Nördliches Portugal: Wandern und Wein

Nördliches Portugal

Wandern und Wein

Einsame Naturparks, uralte Kulturlandschaften, Portwein und angenehmes Klima: der Norden Portugals eignet sich bestens für einen Aktivurlaub.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von Porto nach Viana do Castelo

Mietwagenannahme

Mietwagenannahme

Anbieter: Sunny Cars GmbH
Vermieter: drive on holi­days
Fahrzeug: Opel Corsa o.ä. (EDMR)
Station: Porto Flughafen (Shuttle Service)

Von Porto nach Viana do Castelo

63 km | 44 Minuten

Portugals Norden

Einsames Land hinter einer grünen Küste
Nörd­lich von Porto ist Portugal nur sehr dünn besiedelt. Das liegt daran, dass über die Grenze nach Nordspa­nien jahrhunder­te­lang kein Austausch möglich war. Jenseits des Rio Lima war die Welt zu Ende. Landschaft­lich ist die Region besonders reizvoll. Nörd­lich von Porto beginnt die Costa Verde, die auch im Sommer grün und frisch wirkt. Da das Wasser kälter ist als im Süden, gibt es auch im Hoch­sommer keinen Massen­tou­rismus. Dahinter steigt das Land schnell auf bis zum Parque Nacional Peneda-Gerês an der Grenze zu Spanien.
A

Costa Verde

Sandstrände und einsames Hinterland

Die portugie­si­sche „grüne Küste“ liegt ganz im Norden des Landes zwischen dem Minho und dem Douro. Die breiten Sand­strände und die weißen Dünen, ab und zu von Felsklippen unter­bro­chen, werden zur spani­schen Grenze hin immer einsamer.

Das Hinter­land steigt schnell an. Dort spenden duftende Pini­enwälder Schatten. Wegen der relativ nied­rigen Wasser­tempe­raturen und der oft starken Winde ist die Costa Verde touris­tisch weniger erschlossen als die südportugie­si­schen Küsten.

Zu Gast auf einem Landgut in Viana do Castelo

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Landgut mit dem wunder­schön restau­rierten Farmhaus, Kies­wegen und jahrhunder­te­alten Bäumen liegt ruhig, umgeben vom üppigen Grün der Weinberge.

Seit über 300 Jahren hängt hier das Wappen der Familie Abreu Teixeira. Dennoch haben Gastgeber Ana und João bewusst weniger tradi­tionelle Mate­rialien wie Eisen, Glas und Beton in die Gestal­tung einfließen lassen. Die Zimmer sind eine farbenfrohe Mischung aus Holz, antiken Möbeln, bunten Stoffen und Kacheln. Das Früh­stück wird am Morgen in einem Korb gebracht: frisches Brot, Butter, Käse und Aufschnitt; dazu Joghurt, Müsli, Marme­lade und Saft. Von April bis September hat der Pool eine ange­nehme Wasser­tempe­ratur von 24-29°C. 40.000 Quad­r­at­meter Wald mit riesigen Kasta­ni­enbäumen bieten unzäh­lige Wander­wege, und wer möchte, kann die Umge­bung mit dem Fahrrad erkunden.

Ausflug (OPTIONAL)

Ganztägige Wanderung Geres (7 Stunden, deutsch)

Gesamt­dauer: acht Stunden

Gegen 09:00 Uhr holt Sie der Wanderführer in Ihrer Unter­kunft ab und fährt Sie in seinem Wagen nach Soajo. Das Berg­dorf im Peneda-Gerês Natio­nal­park ist meist nur den Einheimi­schen bekannt. Von dort geht es auf einem uralten Pilgerweg an Wassermühlen und Wein­gärten vorbei. Der Spaziergang endet mit einem Pick­nick an einem Teich, in dem man sich gerne auch die Füße kühlen kann. 

Anschließend fahren Sie im Auto in die Sierra Amarela und halten in Lindoso, das von einer mäch­tigen Burg aus dem 12. Jahr­hun­dert über­ragt wird. An Getrei­de­spei­chern, die mit reli­giösen Symbolen verziert sind, vorbei geht es nach oben, wo man mit einer schönen Aussicht über den Stau­damm des Lima-Flusses belohnt wird.

