Réunion, der Osten: Feucht-windige Küste und Lavaströme
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Réunion, der Osten

Von Lavafeldern umgeben: Notre-Dame-des-Laves im Süden

Von Lavafeldern umgeben: Notre-Dame-des-Laves im Süden

Feucht-windige Küste und Lavaströme

Die Passatwinde im Indischen Ozean kommen von Osten und treiben Wolken und Wellen, Sturm und Regen auf die Insel zu. Daher ist die Ostküste von Réunion besonders fruchtbar. Obst und Gemüse werden angebaut. Weite, grüne Zuckerrohrfelder überziehen die Hänge. Dazwischen sind einzelne Urwaldareale stehengeblieben, in denen Vanille angebaut wird. St- André ist mit 35.000 Einwohnern die größte Stadt. Ihre Hindutempel weisen darauf hin, dass hier vor allem Nachfahren der tamilischen Zuckerrohrsklaven leben. Der äußerste Südosten ist jedoch kaum besiedelt, was an den Lavaströmen liegt, die vom Piton de la Fournaise in Meer fließen.



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Sehenswürdigkeiten Réunion, der Osten

Anse des Cascades

Klippenweg zwischen Lava und brausendem Meer

Die Wanderung führt durch die Klippen an der Ostküste, die von Sturm, Wellen und Wind wild zerklüftet sind. Während vom Ozean her die Erosion droht, schiebt sich aus den Bergen ständig heiße Lava ins Meer – die Küstenlinie ist ständig in Bewegung. Der Klippenweg veranschaulicht die Wucht der Elemente. Wer will, kann bis nach La Rivine gehen und den Bus zurücknehmen. (Hin und zurück: 8,4 Kilometer, 3 Stunden, auf und ab 80 Meter)

Cascade Grand Galet

Schillernde Kaskaden an der felsigen Südküste

Von Langevin aus führen kurvenreiche Straßen und enge Brücken bergauf zu den Wasserfällen mit dem klangvollen Namen Cascade Grand Galet. Vom Parkplatz geht es für wenige hundert Meter noch zu Fuß weiter. Auf der Aussichtsplattform angekommen, findet man sich gegenüber einer grünbewachsenen Felswand wieder, an deren Flanken sich das Wasser aus den Bergen seinen Weg in die Tiefe sucht. Unten sammelt es sich in einem Bassin, dessen Grund im Sonnenlicht in allen Nuancen von Blau erstrahlt.
Ein steiler Pfad neben der Aussichtsplattform führt hinunter zum dem natürlichen Wasserbecken. Wer hinabsteigen möchte, um ein erfrischendes Bad im kühlen Nass zu nehmen, sollte neben den Badesachen auch festes Schuhwerk mitbringen, da der Weg äußerst uneben ist und eine gute Trittsicherheit erfordert.

Cassé de la Rivière

Abwechslungsreicher Weg durch das Vulkangebiet

Vor 40.000 Jahren entstand der zweite Krater des Piton de la Fournaise und mit ihm die große Ebene nördlich des Vulkans. Über sie führt dieser Wanderweg, der zu den abwechslungsreichsten im Vulkangebiet gehört. Erst geht man durch Hochwald, dann durch Savanne und schließlich durch Grasland bis zum Ende der Ebene. Dort gähnt eine imposante Schlucht. Alternativ kann man den Rückweg über den Nez Coupé de Ste-Rose wählen, der noch einmal eine grandiose Aussicht über die Mondlandschaft ermöglicht. (hin und zurück: 17,6 Kilometer, Zeit: 5:30 Stunden, auf und ab 560 Meter)

Coteau Maigre

Aussichtsreiche Wanderung durch Heide und Dschungel

Die Wanderung gehörte zu den schönsten auf der südlichen Hochebene. Sie ist abwechslungs- und aussichtsreich. Es geht durch Weideland, durch Heide und schließlich in den Regenwald. Auf dem Rückweg überschauen wir die Hochebene mit ihren grünen Vulkanen. Es gibt keine Raststation unterwegs. Essen und Trinken muss mitgebracht werden. In der zweiten Hälfte erfordert der Anstieg zur Piton de la Plaine des Cafres ein wenig Kondition. (hin und zurück: 17 Kilometer, 6 Stunden, auf und ab: 560 Meter)

Cratère Rivals

Durch die Mondlandschaft am Piton de la Fournaise

Allein die Kraterlandschaft rund um den Piton de la Fournaise wäre schon Grund genug, die weite Reise nach Réunion zu unternehmen. Allerdings ist der Vulkan 2007 ausgebrochen und eine Umrundung der sehr aktiven Hauptkrater bisher noch nicht möglich. Stattdessen wurde ein Weg zum Cratère Rivals weiter südlich angelegt. Auch er führt durch die Mondlandschaft der Lavaebene und ermöglicht einen Blick auf den 2.632 Meter hohen Nachbarvulkan. (Hin und zurück 3:30 Stunden, 11,3 Kilometer, auf und ab: 370 Meter)

Wer nur gut eine Stunde laufen will, kann vom selben Startort zum Krater Leo Fornica laufen.

