Unbekanntes Mitteleuropa: Riesengebirge und Böhmerwald - Polen
Heimat des Rübezahl: Riesengebirge

Unbekanntes Mitteleuropa

Riesengebirge und Böhmerwald

Im Mittelpunkt der Reise steht die Heimat des Rübezahl: Das Riesengebirge ist ein Wanderparadies mit Hochmooren und märchenhaften Felslandschaften. Der Weg zurück nach Deutschland führt über das böhmische Karlsbad.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von zu Hause nach Görlitz

A

Görlitz

Zeitreise durch ein halbes Jahrtausend

Wer die Stadt an der Neiße besucht, begibt sich auf eine Zeit­reise durch ein halbes Jahr­tausend euro­päi­scher Architektur. Mit Bauwerken der Spätgotik, der Renais­sance, des Barocks und des Jugend­stils gilt Görlitz heute als städtebau­li­ches Gesamtkunst­werk.

Dabei kommt der Stadt zugute, dass sie im Zweiten Welt­krieg komplett erhalten und somit von den Bausünden der Nach­kriegs­zeit verschont blieb. Die Altstadt beein­druckt mit reich verzierten Fassaden, kunst­vollen Gewölben und bemalten Decken aus den verschiedenen Epochen. Nirgendwo sonst in Deutsch­land gibt es eine solche Dichte aufwendig restau­rierter Baudenkmäler. Zu den markan­testen Gebäuden zählt das Rathaus aus der Mitte des 14. Jahrhunderts.

Zu Gast in einem Bürgerhaus in Görlitz

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz

Das Renais­sance-Bürger­haus von 1528 wur­de durch den Bürgermeister von Görlitz als Tuchma­cher­haus in Auftrag gegeben und steht in der Nähe des histo­ri­schen Rathauses. Nach dem Ende des Sozialismus wur­de es sorgfältig restau­riert und von Familie Vits in ein gemüt­li­ches 4-Sterne-Hotel umge­wandelt. Die rund 60 Zimmer verfügen teilweise über origi­nale, architek­to­ni­sche Stil­ele­mente wie Holz­bal­ken­de­cken. Das Früh­stück ist üppig und der Service freund­lich und profes­sionell. Regio­nale und inter­na­tio­nale Gerichte werden in der Schneider Stube zusammen mit hoch­wer­tigen, säch­si­schen Weinen serviert. Moderne Annehm­lichkeiten wie Sauna und Fitnessraum stehen zur Verfügung.



Ober­lau­sitz

Land der Sorben
Die Lausitz ist ein Land­strich zwischen Mittel­elbe und Mitteloder. Die Nieder­lau­sitz gehört zu Bran­denburg, die Ober­lau­sitz zu Sachsen. Der Name leitet sich von dem slawi­schen Volks­stamm der Lusici her, was soviel heißt wie: Sumpf­be­wohner. Bis heute leben in der Lausitz etwa 50.000 Menschen slawi­scher Abstam­mung. Die Sorben in der Ober­lau­sitz haben eine eigene Sprache, die mit dem Tsche­chi­schen verwandt ist. Über Jahrhunderte wurden die Sorben diskrimi­niert. Heute sind sie als ethni­sche Minder­heit in Deutsch­land anerkannt. Landschaft­lich ist die Ober­lau­sitz von inten­siver Land­wirt­schaft geprägt. Die Berg­rü­cken in höheren Lagen sind meist bewaldet.

Geheime Welt von Turisede

Abenteuer­freizeit­park an der Neiße
Der mehr­fach ausgezeichnete Freizeit­park liegt mitten in der Natur nahe der Neiße. Auf sieben Hektar Land stehen die rätselhaften Bauten der Turiseder, eines geheim­nisvollen Volkes. Man kann skurrile Bauten oder Geheimgänge entde­cken, einem Dach­wander­rundweg folgen oder einer Geld­wasch­anlage zusehen. Es gibt ein Veran­stal­tungs­programm mit Konzerten und Theater – die Turi­sedi­schen Fest­spiele – und auch das erste deut­sche Baumhaushotel.