Die Wande­rung ist weder anstren­gend noch schwierig. Rund um Soajo geht man fünf und um Lindoso acht Kilometer.

Viana do Castelo

Male­ri­sches Stadt­bild am Rio Lima
Die Hafen­stadt mit gut 50.000 Einwoh­nern liegt nörd­lich der schlauch­ar­tigen Mündung des Flusses Rio Lima in den Atlantik. Obwohl schon von den Grie­chen gegründet, blieb der Hafen bis in Mittel­alter unbedeu­tend. Erst die Zeit der Entde­ckungs­reisen brachte den Reichtum, der haupt­säch­lich dem Kabljaufang vor Neufund­land zu verdanken war. Einer der schönsten Plätze Portugals ist die Praça da Repúb­lica mit ihrem dreischa­ligen Renais­san­cebrunnen von João Lopez-o-Velho. Während mehrerer Jahrhunderte war der Brunnen die einzige Trink­was­serquelle in der Stadt und dank seiner Lage vor dem alten Rathaus (Paço do Concelho) Treff­punkt und gesellschaft­li­cher Mittel­punkt.

Ponte de Lima

Römer­brücke über den Lima
Von den Römern wur­de der Fluss „Lethe“ genannt, Um ihn rankten sich unheim­liche Legenden: Wer ihn durch­querte, verlor sein Gedächtnis. So weigerten sich die Legio­näre ihn zu über­schreiten. Erst musste der Proconsul Decimus Iunius ihnen das Gegen­teil beweisen. Er durch­schwamm den Lima und rief vom gegenüber­liegenden Ufer seine Soldaten mit Namen. Im 2. Jahrhunderte wur­de schließ­lich eine Brücke über den Lima gebaut, über die eine römi­sche Fern­straße führte. An dieser stra­tegisch wich­tigen Stelle entwi­ckelte sich der Ort Ponte de Lima. Die Römer­brücke steht noch heute.

Parque Natural do Litoral Norte

Windmühlen in weißen Sand­dünen
Der Natur­park schützt die großen Sand­dünen an der Mündung des Rio Cávado. Sie sind über eine Länge von 18 Kilome­tern nur karg bewachsen, aber die Vege­ta­tion reicht aus, dass der Sand nicht weggeblasen wird. Die Dünen sind eine natür­liche Barriere gegen den Sturm vom Atlantik, der sie immer neu formt und die vielen tradi­tionellen Windmühlen der Umge­bung antreibt. Wenn die Nach­mit­tags­sonne die Land­schaft in ein sanftes, warmes Licht taucht, kann man verstehen, dass viele den Natur­park zu den schönsten Landschaften Portugals zählen. Die meisten Besu­cher kommen allerdings, um die Zugvögel zu beob­achten, oder zum Baden. Wer ein paar hundert Meter land­einwärts geht, ist schnell allein im duftenden Pini­en­wald.

Von Viana do Castelo nach Amares

85 km | 2:00 h
B

Nationalpark Peneda-Geres

Rückzugsgebiet für Wölfe und Adler

Der hufei­senför­mige Natio­nal­park wur­de 1971 zum Schutz der unbe­rührten Land­schaft im Norden Portugals entlang der spani­schen Grenze geschaffen.

Die kahlen Gipfel der Serra do Geres sind über 1.500 Meter hoch, während die feuchteren Täler dschungel­artig mit Stechpalmen, Eichen, Maulbeerbeer- und Erdbeerbäumen bewachsen sind. Das unüber­sicht­liche, bergige Gelände bietet ideale Lebens­bedingungen für wilde Tiere, darunter Wildschweine, Wildkatzen, Wölfe und Baummarder. Rotmi­lane, Stein­adler, Hühn­er­habichte und Uhus finden in den Bergen ein Rückzugsgebiet, ebenso wie Schlangen und Eidechsen, Molche und Sala­mander. Wer eine Rundfahrt durch den Park machen möchte, sollte wegen der kurvenrei­chen Straßen viel Zeit einplanen.

Zu Gast in einem ehemaligen Kloster in Amares

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Wohl eins der beein­dru­ckendsten Bauwerke portugie­si­scher Architektur ist das Zister­zi­ens­erkloster aus dem 12.

