Individuelle Polen Rundreisen / Westpolen
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Stadt an der Warthe im Westen Polens: Posen

Deutsch-Polnische Geschichte intensiv erleben

Natur und Kultur im Westen von Polen

Die Reise führt primär durch den Westen Polens. Sie führt zu geschichtsträchtigen Landgütern und ins „Tal der Schlösser“ bei Jelenia Góra.
Von Görlitz aus, wo sich ein einzigartiges Ensemble mitteleuropäischer Architektur bewundern lässt, geht es weiter in die subalpine Berglandschaft des Riesengebirges. Diese lockt mit schroffen Felskanten und samtenen Bergseen zu ausgedehnten Wanderungen.
In Swidnica bietet ein längerer Aufenthalt die Chance, intensiv in die Region einzutauchen und vielleicht einen Besuch im nahe gelegenen Breslau einzuplanen. Weiter geht es dann über Posen und anschließend auf die Ostseeinsel Wollin. Hier kann man an feinen Sandstränden in aller Ruhe die Seele baumeln lassen.
Als entspannter Abschluss der Reise ist noch ein Aufenthalt in der Schorfheide geplant. Als Jagdgebiet der DDR-Eliten war die Region jahrzehntelang striktes Sperrgebiet und so hat sich hier eine einzigartige Landschaft erhalten.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von zu Hause nach Görlitz

A

Görlitz

Zeitreise durch ein halbes Jahrtausend

Wer die Stadt an der Neiße besucht, begibt sich auf eine Zeit­reise durch ein halbes Jahr­tausend euro­päi­scher Architektur. Mit Bauwerken der Spätgotik, der Renais­sance, des Barocks und des Jugend­stils gilt Görlitz heute als städtebau­li­ches Gesamtkunst­werk.

Dabei kommt der Stadt zugute, dass sie im Zweiten Welt­krieg komplett erhalten und somit von den Bausünden der Nach­kriegs­zeit verschont blieb. Die Altstadt beein­druckt mit reich verzierten Fassaden, kunst­vollen Gewölben und bemalten Decken aus den verschiedenen Epochen. Nirgendwo sonst in Deutsch­land gibt es eine solche Dichte aufwendig restau­rierter Baudenkmäler. Zu den markan­testen Gebäuden zählt das Rathaus aus der Mitte des 14. Jahrhunderts.

Zu Gast in einem Hallenhaus in Görlitz

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz

Erbaut im 15. Jahr­hun­dert ist das Hallen­haus eines der ältesten in Görlitz und zählte sein­erzeit zu einem der wich­tigsten lokalen Handels­höfe an der euro­päi­schen Handels­straße „Via Regia”.

Es liegt in einer kleinen, ruhigen Seiten­straße nahe dem histo­ri­schen Rathaus im Herzen der Görlitzer Altstadt. Heute beherbergt es ein inha­bergeführtes Hotel mit sechs geräu­migen Apart­ments, das den Komfort einer modernen Unter­kunft in histo­ri­schem Gemäuer mit mittel­alter­li­chen Gewölben bietet. Jedes der Apart­ments hat Blick auf die Görlitzer Altstadt. Morgens wird ein reichhal­tiges Früh­s­tücksbuffet ange­boten. Entspan­nung in roman­ti­schem Ambi­ente erlebt man in der Hallen-Bar mit Kamin; wer möchte, kann auch die einma­lige Hauska­pelle und die ehema­lige Schatzkammer des Hauses besich­tigen.

Führung (OPTIONAL)

Durch die historische Altstadt von Görlitz (1,5 Stunden, deutsch)

90 Minuten dauert die Führung durch die histo­ri­sche Altstadt von Görlitz. Sie gibt einen Eindruck von der architek­to­ni­schen Viel­falt der Stadt und ihrer besonderen Geschichte auf der Grenze zwischen Sachsen, Böhmen, Schle­sien und Preußen.

Der Spaziergang wird auch in Kellergewölbe und Treppen­häuser führen, die Besu­cher norma­lerweise nicht zu sehen bekommen.

Ober­lau­sitz

Land der Sorben
Die Lausitz ist ein Land­strich zwischen Mittel­elbe und Mitteloder. Die Nieder­lau­sitz gehört zu Bran­denburg, die Ober­lau­sitz zu Sachsen. Der Name leitet sich von dem slawi­schen Volks­stamm der Lusici her, was soviel heißt wie: Sumpf­be­wohner. Bis heute leben in der Lausitz etwa 50.000 Menschen slawi­scher Abstam­mung. Die Sorben in der Ober­lau­sitz haben eine eigene Sprache, die mit dem Tsche­chi­schen verwandt ist. Über Jahrhunderte wurden die Sorben diskrimi­niert. Heute sind sie als ethni­sche Minder­heit in Deutsch­land anerkannt. Landschaft­lich ist die Ober­lau­sitz von inten­siver Land­wirt­schaft geprägt. Die Berg­rü­cken in höheren Lagen sind meist bewaldet.

Zittauer Gebirge

Dichte Wälder, Vulkan­kegel und faszi­nierende Fels­sze­ne­rien
Das kleinste Mittelgebirge Deutsch­lands im Drei­ländereck von Deutsch­land, Polen und Tsche­chien ist außer­halb von Sachsen kaum bekannt. Zu Unrecht: Denn es wartet mit einer roman­ti­schen Land­schaft auf, die schon im 19. Jahr­hun­dert den Maler Caspar David Fried­rich faszi­niert hat. Besonders rund um den Kurort Oybin haben sich über Jahrmil­lionen fantas­ti­sche Fels­sze­ne­rien gebildet, die denen im Elbsandst­ein­gebirge ähneln und Wanderer und Kletterer ebenso herausfordern wie Fotografen. Daneben kann man in dichten Wäldern eintau­chen, wilde Klammen durch­queren und Vulk­angipfel besteigen.

