Pilger, Parks und stolze Städte: Nordportugal und Nordwestspanien
Mit Umfulana durch Nordportugal: Dourotal

Pilger, Parks und stolze Städte

Nordportugal und Nordwestspanien

Jahrhundertelang war die Grenze zwischen Portugal und Spanien dicht. Heute kann man ungehindert hin und her und ins Staunen geraten über Einsamkeit und Schönheit, gute Weine und steinalte Städte.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von Porto nach Amares

Mietwagenannahme

Mietwagenannahme

Anbieter: Sunny Cars GmbH
Vermieter: Avis
Fahrzeug: VW Polo o.ä. (EDMR)
Station: Porto Flughafen (Shuttle Service)

Von Porto nach Amares

79 km | 1:30 h

Portugals Norden

Einsames Land hinter einer grünen Küste
Nörd­lich von Porto ist Portugal nur sehr dünn besiedelt. Das liegt daran, dass über die Grenze nach Nordspa­nien jahrhunder­te­lang kein Austausch möglich war. Jenseits des Rio Lima war die Welt zu Ende. Landschaft­lich ist die Region besonders reizvoll. Nörd­lich von Porto beginnt die Costa Verde, die auch im Sommer grün und frisch wirkt. Da das Wasser kälter ist als im Süden, gibt es auch im Hoch­sommer keinen Massen­tou­rismus. Dahinter steigt das Land schnell auf bis zum Parque Nacional Peneda-Gerês an der Grenze zu Spanien.

Santo Tirso

Kunst und Töpferei im Schatten einer Barock­kirche
Der Ort in wald­rei­cher Umge­bung am Fluss Ave hat eine lange Geschichte. Die Benediktiner grün­deten hier 978 eines der ältesten Klöster Portugals, das über riesige Lände­reien verfügte. Davon zeugt auch die barocke Kirche, an der viele Jahrhunderte gebaut wur­de. Sie ist reich mit Skulpturen ausge­stattet. Der Niedergang des Kloster begann 1822, als seine Lände­reien in der Libe­ralen Revo­lu­tion verstaat­licht wurden. Viele Bürger der Stadt leben vom Kunst­gewerbe oder der Töpferei. Ein Spaziergang durch die Gassen lohnt sich.
A

Nationalpark Peneda-Geres

Rückzugsgebiet für Wölfe und Adler

Der hufei­senför­mige Natio­nal­park wur­de 1971 zum Schutz der unbe­rührten Land­schaft im Norden Portugals entlang der spani­schen Grenze geschaffen.

Die kahlen Gipfel der Serra do Geres sind über 1.500 Meter hoch, während die feuchteren Täler dschungel­artig mit Stechpalmen, Eichen, Maulbeerbeer- und Erdbeerbäumen bewachsen sind. Das unüber­sicht­liche, bergige Gelände bietet ideale Lebens­bedingungen für wilde Tiere, darunter Wildschweine, Wildkatzen, Wölfe und Baummarder. Rotmi­lane, Stein­adler, Hühn­er­habichte und Uhus finden in den Bergen ein Rückzugsgebiet, ebenso wie Schlangen und Eidechsen, Molche und Sala­mander. Wer eine Rundfahrt durch den Park machen möchte, sollte wegen der kurvenrei­chen Straßen viel Zeit einplanen.

Zu Gast in einem ehemaligen Kloster in Amares

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Wohl eins der beein­dru­ckendsten Bauwerke portugie­si­scher Architektur ist das Zister­zi­ens­erkloster aus dem 12.

Jahr­hun­dert. Gut 30 komfor­table Gäste­zimmer und eine geschmackvolle Einrich­tung glei­chen die noch immer spürbare, klöst­er­liche Strenge der Fassaden aus. Seine Lage – auf halber Strecke zwischen Brage und dem Gerês-Gebirge – macht es zum idealen Ausgangs­punkt für Tages­ausflüge zur Kathedrale von Braga, der Wall­fahrts­kirche Bom Jesus, den Stau­seen von Caniçada und Vilar­inho das Furnas oder ins Dorf Santa Isabel do Monte.

Ausflug (OPTIONAL)

Ganztägige Wanderung Geres (7 Stunden , Deutsch)

Gesamt­dauer: acht Stunden
Gegen 09:00 Uhr holt Sie der Wanderführer in Ihrer Unter­kunft ab und fährt Sie in seinem Wagen nach Soajo. Das Berg­dorf im Peneda-Gerês Natio­nal­park ist meist nur den Einheimi­schen bekannt. Von dort geht es auf einem uralten Pilgerweg an Wassermühlen und Wein­gärten vorbei. Der Spaziergang endet mit einem Pick­nick an einem Teich, in dem man sich gerne auch die Füße kühlen kann. 
Anschließend fahren Sie im Auto in die Sierra Amarela und halten in Lindoso, das von einer mäch­tigen Burg aus dem 12. Jahr­hun­dert über­ragt wird. An Getrei­de­spei­chern, die mit reli­giösen Symbolen verziert sind, vorbei geht es nach oben, wo man mit einer schönen Aussicht über den Stau­damm des Lima-Flusses belohnt wird.

Die Wande­rung ist weder anstren­gend noch schwierig. Rund um Soajo geht man fünf und um Lindoso acht Kilometer.

Guima­raes

Erste Haupt­stadt Portugals
Die aus einer Kloster­burg von 960 erwach­sene Sied­lung wur­de 1140 die erste Haupt­stadt Portugals, was ihr den Beinamen „Wiege der Nation“ einge­bracht hat. Heute ist die histo­ri­sche Altstadt rund um den mittel­alter­li­chen Haupt­platz, den Largo da Oliveira Welt­kultur­erbe der UNESCO. Die euro­päi­sche Kultur­haupt­stadt 2012 beheimatet zudem drei außergewöhn­lich inter­essante Museen: das Museu Alberto Sampaio (Sakrale Kunst), das Museu de Arte Primi­tiva Moderna (Moderne naive Kunst) und das Museu da Socidedade Martins Sarmento.

Caniçada

Talsperre im Süden des Natio­nalparks Peneda-Gerês
Die Talsperre im Distrikt Braga, benannt nach der kleinen benach­barten Gemeinde Caniçada, staut den Fluss Cávado sowie seinen Zufluss, den Rio Gerês, zu einem vier­ar­migen See auf. Zwei Brücken führen etwa mittig über das Gewässer, an der Stelle der ursprüng­l­i­chen Mündung des Rio Gerês in den Rio Cávado. Der nörd­liche Ausläufer des Stau­sees erstreckt sich bis in das Gebiet des Natio­nalparks Peneda-Gerês.

