Alentejo: Unberührte Region jenseits des Tejo

Alentejo

Schafe, Oliven, mittelalterliche Städte: Alentejo

Schafe, Oliven, mittelalterliche Städte: Alentejo

Unberührte Region jenseits des Tejo

Nur wenige Touristen verirren sich in das Land „jenseits des Tejo“. Zu Unrecht, denn die Region gehört zu den unberührtesten der Iberischen Halbinsel. Seit Jahrhunderten scheint die Zeit stehengeblieben zu sein – auch wegen der großen Auswanderungswellen nach Amerika, Deutschland oder Lissabon. Die weiten, sanft gewellten Ebenen, in denen Korkeichen und Olivenbäume wachsen und Schafe weiden, sind kaum noch besiedelt. An den Wasserläufen dösen Städte mit mittelalterlichen Ortsbildern in der Sonne, allen voran Évora und Marvão.



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Sehenswürdigkeiten Alentejo

Beja

Charmante Provinzstadt im Schatten der Burg

Die Geschichte der charmanten Provinzstadt reicht bis zu den Römern zurück, als Julius Caesar die Stadt Beja zur regionalen Hauptstadt ernannte. Die Ruinen aus dieser Zeit sind ein Beleg für den Reichtum und die Bedeutung der Stadt. Als die Mauren im 8. Jahrhundert einmarschierten, legten sie Kopfsteinpflasterstraßen an. Manche ihrer anmutigen Bauten sind bis heute erhalten. Die Burg von Beja erinnert lebhaft an die Wiedereroberung der Stadt durch die portugiesischen Könige, der Schandpfahl mit Kreuz in der Fußgängerzone an die dunklen Zeiten danach.

Castro Verde

Geschichtsträchtiger Ort zwischen Korkeichenwäldern

Der kleine Ort liegt im einsamen Baixo Altenjo umgeben von Korkeichenwäldern und ganz in der Nähe von Ourique, wo die entscheidende Schlacht zwischen den Mauren und dem Heer des König Alfonso stattgefunden haben soll. Zum Andenken an den historischen Sieg wurde die Königliche Basilika von Castro Verde gebaut. Die bemalten Kacheln (Azulejos), mit denen das Innere der Kirche ausgestaltet ist, zeigen noch heute Szenen der Schlacht.

Estremoz

Malerische Gassen in der Oberstadt

Die Stadt verdankt ihren Reichtum den Marmorsteinbrüchen der Umgebung. Besonders die Oberstadt ist sehenswert, wo weißgetünchte Häuser mit kleinen Fenstern die engen Gassen säumen – ein natürlicher Schutz gegen die Hitze. Ganz oben ragt ein Bergfried in den Himmel. Er ist der Rest einer Burg aus dem 13. Jahrhundert.

Grândola

Geheimes Startsignal für die Nelkenrevolution

Der Ort an der malerischen Serra de Grândola gehört zum Alentejo, wo im 19. und 20. Jahrhundert viele Landarbeiter lebten. Typisch für die Region waren die Chorgesänge, die auch bei der Arbeit gesungen wurden. Im Stile dieser Gesänge dichtete der Sänger Zeca Afonso sein Lied Grândola, Vila Morena, das in der Nacht zum 25. April 1974 im Rundfunk gesendet wurde. Es war das geheime Startsignal für die Nelkenrevolution, wodurch der Name der Stadt weltweit bekannt wurde. Franz Joseph Degenhard hat es auf Deutsch übersetzt. Von Lissabon kommend kann man heute ein Denkmal in der Ortseinfahrt sehen, welches den Text des Liedes zeigt.

Santarem

Gotische Spuren im denkmalgeschützten Ortskern

Phönizier und Griechen waren bereits hier, später Römer, Vandalen und Westgoten, noch später Mauren und Araber. Alle haben ihre Spuren hinterlassen, aber das Stadtbild des denkmalgeschützten Ortskerns ist gotisch. Im Zentrum steht die spätgotische Kirche Igreja da Graca, in der die Gebeine von Pedro Alvares Cabral liegen, dem Entdecker von Brasilien. Vor der Kirche steht seine Statue. Ein malerischer Fleck wenige Schritte entfernt ist die Portas do Sol. Wo früher ein maurisches Kastell stand, ist heute ein kleiner Park mit Aussichtsterrasse.



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