Portugals Südwesten: Küsten, Wellness, Tempel und Kultur
Algarve

Portugals Südwesten

Küsten, Wellness, Tempel und Kultur

Zwischen Bergen und Meer, Strand und Klippen: Die Reise verbindet Wellness und Natur mit einem Aufenthalt in Lissabon.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von Lisboa nach Evora

Mietwagenannahme

Mietwagenannahme

Anbieter: Sunny Cars GmbH
Vermieter: drive on holi­days
Fahrzeug: Opel Corsa o.ä. (EDMR)
Station: Lisbon Flughafen (Shuttle Service)

Von Lisboa nach Evora

129 km | 2:00 h

Costa de Lisboa

Wo die Liss­abonner baden gehen
Südlich von Liss­abon mündet der Tajo in den Atlantik. Dort weitet sich der Fluss zur einem weiten Mündungs­gebiet, über das nur zwei Brücken führen. Die Land­schaft südlich von Liss­abon ist daher trotz ihrer Nähe zur Haupt­stadt relativ abge­schnitten und ruhig – eben wie eine Halb­insel. Die Costa da Lisboa zieht sich um die Halb­insel, deren Rückrat von der Serra da Arrabida gebildet wird. Die reizvolle Land­schaft und die schönen Bade­strände sind vom inter­na­tio­nalen Tourismus noch verschont. Dafür kommen besonders am Woche­n­ende die Liss­abonner.

Serra da Arrábida

Bergwildnis mit vielfäl­tiger Pflanzenwelt und Meer­blick
Der Parque Natural da Serra da Arrábida ist eine haupt­stadt­nahe Bergwildnis mit einer vielfäl­tigen Pflanzenwelt, darunter der wilde Ölbaum, Stein­ei­chen und Myrte. Einen Ausflug in den Park beginnt man am besten bei Portinho, von wo es zum Convento de Novo da Arrábida weiter­geht, einem Kloster aus dem 16. Jahr­hun­dert. Von da aus kommt man zum über 500 Meter hohen Alto do Formons­inho, einem herr­li­chen Aussichts­punkt.

Montemor-o-Novo

Im Schatten einer Römer­fes­tung
Die Stadt 30 Kilometer vor Evora liegt im Schatten einer Burg, die auf eine Römer­fes­tung zurückgeht. Im archäo­logi­schen Museum sind Höhlenzeich­nungen aus der nahe gelegenen Gruta de Escoural ausge­stellt, die über 12.000 Jahre alt sind. Die Höhle selbst liegt zwölf Kilometer weiter südöst­lich und kann von 13:00 – 17:00 Uhr besich­tigt werden.
A

Alentejo

Unberührte Region jenseits des Tejo

Nur wenige Touristen verirren sich in das Land „jenseits des Tejo“. Zu Unrecht, denn die Region gehört zu den unbe­rühr­testen der Iberi­schen Halb­insel.

Seit Jahrhunderten scheint die Zeit stehenge­blieben zu sein – auch wegen der großen Auswande­rungs­wellen nach Amerika, Deutsch­land oder Liss­abon. Die weiten, sanft gewellten Ebenen, in denen Kork­ei­chen und Olivenbäume wachsen und Schafe weiden, sind kaum noch besiedelt. An den Wasser­läufen dösen Städte mit mittel­alter­li­chen Ortsbil­dern in der Sonne, allen voran Évora und Marvão.

Zu Gast auf einem Landgut bei Evora

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Geraldo der Furch­t­lose soll 1165 – bei der Befreiung Evoras von den Mauren – sein Schwert auf dem Gelände des Guts versteckt haben.

Nach fast 900 Jahren ist die Geschichte auf einem der schönsten Höfe rings um Evora noch präsent. In den gepflegten Außen­a­nlagen, die von viel Land umgeben sind, versteckt sich ein Pool. Die Zimmer und die Gemeinschafts­räume sind liebevoll einge­richtet. Nach Evora fährt man fünf Minuten.