Bom Jesús do Monte

Schönste Wall­fahrts­kirche Portugals
Nach Fátima ist die Wall­fahrts­kirche bei Braga das belieb­teste Pilger­ziel von Portugal. Die neoklas­sizis­ti­sche Kirche liegt in einem Park mit alten Bäumen, üppigen Blumenbeeten und einem kleinen See. An der Stelle des heutigen Gottes­hauses stand bereits im 14. Jahr­hun­dert ein Kreuz. Nachdem mehrere Kapellen den anwach­senden Pilger­strom nicht mehr aufnehmen konnten, wurde 1784 endlich ein großes Gottes­haus errichtet, das mit seiner Berg­ter­rasse und der baro­cken Treppen­anlage als schönstes Wall­fahrts­ziel Portugals gilt. Die enorme Frei­treppe beginnt in Braga und führt über 581 Stufen bis auf den Vorplatz der Kirche. Manche Pilger rutschen die gesamten Stufen auf Knien hinauf. Bequemer geht es mit der seit 1882 errich­teten Draht­seil­bahn.

Auf dem Curro da Velha

Raue Felsen­pla­teaus im einsamer Grenz­region
Der Curro da Velha erkundet die einsame Wildnis an der spanisch-portugie­si­schen Grenze. Er beginnt in Pousios und führt über Fels­pla­teaus und durch ein einsames Flus­stal. Der ganzjährig begehbare Steinpfad beein­druckt mit seinen kargen Hoch­e­benen, aus denen merkwür­dige Felsen herausragen. Mit etwas Glück kann man halbwilde Pferde und Rinder sehen. (Hin und zurück: 7,7 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 450 Meter)

Von Amares nach Santiago de Compo­s­tela

197 km | 3:00 h
Bei Braga biegt die Route gen Norden ab und kommt bei bei Valença nach Spanien.

Gali­cien

Grüner Nord­osten Spaniens
Im Nordwesten Spaniens lebte vor über 2.000 Jahren das kelti­sche Volk der Gallaeker, nach dem das Gebiet bis heute benannt ist. Hohe Berge (bis 2.100 Meter) schotten es vom Rest Spaniens und von Portugal ab. Stark zergliedert ist die Küste, die mit einer Gesamtlänge von fast 1.700 Kilome­tern rund ein Drittel der gesamten spani­schen Atlan­tikküste ausmacht. An der Mündung der Flüsse haben sich trichterför­mige Rias gebildet – ähnlich den Fjorden in Norwegen, nur dass sie insge­samt kürzer sind. Das Klima wird vom Atlantik geprägt. Die Winter sind mild, die Sommer nicht allzu heiß. Dafür sorgt die hohe Luftfeuch­tigkeit. Nebel, Winde und die grüne Berg­landschaft wecken mitunter Asso­zia­tionen mit Irland oder der Bretagne.

Ponte de Lima

Römer­brücke über den Lima
Von den Römern wur­de der Fluss „Lethe“ genannt, Um ihn rankten sich unheim­liche Legenden: Wer ihn durch­querte, verlor sein Gedächtnis. So weigerten sich die Legio­näre ihn zu über­schreiten. Erst musste der Proconsul Decimus Iunius ihnen das Gegen­teil beweisen. Er durch­schwamm den Lima und rief vom gegenüber­liegenden Ufer seine Soldaten mit Namen. Im 2. Jahrhunderte wur­de schließ­lich eine Brücke über den Lima gebaut, über die eine römi­sche Fern­straße führte. An dieser stra­tegisch wich­tigen Stelle entwi­ckelte sich der Ort Ponte de Lima. Die Römer­brücke steht noch heute.

Valença do Minho

Grenz­fes­tung zwischen Portugal und Spanien
Der Ort an der spanisch-portugie­si­schen Grenze war schon zu römi­schen Zeiten eine Grenz­fes­tung. Daran erin­nert ein über 2 Meter hoher römi­scher Meilen­stein von 43 nach Christus, der im Mittel­alter als Schandpfahl benutzt wur­de. Seit dem Mittel­alter ist Valença do Minho Station der Jakobs­pilger auf dem Weg ins nahe Santiago de Compo­s­tela. Bis heute wird der Ort von einer Festungs­mauer mit zwei Stadt­toren umschlossen. In vielen Läden der histo­ri­schen Altstadt werden die tradi­tionellen handgefer­tigten Textilien verkauft. Kuli­na­ri­sche Spezialität ist Cabrito à Sanfins, ein Zick­lein­ge­richt aus dem Back­ofen.
B

Santiago de Compostela

Grab des Jakobus und Ziel des Jakobswegs

Die Stadt im Nordwesten Spaniens ist nach Rom und Jeru­salem das bedeu­ten­dste Pilger­zentrum der Chris­ten­heit . Der Legende nach hatte ein Eremit 813 nach Christus eine Licht­er­schei­nung, bei der das Grab des Heiligen Jakobus entdeckt wur­de. Jakobus war ein Jünger Jesu und soll später Spanien missio­niert haben. So ist auch der Name zu erklären: Compo­s­tela kommt von latei­nisch: Campus Stellae, d.h. Ster­nenfeld; Santiago heißt Sankt Jacob. 

Histo­riker haben für die Licht­er­schei­nung und die Entde­ckung des Grabes eine andere, poli­ti­sche Erklärung: Santiago gehörte zum unweg­samen Gali­cien, in dem sich westgo­ti­sche Stämme erfolg­reich gegen die mauri­schen Eindring­linge wehrten. Um ihren Stam­mes­krieg reli­giös zu über­höhen, kam das Wunder gerade recht. Nach der „Entde­ckung“ des Grabes ging es nämlich nicht mehr nur um einen lokalen Konflikt, sondern um die Vertei­digung der christ­li­chen Welt gegen die Vorherr­schaft des Islam. So wur­de der unweg­same Gebirgsort zur Keim­zelle der katholi­schen Wiederge­burt Spaniens, die Jahrhunderte später zur Vertreibung aller Muslime und Juden aus dem Land führte.

Zu Gast im Parador von Santiago de Compostela

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Hostal von Santiago liegt direkt neben der Kathedrale und gilt als ältestes Hotel der Welt. Es wur­de 1499 als könig­li­ches Spital und Pilger­herberge gegründet.

Die vier großen Kreuzgänge sind noch erhalten und versetzen den Gast in eine andere Zeit. Heute sind die Zimmer renoviert und haben eigene Bäder. Im Restau­rant feiern viele Pilger das glück­liche Ende ihrer Reise mit einem üppigen Mahl.

Ausflug (OPTIONAL)

Santiago "a la Carte" (2 - 3 Stunden, deutsch)

Gut zwei­einhalb Stunden dauert die deutsch­spra­chige Stadt­füh­rung „a la Carte“ durch Santiago de Compo­s­tela.