Jahr­hun­dert. Gut 30 komfor­table Gäste­zimmer und eine geschmackvolle Einrich­tung glei­chen die noch immer spürbare, klöst­er­liche Strenge der Fassaden aus. Seine Lage – auf halber Strecke zwischen Brage und dem Gerês-Gebirge – macht es zum idealen Ausgangs­punkt für Tages­ausflüge zur Kathedrale von Braga, der Wall­fahrts­kirche Bom Jesus, den Stau­seen von Caniçada und Vilar­inho das Furnas oder ins Dorf Santa Isabel do Monte.

Guima­raes

Erste Haupt­stadt Portugals
Die aus einer Kloster­burg von 960 erwach­sene Sied­lung wur­de 1140 die erste Haupt­stadt Portugals, was ihr den Beinamen „Wiege der Nation“ einge­bracht hat. Heute ist die histo­ri­sche Altstadt rund um den mittel­alter­li­chen Haupt­platz, den Largo da Oliveira Welt­kultur­erbe der UNESCO. Die euro­päi­sche Kultur­haupt­stadt 2012 beheimatet zudem drei außergewöhn­lich inter­essante Museen: das Museu Alberto Sampaio (Sakrale Kunst), das Museu de Arte Primi­tiva Moderna (Moderne naive Kunst) und das Museu da Socidedade Martins Sarmento.

Caniçada

Talsperre im Süden des Natio­nalparks Peneda-Gerês
Die Talsperre im Distrikt Braga, benannt nach der kleinen benach­barten Gemeinde Caniçada, staut den Fluss Cávado sowie seinen Zufluss, den Rio Gerês, zu einem vier­ar­migen See auf. Zwei Brücken führen etwa mittig über das Gewässer, an der Stelle der ursprüng­l­i­chen Mündung des Rio Gerês in den Rio Cávado. Der nörd­liche Ausläufer des Stau­sees erstreckt sich bis in das Gebiet des Natio­nalparks Peneda-Gerês.

Bom Jesús do Monte

Schönste Wall­fahrts­kirche Portugals
Nach Fátima ist die Wall­fahrts­kirche bei Braga das belieb­teste Pilger­ziel von Portugal. Die neoklas­sizis­ti­sche Kirche liegt in einem Park mit alten Bäumen, üppigen Blumenbeeten und einem kleinen See. An der Stelle des heutigen Gottes­hauses stand bereits im 14. Jahr­hun­dert ein Kreuz. Nachdem mehrere Kapellen den anwach­senden Pilger­strom nicht mehr aufnehmen konnten, wurde 1784 endlich ein großes Gottes­haus errichtet, das mit seiner Berg­ter­rasse und der baro­cken Treppen­anlage als schönstes Wall­fahrts­ziel Portugals gilt. Die enorme Frei­treppe beginnt in Braga und führt über 581 Stufen bis auf den Vorplatz der Kirche. Manche Pilger rutschen die gesamten Stufen auf Knien hinauf. Bequemer geht es mit der seit 1882 errich­teten Draht­seil­bahn.

Auf dem Curro da Velha

Raue Felsen­pla­teaus im einsamer Grenz­region
Der Curro da Velha erkundet die einsame Wildnis an der spanisch-portugie­si­schen Grenze. Er beginnt in Pousios und führt über Fels­pla­teaus und durch ein einsames Flus­stal. Der ganzjährig begehbare Steinpfad beein­druckt mit seinen kargen Hoch­e­benen, aus denen merkwür­dige Felsen herausragen. Mit etwas Glück kann man halbwilde Pferde und Rinder sehen. (Hin und zurück: 7,7 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 450 Meter)

Von Amares nach Pinhão

169 km | 2:30 h
Die Strecke führt teils auf kleinen, gewun­denen Straßen durch das einsame Hinter­land von Portugal. Auf halber Strecke kommt man an der Serra do Alvao vorbei, einem Natur­schutzgebiet mit klaren Flüssen, dessen Berge im Winter meist schnee­be­deckt sind.

