26.10.2014

Réunionreise von Marion Lange

Liebes Umfulanateam, 
hier unsere Rückmeldung zum Urlaub auf Reunion. Der Flug mit Air Austral war wunderbar, eine Fluggesellschaft die noch etwas Beinfreiheit in der Economy Class bietet. Trotz Nachtflug hielt sich die Müdigkeit in Grenzen und wir wurden sehr nett von der Agentur in St. Denis am Flughafen begrüßt. Dort erhielten wir auch die Voutcher und noch ein paar Infos. Anschließend haben wir unseren Mietwagen in Empfang genommen. Einen Peugeot 307 - ein sehr komfortables Auto, daß für die Straßen in Reunion aber fast zu groß ist ein kleiner Peugeot oder VW Polo reicht völlig aus. Mit allem was größer ist kann man nämlich schlechter um die sehr engen Kurven fahren. Hier noch ein Hinweis: Wir mussten bei AVIS bei der Übernahme des Autos 29€ Tax bezahlen. 

1. Hotel Boucan Canot Wir bewohnten eine kleine Suite mit einem großem Balkon und direktem Blick aufs Meer und einem zweiten Balkon mit Jacuzzi. Das Hotel ist sehr empfehlenswert, es hat alles gepasst, das Frühstück, der Sandstrand vor der Tür, die Freundlichkeit des Personals und die Lage, die genug Möglichkeiten für andere Aktivitäten außer Baden bot. 
2. Das Hotel in Cilaos war schnell gefunden, da es direkt an der Hauptstraße liegt und ein gängiges Fotomotiv ist. Selbst bei den engen Möglichkeiten im Ort gab es am Hotel ausreichend Parkplätze. Wir wurden überaus freundlich ( sogar in Deutsch) empfangen. Unser Zimmer war super, mit Balkon und großem Bad. Für unsere Wanderung haben wir einen deutschen Wanderführer erhalten, der uns sehr nützlich war. Ganz toll fanden wir die schnelle Reaktion des Managements als es am 2. Tag durch die tiefhängenden Wolken richtig ungemütlich geworden ist. Kurzerhand organisierte das Team eine Weinverkostung. An der haben dann 4 Deutsche ohne Französischkenntnisse und ein Winzer der Region der weder deutsch noch englisch konnte teilgenommen. Mit ein wenig gutem Willen, Papier, Bleistift und Wein, war das jedoch eine ganz lustige Veranstaltung und ist unbedingt weiterzuempfehlen. 
3. Die Berglodge bei St. Anne ist eine exquisite Unterkunft, dort wo man eigentlich eher Bauernhöfe oder auch nix vermutet. Die Lodge hat alles für erholsame Stunden auf hohem Niveau zu bieten. Zimmer mit einem wunderbaren Ausblick (sofern die Wolken einen Blick freigeben), eine Badewanne im Zimmer ( von der aus man den Blick genießen kann), ein Restaurant mit einer feinen Küche und ganz nettes Personal ( das u.a. auch Deutsch versteht ). Schwierig ist einzig und allein die Anreise, wer hier nicht gut mit seinem Auto umgehen kann hat schlechte Karten. Wir sind zum Glück noch bei Tageslicht angereist, so dass wir die Breite der Zufahrt incl. Graben auf beiden Seiten gut erkennen konnten. Dann ging es die ganze Strecke durch Zuckerrohrfelder, die es unmöglich machten auch nur irgendein entgegenkommendes Fahrzeug bei den Serpentinen zu erkennen. Das letzte Stück der Strecke (800m) wird die Straße zur Piste ( da ist der Teer ausgegangen), man kann aber langsam bis zur Lodge weiterfahren. Es besteht allerdings auch die Möglichkeit sich am Parkplatz abholen zu lassen. Bei der Buchung dieser Unterkunft könnte ein solcher Hinweis hilfreich sein, denn wer etwas von der Umgebung sehen möchte, muss mehrmals diese Strecke meistern. (Rückmeldung Umfulana: Vielen Dank, wir haben den Hinweis in unsere Anreiseinformationen aufgenommen).
4. Das B&B befindet sich in einem sehr schönen Wohnhaus, im Ort am wirklich äußersten Zipfel des Talkessels. Die Fahrt dahin führt über unendliche Serpentinen, bietet dafür aber spektakuläre Ausblicke. Allerdings nur , wenn man keine tiefhängenden Wolken hat. Wir hatten diesen Ausblick leider nur bei der Abreise. Das B&B selbst ist sauber, mehr aber auch nicht. Die Gastgeber sprechen nur französisch, und die weiteren Gäste sind ebenfalls nur Franzosen gewesen. Das B& B wird vorzugsweise von Wanderern genutzt, die auf einer Rundwanderung sind und nur eine Nacht bleiben. Dafür ist es auch ok, für uns war es zu weit weg von allem. (Das Städtchen Hell Bourg fanden wir sympathischer.) Das Haus ist unglaublich hellhörig, da es ein offenes Treppenhaus besitzt und jeder Schritt widerhallt. Frühstück in einer sehr einfachen Form ( Baguette,Butter, zwei Sorten Marmelade, ein Naturjogurt, Tee, Kaffee) gibt es nur in der Zeit von 6:15 Uhr bis 8:Uhr, denn dann verlässt die Gastgeberin das Haus. Wanderungen waren bedingt durch das Wetter nicht möglich, also blieb nur die Fahrt mit dem Auto. Für eine Rundreise kann ich das B&B nicht weiterempfehlen, für eine Wanderreise ist es sicher ein guter Zwischenstopp. 