Geheime Welt von Turisede

Abenteuer­freizeit­park an der Neiße
Der mehr­fach ausgezeichnete Freizeit­park liegt mitten in der Natur nahe der Neiße. Auf sieben Hektar Land stehen die rätselhaften Bauten der Turiseder, eines geheim­nisvollen Volkes. Man kann skurrile Bauten oder Geheimgänge entde­cken, einem Dach­wander­rundweg folgen oder einer Geld­wasch­anlage zusehen. Es gibt ein Veran­stal­tungs­programm mit Konzerten und Theater – die Turi­sedi­schen Fest­spiele – und auch das erste deut­sche Baumhaushotel.

vom Löbauer Berg zum Rotstein

Aussichtsreiche Wande­rung durch ein anmu­tiges Mittelgebirge
Die Wande­rung gehört zu den schönsten in der Ober­lau­sitz. Sie führt zu zwei markanten Aussichtsbergen mit sehr unter­schied­li­chen Türmen, die einen weiten Blick über die anmu­tige Mittelgebirgs­landschaft bieten. Start­punkt ist der Bahnhof Löbau; Ziel ist der Halte­punkt Zoblitz, wo man mit der Regio­nal­bahn zurückfahren kann. Auf halber Strecke kommt man in Wendisch Paulsdorf an einem Rast­haus vorbei. (hin: 16,4 Kilometer, 4:45 Stunden, auf und ab: 420 Meter)

Scharfen­stein und Töpfer

Die Wande­rung ist nicht die anstren­gendste, aber vermut­lich die schönste im Zittauer Gebirge. Sie beginnt in Oybin zu Füßen des Klos­ters und der Burg­ruine und führt zu den drama­ti­schen Fels­forma­tionen, für die das kleine Mittelgebirge bekannt ist. Höhe­punkte sind der Scharfen­stein und die Aussichts­punkte am Töpfer. Nach der Wande­rung kann man in einem der vielen Cafés und Restau­rants des Kurorts einkehren oder die einzig­ar­tige Kirche besich­tigen, die aus dem Berghang eine Thea­ter­tribüne macht.

Von Görlitz nach Łomnica

78 km | 2:00 h
B

Jelenia Góra

Die Stadt im Tal der Schlösser

Jelenia Góra liegt am Fuße des Riesengebirges und aus der Stadt führen etliche Wege direkt in die wilde Natur der Berg­landschaft. 
Das ehema­lige Hirschberg kann auf eine lange und bewegte Geschichte zurück­bli­cken.

Ab dem 16. Jahr­hun­dert bescherte die florie­rende Tuchma­cherei sowie die Leinenwe­berei den Bürgern der Stadt großen Reichtum. Der Dreißigjäh­rige Krieg sorgte für einen wirt­schaft­li­chen Einbruch, nach Kriegs­ende wur­de die Produk­tion jedoch wieder­aufge­nommen und schließ­lich im Rahmen der Indu­s­triali­sie­rung weiter vorange­trieben. Die Hirschberger Tuch­waren wurden über die Grenzen Europas hinaus bis nach Übersee gehandelt. 
Durch den Anschluss an das Schie­nen­netz entwi­ckelte sich die Stadt im 19. Jahr­hun­dert zu einem beliebten Ausflugsort. Etwa zur glei­chen Zeit wurden im Hirschberger Tal die rund 30 Schlösser gebaut, für die die Gegend heute so bekannt ist.
Während des Zweiten Welt­kriegs blieb die Stadt größ­ten­teils von Zerstör­ungen verschont. So wird das Stadt­bild noch heute von mittel­alter­li­chen Festungen, Renais­sance­pa­lästen und Villen des Jugend­stils geprägt. Herz­stück der Stadt ist der Markt­platz mit dem baro­cken Rathaus. Rundum wird er einge­fasst von histo­ri­schen Stadt­häusern und den ihnen vorge­la­gerten, gewölbten Lauben­gängen.

Zu Gast auf einem Landgut in Łomnica

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, wur­de umge­hend mit umfang­rei­chen Sanie­rungs­maß­nahmen begonnen, um die Baustruktur des histo­ri­schen Land­guts zu retten.

Sorgfältig restau­riert erstrahlt das Anwesen mit seinen zwei Schlös­sern, dem Gutshof und einem weit­läufigen Park nun wieder in voller Pracht. Rund 10 Gäste­zimmer befinden sich im soge­nannten „Kleinen Schloss“, darüber hinaus sind in den umliegenden Gebäuden mehrere Apart­ments und Studios einge­richtet worden. 
Im „Großen Schloss“ befindet sich heute ein Museum: Dank tatkräf­tiger Unter­stützung von Mitarbeitern und Freunden wur­de hier eine multimediale Ausstel­lung geschaffen, die anschau­lich über das Leben im Schloss während der vergan­genen drei Jahrhunderte informiert.
Zwei Restau­rants servieren landesty­pi­sche Speisen, zubereitet mit Lebens­mit­teln aus der Region und Zutaten aus dem eigenen Küchen­garten.

