Polen mit Kindern: Familienreise zwischen Ostsee und Masuren
Ruhe und Frieden: Masurische Seenplatte

Polen mit Kindern

Familienreise zwischen Ostsee und Masuren

Durch das ehemalige Pommern geht es in mehreren Stationen an der Ostsee entlang. Ziel der Reise ist ein Feriendorf am Mauersee mit eigenen Badestränden, Bootshafen und Restaurant. Die zwei Tage in einem Boutique-Gästehaus in Warschau sind ein weiterer Höhepunkt auf dem Rückweg.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von zu Hause nach Darlowo

Die Strecke führt in das ehema­lige Pommern.
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Darlowo

Seebad mit Geschichte

Das Seebad mit dem deut­schen Namen Rügen­walde hat 15.000 Einwohner und im Sommer ein Viel­fa­ches an Badegästen.

Wegen seiner Lage an der Mündung der Wieprza hat der Ort schon 1270 das Stadt­recht erhalten. Bis heute hat er sein mittel­alter­li­ches Erscheinungs­bild gut erhalten können. Wich­tigste Bauwerke sind die Mari­en­kirche im Stil der Backst­ein­gotik, das Steintor, das Teil der Stadt­mauer war, und das Schloss, ein spätgo­ti­scher Ziegelbau in der Nähe des Stadt­parks.

Zu Gast im alten Schlossgasthof von Darlowo

1 Nacht | 1x Apartment | Bed & Breakfast

Bereits 1740 als Herberge und Bäckerei erbaut, ist der Schlossgasthof heute eine leben­dige Mischung aus altdeut­scher Tradi­tion und polni­scher Gemüt­lichkeit: Deut­sches Fach­werk ist gepaart mit pommer­schem Landhaus­stil.

Die eher länd­liche Atmo­sphäre wird durch die Warmherzigkeit der Besitzer Emilia und Mark und den im Haus lebenden – gut erzogenen – Hunden und Katzen unter­stützt. Direkt neben dem Schloss gelegen, sind es von hier nur wenige Minuten bis zur Fußgängerzone und damit zu den histo­ri­schen Sehens­wür­digkeiten von Rügen­walde. Auch der weiße Sand­strand ist nicht weit, und wer Glück hat, findet vielleicht auf seinem Spaziergang ein Stück Bern­stein. Das Restau­rant bezieht seinen Fisch täglich fang­frisch von den lokalen Fischkuttern und bietet neben Ostsee­spe­ziali­täten auch typisch pommer­sche Küche.

Polni­sche Ostseeküste

Mehr als 500 Kilometer Sand­strände säumen die polni­sche Ostseeküste zwischen Swine­münde und Danzig. Roman­ti­sche Fischer­dörfer und altehrwür­dige Seebäder laden zum Schlemmen, Baden, Kuren und Wassersport ein. In den Bade­orten wird meis­tens Englisch oder Deutsch gespro­chen. Im Zuge der Fußball-Euro­pameis­ter­schaft von 2012 wurden an den attrak­tiven Küsten­orten Straßen und Radwege ausge­baut. Trotzdem ist die Küste unseres Nach­bar­landes vieler­orts noch immer ein Geheim­tipp und die ­Preise im Vergleich zur deut­schen Ostseeküste nach wie vor niedrig.

Von Darlowo nach Łeba

117 km | 2:00 h

Ustka

Bade­strände im ehema­ligen Stolp­münde
1335 wur­de an der Mündung der Stolp ein Hafen für die zukünf­tige Hanse­stadt Stolp­münde gebaut, die zu einem der wich­tigsten Zentren in Pommern aufstieg. 1877 kamen wegen des Reiz­klimas die ersten Kurgäste; es folgten der Bau der Bade­an­stalt und der Anschluss an das Eisen­bahn­netz. 1945 wur­de der Ort in Ustka umbe­nannt. Vor der Küste gibt es einen acht Kilometer langen breiten Sand­strand, an dem man auch im Sommer nicht allzu viele Gäste sieht. Die Küstenwälder, Dünen und Seen im Hinter­land sind ideal zum Radfahren oder Wandern.
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Łeba

Wanderdünen im Biosphärenreservat

Der Badeort grenzt an den 500 Hektar großen, eindrucksvollen Słowiński-Natio­nal­park, der zum UNESCO-Biosphären­re­servat erhoben wur­de.