Im Mittel­punkt stehen die Kathedrale und ihre vier Plätze, das Innere der Kathedrale und das Kathedralenmuseum. Nach der Besich­tigung schließt sich ein Rundgang durch die Altstadt mit der Markt­halle Mercado de Abastos an, dessen Dauer variiert werden kann. Da es sich um eine individu­elle Führung handelt, kann das gesamte Programm Ihren Wüns­chen entspre­chend abge­ändert werden. Weitere Möglichkeiten sind der Besuch einer Pilger­messe, ein Gang auf die Dächer der Kathedrale oder den Jakobsweg ein Stück entlangzulaufen. Auch die Stifts­kirche Santa María de Sar ist fußläufig erreichbar; zur Ciudad de Cultura ist ein Transfer notwendig.

Catedral de Santiago

Kirche über dem Apos­telgrab
Die Kathedrale über der Grab­stätte des Apos­tels Jakobus ist Ziel des Jakobs­weges. Auf dem präch­tigen Vorplatz wimmelt es daher nur so von Pilgern und Wanderern, fliegenden Händ­lern und Radfah­rern. Die Catedral de Santiago gehört zu den ältesten Kirchen in Spanien. Der Bau wur­de 1075 begonnen – auf den Über­resten einer Kirche aus dem 8. Jahr­hun­dert. Betritt man den Dom über die doppelte Treppe, gelangt man zum Pórtico de la Gloria, einem Portal von 1188 mit meister­haften Skulpturen. Im Inneren fällt der Blick durch das insge­samt fast 100 Meter lange Mittel­schiff auf den gegenüber­liegenden Haupt­altar, der über dem Grab des Apos­tels errichtet wur­de. An der West­fas­sade erheben sich zwei 75 Meter hohe Türme, von denen der rechte ein Glock­en­turm war, während der linke „Torre de las Carracas“ genannt wird – nach den Klappern oder Knarren, mit denen in der Karwoche („semana santa“) das Läuten der Glocken ersetzt wird. Im Mittelgiebel erhebt sich das Standbild des Apos­tels Jakobus in einer Darstel­lung als Pilger. Zu seinen Seiten und etwas unter­halb begleiten ihn seine Schüler Atana­sius und Theodor.

Jakobsweg

Spirituelle Wande­rungen durch Europa
Der Jakobsweg ist ein ganzes Netz von Pilger­wegen, das quer durch Europa führt. Gemein­sames Ziel aller Wege ist Santiago de Compo­s­tela, das Epizentrum des spani­schen Katholizismus. In der dortigen Kathedrale liegt der Legende nach Jakobus, der Bruder Jesu, begr­aben. Jähr­lich kommen 75.000 Pilger zum Jakobsgrab – zu Fuß, per Fahrrad oder im Roll­stuhl. Sie erkennen sich – oft Hunderte von Kilome­tern vor ihrem Ziel – an der Jakobs­mu­schel. Die mit zwei Löchern durch­bohrte Muschel ist seit dem 11. Jahr­hun­dert das Pilgerzei­chen. Ungezählte Wall­fahrer aus Mittel­eu­ropa haben seit Jahrhunderten den Jakobsweg genommen. Er führt auf verschiedenen Routen nach Südwest­frank­reich und von dort über Pamplona, Burgos und León in die Jakobs­stadt. Seit einigen Jahren erlebt der Pilgerweg eine Renais­sance auch außer­halb des Katholizismus. Eine besonders schöne Darstel­lung seiner Selbstfindung auf dem Jakobsweg hat der Enter­tainer Hape Kerkeling unter dem Titel „Ich bin dann mal weg“ veröff­ent­licht.

Jakobsweg, letzte Etappe

Aussichtsrei­cher Pilgerweg zur Kathedrale
Die letzte Etappe des welt­be­rühmten Pilger­wegs führt direkt zur Kathedrale von Santiago de Compo­s­tela. Sie beginnt west­lich des Flughafens und ist vermut­lich einer der am meisten began­genen Wander­wege der Welt. Land­schaft steht hier weniger im Vordergrund als die zahl­losen Pilger, die nach teilweise wochenlanger Wande­rung und großen Stra­pazen endlich am Ziel sind. (11,6 Kilometer, 3 Stunden, auf:140 Meter, ab: 170 Meter)

Von Santiago de Compo­s­tela nach Corias

304 km | 4:00 h

Astu­rien

Grüne Küste und grüne Berge
Die auto­nome Gemeinschaft und Provinz im Nordwesten Spaniens erstreckt sich vom Golf von Biskaya bis zum Kantab­ri­schen Gebirge. Im Westen grenzt sie an Gali­cien, im Süden an Kastilien und Leon und im Osten an Kantabrien. Astu­rien ist vor allem bekannt für seine feinen und traumhaften Sand­strände, aber auch für die eindrucksvollen Gebirgs­landschaften und pittoresken Flus­stäler. Hier und da erblickt man einen idylli­schen Fischer­hafen, der zum Verweilen einlädt. Die Bevöl­ke­rung konzen­triert sich an den Küsten rings um die urbanen Regionen von Gijón und Avilés. Im Hinter­land locken grüne Natur­parks und menschenleere Gebirgsketten Wanderer und andere Outdoor-Enthusi­asten an.

Mondoñedo

Histo­ri­sches Städt­chen am Jakobsweg
Das galizi­sche Provinz­städt­chen liegt an der Route Camino de la Costa, einer Vari­ante des des Jakobs­wegs. Von hier aus sind es noch 160 Kilometer nach Santiago de Compo­s­tela. Mittel­punkt der Altstadt, die als Conj­unto histórico-artístico klas­si­fi­ziert ist, ist die Kathedrale aus dem 12. Jahr­hun­dert mit baro­cken Türmen. Im Inneren steht am Hoch­altar eine Mari­en­statue aus der St. Pauls Kathedrale in London. La Nuestra Señora la Inglesa, wur­de während der Reforma­tion vor den engli­schen Bilder­stürmern hier in Sicher­heit gebracht.
C

Parque Natural de las Fuentes del Narcea

Wölfe und Baren in unberührter Bergwildnis

Der Natur­park schützt eine ursprüng­l­iche Wald­landschaft an den Quellen der Flüsse Narcea und Ibias. Herz­stück ist das Natur­schutzgebiet Muni­ellos mit einer Fläche von über 8000 Hektar.

Dort ist der Zugang streng kontrolliert und die Holz­wirt­schaft seit 1970 verboten. Im Jahr 2000 wur­de Muni­ellos von der UNESCO zum Biosphären­re­servat erklärt. Es bestehen Über­le­gungen, das Kern­gebiet des Parks zu vergrößern, um den gefähr­deten kantab­ri­schen Brau­n­bären einen besseren Lebens­raum zu bieten. Daneben leben in den Wäldern Auer­hühner und andere seltene Vögel.

