Reiseziel: Europas Südwesten: Frankreich, Spanien, Portugal
Benagil Kathedrale an der Algarve

Reiseziel: Europas Südwesten

Frankreich, Spanien, Portugal

Wer mit dem eigenen Wagen nach Portugal reist, muss über 4.000 Kilometer Auto fahren. Dafür kann man erleben, wie Kulturen und Landschaften sich unmerklich und manchmal abrupt verändern.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von zu Hause nach Saint-Saturnin

Aus Deutsch­land kommend wird man den Rhein bei Mulhouse überqueren und durch das Doubs-Tal und die burgundi­sche Pforte nach Burgund kommen. Vor Lyon biegt man nach Westen in Rich­tung Clermont-Ferrand ab.
A

Auvergne

Land der Vulkane und unberührten Flüsse

Die Region im Zentrum von Frank­reich ist ein Natur­pa­ra­dies mit Seen und Wäldern. Als eine der letzten intakten Landschaften Europas ist sie bei Wanderern besonders beliebt.

Geformt wur­de das Land von Feuer und Wasser. Vulkanen türmten die zackig gefal­teten Granit­mas­sive auf. Wild­bäche und Flüsse, teilweise bis heute unbe­rührt, haben tiefe Schluchten zwischen den grünen Lava­bu­ckeln gegr­aben. Auf Hügeln wachsen Sonnenblumen oder Weinreben, in den uner­gründ­li­chen Seen spiegelt sich ein blauer Himmel.  Auf der Route des Châteaux d'Auvergne können 50 Schlösser und Burgen besich­tigt werden.

Zu Gast im Schloss von Saint-Saturnin

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Türme, Wasser­gräben und Wehrgänge des könig­li­chen Schlosses zeugen noch heute von der mili­täri­schen Stärke der Anlage im 13.

Jahr­hun­dert. Der Kern der Burg stammt von 1291, andere Teile kamen später hinzu: Die Fensterkreuze, die impo­santen Wendeltreppen und das Dach mit mäch­tigen Decken­balken etwa ­stammen aus der Renais­sance, das Mobiliar überwiegend aus dem 19. Jahr­hun­dert. Heute ist das histo­ri­sche Hotel mit nur fünf Zimmern zwar ein kleiner Gäste­be­trieb, dafür aber einer der schönsten am Parc des Volcans. Ein High­light: Die Gastgeber bieten ihren Gästen eine kosten­lose Führung durch das Schloss und den Garten an.

Puy de Dôme

Einsames Vulk­an­land im Massif Central

Die Monts Domes sind eine Kette von über hundert Vulkanen über eine Länge von 30 km. Das grandiose Massiv liegt nordwest­lich von Clermont Ferrand in der Auvergne, eine der ungewöhn­lichsten Landschaften Europas. Die kaum besiedelte Berg­region bietet eindrucksvolle Natur bis zum Horizont, aber auch verträumte Dörfer mit roma­ni­schen Kirchen. Als höchster Berg über­ragt der Puy de Dome mit 1.495 Metern das Massiv. Schon den Galliern war dieser Berg heilig. Die Römer errich­teten hier einen Merkus-Tempel. Vom Col de Ceyssat im Süden beginnt der Aufstieg, der etwa eine Stunde dauert. Vom Gipfel kann man an klaren Tagen bis zum Mont Blanc schauen.

Besse-et-Saint-Anas­taise

Von der Lava-Stadt zum Vulk­ansee

Der Ort im Sancy-Massiv hat heute nur noch knapp 1500 Einwohner, ist aber weit über 1000 Jahre alt. Er entwi­ckelte sich rund um ein Kloster und wur­de 1270 sogar Stadt. Die Rein­ais­san­cebauten aus schwarzer Lava sind Ausdruck des Wohl­standes im 15. und 16. Jahr­hun­dert. Heute beherbergen sie Läden, Gale­rien und Restau­rants für die vielen Besu­cher im Sommer und die Skifahrer im Winter. Wer dem länd­li­chen Trubel entrinnen möchte, kann in einem Tal zum Lac Pavin wandern und die weite Vulk­an­landschaft genießen. (hin und zurück 12,2 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 290 Meter)

Léotoing

Blicke in spekta­kuläre Schlucht

Das kleine Dorf Léotoing ist vor allem inter­essant, weil man dort einen spekta­kulären Blick in die Schlucht hat, die der Fluss Alagnon auf seinem Weg aus der Auvergne gegr­aben hat. Er entspringt im Gemeindegebiet von Laveis­sière, in den Monts du Cantal, an der Ostflanke des Puy Bataill­ouse. Die Quelle liegt im Regio­nalen Natur­park Volcans d’Auvergne.

Wande­rung vom Lac de Servières zum Puy de l'Ouire

Aussichtsreiche Besteigung eines Vulk­angipfels

Der Lac de Servières ist ein Maar, wie man die Vulk­an­seen in ehema­ligen Kratern auch auf franzö­sisch nennt. Er liegt zwischen ausge­dehnten Wäldern auf einer Höhe von gut 1200 Metern und hat eine Wasser­ober­fläche von knapp 15 Hektar. Der See wird von mehreren Vulk­angipfeln über­ragt. Zwei Fernwander­wege führen durch die großar­tige Land­schaft. Unser Wandervor­schlag beginnt am See und führt nach­ein­ander auf drei Vulk­angipfel ober­halb der Waldzone, weshalb man mit einer weiten Aussicht belohnt wird. (hin und zurück: 10,8 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 310 Meter)

Wande­rung zwischen den Puys

Durch das größte Vulkan­massiv Europas

Für Natur- und Landschafts­liebhaber gibt es hier viel zu entde­cken. Die aussichtsreiche und nicht besonders anstren­gende Wande­rung führt auf der Nord­seite des großen Puy de Dome durch die alten Vulkan­kegel. Vorbei an Grotten, Heide und satten Grün­flächen, immer mit Blick auf den 1465 Meter in die Höhe ragenden Puy de Dome. (hin und zurück: 9,9 Kilometer, 2:30 Stunden, auf und ab: 504 Meter)

Von Saint-Saturnin nach San Sebas­tian

605 km | 6:30 h

Périgueux

Denkmalge­schützte Altstadt am Ufer der Isle

Der Haup­tort des Perigord hat eine denkmalge­schützte Altstadt am Ufer der Isle, wo sich Häuser aus dem 15. Jahr­hun­dert an den Kais drängeln. Von der Brücke, Pont des Barris, hat man einen schönen Blick auf das male­ri­sche Ensemble, das sich sich um die Kathedrale Saint-Front aus dem 12. Jahr­hun­dert schart. Der ehema­ligen Pilger­kirche sieht man an, dass ihr Baumeister ein Vorbild hatte: den Dom San Marco in Venedig. Saint-Front gehört zum „Jakobsweg in Frank­reich“  und steht unter dem Schutz des UNESCO-Welt­kultur­erbes.

Saint-Émilion

Pilger- und Rotwein­stadt

Der mittel­alter­liche Klein­stadt im Dépar­te­ment Gironde geht zurück auf den Heiligen Aemilianus, der sich im achten Jahr­hun­dert im Wald unter einem Fels­über­hang nieder­ließ. Er galt als wunder­tätig, weshalb nach seinem Tod viele Menschen zu seinem Grab pilgerten. Seine Anhänger grün­deten ein Kloster und bauten die elf Meter hohe Felsen­kirche, deren Innenraum ganz aus dem Kalk­steinfelsen herausge­hauen wur­de. Die Eglise Mono­lithe bildet heute die Mitte des Ortes. Über ihr erhebt sich der goti­sche Glock­en­turm. In einem Nebenraum ist eine Gruft zu sehen, in der die Gebeine der Toten bestattet wurden; das Loch in der Fels­decke sollte den Seelen das Entwei­chen ermög­li­chen. Wegen des berühmten Rotweins und die vielen histo­ri­schen Bauten­ wurde Saint-Émilion mitsamt dem umliegenen Weinbau­gebiet zum Welterbe der UNESCO erklärt.

Bordeaux

Urbane Haupt­stadt des Medoc und Borde­lais

Die Haupt­stadt von Aqui­ta­nien ist mit ihrem vor allem im 18. Jahr­hun­dert erworbenem Glanz eine der sehens­wer­testen Städte Frank­reichs. 60.000 Studenten und ihre Bedeu­tung als Handels- und Hafen­stadt geben der bedeu­tenden Stadt im Südwesten einen leben­digen, urbanen Charakter. Ihre Bekannt­heit verdankt sie vor allem dem Wein, der hier bereits zur Römerzeit kultiviert wur­de. Drei Jahrhunderte gehörte die Stadt zu England, im 1. Welt­krieg war sie franzö­si­sche Haupt­stadt. Im Umland lohnen vor allem die Wein­anbau­gebiete Borde­lais und Médoc einen Besuch, die von vielen Kennern zu den bedeu­ten­dsten Wein­landschaften der Welt gerechnet werden.

B

Biskaya

Atlantischer Golf zwischen Frankreich und Spanien

Die Biskaya oder der Golf de Gascongne, wie die Franzosen ihn nennen, ist der größte Golf Europas und öffnet sich zum Atlantik.

Er reicht von Finistère, tief im Westen der Bretagne bis nach Gijon in Spanien.  An der Taktung der Wellen erkennt man die Größe des Gewäs­sers. Die anbranden Wogen und die Höhe der Gezeiten sind besonders im franzö­si­schen Teil gewaltig. So groß die Biskaya ist, so unter­schied­lich sind die Küsten. Es gibt breite Fluss­mündungen, mondäne Bade­orte und tradi­tionelle Fischer­dörfer. Sand­strände und seichte Buchten wech­seln mit schroffen Klippen. Bereits im 19. Jahr­hun­dert hat der euro­päi­sche Adel die Strände von Biarritz entdeckt. Auf spani­scher Seite liegt San Sebas­tián, das die Basken Donostia nennen.

Zu Gast in einer Stadtresidenz in San Sebastián

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die denkmalge­schützte Villa aus dem 19. Jahr­hun­dert liegt im Stadt­zentrum, ca. zehn Minuten vom Strand La Zurriola und 20 Minuten von der Altstadt entfernt.

Ursprüng­lich ein Verlo­bungs­ge­schenk von Don Ramon Londaiz an seine Tochter, ist es heute – nach sorgfäl­tiger Restau­rie­rung – ein stil­volles Boutique-Hotel mit insge­samt 25 Zimmern, von denen sich einige im benach­barten Wagen­haus befinden. Gute Restau­rants sind in der Nähe; Fahr­räder können kostenfrei aus­ge­liehen werden.

Donostia

Baski­sches Seebad mit Geschichte

Das Seebad nahe der franzö­si­schen Grenze ist eines der ältesten in Spanien. Der baski­sche Name „Donostia“ ist ebenso wie der spani­sche „San Sebas­tián“ aus dem Namen des Heiligen Sebas­tian entstanden. Der Aufstieg des Ortes begann im 19. Jahr­hun­dert, als die spani­sche Königin die Stadt zu ihrer Sommer­residenz erkor. 1914 entwi­ckelte sich San Sebas­tián zum kosmo­poli­ti­schen Zentrum Europas. Im damals welt­be­rühmten Casino verkehrten Persön­lichkeiten wie Mata Hari, Leo Trotzki und Maurice Ravel. Von 1940 bis 1975 war San Sebas­tián die Sommer­residenz des spani­schen Dikta­tors Franco. Bis heute fliehen viele hitzege­plagte Städter aus Kastilien in den mondänen Ort, wovon die präch­tigen Villen unter­halb des Monte Igueldo zeugen. Von hier hat man den besten Blick auf die Stadt.

