Uppsala

Universitätsstadt und Bischofssitz: Uppsala

Universitätsstadt und Bischofssitz: Uppsala

Lebendige Universitäts- und Bischofsstadt

Trotz des historischen Stadtbildes wirkt die Universitätsstadt jung und lebendig. Rund um den Stortorg (Hauptplatz) am Rathaus gibt es einladende Restaurants, originelle Geschäfte und Boutiquen. Bevor die schwedischen Könige 1273 ins 70 km südlich gelegene Stockholm umzogen, war Uppsala Residenzstadt. Geblieben ist der Sitz des Erzbischofs, der heute als ranghöchster Bischof der schwedischen lutherischen Kirche angehört. Entsprechend prächtig ist der Dom aus dem 15. Jahrhundert, der nach dem Vorbild der französischen Gotik errichtet wurde. Im Dom liegt auch der berühmteste Bürger der Stadt begraben: Carl von Linné, dessen System der Pflanzenbeschreibung bis heute gültig ist.



Sehenswürdigkeiten Uppsala


Gränna-Berg

Swedish Candy, Holzhäuser und schöne Aussicht

Die idyllische Kleinstadt mit Holzhäusern und Kopfsteinpflastergassen lebt von den Urlaubern, die wegen der schwedenweit bekannten rot-weißen Zuckerstangen und der netten Atmosphäre kommen. Wer von der Kirche über eine Treppe zur Ruine auf dem Gränna-Berg emporsteigt, wird mit einer beeindruckenden Aussicht auf den Vättern, Schwedens zweitgrößten See, auf die geschichtsträchtige Insel Visingsö und auf die steilen Hänge des Biosphärenreservats Östra Vätterbranterna belohnt. Wer länger unterwegs sein will, kann vom Gränna-Berg aus zum Tegnér-Turm, dem nächsten Aussichtspunkt, weiterwandern. Er liegt 351 Meter hoch. Bei gutem Wetter kann man vom Turm alle vier Provinzen sehen, die an den Vättern grenzen: Närke, Småland, Västergötland und Östergötland. Auf den Turm führen 144 Stufen. Der Turm ist aber nur etwas für Schwindelfreie.


Jönköping

Streichholz-Stadt am Vättern-See

Die malerische Stadt im Nordwesten der historischen Provinz Smaland liegt klimatisch und landschaftlich begünstigt am Südende des Vättern. Jönköping ist ein alter Handelsplatz, der 1284 die Stadtrechte erhielt. Mehrmals fanden schwedische Reichstage statt, bevor die Stadt 1612 von den Schweden angezündet wurde, um den anrückenden Dänen kein Quartier zu geben. Heute ist Jönköping auch für seine Streichholzindustrie bekannt, die Schwedenhölzer, auch säkerhetständstickor genannt, weswegen es am Stadtpark auch ein Streichholzmuseum gibt. Die große Streichholzfabrik ist inzwischen umgebaut. In dem großartigen Backstein-Ensemble finden sich viele Restaurants und Boutiquen.


Motala

Historischer Handelsplatz am Vänern

Die Stadt in der historischen Provinz Östergötland liegt am Ostufer des Vättern am Abfluss des Flusses Motala. Bei archäologischen Ausgrabungen im Jahr 2000 gelang ein Überraschungsfund: zuerst eine Pfeilspitze aus Feuerstein, dann der „Phallus von Motala“ und nicht zuletzt die auf Pfähle gespießten Schädel. Das Alter der Fundstücke wird auf 8.000 Jahre geschätzt. Mit dem Bau des Göta-Kanals im 19. Jahrhundert entwickelte sich Motala zu einem bedeutsamen Handelsplatz. Später kam ein Langwellensender hinzu, der heute noch erhalten ist und als technisches Museum dient.


Nationalpark Tiveden

Wölfe und Luchse im „Urwald der Thor“

Schon der Name belegt, wie sehr die wilde Natur zwischen den Seen Vänern und Vättern die Phantasie der Menschen angeregt hat. Tiveden setzt sich zusammen aus dem Namen des Gottes Thor (Ti) und dem Wort für Wald (ved).  Der „Thorwald“ ist felsig und teils noch mit Urwald bewachsen. Einer der bekanntesten Felsformationen ist die Trollkyrka, die „Trollkirche“. Etwa ein Zehntel der Gesamtfläche von knapp 1400 Hektar sind Gewässer. HIrsche und Elche bevölkern den Nationalpark, daneben Marder und Füchse. Manchmal sieht man auch Wölfe oder Luchse. In letzter Zeit haben sich auch viele Vögel angesiedelt, wie Käuze, Auerhähne und Spechte.


Sigtuna

Kleinstadtidyll am Ufer des Mälaren

Die idyllische Gartenstadt am Nordufer des Sees Mälaren wurde um 980 gegründet und gilt damit als die älteste noch bestehende Stadt Schwedens. Verwinkelte Gassen führen auf die fast 1000 Jahre alte Hauptstraße Stora gatan, wo Geschäfte in bunten Holzhäusern Handwerkskunst, schwedische Spezialitäten oder Mode anbieten. Das Sigtuna Museum präsentiert mittelalterliche Fundstücke aus der Stadtgeschichte und der Wikingerzeit. Überall in der Stadt finden sich Runensteine und -fragmente. 


Skokloster

Prachtbau aus der schwedischen Großmachtzeit

Das Schloss in der Provinz Uppland ist eines der imposantesten Zeugnisse der schwedischen Großmachtszeit. Bauherr war der Feldherr Carl Gustav Wrangel. Er hatte im Dreißigjährigen Krieg den deutschen Architekten Casper Vogell kennengelernt. Das Schloss hat einen quadratischen Grundriss mit vier achteckigen Ecktürmen und einem Innenhof. Während der Rohbau schon 1670 war, zog es sich mit der Ausstattung hin. Sie wurde nie vollendet. So ist der große Festsaal bis heute eine Baustelle mit Werkzeugen und anderen Hilfsmitteln aus dem 17. Jahrhundert. Das Schloss hat sein ursprüngliches Aussehen weitgehend erhalten. Die Malereien und Skulpturen sind einzigartig, wie auch die Waffenkammer und die Bibliothek. 

Zur Website:
www.skoklostersslott.se




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