Zu Gast in einem Parador in Asturien

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das ehema­lige Benedikti­n­erkloster aus dem 11. Jahr­hun­dert befindet sich in dem Ort Cangas del Narcea in Astu­rien und gilt heute als histo­risch-künst­le­ri­sches Natio­naldenkmal. Der Parador, der auch als „el Esco­rial astu­riano“ bekannt ist, beein­druckt mit seinem hellen, zurück­neh­menden Inte­rieur, das nicht dem Bild eines typi­schen Klos­ters dieser Zeit entspricht, in dem man schwere Stoffe, Tapeten und Rüstungen vermuten würde. Auch die 76 individuell gestal­teten Gäste­zimmer überzeugen durch einen modernen Stil mit Holzböden – teilweise eröffnen sie einen weiten Blick auf die Gebirgs­landschaft und den Fluss Narcea. Morgens wird ein reichhal­tiges Früh­s­tücksbuffet ange­richtet; abends kann man im Restau­rant, gute spani­sche Küche in eleganter Atmo­sphäre genießen. Der Well­nessbe­reich mit türki­schem Bad und Sauna kann gegen Gebühr genutzt werden, der Innenpool ist frei nutzbar. Im Unter­ge­schoss des Gebäudes befindet sich ein Museum mit archäo­logi­schen Fund­stü­cken aus dem ersten Bau.



Ausflug (OPTIONAL)

Bärensuche (ganztägig, deutsche Übersetzung)

Der Parque Natural de las Fuentes del Narcea ist eine unbe­rührte Bergwildnis im einsamen Norden Spaniens. Das 600 Quad­ratki­lometer große Areal gehörte seid 2000 zu den Biosphären­re­servaten der UNESCO, auch weil dort es inzwi­schen wieder Wölfe und Bären gibt. 

Man wird am Hotel abge­holt. Mit einem geschulten Führer und einem deutsch­spra­chigen Über­setzer geht es in einer kleinen Gruppe los. Im Park beginnt man mit einer zwei Kilometer langen Wande­rung, bei der die Suche nach Bären­spuren im Fokus steht. Danach macht man es sich an einer Aussichts­stelle bequem. Der Führer hat Fern­rohre und Fern­gläser dabei. Man verbringt dort mehrere Stunden mit der Suche nach wilden Tieren. Wahr­schein­lich wird man zwischendurch auch Rehe, Gämsen oder Stein­adler, vielleicht sogar Wölfe sehen.

Ausflug (OPTIONAL)

Wolfssuche im Morgengrauen

Der Parque Natural de las Fuentes del Narcea ist eine unbe­rührte Bergwildnis im einsamen Norden Spaniens. Das 600 Quad­ratki­lometer große Areal gehörte seid 2000 zu den Biosphären­re­servaten der UNESCO, auch weil dort es inzwi­schen wieder Wölfe und Bären gibt. 

Bereits vor Sonnen­aufgang wird man am Hotel abge­holt. Mit einem geschulten Führer und einem deutsch­spra­chigen Über­setzer geht es in einer kleinen Gruppe los. Recht­zeitig zum Morgen­grauen, wenn die Wölfe besonders aktiv sind, ist man dann an einer Aussichts­stelle mit weitem Blick über das Berg­land. Der Führer hat Fern­rohre und Fern­gläser dabei. Man verbringt dort mehrere Stunden mit der Suche nach wilden Tieren. Wahr­schein­lich wird man zwischendurch auch  Rehe, Gämsen oder Stein­adler, vielleicht sogar Bären sehen.

Costa Verde

Grüne, ursprüng­l­iche Küste Nordspa­niens
Obwohl die „Grüne Küste“ zu den schönsten Küsten Spaniens gezählt wird, gibt es hier keinen Massen­tou­rismus wie am Mittelmeer. Sie grenzt an den Golf von Biskaya und umfasst den Küsten­ab­schnitt zwischen Gali­cien und Kantabrien. Bedingt durch den Regenreichtum reicht grüne, üppige Vege­ta­tion oft bis ans Meer heran. Meist kommen die Urlauber aus dem eigenen Land, sodass in der Region noch kulturelle Über­liefe­rungen der ursprüng­l­i­chen kelti­schen Bevöl­ke­rung lebendig sind. Das gilt vor allem für die Volks­musik, die an breto­ni­sche, ja sogar irische Folk­lore erin­nert. Zu den wich­tigsten kuli­na­ri­schen Speziali­täten zählen die Fabada, ein Bohnen­ein­topf und der Apfelwein Sidra.

Luarca

Weiße Häuser, bunter Hafen
Das ehema­lige Fischerdorf liegt eingezwängt zwischen Steilklippen an einer S-förmi­schen Bucht an der astu­ri­schen Küste. Mit seinen fröh­li­chen weißen Häusern, lebhaften Gassen und Fußgänger­brü­cken über einen Bach hat es seinen alten Charme erhalten können. Strand­pro­me­nade und Hafen lohnen einen Besuch. Die charak­te­ris­tischsten Bauten sind der Leucht­turm, die Kapelle La Atalaya und der Friedhof, der ober­halb einer Steil­küste liegt. Eine Besonder­heit sind die Chigres , wie man die Tavernen von Luarca nennt. Sie schenken vor allem Apfelwein (Sidra) aus.

Von Corias nach Luyego de Somoza

166 km | 3:00 h
D

Kastilien und León

Ruhmreiches “Land der Burgen”

Zahl­lose Denkmäler und histo­ri­sche Bauten weisen darauf hin: Kastilen und Leon war einst das Macht­zentrum des katholi­schen Spaniens.

Über 300 Schlösser und Festungen gaben der Gegend ihren Namen „Kastilien“, zu Deutsch: „Land der Burgen“. Trotz dieser ruhmrei­chen Vergan­gen­heit verpasste Ca­stillia y León  die indu­s­tri­elle Revo­lu­tion und verkam im 18. und 19. Jahr­hun­dert zum Getrei­deliefe­r­anten Madrids. Heute sind noch viele mittel­alter­liche Tradi­tionen lebendig, zum Beispiel der Paso del Fuego, bei dem man barfuß über heiße Kohlen geht, oder der Carneval del Toro von Sala­manca. Die kastili­sche Küche ist vor allem für ihren Cochi­nillo, den Ferkelb­raten, bekannt. Aber auch Lamm, Hülsenfrüchte, Schinken und Chorizo sowie Wurst vom iberi­schen Schwein stehen häufig auf dem Spei­sezettel.

Zu Gast in einem alten Bauernhaus in Luyego

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das ehema­lige Bauern­haus liegt in Luyego, einem Dorf 17 Kilometer südwest­lich von Astorga und ist An­zie­hungs­punkt für Maler und Künstler.