Berühmt sind seine bis zu 42 Meter hohen Wander­dünen, die mit einer Geschwin­digkeit von bis zu zehn Metern pro Jahr vom Wind verschoben werden. Die größte Düne ist die Lont­zke­düne (Łącka Góra). Man erreicht sie per Schiff, zu Fuß oder mit dem Rad. Reizvoll sind auch die flachen Küsten­seen, ehema­lige Meeresbuchten, die von der Ostsee abge­schnitten wurden. Der fein­san­dige Strand ist ideal für Kinder.

Zu Gast in einem Schlosshotel am Meer

2 Nächte | 2x Doppelzimmer | Halbpension

Das schloss­ar­tige Anwesen mit altpreußi­schem Charme liegt unmit­telbar hinter der Küste von Łeba. Der Blick ist gewaltig – ebenso wie das Getöse bei Sturm.

Das Restau­rant ist nicht nur hübsch und roman­tisch, es serviert auch ausgezeichnete Vier-Gänge-Menüs, wobei man sich vor allem die polni­schen Suppen nicht entgehen lassen sollte. Die Zimmer sind ausge­stattet mit guten Betten, Kissen und – längst nicht selbst­ver­ständ­lich – gutem Lese­licht. Wer gern am Meer spazieren geht, wird sich über kilome­ter­lange Sand­strände freuen.

Von Łeba nach Tolk­micko

188 km | 3:00 h

Danziger Bucht

Vogel­pa­ra­dies und geschicht­s­träch­tige Städte
Die halbkreisför­mige Bucht ist ein optimaler Natur­hafen. Sie öffnet sich nach Norden hin zur Ostsee. Im Südwesten liegt die Hanse- und Hafen­stadt Danzig an der Mündung der Weichsel. Wegen der vielen verschiedenen Biotope ist sie eine wich­tige Station für Zugvögel. Im Herbst und Frühling findet man an zahl­losen Sand­dünen und Tümpeln, auf Salz­dünen und in den Mooren Steinschmätzer, Brau­n­kehl­chen, Trauer­schnäpper und viele seltene Vögel. Besonders um die Spitze der Halb­insel Hel liegen zahlreiche Wracks auf Grund, alle in Wasser­tiefen zwischen fünf und siebzig Metern. Viele stammen aus den letzten Wochen des Zweiten Welt­kriegs und ziehen zahlreiche Wracktau­cher an.

Mierzeja Helska

Halb­insel mit schönen Bade­stränden
20 Kilometer nörd­lich von Danzig ragt eine fast 35 Kilometer lange, schmale Halb­insel ins Meer. Sie hat sich in vielen Hundert Jahren aus mehreren Inseln gebildet, die versandet sind. Zwischen den dichten Kiefernwäl­dern finden sich verträumte Fischer­dörfer, in denen verein­zelt noch Kaschu­bisch gespro­chen wird, und viele versteckte Bade­strände. Größter Ort ist Hela mit 500 Einwoh­nern und einem Fischer­hafen.

Sopot

Das Monte-Carlo der Ostsee
Das Monte-Carlo des Nordens nannte man den Bade- und Kurort in der histo­ri­schen Land­schaft Westpreußen. Zoppot, wie der mondäne Ort vor dem Zweiten Welt­krieg hieß -  hatte ein Spielcasino und viele Luxus­ho­tels. Doch während damals nur die Gutbe­tuchten kamen, können sich heute auch Normalbürger den Aufent­halt leisten. Das Klima ist sanft, die Region mückenfrei und das Wasser wärmer als an anderen Ostsee­stränden. Die Attrak­tionen der Stadt sind die Villen aus der Zeit um die Wende vom 19. zum 20. Jahr­hun­dert und die Seebrücke: Mehr als 500 Meter weit ragt sie ins Meer und ist damit die längste ihrer Art in Europa.
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Frisches Haff

Naturidyll zwischen Danzig und Königsberg

Das Frische Haff (polnisch Zalew Wiślany) ist ein Teil der Ostsee südwest­lich von Kali­ningrad. Es wird durch die Frische Nehrung, eine ca.