Évora

Perle des Alen­tejo
Die „Perle des Alen­tejo“ ist ein Reise­ziel ersten Ranges, weil alle geschicht­li­chen Phasen der ehrwür­digen Stadt noch sichtbar sind. Aus römi­scher Zeit, als Évora bereits eine der wich­tigsten Handel­städte Iberiens war, steht noch der monu­men­tale Tempel der Diana und die Burg. Viele Altstadt­gassen haben in der mauri­schen Zeit zwischen 715 und 1165 ihre Gestalt erhalten. Die wehr­hafte Kathedrale aus der Frühgotik verkörpert den Sieg der katholi­schen Reconquista. Von der Inqui­si­tion ist eine Richt­stätte auf dem Praca do Giraldo erhalten geblieben. Der Brunnen auf dem Largo das Portas aus dem 16. Jahr­hun­dert zeugt mit seiner Welt­kugel von den faszi­nierend neuen Erkennt­nissen der Renais­sance.

Cromeleque dos Almendres

6000 Jahre alte Hinkel­steine
Der Stein­kreis entstammt der Mega­li­thkultur am Übergang von der Stein­zeit zur Kupferzeit. Sein Alter wird auf 4.000 bis 6.000 Jahre geschätzt. Einige der Steine tragen Augenmo­tive, Kreise oder Zickzack­li­nien, sowie Sonnen- und Mond­dar­stel­lungen als Verzie­rungen. 2,5 Kilometer vor dem eigent­li­chen Stein­kreis befindet sich ein einzelner Hinkel­stein, der über einen Wanderweg vom Park­platz aus erreichbar ist. Im Gegen­satz zu Ston­e­henge kann man sich im Cromeleque dos Almendres überall frei bewegen und die Steine sogar anfassen.

Von Evora nach Lagos

257 km | 3:00 h

Auf der Fahrt durch die histo­ri­schen Provinzen von Evora und Beja kommt man durch einige male­ri­sche Land­städt­chen: u.a.

durch Portel, von dessen Schloss man eine schöne Aussicht hat, und vor allem durch Beja. Die Provinzhaupt­stadt hat ein nettes Zentrum mit Fußgängerzonen, weißen Häuschen und einla­denden Cafés.

Portel

Schöne Aussicht von der Königsburg
Das Land­städt­chen liegt im Schatten einer Burg, die im 13. Jahr­hun­dert nach der Reconquista unter dem portugie­si­schen König Dinis erbaut wur­de. Danach über­nahm das Königshaus der Bragança die Festung und die Herr­schaft über den Ort. Von oben hat man eine schöne Aussicht auf das Umland.

Beja

Char­mante Provinz­stadt im Schatten der Burg
Die Geschichte der char­manten Provinz­stadt reicht bis zu den Römern zurück, als Julius Caesar die Stadt Beja zur regio­nalen Haupt­stadt ernannte. Die Ruinen aus dieser Zeit sind ein Beleg für den Reichtum und die Bedeu­tung der Stadt. Als die Mauren im 8. Jahr­hun­dert einmar­schierten, legten sie Kopf­steinpflas­ter­straßen an. Manche ihrer anmu­tigen Bauten sind bis heute erhalten. Die Burg von Beja erin­nert lebhaft an die Wiede­re­r­obe­rung der Stadt durch die portugie­si­schen Könige, der Schandpfahl mit Kreuz in der Fußgängerzone an die dunklen Zeiten danach.

Castro Verde

Geschicht­s­träch­tiger Ort zwischen Kork­ei­chenwäl­dern
Der kleine Ort liegt im einsamen Baixo Altenjo umgeben von Kork­ei­chenwäl­dern und ganz in der Nähe von Ourique, wo die entschei­dende Schlacht zwischen den Mauren und dem Heer des König Alfonso stattgefunden haben soll. Zum Andenken an den histo­ri­schen Sieg wur­de die König­liche Basilika von Castro Verde gebaut. Die bemalten Kacheln (Azulejos), mit denen das Innere der Kirche ausge­staltet ist, zeigen noch heute Szenen der Schlacht.
B

Algarve

Bilderbuchküste mit 3.000 Sonnenstunden

Kork­ei­chen, Feigen- und Mandelbäume, Mimosen-, Orangen- und Pfir­sich­blüte: Von der Algarve träumen viele kältege­plagte Mittel­eu­ro­päer.