Santo Tirso

Kunst und Töpferei im Schatten einer Barock­kirche
Der Ort in wald­rei­cher Umge­bung am Fluss Ave hat eine lange Geschichte. Die Benediktiner grün­deten hier 978 eines der ältesten Klöster Portugals, das über riesige Lände­reien verfügte. Davon zeugt auch die barocke Kirche, an der viele Jahrhunderte gebaut wur­de. Sie ist reich mit Skulpturen ausge­stattet. Der Niedergang des Kloster begann 1822, als seine Lände­reien in der Libe­ralen Revo­lu­tion verstaat­licht wurden. Viele Bürger der Stadt leben vom Kunst­gewerbe oder der Töpferei. Ein Spaziergang durch die Gassen lohnt sich.
C

Douro-Tal

Heimat des Portweins

Das idylli­sche Tal des Douro im Nord­osten von Portugal ist Welterbe der Unesco, weil hier seit über 2.000 Jahren Wein produ­ziert wird.

1756 wur­de die Wein­bau­region als erste welt­weit gesetz­lich abge­grenzt. Nirgendwo anders darf der Port­wein seither produ­ziert werden. Charak­te­ris­tisch sind die steilen Schiefer­hänge, die heute meist terras­siert sind und kaum den Einsatz von Maschinen erlauben. Weil das Tal früh chris­tia­ni­siert wur­de, sind überall uralte Dorf- und Wall­fahrts­kir­chen und entde­cken. Ausflugsfahrten mit dem Boot sind vom Wasser­stand abhängig. Viele von ihnen beginnen in Peso da Regua.

Zu Gast in einem Herrenhaus im Douro-Tal

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Abendessen pro Person

Umgeben von einer traumhaften Land­schaft steht das Herren­haus aus dem 18. Jahr­hun­dert etwas außer­halb von Pinhão mit Blick auf die Weinberge des Douro-Tals.

Die geräu­migen Zimmer und Suiten des Hauses sind in einem modernen Landhaus­stil einge­richtet und schaffen eine harmo­ni­sche Verbindung zwischen klas­si­schem Charme und zeitge­nös­si­schem Komfort. Morgens wird ein reichhal­tiges Früh­s­tücksbuffet ange­richtet; abends kann man im haus­ei­genen Restau­rant landesty­pi­sche Küche genießen. Der schön ange­legte Garten mit Pool lädt zum Entspannen ein, und auch wer sich bewegen möchte, kommt hier auf seine Kosten: Es gibt einen Tennis­platz, eine Tisch­ten­nis­platte und Moun­tai­nbikes. Zudem stehen eine Sauna und ein Whirlpool zur Verfügung.

Lamego

613 Stufen zur Pilger­kirche
Die schlichte Klein­stadt mit knapp 12.000 Einwoh­nern liegt inmitten von Weinbergen und fruchtbaren Feldern. Sehens­wert ist der Schrein der Nossa Senhora dos Remédios, der seit Jahrhunderten zahl­lose Pilger anzieht. Er wird seit 1761 in einer Wall­fahrtska­pelle auf einer Anhöhe südwest­lich der Stadt zur Schau gestellt. Als Verlänge­rung der Haupt­straße führt eine 613-stufige Doppeltreppe dort hinauf. Die goti­sche Kathedrale in der Stadt (Sè) ist die Haupt­kirche des Bistums. Sie wur­de im 16. und 17. Jahr­hun­dert stark verändert. Von der Burg über der Stadt ist noch der Bergfried aus dem 13. Jahr­hun­dert erhalten.

Galegos da Serra-Runde

Aussichtsreiche Wande­rung an der Südflanke des Alvão
Diese Runde um Galegos da Serra und hoch in das Berg­dorf Arnal ist besonders im Frühjahr empfehlens­wert: Dann stehen nämlich die mit Stechg­inster und Erika über­säten Hügel in voller Blüte. Der erste Abschnitt des Weges, der Aufstieg nach Galegos da Serra, ist anstren­gend, aber sehr pittoresk. Der Rückweg von Arnal ist dagegen ein gemüt­li­cher Abstieg. (Hin und zurück: 6,5 Kilometer, Zeit: 2:30 Stunden, auf und ab 280 Meter)

Hoch­e­bene der Serra do Alvão

Rundwande­rung im Herzen des Natur­parks
Bis heute gibt es nur wenige markierte Wege im Alvão-Gebirge. Diese längere Rundwande­rung führt durch das Kern­stück des Natur­parks, zumeist auf der Hoch­e­bene, und gibt so einen guten Über­blick über die Viel­falt und Schön­heit dieser portugie­si­schen Region. (Hin und zurück: 13 Kilometer, 3:45 Stunden, auf und ab: 320 Meter)

Von Pinhão nach Aldeia das Dez

168 km | 3:00 h

Auf der einsamen und bergigen Strecke durch Portugals Hinter­land liegt Viseu, das Zentrum eines gleich­na­migen Weinbau­sgebietes.