70 Kilometer lange und 2 Kilometer breite Halb­insel, von der Danziger Bucht getrennt. Der Name hat nichts mit „Frische“ zu tun, sondern mit den Friesen, die als erste Deut­sche die Nehrung besiedelten. Als die Rote Armee am Ende des Zweiten Welt­kriegs nach Westen vordrang, schnitt sie den ostpreußi­schen Flücht­lingen den Landweg ab, weshalb Zehn­tausende den Weg über das zugefrorene Frische Haff nahmen. Viele erfroren dabei oder starben durch Luft­angriffe. Heute gehört der Süden zu Polen, während der Norden russi­sches Staats­gebiet ist.

Zu Gast in einem Spa-Hotel am Frischen Haff

2 Nächte | 1x Doppelzimmer, 2x Zustellbetten | Bed & Breakfast

Das histo­ri­sche Backst­ein­gebäude zwischen Wasser und Wäldern ist ein idealer Ort, um auf einer Rund­reise ein paar ruhige Tage einzulegen.

Im Jahr 2003 wur­de es in ein Hotel umge­wandelt, dessen Zimmer heute liebevoll herge­richtet und mit zeit­ge­mäßem Komfort ausge­stattet sind. Das Restau­rant bietet gute polni­sche und inter­na­tio­nale Küche. In der gemüt­li­chen Bar kommt man mit anderen Gästen in Kontakt. Der Spabereich mit Hallenbad und mehreren Saunen befindet sich in einem Neubau; verschiedene Massagen und Thera­pien werden eben­falls ange­boten. Frombork (Frau­enburg), Elblag (Elbing) und Malbork (Mari­enburg) sind in Tages­ausflügen zu errei­chen.

Tolk­micko

Netter Fischerort am Frischen Haff
Das nette Fischerdorf mit dem deut­schen Namen Tolkemit war ursprüng­lich eine pruz­zi­sche Sied­lung, die im 13. Jahr­hun­dert im Preußi­schen Ordens­land das Stadt­recht erhielt. Es liegt male­risch am Ostufer des Frischen Haffs umgeben von Wiesen und Wäldern. Die Kirche stammt aus dem 14. Jahr­hun­dert.

Krynica Morska

Seebad mit schönen Stränden
Das Seebad mit dem deut­schen Namen Kahlberg ist der Hauptfe­ri­enort an der Frischen Nehrung. Restau­rants und Imbiss­stände konkurrieren um Kunden, ebenso Souve­ni­ranbieter aller Art. Über eine bewal­dete Anhöhe gelangt man zum Strand, der zu den schönsten am Frischen Haff gezählt wird. Ein Pendeldi­enst befördert während der Saison die Gäste dorthin. Im kleinen Hafen legen die Ausflugsdampfer aus Elblag und Frombork an.

Frau­enburger Dom

Kirche des Niko­laus Koper­nikus
Der Ort mit dem deut­schen Namen Frau­enburg ist vermut­lich aus einer slawi­schen Sied­lung hervor­gegangen. Im 13. Jahr­hun­dert wur­de er Sitz des Fürst­bistums Ermland. Im 14. Jahr­hun­dert entstand der mäch­tige Frau­enburger Dom, dessen berühm­tester Domherr Niko­laus Koper­nikus war. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts entwi­ckelte der Theo­loge und Astronom hier, im hintersten Winkel der Welt, sein Helio­zen­tri­sches Welt­bild. Rings um den Dom wur­de eine Mauer ange­legt. Vom acht­e­ckigen Glock­en­turm genießt man eine schöne Aussicht über die Stadt und das Haff.

Von Tolk­micko nach Wegorzewo

189 km | 3:30 h
Die Strecke führt durch das südliche Ostpreußen, das heute zu Polen gehört.
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Masurische Seenplatte

Wälder und Seen, Bären und Elche

Die Masu­ri­sche Seen­platte gehört zu den schönsten Gebieten Nord­polens. Die hüge­lige Land­schaft, die zu 1/5 von Seen bedeckt ist, ist von der Eiszeit geprägt worden.