Hinzu kommen über 3.000 Sonnen­stunden im Jahr und Bade­strände, die zu den schönsten Europas zählen. Gegen Norden ist die südlichste Region Portugals durch zwei kaum bewohnte Gebirgs­züge – die Serra – abge­schirmt. Zwischen diesen Bergen und dem Meer liegt eine abwechs­lungs­reiche, fruchtbare Hügel­landschaft, in der teilweise vier Ernten im Jahr einge­bracht werden. Der schmale Küsten­streifen schließt sich im Süden an. Während der west­liche Teil, die Felse­n­algarve, landschaft­lich äußerst reizvoll ist, befinden sich die meisten Bade­strände (und Hotels) im Osten. Im Winter sinken die Tempe­raturen selten unter 10° Grad; im Sommer sorgt eine frische Brise vom Atlantik für ange­nehme Kühlung.

Zu Gast in einem Strandhotel bei Lagos

4 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Hotel liegt direkt am Meer, an einer besonders schönen Stelle der Felsalgarve. Seine Ursprünge liegen im 18. Jahr­hun­dert, als eine engli­sche Adelsfa­milie den privilegierten Platz als Feri­en­residenz auswählte. Mit großem Respekt vor der Tradi­tion und dem antiken Charakter haben die Schweizer Besitzer das Anwesen zu einem 4-Sterne-Hotel umge­staltet. Die 25 Zimmer sind individuell einge­richtet und haben entweder eine Terrasse, einen Balkon oder Gartenarkaden mit Blick auf das Meer und den medi­ter­ranen Garten.

Das unter der Leitung eines Schwei­zers stehende Restau­rant serviert – auf der Veranda am Meer – frische Küche mit Schwer­punkt auf Seafood. Ein Swimmingpool ist vorhanden. An der Rezep­tion werden zahlreiche Aktivi­täten in der Nähe vermit­telt, z. B. Surfen, Schnor­cheln, Reiten, Tauchen oder Wasserski. Zum Hotel gehört ferner ein Spabereich mit verschiedenen Well­ness- und Beauty­ange­boten.

Lagos

Geschicht­s­träch­tige Hafen­stadt
Die Hafen­stadt gehört zu den schönsten Städten der Algarve. Sie hat gut 3.000 Einwohner. Südlich und west­lich findet man besonders bizarre Felsen und abge­schiedene Buchten. Die Altstadt ist gut erhalten. Neben histo­ri­schen Sehens­wür­digkeiten gibt es Theater, Restau­rants, Cafés und Geschäfte aller Art, unter anderem auch eine deut­sche Bäckerei. Zu jeder Jahres­zeit prägen allerdings die Touristen das Geschehen. Die Auswahl an Bade­stränden ist enorm. Im Osten erstreckt sich ein kilome­ter­langer Sand­strand entlang der Meeresbucht Meia Praia.

Praia da Ingrina

Schöner Strand ohne Hotelbunker
Der Strand im Westen der Algarve ist noch ein Geheim­tipp – trotz herr­li­chem weißen Sand und klarem türkisem Wasser. Weil es keine größeren Feri­en­anlagen in der Nähe gibt, ist der Strand auch in der Hoch­sai­sion haupt­säch­lich von Einheimi­schen bevöl­kert.