Der 24.000-Einwohner-Ort mit schönen Wohn­häusern und Kirchen aus der Renais­sance lohnt einen kleinen Spaziergang. Wer ein Natur­er­lebnis vorzieht, kann südwest­lich von Viseu in das wild­roman­ti­sche und zerklüf­tete Gebirge der Serra do Caramulo fahren.

Viseu

Weinbau­zentrum mit char­manter Altstadt
Die 20.000-Einwohner-Stadt liegt im berühmten Weinbau­gebiet des Dão. Im 16. Jahr­hun­dert gab es hier eine der bedeu­ten­dsten Maler­schulen Portugals. In der Altstadt stehen noch viele Paläste und Wohn­häuser aus der Renais­sance. Kopf­steinpflas­ter­gassen führen zu idylli­schen Plätzen und Kirchen, von denen die roma­nisch-barocke Kathedrale aus dem 12. Jahr­hun­dert die eindrucksvollste ist.

Caramulo

Luftku­rort in schroffer Berg­landschaft
Die Serra do Caramulo ist für gesunde Luft und klares Wasser bekannt. Das Agua do Caramulo wird überall in Portugal getrunken. Hinzu kommt die natür­liche Schön­heit des schroffen Berg­lands. Der Ort Caramulo liegt zwischen Hügeln auf 800 Metern Höhe und ist 1921 als Kurort für Tuberku­lo­sekranke ange­legt worden. Im alten Dorf sind eine roma­ni­sche Kirche und ein Schandpfahl davor sehens­wert. Mehrere Wander­wege führen vom Ort aus in die herr­liche Umge­bung.

Almo­frela

Aussichtsreiche Wande­rung durch das Hinter­land
Start und Ende der Tour ist das Dörfchen Almo­frela. Dort gibt es ein kleines Restau­rant, in dem man nachher auch einkehren kann (bitte nicht erwarten, dass man dort deutsch oder englisch spricht). Die Tour führt teilweise über unbe­fes­tigte Pfade, die even­tuell auch etwas zuge­wachsen sind. Für einen durch­schnitt­lich geübten Wanderer ist das kein Problem. Man hat aber fast die ganze Tour eine wunderbare Aussicht. Wenn es heiß ist, hat man allerdings sehr wenig Schatten. (Hin und zurück: 10,5 Kilometer, 3:15 Stunden, auf und ab: 300 Meter)
D

Serra da Estrela

Portugals höchstes Gebirge

Portugals höchstes Gebirge erreicht eine Höhe von fast 2.000 Metern und erstreckt sich über eine Länge von 100 Kilome­tern in Nord-Süd-Ausrich­tung. Das „Ster­nengebirge“ gehört mit seinen tiefen Schluchten, abenteuer­li­chen Fels­forma­tionen, klaren Bächen und Seen zu den größten Naturwundern des Landes. Durch die im Winter verschn­eite Bergwelt führt inzwi­schen ein gutes Netz an Wander­wegen, die von der Natur­parkver­wal­tung ange­legt sind. Wem Wandern zu anstren­gend ist, der kann auf einer Rundfahrt abge­legene Gebirgs­dörfer und wilde Landschaften mit herr­li­chen Aussichts­punkten kennenlernen. Informa­ti­ons­zentren gibt es in Covilha, Manteigas und Gouveia.