Die ursprüng­lich hier lebenden balti­schen Stämme wurden im 13. Jahr­hun­dert von Kreuzrittern besiegt, die deut­sche Siedler ins Land holten. Später wur­de der Ordens­staat in das welt­liche Preußen umge­wandelt, das 1701 König­reich wur­de und sich zuse­hends nach Westen ausdehnte. Für den ursprüng­l­i­chen Teil zwischen Königsberg und Masuren bürgerte sich der Name Ostpreußen ein. Wanderer, Segler und Kanuten kommen in dieser idylli­schen Land­schaft auf ihre Kosten.

Zu Gast in einem Feriendorf bei Wegorzewo

7 Nächte | 1x Apartment | Ohne Verpflegung

Im Land der 1000 Seen, auf einer male­ri­schen Halb­insel am Mauersee, liegt dieses famili­enfreund­liche Feri­en­dorf mit 16 Feri­en­häusern.

Komplett ausge­stat­tete Küchen, ein Kamin im Wohnbereich und eine Terrasse, die das ganze Haus umspannt, machen die bunten Holzhäu­schen zum gemüt­lich-komfor­ta­blen Urlaubs­domizil. Auf dem 20 Hektar großen, privaten Seegrund­stück befinden sich zwei Bade­strände, ein Bootshafen, ein Kinder­spiel­platz und ein Restau­rant, das leckere, polni­sche Küche bietet. Mit den Mietfahr­rädern kann man die ursprüng­l­iche Land­schaft mit ihren uralten Alleen erkunden: ein Para­dies für Störche, Biber und Vögel. Segel-, Motor- und Ruderboote stehen eben­falls zum Verleih bereit. Kanu­fahrten und Segelkurse werden orga­ni­siert.

Mamerki

Hauptquar­tier der Obersten Heeres­lei­tung
Das ehema­lige Hauptquar­tier des Ober­kom­mandos des Heeres liegt im Mauer­wald (heute Mamerki). Am 23. Juni 1941 wur­de es vom Gene­ral­stab des Heeres bezogen. An dem Gelände, das mit etwa 250 Gebäuden und 30 intakten Bunkern deut­lich größer war als die Wolfs­schanze, arbei­teten 40 Gene­räle und 1.500 Offi­ziere sowie zahlreiche Soldaten. Hier wurden die Weisungen aus dem nahe gelegenen Führ­er­hauptquar­tier in Befehle umge­setzt. Unter anderem arbei­teten dort Fried­rich Paulus, Heinz Gude­rian und Claus Schenk Graf von Stauf­fenberg. Am 20. Januar 1945 zogen die deut­schen Soldaten ab, ohne die Anlage zu zerstören. Daher gehört die Anlage zu den best­er­hal­tenen deut­schen Bunker­sys­temen des Zweiten Welt­kriegs. Ein kleines Museum vor Ort kann besich­tigt werden.

Pozezdrze

Masu­ri­sches Dorf mit wech­selnder Natio­nalität
Das Dorf in Ermland-Masuren wur­de im Jahr 1543 und in den Folgejahren Passeedern (Posses­sern) genannt. 1874 wur­de es zum Amts­dorf erhoben und damit namensgebend für einen Amts­bezirk der preußi­schen Provinz Ostpreußen. 1938 wur­de Posses­sern zur „Abwehr fremd­ländisch klin­gender Orts­namen“ in Großgarten umbe­nannt. Im Jahre 1945 kam der Ort mit dem gesamten südli­chen Ostpreußen als Kriegsfolge zu Polen und trägt seither die Orts­bezeich­nung Pozezdrze. Das Dorf ist Sitz eines Schulzen­amtes (polnisch sołectwo) und mit 1.300 Einwoh­nern wieder fast genauso groß wie zu Beginn des Zweiten Welt­kriegs.

Wolfs­schanze

Führ­er­hauptquar­tier im Zweiten Welt­krieg
Wolfs­schanze war der Tarn­name für das Führ­er­hauptquar­tier während des Zweiten Welt­krieges in der Nähe von Rastenburg (heute Kętrzyn). Die Wahl des Ortes in der Nähe der russi­schen Grenze war nicht zufällig. Ober­irdisch war sie in einen dichten Wald gebaut und durch Tarn­netze und Flak­stel­lungen gegen Luft­angriffe geschützt. Seit 1941, dem Beginn des Krieges gegen die Sowjet­u­nion (Unter­nehmen Barba­rossa), war die Wolfs­schanze der Hauptauf­ent­haltsort von Hitler. Das Attentat vom 20. Juli 1944 auf Hitler wur­de hier verübt. Nach mehreren erfolg­losen Versu­chen die mons­tröse Anlage zu sprengen, wird sie nun langsam von der Natur zurück­e­r­obert und wird so unge­wollt zum Sinnbild mensch­li­cher Hybris. Vom Besu­cher­zentrum führen mehrere Wege zu den Bunkern.