Côte Basque

Bade­strände, Steilklippen und mäch­tige Brandung

Sie ist zwar nur 30 Kilometer lang, doch voll wilder Schön­heit: Die Côte Basque mit ihren steilen Klippen und zerklüf­teten Felsen, die der mäch­tigen Brandung trotzen, bildet bis hinunter zur spani­schen Grenze einen reizvollen Gegen­satz zu den endlosen Sand­streifen ihrer nörd­li­chen Nach­barin, der Cote d'Argent. Bis Mitte des 17. Jahrhunderts lebten die baski­schen Küsten­be­wohner vom Walfang, dann zogen sich die Riesen­säuger immer weiter zurück und zwangen die Fischer, auf Sardinen-, Sardellen- und Thun­fischfang umzu­stellen. Zur glei­chen Zeit wurden die Fischer­dörfer an der Côte Basque als Bade­orte entdeckt – allen voran Biarritz.

Pasaia Doni­bane

Tradi­tionelles Fischerdorf mit mittel­alter­li­chem Kern und guten Restau­rants

Das tradi­tionelle Fischerdorf hat einen Hafen an der Mündung des Flusses Oiartzun. Die Haupt­straße führt vom Bizkaia-Viertel bis zur Bucht von Alab­ortza. Die Altstadt weist noch zahlreiche mittel­alter­liche Gebäude auf. Dort gibt es Geschäfte, Cafés und gute Fisch­re­stau­rants.

Drei-Strände-Wande­rung in San Sebas­tián

Bade- und Kultur­spa­ziergang

Neben dem berühm­testen Strand von San Sebas­tian, der Playa de la Concha, lohnen sich auch zwei weitere Strände, die Playa de Ondarreta und die Playa de Zurriola. Alle drei lassen sich durch einen Spaziergang mitein­ander verbinden – direkt am Strand oder an der Strand­straße entlang. Anfang und Ende des Weges sind von Skulpturen gesäumt. (hin: 6,8 Kilometer, 2 Stunden, auf und ab: 60 Meter)

Auf den Monte Igueldo

Tolle Aussicht von einem Turm

Der Vergnügungs­park auf dem Monte Igueldo star­tete seinen Weg im Jahre 1912. Heute bietet er eine Kombi­na­tion aus ursprüng­l­i­chen und modernen Fahrge­schäften. Er liegt auf einer Anhöhe, die man mit der Standseil­bahn erreicht und von wo aus man eine Aussicht auf die gesamte Stadt genießen kann. Dort stößt man auf El Torreón, einen alten aus Brenn­holz beste­henden Leucht­turm, in dem sich eine Ausstel­lung über die Lebens­weise und Bräuche der Basken befindet. Alter­nativ kann man vom Strand aus zu Fuß nach oben gehen. (hin und zurück: 4,3 Kilometer, 1:20 Stunden, auf und ab 150 Meter)

Von San Sebas­tian nach Cudil­lero

416 km | 4:30 h

Bilbao

Stadt des Guggen­heim-Museums

Die Haup­stadt des Basken­landes verdankt ihren Aufstieg der Ria de Bilbao, die von dort bis zu ihrer Mündung in den Golf von Biscaya schiffbar ist. Im 19. Jahr­hun­dert siedelten sich Eisenhütten und Schiffsbau­un­ter­nehmen zu beiden Seiten des Flusses an und bildeten ein riesiges indu­s­tri­elles Ballungs­gebiet. In den 1970er Jahren folgte der indu­s­tri­elle Niedergang mit hoher Arbeits­lo­sigkeit und rostenden Fabriken. Seit 1997 ist das Guggen­heim-Museum neues Wahrzei­chen der Stadt, das mit seiner spekta­kulären Architektur kaum weniger inter­essant ist als die dort ausge­stellten Werke aus der New Yorker Guggen­heim Foun­da­tion.

Puente de Vizcaya

älteste Schwe­befähre der Welt

Die Biskaya-Brücke (baskisch: Bizkaiko Zubia) ist vor allem unter dem Namen Puente Colgante („Hängende Brücke“) bekannt, obwohl sie im tech­ni­schen Sinne eine Schwe­befähre ist – also eine Hoch­brücke mit daran befes­tigter Hänge­barke. Sie wur­de 1893 eingeweiht und ist die älteste Schwe­befähre der Welt. Die 160 Meter lange Brücke über die schiffbare Mündung des Flusses Nervión ist immer noch in Betrieb und inzwi­schen Welterbe der UNESCO. Die Überfahrt dauert eineinhalb Minuten und kostet pro Person 40 Cent.

El-Castillo-Höhle

Älteste Höhlenma­lerei der Welt

1903 wur­de bei Puente Viesgo der Eingang zu einer Höhle entdeckt. Nach ihrer Freile­gung fanden die Archäo­logen Abdrücke von Händen, die durch Aufblasen von Pigment entstanden sein müssen. Heute schätzt man das Alter dieser Kunst­werke, die wie Graffiti aussehen, auf über 40.000 Jahre. Damit sind sie die älteste Höhlenma­lerei der Welt! Langezeit galten moderne Menschen als Urheber. Da jedoch Nordspa­nien von Neander­talern bewohnt war, können die Hände auch von ihnen stammen. Von den insge­samt vier Höhlen dürfen nur die ersten zwei besucht werden.

C

Costa Verde

Grüne, ursprüngliche Küste Nordspaniens

Obwohl die „Grüne Küste“ zu den schönsten Küsten Spaniens gezählt wird, gibt es hier keinen Massen­tou­rismus wie am Mittelmeer.

Sie grenzt an den Golf von Biskaya und umfasst den Küsten­ab­schnitt zwischen Gali­cien und Kantabrien. Bedingt durch den Regenreichtum reicht grüne, üppige Vege­ta­tion oft bis ans Meer heran. Meist kommen die Urlauber aus dem eigenen Land, sodass in der Region noch kulturelle Über­liefe­rungen der ursprüng­l­i­chen kelti­schen Bevöl­ke­rung lebendig sind. Das gilt vor allem für die Volks­musik, die an breto­ni­sche, ja sogar irische Folk­lore erin­nert. Zu den wich­tigsten kuli­na­ri­schen Speziali­täten zählen die Fabada, ein Bohnen­ein­topf und der Apfelwein Sidra.

Zu Gast in einem Herrenhaus bei Cudilliero

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das astu­ri­sche Herren­haus in der Nähe des Fischerdorfs Cudil­liero wur­de 1877 für eine Familie erbaut, die in Übersee ein Vermögen gemacht hatte und nach Spanien zurückkehrte.

So wachsen bis heute im Park rund um das Haus tropi­sche Pflanzen. Im Inneren hat sich der Charme des 19. Jahrhunderts erhalten, obwohl das Anwesen mehr­fach moder­ni­siert wur­de. Bade­strände sind 2,5 Kilometer entfernt, wo verschiedene Wassersport­arten ange­boten werden. Wandern kann man im Natur­park Somiedo. Wer lieber Städte besucht, kann Oviedo, Gijón oder Aviés besich­tigen.

Cudil­lero

Fischerdorf an der Costa Verde mit Wikingertra­di­tion

Der stim­mungs­volle Fischerort liegt in einem schlucht­ar­tigen Taleinschnitt hinter der Costa Verde. Die Häuser mit bunten Traufen und Fenstern klammern sich an den Hang. In Cudil­lero ist noch ein eigen­stän­diger Dialekt lebendig, das Pixueto. Einer örtli­chen Legende zufolge wur­de die Stadt von den Wikingern gegründet. Tatsäch­lich hat man Reste von kelti­schen Wall­burgen gefunden. Eine Panorama­route verbindet verschiedene Aussichts­punkte, unter anderem die Leucht­türme La Garita, La Atalaya oder El Pico. Die beiden wich­tigsten Bauten sind die goti­sche Pfarr­kirche aus dem 16. Jahr­hun­dert, in der man barocke Schnitz­werke bewundern kann, und die Humil­ladero-Kapelle, das älteste Gebäude im Ort. In den Fischer­tavernen an einem gepflas­terten Platz am Meer gibt es frisches Sea Food.

Cabo Vidio

Leucht­turm mit toller Aussicht

Das Kap zwischen Luarca und Cudil­lero eröffnet einen sensa­tionellen Weit­blick: Im Osten sieht man bis zum 20 Kilometer entfernten Cabo de Peñas, im Westen bis zum Kap Estaca de Bares, das 60 Kilometer entfernt ist und schon in Gali­cien liegt. Dazwi­schen ziehen Riffe und gezackte Steil­küsten weit ins Meer hinaus. Am Rande des Hoch­pla­teaus steht ein Leucht­turm, dessen Leuchtfeuer eine Reich­weite von 35 Seemeilen hat. Ein Kilometer südlich vom Turm führt ein Fußpfad von der Straße hinab zum Bade­strand Playa Peña Doria.

Luarca

Weiße Häuser, bunter Hafen

Das ehema­lige Fischerdorf liegt eingezwängt zwischen Steilklippen an einer S-förmi­schen Bucht an der astu­ri­schen Küste. Mit seinen fröh­li­chen weißen Häusern, lebhaften Gassen und Fußgänger­brü­cken über einen Bach hat es seinen alten Charme erhalten können. Strand­pro­me­nade und Hafen lohnen einen Besuch. Die charak­te­ris­tischsten Bauten sind der Leucht­turm, die Kapelle La Atalaya und der Friedhof, der ober­halb einer Steil­küste liegt. Eine Besonder­heit sind die Chigres , wie man die Tavernen von Luarca nennt. Sie schenken vor allem Apfelwein (Sidra) aus.

Von Cudil­lero nach Porto

561 km | 6:00 h

Santa María del Naranco

Präro­ma­ni­scher Königsbau

Das präro­ma­ni­sche Bauwerk am Fuß des Monte Naranco wur­de schon Mitte des neunten Jahrhunderts als Teil eines Palastes erbaut. Später wur­de es dann als Kirche genutzt. Das Gebäude ist ein rechtwink­liger Bau aus Quader und Bruch­steinen. Es ist mit einem Sattel­dach gedeckt und in zwei Stock­werke gegliedert, die in einen Mittelraum und zwei, im Osten und Westen anschließende Seitenräume unter­teilt sind. Das Unter­ge­schoss, auch als Krypta bezeichnet, besitzt im Mittelraum ein von Gurtbögen gestütztes, tief ansetzendes Tonnengewölbe. Gemeinsam mit der Nach­bar­kirche San Miguel de Lillo gehört sie heute zum Welterbe der UNESCO.

Oviedo

Christ­liche Bastion gegen die Mauren

Oviedo war im Mittel­alter die Haupt­stadt des selb­stän­digen König­reichs Astu­rien, dem letzten Boll­werk der Chris­ten­tums gegen den Ansturm der Mauren. Der histo­ri­sche Teil der Altstadt auf einen Hügel ist von einer Ring­straße umgeben. Den Mittel­punkt bildet die Kathedrale San Salvador von Oviedo, deren Bau im 14. Jahr­hun­dert begann und sich bis ins 16. Jahr­hun­dert hinzog. Der Turm der Kirche ist  82 Meter hoch und domi­niert die Plaza de la Catedral. Zu den Sehens­wür­digkeiten der Kathedrale zählen der große Haupt­altar sowie Krypta mit den Gräbern astu­ri­scher Könige. Durch die Kathedrale führt der Weg zum Kreuzgang und der Cámara Santa (Heilige Kammer). Sie beherbergt Reli­quien und sakrale Schätze, deren ältesten Teile aus dem 11. Jahr­hun­dert stammen.

León

Haupt­stadt eines alten König­rei­ches

Im Jahre 68 nach Christus errich­teten die Römer auf dem Gebiet der heutigen Stadt ein Heer­lager, um die einheimi­schen Stämme in Schach zu halten. 800 Jahre später eroberte der König von Astu­rien die Stadt von den Mauren. Als León dann 914 zur Haupt­stadt des König­rei­ches León aufstieg, begann eine 200-jährige Blütezeit. Die Station auf dem Jakobsweg zwischen Burgos und Santiago de Compo­s­tela  wurde zu einer der wich­tigsten Städte der Iberi­schen Halb­insel. Zu den herausra­genden Sehens­wür­digkeiten in León zählen die goti­sche Kathedrale, die könig­liche Basilika San Isidoro, die ehema­lige Pilger­herberge San Marcos sowie das Museum für Gegenwarts­kunst (MUSAC).

