Småland

Schweden aus dem Bilderbuch: Småland

Schweden aus dem Bilderbuch: Småland

Moore, Seen und Wälder in der Heimat Astrid Lindgrens

Die Provinz in Südschweden wurde im Mittelalter aus mehreren kleineren Ländern gebildet – daher der Name Småland. Diese Länder waren weitgehend unabhängig und betrieben eine Schaukelpolitik zwischen Dänemark und Schweden. Die Landschaft ist typisch skandinavisch: Große Nadelwäder wechseln mit zahllosen Seen und ausgedehnten Mooren ab. Småland ist auch die Heimat von Astrid Lindgren. Viele ihrer Bücher spielen in der schwedischen Bilderbuchlandschaft rund um ihre Geburtsstadt Vimmerby.



Sehenswürdigkeiten Småland


Bolmen

Wandern, Radeln und Angeln am größten See Smålands

Der zehntgrößte See Schwedens liegt im Südwesten von Småland. Man sagt, der Bolmen habe 365 Inseln, eine für jeden Tag. In Wirklichkeit sind es wohl einige mehr. Die größte Insel ist Bolmsö, die von Osten her über eine Brücke zu erreichen ist. Um den Bolmen herum führt ein Radwanderweg. Die 120 Kilometer lange verläuft teils durch das Hinterland und teils direkt am Ufer entlang. Den Bolmen kann man auch zu Fuß umrunden. Dabei folgt man der Beschilderung „Bolmenmarschen“. Dabei wird man viele Angler treffen, die in dem sehr sauberen Gewässer Zander, Barsch und Hecht angeln.


Eksjö

Denkmalgeschützte Holzhausstadt mit mittelalterlichem Grundriss

Bekannt ist das Städtchen in der Provinz Småland für seine einzigartige Holzhausarchitektur. Rund 60 Gebäude in der Altstadt Gamla Stan sind geschützt. Die Geschichte mancher dieser Häuser reicht bis in das 17. Jahrhundert zurück. Mit seinen engen Gassen, Märkten und Höfen gilt das Viertel, das noch auf dem mittelalterlichen Grundriss beruht, als einer der am besten bewahrten Kulturschätze Schwedens. Besonders schön ist der Hof Aschanska Gården, in dem eine Gerber-Familie lebte und ihr Lederlager untergebracht hatte. 

Nähere Informationen:
www.visiteksjo.se


Glasriket

Zentrum der schwedischen Glaskunst

Das „Glasriket“ in der Provinz Småland ist das Zentrum der schwedischen Glaskunst. Charakteristisch für das Glasreich sind kleine, von einer lokalen Glashütte dominierte Orte wie Kosta, Orrefors, Nybro oder Lessebo sowie wildreiche Nadelwälder und fischreiche Seen. Die erste Glashütte entstand um das Jahr 1628, als der Halbbruder des Königs Gustav II. Adolf den Glasbläser Paul Gaukunkel aus Deutschland holte. Die Rohstoffe Smålands – Quarzsand und Brennholz – waren ideal für die Glasproduktion. Im Laufe der Zeit entstanden mehr als 100 Glasbläsereien, von denen heute noch 14 existieren und besichtigt werden können. In Orrefors befindet sich die Riksglasskolan, die Schule für Glasbläser und -künstler.


Gränna-Berg

Swedish Candy, Holzhäuser und schöne Aussicht

Die idyllische Kleinstadt mit Holzhäusern und Kopfsteinpflastergassen lebt von den Urlaubern, die wegen der schwedenweit bekannten rot-weißen Zuckerstangen und der netten Atmosphäre kommen. Wer von der Kirche über eine Treppe zur Ruine auf dem Gränna-Berg emporsteigt, wird mit einer beeindruckenden Aussicht auf den Vättern, Schwedens zweitgrößten See, auf die geschichtsträchtige Insel Visingsö und auf die steilen Hänge des Biosphärenreservats Östra Vätterbranterna belohnt. Wer länger unterwegs sein will, kann vom Gränna-Berg aus zum Tegnér-Turm, dem nächsten Aussichtspunkt, weiterwandern. Er liegt 351 Meter hoch. Bei gutem Wetter kann man vom Turm alle vier Provinzen sehen, die an den Vättern grenzen: Närke, Småland, Västergötland und Östergötland. Auf den Turm führen 144 Stufen. Der Turm ist aber nur etwas für Schwindelfreie.