Riesengebirge

Heimat des Rübe­zahl
Das Riesengebirge ist das höchste euro­päi­sche Gebirge nörd­lich der Alpen. Sein höchster Gipfel, die Schnee­koppe, erreicht eine Höhe von 1.602 Metern. Noch heute kündet die Land­schaft von ihrer eiszeit­li­chen Vergan­gen­heit. Glet­scherzungen des Plei­s­tozän haben die Hänge geschliffen und in ausgehöhlten Kesseln hat das Schmelz­wasser Glet­scher­seen entstehen lassen. Besonders an der soge­nannten kleinen Schnee­grube, einem Glet­scherkar nahe der tsche­chich-polni­schen Grenze, habt sich eine einzig­ar­tige Flora herausgebildet.
Die Besied­lung des Gebirges, ausge­hend vom Hirschbergtal, beginnt zwischen dem 13. und 14. Jahr­hun­dert. Die böhm­i­sche Seite hingegen wird erst etwas später, im 16. Jahr­hun­dert, durch Kolo­nisten aus dem Alpen­raum erschlossen.
Der roman­ti­sche Name „Riesengebirge“ kam erst Ende des 19. Jahrhunderts in Gebrauch. Vorher hatte der Höhenzug zwischen Nieder­schle­sien und Tsche­chien keinen Namen oder wur­de einfach Schnee­gebirge oder Böhm­i­sches Gebirge genannt. Wesent­lich älter ist der berühm­teste Bewohner, Rübe­zahl. Erzäh­lungen über den Schrat oder Berg­geist gibt es schon seit dem ausge­henden Mittel­alter. Mal ist er der Beschützer eines Berg­schatzes, mal ein böser Mönch, der Wanderer vom Weg abbringt, oder einfach ein Rabe, ein Esel oder der Satan, in jedem Fall aber launisch, unge­stüm und sonderbar. 
Heute ist das Riesengebirge ein Ski- und Wandergebiet. Sowohl auf tsche­chi­scher Seite als auch auf polni­scher Seite sind große Teile als Natio­nal­park geschützt.

Karpacz

Urlaubsort im Riesengebirge
Die Stadt mit dem deut­schen Namen Krummhübel liegt am Nordhang des Riesengebirges und ist einer von zwei wich­tigen Urlaubs­orten. Es gibt ein Kurzentrum, Schwimmbäder, aber auch Skilifte und eine Rodel­bahn. Hoch über den Ort ragt die kahle Schnee­koppe empor, die im Sommer Wanderer und im Winter Skifahrer anlockt. Ihren Ursprung verdankt die Stadt aber dem Bergbau. Eisen und Silber wurden abge­baut. Im 18. Jahr­hun­dert kamen soge­nannte Labo­r­anten, die Kräuter sammelten und sie als Arznei verkauften.

Stab­kirche Wang

Roma­ni­sche Stab­holz­kirche aus Norwegen
Ursprüng­lich stand die Holz­kirche in Norwegen am Wang-See. Dort war sie eine der ältesten Gottes­häuser über­haupt – sie wur­de bereits in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts gebaut. Im 19. Jahr­hun­dert war sie alters­schwach und wäre abge­rissen worden, hätte sie nicht einen Beschützer gefunden. Der roman­ti­schen Maler Jan Chris­tian Dahl wollte sie erhalten, allerdings fehlten ihm die Mittel. Schließ­lich begeis­terte sich der preußi­sche König, Fried­rich Wilhelm III. Er kaufte die Kirche, ließ sie abbauen, verschiffen und auf Pferdefuhr­werken ins Riesengebirge bringen. Dort wur­de sie an einem besonders schönen Ort wieder aufge­baut. Noch heute wird die roma­ni­sche Stab­holz­kirche aus Skan­di­navien von einer kleinen evangeli­schen Gemeinde genutzt.

Auf die Rübe­zahl­kanzel

Fantas­ti­sches Panorama und senk­recht abstürzende Felswände
Die Tsche­chen nennen sie Krako­no­šova kaza­telna. Auf Deutsch trägt die verwit­terte Fels­gruppe noch den roman­ti­schen Namen Rübe­zahl­kanzel. Die Granitblöcke liegen auf 1.497 Metern Höhe und sind über Stufen zu besteigen. Oben tut sich ein fantas­ti­sches Panorama auf. Für zusätz­li­chen Nerven­kitzel sorgen die senk­recht abstürzenden Wände, unter­halb derer ganzjährig ein Karfeld, eine große Schnee­grube, liegt. Man erreicht die drama­ti­sche Land­schaft von Mich­alowice aus. Hinter der Rübe­zahl­kanzel wartet eine Hütte, die in der Saison bewirt­schaftet ist. (hin und zurück: 18 Kilometer, 6 Stunden, auf und ab: 870 Meter)

Elbquelle

Panora­maweg auf dem Kamm des Riesengebirges
Die Elbquelle befindet sich im Norden Tsche­chiens an der Grenze zu Polen, am Hauptkamm des Riesengebirges. Viele kleine Quell­bäche auf der Hoch­fläche ober­halb der Labská Bouda (Elbfall­baude) fließen in ein mit Steinen gefasstes Wasserloch. Wer die Quellen besu­chen will, kann das mit einer Panora­mawande­rung über den Hauptkamm verbinden, die ober­halb von Schnee­gruben entlangführt, während das Hohe Rad einen Glanz­punkt in der Bergkulisse setzt. Die Wande­rung beginnt an der Berg­sta­tion des Szrenica-Sessellifts. Die Berg­sta­tion ist auch die einzige Einkehrmög­lichkeit unter­wegs. (hin und zurück: 11 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 360 Meter)

Von Łomnica nach Marcinowice

74 km | 1:30 h
C

Swidnica

Traditionsreiche Atmosphäre und eine einzigartige Kirche

Die 50.000-Einwohner-Stadt im Sude­tenvor­land war einmal die zweitwich­tigste Stadt Nieder­schle­siens nach Breslau.