2003 wur­de es zu einem Gasthof umge­baut. Auf zwei Gebäude rund um einen lauschigen Innenhof verteilen sich die neun Zimmer, der Versamm­lungs­raum und die Bar. Weil der Ort 1.100 Meter über dem Meer liegt und daher den Sternen so nah ist, sind die Zimmer nach Sternbil­dern benannt. Besonders schön sind die halb­offene Cafe­teria, das Restau­rant mit wuch­tiger Balken­kon­struk­tion und das Kaminzimmer mit Frei­treppe und Natur­steinmauern.

Astorga

Station auf dem Jakobsweg
Die Stadt mit 12.000 Einwoh­nern war in der Römerzeit wegen des Gold­ab­baus bedeu­tend, wovon noch heute die 2.000 Jahre alte Stadt­mauer zeugt. Später entwi­ckelte sie sich wegen ihrer Lage am Schnitt­punkt wich­tiger Verkehrs­wege. Von Ost nach West führt der Jakobsweg und von Nord nach Süd die Via de la Plata, die die galizi­schen Häfen mit der Haupt­stadt Madrid verbindet. So hat ein lebhafter Fuhr­be­trieb die Stadt zu Wohl­stand gebracht. Weil auf der Via de la Plata Kakao und Zucker transpor­tiert wur­de und sich die Land­wirt­schaft wegen der kargen Böden kaum lohnte, kam später auch Süßwa­ren­her­stel­lung dazu. Wer durch Astorga kommt, muss Hojaldres und Mante­cados probieren. Das erste ist ein Blät­ter­teig­ge­bäck, letzteres wird mit Butter herge­stellt.

Castrillo de los Polvazares

Schönstes Dorf rund um Astorga
Eines der schönsten Dörfer rund um Astroga ist Castrillo de los Polvazares. Es ist die Heimat der Maragatos, die einst in ganz Spanien als Fuhr­leute arbei­teten. Ihre Vorfahren kamen wohl mit den Mauren aus Nord­afrika und vermischten sich vor langer Zeit mit den Goten. Bestimmte Tradi­tionen und Trachten haben sich bis heute erhalten.

Von Luyego de Somoza nach Sala­manca

216 km | 2:30 h
Man durchfährt das inner­spa­ni­sche Hoch­land (Meseta). Das karge, baum­arme Land ist dünn besiedelt und war kaum bewirt­schaftet, was sich nach dem Bau großer Staudämme aber geändert hat. Zamora liegt auf dem Weg und lohnt wegen seiner roma­ni­schen Altstadt einen Besuch.

Lagunas de Villafáfila

Heimat der Großtrappe
Die Lagunen von Villafáfila sind eines der wich­tigsten Feuchtgebiete der gesamten Iberi­schen Halb­insel und ein Para­dies für Wasservögel, Steppen- und Zugvögel. Die drei Haupt­lagunen im Semen­dorréica-Becken – Salina Grande, Barillos und Salinas – werden vom Salado Fluss gespeist. Das Gebiet wur­de zum Reserva Natural erklärt, weil es eines letzten Refugien welt­weit für die Großtrappe ist. Mit einem Gewicht von bis zu 16 Kilogramm und einer Länge von über einem Meter ist das Weibchen eine der größten flugfähigen Vögel über­haupt. An den Lagunen leben etwa 2.000 Exem­plare der anderswo vom Aussterben bedrohten Tiere.  Daneben verbringen zahl­lose Gänse hier den Winter.

Zamora

Museum der Romanik
Die Stadt verdankt ihre Bedeu­tung dem Jakobsweg. Sie liegt an der Einmündung eines Neben­wegs in den Hauptweg zwischen Léon und Astorga. Die Altstadt am Duero-Fluss ist als künst­le­risch.histo­ri­sches Kulturgut einge­stuft. Wegen der insge­samt 26 Kirchen, die alle im 12. und 13. Jahr­hun­dert entstanden, wird Zamora auch „Museum der Romanik“ genannt. Mit großen Umzügen werden hier sowohl der Karneval als auch die Semana Santa in der Woche vor Ostern gefeiert.

Um die Salina Grande

Orni­to­logi­scher Spaziergang
Die Salina Grande ist die größte Lagune des Nautur­re­servats von Villafáfila. Hier leben die meisten Großtrappen des Natur­re­servats von Villafáfila, Orni­to­logen aus der ganzen Welt anzieht. Der Weg beginnt am Vogelob­serva­to­rium von Otero de Sariegos und führt einmal um die Laugune herum. Unter­wegs kommt man auch über die römi­sche Brücke von Villafáfila. (hin und zurück 10 Kilometer, 2:30 Stunden, auf und ab: 10 Meter)
E

Salamanca

Studentisches Leben in der Weltkulturerbe-Stadt

Die 2.000 Jahre alte Stadt am Rio Tormes zählt zu den aller­ersten Reise­zielen Spaniens. Das liegt vor allem an der altehrwür­digen Univer­sität, die die Geschichte der Stadt geprägt und viele Gelehrte hervor­ge­bracht hat.

So erklärte etwa Kolumbus wenige Monate vor seiner Expedi­tion den skep­ti­schen Profes­soren seinen Plan, Indien über den Westen zu errei­chen. Heute bevöl­kern über 40.000 Studenten die Stadt, was ihr ein lebhaftes, kosmo­poli­ti­sches Gepräge gibt und eine breite Szene an Lokalen, Bars und Restau­rants hervor­ge­bracht hat. Wegen ihres geschlos­senen Stadt­bildes mit vielen Denkmal geschützten Bauten aus dem 16. Jahr­hun­dert ist die gesamte Stadt zum Welt­kultur­erbe erklärt worden.

Zu Gast in einem Hotel an der Altstadt

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz

Das kleine Boutique Hotel am Rande der Altstadt gehört zu den schönsten seiner Art in West­spa­nien, was vor allem an der Sorgfalt des Besitzers liegt, die sich in vielen Details wider­spiegelt.

Vor allem Holz wird auf verblüf­fend viele Weisen zur Wirkung gebracht: vom hoch­glänzenden Parkettfußboden über Tische mit Intar­si­en­arbeiten bis zu den handge­schnitzten Betten. Die Badezimmer sind aus weißem Marmor und mit dicken Hand­tüc­hern ausge­stattet. Mögli­cherweise braucht man dort nicht unbedingt ein Telefon oder den Faxanschluss im Zimmer, aber die doppelt verglasten Fenster, die Minibar und die Klima­anlage wird man zu schätzen wissen. Zum Hotel gehört eine Bar und eine Parkga­rage.