Huseby Bruk

Historische Eisenhütten in einem Naturidyll

Auf dem weitläufigen Gelände von Huseby Bruk kann man 300 Jahre Geschichte der südschwedischen Eisenproduktion studieren. Man findet ein altes Eisenhüttenwerk, ein stattliches Herrenhaus, drei kleine Museen, ein Sägewerk, eine Mühle, einen Park, dazu ein Restaurant mit Café und einige kleine Läden. Wer kein Interesse an der Geschichte hat, kann in der anmutigen Bachlandschaft spazieren gehen oder einen guten Kaffee trinken.


Jönköping

Streichholz-Stadt am Vättern-See

Die malerische Stadt im Nordwesten der historischen Provinz Smaland liegt klimatisch und landschaftlich begünstigt am Südende des Vättern. Jönköping ist ein alter Handelsplatz, der 1284 die Stadtrechte erhielt. Mehrmals fanden schwedische Reichstage statt, bevor die Stadt 1612 von den Schweden angezündet wurde, um den anrückenden Dänen kein Quartier zu geben. Heute ist Jönköping auch für seine Streichholzindustrie bekannt, die Schwedenhölzer, auch säkerhetständstickor genannt, weswegen es am Stadtpark auch ein Streichholzmuseum gibt. Die große Streichholzfabrik ist inzwischen umgebaut. In dem großartigen Backstein-Ensemble finden sich viele Restaurants und Boutiquen.


Kalmar

Malerische Kleinstadt vor Öland

Die malerische Kleinstadt vor Öland war einst die drittgößte Stadt Schwedens und weist eine für nordeuropäische Verhältnisse lange Geschichte auf. Bereits die Wikinger haben an der strategisch günstigen Stelle gehandelt, an der heute die Ölandbrücke beginnt. Als später die Grenze zwischen Dänemark und Schweden südlich der Hafenstadt verlief, wurde der Ort Schauplatz blutiger Kriege. Sehenswert sind vor allem die Altstadt auf der Insel Kvarnholmen und das wuchtige Wasserschloss aus dem 14. Jahrhundert, das vielen Belagerungen standgehalten hat. Höhepunkt einer Schlossbesichtigung ist das Zimmer von König Eck und die Schlosskirche, die über und über mit Ornamenten, Bildern und Bibelsprüchen bemalt ist.


Kiasjön

Rund um einen Waldsee

Der See ist einer der tiefsten der Gegend. Während die meisten umliegenden Seen maximal nur fünf Meter tief reichen, ist der Kiasjön bis zu 14 Meter tief. Angler schätzen ihn wegen seines Zanderbestands. Die Wanderung führt weiträumig um den See herum. Startpunkt ist am Parkplatz vor der Zufahrt zur Seeinsel Kianas. (hin und zurück: 13,6 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 29 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de


Kyrkö Mosse

Nostalgischer Autofriedhof im Torfmoor

Mitten im Wald bei Kyrkö Mosse liegt einer der letzten großen Autofriedhöfe der Welt. Er geht auf Åke Danielsson (1914–1999) zurück, der hier ursprünglich Torf gewann und erst später Autos wiederverwertete. Als sich die Umweltauflagen verschärften, sollte das Gelände geräumt werden. Doch Fernsehen und Zeitungen setzten sich landesweit für den Erhalt ein, und schließlich erkannte auch die Regierung den „kulturhistorischen Wert“ der Altautos an. Bis 2050 dürfen sie weiter verrotten, dann, so hofft man, sind die auf natürlichem Wege zerfallen. Heute ist der Autofriedhof zu einem beliebten Ausflugsziel geworden.


Linnes Råshult

Das Dorf im Kirchspiel Stenbrohult ist der Geburtsort des schwedischen Naturwissenschaftlers Carl von Linné. Heute befindet sich hier ein 42 Hektar großes historisches Gut, auf dem Landwirtschaft wie im 18. Jahrhundert betrieben wird. Zum Gut gehört ein Café, das hausgemachte Kuchen, Eis von Piper, Käsekuchen mit Marmelade und Sahne und ein vegetarisches Buffet anbietet. Dazu gibt es kundige Führungen mit einem leibhaftigen Carl von Linné.