Im Sommer 2017 hat es in Portugal verhee­rende Waldbrände gegeben, die vermut­lich durch einen Blitzschlag und ein regen­loses Gewitter ausge­löst wurden. Mindes­tens 65 Menschen kamen ums Leben. Betroffen waren vor allem ange­pflanzte Wälder aus schnell wach­senden Pinien, die dem Feuer keine Wider­stands­kraft entge­gen­setzen konnten. Die Brände beschränkten sich nicht auf eine Region, auch wenn sie östlich von Coimbra am stärksten wüteten. 
Andrer­seits kann man beob­achten, wie die Natur sich in den Brandgebieten rege­ne­riert. Zwischen den schwarzen Baum­s­tümpfen wachsen inzwi­schen bunte Blumenwiesen. Pioniergehölze siedeln sich an. Mancher­orts ist die Pflanzenwelt nach einem Brand viel­sei­tiger als vorher, was auch daran liegt, dass die Asche wie Dünger wirkt.
Was für den einen eine schreck­lich unwirt­liche Land­schaft ist, ist für den anderen ein Lehr­stück zum Thema Ökologie.

Zu Gast in einem Landhotel bei Aldeia das Dez

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das kleine Landhotel an den Ausläufern der Serra da Estrela hat einen schönen Blick über die umliegenden Weinberge und Wälder bis in die Berge.

Es liegt am Rande des mittel­alter­li­chen Dorfes Aldeia das Dez und hat auch nach einer gründ­li­chen Renovie­rung nichts von seinem Charme eingebüßt. Die Zimmer grup­pieren sich um einen Innenhof, auf dem bei gutem Wetter das Früh­stück serviert wird. Die Zimmer sind mit portugie­si­schen Bauernmöbeln einge­richtet. Im hotel­ei­genen Restau­rant werden sowohl inter­na­tio­nale Gerichte als auch portugie­si­sche Speziali­täten ange­boten, die man auch auf der Terrasse genießen kann.

Piódão

Histo­ri­sches Dorf am Fuße der Serra do Açor
Das Dorf am Fuße der Serra do Açor, einem Schei­degebirge zwischen Portugal und Spanien, gehört zu den zwölf histo­ri­schen Dörfern Portugals, den soge­nannten Aldeias Históricas. Heute ist der denkmalge­schützte 200-Einwohner-Ort vor allem bekannt für seine male­ri­schen Schiefer­häuser, in denen oft Künstler und Gale­rien Kunst­gewerbe anbieten. Die unzugäng­liche Abge­schieden­heit des Ortes zog im Mittel­alter Räuber und Aufständi­sche an; erst mit dem Bau der könig­li­chen Straße von Covilhã nach Coimbra endete die Isola­tion. Am unter­halb des Dorfes verlau­fenden Fluss ist eines von neun Flussbädern der Gemeinde einge­richtet, dazu liegen sechs natür­liche Schwimm­be­cken in der Gemeinde.

Maciço Central

Unbe­rührte Täler und einsame Seen auf dem Planalto Supe­rior
Diese Tour ist besonders schwierig und anstren­gend. Dafür bietet sie viele Über­ra­schungen. Sie startet am Torre, dem höchsten Berg des portugie­si­schen Fest­lands und führt auf einem steilen Pfad in die lieb­liche Covão d’Ametade. Über das einsame Vale de Candeeira steigt man im Anschluss zum Bergsee Lagoa de Peixão hoch. Vor dem Gipfel des Cume geht es zurück Rich­tung Torre. (hin und zurück: 14,7 Kilometer, 6:30 Stunden, auf und ab: 730 Meter)

Poios Brancos

Zwischen fanta­sievollen Granit­ver­witte­rungen
Die Hoch­e­bene der Serra da Estrela wird von zahl­losen verwit­terten Granitfelsen geprägt. Diese Rundwande­rung führt zu den eindrucksvollsten unter ihnen. Ein besonderer Blickfang sind die vielen, hoch aufge­türmten Stein­männ­chen, die hier alle Rekorde brechen. (Hin und zurück: 8 Kilometer, Zeit: 2:30 Stunden, auf und ab: 260 Meter)

Von Aldeia das Dez nach Porto

182 km | 2:30 h
Statt die direkte Strecke über die Auto­bahn an der Küste zu nehmen, empfiehlt es sich, land­einwärts dem Douro-Fluss (gespro­chen: Doru) zu folgen. Er fließt durch eine male­ri­sche Kultur­landschaft, in der seit Jahrhunderten der Port­wein ange­baut wird.