Catedral Nueva/Catedral Vieja

Doppelka­thedrale von Sala­manca
Die Doppelka­thedrale besteht aus einer alten mit dem roma­ni­schen Vorläufer sowie der vom 16. bis 18. Jahr­hun­dert errich­teten Catedral Nueva. Besonders schön an der Neuen Kathedrale ist die Portalge­stal­tung im plateresken Stil, der in der spani­schen Renais­sance in Mode war und goti­sche, mauri­sche und spani­sche Elemente vereint. Das Innere beein­druckt Besu­cher mit der Wucht seiner Ausmaße (104 m lang, 50 m breit).

Univer­sidad

800 Jahre spani­sche Gelehr­samkeit
Sala­mancas Univer­sität blickt auf eine knapp 800-jährige Geschichte zurück, weite Teile der Architektur gehen auf das 15./16. Jahr­hun­dert zurück. Die reich verzierte Haupt­fas­sade ist ein Gedicht in Stein. Das Hauptportal der Univer­sität ist mit Skulpturen und Dekor aus der spani­schen Früh­re­nais­sance verziert, im soge­nannten Plateres­ken­stil. Ein Toten­kopf mit einem Frosch oder einer Kröte symboli­siert die Ausschweifungen im Leben, die nach dem Tod gesühnt werden – eine Mahnung an die lebens­lus­tigen Studenten. In Sala­manca soll das beste Hoch­spa­nisch gespro­chen werden. Dies und die von der Univer­sität und diversen privaten Anbie­tern orga­ni­sierten Sprachkurse führen dazu, dass sich die Stadt in den Sommermo­naten stets mit ausländi­schen Studenten füllt. Über der alten Bibliothek hängt der „Himmel von Sala­manca“, El Cielo de Sala­manca, ein Ende des 15. Jahrhunderts voll­en­detes Meister­werk.

Casa de las Conchas

Haus der 4000 Muscheln
Diese Fassade sollte niemand versäumen: Knapp 400 steinerne Jakobs­mu­scheln sind Namensgeber des „Hauses der Muscheln“, eines Stadt­pa­lasts, an dem von 1495 bis 1517 gebaut wur­de. Das Portal ist mit einem Wappen im plateresken Stil verziert. Im Innern besitzt der Patio eine Galerie im ersten Geschoss, die von mehr­e­ckigen Säulen getragen wird. In dem Gebäude befindet sich heute eine öffent­liche Bibliothek.

Von Sala­manca nach Aldeia das Dez

242 km | 3:30 h
Entfer­nung: 250 km  Zeit: 3:00 h

Ciudad Rodrigo

Grenzort mit Stadt­mauer und langer Geschichte
Gegründet wur­de die Stadt bereits im sechsten vorchrist­li­chen Jahr­hun­dert von Keltoiberern. Ein Zeugnis dieser Zeit ist ein Eber aus Granit, den man heute noch besich­tigen kann. Unter Kaiser Augustus kamen die Römer und nannten die Sied­lung Augustób­riga. Während der Völkerwande­rung verwüs­teten Sueben und Westgoten die Gegend. Danach musste die Stadt von ihrem Namensgeber, Graf Rodrigo, im 12. Jahr­hun­dert neu gegründet werden. Sie erlebte eine kurze Blüte während der Romanik. Danach versank sie wieder in den Dornrö­sc­henschlaf des Grenz­landes. Noch heute ist Ciudad Rodrigo von einer zwei Kilometer langen Stadt­mauer mit sieben Toren umgeben. Wegen der jahrhunder­te­alten Bausub­stanz wur­de die Stadt zum Conj­unto histórico-artístico erklärt.
F

Serra da Estrela

Portugals höchstes Gebirge

Portugals höchstes Gebirge erreicht eine Höhe von fast 2.000 Metern und erstreckt sich über eine Länge von 100 Kilome­tern in Nord-Süd-Ausrich­tung. Das „Ster­nengebirge“ gehört mit seinen tiefen Schluchten, abenteuer­li­chen Fels­forma­tionen, klaren Bächen und Seen zu den größten Naturwundern des Landes. Durch die im Winter verschn­eite Bergwelt führt inzwi­schen ein gutes Netz an Wander­wegen, die von der Natur­parkver­wal­tung ange­legt sind. Wem Wandern zu anstren­gend ist, der kann auf einer Rundfahrt abge­legene Gebirgs­dörfer und wilde Landschaften mit herr­li­chen Aussichts­punkten kennenlernen. Informa­ti­ons­zentren gibt es in Covilha, Manteigas und Gouveia.

Im Sommer 2017 hat es in Portugal verhee­rende Waldbrände gegeben, die vermut­lich durch einen Blitzschlag und ein regen­loses Gewitter ausge­löst wurden. Mindes­tens 65 Menschen kamen ums Leben. Betroffen waren vor allem ange­pflanzte Wälder aus schnell wach­senden Pinien, die dem Feuer keine Wider­stands­kraft entge­gen­setzen konnten. Die Brände beschränkten sich nicht auf eine Region, auch wenn sie östlich von Coimbra am stärksten wüteten. 
Andrer­seits kann man beob­achten, wie die Natur sich in den Brandgebieten rege­ne­riert. Zwischen den schwarzen Baum­s­tümpfen wachsen inzwi­schen bunte Blumenwiesen. Pioniergehölze siedeln sich an. Mancher­orts ist die Pflanzenwelt nach einem Brand viel­sei­tiger als vorher, was auch daran liegt, dass die Asche wie Dünger wirkt.
Was für den einen eine schreck­lich unwirt­liche Land­schaft ist, ist für den anderen ein Lehr­stück zum Thema Ökologie.

Zu Gast in einem Landhotel bei Aldeia das Dez

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das kleine Landhotel an den Ausläufern der Serra da Estrela hat einen schönen Blick über die umliegenden Weinberge und Wälder bis in die Berge.

Es liegt am Rande des mittel­alter­li­chen Dorfes Aldeia das Dez und hat auch nach einer gründ­li­chen Renovie­rung nichts von seinem Charme eingebüßt. Die Zimmer grup­pieren sich um einen Innenhof, auf dem bei gutem Wetter das Früh­stück serviert wird. Die Zimmer sind mit portugie­si­schen Bauernmöbeln einge­richtet. Im hotel­ei­genen Restau­rant werden sowohl inter­na­tio­nale Gerichte als auch portugie­si­sche Speziali­täten ange­boten, die man auch auf der Terrasse genießen kann.

Piódão

Histo­ri­sches Dorf am Fuße der Serra do Açor
Das Dorf am Fuße der Serra do Açor, einem Schei­degebirge zwischen Portugal und Spanien, gehört zu den zwölf histo­ri­schen Dörfern Portugals, den soge­nannten Aldeias Históricas. Heute ist der denkmalge­schützte 200-Einwohner-Ort vor allem bekannt für seine male­ri­schen Schiefer­häuser, in denen oft Künstler und Gale­rien Kunst­gewerbe anbieten. Die unzugäng­liche Abge­schieden­heit des Ortes zog im Mittel­alter Räuber und Aufständi­sche an; erst mit dem Bau der könig­li­chen Straße von Covilhã nach Coimbra endete die Isola­tion. Am unter­halb des Dorfes verlau­fenden Fluss ist eines von neun Flussbädern der Gemeinde einge­richtet, dazu liegen sechs natür­liche Schwimm­be­cken in der Gemeinde.