Von Wegorzewo nach Wars­zawa

290 km | 4:30 h
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Warschau

Geschichtsträchtiges Kulturzentrum Osteuropas

Die 1,7 Millionen-Einwohner-Stadt an der mittleren Weichsel gehört zu den wich­tigsten Handels-, Wirt­schafts- und Kultur­zentren Osteu­ropas.

In der Stadt gibt es mehrere Univer­si­täten, Theater, Museen und Baudenkmäler. Die Sródmie­scie ist die eigent­liche Innen­stadt, die nach dem 2. Welt­krieg beispielhaft restau­riert wur­de. Außer­halb des Zentrums ist die Stadt nicht besonders attraktiv.
Wich­tigstes histo­ri­sches Datum der tausendjäh­rigen Stadt ist die Verle­gung des polni­schen Königs­sitzes von Krakau hierher im 16. Jahr­hun­dert. Seither spiegelt sich die wech­sel­volle Geschichte Polens mit Teilungen, Besetzungen und Befreiungen in ihrer Haupt­stadt wider. Zur Katastrophe kam es 1939 mit dem Einmarsch der Wehrmacht. 1940 wur­de die jüdi­sche Bevöl­ke­rung in ein Ghetto gesperrt, wo über 500.000 Menschen auf weniger als vier Quad­ratki­lome­tern dahin vege­tierten. 1942 machten die 60.000 übrig gebliebenen Bewohner – alle anderen waren bereits depor­tiert oder gestorben – einen verzweifelten Aufstand, woraufhin das Ghetto ausge­löscht wur­de. Als wenig später ein Aufstand der polni­schen Unter­grund­armee ausbrach, zerstörten die Deut­schen die Stadt systema­tisch Straße für Straße, bis am Ende des Krieges 90% zerstört war.
Besonders sehens­wert sind das Schloss mit einer Ausstel­lung, das Natio­nalmuseum und die Altstadt.

Zu Gast in einem Boutique-B&B an der Altstadt

2 Nächte | 1x 4er Belegung | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz (Garage)

Das kleine Boutique-B&B liegt zwischen der Altstadt, dem Schloss und dem Botschafts­viertel von Warschau. Die Oper, das Natio­nalmuseum, der Lazi­enki Park und viele Pubs und Restau­rants sind zu Fuß erreichbar.

Die lichtdurch­flu­teten Zimmern mit hohen Decken finden die rich­tige Mischung zwischen polni­scher Boden­stän­digkeit und klas­si­schem Flair. Das Früh­stück ist frisch, gesund und reichhaltig. Leihfahr­räder werden vermit­telt.

Führung (OPTIONAL)

Stadtführung durch Warschau (3 Stunden, deutsch)

Die Besich­tigungs­route führt norma­lerweise durch die Altstadt, die nach der fast völligen Zerstörung während des Krieges sorgfältig wieder­aufge­baut wur­de und heute zum UNESCO Welt­kultur­erbe gehört.

Vom Altstadt­markt­platz geht es in die Neue Stadt, zum Barbakan, zur Johanne­s­ka­thedrale und zum könig­li­chen Schloss. Unter­wegs werden auch die Säch­si­schen Gärten mit dem Grabmal des Unbe­kannten Soldaten, der impo­sante Kultur­pa­last sowie das Große Theater mit der bronzenen Quad­riga besich­tigt und der Königsweg entlang bis zur Heilig-Kreuz-Kirche beschritten.