Im Zweiten Welt­krieg blieb sie unzer­stört und versank nach 1945 in einen Dornrö­sc­henschlaf, so dass viel alte Bausub­stanz erhalten blieb, allerdings in einem renovie­rungs­be­dürf­tigen Zustand. Über dem Rathaus­platz und den alten Patri­zi­er­häusern der Kauf­leute liegt eine schöne Atmo­sphäre. Wich­tigste Sehens­wür­digkeit ist die Friedens­kirche, die nach dem Westfäli­schen Frieden errichtet wur­de. Sie gilt heute als die größte Fach­werk­kirche Europas.

Zu Gast in einem Schloss in Niederschlesien

4 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Inmitten eines kleinen Dorfes in Nieder­schle­sien und umgeben von Wald und Feld liegt das restau­rierte Schloss aus dem 19.

Jahr­hun­dert fernab jegli­chen Trubels. Dank des enga­gierten Einsatzes seiner Eigen­tümer erstrahlt es heute wieder im alten Glanz und ist viel­mehr eine private Residenz mit einigen Gäst­ezimmern denn ein Hotel. Im Zuge der Renovie­rung konnten sowohl architek­to­ni­sche Elemente wie die alte Holztreppe als auch Möbel und andere Deko­ra­tionen erhalten und verwendet werden und erzeugen ein stil­volles Ambi­ente. Jedes der Zimmer ist individuell in einem klas­sisch-eleganten Stil einge­richtet. Morgens wird im Früh­s­tücksraum ein Buffet ange­richtet – bei entspre­chendem Wetter kann man das Früh­stück auch auf der Terrasse genießen.

Führung (OPTIONAL)

Breslau Klassisch (3,5 Stunden, deutsch)

Einen Vormittag verbringt man in der Altstadt von Breslau. Nach dem Treffen mit dem deutsch­spra­chigen Guide geht es zum Blüc­her­platz, wo der größte Blumen­markt Bres­laus abge­halten wird, zur Elisa­be­th­kirche, den Fleischbänken, zum Matthias-Gymnasium und zur Univer­sität. Auf Wunsch kann man an der Oder eine Kaffee­pause einlegen. Danach stehen die alten Markt­hallen, die Dominsel und die Sehens­wür­digkeiten an der Oder auf dem Programm. Da es sich um eine individu­elle Führung handelt, kann der Ablauf auch abge­ändert werden. 



Gut Kreisau

Wider­stands­gruppe gegen die Nazis
Das weit­läufige Gut war bis 1945 der Famili­en­sitz der Adelsfa­milie von Moltke. Während des Zweiten Welt­kriegs traf sich hier Krei­sauer Kreis, eine prote­s­tan­tisch geprägte Wider­stands­gruppe um Helmuth James Graf von Moltke. Nach dem Zweiten Welt­krieg verfiel das Gut, da die polni­sche sozia­lis­ti­sche Regie­rung kein Inter­esse am deut­schen und außerdem nicht-kommu­nis­ti­schen Wider­stand hatte. 1989 trafen sich der polni­sche Minister­präsident Tadeusz Mazowiecki und der deut­sche Bundes­kanzler Helmut Kohl zu einer Versöhnungs­messe in Kreisau und legten den Grund­stein zu einer Jugend­be­geg­nungs­stätte. Eine Dauer­aus­stel­lung informiert über den Krei­sauer Kreis.

Schloss Fürs­ten­stein

Monu­men­tale Burg in male­ri­scher Lage
Das Schloss Fürs­ten­stein wur­de im 13. Jahr­hun­dert vom Herzog Bolko I. als Schutzburg errichtet. Die Lage auf dem Fürs­tenberg wur­de aus stra­tegi­schen Gründen gebaut; spätere Gene­ra­tionen schätzten vor allem die grandiose Aussicht. Im Laufe der Jahrhunderte wur­de das Gebäude ständig erwei­tert. 400 Säle sind entstanden, die ersten noch im roma­ni­schen Stil, die letzten vor gut 100 Jahren im Jugend­stil. Während des Zweiten Welt­kriegs sollte das Schloss eine Residenz des Führers werden. Heute ist Schloss Fürs­ten­stein (polnisch Zamek Książ) ein Kultur­zentrum mit einer Ausstel­lung und mehreren Konzert­sälen.

Projekt RIESE

Bomben­si­cherer Nazibunker im Eulengebirge
Projekt Riese war eine größten mili­täri­schen Inves­ti­tionen Nazideutsch­lands. Im Eulengebirge sollte ein bomben­si­cherer Bunker gebaut werden. Mithilfe von Zwangs­arbeitern, Kriegsgefan­genen und KZ-Häft­lingen wurden drei Stollen in die Erde getrieben, die eine Gesamtlänge von 500 Metern hatten. Auch wenn das Projekt unvoll­endet blieb, zieht es heute Besu­cher aus aller Welt an. Besich­tigungs­touren unter Tage werden ange­boten – mit Kopfhörern für fremd­spra­chige Besu­cher.

Von Marcinowice nach Posen

230 km | 3:00 h

Ring von Breslau

Leben­dige Mitte der Altstadt
Der Rynek (Ring) von Breslau ist nicht, wie sein deut­scher Name vermuten lässt, ringförmig, sondern quad­ra­tisch. Er bildet die leben­dige Mitte der Altstadt. Mehrere einzig­ar­tige Gebäude umgeben ihn: das spätgo­ti­sche Rathaus aus dem 15. Jahr­hun­dert und viele Patri­zi­er­häuser, die nach dem Krieg wieder­herge­stellt wurden.