Zittauer Schmal­spur­bahn

Mit der Dampflok in eine märc­henhafte Felsenwelt
Ursprüng­lich sollte die Schmal­spur­bahn Kurgäste von Zittau nach Olbyn befördern. Die feier­liche Stre­ckener­öff­nung fand im Sommer 1890 durch die König­lich Säch­si­schen Staats­ei­sen­bahnen statt. Bis zum Ersten Welt­krieg wuchsen die Passagier­zahlen sprunghaft an. Danach wurden erst die Ausbau­pläne nach Böhmen aufs Eis gelegt. Während der DDR-Zeit wur­de die Ober­lau­sitz zum Brau­n­kohlegebiet ohne touris­ti­sche Bedeu­tung. Die Bahnlinie entging nur knapp einer Still­le­gung. Heute fährt auf der Zittauer Schmal­spur­bahn wieder eine Damplok.

vom Löbauer Berg zum Rotstein

Aussichtsreiche Wande­rung durch ein anmu­tiges Mittelgebirge
Die Wande­rung gehört zu den schönsten in der Ober­lau­sitz. Sie führt zu zwei markanten Aussichtsbergen mit sehr unter­schied­li­chen Türmen, die einen weiten Blick über die anmu­tige Mittelgebirgs­landschaft bieten. Start­punkt ist der Bahnhof Löbau; Ziel ist der Halte­punkt Zoblitz, wo man mit der Regio­nal­bahn zurückfahren kann. Auf halber Strecke kommt man in Wendisch Paulsdorf an einem Rast­haus vorbei. (hin: 16,4 Kilometer, 4:45 Stunden, auf und ab: 420 Meter)

Von Görlitz nach Breslau

176 km | 2:30 h
B

Breslau

Hauptstadt Niederschlesiens und Welterbe der UNESCO

Die 600.000 Einwohner zähl­ende Stadt an der Oder ist die viertgrößte Stadt Polens und Haupt­stadt der Wojwodschaft Nieder­schle­sien.

Ihr Wappen, das ihr 1530 von Karl V. verliehen wur­de, enthielt von Anfang an das „W“, was daraufhin deutet, das ihr polni­scher Name „Wroclaw“ älter ist als der deut­sche. Nach dem schle­si­schen Krieg 1742 übergab Öster­reich die Stadt an Preußen, das zwei Jahrhunderte die Geschichte der Stadt prägen sollte. Am 9. Mai 1945 übergaben die sowje­ti­schen Mili­tärbehörden Breslau an Polen. Bereits 1955 wur­de mit dem Wieder­aufbau der Altstadt begonnen, der seit 1990 auch spezi­fisch deut­sches Kultur­erbe aufnimmt. 2006 wur­de die Altstadt zum Welt­kultur­erbe der UNESCO erklärt.

Zu Gast in einem Hotel in Breslau

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die renovierte Villa aus dem 19. Jahr­hun­dert liegt in einer ruhigen und grünen Gegend in Breslau, zehn Minuten von der Innen­stadt entfernt, und beherbergt heute ein Hotel.

Die 13 Zimmer des Hauses sind elegant und individuell nach verschiedenen Wein­regionen einge­richtet und bieten einen schönen Blick auf den Park Szczytnicki. Morgens wird ein reichhal­tiges Früh­s­tücksbuffet ange­boten. Das Hotelre­stau­rant serviert saisonal wech­selnde Küche aus regio­nalen Produkten, abge­rundet von einer großen Auswahl an Weinen. Zudem gibt es im Hotel eine Sauna und ein Fit­ness­center.

Führung (OPTIONAL)

Breslau Klassisch (3,5 Stunden, deutsch)

Einen Vormittag verbringt man in der Altstadt von Breslau. Nach dem Treffen mit dem deutsch­spra­chigen Führer geht es zum Blüc­her­platz, wo der größte Blumen­markt Bres­laus abge­halten wird, zur Elisa­be­th­kirche, den Fleischbänken, zum Matthias-Gymnasium und zur Univer­sität.

