Ourém

Spirituelle Orte: Burg über Ourém

Spirituelle Orte: Burg über Ourém

Malerisches Bergnest mit lauschigen Winkeln

Zehn Kilometer nordöstlich des berühmten Marien-Wallfahrtsortes Fatima liegt  Ourem, dessen mittelalterliche Altstadt von einer Stadtmauer umgeben ist. Von der gut erhaltenen Burg blickt man über die bewaldete Berglandlandschaft. Die Spiritualität der Bevölkerung hat viele besondere Orte in der Umgebung geschaffen: Das Mosteiro de Santa Maria de Vitória bei Batalha ist eine grandiose Klosteranlage aus der Übergangszeit von Gotik zur Renaissance. Von der Zisterzienserabtei bei Alcobaca aus wurde im 12. Jahrhundert das Land gerodet, auf dem heute die Landwirtschaft floriert. Eine kurvenreiche Straße führt zu der gewaltigen Burg der ehemals mächtigen Christusritter, die die Mauren bekämpft und erste Expeditionen nach Westafrika durchgeführt haben.



Sehenswürdigkeiten Ourém


Convento de Cristo

Kreuzritterburg bei Tomar

Hoch über Tomar thront die Kreuzritterburg, die das Stadtbild beherrscht. Die Tempelritter haben eine Kombination von Burg und Kloster erbaut, die nach 1312 an den Christusorden überging. Dieser Orden erlebte seine Glanzzeit zu Beginn der portugiesischen Kolonialzeit. Entdeckungsreisen nach Afrika und Indien wurden vom Orden finanziert, der im Gegenzug dafür Besitzungen in Übersee erhielt. Ende des 15. Jahrhunderts war der Orden, der seinen Sitz wieder nach Tomar verlegt hatte, der reichste im Christlichen Abendland.


Fátima

Millionen Pilger und Heilungssuchende

Die nach einer maurischen Prinzessin benannte Stadt wurde zu einem der wichtigsten Wallfahrtsorte der römisch-katholischen Kirche, nachdem dort am 13. Mai 1917 die Jungfrau Maria drei Hirtenkindern erschienen sein soll. Heute besuchen vier Millionen Wallfahrer jedes Jahr den Ort, darunter viele Kranke in der Hoffnung auf Wunderheilung. Gegenüber der alten Kathedrale wurde 2007 die neue Kirche Igreja da Santissima Trindade eingeweiht. Sie ist mit annähernd 9.000 Sitzplätzen die viertgrößte katholische Kirche der Welt und der bislang größte Kirchenneubau des 21. Jahrhunderts. Zwischen den beiden Kirchen befindet sich zudem der größte Kirchenvorplatz der Welt.


Gränna-Berg

Swedish Candy, Holzhäuser und schöne Aussicht

Die idyllische Kleinstadt mit Holzhäusern und Kopfsteinpflastergassen lebt von den Urlaubern, die wegen der schwedenweit bekannten rot-weißen Zuckerstangen und der netten Atmosphäre kommen. Wer von der Kirche über eine Treppe zur Ruine auf dem Gränna-Berg emporsteigt, wird mit einer beeindruckenden Aussicht auf den Vättern, Schwedens zweitgrößten See, auf die geschichtsträchtige Insel Visingsö und auf die steilen Hänge des Biosphärenreservats Östra Vätterbranterna belohnt. Wer länger unterwegs sein will, kann vom Gränna-Berg aus zum Tegnér-Turm, dem nächsten Aussichtspunkt, weiterwandern. Er liegt 351 Meter hoch. Bei gutem Wetter kann man vom Turm alle vier Provinzen sehen, die an den Vättern grenzen: Närke, Småland, Västergötland und Östergötland. Auf den Turm führen 144 Stufen. Der Turm ist aber nur etwas für Schwindelfreie.


Jönköping

Streichholz-Stadt am Vättern-See

Die malerische Stadt im Nordwesten der historischen Provinz Smaland liegt klimatisch und landschaftlich begünstigt am Südende des Vättern. Jönköping ist ein alter Handelsplatz, der 1284 die Stadtrechte erhielt. Mehrmals fanden schwedische Reichstage statt, bevor die Stadt 1612 von den Schweden angezündet wurde, um den anrückenden Dänen kein Quartier zu geben. Heute ist Jönköping auch für seine Streichholzindustrie bekannt, die Schwedenhölzer, auch säkerhetständstickor genannt, weswegen es am Stadtpark auch ein Streichholzmuseum gibt. Die große Streichholzfabrik ist inzwischen umgebaut. In dem großartigen Backstein-Ensemble finden sich viele Restaurants und Boutiquen.


Kloster von Santa Maria de Vitória

Glanzstück der portugiesischen Gotik

Das Mosteiro de Santa Maria de Vitória bei Batalha ist eine grandiose Klosteranlage aus der Übergangszeit von Gotik zur Renaissance. Es wurde zum Dank für den Sieg Portugals über das Königreich Kastilien in 150 Jahren Bauzeit errichtet. Heute gehört das Glanzstück der portugiesischen Gotik zum Welterbe der UNESCO. 


Motala

Historischer Handelsplatz am Vänern

Die Stadt in der historischen Provinz Östergötland liegt am Ostufer des Vättern am Abfluss des Flusses Motala. Bei archäologischen Ausgrabungen im Jahr 2000 gelang ein Überraschungsfund: zuerst eine Pfeilspitze aus Feuerstein, dann der „Phallus von Motala“ und nicht zuletzt die auf Pfähle gespießten Schädel. Das Alter der Fundstücke wird auf 8.000 Jahre geschätzt. Mit dem Bau des Göta-Kanals im 19. Jahrhundert entwickelte sich Motala zu einem bedeutsamen Handelsplatz. Später kam ein Langwellensender hinzu, der heute noch erhalten ist und als technisches Museum dient.


Nationalpark Tiveden

Wölfe und Luchse im „Urwald der Thor“

Schon der Name belegt, wie sehr die wilde Natur zwischen den Seen Vänern und Vättern die Phantasie der Menschen angeregt hat. Tiveden setzt sich zusammen aus dem Namen des Gottes Thor (Ti) und dem Wort für Wald (ved).  Der „Thorwald“ ist felsig und teils noch mit Urwald bewachsen. Einer der bekanntesten Felsformationen ist die Trollkyrka, die „Trollkirche“. Etwa ein Zehntel der Gesamtfläche von knapp 1400 Hektar sind Gewässer. HIrsche und Elche bevölkern den Nationalpark, daneben Marder und Füchse. Manchmal sieht man auch Wölfe oder Luchse. In letzter Zeit haben sich auch viele Vögel angesiedelt, wie Käuze, Auerhähne und Spechte.




Reisebeispiele Ourém

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