Maciço Central

Unbe­rührte Täler und einsame Seen auf dem Planalto Supe­rior
Diese Tour ist besonders schwierig und anstren­gend. Dafür bietet sie viele Über­ra­schungen. Sie startet am Torre, dem höchsten Berg des portugie­si­schen Fest­lands und führt auf einem steilen Pfad in die lieb­liche Covão d’Ametade. Über das einsame Vale de Candeeira steigt man im Anschluss zum Bergsee Lagoa de Peixão hoch. Vor dem Gipfel des Cume geht es zurück Rich­tung Torre. (hin und zurück: 14,7 Kilometer, 6:30 Stunden, auf und ab: 730 Meter)

Poios Brancos

Zwischen fanta­sievollen Granit­ver­witte­rungen
Die Hoch­e­bene der Serra da Estrela wird von zahl­losen verwit­terten Granitfelsen geprägt. Diese Rundwande­rung führt zu den eindrucksvollsten unter ihnen. Ein besonderer Blickfang sind die vielen, hoch aufge­türmten Stein­männ­chen, die hier alle Rekorde brechen. (Hin und zurück: 8 Kilometer, Zeit: 2:30 Stunden, auf und ab: 260 Meter)

Von Aldeia das Dez nach Lamego-Douro

129 km | 2:00 h

Auf der einsamen und bergigen Strecke durch Portugals Hinter­land liegt Viseu, das Zentrum eines gleich­na­migen Weinbau­sgebietes.

Der 24.000-Einwohner-Ort mit schönen Wohnhäusern und Kirchen aus der Renais­sance lohnt einen kleinen Spaziergang. Wer ein Natur­er­lebnis vorzieht, kann südwest­lich von Viseu in das wild­roman­ti­sche und zerklüftete Gebirge der Serra do Caramulo fahren.

Caramulo

Luftku­rort in schroffer Berg­landschaft
Die Serra do Caramulo ist für gesunde Luft und klares Wasser bekannt. Das Agua do Caramulo wird überall in Portugal getrunken. Hinzu kommt die natür­liche Schön­heit des schroffen Berg­lands. Der Ort Caramulo liegt zwischen Hügeln auf 800 Metern Höhe und ist 1921 als Kurort für Tuberku­lo­sekranke ange­legt worden. Im alten Dorf sind eine roma­ni­sche Kirche und ein Schandpfahl davor sehens­wert. Mehrere Wander­wege führen vom Ort aus in die herr­liche Umge­bung.

Viseu

Weinbau­zentrum mit char­manter Altstadt
Die 20.000-Einwohner-Stadt liegt im berühmten Weinbau­gebiet des Dão. Im 16. Jahr­hun­dert gab es hier eine der bedeu­ten­dsten Maler­schulen Portugals. In der Altstadt stehen noch viele Paläste und Wohn­häuser aus der Renais­sance. Kopf­steinpflas­ter­gassen führen zu idylli­schen Plätzen und Kirchen, von denen die roma­nisch-barocke Kathedrale aus dem 12. Jahr­hun­dert die eindrucksvollste ist.
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Douro-Tal

Heimat des Portweins

Das idylli­sche Tal des Douro im Nord­osten von Portugal ist Welterbe der Unesco, weil hier seit über 2.000 Jahren Wein produ­ziert wird.

1756 wur­de die Wein­bau­region als erste welt­weit gesetz­lich abge­grenzt. Nirgendwo anders darf der Port­wein seither produ­ziert werden. Charak­te­ris­tisch sind die steilen Schiefer­hänge, die heute meist terras­siert sind und kaum den Einsatz von Maschinen erlauben. Weil das Tal früh chris­tia­ni­siert wur­de, sind überall uralte Dorf- und Wall­fahrts­kir­chen und entde­cken. Ausflugsfahrten mit dem Boot sind vom Wasser­stand abhängig. Viele von ihnen beginnen in Peso da Regua.

Zu Gast auf einem Gut im Douro-Tal

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Der tradi­tionelle portugie­si­sche Gutshof liegt in den Weinbergen der Douro Region mit weitem Blick bis zu den Meadas-Bergen.

Viele uralte Dörfer in der Nach­bar­schaft können mit Fahr­rädern erkundet werden, die kostenlos verliehen werden. Alle sieben Gäste­zimmer sind individuell gestaltet. Im hellen Wohnzimmer gibt es Spiele und eine Bar, draußen warten ein Schwimmbad und ein Tennis­platz.

Lamego

613 Stufen zur Pilger­kirche
Die schlichte Klein­stadt mit knapp 12.000 Einwoh­nern liegt inmitten von Weinbergen und fruchtbaren Feldern. Sehens­wert ist der Schrein der Nossa Senhora dos Remédios, der seit Jahrhunderten zahl­lose Pilger anzieht. Er wird seit 1761 in einer Wall­fahrtska­pelle auf einer Anhöhe südwest­lich der Stadt zur Schau gestellt. Als Verlänge­rung der Haupt­straße führt eine 613-stufige Doppeltreppe dort hinauf. Die goti­sche Kathedrale in der Stadt (Sè) ist die Haupt­kirche des Bistums. Sie wur­de im 16. und 17. Jahr­hun­dert stark verändert. Von der Burg über der Stadt ist noch der Bergfried aus dem 13. Jahr­hun­dert erhalten.

Galegos da Serra-Runde

Aussichtsreiche Wande­rung an der Südflanke des Alvão
Diese Runde um Galegos da Serra und hoch in das Berg­dorf Arnal ist besonders im Frühjahr empfehlens­wert: Dann stehen nämlich die mit Stechg­inster und Erika über­säten Hügel in voller Blüte. Der erste Abschnitt des Weges, der Aufstieg nach Galegos da Serra, ist anstren­gend, aber sehr pittoresk. Der Rückweg von Arnal ist dagegen ein gemüt­li­cher Abstieg. (Hin und zurück: 6,5 Kilometer, Zeit: 2:30 Stunden, auf und ab 280 Meter)

Hoch­e­bene der Serra do Alvão

Rundwande­rung im Herzen des Natur­parks
Bis heute gibt es nur wenige markierte Wege im Alvão-Gebirge. Diese längere Rundwande­rung führt durch das Kern­stück des Natur­parks, zumeist auf der Hoch­e­bene, und gibt so einen guten Über­blick über die Viel­falt und Schön­heit dieser portugie­si­schen Region. (Hin und zurück: 13 Kilometer, 3:45 Stunden, auf und ab: 320 Meter)