Auf Wunsch kann man an der Oder eine Kaffee­pause einlegen. Danach stehen die alten Markt­hallen, die Dominsel und die Sehens­wür­digkeiten an der Oder auf dem Programm. Da es sich um eine individu­elle Führung handelt, kann der Ablauf auch abge­ändert werden.

Ring von Breslau

Leben­dige Mitte der Altstadt
Der Rynek (Ring) von Breslau ist nicht, wie sein deut­scher Name vermuten lässt, ringförmig, sondern quad­ra­tisch. Er bildet die leben­dige Mitte der Altstadt. Mehrere einzig­ar­tige Gebäude umgeben ihn: das spätgo­ti­sche Rathaus aus dem 15. Jahr­hun­dert und viele Patri­zi­er­häuser, die nach dem Krieg wieder­herge­stellt wurden.

Oleśnica

Restau­rierter Kern der zweitwich­tigsten Stadt Nieder­schle­siens
Die Stadt mit dem deut­schen Namen Oels ist nach Breslau die zweitwich­tigste in Nieder­schle­sien. Die Altstadt, die nach dem Zweiten Welt­krieg wieder­herge­stellt wur­de, zeugt von der Bedeu­tung des Ortes zwischen dem 13. und dem 15. Jahr­hun­dert. Das Stadt­bild wird vom Schloss der Piasten bestimmt, einem mittel­alter­li­chen polni­schen Adelsge­schlecht. Ursprüng­lich war es eine Ritter­burg und wur­de in der Renais­sance zu einer statt­li­chen Residenz umge­baut. Vom Bres­lauer Torturm, dem letzten Über­rest der Stadt­mauer hat man den besten Blick auf das Schloss, die Kirchen und die Altstadt.

Von Breslau nach Karpniki

116 km | 2:30 h

Gut Kreisau

Wider­stands­gruppe gegen die Nazis
Das weit­läufige Gut war bis 1945 der Famili­en­sitz der Adelsfa­milie von Moltke. Während des Zweiten Welt­kriegs traf sich hier Krei­sauer Kreis, eine prote­s­tan­tisch geprägte Wider­stands­gruppe um Helmuth James Graf von Moltke. Nach dem Zweiten Welt­krieg verfiel das Gut, da die polni­sche sozia­lis­ti­sche Regie­rung kein Inter­esse am deut­schen und außerdem nicht-kommu­nis­ti­schen Wider­stand hatte. 1989 trafen sich der polni­sche Minister­präsident Tadeusz Mazowiecki und der deut­sche Bundes­kanzler Helmut Kohl zu einer Versöhnungs­messe in Kreisau und legten den Grund­stein zu einer Jugend­be­geg­nungs­stätte. Eine Dauer­aus­stel­lung informiert über den Krei­sauer Kreis.

Swid­nica

Tradi­ti­ons­reiche Atmo­sphäre und eine einzig­ar­tige Kirche
Die 50.000-Einwohner-Stadt im Sude­tenvor­land war einmal die zweitwich­tigste Stadt Nieder­schle­siens nach Breslau. Im Zweiten Welt­krieg blieb sie unzer­stört und versank nach 1945 in einen Dornrö­sc­henschlaf, so dass viel alte Bausub­stanz erhalten blieb, allerdings in einem renovie­rungs­be­dürf­tigen Zustand. Über dem Rathaus­platz und den alten Patri­zi­er­häusern der Kauf­leute liegt eine schöne Atmo­sphäre. Wich­tigste Sehens­wür­digkeit ist die Friedens­kirche, die nach dem Westfäli­schen Frieden errichtet wur­de. Sie gilt heute als die größte Fach­werk­kirche Europas.