Breslau

Haupt­stadt Nieder­schle­siens und Welterbe der UNESCO
Die 600.000 Einwohner zähl­ende Stadt an der Oder ist die viertgrößte Stadt Polens und Haupt­stadt der Wojwodschaft Nieder­schle­sien. Ihr Wappen, das ihr 1530 von Karl V. verliehen wur­de, enthielt von Anfang an das „W“, was daraufhin deutet, das ihr polni­scher Name „Wroclaw“ älter ist als der deut­sche. Nach dem schle­si­schen Krieg 1742 übergab Öster­reich die Stadt an Preußen, das zwei Jahrhunderte die Geschichte der Stadt prägen sollte. Am 9. Mai 1945 übergaben die sowje­ti­schen Mili­tärbehörden Breslau an Polen. Bereits 1955 wur­de mit dem Wieder­aufbau der Altstadt begonnen, der seit 1990 auch spezi­fisch deut­sches Kultur­erbe aufnimmt. 2006 wur­de die Altstadt zum Welt­kultur­erbe der UNESCO erklärt.
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Posen

Urbanes Leben rund um das Renaissance-Rathaus

Die Indu­s­trie­stadt mit 600.000 Einwoh­nern liegt im Flach­land von Groß­polen an der Warthe. Sie ist aus einer Burg auf der Dominsel im 9.

Jahr­hun­dert nach Christus hervor­gegangen. Wegen der verkehrsgüns­tigen Lage wuchs die Stadt schnell zu einem Handels- und Hand­werker­zentrum heran. Nach dem Wiener Kongress wur­de Posen preußisch und erlebte eine Blütezeit um die Mitte des 19. Jahrhunderts. Nach der Gründung des deut­schen Reichs 1871 wur­de versucht, die Posener Provinz zu germa­ni­sieren, was 1921 zu einem Aufstand führte. Sehens­wert sind vor allem der Stary Rynek, der zentrale Platz, und das glänzende Renais­sance-Rathaus von 1560.

Zu Gast in einem Boutique-Hotel an der Altstadt

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Boutique-Hotel liegt am Rande der Altstadt und ist trotzdem ruhig. Zum Rathaus­platz geht man fünf Minuten. Das Design der rund 20 Zimmer ist hipp und orien­tiert sich thema­tisch an welt­weiten Reise­zielen.

Der Service ist bestens – das Personal spricht gut Englisch; beim Früh­stück kann man zwischen einer süßen und einer herzhaften Vari­ante wählen. Ein Restau­rant und ein kleines Spa sind vorhanden. Fahr­räder können kostenfrei aus­ge­liehen werden.

Rathaus von Posen

Perle der polni­schen Renais­sance
Der Stary Rynek – der Alte Markt – im Zentrum der Altstadt wird beherrscht von einem prachtvollen Renais­sance-Gebäude, dem Rathaus von Posen. Es wur­de 1555 von Giovanni Battista di Quadro fertig­ge­stellt und gilt euro­paweit als eine der wertvollsten Baudenkmäler aus der Renais­sance – heute beherbergt es das Stadt­museum. Nach Ende des Zweiten Welt­krieges wurden das Gebäude sowie alle schwer beschä­d­igten Gebäude des Alten Marktes wieder aufge­baut. Eine Touris­ten­at­trak­tion ist das Uhrwerk an der Fassade des Rathauses, wo jeden Tag um zwölf Uhr zwei Ziegenböcke erscheinen und einander im Takt des Stun­den­schlags stoßen.

Posener Dom

Auf der Dominsel (Ostrów Tumski), einer Binnen­insel der Warthe, lag die früh­este Ansied­lung der Posener Stadt­ge­schichte. Als älteste Kathedrale und eine der früh­esten Kirchen des Landes steht der Posener Dom geschicht­lich für den Beginn der Chris­tia­ni­sie­rung Polens. Der Über­liefe­rung zufolge befindet sich der Dom an der Stelle, an der die Taufe des polni­schen Herzogs Mieszko I. stattfand. Mehrere polni­sche Könige und Erzbi­schöfe sind in der Kirche bestattet. Die erste Kirche war eine vorro­ma­ni­sche Kirche aus dem 10. Jahr­hun­dert. Das heutige goti­sche Erscheinungs­bild geht auf das 14. Jahr­hun­dert zurück.

Wielko­polski-Natio­nal­park

Große Arten­viel­falt in eiszeit­li­chem Seengebiet
Der 80 Quad­ratki­lometer große Natio­nal­park schützt ein Gebiet in der groß­pol­ni­schen Seen­platte, die während der letzten Eiszeit ihre Gestalt erhielt. Rutschende Glet­scher hobelten Rinnen aus und führten gewal­tige Schuttberge vor sich her. Als sie schließ­lich schmolzen, füllte das Schmelz­wasser die Seen. Algen, Flechten, Pilze und Moose exis­tieren hier in einer erstau­n­li­chen Viel­falt. Über 3.000 Insek­ten­arten sind heimisch; in den Seen schwimmen Barsche, Brassen, Hechte und Aale.

von Mosina zum Górecki-See

Wandern zwischen Seen und Wäldern
Die Tour startet am Bahnhof in Mosina. Einer blauen Markie­rung folgt man zuerst durch die Stadt und später im Wald bis zu einer Gabe­lung am See. Von dort führt eine rote Markie­rung zum See. Am Ufer entlang geht man zurück zur blauen Route und kommt wieder nach Mosina. (Hin und zurück: 13,7 Kilometer, 2:30 Stunden, auf und ab: 150 Meter)