D

Porto

Portwein-Stadt mit großer Geschichte

Die helle­nis­ti­sche Sied­lung mit dem grie­chisch-latei­ni­schen Namen Porto Calle (schöner Hafen) war namensgebend nicht nur für die heutige Stadt, sondern das ganze Land.

So haben viele Portuenser bis heute das Gefühl, die wahren Haupt­städter zu sein, und pflegen eine liebevolle Rivalität zu Liss­abon. Der histo­ri­sche Stadt­kern zeugt von ihrer Bedeu­tung durch die Jahrhunderte: eng gedrängt stehen die Häuser: hinter-, neben- und über­ein­ander sind sie auf Terrassen ange­ordnet, die den besonderen Reiz der Stadt ausma­chen. Namensgebend war Porto auch den welt­be­rühmten Port­wein, der in der Umge­bung ange­baut wird. Die portugie­si­sche Antwort auf den spani­schen Sherry kann man vor allem in der Südstadt (Vila Nova de Gaia) probieren, wo es viele Kelle­reien und Weinhand­lungen gibt.

Zu Gast in einer Villa in Porto

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die prachtvolle Residenz wur­de Anfang des 20. Jahrhunderts im neogo­ti­schen Burgen­stil an Portos höchstem Punkt errichtet. Von ihrem Turm, der von fern an Notre-Dame in Paris erin­nert, hat man einen tollen Blick über die Altstadt. Das denkmalge­schützte Anwesen steht in einem stillen und schat­tigen Palmen­garten, in dem Sitz­gruppen zum Entspannen einladen. Die Zimmer sind in zwei verschiedenen Stilrich­tungen gestaltet – einige klas­sisch elegant, andere modern. Morgens wird ein Früh­stück mit tradi­tionellen portugie­si­schen Gerichten im beein­dru­ckenden Spei­se­saal oder auf der Terrasse ober­halb des Gartens serviert.

Von innen wirkt das Anwesen leicht surreal und einer längst vergan­genen Epoche entsprungen: Kunst­werke aus Wandfliesen, Stuck, vergol­dete Spiegel und Cherubinen, Tiffanylampen und antike Schränke prägen die Einrich­tung. Um diesen Charme nicht zu zerstören, wurden die Bäder nicht komplett moder­ni­siert, was sie auf den ersten Blick ein wenig altmodisch erscheinen lässt.

Führung (OPTIONAL)

Porto a la Carte (3-4 Stunden, deutsch)

Bei der privaten Führung durch Porto bestimmen Sie selbst den Rhythmus und Ablauf der Tour. Zur Auswahl stehen mehrere Haupt­ziele, die teilweise auch mitein­ander kombi­nierbar sind: der Torre dos Clérigos (Glock­en­turm und Wahrzei­chen der Stadt), die be­kannte Fußgängerzone Rua Santa Cata­rina, die Altstadt mit der Kathedrale, der Aussichts­punkt Serra do Pilar, das mittel­alter­liche Viertel Ribeira, der Bahnhof Porto São Bento oder die Ponte Dom Luís I, die Porto mit Vila Nova de Gaia verbindet.

Als krönender Abschluss darf natür­lich auch ein Glas Port­wein nicht fehlen.

Taylor's

Besich­tigungs­tour durch eine 400 Jahre alte Port­wein­kellerei

Taylor, Fladgate & Yeatman – Vinhos, S.A. (kurz Taylor) ist wohl der bekann­teste Produ­zent und Händler für Port­weine und ist eng mit der Geschichte des Port­weins verbunden. Das Unter­nehmen wur­de 1692 gegründet und befindet sich bis heute in Famili­en­be­sitz. In der Kellerei werden Besich­tigungs­touren und Verkos­tungen ange­boten, auch für private Gruppen.

Capela do Senhor da Pedra

Roman­ti­sches Kirchlein am Atlantik

Die kleine Kapelle steht auf einem Felsen unmit­telbar am Strand bei Porto. Sie wur­de 1686 erbaut, aber der Ort wur­de bereits in vorchrist­li­cher Zeit als Heiligtum genutzt. Man kann den Besuch des roman­ti­schen Kirchleins wunderbar mit einem Strand­ausflug verbinden.  Wer das Auto stehenlassen will, kann mit der Bahn bis Miramar fahren und von dort einen schönen Spaziergang dorthin machen.

Von Porto nach Pinhão

162 km | 3:30 h

Eine schöne Alter­na­tive zur Auto­bahn ist die Land­straße am Douro fluss­aufwärts. Der fast 900 Kilometer lange Fluss entspringt im Norden Spaniens, wo er Duéro heißt.

Von der spanisch-portugie­si­schen Grenze bis in die Gegend von Peso da Régua bilden die Gebiete um den Douro (Alto Douro) das streng abge­grenzte Anbau­gebiet des Port­weins. In früheren Zeiten wurden die Fässer auf Booten bis in die Port­wein­kelle­reien von Porto verschifft.

Arouca Geopark

Fossilien aus dem Erdal­tertum in idylli­scher Land­schaft

Das Gelände zwischen der Serra da Freita und der Serra de Montemuro muss einmal unter Wasser gelegen haben. Das beweisen die versteinerten Riesen­trio­lobiten, die man hier überall findet. Diese „Drei­lapper“ waren bis zu 70 Zentimeter große Glieder­tiere, die die Meere im Erdal­tertum bevöl­kerten und vor 250 Millionen Jahren ausstarben. Ein Besu­cher­zentrum informiert über die seltenen Funde. Dort beginnt der Lehrpfad PR15. Außerdem kann man auf dem über 300 Quad­ratki­lomter großen Gelände wandern und Kanu­fahren.

Almo­frela

Aussichtsreiche Wande­rung durch das Hinter­land

Start und Ende der Tour ist das Dörfchen Almo­frela. Dort gibt es ein kleines Restau­rant, in dem man nachher auch einkehren kann (bitte nicht erwarten, dass man dort deutsch oder englisch spricht). Die Tour führt teilweise über unbe­fes­tigte Pfade, die even­tuell auch etwas zuge­wachsen sind. Für einen durch­schnitt­lich geübten Wanderer ist das kein Problem. Man hat aber fast die ganze Tour eine wunderbare Aussicht. Wenn es heiß ist, hat man allerdings sehr wenig Schatten. (Hin und zurück: 10,5 Kilometer, 3:15 Stunden, auf und ab: 300 Meter)

E

Douro-Tal

Heimat des Portweins

Das idylli­sche Tal des Douro im Nord­osten von Portugal ist Welterbe der Unesco, weil hier seit über 2.000 Jahren Wein produ­ziert wird.

1756 wur­de die Wein­bau­region als erste welt­weit gesetz­lich abge­grenzt. Nirgendwo anders darf der Port­wein seither produ­ziert werden. Charak­te­ris­tisch sind die steilen Schiefer­hänge, die heute meist terras­siert sind und kaum den Einsatz von Maschinen erlauben. Weil das Tal früh chris­tia­ni­siert wur­de, sind überall uralte Dorf- und Wall­fahrts­kir­chen und entde­cken. Ausflugsfahrten mit dem Boot sind vom Wasser­stand abhängig. Viele von ihnen beginnen in Peso da Regua.

Zu Gast in einem Herrenhaus im Douro-Tal

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Abendessen pro Person

Umgeben von einer traumhaften Land­schaft steht das Herren­haus aus dem 18. Jahr­hun­dert etwas außer­halb von Pinhão mit Blick auf die Weinberge des Douro-Tals.

Die geräu­migen Zimmer und Suiten des Hauses sind in einem modernen Landhaus­stil einge­richtet und schaffen eine harmo­ni­sche Verbindung zwischen klas­si­schem Charme und zeitge­nös­si­schem Komfort. Morgens wird ein reichhal­tiges Früh­s­tücksbuffet ange­richtet; abends kann man im haus­ei­genen Restau­rant landesty­pi­sche Küche genießen. Der schön ange­legte Garten mit Pool lädt zum Entspannen ein, und auch wer sich bewegen möchte, kommt hier auf seine Kosten: Es gibt einen Tennis­platz, eine Tisch­ten­nis­platte und Moun­tai­nbikes. Zudem stehen eine Sauna und ein Whirlpool zur Verfügung.

Lamego

613 Stufen zur Pilger­kirche

Die schlichte Klein­stadt mit knapp 12.000 Einwoh­nern liegt inmitten von Weinbergen und fruchtbaren Feldern. Sehens­wert ist der Schrein der Nossa Senhora dos Remédios, der seit Jahrhunderten zahl­lose Pilger anzieht. Er wird seit 1761 in einer Wall­fahrtska­pelle auf einer Anhöhe südwest­lich der Stadt zur Schau gestellt. Als Verlänge­rung der Haupt­straße führt eine 613-stufige Doppeltreppe dort hinauf. Die goti­sche Kathedrale in der Stadt (Sè) ist die Haupt­kirche des Bistums. Sie wur­de im 16. und 17. Jahr­hun­dert stark verändert. Von der Burg über der Stadt ist noch der Bergfried aus dem 13. Jahr­hun­dert erhalten.

Galegos da Serra-Runde

Aussichtsreiche Wande­rung an der Südflanke des Alvão

Diese Runde um Galegos da Serra und hoch in das Berg­dorf Arnal ist besonders im Frühjahr empfehlens­wert: Dann stehen nämlich die mit Stechg­inster und Erika über­säten Hügel in voller Blüte. Der erste Abschnitt des Weges, der Aufstieg nach Galegos da Serra, ist anstren­gend, aber sehr pittoresk. Der Rückweg von Arnal ist dagegen ein gemüt­li­cher Abstieg. (Hin und zurück: 6,5 Kilometer, Zeit: 2:30 Stunden, auf und ab 280 Meter)

Hoch­e­bene der Serra do Alvão

Rundwande­rung im Herzen des Natur­parks

Bis heute gibt es nur wenige markierte Wege im Alvão-Gebirge. Diese längere Rundwande­rung führt durch das Kern­stück des Natur­parks, zumeist auf der Hoch­e­bene, und gibt so einen guten Über­blick über die Viel­falt und Schön­heit dieser portugie­si­schen Region. (Hin und zurück: 13 Kilometer, 3:45 Stunden, auf und ab: 320 Meter)

Von Pinhão nach Ourem

342 km | 4:30 h

Jardim do Paço Episcopal

Auf Themen­wegen durch den Barock­park

Der Garten des Bischofs­pa­lastes aus dem 18. Jahr­hun­dert ist einer der schönsten baro­cken Parks in Portugal und das Wahrzei­chen der Stadt Castelo Branco. Er wur­de nach italie­ni­scher Art in Terrassen ange­legt, die durch Treppen, Alleen und Themen­wege mitein­ander verbunden sind. Besonders beein­dru­ckend sind die Granit­statuen der portugie­si­schen Könige an den Treppen­aufgänge. Ent­lang der Alleen mit Teichen und Wasser­spielen findet man viele weitere allego­ri­sche Statuen, die auf so unter­schied­liche Themen wie die Tier­kreis­zei­chen, die Jahres­zeiten, die vier Konti­nente oder die vier Kardi­nal­stugenden anspielen. Im Bischofs­pa­last aus dem 16. Jahr­hun­dert ist heute das Museum Francisco Tavares Proença Júnior.

F

Fátima

Millionen Pilger und Heilungssuchende

Die nach einer mauri­schen Prin­zessin benannte Stadt wur­de zu einem der wich­tigsten Wall­fahrts­orte der römisch-katholi­schen Kirche, nachdem dort am 13.