Muzeum Historii Żydów Polskich

Von der Geschichte der Juden in Polen
Das Museum für die Geschichte der polni­schen Juden steht neben dem Denkmal der Helden des Warschauer Ghettos. Es wur­de 2013 zum 70. Jahrestag des Warschauer Ghettoauf­standes eröffnet und doku­men­tiert die jüdi­sche Geschichte vom Mittel­alter bis in die Gegenwart. Das Gebäude wur­de von einem finni­schen Architek­ten­team auf dem Grund­riss eines Quad­rats entworfen. Die gläs­ernen zwei­schich­tigen Außenwände werden durch eine unregelmäßig geformte Spalte zerrissen, die den gebogenen Gale­rien mit gewellten Betonwänden im Inneren des Gebäudes entspre­chen. Der Spalt steht für den Weg der Juden durch das Meer. Die Außenwelt und das Muse­umsin­nere werden dadurch zugleich mitein­ander verbunden.

Von Wars­zawa nach Poznan

319 km | 3:30 h
Eine schöne Alter­na­tive zur Auto­bahn ist die Strecke durch die Posener Seen­platte. Sie führt durch zwei besonders sehens­werte Orte: Strzelno und Gniezno.

Natur­park Bolimowski

Elche, Sümpfe und und dichte Wälder
Der Park zwischen Lodz und Warschau hat eine Gesamt­fläche von knapp 25.000 Quad­ratki­lome­tern, die fast ausschließ­lich bewaldet ist. Dazwi­schen gibt es immer wieder Sumpfwiesen und Weiden. Verschiedene Wege führen durch den Park, von kurzen Spazier­wegen bis zu einem zwei­tägigen Wanderweg.

Bahnhof Radegast

Holo­caust-Mahnmal am Rand des Ghettos von Lodz
Der Bahnhof Radegast, heute ein Vorort von Łódź, wur­de 1937 als Verlade­bahnhof gebaut. Nach der Errich­tung des Ghettos Litzmann­stadt unmit­telbar südlich des Bahn­hofs diente er als dessen wich­tigste Verkehrsver­bindung. Zunächst wurden Lebens­mittel und Rohstoffe ausge­laden, die in den Fabriken des Ghettos benö­tigt wurden. Ab 1941 wur­de der Bahnhof auch zum Transport von Zwangs­arbeitern in die Arbeits­lager rund um Lodz benutzt. Juden aus West­eu­ropa und dem Wart­hegau wurden über Radegast ins Ghetto verschleppt. Seit 2005 ist der Bahnhof eine Holo­caust-Gedenk­stätte. Besonders eindrucksvoll ist der 140 Meter lange Tunnel der Depor­tierten mit endlosen Transport­listen an den Wänden.

Muzeum Sztuki

Bedeu­ten­dste polni­sche Samm­lung moderner Kunst
Das Muzeum in Łódź ist eines der ältesten für moderne Kunst der Welt. Bereits in den 1920er und 1930er Jahren begann eine Gruppe radikaler Künstler mit Namen „a.r.“ damit, Werke der wich­tigsten zeitge­nös­si­schen Künstler zu sammeln. Die Aktion stieß auf großes Inter­esse der euro­päi­schen Avant­garde. Herausra­gende Künstler wie Fernand Leger, Max Ernst, Hans Arp und Kurt Schwitters spen­deten ihre Werke der Samm­lung, die nach dem Krieg zu einem Symbol der Soli­da­rität und Zusam­men­arbeit im geteilten Europa wur­de. Heute ist das Muzeum Sztuki das einzige Museum in Polen mit einer umfang­rei­chen Samm­lung von Welt­kunst des 20. und 21. Jahrhunderts.
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Posen

Urbanes Leben rund um das Renaissance-Rathaus

Die Indu­s­trie­stadt mit 600.000 Einwoh­nern liegt im Flach­land von Groß­polen an der Warthe. Sie ist aus einer Burg auf der Dominsel im 9.

Jahr­hun­dert nach Christus hervor­gegangen. Wegen der verkehrsgüns­tigen Lage wuchs die Stadt schnell zu einem Handels- und Hand­werker­zentrum heran. Nach dem Wiener Kongress wur­de Posen preußisch und erlebte eine Blütezeit um die Mitte des 19. Jahrhunderts. Nach der Gründung des deut­schen Reichs 1871 wur­de versucht, die Posener Provinz zu germa­ni­sieren, was 1921 zu einem Aufstand führte. Sehens­wert sind vor allem der Stary Rynek, der zentrale Platz, und das glänzende Renais­sance-Rathaus von 1560.

