02.12.2012

Réunionreise von Manuela Schlicht

Hallo Frau Schloßmacher,

nachdem wir uns wieder etwas eingelebt haben, möchten wir über unsere Reise berichten. Insgesamt hat uns die Reise sehr gut gefallen. Die 14 Tage waren sehr abwechslungsreich und wir haben einen guten Eindruck von der Insel erhalten. Allgemein möchten wir auf ein paar Dinge hinweisen, die man wissen sollte:
1) Sprache
Man sollte schon etwas französisch können, sonst wird es sehr schwer, sich zu verständigen. Alle Leute waren sehr freundlich und hilfsbereit, englisch oder deutsch konnte allerdings kaum jmd. sprechen. Ich spreche ein bisschen französisch und alle waren sehr bemüht mich zu verstehen (auch wenn ich manchmal etwas "herumgestammelt" habe). Wir haben es nicht erlebt, dass nur kreolisch gesprochen wurde.
2) Nebenkosten/Essen
Die Nebenkosten, insbesondere Getränke, sind schon recht hoch. Man sollte schon p.P. €50,- pro Tag einkalkulieren. Wir haben allerdings immer sehr gut gegessen und die Portionen sind reichhaltig. Man wird auch nicht komisch angeschaut, wenn man sich ein Essen teilen möchte (z.B. eine Vorspeise oder ein "Cari"). Von 12:00-14:00 ruht das "Leben", da alle mittags essen. Abends wird immer recht spät gegessen (frühestens ab 18:30)
3) Straßen
Die Straßen waren alle gut ausgebaut und aspahltiert. Allerdings muss man sich im Inselinneren auf steile, Serpentinenstraßen, die teilweise einspurig sind, einstellen.
4) Wanderungen
Wir ("Flachlandtiroler") haben die Erfahrung gemacht, dass alle Strecken relativ anstregend sind. Die Zeiten, die für die Strecken angegeben werden, auch gemäß Reiseführer, sind sehr sportlich. I.d.R. sollte man besser die doppelte Zeit einkalkulieren (und wir sind nun nicht absolut unsportlich). Wanderstöcke könnten u.E. sehr hilfreich, die die meisten anderen Wanderer auch genutzt haben.
5) Baden
Reunion ist definitv keine Badeinsel. Zwar sind im Westen und teilweise im Süden Strände vorhanden, man darf aber keine Strände wie in der Karibik erwarten. Der Sand ist recht grobkörnig und es gibt häufig starke Strömungen und/oder Brandungen. Zudem sind im Wasser öfter Riffe. Am ehesten kann man in den Rockpools "planchen".

Zu unseren einzelnen Stopps:

1) Westküste: Boucan-Cannot
Die Gegend hat uns sehr gut gefallen. Das Hotel Boucan-Cannot war sehr gut. Frühstück war in Ordnung. Man sieht zwar, dass die Zimmer schon etwas älter sind, aber es war alles in Ordnung und die Lage macht definitiv alles wett. Fazit: Jederzeit wieder!
Die Restaurants auf der Strandpromenade sind gut (wir waren im Bambou).
Von dort sind wir auch zum Maido gefahren, was sich gelohnt hat (auch das frühe Aufstehen).
Wenn man den Markt in St.Paul besuchen möchte, kann man u.E. am besten am Meeresfriedhof parken. Von dort läuft man noch ungefähr 10 min.
Mittags kann man gut im Hafen v. St. Gilles essen; z.B. Chez Marie

2) Cilaos
Schönes Dorf, landschaftlich schön gelegen. Das Hotel Tsilaosa war sehr gut. Frühstück war gut, insbesondere der Schinken und die verschiedenen Brotsorten. Nachmittags: nette Teezeit. Fazit: Jederzeit wieder!
Wir haben dort eine Wanderung zum Bras Rouge gemacht. Wie schon oben beschrieben recht anstregend. Es ist allerdings schön, am Fluss zu picknicken und die Füße zu kühlen. Auf jeden Fall viel zu trinken einpacken (2l mind.).