Praia do Amado

Portugals Hotspot für Surfer
Der kilome­ter­lange Sand­strand ist wegen seiner heftigen Brandung besonders unter Surfern beliebt. Mehrere Surf­schulen in Lagos unterrichten hier ihre fortge­schrit­tenen Schüler. Es gibt aber auch Ange­bote für Anfänger. Equip­ment wird vor Ort aus­ge­liehen. Auch wer nicht selbst surfen möchte, findet es mögli­cherweise span­nend den wilden Wellenreitern bei ihren toll­kühnen Sprüngen zuzu­schauen. Von den Terrassen und Aussichts­punkten hat man eine eindrucksvolle Sicht auf das raue Hinter­land.

Über den Klippen west­lich von Lagos

Spekta­kuläre Küstenwande­rung zu einer Bade­stelle
Von Lagos führt die spekta­kuläre Küstenwande­rung an schroffen Felsen vorbei. Unter­wegs kann man die reichhal­tige Flora und schöne Aussichten über den Atlantik genießen. Zwischendrin gibt es Einkehrmög­lichkeiten. Die Wande­rung endet am Strand Boca do Rio, wo man die Über­reste einer 2000 Jahre alten Villa zu entde­cken sind. (hin: 14,5 Kilometer, 4:00 Stunden, auf und ab: 200 Meter)

Rund um Barão de São João

Schat­tenwande­rung durch einen ursprüng­l­i­chen Pini­en­wald
Vor 2000 Jahren war die Algarveküste von Pini­enwäl­dern bedeckt, von denen nur noch wenige Reste übrig geblieben sind. Die Wande­rung führt durch eines der letzten zusam­men­hän­genden Waldgebiete bei Barão de São João. Neben Aussichts­punkten auf die Stadt bieten die hohen Pinien eine schat­tige Abwechs­lung an heißen Sommer­tagen. Am Ende empfiehlt sich das Restau­rante O Beiral mit kleinem Gast­raum und leckerem, preis­werten Essen. (Hin und zurück: 12,5 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 220 Meter)

Von Lagos nach Zambujeira do Mar

116 km | 2:30 h

Die kurze Strecke gibt Gelegen­heit zu einer reizvollen Alter­na­tive. Statt auf der Haupt­straße an der Küste entlangzu­fahren, kann man auf schmalen, gewun­denen Berg­straßen die Sierra de Monchique überqueren.

Die anmu­tige Hügel­landschaft steigt bis auf 900 m ü.d.M. auf und enthält eine vielfäl­tige und üppige Pflanzenwelt. 6 km vor Monchique kommt man durch Caldas de Monchique. Rings um die Thermalquellen hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Kurort gebildet, der seinen Charme bis heute bewahrt hat.

Caldas de Monchique

Heiße Quellen, Ort der Entspan­nung
Etwa sechs Kilometer südlich des male­ri­schen Dorfs Caldas de Monchique sprudeln die einzigen heißen Quellen an der Algarve inmitten einer üppigen Hügel­landschaft. Dem 32 Grad heißen Thermal­wasser haben bereits die Römer heilende Eigenschaften zuge­schrieben. Im 19. Jahr­hun­dert ist ein Kurort mit eleganten Häusern entstanden. An den schat­tigen zentralen Platz grenzt ein Park mit jahrhunder­te­alten Akazien und Kamelien. Das stete Plät­schern des in der Sonne glitzernden Wassers schafft eine Atmo­sphäre der Ruhe und Entspan­nung.

Aljezur

Male­ri­sche Altstadt im Schatten der Burg
Die Klein­stadt (vila) im Westen der Algarve hat eine male­ri­sche Altstadt, die von einer mauri­schen Burg­ruine aus dem 10. Jahr­hun­dert über­ragt wird. Ein Besuch lohnt sich – schon wegen der weiten Aussicht bis hin zur Serra de Monchique. Aljezur besteht aus zwei Orts­teilen. Im älteren Teil schmiegen sich landesty­pi­sche Häuser im Schatten der Burg an den Hang. Die Neustadt Igreja Nova wur­de nach dem Erdbeben von 1755 ange­legt. Die nächsten Strände sind die Praia da Amoreira mit einer wunderbaren Dünen­landschaft, Monte Clerigo und Arrifana.
C

Costa Dourada

Küste von wilder Schönheit

Costa Dourada, wört­lich: „Goldküste“, nennt man den Küsten­ab­schnitt zwischen Sines im Norden und dem Cabo de Sao Vicente im Süden, der durch einen über 100 Kilometer langen Natur­park geschützt wird.

