Vänern

Gleicht einem Meer: Vänern bei Karlstad

Gleicht einem Meer: Vänern bei Karlstad

Eiszeitliches Binnenmeer und drittgrößter See Europas

Der Vänern mit einer Uferlänge von über 2.000 km und einer Fläche von über 5.600 Quadratkilometern gleicht eher einem Meer als einen Binnensee. Felseninseln und Schären, Buchten und Sandstrände wechseln einander ab. Das drittgrößte Binnengewässer Europas entstand vor 9.000 Jahren am Ende der letzten Eiszeit, als das Land – vom Gewicht der Gletscher befreit – sich zu erheben begann. Vorher war der See Teil des Meeres. Menschliche Siedlungen am Südrand des Sees sind seit 7.000 Jahren nachgewiesen. Heute gibt es rund um den See von Karlstad bis Trollhättan einige schöne Orte.



Sehenswürdigkeiten Vänern


Dalsland-Kanal

Auf einer Trogbrücke über einen Wasserfall

Die künstliche Wasserstraße verbindet den See Vänern mit vielen Seen in der Provinz Dalsland. Der Kanal wurde 1864 gebaut, um Eisenerz und Sägeholz zu transportieren, und eröffnet eine Wasserstraße von über 250 Kilometern Länge. Neu gebaut werden mussten nur zwölf Kilometer; der Rest der Strecke führt durch Seen. Besonders dramatisch ist der Kanal bei Håverud, wo die Schiffe auf einer Trogbrücke über einen Wasserfall fahren. Dort gibt es auch ein Museum, dass über den Kanal und seine Geschichte informiert.


Hindens rev

Landzunge im Vänern mit magischer Aussicht

Fünf Kilometer ragt die Landzunge in den Vänern. Sie entstand vor 10.00 Jahren, als der letzte Gletscher einen Wall von Schutt vor sich her schob und schließlich schmolz. Ein Fußweg führt auf den schmalen Damm, an dessen Ende man die Riesenhaftigkeit des größten Binnensee in Skandinavien erahnen kann. 


Hotzenwald

Vom Armenhaus zum Wanderparadies

Nachdem die Hochrheinbahn Mitte des 19. Jahrhunderts in Betrieb ging, rückte die Region zwischen St. Blasien und der Alb ins Abseits. Bergbaubetriebe und Eisenhütten wurden unrentabel. Zurück blieben die Bauern, Köhler und Holzfäller. In dieser Zeit kam der Name „Hotzenwald“ auf. Er bezieht sich auf die einfache Tracht der armen Waldleute. „Hotzen“ war der Name für die dreiviertlangen Pluderhosen der Männer. Heute ist der Wald im äußersten Südosten des Schwarzwaldes ein bevorzugtes Urlaubsgebit. Die wildromantischen Schluchten der Wehra, Murg und Alb ist ein Wanderparadies. Die nach Süden geneigten Hochflächen gewähren vor allem bei Fönlagen grandiose Fernsichten über den Hochrhein, den Schweizer Jura bis zu den höchsten Alpengipfeln. 


Karlstad

Historische Hafenstadt am Vänern

Die Stadt in der historischen Provinz Värmland hieß zu Wikingerzeiten Tingvalla und erhielt ihren heutigen Namen unter König Karl, der ihr 1584 das Stadtrecht verlieh. Der Stora Torget im Zentrum von Karlstad ist einer der größten Plätze in ganz Schweden. Auf dem Platz steht das Freiheitsmonument des Bildhauers Ivor Johnsson. Die 1955 errichtete Statue bildet eine Frau ab, die ein zerbrochenes Schwert hochhält. Sie erinnert an die friedliche Auflösung der Schwedisch-Norwegischen Union 1905. Karlstadt ist Bischofssitz, der Dom zu Karlstad im Zentrum stammt aus dem 18. Jahrhundert. Die Domkirche (1730) an der Kungsgata ist vom letzten großen Feuer (1865), als fast einziges Gebäude, verschont worden. Während der Sommermonate (Juni bis August) werden Bootbusse eingesetzt, die durch den innerstädtischen Kanal und die Flussarme des Klarälven zur Insel Hammarö fahren. Sie gehören zum lokalen Busnetz, so dass man normale Bustickets nutzen kann.

Nach Oben