Schloss Fürs­ten­stein

Monu­men­tale Burg in male­ri­scher Lage
Das Schloss Fürs­ten­stein wur­de im 13. Jahr­hun­dert vom Herzog Bolko I. als Schutzburg errichtet. Die Lage auf dem Fürs­tenberg wur­de aus stra­tegi­schen Gründen gebaut; spätere Gene­ra­tionen schätzten vor allem die grandiose Aussicht. Im Laufe der Jahrhunderte wur­de das Gebäude ständig erwei­tert. 400 Säle sind entstanden, die ersten noch im roma­ni­schen Stil, die letzten vor gut 100 Jahren im Jugend­stil. Während des Zweiten Welt­kriegs sollte das Schloss eine Residenz des Führers werden. Heute ist Schloss Fürs­ten­stein (polnisch Zamek Książ) ein Kultur­zentrum mit einer Ausstel­lung und mehreren Konzert­sälen.
C

Riesengebirge

Heimat des Rübezahl

Bis 1945 war das Riesengebirge das höchste Mittelgebirge von Deutsch­land. Die Schnee­koppe erreicht eine Höhe von 1.602 Metern und über­ragt den Schwarz­wald somit um mehr als 100 Meter.

Der roman­ti­sche Name „Riesengebirge“ kam erst Ende des 19. Jahrhunderts in Gebrauch. Vorher hatte der Höhenzug zwischen Nieder­schle­sien und Tsche­chien keinen Namen oder wur­de einfach Schnee­gebirge oder Böhm­i­sches Gebirge genannt. Wesent­lich älter ist der berühm­teste Bewohner, Rübe­zahl. Erzäh­lungen über den Schrat oder Berg­geist gibt es schon seit dem ausge­henden Mittel­alter. Mal ist er der Beschützer eines Berg­schatzes, mal ein böser Mönch, der Wanderer vom Weg abbringt, oder einfach ein Rabe, ein Esel oder der Satan, in jedem Fall aber launisch, unge­stüm und sonderbar. 
Heute ist das Riesengebirge ein Ski- und Wandergebiet. Sowohl auf tsche­chi­scher Seite als auch auf polni­scher Seite sind große Teile als Natio­nal­park geschützt.

Zu Gast im ehemaligen Schloss Fischbach

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Inmitten der hüge­ligen Land­schaft und der Berge Nieder­schle­siens liegt das Schloss aus dem 15. Jahr­hun­dert, umgeben von einem Wasser­gr­aben und einem weit­läufigen Park. Im Laufe der Jahrhunderte gehörte es vielen schle­si­schen Adelsfa­milien und im 19. Jahr­hun­dert kam es in Besitz des Hauses Hohen­zol­lern. Nach dem 2. Welt­krieg verfiel es trotz zeitwei­liger Nutzung zuse­hends. 2009 kaufte eine Bauträgerge­sellschaft das Schloss samt Park und angrenzenden Gebieten, um es zu sanieren und ihm wieder seinen ehema­ligen Glanz zu verleihen. Die Zimmer und Suiten des Hauses sind auf die oberen Etagen verteilt und in einem modernen Design mit einem Hauch vergan­gener Epochen einge­richtet; teilweise sind noch alte Dach­balken sichtbar.

Morgens wird ein reichhal­tiges Früh­s­tücksbuffet ange­boten, abends kann man im eleganten Ambi­ente des Restau­rants, das sich auf drei anein­anderge­reihte Räume erstreckt, polni­sche Küche mit inter­na­tio­nalen Einflüssen genießen. Im Well­nessbe­reich erwarten Gäste eine ­fin­ni­sche Sauna, ein Dampfbad, ein Ruhe­raum, ein Fit­nessraum und ein Massa­ge­raum. Die güns­tige Lage im Drei­ländereck (Polen, Deutsch­land, Tsche­chien) ermög­licht es, die gesamte Region zu erkunden, die für viele Sehens­wür­digkeiten, architek­to­ni­sche Denkmäler und viel­sei­tige Land­schaft bekannt ist.

Karpacz

Urlaubsort im Riesengebirge
Die Stadt mit dem deut­schen Namen Krummhübel liegt am Nordhang des Riesengebirges und ist einer von zwei wich­tigen Urlaubs­orten. Es gibt ein Kurzentrum, Schwimmbäder, aber auch Skilifte und eine Rodel­bahn. Hoch über den Ort ragt die kahle Schnee­koppe empor, die im Sommer Wanderer und im Winter Skifahrer anlockt. Ihren Ursprung verdankt die Stadt aber dem Bergbau. Eisen und Silber wurden abge­baut. Im 18. Jahr­hun­dert kamen soge­nannte Labo­r­anten, die Kräuter sammelten und sie als Arznei verkauften.