Dass die Küste trotz ihrer wilden Schön­heit und ihrer goldenen Strände touris­tisch weniger erschlossen ist als die Algarve, liegt an den rauen Winden, die vom Atlantik herwehen. Als traumhaft schön gelten zwei Buchten im Süden: die Praia di Arrifana und die Praia di Carriagem. Von den wenigen Küsten­orten sind drei besonders sehens­wert: das von einer Maurenburg über­ragte Aljezur, der Fischerort Vila Nova de Milfontes und Porto Covo, das von besonders schönen Stränden umgeben ist.

Am Meer bei Zambujeira

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Ursprüng­lich war das Landgut ein beinah autarkes Dorf, in es dem neben dem Haupt­haus Ställe, Tage­löh­ner­woh­nungen und sogar ein Pfarr­haus gab.

Auf dem 365 Hektar großen Gelände wird bis heute Land­wirt­schaft betrieben. Im Hof wohnen heute vor allem Feri­en­gäste aus Portugal, die die Idylle und Abge­schieden­heit der Küste vor Alen­tejo zu schätzen wissen. Warme Erdfarben, weiß-getünchte Fassaden und blaue Borden empfangen den Gast. Eine salzige Brise kündet von der Nähe des Meeres. Die Gäste­zimmer sind einfach, aber geschmackvoll einge­richtet und führen auf eigene Terrassen. Wandern, Angeln, Tauchen und Reiten sind möglich. Fahr­räder werden aus­ge­liehen.

Parque Natural do Sudoeste Alen­tejano

Fisch­adler und Weiß­störche in einzig­ar­tigem Biotop
Der Natur­park Südwest-Alen­tejo und Vicen­ti­ni­sche Küste erstreckt sich auf einer Länge von über 80 Kilome­tern zwischen Porto Covo im Alen­tejo und Burgau an der Algarve. Er gehört zu den am besten erhal­tenen Küsten­streifen Europas. Der Park umfasst einzig­ar­tige Biotope. Fisch­adler und Weiß­s­torch bauen ihre Nester in die Felsen­küste. Der Fisch­otter hat hier einen seiner letzten natür­li­chen, marinen Lebens­räume. Mehrere Pflanzen gedeihen hier und nirgendwo anders. Mit der Rota Vicen­tina ist ein System von Wander­wegen im Natur­park ange­legt.

Vila Nova de Milfontes

Hübsche Altstadt und weite Strände
Das „neue Dorf der tausend Quellen“ liegt an der Mündung des Rio Mira in den Atlantik und soll besonders schöne Strände haben. Kein Wunder, dass aus dem ehema­ligen Fischerdorf langsam ein Touris­tenort wird. Dennoch gibt es bisher nur ein paar kleinere Gäst­e­häuser, sodass man – außer im Juli und August – am Strand noch Platz und Ruhe findet. In einer beherr­schenden Posi­tion über dem Hafen thront die Festung São Clemente, die einst vor Piraten schützen sollte.

Auf den Klippen von Odeceixe

Brütende Störche, fantas­ti­sche Aussichts­punkte
Der Weg beginnt im Dorf Odeceixe und führt entlang des gleich­na­migen Flusses zur Mündung in den Atlantik, von wo man einen der schönsten Aussichts­punkte Portugals genießen kann. Ebenso einmalig sind hier die Störche, die entlang der Küste brüten. Angeb­lich ist dies der welt­weit einzige Küstenort, wo man dieses Naturphänomen erleben kann. Im Landes­in­neren geht es abseits von Touristen und Fahr­straßen zurück nach Odeceixe. (Hin und zurück: 13 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 120 Meter).