Serra do Buçaco

Verwun­schener Wald mit Märc­henschloss
Im Laufe der Kolo­ni­alge­schichte brachten portugie­si­sche Seefahrer die verschiedensten Pflanzen aus Übersee nach Hause. Viele davon wurden im fruchtbaren Gebirge von Buçaco ange­pflanzt, so dass im Lauf der Jahrhunderte dort ein Märc­hen­wald mit 300 exoti­schen und 400 einheimi­schen Baum­arten entstand. Der Wald stand unter dem besonderen Schutz des örtli­chen Karmeli­terklos­ters, das jeden mit Exkom­mu­nika­tion bedrohte, der auch nur einen Baum fällte. Ende des 19. Jahrhunderts ließ König Carlos einen neo-manu­eli­ni­schen Sommer­pa­last bauen, der heute zu einem Grand-Hotel umge­staltet ist. Mehre Wander- und Spazier­wege führen durch den verwun­schenen Wald, einige davon zum höchsten Berg, dem Aussichts­punkt Miradouro da Cruz Alta.

Coimbra

Male­ri­sche Altstadt mit studen­ti­schem Flair
Jahrhunder­te­lang prägte die tradi­ti­ons­reiche Univer­si­täts­stadt Coimbra das portugie­si­sche Geis­tes­leben und auch heute machen Studenten über ein Fünftel der Bewohner aus. In der male­ri­schen Altstadt gibt es eine Fülle histo­ri­scher Baudenkmäler. Die Alte Univer­si­tätsbibliothek, der schönste Barock­saal Portugals, beherbergt über 30.000 Bände, darunter 2.000 Handschriften von unschätzbarem Wert. Einer Festung gleicht die Kathedrale Sé Velha. Im Augusti­n­erkloster Mosteiro de Santa Cruz fand der erste portugie­si­sche König Afonso Henriques seine letzte Ruhe. An der Portal­fas­sade kann man die Manu­elinik studieren. Es handelt sich dabei um einen prunkvollen Architektur­stil unter König Manuel (1495 bis 1521). Gotik und Seefah­rer­symbolik der frühen Kolo­ni­alzeit bilden dabei einen merkwür­digen Stilmix.

Ria di Aveiro

Arten­reiche Brack­wasser-Land­schaft
Die Wasser­landschaft an der portugie­si­schen Westküste erstreckt sich zwischen Ovar im Norden und Mira im Süden über 45 Kilome­ter an der Küste entlang. Ihre größte Ausdeh­nung erreicht sie mit ca. 11 km bei der Stadt Aveiro, an der Mündung des Rio Vouga. Die Ria von Aveiro ist bekannt für ihren Arten­reichtum, der sich in dieser einzig­ar­tigen Brack­wasser-Land­schaft entwi­ckelt hat. Ebbe und Flut des Atlantik versorgen das Gebiet mit reich­lich frischem Salz­wasser, die Mündungen der Flüsse sorgen für Süßwas­ser­nach­schub. Im Bereich des Stadt­gebietes von Aveiro wird die Ria zur Salzgewin­nung genutzt: Bei Flut wird Salz­wasser auf spezi­elle Felder geleitet, das durch die Sonnen­ein­strah­lung verdampft und kris­talli­siertes Meer­salz zurück­lässt. Das Salz wird zu Haufen aufge­schüttet, die als weiße Kegel die Land­schaft prägen.
Auf der Höhe von Torreira gibt es schöne Strände, die aber im Sommer sehr bevöl­kert sein können.
E

Porto

Portwein-Stadt mit großer Geschichte

Die helle­nis­ti­sche Sied­lung mit dem grie­chisch-latei­ni­schen Namen Porto Calle (schöner Hafen) war namensgebend nicht nur für die heutige Stadt, sondern das ganze Land.

So haben viele Portuenser bis heute das Gefühl, die wahren Haupt­städter zu sein, und pflegen eine liebevolle Rivalität zu Liss­abon. Der histo­ri­sche Stadt­kern zeugt von ihrer Bedeu­tung durch die Jahrhunderte: eng gedrängt stehen die Häuser: hinter-, neben- und über­ein­ander sind sie auf Terrassen ange­ordnet, die den besonderen Reiz der Stadt ausma­chen. Namensgebend war Porto auch den welt­be­rühmten Port­wein, der in der Umge­bung ange­baut wird. Die portugie­si­sche Antwort auf den spani­schen Sherry kann man vor allem in der Südstadt (Vila Nova de Gaia) probieren, wo es viele Kelle­reien und Weinhand­lungen gibt.