Mai 1917 die Jungfrau Maria drei Hirten­kindern erschienen sein soll. Heute besu­chen vier Millionen Wall­fahrer jedes Jahr den Ort, darunter viele Kranke in der Hoff­nung auf Wunder­hei­lung. Gegenüber der alten Kathedrale wur­de 2007 die neue Kirche Igreja da Santis­sima Trindade eingeweiht. Sie ist mit annäh­ernd 9.000 Sitz­plätzen die viertgrößte katholi­sche Kirche der Welt und der bislang größte Kirchen­neubau des 21. Jahrhunderts. Zwischen den beiden Kirchen befindet sich zudem der größte Kirchenvor­platz der Welt.

Zu Gast auf einem Landgut bei Ourém

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Abendessen (Erwachsene) pro Person

Über drei Jahrhunderte ist es her, dass der könig­liche Leib­arzt für seine treuen Dienste mit einem Gut in der Nähe von Ourém belohnt wur­de.

Seither hat sich am Aussehen des Gebäudes, das heute ein Hotel beherbergt, nicht viel geändert. Zwar ist im gepflegten Garten um das Haus nun ein Pool, und die Gäste­zimmer sind mit Bädern und Internet ausge­stattet, die länd­liche Atmo­sphäre ist jedoch geblieben. Wandern, Joggen und Moun­tai­nbiking sind möglich.

Convento de Cristo

Kreuzritter­burg bei Tomar

Hoch über Tomar thront die Kreuzritter­burg, die das Stadt­bild beherrscht. Die Tempelritter haben eine Kombi­na­tion von Burg und Kloster erbaut, die nach 1312 an den Christus­orden überging. Dieser Orden erlebte seine Glanzzeit zu Beginn der portugie­si­schen Kolo­ni­alzeit. Entde­ckungs­reisen nach Afrika und Indien wurden vom Orden finan­ziert, der im Gegenzug dafür Besitzungen in Übersee erhielt. Ende des 15. Jahrhunderts war der Orden, der seinen Sitz wieder nach Tomar verlegt hatte, der reichste im Christ­li­chen Abend­land.

Von Ourem nach Sintra

170 km | 2:30 h

Kloster von Santa Maria de Vitória

Glanz­stück der portugie­si­schen Gotik

Das Mosteiro de Santa Maria de Vitória bei Batalha ist eine grandiose Klos­ter­anlage aus der Übergangs­zeit von Gotik zur Renais­sance. Es wur­de zum Dank für den Sieg Portugals über das König­reich Kastilien in 150 Jahren Bauzeit errichtet. Heute gehört das Glanz­stück der portugie­si­schen Gotik zum Welterbe der UNESCO.

Santarem

Goti­sche Spuren im denkmalge­schützten Orts­kern

Phön­i­zier und Grie­chen waren bereits hier, später Römer, Vandalen und Westgoten, noch später Mauren und Araber. Alle haben ihre Spuren hinter­lassen, aber das Stadt­bild des denkmalge­schützten Orts­kerns ist gotisch. Im Zentrum steht die spätgo­ti­sche Kirche Igreja da Graca, in der die Gebeine von Pedro Alvares Cabral liegen, dem Entde­cker von Brasilien. Vor der Kirche steht seine Statue. Ein male­ri­scher Fleck wenige Schritte entfernt ist die Portas do Sol. Wo früher ein mauri­sches Kastell stand, ist heute ein kleiner Park mit Aussichtster­rasse.

G

Sintra

Skuriler Villenvort und Weltkulturerbe

Die Klein­stadt 25 km west­lich von Liss­abon liegt herr­lich auf einem Felsvor­sprung über zwei Schluchten.

Das üppige Berg­land zwischen der Stadt und dem 10 km entfernten Meer ist durch den Parque Natural de Sintra-Cascais geschützt. Acht Jahrhunderte lang war Sintra die Sommer­residenz der portugie­si­schen Könige. Der Palacio National beherbergt heute ein Museum und kann besich­tigt werden (außer mitt­wochs). Das güns­tige Klima und die Schön­heit der Umge­bung zogen im 19. Jahr­hun­dert begü­terte Engländer und andere Euro­päer an, die mitein­ander um die präch­tigste Residenz wett­eiferten. Das Resultat ist ein einma­liges Ensemble von skurilen, teils kitschigen Villen und Schlös­sern, die heute zum Welterbe der UNESCO zählen. Auch die Umge­bung ist reizvoll: Kleine Buchten im Westen mit flachen Sand­stränden bieten ideale Bademög­lichkeiten, sind aber am Woche­n­ende oft sehr voll.

Zu Gast in einem Sommerhaus an der Küste

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Sommer­haus liegt in einem kleinen Dorf an der Küste von Sintra. Es gehört zum Besten, was die Architektur Mitte der 1960-ger Jahre hervor­ge­bracht hat.

Seit seiner Renovie­rung 2005 dient es als kleines Gäste­haus. Im großen Garten gibt es neben schat­tigen Plätzen auch einen  Pool. Für Barbe­cues gibt es einen Grill­platz und eine kleine Küche. Da man in 35 Minuten in Liss­abon ist, eignet sich die Unter­kunft auch für Haupt­stadt­be­su­cher, die aber in länd­li­cher Umge­bung über­nachten möchten. Die Gastgeber sind freund­lich und haben viele Tipps für Tages­ausflüge. Auf Wunsch bieten sie auch geführte Strandwande­rungen an.

Quinta da Regaleira

Verwun­schenes Schloss und ein tiefer Brunnen

Die Quinta von 1904 ist ein einzig­ar­tiges Zusam­men­spiel von Haus und Garten im italie­ni­schen Stil. Bildhauer, Steinmetze und Landschafts­gärtner und Hand­werker haben hier für die Familie von António Augusto Carvalho Monteiro eine verwun­schene und zugleich fürst­liche Sommer­residenz erschaffen. Versch­lun­gene Wege führen vorbei an Springbrunnen, Aussichts­punkten und kleinen Grotten. Ganz oben kommt man zu einem Brun­nenschacht, dessen Tiefe sich zunächst nur erahnen lässt. Über eine Wendeltreppe kann man die unter­irdi­sche Anlage erkunden. Nach 27 Metern Abstieg hat man den Grund erreicht. Mehrere unter­irdi­sche Gänge führen von unten zurück ins Freie.

Palácio Nacional de Sintra

Muslimi­sche Palast und könig­liche Sommer­residenz

Der muslimi­sche Palast aus dem 10. Jahr­hun­dert hieß früher Alcázar und ist mit seinen weithin sichtbaren, koni­schen Kamin-Schorn­steinen das Wahrzei­chen Sintras. Er war vom 14. bis zum 20. Jahr­hun­dert könig­liche Sommer­residenz. Der Bau ist ein Konglomerat aus verschiedenen Baustilen. Arabi­sche Einflüsse zeigen sich unter anderem in den holzge­schnitzten Decken und den kunst­vollen Wandver­kleidungen mit Keramikfliesen aus dem 15./16. Jahr­hun­dert, den soge­nannten Azulejos. Seine heutige Form geht vor allem auf das 15. und frühe 16. Jahr­hun­dert unter Manuel I. zurück. Damals wur­de in Portugal die Manu­elinik entwi­ckelt, eine merkwür­dige Verbindung von Gotik und mauri­schen Orna­menten.

Castelo dos Mouros

Kloster in mauri­scher Burg­ruine

Die Burg­ruine im Wald bei Sintra wurde im 8. oder 9. Jahr­hun­dert von den Mauren erbaut. 1147 eroberte der portugie­si­sche König Alfons I. die Burg und ließ eine christ­liche Kapelle errichten. Die Portugiesen nutzten die Anlage kaum noch, so dass die Burg in den folgenden Jahrhunderten verfiel. Während der Romantik, um 1860, fand eine umfas­sende Renovie­rung der übrig­ge­bliebenen Mauern statt. Von der ursprüng­l­i­chen Anlage ist heute nur noch wenig erhalten.

Von Azoia nach Peninha

Aussichtsreiche Wande­rung im Natur­re­servat Peninha

Die Wande­rung beginnt in dem Dorf Azoia auf der Halb­insel Sintra. Der Fußweg führt zunächst durch dichten Wald auf eine stei­nige Anhöhe. Höchster Punkt ist der roman­ti­sche Weiler Peninha, von wo man einen herr­li­chen Blick auf die Halb­insel bis zum Atlantik hat. Von dort geht es abseits von Fahr­straßen zurück nach Azoia (hin und zurück: 8,1 Kilometer, 2:30 Stunden, auf und ab: 270 Meter).

Von Sintra nach Lisboa

40 km | 45 Minuten
Die kurze Strecke führt nach Osten bis zur Haupt­stadt.
H

Lissabon

Portugals heitere Hauptstadt

Die Stadt an der Mündung des Tejo war bereits eine phön­izi­sche Hafen­stadt, als die Römer sie eroberten.

Nach den Wirren der Völkerwande­rung und über hundertjäh­riger Herr­schaft der Westgoten erlebte „Lischbuna“ unter den Mauren eine kulturelle Blüte und wur­de 1260 unter König Alfonso portugie­si­sche Königsresidenz. Mit den großen Entde­ckungen des 15. Jahrhunderts wur­de Liss­abon eine der reichsten Städte Europas. Die Glanzzeit der Stadt wur­de jäh durch ein schreck­li­ches Erdbeben 1755 beendet, bei dem über 90.000 Menschen getötet wurden. Obwohl es großzügig wieder aufge­baut wur­de, erreichte die Haupt­stadt Portugals nie wieder ihre ehema­lige Bedeu­tung und wur­de erst im späten 20. Jahr­hun­dert zu einer modernen Groß­stadt.
Das Stadt­bild ist von großen Höhen­un­ter­schieden mit großar­tigen Aussichts­punkten geprägt, an denen oft Terrassen ange­legt sind. Ältester Bezirk ist die male­ri­sche Alfama östlich der Kathedrale mit engen Treppen­gassen, versteckten Hinter­höfen und idylli­schen Plätzen.

Zu Gast in einem Boutique-Hotel in Lissabon

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Der kleine Stadt­pa­last aus dem 18. Jahr­hun­dert gehört zu den char­man­testen Unterkünften in einem alten Stadt­teil von Liss­abon.

Alle 17 Zimmer des Hotels sind hell und einla­dend in individu­ellen Designs gestaltet und geschmackvoll deko­riert. Neben einer Dachter­rasse mit herr­li­chem Blick auf das Meer stehen den Gästen ein Privatgarten – in dem bei schönem Wetter auch das Früh­stück serviert wird – und eine gemüt­liche Bibliothek zur Verfügung. Der berühmte portugie­si­sche Schrift­steller Eça de Queirós soll in dem Haus gelebt und ihm im Roman „Os Maias“ ein Denkmal gesetzt haben. Mehrere Museen, darunter das Museum für Alte Kunst liegen in der näheren Umge­bung; das Zentrum erreicht man mit dem Bus 714, dessen Halte­stelle ca. drei Minuten vom Hotel entfernt ist und der zwölf Minuten bis zur Praça do Comércio benö­tigt.

Führung (OPTIONAL)

Lissabon a la Carte (3-4 Stunden, deutsch)

Bei der individu­ellen Führung durch die Altstadt von Liss­abon bestimmen Sie den Rhythmus und den Ablauf selbst. Start ist immer in der Baixa Pombalina, dem Teil der Stadt, der nach dem großen Erdbeben 1755 wieder­aufge­baut wur­de. Danach geht es ins älteste Stadt­viertel, die Alfama, das als einziges das Erdbeben über­stand. Auf einem Hügel erreicht man einen „Miradouro“, wie man die Aussichts­punkte über Altstadt und Fluss nennt.