5. Das Hotel in Saint Denis hat alles was ein schönes Stadthotel braucht, eine Tiefgarage (denn Parkplätze sind Mangelware in St. Denis) ein sauberes, großes Zimmer mit Klimaanlage und eine zentrale Lage. Einziger Mangel war das Frühstück. Unser Flug nach Mauritius war um 7:10 Uhr, mit Abgabe des Autos bedeutete dies um 4:00 Uhr morgens aufstehen und um 4:45 Uhr haben wir das Hotel verlassen. Der nette Herr am Empfang hatte uns beim Check In erklärt, daß wir ein Lunchpaket erhalten, weil um diese Zeit die Küche noch geschlossen ist ( verständlicherweise ). Bei der Weitergabe an die zuständigen Mitarbeiter des Hotels ist diese Information dann sicher verloren gegangen, denn der Nachtportier wusste von nix. Nur als Tipp, bei derartig früher Abreise macht eine Buchung mit Frühstück keinen Sinn. Übrigens sind wir nicht verhungert, auf dem Flughafen gab es auch ein Café. Nun noch ein Hinweis der vielleicht für andere Reisende auch interessant sein könnte, bis auf die Berglodge und im B&B haben wir in allen Hotels zusätzlich pro Nacht und Person TAX bezahlen müssen. Es gibt allerdings keine einheitlichen Tarife, wonach sich der TAX richtet ( ob nach Hotel oder Region). Die Gebühr beträgt zwischen 0,70€ und 1,07€ pro Person und Nacht. 
6. Der Flug mit Air Austral und die Einreise in Mauritius verliefen problemlos. Die Abholung klappte wunderbar, der Taxifahrer wartete bereits auf uns. Somit waren wir 9:30 im Hotel. Wir wurden ganz nett empfangen und da unser Zimmer zu diesem frühen Zeitpunkt noch nicht bezugsfertig war, wurden wir gleich zum Frühstück ( mit Blick auf den Ozean) gebeten. Unser kleiner Bungalow war super ausgestattet, von der Terrasse hatten wir einen Bilderbuchblick auf das Meer. Das Hotel hat alles zu bieten was ein schöner erholsamer Urlaub braucht. Einen kleinen Strand mit Lagune zum Schnorcheln ( das Equipment wird kostenlos zur Verfügung gestellt), Montainbikes zum Ausleihen ( kostenlos), Mietwagen vor Ort, die gebucht werden können, ein kleines sehr feines Restaurant, das Snacks tagsüber und am Abend al a Carte Essen serviert und eine Bar. Außerdem wird von der Rezeption auf Wunsch ein Taxiservice für private Unternehmungen arrangiert. Das Personal ist in allem sehr aufmerksam und hilfsbereit, es wird französisch, englisch und ein wenig deutsch gesprochen. Gegenüber vom Hotel befindet sich ein Minishop, wo es Wasser, Saft, Kekse usw. für kleines Geld zu kaufen gibt. Das Hotel wurde im vergangenen Jahr umgebaut, seit dem haben die Bungalows nur noch einen Kühlschrank, aber keine Küchenecke mehr. Das ist allerdings bei dem wunderbaren Ambiente nicht wirklich relevant. 
7. Rückflug Unser Rückflug von Mauritius nach St. Denis war überpünktlich und absolut problemlos. Leider bietet der Flughafen nicht viele Möglichkeiten die Wartezeit bis zum Weiterflug zu überbrücken, hier ist Geduld gefragt. Der Rückflug mit Air Austral nach Paris kam dem Hinflug gleich. In Paris angekommen wurde es dann allerdings hektisch. Wir mussten mehr oder weniger einen Hindernisparcours absolvieren ( obwohl Einreise über EU) durften wir 3 Sicherheitskontrollen passieren, eine Strecke ( ca. 15 Minuten vom einem zum anderen Terminal fahren) und ewig weite Wege laufen. Das alles ohne gültigen Boardingpass, denn den stellt jede Airline extra aus. Wir haben also noch kurz vor knapp unsere Boardingpässe erhalten, als bereits das Boarding zur Maschine in vollem Gange war. Wenigstens kam hier beim Umsteigen keine Langeweile auf. In Frankfurt angekommen standen wir mit noch drei anderen Passagieren, die ebenfalls ihre Reise in Frankfurt beendet hatten, am Gepäckband und warteten und warteten, und warteten- vergebens. Unsere Gepäck hatte den Hindernisparcours leider nicht geschafft. ( Kein Gepäckstück aus St. Denis ist angekommen.) Wie vermutet standen unsere Koffer noch in Paris, inzwischen sind sie aber unversehrt bei uns angekommen. Der Flughafen CDG in Paris ist wohl dafür bekannt, daß Gepäckstücke dort gern länger verweilen als die dazugehörigen Passagiere. 

Alles in allem hatten wir einen sehr schönen Urlaub, der sowohl Erholung am Beginn und am Ende, als auch Erlebnisse, Aktivitäten und Aktion zum Schluss eingebunden hat. 
In diesem Sinne bedanke ich mich recht herzlich beim Team von Umfulana für die Planung und Betreuung und freue ich mich schon auf den nächsten Urlaub, gern auch wieder mit Umfulana.



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