3) Südküste: Grand Anse
Landschaftlich sehr schön. Hotel Palm Spa Resort ist sehr luxuriös und toll gelegen. Frühstück war mit eines der Besten. Fazit: Jederzeit wieder!
Essen kann man gut im nahe gelegenen Restaurant "Le Vacoa".
Wir haben von dort den lohnenswerten Ausflug zum Piton Fournaise gemacht; aber auch hier muss man wieder früh los (wir sind um 06:30 losgefahren).

4) Ostküste: Inselinneren
Die Ostküste bzw. der Übergang von Süden nach Osten hat uns landschaftlich am besten gefallen, auch wenn es hier eigentlich keine Strände gibt. Aber das blaue Wasser, die schwarzen Küsten und die grüne Vegetation sind einfach toll.
Hotel Diana Dea Lodge war das absolute Highlight. Lage gigantisch, Zimmer super, von der Terrasse Blick auf die ganze Ostküste. Frühstück sehr gut. Zwar ist die Anfahrt etwas beschwerlich, das Hotel bietet aber von einem Parkplatz aus einen "Shuttle" an. Aufgrund der abgeschiedenen Lage haben wir abends im Hotel gegessen. Das Essen war sehr gut und preislich im Rahmen. Es wurden 4,-3, oder 2-Gänge-Menues angeboten. Preis zwischen €30,- und 40,-. Fazit: Jederzeit wieder! Leider war unser 2. Tag dort komplett vom morgens bis abends verregnet.

5) Cirque Salazie: Hellbourgh
Der Cirque Salazie ist zwar landschaftlich sehr schön, Hellbourgh hat uns aber überhaupt nicht gefallen. Das Hotel Relais des Cimes war freundlich ausgedrückt zweckmäßig, aber definitv die schlechteste Unterkunft, die wir hatten. Auch das Frühstück war mit Abstand das Schlechteste. Das Abendessen war gut. Für uns waren das definitiv verschenkte Tage. Außer wandern kann man dort nichts machen, und die Wanderungen, selbst die gem. Reiseführer einfachste, haben wir abgebrochen, da wir Angst hatten, uns die Beine zu brechen. Dem Dorf selber konnten wir auch nicht viel abgewinnen; zumal ab 11:00 Einheimnische mit Bierpullen auf den Straßen rumlungerten und sich lauthals unterhielten. Wir wurden zwar nicht angemacht, es macht alles aber einen recht schäbigen Eindruck. Wir sind dann letztendlich den Tag wieder an die Küste gefahren und waren in St. Andre und den umliegenden Orten unterwegs.
Fazit: Wenn man nicht "kraxeln" möchte, reicht ein Tagestripp in den Cirque!
Wir würden es begrüßen, wenn Sie dazu auch Ihre Beschreibungen anpassen würden. Die Zimmer haben keine Deckenventilatoren, das Frühstück ist nicht reichhaltig und auch wirklich nicht gut, wir können uns nicht vorstellen, dass es sich um eines der schönsten Bergdörfer handelt. Salazie, wo wir durchgefahren sind, wirkte bei weitem freundlicher. Cilaos war um Klassen schöner.

6) St. Denis
St. Denis ist ganz nett und man kann sich ein paar Sachen anschauen, eine Übernachtung muss man aber nicht zwingend haben. Unser Hotel Juliette Dodu war schön, Frühstück okay.

Im Nachhinein betrachtet hätten wir lieber noch ein Nacht mehr in der Diana Dea Lodge verbracht und die restlichen Nächte wieder in Boucan Cannot oder vielleicht ein paar Tage Mauritius angehängt.

Ansonsten möchten wir betonen, dass es sich um unsere dritte Reise mit Ihnen gehandelt hat, und wir jederzeit wieder eine Reise bei Ihnen buchen würden. Vielen Dank für die insgesamt schönen Urlaube, die wir durch Ihre Planungen hatten.



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