Danach gibt es zwei Möglichkeiten, die vor Ort mit dem Führer abge­spro­chen werden können:

1. Die Besich­tigung der Mouraria, des ehema­ligen Mauren­vier­tels. 
2. Fahrt nach Belém: Mit der Straßen­bahn (ca. 5 – 7 Euro pro Person) geht es in das Stadt­viertel, wo die großen Entde­ckungs­reisen des 15. und 16. Jahrhunderts begannen. Man besich­tigt das Mosteiro dos Jerónimos (montags geschlossen), ein Meister­werk der Manu­elinik, einer portugie­si­schen Vari­ante der Spätgotik. 
Die Tour endet je nach Wunsch am Torre de Belém oder am Denkmal der Seefahrer.

Elevador de Santa Justa

Mit dem Aufzug von Viertel zu Viertel

Der Perso­nen­aufzug verbindet den Stadt­teil Baixa mit dem höhergelegenen Stadt­teil Chiado. Errichtet wur­de die markante Stahlkon­struk­tion 1902. Der ursprüng­l­iche Antrieb war eine Dampf­ma­schine, diese wur­de jedoch 1907 durch Elektromo­toren ersetzt. Die impo­sante Konstruk­tion ist 45 Meter hoch und hat zwei Kabinen mit Edel­holzver­täfe­lung und Messing­be­schlägen, die je 24 Personen fassen. Ein Stock­werk über dem oberen Ausgang sind die zwei origi­nalen Lift­ma­schinen im Betrieb zu sehen. Nochmals ein Stock­werk darüber ist ein Café mit spekta­kulärer Aussicht über Baixa, Chiado und Castelo de São Jorge.

Lisboa Story Centre

Eine Führung in die Vergan­gen­heit

Eine Reise in die Vergan­gen­heit von Liss­abon erlebt man im Lisboa Story Center. Jede Epoche vom Beginn bis in die Gegenwart wird von Audio- und Vide­obei­trägen begleitet – auch in deut­scher Sprache und für Kinder. Kern­stück der inter­ak­tiven Ausstel­lung ist das Erdbeben von 1755, das man sogar nach­er­leben kann. Die Ausstel­lung informiert über das Aussehen der Stadt vorher und den Wieder­aufbau. Der Rundgang dauert eine Stunde.

Rossio

Lebhafter Platz im Zentrum von Liss­abon

Der Praça de Dom Pedro IV, wie der Platz offi­ziell heißt, ist das Zentrum von Liss­abon und ein beliebter Treff­punkt, zumal hier zwei Metroli­nien zusam­menlaufen und die Züge nach Sintra abfahren. In der Mitte steht eine 23 Meter hohe Marmor­säule mit einer Bronze­statue von König Pedro IV. Zu seinen Füßen sitzen vier weib­liche Figuren, die Gerech­tigkeit, Klugheit, Stärke und Mäßigung verkörpern – alles Eigenschaft, die man dem König zuschrieb. Rings um den Platz sind viele schöne Straßen­cafés, wo man sitzen und dem Treiben zuschauen kann.

Von Lisboa nach Evora

132 km | 2:00 h

Costa de Lisboa

Wo die Liss­abonner baden gehen

Südlich von Liss­abon mündet der Tajo in den Atlantik. Dort weitet sich der Fluss zur einem weiten Mündungs­gebiet, über das nur zwei Brücken führen. Die Land­schaft südlich von Liss­abon ist daher trotz ihrer Nähe zur Haupt­stadt relativ abge­schnitten und ruhig – eben wie eine Halb­insel. Die Costa da Lisboa zieht sich um die Halb­insel, deren Rückrat von der Serra da Arrabida gebildet wird. Die reizvolle Land­schaft und die schönen Bade­strände sind vom inter­na­tio­nalen Tourismus noch verschont. Dafür kommen besonders am Woche­n­ende die Liss­abonner.

Montemor-o-Novo

Im Schatten einer Römer­fes­tung

Die Stadt 30 Kilometer vor Evora liegt im Schatten einer Burg, die auf eine Römer­fes­tung zurückgeht. Im archäo­logi­schen Museum sind Höhlenzeich­nungen aus der nahe gelegenen Gruta de Escoural ausge­stellt, die über 12.000 Jahre alt sind. Die Höhle selbst liegt zwölf Kilometer weiter südöst­lich und kann von 13:00 – 17:00 Uhr besich­tigt werden.

I

Alentejo

Unberührte Region jenseits des Tejo

Nur wenige Touristen verirren sich in das Land „jenseits des Tejo“. Zu Unrecht, denn die Region gehört zu den unbe­rühr­testen der Iberi­schen Halb­insel.

Seit Jahrhunderten scheint die Zeit stehenge­blieben zu sein – auch wegen der großen Auswande­rungs­wellen nach Amerika, Deutsch­land oder Liss­abon. Die weiten, sanft gewellten Ebenen, in denen Kork­ei­chen und Olivenbäume wachsen und Schafe weiden, sind kaum noch besiedelt. An den Wasser­läufen dösen Städte mit mittel­alter­li­chen Ortsbil­dern in der Sonne, allen voran Évora und Marvão.

Zu Gast auf einem Landgut bei Evora

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Geraldo der Furch­t­lose soll 1165 – bei der Befreiung Evoras von den Mauren – sein Schwert auf dem Gelände des Guts versteckt haben.

Nach fast 900 Jahren ist die Geschichte auf einem der schönsten Höfe rings um Evora noch präsent. In den gepflegten Außen­a­nlagen, die von viel Land umgeben sind, versteckt sich ein Pool. Die Zimmer und die Gemeinschafts­räume sind liebevoll einge­richtet. Nach Evora fährt man fünf Minuten.

Évora

Perle des Alen­tejo

Die „Perle des Alen­tejo“ ist ein Reise­ziel ersten Ranges, weil alle geschicht­li­chen Phasen der ehrwür­digen Stadt noch sichtbar sind. Aus römi­scher Zeit, als Évora bereits eine der wich­tigsten Handel­städte Iberiens war, steht noch der monu­men­tale Tempel der Diana und die Burg. Viele Altstadt­gassen haben in der mauri­schen Zeit zwischen 715 und 1165 ihre Gestalt erhalten. Die wehr­hafte Kathedrale aus der Frühgotik verkörpert den Sieg der katholi­schen Reconquista. Von der Inqui­si­tion ist eine Richt­stätte auf dem Praca do Giraldo erhalten geblieben. Der Brunnen auf dem Largo das Portas aus dem 16. Jahr­hun­dert zeugt mit seiner Welt­kugel von den faszi­nierend neuen Erkennt­nissen der Renais­sance.

Cromeleque dos Almendres

6000 Jahre alte Hinkel­steine

Der Stein­kreis entstammt der Mega­li­thkultur am Übergang von der Stein­zeit zur Kupferzeit. Sein Alter wird auf 4.000 bis 6.000 Jahre geschätzt. Einige der Steine tragen Augenmo­tive, Kreise oder Zickzack­li­nien, sowie Sonnen- und Mond­dar­stel­lungen als Verzie­rungen. 2,5 Kilometer vor dem eigent­li­chen Stein­kreis befindet sich ein einzelner Hinkel­stein, der über einen Wanderweg vom Park­platz aus erreichbar ist. Im Gegen­satz zu Ston­e­henge kann man sich im Cromeleque dos Almendres überall frei bewegen und die Steine sogar anfassen.

Von Evora nach Portimão

238 km | 3:00 h

Auf der Fahrt durch die histo­ri­schen Provinzen von Evora und Beja kommt man durch einige male­ri­sche Land­städt­chen: u.a.

durch Portel, von dessen Schloss man eine schöne Aussicht hat, und vor allem durch Beja. Die Provinzhaupt­stadt hat ein nettes Zentrum mit Fußgängerzonen, weißen Häuschen und einla­denden Cafés.

Portel

Schöne Aussicht von der Königsburg

Das Land­städt­chen liegt im Schatten einer Burg, die im 13. Jahr­hun­dert nach der Reconquista unter dem portugie­si­schen König Dinis erbaut wur­de. Danach über­nahm das Königshaus der Bragança die Festung und die Herr­schaft über den Ort. Von oben hat man eine schöne Aussicht auf das Umland.

Beja

Char­mante Provinz­stadt im Schatten der Burg

Die Geschichte der char­manten Provinz­stadt reicht bis zu den Römern zurück, als Julius Caesar die Stadt Beja zur regio­nalen Haupt­stadt ernannte. Die Ruinen aus dieser Zeit sind ein Beleg für den Reichtum und die Bedeu­tung der Stadt. Als die Mauren im 8. Jahr­hun­dert einmar­schierten, legten sie Kopf­steinpflas­ter­straßen an. Manche ihrer anmu­tigen Bauten sind bis heute erhalten. Die Burg von Beja erin­nert lebhaft an die Wiede­re­r­obe­rung der Stadt durch die portugie­si­schen Könige, der Schandpfahl mit Kreuz in der Fußgängerzone an die dunklen Zeiten danach.

Castro Verde

Geschicht­s­träch­tiger Ort zwischen Kork­ei­chenwäl­dern

Der kleine Ort liegt im einsamen Baixo Altenjo umgeben von Kork­ei­chenwäl­dern und ganz in der Nähe von Ourique, wo die entschei­dende Schlacht zwischen den Mauren und dem Heer des König Alfonso stattgefunden haben soll. Zum Andenken an den histo­ri­schen Sieg wur­de die König­liche Basilika von Castro Verde gebaut. Die bemalten Kacheln (Azulejos), mit denen das Innere der Kirche ausge­staltet ist, zeigen noch heute Szenen der Schlacht.

J

Algarve

Bilderbuchküste mit 3.000 Sonnenstunden

Kork­ei­chen, Feigen- und Mandelbäume, Mimosen-, Orangen- und Pfir­sich­blüte: Von der Algarve träumen viele kältege­plagte Mittel­eu­ro­päer.

Hinzu kommen über 3.000 Sonnen­stunden im Jahr und Bade­strände, die zu den schönsten Europas zählen. Gegen Norden ist die südlichste Region Portugals durch zwei kaum bewohnte Gebirgs­züge – die Serra – abge­schirmt. Zwischen diesen Bergen und dem Meer liegt eine abwechs­lungs­reiche, fruchtbare Hügel­landschaft, in der teilweise vier Ernten im Jahr einge­bracht werden. Der schmale Küsten­streifen schließt sich im Süden an. Während der west­liche Teil, die Felse­n­algarve, landschaft­lich äußerst reizvoll ist, befinden sich die meisten Bade­strände (und Hotels) im Osten. Im Winter sinken die Tempe­raturen selten unter 10° Grad; im Sommer sorgt eine frische Brise vom Atlantik für ange­nehme Kühlung.

Zu Gast in einer Villa in Portimão

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die ehema­lige Privatvilla in Portimão liegt auf den Klippen am Ende der Praia do Vau und bietet Entspan­nung in einem modernen, exklusiven Ambi­ente.

Aufgrund der expo­nierten Lage bieten sich weite Blicke über die felsige Bucht und den Sand­strand, der direkt unter­halb des Grund­stücks beginnt. Hinter der weißen Fassade befinden sich fünf geräu­mige Zimmer, die mit stil­voller Einrich­tung überzeugen. Eine Lounge mit Bar steht allen Gästen offen und bietet eine entspannte Atmo­sphäre. Ein einla­dender Ort ist sicher­lich auch die große Terrasse rund um den solarbe­heizten Salz­was­ser­pool, die von Palmen umstanden ist. Jedes Zimmer hat hier einen eigenen kleinen Bereich mit Liegen, Sonnen­schirmen und Hand­tüc­hern. Der Strand lädt bei Ebbe – wenn er sich kilome­terweit erstreckt – zu einem Spaziergang ein, auf dem man kleine Buchten entde­cken kann, die sonst durch das Meer abge­schirmt sind.

