Vätternsee

Schwedens zweitgrößter See: Vättern

Schwedens zweitgrößter See: Vättern

Zweitgrößte See Schwedens mit glasklarem Wasser

Der zweitgrößte See Schwedens ist 130 Kilometer lang, 30 Kilometer breit und erreicht eine maximale Tiefe von 120 Metern. Sein klares Wasser ist auf die vielen Quellen und nährstoffarmen Zuflüsse zurückzuführen. Rings um den See haben sich schon früh Menschen angesiedelt, weshalb dort ein paar sehenswerte mittelalterliche Orte zu besichtigen sind, allen voran Jönköping. Weiter nördlich steht auf der Ostseite des Sees in Rök Schwedens bedeutendster Runenstein, den ein Wikingerkönig im 9. Jahrhundert im Andenken an seinen toten Sohn hat aufstellen lassen.



Sehenswürdigkeiten Vätternsee


Habo Kirka

Barockkathedrale aus Holz

Die Kirche etwas westlich von Habo ist eine der Sehenswürdigkeiten Schwedens. Die Holzkirche erhielt ihr heutiges Aussehen 1723. Sie erinnert an eine Kathedrale, obwohl sie vollkommen aus Holz ist. Das hohe Mittelschiff wird von zwei niedrigeren Seitenschiffen flankiert. Die Malereien stammen aus der Zeit zwischen 1741 und 1743 von zwei Malern aus Jönköping, Johan Kinnerus und Johan Christian Peterson. Sie zeigen Luthers Zusammenfassung der christlichen Lehre. Außen ist die Kirche mit roten Schindeln verkleidet.


Gränna-Berg

Swedish Candy, Holzhäuser und schöne Aussicht

Die idyllische Kleinstadt mit Holzhäusern und Kopfsteinpflastergassen lebt von den Urlaubern, die wegen der schwedenweit bekannten rot-weißen Zuckerstangen und der netten Atmosphäre kommen. Wer von der Kirche über eine Treppe zur Ruine auf dem Gränna-Berg emporsteigt, wird mit einer beeindruckenden Aussicht auf den Vättern, Schwedens zweitgrößten See, auf die geschichtsträchtige Insel Visingsö und auf die steilen Hänge des Biosphärenreservats Östra Vätterbranterna belohnt. Wer länger unterwegs sein will, kann vom Gränna-Berg aus zum Tegnér-Turm, dem nächsten Aussichtspunkt, weiterwandern. Er liegt 351 Meter hoch. Bei gutem Wetter kann man vom Turm alle vier Provinzen sehen, die an den Vättern grenzen: Närke, Småland, Västergötland und Östergötland. Auf den Turm führen 144 Stufen. Der Turm ist aber nur etwas für Schwindelfreie.


Jönköping

Streichholz-Stadt am Vättern-See

Die malerische Stadt im Nordwesten der historischen Provinz Smaland liegt klimatisch und landschaftlich begünstigt am Südende des Vättern. Jönköping ist ein alter Handelsplatz, der 1284 die Stadtrechte erhielt. Mehrmals fanden schwedische Reichstage statt, bevor die Stadt 1612 von den Schweden angezündet wurde, um den anrückenden Dänen kein Quartier zu geben. Heute ist Jönköping auch für seine Streichholzindustrie bekannt, die Schwedenhölzer, auch säkerhetständstickor genannt, weswegen es am Stadtpark auch ein Streichholzmuseum gibt. Die große Streichholzfabrik ist inzwischen umgebaut. In dem großartigen Backstein-Ensemble finden sich viele Restaurants und Boutiquen.


Motala

Historischer Handelsplatz am Vänern

Die Stadt in der historischen Provinz Östergötland liegt am Ostufer des Vättern am Abfluss des Flusses Motala. Bei archäologischen Ausgrabungen im Jahr 2000 gelang ein Überraschungsfund: zuerst eine Pfeilspitze aus Feuerstein, dann der „Phallus von Motala“ und nicht zuletzt die auf Pfähle gespießten Schädel. Das Alter der Fundstücke wird auf 8.000 Jahre geschätzt. Mit dem Bau des Göta-Kanals im 19. Jahrhundert entwickelte sich Motala zu einem bedeutsamen Handelsplatz. Später kam ein Langwellensender hinzu, der heute noch erhalten ist und als technisches Museum dient.


Nationalpark Tiveden

Wölfe und Luchse im „Urwald des Thor“

Schon der Name belegt, wie sehr die wilde Natur zwischen den Seen Vänern und Vättern die Phantasie der Menschen angeregt hat. Tiveden setzt sich zusammen aus dem Namen des Gottes Thor (Ti) und dem Wort für Wald (ved).  Der „Thorwald“ ist felsig und teils noch mit Urwald bewachsen. Einer der bekanntesten Felsformationen ist die Trollkyrka, die „Trollkirche“. Etwa ein Zehntel der Gesamtfläche von knapp 1.400 Hektar sind Gewässer. Hirsche und Elche bevölkern den Nationalpark, daneben Marder und Füchse. Manchmal sieht man auch Wölfe oder Luchse. In letzter Zeit haben sich auch viele Vögel angesiedelt, wie Käuze, Auerhähne und Spechte.


Trollkyrka

Wanderung zur Trollkirche

Die „Trollkirche“ ist an eindrucksvoller Fels im Nationalpark Tiveden. Er diente als heidnische Opferstätte und war für Christen bis ins 19. Jahrhundert tabu. Wer diese Rituale ungebeten beobachtete, wurde in einem Loch im Wald vergraben oder in die verschworene Gemeinschaft aufgenommen. Heute kann man gefahrlos über die Felsen gehen. Ein Wanderweg beginnt am Besucherzentrum im Tiveden. (5,1 Kilometer, 2 Stunden, auf und ab 145 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de


Visingsö

Bootsfahrt zur Vättern-Insel

In grauen Vorzeit wollten der Riese Vist und seine Frau den Vättern überqueren. Damit seine Frau keine nassen Füße bekäme, warf er ein Grasbüschel in den See. So entstand die Insel Visingsö, die mit 25 Quadratkilometern dem Riesenfuß genug Platz bot. Von Gränna aus fahren Fähren hinüber. , wo man prähistorische Gräber und das Visinborgs Slott besichtigen kann. Das einst prächtige Schloss ist seit einem Brand eine Ruine. 




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