Wang-Kirche

Roma­ni­sche Stab­holz­kirche aus Norwegen
Ursprüng­lich stand die Holz­kirche in Norwegen am Wang-See. Dort war sie eine der ältesten Gottes­häuser über­haupt – sie wur­de bereits in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts gebaut. Im 19. Jahr­hun­dert war sie alters­schwach und wäre abge­rissen worden, hätte sie nicht einen Beschützer gefunden. Der roman­ti­schen Maler Jan Chris­tian Dahl wollte sie erhalten, allerdings fehlten ihm die Mittel. Schließ­lich begeis­terte sich der preußi­sche König, Fried­rich Wilhelm III. Er kaufte die Kirche, ließ sie abbauen, verschiffen und auf Pferdefuhr­werken ins Riesengebirge bringen. Dort wur­de sie an einem besonders schönen Ort wieder aufge­baut. Noch heute wird die roma­ni­sche Stab­holz­kirche aus Skan­di­navien von einer kleinen evangeli­schen Gemeinde genutzt.

Auf die Rübe­zahl­kanzel

Fantas­ti­sches Panorama und senk­recht abstürzende Felswände
Die Tsche­chen nennen sie Krako­no­šova kaza­telna. Auf Deutsch trägt die verwit­terte Fels­gruppe noch den roman­ti­schen Namen Rübe­zahl­kanzel. Die Granitblöcke liegen auf 1.497 Metern Höhe und sind über Stufen zu besteigen. Oben tut sich ein fantas­ti­sches Panorama auf. Für zusätz­li­chen Nerven­kitzel sorgen die senk­recht abstürzenden Wände, unter­halb derer ganzjährig ein Karfeld, eine große Schnee­grube, liegt. Man erreicht die drama­ti­sche Land­schaft von Mich­alowice aus. Hinter der Rübe­zahl­kanzel wartet eine Hütte, die in der Saison bewirt­schaftet ist. (hin und zurück: 18 Kilometer, 6 Stunden, auf und ab: 870 Meter)

Elbquelle

Panora­maweg auf dem Kamm des Riesengebirges
Die Elbquelle befindet sich im Norden Tsche­chiens an der Grenze zu Polen, am Hauptkamm des Riesengebirges. Viele kleine Quell­bäche auf der Hoch­fläche ober­halb der Labská Bouda (Elbfall­baude) fließen in ein mit Steinen gefasstes Wasserloch. Wer die Quellen besu­chen will, kann das mit einer Panora­mawande­rung über den Hauptkamm verbinden, die ober­halb von Schnee­gruben entlangführt, während das Hohe Rad einen Glanz­punkt in der Bergkulisse setzt. Die Wande­rung beginnt an der Berg­sta­tion des Szrenica-Sessellifts. Die Berg­sta­tion ist auch die einzige Einkehrmög­lichkeit unter­wegs. (hin und zurück: 11 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 360 Meter)

Von Karpniki nach Karlsbad

302 km | 5:00 h

Erzgebirge

Hoch­moore und Spuren mittel­alter­li­chen Bergbaus
Das Mittelgebirge liegt zwischen Sachsen und Böhmen. Knapp nörd­lich der Kammlinie verläuft die Grenze zwischen Deutsch­land und Tsche­chien. Die höchsten Erhe­bungen sind der Keilberg (1.244 m) und der Fich­telberg (1.215 m). Das Erzgebirge wur­de im Mittel­alter besiedelt und ist seitdem durch Bergbau geprägt. Halden, Stau­anlagen und Gräben prägen das Landschafts­bild und die Lebens­räume. Das Erzgebirge ist heute ein beliebtes Wandergebiet, und in den Hochlagen sind Wintersportgebiete vorhanden. Die höheren Lagen auf deut­scher Seite gehören dem Natur­park Erzgebirge/Vogt­land an. Mit 120 Kilometer Länge­n­ausdeh­nung ist er der größte Natur­park in Deutsch­land. Das östliche Erzgebirge steht als Landschafts­schutzgebiet Osterzgebirge unter Landschafts­schutz. In den Kamm­lagen haben sich außerdem mehrere größere, nur von Regen­wasser gespeiste Hoch­moore gebildet.