Lagos

Geschicht­s­träch­tige Hafen­stadt

Die Hafen­stadt gehört zu den schönsten Städten der Algarve. Sie hat gut 3.000 Einwohner. Südlich und west­lich findet man besonders bizarre Felsen und abge­schiedene Buchten. Die Altstadt ist gut erhalten. Neben histo­ri­schen Sehens­wür­digkeiten gibt es Theater, Restau­rants, Cafés und Geschäfte aller Art, unter anderem auch eine deut­sche Bäckerei. Zu jeder Jahres­zeit prägen allerdings die Touristen das Geschehen. Die Auswahl an Bade­stränden ist enorm. Im Osten erstreckt sich ein kilome­ter­langer Sand­strand entlang der Meeresbucht Meia Praia.

Silves

Zinnen­be­wehrte Aussichtsburg aus rotem Sand­stein

Über der Stadt Silves thront eine zinnen­be­wehr­te Burg aus roten Sand­steinen. Auf dem oberen Mauerring kann man entlang spazieren und die großar­tige Aussicht ins Umland genießen. Ein Schacht führt in eine von den Römern ausgebeu­tete Kupfermine. Beein­dru­ckend sind die mauri­schen Zisternen, die von vier bis sieben Meter hohen Bögen umgeben sind und eine Tiefe von 60 Metern errei­chen.

Caldas de Monchique

Heiße Quellen, Ort der Entspan­nung

Etwa sechs Kilometer südlich des male­ri­schen Dorfs Caldas de Monchique sprudeln die einzigen heißen Quellen an der Algarve inmitten einer üppigen Hügel­landschaft. Dem 32 Grad heißen Thermal­wasser haben bereits die Römer heilende Eigenschaften zuge­schrieben. Im 19. Jahr­hun­dert ist ein Kurort mit eleganten Häusern entstanden. An den schat­tigen zentralen Platz grenzt ein Park mit jahrhunder­te­alten Akazien und Kamelien. Das stete Plät­schern des in der Sonne glitzernden Wassers schafft eine Atmo­sphäre der Ruhe und Entspan­nung.

Über den Klippen west­lich von Lagos

Spekta­kuläre Küstenwande­rung zu einer Bade­stelle

Von Lagos führt die spekta­kuläre Küstenwande­rung an schroffen Felsen vorbei. Unter­wegs kann man die reichhal­tige Flora und schöne Aussichten über den Atlantik genießen. Zwischendrin gibt es Einkehrmög­lichkeiten. Die Wande­rung endet am Strand Boca do Rio, wo man die Über­reste einer 2000 Jahre alten Villa zu entde­cken sind. (hin: 14,5 Kilometer, 4:00 Stunden, auf und ab: 200 Meter)

Rund um Barão de São João

Schat­tenwande­rung durch einen ursprüng­l­i­chen Pini­en­wald

Vor 2000 Jahren war die Algarveküste von Pini­enwäl­dern bedeckt, von denen nur noch wenige Reste übrig geblieben sind. Die Wande­rung führt durch eines der letzten zusam­men­hän­genden Waldgebiete bei Barão de São João. Neben Aussichts­punkten auf die Stadt bieten die hohen Pinien eine schat­tige Abwechs­lung an heißen Sommer­tagen. Am Ende empfiehlt sich das Restau­rante O Beiral mit kleinem Gast­raum und leckerem, preis­werten Essen. (Hin und zurück: 12,5 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 220 Meter)

Auf den Klippen von Odeceixe

Brütende Störche, fantas­ti­sche Aussichts­punkte

Der Weg beginnt im Dorf Odeceixe und führt entlang des gleich­na­migen Flusses zur Mündung in den Atlantik, von wo man einen der schönsten Aussichts­punkte Portugals genießen kann. Ebenso einmalig sind hier die Störche, die entlang der Küste brüten. Angeb­lich ist dies der welt­weit einzige Küstenort, wo man dieses Naturphänomen erleben kann. Im Landes­in­neren geht es abseits von Touristen und Fahr­straßen zurück nach Odeceixe. (Hin und zurück: 13 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 120 Meter).

Von Portimão nach Tavira

102 km | 2:00 h
Wer sich Zeit lassen will, kann ange­sichts der kurzen Strecke die Land­straße über Faro an der Algarveküste nehmen und dabei die Ria Formosa erkunden, eine Uferzone mit vielen In­seln, Strän­den und Lagunen.
K

Tavira

Schöne Strände ohne Hotelburgen

Die uralte Stadt liegt an der östli­chen Algarve nur wenige Kilometer von der spani­schen Grenze entfernt. Sie ist jedoch nicht dem Meer, sondern dem Rio Gilão zuge­wandt, der hier ein Lagune bildet, bevor er in den Atlantik mündet.

Trotz ihrer langen Geschichte, in der Phoen­i­zier, Karthager, Römer und Mauren aufein­ander folgten, gibt es kaum Gebäude die älter sind als 250 Jahre. Das ver­hee­rende Erdbeben von Liss­abon von 1755 hatte auch Tavira hart getroffen. Das Stadt­bild wirkt heute ebenso einheit­lich wie male­risch. Die schönen Sand­strände vor der Stadt­ sind noch relativ wenig bevöl­kert, was wohl daran liegt, dass es bis heute kaum größere Hotels am Ort gibt.

Zu Gast in einem Turismo Rural bei Tavira

4 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Turismo Rural liegt umgeben von Mandel- und Olivenbäumen ruhig im Grünen, in der Nähe der histo­ri­schen Stadt Tavira und ist ideal für alle, die Erho­lung mit kulturellem Programm verbinden möchten. Die geräu­migen Zimmer im ehema­ligen Bauern­haus sind modern einge­richtet; einige haben eine kleine Terrasse mit Blick auf Tavira und das Meer. Im Garten rund um das Haus gibt es zahlreiche Plätze, an denen man – im Liege­stuhl oder in der Hängematte – die Seele baumeln lassen kann. Sowohl die Besitzer als auch das Personal sind freund­lich und hilfsbe­reit. Das Früh­stück besteht aus vorwiegend regio­nalen und selbst herge­stellten Produkten. Mit dem Auto fährt man in die Innen­stadt ca. 5 Minuten, Fuß benö­tigt man über einen Feldweg ca. 20 bis 30 Minuten.



Ilha de Tavira

Baden auf der Lagu­nen­insel

Südlich von Tavira liegt die Lagu­nen­insel Ilha de Tavira, die man per Boot oder Fähre errei­chen kann. Flache Dünen und ein kilome­ter­langer Sand­strand sind ideal für einen Badetag. Weiter west­lich führt auch eine Fußgänger­brücke zur Insel.

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Von Tavira nach Cordoba

311 km | 3:30 h

Alcázar von Sevilla

Königs­pa­last mit mauri­schen Ursprüngen

Der mittel­alter­liche Königs­pa­last von Sevilla war ursprüng­lich eine Festung der Mauren und wur­de erst später zu einem Palast erwei­tert. Die meisten Anlagen stammen aus der Mudéjar-Zeit ab 1364, als die Herr­schaft schon christ­lich, der Baustil aber noch islamisch war. Die berühmten Gäste gehen auf Karl V. zurück. Wegen der vielen Mauern, die gegen den Wind errichtet wurden, wirkt er klein­teilig. Der heutige Irrgarten stammt aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts. Bis heute wird der Alcázar von der spani­schen Königsfa­milie als Residenz benutzt.

Sevilla

Nächt­li­ches Leben im Barrio de Santa Cruz

Die Haupt­stadt Anda­lu­siens ist in vielerlei Hinsicht eine der heißesten Städte Europas. Das Leben spielt sich vor allem nachts ab, besonders zu den großen Festen wie der Semana Santa, der Karwoche, oder der Feria. Obwohl die Heimat­stadt von Don Juan weniger mauri­sche Baukunst aufweist als Cordoba oder Granada, ist das Stadt­bild besonders „anda­lu­sisch“: Vom Real Alcázar, dem Königs­pa­last bis zum Barrio de Santa Cruz, einem male­ri­schen Viertel mit kleinen Plätzen und blumen­ge­schmückten Hinter­höfen gibt es große und kleine Sehens­wür­digkeiten. Der jüngste Aufschwung der Stadt hat auch anstren­gende Seiten: Neue Wohn­viertel werden am Stadt­rand aus dem Boden gestampft, und auf den Straßen herrscht zu jeder Tages- und Nach­t­zeit Verkehrs­chaos.

La Casa del Flamenco

Flamenco-Abend in einem tradi­tionellen Innenhof

Flamenco, eine faszi­nierende Musik voller Leiden­schaft, Schmerz und Erotik, gilt außer­halb Spaniens als der typi­sche Tanz Anda­lu­siens. Dabei liegen die Ursprünge in der maurisch-jüdi­schen Tradi­tion. Später kamen Einflüsse der Zigeuner hinzu. In Sevilla, der unbe­s­trit­tenen Haupt­stadt des Flamenco, gibt es viele Musik­theater, in denen Abend für Abend Shows abge­halten werden. Vor allem die großen sind meist sehr touris­tisch. Wir empfehlen die Casa del Flamenco. In einem Innenhof aus dem 15. Jahr­hun­dert sitzen nur wenige Zuschauer und alle in der ersten Reihe.

L

Cordoba

Jüdisch-maurisches Kulturerbe

Cordoba war um 950 nach Christus die bedeu­ten­dste Stadt Europas und nur noch mit Byzanz und Bagdad zu verglei­chen.

Ihr kome­tenhafter Aufstieg von einer Vandalen-Sied­lung begann 756, als der erste Emir den Thron bestieg und Córdoba zur Haupt­stadt des Kalifats machte. Er führte neue Bewäs­se­rungs­me­thoden und bis dahin unbe­kannte Kultur­pflanzen ein. Wissenschaft und Architektur erlebten einen Höhe­punkt. Um die erste Jahr­tausendwende gab es Straßenbeleuch­tung für die schätzungs­weise 300.000 Einwohner. Die jüdi­sche Gemeinde war ein Hort des christ­lich-muslimi­schen Dialogs. Nach der Erobe­rung und Reka­tholi­sie­rung 1236 geriet Cordoba in Verges­sen­heit – ein Glücksfall, dem der Erhalt der mauri­schen Bausub­stanz zu verdanken ist. Mit Granada und Sevilla gehört Cordoba zu den drei großen Städten Anda­lu­siens, ist aber etwas ruhiger als ihre Schwestern. Wer dem touris­ti­schen Gedränge entgehen will, muss nur ein paar Straßen weiter gehen, wo sich das alltäg­l­iche Leben abspielt.

Zu Gast in einem Hotel in der Judería

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das kleine Hotel liegt im Herzen von Córdoba, inmitten der reizvollen, verwin­kelten Gassen der Judería, dem jüdi­schen Viertel der Stadt.

Die Zimmer sind individuell in einem klas­sisch-eleganten Stil mit teilweise antiken Möbeln einge­richtet und mit liebevoll ausge­wählten Accessoires deko­riert. Aber auch die übrigen Räume des Hotels, wie La sala del Rey – im Stile Louis XV – sowie kleine Innenhöfe tragen zum char­manten Ambi­ente bei. In den umliegenden Gassen findet sich eine Viel­zahl an kleinen Boutiquen und Cafés, die Mezquita-Catedral de Córdoba liegt 250 Meter vom Hotel entfernt.