Grand Brûlé

Lavakaskaden zwischen Saint-Philippe und Sainte-Rose

Die einzigartige Landschaft im Südosten des Insel wurde von den Lavaströmen, die sich immer wieder die Hänge des Vulkans herabwälzen, geformt. Sie ist Teil des Parc national de La Réunion und gehört außerdem dem Weltnaturerbe an. In den meisten Fällen rollen die Lavaströme bis hinunter in den Ozean und verändern dabei jedesmal die Küstenlinie, die dadurch eine seltene, wilde Schönheit besitzt. Unter freiem Himmel bildet die gewundene, drapierte und plissierte erkaltete Lava wahre Kunstwerke.

Le Cap Méchant

Steile Klippen, starke Brandung

Das Cap Méchant ist eine Steilküste im Südosten Reunions, an der die tosende Brandung auf schroffe Lavaklippen prallen. Am „hinterhältigen Kap“ – so die Übersetzung – sollen früher viele Seeleute, zumeist Piraten, ihr Leben verloren haben. Bei schlechtem Wetter erzeugt der Nebel um die schwarzen Felsen herum ein fast mystisches Ambiente. In Saint-Philippe ist das Cap Méchant auch als Treffpunkt für Familien bekannt. Die Einheimischen auf La Réunion treffen sich dort gerne an den Wochenenden, um zu picknicken oder in einem der drei nahe gelegenen Restaurants zu Mittag zu essen.

Le Jardin des Parfums et des Épices

Parfümpflanzen und Gewürze auf einem alten Lavastrom

Der Privatgarten liegt bei Mare Longue auf einem 800 Jahre alten Lavastrom mitten im Wald. Auf der fruchtbaren, feuchten Erde gedeihen über 1.500 verschiedenartige Parfüm-, Gewürz- und Zierpflanzen. Auch Heilkräuter und Bäume für Kunstschreinerei werden angebaut. Seit 1989 ist das kleine Paradies für die Öffentlichkeit geöffnet,

Notre-Dame-des-Laves

Ein Wunder am Straßenrand

Die kleine Kirche liegt am Fuße des Piton des Fournaise. Ihr Name bedeutet auf Deutsch „Unsere Dame der Lava“. Wie durch ein Wunder überstand sie einen Vulkanausbruch im März 1977. Die glühende Lava, die vom Berg hinabrollte, floss genau um die Kirche herum und so blieb das Gebäude vor dem Einsturz verschont.
In fröhlichen Pastelltönen angestrichen erhebt sie sich heute aus einem Feld aus schwarzem Gestein. Dabei sind die Geröllbrocken jedoch nicht die Überreste jenes Lavastroms, der für das vermeintliche Wunder sorgte. Nachdem man zunächst die Umgebung aufgeräumt und von der Lava befreit hatte, entschied man später, die Szenerie des Ereignisses wieder nachzustellen. Dafür brachte man Lavagestein wieder her und drapierte es sorgfältig um die Kirche.
Ein kleines angeschlossenes Museum informiert, allerdings ausschließlich auf Französisch, über den Vulkanausbruch.

Piton de la Fournaise

Aktiver Vulkan auf Réunion

Der letzte aktive Vulkan (2631 m) der Vulkaninsel ist zugleich ihre größte Attraktion. Seit 1640 ist er mindestens 150 Mal ausgebrochen, besonders heftig am 2. Apil 2007, als der Hauptkrater eingebrochen ist und der Boden des 1000 m langen und 500 m breiten Kraters um 300 m sank. Trotz der regelmäßigen Eruptionen kann man sich dem Glutofen bis auf kürzeste Distanz nähern. Das Kratergebiet ist von Bourg Murat aus zugänglich, wo auch das Maison du Volcan, ein informatives Museum, steht. Von dort führt die 30 km lange Vulkanstraße nach Osten. Auf halber Strecke liegt der Nez de Boeuf (2136 m) von dem aus man den besten Blick auf das großartige Naturwunder hat.

Sainte-Anne

Im Obstgarten von Réunion

Der kleine Ort liegt im Dreieck von Saint-Benoit, dem Obstgarten von Reunion südöstlich von Saint-Denis. Auf den fruchtbaren Böden wächst unter anderem die Bourbon-Vanille, eine aus Mittelamerika stammende Kletterorchidee. Wahrzeichen von Sainte-Anne ist die etwas kitschige Kirche, die schon in dem Film von Truffaut „Geheimnis der falschen Braut“ als Kulisse gedient hat. Die Fassade wurde unter Pater Dobernberger, einem Priester aus dem Elasass zwischen 1922 und 1940 geschaffen.

Wanderung am Grand Étang

Rund um den Vulkansee

Der Grand Étang ist der größte See von La Réunion und zugleich der einzige See in den Höhenlagen mit vulkanischem Ursprung. Über Jahrtausende hinweg hatten die Wasser des Rivière Bras d’Annette ein tiefes Tal in das Piton des Neiges Massiv gehöhlt. Vor etwa 6000 Jahren brach dann der Piton de Fournaise aus. Seine Lavaströme flossen entlang der Bergflanken hinunter und versiegelten das Tal. Der Fluss wurde gestoppt und im Laufe der Zeit entstand ein See.
Der Grand Étang hat keine Ableitung, stattdessen versickert das Wasser im durchlässigen Vulkanstein des Grundes. Er wird gespeist durch den Wasserfall Bras d’Annette sowie durch das Regenwasser, das von den umliegenden Steilhängen abläuft. Der Wasserstand kann daher enorm variieren.
Der Wanderweg führt einmal um den See herum und macht einen kurzen Abstecher zum Wasserfall.
(Hin und zurück: 6,8 Kilometer, 2:30 Stunde, auf und ab: 220 Meter)

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