Von Posen nach Międzyzdroje

343 km | 4:00 h

Polni­sche Ostseeküste

Mehr als 500 Kilometer Sand­strände säumen die polni­sche Ostseeküste zwischen Swine­münde und Danzig. Roman­ti­sche Fischer­dörfer und altehrwür­dige Seebäder laden zum Schlemmen, Baden, Kuren und Wassersport ein. In den Bade­orten wird meis­tens Englisch oder Deutsch gespro­chen. Im Zuge der Fußball-Euro­pameis­ter­schaft von 2012 wurden an den attrak­tiven Küsten­orten Straßen und Radwege ausge­baut. Trotzdem ist die Küste unseres Nach­bar­landes vieler­orts noch immer ein Geheim­tipp und die ­Preise im Vergleich zur deut­schen Ostseeküste nach wie vor niedrig.

Stettin

Hanse­stadt am Stet­tiner Haff
Die ehema­lige Hanse­stadt am Stet­tiner Haff ist heute eine der bedeu­ten­dsten Städte Polens. Sie hat über 400.000 Einwohner und einen Erzbischof, einen Hafen und mehrere Univer­si­täten. Das Landschaftbild ist durch die Oder­mündung geprägt. Der Fluss ist hier fünf Kilometer breit und bildet zahlreiche Fluss­arme. Dazwi­schen liegen Inseln, die bis in die Stadt reichen.Am besten erkundet man das Zentrum von Stettin zu Fuß. Es gibt einen offi­zi­ellen Rundweg, der durch eine rote Linie auf den Bürger­steigen markiert ist. Die wich­tigsten Sehens­wür­digkeiten sind das Schloss der pommer­schen Herzöge, der Frau­en­turm, der goti­sche Loitzenhof und das Alte Rathaus aus dem 14. Jahr­hun­dert.
E

Wollin

Badestrände und Wisente im Nationalpark

Die 265 Quad­ratki­lometer große Insel zwischen Ostsee und Stet­tiner Haff wird nur durch die Meer­enge Swina von der west­lich gelegenen Insel Usedom getrennt.

Die in der Eiszeit geformte Land­schaft ist abwechs­lungs­reich: Moore, Dünen und Seen wech­seln einander ab. Dazwi­schen wachsen Fichten und Kiefern. Vor der Ostsee gibt es feine Sand­strände und Klippen­ufer. Der Wolliner Natio­nal­park umfasst heute fast die ganze Insel. Dort gibt es unter anderem eine Herde der beinahe ausge­s­torbenen Wisente zu sehen.

Zu Gast in einer Villa auf Wollin

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die im Stil der Neore­nais­sance erbaute Villa diente schon immer als Gäste­haus. Sie stammt aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts und verbindet heute den Charme längst vergan­gener Zeiten mit vielen Annehm­lichkeiten.

Handgefer­tigte italie­ni­sche Möbel, Kronleuchter aus Murano-Glas und Porzellan von Rosen­thal gehören zu den besonderen Fein­heiten der Ausstat­tung. Vom Spei­sezimmer gelangt man auf eine sonnige Terrasse. Hier werden ein Früh­stück mit lokalen Speziali­täten und auch ein kleiner Imbiss zum ausge­suchten Haus­wein serviert. Die Villa liegt nur ca. 50 Meter vom Strand entfernt. Bis zur Mole, die mit ihren 395 Metern zu den längsten in Europa gehört, läuft man zehn Minuten. Von dort eröffnet sich ein weiter Blick auf die Pommer­sche Bucht. Am Abend kann man die Lichter des Leucht­turms in Swine­münde sehen.

Usedom

Histo­ri­sche Seebäder und Landungs­brü­cken
Die zweitgrößte deut­sche Ostse­e­insel nach Rügen liegt in der Pommer­schen Bucht. Durch den Peene­strom und das Stet­tiner Haff wird sie vom Fest­land getrennt, durch die Swine von der polni­schen Nach­bar­insel Wollin. Die gute Luft und die feinen Sand­strände, die über viele Kilometer die Insel säumen, haben schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts viele Urlauber angezogen, was der Insel auch den Spitz­namen „Bade­wanne Berlins“ einge­bracht. Aus dieser Zeit stammen die großen Seebäder Ahlbeck und Heringsdorf mit ihren hübschen Villen, Landungs­brü­cken und Feri­en­häusern.

Wapnica

Wandern und Baden am Türkissee
Das Dorf war einst Heimat von Fischern und Kleinbauern, dann von Gruben- und Fabrik­arbeitern, die in der örtli­chen Kreide- und Kalk­indu­s­trie arbei­teten. Heute hat Wapnica (deutsch: Kalkofen) etwa 350 Einwohner und lebt vom Fremdenver­kehr. In der Dorfaue steht eine auf das Alter von etwa 450 Jahren geschätzte Eiche, die „Dab Pras­tary” (die Uralte), mit einem Umfang von 6,5 Metern und einer Höhe von 21 Metern. Am Südo­st­rand von Wapnica ist der von Buchen­wald umge­bene Türkissee ein beliebtes Ausflugs­ziel. Der See entstand durch das Voll­laufen einer aufge­gebenen Krei­degrube und ist Teil des Natio­nalparks Wolin. Die türkis­grüne Färbung entsteht durch die Kombi­na­tion von klarem Wasser und dem weißen, kalkhal­tigen Grubenboden. Rund um den See führt ein Wanderweg zu schönen Aussichts­punkten, etwa zum Pias­kowa Góra (Sandberg) am Südufer des Sees.