Judería

Altstadt von Córdoba

Das ehema­lige Juden­viertel von Córdoba ist heute die eigent­liche Altstadt. Sie ent­stand im 10. Jahr­hun­dert, als viele Juden in das tole­r­ante Kalifat zogen und sich rund um die Mezquita nieder­ließen. Mit der Über­nahme der Herr­schaft durch die katholi­schen Könige Spaniens 1492 endete die multire­ligiöse Blütezeit. Die sephardi­schen (spani­schen) Juden wurden ebenso vertrieben wie die Mauren. Heute ist die Juderia UNESCO Welt­kultur­erbe. Weiß gekalkte Häuser mit nach Blumen duftenden Innenhöfen säumen die schmalen Gassen. Besonders schön gestaltet ist die Calleja de las Flores, wo die Bewohner ihre Häuser mit einem herr­li­chen Blumenschmuck versehen haben. Einen Besuch lohnt auch die letzte erhal­tene Synagoge Anda­lu­siens.

Mezquita

Moschee und Kathedrale von Córdoba

Die Mezquita-Catedral von Córdoba ist mit einer Grund­fläche von über 23.000 Quad­r­at­me­tern einer der größten Sakral­bauten der Erde. Seit der Reconquista ist sie die Kathedrale der Stadt. Ihr Name – „Mezquita“ ist mit dem deut­schen Wort „Moschee“ verwandt – deutet also auf muslimi­schen Ursprung der heutigen Kathedrale hin. Vor dem Bau der Moschee stand allerdings auf dem Areal eine Kirche, die schon 780 begonnen wur­de. In über 200 Jahren Bauzeit war eine Moschee entstanden, die mit den schönsten ihrer Zeit in Mekka, Damaskus, Kairo oder Istanbul mithalten konnte. Beim Eintreten wird der Betrachter überwäl­tigt von einem Wald von Säulen und Bögen sowie einem Farb­spiel von über­irdi­scher Schön­heit. Sehens­wert ist auch der Innenhof mit dem Almanzor-Brunnen.

Gärten des Alcázar

Lauschige Gärten an den Mauern des Königs­schlosses

Der Alcázar de los Reyes Cris­tianos, also das Schloss der christ­li­chen Könige, ist mauri­schen Ursprungs. Angeb­lich soll hier einmal eine Hinrich­tungs­stätte für christ­liche Märtyrer gewesen sein. Als Córdoba schon gefallen war, Granada aber noch in mauri­scher Hand war, residierten auf der Burg die katholi­schen Könige. Besonders schön sind jedoch die Gärten des Alcázars, die an die Mauern angrenzen und im 14. Jahr­hun­dert ange­legt wurden. Die Wasser­be­cken, Springbrunnen und präch­tigen Blumenbeete sind im Sommer bis Mitter­nacht zugäng­lich.

Las Ermitas

Einsiedelei in der Sierra Cordoba

Auf den Höhen der Sierra Cordoba haben Eremiten in frühchrist­li­cher Zeit Sied­lungen gebaut. Las Ermitas sind noch heute ein Ort von spiritueller Kraft, auch wenn nur noch wenige Brüder der Ordens der Unbe­schuhten Karmeliter dort leben. Von der Aussichts­platt­form hat man einen schönen Blick auf Cordoba. Wer fit ist, kann auch zu Fuß gehen. Der Wanderweg von El Bril­lante im Norden Cordobas ist drei Kilometer lang und steil.

Von Cordoba nach Valencia

524 km | 6:00 h

Sierra de Cardeña-Montoro

Luchse, Adler und Wölfe im Natur­park

Die Sierra de Cardeña-Montoro ist ein im Nord­osten der Provinz Córdoba gelegener, zur Sierra Morena gehörender Gebirgszug. Das Gebiet ist als Natur­park geschützt, sanfte Hügel kontras­tieren mit tief einge­schnit­tenen Flus­stälern. Die Wälder aus Stein­eiche und Wildem Ölbaum werden zumeist beweidet und bilden ein typi­sches Beispiel der dehesa, wie man die Weide­wälder nennt. Luchse und Stein­adler, gelegent­lich auch Wölfe, finden hier noch einen Lebens­raum. Am west­li­chen Rand des Natur­parks liegt der Ort Cardeña, von dem aus man das Gebiet auf Wande­rungen erkunden kann.

Desfi­l­adero de Despeña­perros

Einziger Pass über die Sierra Morena

Der einzige Pass über die Sierra Morena führt durch die male­ri­sche Schlucht von Despeña­perros. Die Berg­landschaft rund um den gleich­na­migen Fluss ist heute ein Natur­park, wo in den Kork­ei­chenwäl­dern wieder Luchse, Wölfe, Hirsche und Adler leben. Nicht immer war der Pass so fried­lich wie heute. 1212 eroberte ein christ­li­ches Heer in einer blutigen Schlacht den stra­tegisch wich­tigen Pass und leitete den Unter­gang des mauri­schen Anda­lu­sien ein.

M

Valencia

Mediterrane Schönheit am Mittelmeer

Die drittgrößte Stadt Spaniens ist nach Barcelona das wich­tigste kulturelle Zentrum des Landes an der Mittelmeerküste.

Im Hafen der 790.000-Einwohner-Stadt werden Zitrusfrüchte, Olivenöl, Wein und Rosinen aus dem Hinter­land umge­schlagen und nach ganz Europa geliefert. Die Altstadt mit ihrem mittel­alter­li­chen Gassengewirr ist von medi­ter­raner Schön­heit. Im Norden und Osten wird sie von einer Garten­anlage umgeben, die vom Rio Guada­laviar gespeist wird.

Zu Gast in einem B&B in Valencia

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das B&B liegt in einem denkmalge­schützten Gründerzeit­haus in Valencia, 100 Meter von der Kathedrale und dem histo­ri­schen Zentrum entfernt.

Die sechs individu­ellen Zimmer sind hell und stylisch einge­richtet und nach bekannten Vier­teln der Stadt benannt. Im vierten Stock befindet sich eine sepa­rate Wohnung mit Küche. Zum Früh­stück gibt es frische Säfte, Obst, Back­waren und kleine Gerichte wie geriebene Tomaten mit Olivenöl. Africa und Sergio sind sehr nette Gastgeber und haben Tipps für Tages­ausflüge und Restau­rant­be­suche.

L’Hemisfèric

Spekta­kuläres Museum und 3D-Kino

Das von Santiago Calat­rava entworfene Gebäude soll ein mensch­li­ches Auge darstellen, mitten in einem riesigen Wasser­be­cken. Auch im Hemisfèric geht es ums Sehen. Das 100 Meter lange Dach beherbergt ein 3D-IMAX-Kino und ist Teil der „Stadt der Künste und Wissenschaften“ Valencias: Dort buhlen Museen, das größte Aqua­rium Europas und der Palast der Künste neben­ein­ander um die Aufmerk­samkeit der Besu­cher. Das gesamte Gebäude ist von einer 24.000 m² großen Wasser­fläche umgeben.

Albufera-See

Vogel- und Wander­pa­ra­dies am größten See Spaniens

Der flache See südlich der Stadt Valencia ist durch eine Sand­düne vom Mittelmeer getrennt. Der Süßwass­ersee bedeckt 27 Quad­ratki­lometer, seine maximale Tiefe ist 1,5 Meter. Sechs kleine Inseln liegen im Albufera-See. Zusammen mit den Stränden und Dünen der Umge­bung, den Lagunen, Feuchtgebieten und dem medi­ter­ranen Wald wur­de er als Natur­park ausgewiesen. Der 211 Quad­ratki­lometer große Parque Natural de l´Albufera ist als Rast­platz für Zugvögel von über­regio­naler Bedeu­tung. Mehrere kurze Wander­wege führen durch das Gebiet.

Sagunt

Mäch­tige Ruinen aus römi­sche Zeit

Die Stadt 25 Kilometer nörd­lich von Valencia stand bereits 218 vor Christus im Fokus der Welt­ge­schichte. Damals verbün­deten sich die Einwohner mit Rom, obwohl Sagunt im Einflussbe­reich der Karthager lag. Doch als Hannibal die Stadt neun Monate lang bela­gerte, kam keine Hilfe aus Rom, woraufhin die Bewohner ihre Stadt aus Verzweif­lung selbst anzün­deten. Noch heute geben die mäch­tigen Ruinen einen Eindruck von der eins­tigen Bedeu­tung der Stadt. Sehens­wert ist das Teatro Romano, das allerdings erst 300 Jahre nach der fürchter­li­chen Bela­ge­rung errichtet wur­de.

Von Valencia nach Céret

521 km | 6:00 h

Vinaros

Die von Land­wirt­schaft und Indu­s­trie geprägte Stadt ist die nörd­lichste an der Costa del Azahar. Siehat einen bedeu­tenden Hafen, in dem abends die Garn­e­len­fi­scher landen und ihre Ware direkt am Kai verstei­gern. Früher gab es große Werften und Konserven­fa­briken. Sie haben inzwi­schen geschlossen und dem Tourismus Platz gemacht, der von den schönen Stränden in der Umge­bung profi­tiert. Sehens­wert sind die Kirche Arxi­pre­stal de l'Assumpció aus dem siebzehnten Jahr­hun­dert im Stadt­zentrum und die male­ri­sche Ermita de la Mare de Déu de la Mise­ricòrdia i de Sant Sebastià, die auf einem 144 Meter hohen Hügel fünf Kilometer west­lich des Ortes thront. Der Karneval in Vinaròs ist ein An­zie­hungs­punkt für die ganze Region. In der Nit del Pijama tragen alle Leute in der Stadt Pyjama oder Schlaf­anzug.

Codorníu

Führungen und Verkos­tungen in Spaniens ältester Sektkellerei

Der welt­weit größte Produ­zent von Sekt, der nach der tradi­tionellen Champa­gner-Methode in der Flasche vergoren wird, wur­de schon im Jahre 1551 gegründet. 1872 produ­zierte Josep Raventós zum ersten Mal in Spanien durch die Tradi­tionelle Methode Cava und etab­lierte so eine völlig neue Indu­s­trie in der Region Alt Penedès. Heute werden jähr­lich 60 Millionen Flaschen produ­ziert. Spani­scher Schaumwein aus der Region Katalo­nien wird Cava genannt. Man kann die Sektkellerei besu­chen und das mit einem Lunch verbinden. Führungen auf Deutsch werden ange­boten.

Monts­errat

Felsenkloster mit Ausblick

Der „gesägte Berg“ ragt wie eine gewal­tige Burg aus Fels über das kata­la­ni­sche Hügel­land. Am Ende eines Spalts liegt abenteuer­lich auf einem Felsvor­sprung Monts­errat, eines der bedeu­ten­ds­ten Klöster Spaniens. In der Basilika aus dem 16. Jahr­hun­dert hängt über dem Altar ein Madon­nenbild, zu dem Katholiken aus der ganzen Welt pilgern. Auf den Berg gelangt man mit einer Seil­bahn. Von der Berg­sta­tion Sant Joan führt eine Wande­rung auf den höchsten Gipfel, den Sant Jeroni (1237 m), wo man mit einem grandiosen Rund­um­blick belohnt wird.

Selma

Aussichtswande­rung zu einem verlas­senen Weiler

Die aussichtsreiche Tour führt durch eine alte Kultur­landschaft mit Weinbergen und Wäldern. Unter­wegs kommt man an verlas­senen Fincas vorbei. Ziel ist der aufge­gebene Weiler Selma mit seinen Einsied­ler­höfen, deren Einwohner ins weniger abge­legene El Pla de Manlleu umsiedelten. Dort beginnt die Wande­rung. (hin und zurück: 13,8 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 350 Meter)

N

Céret

Künstlerstädtchen in den Ostpyrenäen

Das Künst­ler­städt­chen in den Ostpy­re­näen liegt südlich von Perpi­gnan nahe der spani­schen Grenze.

In der uralten Kultur­landschaft von Languedoc Rous­sillon kommen Natur­liebhaber und Kultur­in­ter­es­sierte glei­cher­maßen auf ihre Kosten. Im Westen erhebt sich der Pic de Cannigou (2.785 Meter), von dem man an klaren Tagen eine phan­tas­ti­sche Sicht hat. Weiter südlich fließt die Tech durch die male­ri­sche Gorge de la Fou, eine bis zu 100 Meter tiefen Schlucht. Ceret selbst, wo in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts berühmte Maler wie Gris, Braque, Picasso oder Chagall gewohnt haben, ist vor allem für sein einzig­ar­tiges Musée d'Art Moderne bekannt. Über 50 Werke von Picasso sind dort ausge­stellt.