Von Zambujeira do Mar

Mietwagenabgabe

Von Zambujeira do Mar nach Lisboa

210 km | 3:00 h

Für die Strecke nach Norden nimmt man am besten die Auto­bahn. Sie führt durch das Land­arbeiter­städt­chen Grandola, das in der Nelkenrevo­lu­tion 1974 welt­be­rühmt wur­de.

Als im katholi­schen Rundfunk das verbo­tene Lied „Grandola, vila morena“ (Grandola, du braune Stadt) gespielt wur­de, war dass das verab­re­dete Start­zei­chen für die Revo­lu­tion im ganzen Land gegen die Diktatur der Gene­räle.

Grândola

Geheimes Start­si­gnal für die Nelkenrevo­lu­tion
Der Ort an der male­ri­schen Serra de Grândola gehört zum Alen­tejo, wo im 19. und 20. Jahr­hun­dert viele Land­arbeiter lebten. Typisch für die Region waren die Chorge­sänge, die auch bei der Arbeit gesungen wurden. Im Stile dieser Gesänge dich­tete der Sänger Zeca Afonso sein Lied Grândola, Vila Morena, das in der Nacht zum 25. April 1974 im Rundfunk gesendet wur­de. Es war das geheime Start­si­gnal für die Nelkenrevo­lu­tion, wodurch der Name der Stadt welt­weit bekannt wur­de. Franz Joseph Degen­hard hat es auf Deutsch über­setzt. Von Liss­abon kommend kann man heute ein Denkmal in der Orts­einfahrt sehen, welches den Text des Liedes zeigt.

Mietwagenabgabe

Station: Lisbon Flughafen (Shuttle Service)

Liss­abon

18 km | 20 Minuten
D

Lissabon

Portugals heitere Hauptstadt

Die Stadt an der Mündung des Tejo war bereits eine phön­izi­sche Hafen­stadt, als die Römer sie eroberten.

Nach den Wirren der Völkerwande­rung und über hundertjäh­riger Herr­schaft der Westgoten erlebte „Lischbuna“ unter den Mauren eine kulturelle Blüte und wur­de 1260 unter König Alfonso portugie­si­sche Königsresidenz. Mit den großen Entde­ckungen des 15. Jahrhunderts wur­de Liss­abon eine der reichsten Städte Europas. Die Glanzzeit der Stadt wur­de jäh durch ein schreck­li­ches Erdbeben 1755 beendet, bei dem über 90.000 Menschen getötet wurden. Obwohl es großzügig wieder aufge­baut wur­de, erreichte die Haupt­stadt Portugals nie wieder ihre ehema­lige Bedeu­tung und wur­de erst im späten 20. Jahr­hun­dert zu einer modernen Groß­stadt.
Das Stadt­bild ist von großen Höhen­un­ter­schieden mit großar­tigen Aussichts­punkten geprägt, an denen oft Terrassen ange­legt sind. Ältester Bezirk ist die male­ri­sche Alfama östlich der Kathedrale mit engen Treppen­gassen, versteckten Hinter­höfen und idylli­schen Plätzen.

Zu Gast in einer ehemaligen Schlossküche in Lissabon

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Solar do Castelo steht dort, wo sich vor 800 Jahren die Küchenräume des Alcáçova-Schlosses befanden. Nach dem Erdbeben von 1755 wur­de das Gebäude, welches inner­halb der Schlossmauern liegt, wieder aufge­baut und schließ­lich 2001 in ein einzig­ar­tiges Boutique-Hotel umge­wandelt.

Der Komplex mit zwei Stock­werken und einem Mansar­den­dach umschließt einen lauschigen Innenhof und wird von einem Garten umgeben. Mittel­alter­liche und moderne Elemente stehen in einer spannungs­vollen Harmonie.