Swine­münde

Ostseebad mit glamou­röser Geschichte
Bekannt wur­de das ehemals drittgrößte deut­sche Seebad vor allem durch die regelmäßigen Besuche von Kaiser Wilhelm II, weshalb Świnoujście mitunter auch als das „Kaiserbad“ bezeichnet wird. Von der Stadt zum Strand führt die längste Strand­pro­me­nade Europas. Der zwölf Kilometer lange feine Sand­strand zwischen Świnoujście und Bansin setzt sich bis ins 42 Kilometer entfernte Peene­münde fort. Sehens­wert sind die Prome­nade mit Geschäften, Freizei­t­ange­boten, Restau­rants und Bars, der Kurpark zwischen Kurviertel und Altstadt sowie die Mühl­enbake von 1871, ein Leucht­turm, dessen Leuchtfeuer mit Windmühlrädern erzeugt wur­de.

Von Międzyzdroje nach Chorin OT, Sandkrug

184 km | 3:00 h

Natio­nal­park Unteres Odertal

Letzte natür­liche Auen­landschaft Europas
Am östli­chen Rand der Ucker­mark liegt der einzige Auen­na­tio­nal­park Deutsch­lands, in direkter Verbindung zur Oder und ins polni­sche Nach­bar­land. Er schützt die Flus­saue der Unteren Oder – die letzte noch in großen Teilen intakte Fluss­mündung Mittel­eu­ropas mit ihren angrenzenden Hängen, Laubmischwäl­dern und blütenrei­chen Trockenrasen. Sie ist eine der arten­reichsten Lebens­räume Deutsch­lands. Mit seinen Fluss­al­t­armen und den regelmäßig überflu­teten Auen ist das untere Odertal ein Para­dies für Wasservögel als Brut-, Rast und Überwin­te­rungs­platz. Mehr als 161 Vogel­arten brüten im Natio­nal­park, darunter See-, Fisch- und Schrei­adler.

Krummer Wald

Wandern zwischen Gespensterbäumen
Der Wald beheimatet etwa 400 deformierte Kiefern, die 20 Zentimeter über der Erde um fast 90 Grad gekrümmt sind. Bei einigen Bäumen reicht die Krüm­mung bis in eine Höhe von drei Metern. Die knapp zwölf Meter hohen und etwa 70 bis 80 Jahre alten Bäume sind ein Ergebnis der Niederforst­wirt­schaft, die bis ins 19. Jahr­hun­dert verbreitet war. Dabei wird ein junger Baum ober­halb des ersten Triebes geschlagen, um aus den nach­wach­senden Trieben Nutzhölzer zu gewinnen – etwa Weiden­ruten für haus­wirt­schaft­liche Geräte. Die gewon­nenen Jungkiefern wurden wahr­schein­lich als Weih­nachts­bäume abge­sägt, während die triebfähigen Stümpfe weiter genutzt werden sollten. Durch dieses Gebiet führt der rote Wanderweg von Gryfino (Grei­fenhagen) nach Mies­z­kowice (Bärwalde).

Weg der Auen­blicke

Auf Bohlen­wegen in den Natio­nal­park
Der Wanderweg führt mitten in den Natio­nalparks Unteres Odertal. Je nach Jahres­zeit ändert sich die Land­schaft beträcht­lich. Im Winter sind die Polder geflutet, im Herbst und im Frühjahr landen Schwärme von Zugvögeln. Im Sommer weidet Rind an den Flus­sauen. Folgen Sie den Vögeln auf ihren herbst­li­chen Zügen oder genießen Sie die winter­liche Eislandschaft. Die Flus­saue ist immer ein Erlebnis. Obwohl mehrere Quellen am Wegesrand entspringen, wandert man dank des Holzboh­len­weges trockenen Fußes durch den Eschen­wald. (hin und zurück: 10,1 Kilometer, 2:50 Stunden, auf und ab: 40 Meter)
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Schorfheide

Vom Jagdrevier Honeckers zum Biosphärenreservat

Seit Jahrhunderten war die Schorfheide Jagd­revier von Landesfürsten. Hermann Göring hatte ein Jagdschloss am Werbell­insee, das später von Erich Hone­cker genutzt wur­de.

Heute wird die Wald- und Seen­landschaft durch ein Biosphären­re­servat geschützt. Unter­bro­chen werden die Kiefern- und Buchenwälder von Seen Sand­dünen und Mooren. Das stille, dünn besiedelte Land ist Lebens­raum vieler vom Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzen­arten, In den natur­nahen Wäldern brüten See-, Fisch- und Schrei­adler, Kranich und Schwarz­s­torch. Biber und Fisch­otter sind über das ganze Schutzgebiet verbreitet.

Zu Gast in einem Hotel in Sandkrug

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Vor mehr als 750 Jahren standen hier eine alte Mühle, die zum nahe gelegenen Kloster Chorin gehörte und ein Wohn­haus für die Mühl­en­arbeiter.

Heute ist das Gebiet ein Biosphären­re­servat, an der Stelle des Wohn­hauses befindet sich jetzt ein Hotel, das am Ufer des Großen Heiligen Sees und inmitten der Natur Erho­lung und Entspan­nung verspricht. Jedes der Zimmer ist individuell in einem hellen, gemüt­li­chen Stil einge­richtet. Das rustikal gestal­tete Restau­rant serviert regio­nale Gerichte auch auf der Terrasse mit Blick auf den See.

Ausflug (OPTIONAL)

Spaziergang durch Grumsin, 3 Stunden

Roland Schulz ist freier Jour­na­list und lebt und arbeitet als Naturführer seit vielen Jahren in der Ucker­mark.