Zu Gast in einer Pension in Posen

1 Nacht | 1x 4er Belegung | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz

Die kleine Pension mit zehn Zimmern liegt ruhig in einem Außen­bezirk von Posen, etwa zehn Minuten vom Zentrum entfernt.

Die Anbindung mit den öffent­li­chen Verkehrs­mit­teln ist hervor­ra­gend und ein gutes Restau­rant fürs Abend­essen ist fußläufig erreichbar. Die Bäder sind modern, die Zimmer gemüt­lich in warmen Brau­n­tönen einge­richtet. Einige haben Zugang zum Balkon oder einer Terrasse, wo man einen ersten Kaffee am Morgen genießen kann. Ein schöner Garten mit altem Baum­be­stand steht den Gästen eben­falls zur Verfügung. An diesen grenzt auch das Esszimmer, in dem ein reichhal­tiges Früh­stück serviert wird.

Rathaus von Posen

Perle der polni­schen Renais­sance
Der Stary Rynek – der Alte Markt – im Zentrum der Altstadt wird beherrscht von einem prachtvollen Renais­sance-Gebäude, dem Rathaus von Posen. Es wur­de 1555 von Giovanni Battista di Quadro fertig­ge­stellt und gilt euro­paweit als eine der wertvollsten Baudenkmäler aus der Renais­sance – heute beherbergt es das Stadt­museum. Nach Ende des Zweiten Welt­krieges wurden das Gebäude sowie alle schwer beschä­d­igten Gebäude des Alten Marktes wieder aufge­baut. Eine Touris­ten­at­trak­tion ist das Uhrwerk an der Fassade des Rathauses, wo jeden Tag um zwölf Uhr zwei Ziegenböcke erscheinen und einander im Takt des Stun­den­schlags stoßen.

Posener Dom

Auf der Dominsel (Ostrów Tumski), einer Binnen­insel der Warthe, lag die früh­este Ansied­lung der Posener Stadt­ge­schichte. Als älteste Kathedrale und eine der früh­esten Kirchen des Landes steht der Posener Dom geschicht­lich für den Beginn der Chris­tia­ni­sie­rung Polens. Der Über­liefe­rung zufolge befindet sich der Dom an der Stelle, an der die Taufe des polni­schen Herzogs Mieszko I. stattfand. Mehrere polni­sche Könige und Erzbi­schöfe sind in der Kirche bestattet. Die erste Kirche war eine vorro­ma­ni­sche Kirche aus dem 10. Jahr­hun­dert. Das heutige goti­sche Erscheinungs­bild geht auf das 14. Jahr­hun­dert zurück.

Wielko­polski-Natio­nal­park

Große Arten­viel­falt in eiszeit­li­chem Seengebiet
Der 80 Quad­ratki­lometer große Natio­nal­park schützt ein Gebiet in der groß­pol­ni­schen Seen­platte, die während der letzten Eiszeit ihre Gestalt erhielt. Rutschende Glet­scher hobelten Rinnen aus und führten gewal­tige Schuttberge vor sich her. Als sie schließ­lich schmolzen, füllte das Schmelz­wasser die Seen. Algen, Flechten, Pilze und Moose exis­tieren hier in einer erstau­n­li­chen Viel­falt. Über 3.000 Insek­ten­arten sind heimisch; in den Seen schwimmen Barsche, Brassen, Hechte und Aale.

von Mosina zum Górecki-See

Wandern zwischen Seen und Wäldern
Die Tour startet am Bahnhof in Mosina. Einer blauen Markie­rung folgt man zuerst durch die Stadt und später im Wald bis zu einer Gabe­lung am See. Von dort führt eine rote Markie­rung zum See. Am Ufer entlang geht man zurück zur blauen Route und kommt wieder nach Mosina. (Hin und zurück: 13,7 Kilometer, 2:30 Stunden, auf und ab: 150 Meter)

Von Poznan nach Hause

Auf der Natio­nal­straße fährt man gen Westen und kommt bei Frankfurt/Oder über die deut­sche Grenze.
16 Tage
ab 1.065,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: April–Oktober

Die Preise können je nach Saison variieren.
Ihre Beratung
Leslie Jalowiecki

Tel.: +49 (0)2268 92298-67

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  • Die Reisen werden individuell ausgearbeitet – nach Ihren Interessen, Vorstellungen, Zeit und Budget.
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