Almo­frela

Aussichtsreiche Wande­rung durch das Hinter­land
Start und Ende der Tour ist das Dörfchen Almo­frela. Dort gibt es ein kleines Restau­rant, in dem man nachher auch einkehren kann (bitte nicht erwarten, dass man dort deutsch oder englisch spricht). Die Tour führt teilweise über unbe­fes­tigte Pfade, die even­tuell auch etwas zuge­wachsen sind. Für einen durch­schnitt­lich geübten Wanderer ist das kein Problem. Man hat aber fast die ganze Tour eine wunderbare Aussicht. Wenn es heiß ist, hat man allerdings sehr wenig Schatten. (Hin und zurück: 10,5 Kilometer, 3:15 Stunden, auf und ab: 300 Meter)

Von Lamego-Douro nach Porto

131 km | 2:00 h

Eine schöne Alter­na­tive zur Auto­bahn ist die Land­straße am Douro fluss­abwärts. Der fast 900 Kilometer lange Fluss entspringt im Norden Spaniens, wo er Duéro heißt.

Von der spanisch-portugie­si­schen Grenze bis in die Gegend von Peso da Régua bilden die Gebiete um den Douro (Alto Douro) das streng abge­grenzte Anbau­gebiet des Port­weins. In früheren Zeiten wurden die Fässer auf Booten bis in die Port­wein­kelle­reien von Porto verschifft.

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Porto

Portwein-Stadt mit großer Geschichte

Die helle­nis­ti­sche Sied­lung mit dem grie­chisch-latei­ni­schen Namen Porto Calle (schöner Hafen) war namensgebend nicht nur für die heutige Stadt, sondern das ganze Land.

So haben viele Portuenser bis heute das Gefühl, die wahren Haupt­städter zu sein, und pflegen eine liebevolle Rivalität zu Liss­abon. Der histo­ri­sche Stadt­kern zeugt von ihrer Bedeu­tung durch die Jahrhunderte: eng gedrängt stehen die Häuser: hinter-, neben- und über­ein­ander sind sie auf Terrassen ange­ordnet, die den besonderen Reiz der Stadt ausma­chen. Namensgebend war Porto auch den welt­be­rühmten Port­wein, der in der Umge­bung ange­baut wird. Die portugie­si­sche Antwort auf den spani­schen Sherry kann man vor allem in der Südstadt (Vila Nova de Gaia) probieren, wo es viele Kelle­reien und Weinhand­lungen gibt.

Zu Gast in einer Villa in Porto

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die prachtvolle Residenz wur­de Anfang des 20. Jahrhunderts im neogo­ti­schen Burgen­stil an Portos höchstem Punkt errichtet. Von ihrem Turm, der von fern an Notre-Dame in Paris erin­nert, hat man einen tollen Blick über die Altstadt. Das denkmalge­schützte Anwesen steht in einem stillen und schat­tigen Palmen­garten, in dem Sitz­gruppen zum Entspannen einladen. Die Zimmer sind in zwei verschiedenen Stilrich­tungen gestaltet – einige klas­sisch elegant, andere modern. Morgens wird ein Früh­stück mit tradi­tionellen portugie­si­schen Gerichten im beein­dru­ckenden Spei­se­saal oder auf der Terrasse ober­halb des Gartens serviert.

Von innen wirkt das Anwesen leicht surreal und einer längst vergan­genen Epoche entsprungen: Kunst­werke aus Wandfliesen, Stuck, vergol­dete Spiegel und Cherubinen, Tiffanylampen und antike Schränke prägen die Einrich­tung. Um diesen Charme nicht zu zerstören, wurden die Bäder nicht komplett moder­ni­siert, was sie auf den ersten Blick ein wenig altmodisch erscheinen lässt.

Führung (OPTIONAL)

Porto a la Carte (3-4 Stunden, deutsch)

Bei der privaten Führung durch Porto bestimmen Sie selbst den Rhythmus und Ablauf der Tour. Zur Auswahl stehen mehrere Haupt­ziele, die teilweise auch mitein­ander kombi­nierbar sind: der Torre dos Clérigos (Glock­en­turm und Wahrzei­chen der Stadt), die be­kannte Fußgängerzone Rua Santa Cata­rina, die Altstadt mit der Kathedrale, der Aussichts­punkt Serra do Pilar, das mittel­alter­liche Viertel Ribeira, der Bahnhof Porto São Bento oder die Ponte Dom Luís I, die Porto mit Vila Nova de Gaia verbindet.

Als krönender Abschluss darf natür­lich auch ein Glas Port­wein nicht fehlen.

Taylor's

Besich­tigungs­tour durch eine 400 Jahre alte Port­wein­kellerei
Taylor, Fladgate & Yeatman – Vinhos, S.A. (kurz Taylor) ist wohl der bekann­teste Produ­zent und Händler für Port­weine und ist eng mit der Geschichte des Port­weins verbunden. Das Unter­nehmen wur­de 1692 gegründet und befindet sich bis heute in Famili­en­be­sitz. In der Kellerei werden Besich­tigungs­touren und Verkos­tungen ange­boten, auch für private Gruppen.

Capela do Senhor da Pedra

Roman­ti­sches Kirchlein am Atlantik
Die kleine Kapelle steht auf einem Felsen unmit­telbar am Strand bei Porto. Sie wur­de 1686 erbaut, aber der Ort wur­de bereits in vorchrist­li­cher Zeit als Heiligtum genutzt. Man kann den Besuch des roman­ti­schen Kirchleins wunderbar mit einem Strand­ausflug verbinden.  Wer das Auto stehenlassen will, kann mit der Bahn bis Miramar fahren und von dort einen schönen Spaziergang dorthin machen.

Mietwagenabgabe

Station: Porto Flughafen (Shuttle Service)

18 Tage
ab 1.759,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)
  • Sunny Cars Erlaubnis für Spanien (vor Ort zu zahlen)

Unsere Empfehlung: Die günstigen Fluggesellschaften bieten ab vielen deutschen Flughäfen Flüge im Internet zum Selberbuchen! Im Reisepreis ist kein Flug enthalten.

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: April–Oktober

Die Preise können je nach Saison variieren.
Ihre Beratung
Petra Rappenhöner

Tel.: +49 (0)2268 92298-17

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  • Die Reisen werden individuell ausgearbeitet – nach Ihren Interessen, Vorstellungen, Zeit und Budget.
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  • Von der afrikanischen Buschlodge bis zur sizilianischen Olivenmühle erwarten Sie besondere Unterkünfte.
  • Dort, wo man nicht selbst ein Auto fahren sollte, werden Sie von geschulten Führern begleitet.
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