Nähere Informationen:
www.linnesrashult.se


Nationalpark Store Mosse

Größtes Moor in Südschweden

Der Park umfasst das größte Moorgebiet Südschwedens mit mehreren Hochmooren und Seen, umgeben von Niedermooren und kleineren Wäldern. Die Torfschichten entstanden im Lauf der letzten 6000 Jahre und sind bis zu sieben Meter mächtig. Kiefernwälder, Heideflächen, und Feuchtgebiete wechseln einander ab. Rund um den See Kävsjön brüten im Sommer 100 Vogelarten, unter anderem Schwäne, Reiher, Enten, Gänse und Kraniche. Wanderwege führen zu Aussichtspunkten und Rasthütten, von denen man Vögel beobachten kann. Im Besucherzentrum Naturum wird eine Ausstellung zur Entstehung der Moore, zur Pflanzen- und Tierwelt und zur menschlichen Besiedlung der Moorgebiete gezeigt. (hin und zurück: 3:30 Stunden, 12,5 Kilometer, auf und ab: 40 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de


Saljen

Paradies für Angler und Pilzesammler

Der See östlich von Vetlanda gehört zu den mittelgroßen Seen Schwedens. Er ist etwa 10 Kilometer lang, bis zu 20 Meter tief und hat eine Fläche von 750 Hektar. Mit seinen Hechten, Zandern, bunten Barschen, Rotaugen und Brassen ist das Gewässer ein Anglerparadies. Rings um den See herrscht eine himmlische Ruhe. Es gibt es nur ganz wenige Häuser und keine touristischen Einrichtungen. Stattdessen wächst ein dichter Kiefern- und Mischwald, in dem man nur auf wenige Wanderer und Pilzsammler trifft.


Schloss Teleborg

Rheinburg am Trummen-See

Das Schloss am See Trummen gehört zum Campus der Universität Växjö. Ursprünglich war es mal ein Hochzeitsgeschenk. Der Graf Gustav Fredrik Bonde ließ das Schloss um 1900 für seine Frau Anna Koskull errichten und orientierte sich dabei an den mittelalterlichen Burgen des Rheintales. Sonntags kann die Teleborg auch von innen besichtigt werden, ansonsten kann man durch den Park spazieren.


Västervik

Geduckte Fischerhäuser in der Wunderwelt der Schären

Die Stadt in der Provinz Småland wird auch Ostkustens pärla (Perle der Ostküste) genannt. In den niedrigen Fischerhäusern müssen auch mittelgroße Menschen den Kopf einziehen. Im Ort startet die schmalspurige Museumseisenbahn nach Hultsfred zu einer 70 Kilometer langen Fahrt durch die seenreiche Landschaft. Ein 18 Meter hoher Aussichtsturm, der Unos Torn, erlaubt einen weiten Blick über Västervik und die angrenzende Schärenlandschaft.


Växjö

Schlösser und Ruinen am Ufer des Växjö-Sees

Die Universitätsstadt im südschwedischen Smaland liegt am Ufer des Växjö-Sees. Die idyllische Umgebung eignet sich für Fahrradtouren, Wanderungen oder eine Schlössertour, etwa zur Ruine Kronoberg oder nach Schloss Teleborg. Die Altstadt liegt im Schatten ihres wuchtigen Doms aus dem 14. Jahrhundert. Sehenswert ist auch das Smaland Museum, ein Heimatmuseum, das über Kulturgeschichte, Archäologie und Waldwirtschaft informiert.


Vetlanda

Historischer Marktfleckem im Norden Smalands

Die Stadt mit gut 13.000 Einwohnern liegt im Norden der Provinz Smaland. Sie entstand um das Jahr 1000 aus einer Siedlung, in der Märkte und Gerichte abgehalten wurden. Leider merkt man von der Geschichte nicht mehr viel, das in den 1960iger Jahre viele historische Häuser einem Modernisierungswahn zum Opfer fielen. Stattdessen wurde 1974 ein Stadthaus im schicken Betonstil errichtet. Die Bürger von Vetlanda waren offensichtlich wenig begeistert und nennen den Bau bis heute von Turm zu Babel.


Virum Elchpark

Safaritouren und Wanderwege

Wo bis 2008 noch Kühe und Pferde weideten, grasen heute wieder Elche und Hirsche. Lieblingsstelle der Tiere in dem acht Hektar großen Gebiet ist ein Teich, in dem sie mit Wonne baden. In einem kleineren Gehege weiden ungarische Zackelschafe. Die Schafrasse mit ihren korkenzieherartig gedrehten Hörnern ist in schwedischen Parks ziemlich ungewöhnlich ist. Um das Gehege herum gibt es einen Wanderweg mit Informationstafeln über die Tiere im Park. Safaritouren im Park werden angeboten.




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