Führung (OPTIONAL)

Lissabon a la Carte (3-4 Stunden, deutsch)

Bei der individu­ellen Führung durch die Altstadt von Liss­abon bestimmen Sie den Rhythmus und den Ablauf selbst. Start ist immer in der Baixa Pombalina, dem Teil der Stadt, der nach dem großen Erdbeben 1755 wieder­aufge­baut wur­de. Danach geht es ins älteste Stadt­viertel, die Alfama, das als einziges das Erdbeben über­stand. Auf einem Hügel erreicht man einen „Miradouro“, wie man die Aussichts­punkte über Altstadt und Fluss nennt.

Danach gibt es zwei Möglichkeiten, die vor Ort mit dem Führer abge­spro­chen werden können:

1. Die Besich­tigung der Mouraria, des ehema­ligen Mauren­vier­tels. 
2. Fahrt nach Belém: Mit der Straßen­bahn (ca. 5 – 7 Euro pro Person) geht es in das Stadt­viertel, wo die großen Entde­ckungs­reisen des 15. und 16. Jahrhunderts begannen. Man besich­tigt das Mosteiro dos Jerónimos (montags geschlossen), ein Meister­werk der Manu­elinik, einer portugie­si­schen Vari­ante der Spätgotik. 
Die Tour endet je nach Wunsch am Torre de Belém oder am Denkmal der Seefahrer.

Alfama

Gassengewirr der Altstadt
Zur Zeit der Mauren war die Alfama der Stadt­kern Liss­a­bons. Erst später verla­gerte sich das Zentrum nach Westen zur heutigen „Baixa“. Während die Reichen nach Belém und Cascais zogen, verblieben vornehm­lich Fischer und ärmere Schichten zurück. Alfama erlitt im Gegen­satz zur Liss­abonner Innen­stadt beim großen Erdbeben von Liss­abon 1755 kaum Schäden, sodass das enge Gassengewirr bis heute erhalten ist. Über allem thront das Castelo de São Jorge, in dem bis ins 16. Jahr­hun­dert der portugie­si­sche König residierte. An verschiedenen Punkten in Alfama bieten sich male­ri­sche Aussichten auf den Tejo.

Rossio

Lebhafter Platz im Zentrum von Liss­abon
Der Praça de Dom Pedro IV, wie der Platz offi­ziell heißt, ist das Zentrum von Liss­abon und ein beliebter Treff­punkt, zumal hier zwei Metroli­nien zusam­menlaufen und die Züge nach Sintra abfahren. In der Mitte steht eine 23 Meter hohe Marmor­säule mit einer Bronze­statue von König Pedro IV. Zu seinen Füßen sitzen vier weib­liche Figuren, die Gerech­tigkeit, Klugheit, Stärke und Mäßigung verkörpern – alles Eigenschaft, die man dem König zuschrieb. Rings um den Platz sind viele schöne Straßen­cafés, wo man sitzen und dem Treiben zuschauen kann.

Elevador de Santa Justa

Mit dem Aufzug von Viertel zu Viertel
Der Perso­nen­aufzug verbindet den Stadt­teil Baixa mit dem höhergelegenen Stadt­teil Chiado. Errichtet wur­de die markante Stahlkon­struk­tion 1902. Der ursprüng­l­iche Antrieb war eine Dampf­ma­schine, diese wur­de jedoch 1907 durch Elektromo­toren ersetzt. Die impo­sante Konstruk­tion ist 45 Meter hoch und hat zwei Kabinen mit Edel­holzver­täfe­lung und Messing­be­schlägen, die je 24 Personen fassen. Ein Stock­werk über dem oberen Ausgang sind die zwei origi­nalen Lift­ma­schinen im Betrieb zu sehen. Nochmals ein Stock­werk darüber ist ein Café mit spekta­kulärer Aussicht über Baixa, Chiado und Castelo de São Jorge.
11 Tage
ab 1.329,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)

Unsere Empfehlung: Die günstigen Fluggesellschaften bieten ab vielen deutschen Flughäfen Flüge im Internet zum Selberbuchen! Im Reisepreis ist kein Flug enthalten.

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: März–November

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Petra Rappenhöner

Tel.: +49 (0)2268 92298-17

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