Zu Gast in einem Stadtvilla in Porto

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Villa liegt im Stadt­teil Miragaia mit weiter Aussicht auf den Douro und die Stadt, nahe des Museu Nacional de Soares dos Reis und des Parks Jardins do Palácio de Cristal.

Sofia, die Gastgeberin, hat das alte Stadt­haus mit sehr viel Liebe selbst renoviert und kümmert sich aufmerksam um ihre Gäste. Jedes der acht Zimmer ist individuell und geschmackvoll in einem wohn­li­chen Stil einge­richtet und mit modernem Komfort ausge­stattet. Teilweise haben sie einen Sitzbereich und/oder einen Balkon mit Blick auf den Fluss. Morgens wird im Früh­s­tücksraum ein konti­nen­tales Buffet mit Back­waren, Obst, Müsli, Marme­lade, Käse usw. ange­richtet. Im Garten und auf der Terrasse kann man nach einem erleb­nis­rei­chen Tag relaxen und die gewon­nenen Eindrücke sacken lassen. Das Zentrum von Porto ist fußläufig erreichbar.

Führung (OPTIONAL)

Porto a la Carte (3-4 Stunden, deutsch)

Bei der privaten Führung durch Porto bestimmen Sie selbst den Rhythmus und Ablauf der Tour. Zur Auswahl stehen mehrere Haupt­ziele, die teilweise auch mitein­ander kombi­nierbar sind: der Torre dos Clérigos (Glock­en­turm und Wahrzei­chen der Stadt), die be­kannte Fußgängerzone Rua Santa Cata­rina, die Altstadt mit der Kathedrale, der Aussichts­punkt Serra do Pilar, das mittel­alter­liche Viertel Ribeira, der Bahnhof Porto São Bento oder die Ponte Dom Luís I, die Porto mit Vila Nova de Gaia verbindet.

Als krönender Abschluss darf natür­lich auch ein Glas Port­wein nicht fehlen.

Taylor's

Besich­tigungs­tour durch eine 400 Jahre alte Port­wein­kellerei
Taylor, Fladgate & Yeatman – Vinhos, S.A. (kurz Taylor) ist wohl der bekann­teste Produ­zent und Händler für Port­weine und ist eng mit der Geschichte des Port­weins verbunden. Das Unter­nehmen wur­de 1692 gegründet und befindet sich bis heute in Famili­en­be­sitz. In der Kellerei werden Besich­tigungs­touren und Verkos­tungen ange­boten, auch für private Gruppen.

Capela do Senhor da Pedra

Roman­ti­sches Kirchlein am Atlantik
Die kleine Kapelle steht auf einem Felsen unmit­telbar am Strand bei Porto. Sie wur­de 1686 erbaut, aber der Ort wur­de bereits in vorchrist­li­cher Zeit als Heiligtum genutzt. Man kann den Besuch des roman­ti­schen Kirchleins wunderbar mit einem Strand­ausflug verbinden.  Wer das Auto stehenlassen will, kann mit der Bahn bis Miramar fahren und von dort einen schönen Spaziergang dorthin machen.

Arouca Geopark

Fossilien aus dem Erdal­tertum in idylli­scher Land­schaft
Das Gelände zwischen der Serra da Freita und der Serra de Montemuro muss einmal unter Wasser gelegen haben. Das beweisen die versteinerten Riesen­trio­lobiten, die man hier überall findet. Diese „Drei­lapper“ waren bis zu 70 Zentimeter große Glieder­tiere, die die Meere im Erdal­tertum bevöl­kerten und vor 250 Millionen Jahren ausstarben. Ein Besu­cher­zentrum informiert über die seltenen Funde. Dort beginnt der Lehrpfad PR15. Außerdem kann man auf dem über 300 Quad­ratki­lomter großen Gelände wandern und Kanu­fahren.

Mietwagenabgabe

Station: Porto Flughafen (Shuttle Service)

12 Tage
ab 1.144,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)

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Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: Mai–Oktober

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Petra Rappenhöner

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