Auf einem Spaziergang mit ihm durch das UNESCO-Welt­natur­erbe Grumsin lernt man die ökologi­schen Besonder­heiten der Schorfheide kennen und erfährt viel über Land und Leute. Nach etwa sechs Kilome­tern und zwei Stunden erreicht man Altkün­ken­dorf, wo es einen Imbiss gibt und man die örtliche Bren­nerei besich­tigen kann.

Oder­bruch

Sumpfiges Binnen­delta zwischen Polen und Deutsch­land
Das Oder­bruch ist ein 60 Kilometer langes Binnen­delta zwischen Lebus im Süden und Bad Frei­en­walde im Nordwesten. Bis ins 18. Jahr­hun­dert schlängelte sich die Oder in mehreren Armen durch diese Niede­rung, die mehrmals im Jahr zu großen Teilen von Hoch­wasser überflutet wur­de, wobei sich auch Verlauf und Bedeu­tung von Oder­armen änderten. 1747 veranlasste Fried­rich II. die Trockenle­gung der Sümpfe und die Begra­digung des Flusses. Nur auf der Ostseite im heutigen Polen ist das ursprüng­l­iche Feuchtgebiet erhalten.

Ucker­mark

über 250 Seen in sanfter Hügel­landschaft
Die Land­schaft im äußersten Nord­osten Deutsch­lands war ursprüng­lich slawisch besiedelt. 1250 wur­de das Land an der Ucker vom Pommern­herzog auf den Markgrafen von Bran­denburg über­tragen. Seit dem 30-jährigen Krieg wur­de der Land­strich immer wieder von Feldzügen, Hungersnöten und Seuchen heimge­sucht und ist bis heute eine der am wenigsten besiedelten Regionen in Mittel­eu­ropa. Dabei ist die sanft hüge­lige Land­schaft, die während der letzten Eiszeit vor 15.000 Jahren ihre Gestalt erhielt, eigent­lich fruchtbar. Seen, Buchenwälder und offene Felder wech­seln einander ab. Allein im Biosphären­re­servat Schorfheide-Chorin gibt es mehr als 250 Seen. Tradi­tioneller Haup­tort ist die Stadt Prenzlau.

Kloster Chorin

Juwel der frühen Backst­ein­gotik
Das ehema­lige Zister­zi­ens­erkloster gehört zu den bedeu­ten­dsten Bauten der frühen Backst­ein­gotik in Bran­denburg. Wegen der faszi­nierenden Architektur, der Schön­heit der wald- und seenrei­chen Umge­bung und dem kulturelle Rahmen­programm ist das Bauwerk in der Schorfheide ein beliebtes Ausflugs­ziel. 1273 als Hauskloster der Aska­nier, der Markgrafen von Bran­denburg erbaut, wur­de die goti­sche Formen­sprache und die fili­grane Orna­men­tie­rung der großen Dome wie Köln, Paris und Siena erstmals in Bran­denburg in den Back­stein trans­formiert. Mit dem Über­tritt der bran­denburgi­schen Fürsten 1542 zum Prote­s­tan­tismus wur­de das Kloster aufge­löst und zu einem Verwal­tung­samt umfunk­tio­niert. Karl Fried­rich Schinkel, der zur Erhal­tung des Ensembles beitrug, nannte das Kloster Chorin „des Landes schönsten Schmuck“.

Über die Neuenhagener Insel

Ausschtsreiche Wande­rung auf einer großen Insel in der Oder
Bis 1753 machte die Oder einen großen Bogen west­lich um Neuenhagen herum. Dann wur­de im Osten ein Kanal gegr­aben, durch den die Oder bis heute fließt. Doch auch durch den Altarm fließt noch etwas Wasser, sodass eine große Insel entstanden ist. Die Wande­rung führt von Schloss Neuenhagen nach Schiffmühle, wo Theodor Fontanes Vater seine letzten Jahre verbrachte. Dort gibt es ein kleines Museum. Weiter geht es zur heutigen Oder nach Hohen­wutzen. Auf dem Rückweg kommt man an einem kleinen Badesee vorbei. (hin und zurück: 17 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 110 Meter)

Die Oderauen von Stolpe

Auf dem Deich durch den Natio­nal­park
Zwischen Hohen­saaten und Stettin fließt die Oder durch zwei parallele Arme. Dazwi­schen liegt eine breite Aue, die das Zentrum des Natio­nalparks Unteres Odertal ist. Die Wande­rung führt von Stolpe an den Westarm der Oder und folgt dem Deich nach Nord­osten. Dort hat man einen weiten Blick über die stille Wasser­landschaft bis weit nach Polen und sieht zahl­lose Vögel. Am Schluss sollte man sich einen Ruck geben und die Moräne bei Stolpe besteigen. Der Blick von der Burg­ruine ist grandios. (hin und zurück: 13,7 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 40 Meter)

Altlewin

Frischer Fisch und Anek­doten
Der Gasthof und Pension Zum Alten Fritz liegt in Altlewin. Er gilt vielen Berlinern inzwi­schen als Geheim­tipp, weil man dort in länd­li­cher Umge­bung „einfa­ches Essen und ehrli­ches Bier“ bekommt. Der Inhaber ist knor­riger Ostdeut­scher der viele Geschichten erzählen kann. Sehr empfehlens­wert ist der frisch gefan­gene Oderfisch.

Von Chorin OT, Sandkrug nach Hause

15 Tage
ab 1.069,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Corona-Zusatz-Versicherung

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: Mai–September

Die Preise können je nach Saison variieren.
Ihre Beratung
Barbara Harbecke

Tel.: +49 (0)2268 92298-72

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