal­tige Schuttberge vor sich her. Als sie schließ­lich schmolzen, füllte das Schmelz­wasser die Seen. Algen, Flechten, Pilze und Moose exis­tieren hier in einer erstau­n­li­chen Viel­falt. Über 3.000 Insek­ten­arten sind heimisch; in den Seen schwimmen Barsche, Brassen, Hechte und Aale.

von Mosina zum Górecki-See

Wandern zwischen Seen und Wäldern

Die Tour startet am Bahnhof in Mosina. Einer blauen Markie­rung folgt man zuerst durch die Stadt und später im Wald bis zu einer Gabe­lung am See. Von dort führt eine rote Markie­rung zum See. Am Ufer entlang geht man zurück zur blauen Route und kommt wieder nach Mosina. (Hin und zurück: 13,7 Kilometer, 2:30 Stunden, auf und ab: 150 Meter)

Von Posen nach Hause

Auf der Natio­nal­straße fährt man gen Westen und kommt bei Frankfurt/Oder über die deut­sche Grenze.
17 Tage
ab 1.349,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: Mai–Oktober

Die Preise können je nach Saison variieren.
Ihre Beratung
Leslie Jalowiecki

Tel.: +49 (0)2268 92298-67

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