Böhmen

Vom öster­rei­chi­schen Kron­land zur tsche­chi­schen Republik
Das König­reich Böhmen ist ein histo­ri­sches Terri­to­rium. Es liegt im Westen von Tsche­chien und macht die west­li­chen beiden Drittel des Landes aus. Gemeinsam mit Mähren und Öster­reich-Schle­sien gehörte es zur Böhm­i­schen Krone. Böhmen gehörte seit 1526 zu Öster­reich (Habsburg) und von 1867 bis 1918 zur Doppelmon­ar­chie Öster­reich-Ungarn. Von 1919 bis 1938 war Böhmen Teil des neu entstan­denen Vielvöl­ker­staats Tsche­cho­slowakei (CSR). Von 1938 bis 1945 gehörte es zum Deut­schen Reich (Deutsch­land). Von 1945 bis 1992 war Böhmen Teil der wieder­auf­er­stan­denen Tsche­cho­slowakei (CSR. bzw. CSSR oder CSFR) und gehört seit 1993 zu Tsche­chien.

Praha

Goldene Stadt an der Moldau
Die Stadt an der Moldau wird auch Stadt der 100 Türme oder Goldene Stadt genannt. Sie gilt als eine der schönsten Haupt­städte Europas. Seit 1992 ist die gesamte Altstadt zum Welt­kultur­erbe erklärt worden. Die Region war schon in präh­is­to­ri­schen Zeiten dicht besiedelt. Im 6. Jahr­hun­dert gelangten die ersten Slawen dorthin. Deut­sche und jüdi­sche Kauf­leute machten die Stadt im 10. Jahr­hun­dert zu einem der wich­tigsten Handels­plätze Mittel­eu­ropas. Die eigent­liche Blütezeit Prags begann im 14. Jahr­hun­dert mit Karl IV., der 1346 König von Böhmen wur­de. Die Karlsbrücke und die Karls­univer­sität, welche die älteste nörd­lich der Alpen ist, tragen seinen Namen. Bis zum 2. Welt­krieg war die Stadt von Tsche­chen, Deut­schen und Juden bewohnt. Gerade zur deut­schen Kultur hat die Stadt große Beiträge geleistet, was Namen wie Albert Einstein, Franz Kafka oder Rainer Maria Rilke belegen.
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Karlsbad

Kurbad des europäischen Adels im 19. Jahrhundert

Schon Goethe hielt das böhm­i­sche Bad im Tal der Tepla für einen der ange­nehmsten Orte der Welt. Insge­samt hat er es 13 Mal besucht.

Nach ihm kamen im 19. Jahr­hun­dert die Adeligen, Reichen und Mäch­tigen Europas. Bald war das habsburgi­sche Karlsbad eines der glanzvollsten Kurbäder über­haupt.  Dazu trug das dicht bewal­dete Tal bei, das gegen die kalten Nordwinde schützt, und die heißen Quellen die mit 40 bis 73 Grad aus dem Boden sprudeln. Heute ist vieles vom alten Glanz wieder sichtbar, besonders rings um die Mühlbrunn-Kolo­nade, wo die Kurgäste vor der Neore­nais­sance-Fassade flanieren und die Freiheits­quelle in einem hölzernen Pavillon sprudelt.

Zu Gast im Grandhotel Pupp

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Grandhotel Pupp ist der Inbe­griff eines luxu­riösen Bade­ho­tels um die Jahrhundert­wende. Seine Ursprünge reichen bis 1701 zurück, als August der Starke, Kurfürst von Sachsen, hier einen Konzert­saal errichten ließ.