Zu Gast in einem katalanischen Herrenhaus

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das sorgfältig renovierte Anwesen aus dem 17. Jahr­hun­dert liegt im Tal des Tech ober­halb von Ceret. Die meisten der zehn Zimmer haben einen Patio mit einem kleinen Garten.

In der Anlage befinden sich eine Sonnen­ter­rasse mit beheiztem Swimmingpool und ein Garten mit schat­tigen Plätzen. Gute Restau­rants und Boutiquen befinden sich im nahe gelegenen Ceret.

Musée d'art moderne de Céret

Werke von Picasso, Matisse und Chagall

Das einzig­ar­tige Museum enthält eine Samm­lung von rund 700 Arbeiten moderner Künstler. Zum Fundus gehören mehr als 50 Werke von Pablo Picasso, mehr als ein Dutzend Zeich­nungen von Henri Matisse, ein groß­forma­tiges Gemälde von Marc Chagall sowie diverse Arbeiten von Joan Miró, Jean Cocteau, Raoul Dufy, Juan Gris, Aristide Maillol, Chaim Soutine, André Masson, Manolo Martínez Hugué, Auguste Herbin sowie von Joan Brossa, Pinchus Kremegne, Jean-Louis Vila und anderen. Von besonderen Inter­esse sind Chagalls Gouache. Die Kuh unter dem Regen­schirm, die 28 rot-braun-gelben Tonschalen von Picasso mit Stier­kampf-Szenen sowie eine gleichfalls von Picasso stam­mende Zeich­nung, La Sardane à la Colombe.

Pic de Cannigou

Aussichtsberg der Ostpy­re­näen

Der östlichste Berggipfel der Pyre­näen hat eine Höhe von 2.784 Metern und galt lange als höchster Berg Katalo­niens. Meist ist er bis in den Frühs­ommer hinein schnee­be­deckt und weithin sichtbar. Von oben hat man an klaren Tagen eine grandiose Aussicht. Zum Ausgangs­punkt der Wande­rung führt eine Piste, die aber auch ohne Allrad­an­trieb zu befahren ist. Die Ersteigung des Canigou ist kein Spaziergang, sondern eine fünf­stün­dige Bergwande­rung. 600 Höhenmeter sind zu überwinden, aber es gibt nur wenige steile Anstiege und kaum tech­ni­sche Schwie­rigkeiten. Auch die Orien­tie­rung macht keine Probleme.

Saint-Martin-du-Canigou

Roma­ni­sche Abtei auf einem Felsen

Die Abtei am West­hang des Pic du Canigou thront auf einem engen Hoch­pla­teau, das von steilen Fels­ab­stürzen umgeben ist. Sie ist nur über einen recht steilen Fußweg von der kleinen Ortschaft Casteil aus zu errei­chen. Auf dem halb­stün­digen Weg wird man von Düften und dem Tosen eines Wildbachs begleitet. Das ergrei­fende Panorama der franzö­si­schen Pyre­näen begeis­tert den Wanderer. Nach einer Wegbie­gung durch­quert man einen schat­tigen Wald von Eichen, Eschen, Esskas­ta­nien und Haselnuss­sträu­c­hern. Oben wartet schließ­lich das burg­ar­tige Kloster aus dem 11. Jahr­hun­dert, an dem man exem­pla­risch die frühe roma­ni­sche Kunst des Mittelmeer­raums studieren kann.

Von Céret nach Eybens

480 km | 5:00 h
Man verlässt den Golf du Lion und folgt der Rhône bis bis Valence. Dort geht es dann nach Nord­osten auf die Alpen zu. Bedeu­tende südfranzö­si­sche Städte wie Mont­pellier, Nîmes und Avignon liegen auf der Strecke.

Narbonne

Geschicht­s­träch­tige Klein­stadt mit schönen Stränden

Die Klein­stadt am Canal de la Robine hat römi­sche Ursprünge. Die Colonia Narbo war die erste römi­sche Kolonie außer­halb Italiens. Aus dieser Zeit stammt  das Horreum, ein unter­irdi­sches Labyrinth von Lager­hallen, die vom Hafen aus zu errei­chen waren. Dass Narbonne im Mittel­alter eine der bedeu­ten­dsten Städte in Okzi­ta­nien war, kann man an der Kathedrale St-Just erkennen. Der überdi­men­sio­nierte goti­sche Bau wur­de allerdings niemals fertig­ge­stellt. Nur der Chor­raum ist voll­endet und wird heute als Kirchenraum benutzt. Der Vorort Narbonne Plage ist für seine schönen Strände bekannt.

Méze

Musik­fes­tivals und frische Austern

Am nörd­li­chen Ufer des Étang de Thau die Stadt mit einer starken Mittelmee­riden­tität. Sie wur­de im 8. Jahr­hun­dert vor Christus von phoen­izi­schen Seefah­rern gegründet. Das Mittelmeer­klima, das charak­te­ris­ti­sche Flair und kuli­na­ri­sche Genüsse ziehen viele Besu­cher an, besonders im Sommer zum Fest des heiligen Petrus (Juni), zum Festival de Thau mit afri­ka­ni­scher Musi (Juli) und zum Scha­len­tier­fest (August). Die Einwohner leben vorwiegend von der Austern- und Mies­mu­schelzucht, die frisch zubereitet in den Restau­rants am Meer ange­boten werden. Moules und Frites finden sich auf fast jeder Spei­se­karte. Im Hinter­land wird Wein ange­baut.

Sète

Fische­reihafen und Stadt­kanäle

Die Hafen­stadt ist nach Marseille der wich­tigste Handelshafen am franzö­si­schen Mittelmeer. Sie ist ganz von Wasser umgeben und wird von Kanälen durch­zogen. Besonders schön ist der Canal de Sète. Am Quai Général Durand beginnen die Hafen­rundfahrten. Höchster Punkt des Orte ist der Mont Saint-Clair 175 Meter über dem Meer. Von dort hat man einen schönen Rund­blick.

Montagne de la Clape

Vom Seefahr­erfriedhof über einen Geröll­berg und eine Schlucht

Zwischen Narbonne und St-Pierre-sur-Mer erstreckt sich ein zehn Kilometer langer Höhenzug wie ein größerer Stein­haufen. Clape ist ein okzi­ta­ni­sches Wort für Geröll. Eine kurze Tour führt zu den schönsten Stellen des Hügels: sie beginnt am viel besuchten Seefahr­erfriedhof mit der Kapelle Notre-Dame-des-Auzils und geht durch Pini­enwälder und ein Schlucht. (hin und zurück: 3,4 Kilometer, 1:30 Stunde, auf und ab: 80 Meter)

O

Dauphiné

Dramatische Schluchten und hochalpine Passstraßen

Bevor das Gebiet zwischen Rhône und italie­ni­scher Grenze 1349 zu Frank­reich kam, war es ein eigen­stän­diger Feudal­staat.

Das Wappen – zwei blaue Delfine mit roten Flossen – und der Name Dauphiné (Delfinat) gehen auf den Grafen von Albon zurück, der sich ab 1122 Delfinus nannte und Grenoble zur Haupt­stadt machte. Geographisch grup­piert sich die Dauphiné rund um das grandiose Massif des Ecrins südöst­lich von Grenoble, das bis zu 4.100 Meter aufragt. Das hoch­alpine Gebirge wird von drama­ti­schen Schluchten durch­schnitten. Über die wilden Gebirgsketten führen die höchsten Pässe der Alpen.

Zu Gast in einer Malteser Komturei

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Schloss in einer parkähn­li­chen Anlage schaut herr­schaft­lich aus; und einige der Herr­schaften – unter ihnen Finan­ziers, Premiermi­nister sowie Ritter des Templer- und des Malte­ser­or­dens – schauen ernst auf den früh­s­tü­ckenden Gast herab.

Trotz der Grandeur gelingt es dem Hotelier, eine fast familiäre Stim­mung zu erzeugen. Dabei helfen die Antiqui­täten und Gemälde aus Famili­en­be­sitz. Die Zimmer sind auf vier Gebäude verteilt, das Schloss, die Orangerie und zwei Pavillons, was zusätz­lich für eine persön­liche Atmo­sphäre sorgt. Ein Restau­rant und ein Swimmingpool sind vorhanden.

Grenoble

Alpine Olym­pi­a­stadt

Die Haupt­stadt der Dauphiné liegt großartig am Zusam­menfluss von drei tief einge­schnit­tenen Tälern. Ursprüng­lich von Kelten gegründet, wur­de die Stadt nach­ein­ander von Burgundern, Franken und den Dauphins bewohnt. Seit 1349 gibt es hier eine Univer­sität. 1968 wurden die Olym­pi­schen Winter­spiele hier ausge­tragen, 1992 nur wenige Kilometer weiter in Albertville. Das hoch­alpine Gebiet der Dauphiné liegt an der herr­li­chen Routes des Grandes Alpes, welche die Cote d'Azur mit dem Mittelmeer verbindet.

Wande­rung auf den Pic Saint-Michel

Einfache Wande­rung mit uriger Auberge und Mont-Blanc-Blick

Der Berg ist zwar keine 2000 Meter hoch, aber die Aussicht ist phäno­menal: Man schaut von Grenoble bis zum Mont Blanc und im Westen über die Vorberge hinweg ins Rhonetal. Außerdem ist der Weg einfach. Unter­wegs kommt man an einem urigen Auberge vorbei, wo man auf dem Rückweg noch eine Rast einlegen kann. Hin und zurück: 8,2 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 570 Meter)

Aussichtswande­rung: Charande

Am West­rand der Alpen

Ohne große Steigungen oder Anstrengungen führt die Wande­rung über einen lang­ge­streckten Berg dem Furon- und dem Rhône-Tal. Obwohl man knapp über 1700 Höhenmeter kommt, hat man eine tolle Aussicht auf die Hoch­alpen, was auf die west­liche Randlage der Charande zurückzu­führen ist. Auf dem Rückweg kann man Halt machen in der Gîte d'Alpage, wo es vor roman­ti­scher Kulisse ein gutes Abend­essen mit Almpro­dukten gibt. Mitt­wochs kann man die Wande­rung auch mit einem Besuch des Bauern­marktes in Autrans verbinden. (Hin und zurück: 6,8 Kilometer, 1:30 Stunden, auf und ab 130 Meter)

Wande­rung: Grottes de Chor­anche

Zauber­hafte Tropf­steinhöhle

Der Gebirgs­stock des Vercors im äußersten Westen der franzö­si­schen Alpen ist ein Karstgebirge, das „durch­löchert ist wie ein Schweizer Käse“ (Rother Wanderführer). Über 3000 Höhlen sind bekannt, die berühm­testen von ihnen sind die Grottes de Chor­anche. Bisher sind fünf Höhlen öffent­lich zugäng­lich, doch dahinter gehen überall Gänge in die unerforschte Tiefe. Die zarten Stalak­titen sind durch die gekonnte Beleuch­tung noch eindrucksvoller. Wer in der Haupt­saison nicht auf dem überfüllten Park­platz Schlange stehen möchte, kann sein Auto unten in Chor­anche abstellen und zu Fuß durch eine Schlucht gehen, wo man an den Cascade de Tuf vorbei­kommt. (Hin und zurück: 5,9 Kilometer 2 Stunden, auf und ab: 300 Meter)

Von Eybens nach Hause

29 Tage
ab 2.844,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Umfulana Klimaspende

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: April–Oktober

Die Preise können je nach Saison variieren.
Ihre Beratung
Petra Rappenhöner

Tel.: +49 (0)2268 92298-17

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