Beet­hoven und Dvorak haben darin musi­ziert. Später hat das fürst­liche Anwesen, das nach seinem Bäckermeister Pupp benannt ist, den Adel Europas beherbergt, aber auch Karl Marx, Sigmund Freud, Casa­nova und Richard Wagner. Film­stars und -stern­chen gaben und geben sich ein Rendevous. Das Grandhotel Pupp diente mehrmals als Drehort, so 2006 für die Komödie Noch einmal Ferien mit Queen Latifah und 2006 in dem James-Bond-Film Casino Royale als Hotel Sple­ndide in Montenegro. Es war außerdem eines der Vorbilder für die Gestal­tung des Grand Buda­pest Hotels im gleich­na­migen Film von 2014. 2013 kam das Royal Spa hinzu.

Grandhotel Pupp

Inbe­griff des luxu­riösen Habsburger Bade­ho­tels
Das Grandhotel gilt als Inbe­griff des luxu­riösen Bade­ho­tels vor dem Ersten Welt­krieg. Errichtet wur­de der Prachtbau im Stil der Pseudore­nais­sance von den Wiener Architekten Fellner und Helmer. Der Kern des Hotels, der Säch­si­sche Saal, geht aber bereits auf das Jahr 1701 zurück. Zu den berühm­testen Gästen gehört Ludwig van Beet­hoven, der dort den Sommer 1812 verbrachte und ein Konzert im Böhm­i­schen Saal gab. Gegenüber vom Hotel liegt das Kaiserbad von 1895 mit einer monu­men­talen Haupt­fas­sade.

Franzensbad

Mine­r­al­moor mit 24 Quellen und Habsburger Charme
Franzensbad wur­de Ende des 19. Jahr­hun­dert auf Erlass des Kaisers Franz als „ordent­li­cher Kurort“ gegründet. Zwar stand Franzensbad immer im Schatten der glamou­rösen Schwestern Mari­enbad und Karlsbad, dafür gibt es große Parks und ein Mine­r­al­moor mit 24 Quellen, die besonders viel Glau­ber­salz enthalten. Sechs Kilometer nörd­lich kann man vulka­ni­sche Erscheinungen im Natur­schutzgebiet Soos betrachten. Dort führt ein Lehrpfad zu brodelnden Schlammvul­kanen.

Hirsche­sprung

Panora­ma­tour über Karl­stadt
Der wohl älteste Aussichtsbau von Karlsbad ist der Holzpavillon auf einer Fels­nadel am Hirsch­sprung direkt über dem Karlsbader Kurzentrum. Den Pavillon ließ hier im Jahre 1804 der in Karlsbad gebür­tige reiche Wiener Kaufmann Mayer errichten, nach dem er auch Mayer-Glori­ette genannt wird. Die leichte Tour führt zu insge­samt drei Aussichts­punkten. Einkehrmög­lichkei­ten findet man in der Nähe des Hirsch­sprungs und am Diana-Turm. Wer einige Höhenmeter des Weges sparen möchte, kann auch mit der Standseil­bahn aus dem Ort bis zur Mittel­sta­tion oder bis ganz nach oben fahren. (hin und zurück: 12,3 Kilometer, 4 Stunden, auf und ab: 430 Meter)

Auf den Fich­telberg

Wande­rung auf den höchsten Berg Sach­sens
Der Fich­telberg bei Oberwie­sen­thal mit 1215 Metern der höchste Berg des Fich­telgebirges und in Sachsen. In den Hoch­mooren und Quell­mulden an seinen Hängen entspringen viele Bäche. Die tsche­chi­sche Grenze verläuft gut einen Kilometer südlich. Auf dem Gipfel­pla­teau steht das Fich­telberghaus mit Aussicht­sturm und Wetterwarte. Der Weg auf den Aussichtsberg beginnt im Kurort Oberwie­sen­thal. Alter­nativ kann man die Schwe­be­bahn nehmen. (hin und zurück: 5 Kilometer, 2 Stunden, auf und ab: 310 Meter)

Von Karlsbad nach Hause

10 Tage
ab 729,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: Mai–Oktober

Die Preise können je nach Saison variieren.
Ihre Beratung
Leslie Jalowiecki

Tel.: +49 (0)2268 92298-67

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