Astrid Lindgrens Värld

Wo Pippi zu Hause ist: Astrid Lindgrens Värld

Wo Pippi zu Hause ist: Astrid Lindgrens Värld © Paolo Bona / www.shutterstock.com

Erlebnispark mit Bullerbü, Kalle Blomquist, Ronja Räubertochter und Carlson vom Dach

Vimmerby im südschwedischen Smaland ist der Geburtsort von Astrid Lindgren. Ihr zu Ehren hat man einen Erlebnispark für Kinder errichtet, Astrid Lindgrens Värld, der nicht nur für Kinder interessant ist, sondern für alle, die einmal von Bullerbü, Kalle Blomquist, Ronja Räubertochter oder Carlson vom Dach fasziniert waren. Auf mehr als 120.000 Quadratmeter Fläche sind Schauplätze ihrer beliebtesten Kinderbücher nachgebaut.

Nähere Informationen:
www.alv.se



Sehenswürdigkeiten Astrid Lindgrens Värld


Djursdala

Holzkirche über dem Juttern-See

Die Kirche wurde 1692 aus Holz erbaut und ist an der Vorderseite mit Holzschindeln verkleidet. Sie liegt auf einer Anhöhe über dem Juttern-See. Der separate Glockenturm neben der Kirche stammt aus dem Jahr 1730. Die im Inneren der Kirche befindlichen Wand- und Deckengemälde stammen ebenfalls aus dieser Zeit. Von Dujrsdala beginnt auch ein Rundweg, der durch den Wald hinab zum See führt. (Hin und zurück: 7,8 Kilometer, 2:30 Stunden, auf und ab: 345 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de


Gränna-Berg

Swedish Candy, Holzhäuser und schöne Aussicht

Die idyllische Kleinstadt mit Holzhäusern und Kopfsteinpflastergassen lebt von den Urlaubern, die wegen der schwedenweit bekannten rot-weißen Zuckerstangen und der netten Atmosphäre kommen. Wer von der Kirche über eine Treppe zur Ruine auf dem Gränna-Berg emporsteigt, wird mit einer beeindruckenden Aussicht auf den Vättern, Schwedens zweitgrößten See, auf die geschichtsträchtige Insel Visingsö und auf die steilen Hänge des Biosphärenreservats Östra Vätterbranterna belohnt. Wer länger unterwegs sein will, kann vom Gränna-Berg aus zum Tegnér-Turm, dem nächsten Aussichtspunkt, weiterwandern. Er liegt 351 Meter hoch. Bei gutem Wetter kann man vom Turm alle vier Provinzen sehen, die an den Vättern grenzen: Närke, Småland, Västergötland und Östergötland. Auf den Turm führen 144 Stufen. Der Turm ist aber nur etwas für Schwindelfreie.


Jönköping

Streichholz-Stadt am Vättern-See

Die malerische Stadt im Nordwesten der historischen Provinz Smaland liegt klimatisch und landschaftlich begünstigt am Südende des Vättern. Jönköping ist ein alter Handelsplatz, der 1284 die Stadtrechte erhielt. Mehrmals fanden schwedische Reichstage statt, bevor die Stadt 1612 von den Schweden angezündet wurde, um den anrückenden Dänen kein Quartier zu geben. Heute ist Jönköping auch für seine Streichholzindustrie bekannt, die Schwedenhölzer, auch säkerhetständstickor genannt, weswegen es am Stadtpark auch ein Streichholzmuseum gibt. Die große Streichholzfabrik ist inzwischen umgebaut. In dem großartigen Backstein-Ensemble finden sich viele Restaurants und Boutiquen.


Motala

Historischer Handelsplatz am Vänern

Die Stadt in der historischen Provinz Östergötland liegt am Ostufer des Vättern am Abfluss des Flusses Motala. Bei archäologischen Ausgrabungen im Jahr 2000 gelang ein Überraschungsfund: zuerst eine Pfeilspitze aus Feuerstein, dann der „Phallus von Motala“ und nicht zuletzt die auf Pfähle gespießten Schädel. Das Alter der Fundstücke wird auf 8.000 Jahre geschätzt. Mit dem Bau des Göta-Kanals im 19. Jahrhundert entwickelte sich Motala zu einem bedeutsamen Handelsplatz. Später kam ein Langwellensender hinzu, der heute noch erhalten ist und als technisches Museum dient.


Nationalpark Tiveden

Wölfe und Luchse im „Urwald der Thor“

Schon der Name belegt, wie sehr die wilde Natur zwischen den Seen Vänern und Vättern die Phantasie der Menschen angeregt hat. Tiveden setzt sich zusammen aus dem Namen des Gottes Thor (Ti) und dem Wort für Wald (ved).  Der „Thorwald“ ist felsig und teils noch mit Urwald bewachsen. Einer der bekanntesten Felsformationen ist die Trollkyrka, die „Trollkirche“. Etwa ein Zehntel der Gesamtfläche von knapp 1400 Hektar sind Gewässer. HIrsche und Elche bevölkern den Nationalpark, daneben Marder und Füchse. Manchmal sieht man auch Wölfe oder Luchse. In letzter Zeit haben sich auch viele Vögel angesiedelt, wie Käuze, Auerhähne und Spechte.


Vimmerby

Geschichtsträchtige Stadt im Biedermeierstil

Die Stadt im Kreuzungspunkt mehrerer Straßen entwickelte sie sich schon früh, wurde im Mittelalter aber immer wieder zerstört und abgebrannt. 1192 wurde die Stadt zum dritten Mal von Dänen in Brand gesteckt und 1454 von Christian I. von Dänemark erneut verwüstet. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts hatte Vimmerby Stadtrechte, die ihr 1532  wieder aberkannt und erst 1604 wieder zugesprochen wurden. Kurz darauf kehrten die Dänen 1610 zurück und verwüsteten die Stadt zum wiederholten Male. 1683 und 1821 wüteten noch einmal Feuersbrünste in der Stadt. 1821 brannten zwei Drittel Vimmerbys ab, darunter der Marktplatz mit dem 1683 neu erbauten Rathaus. Das heutige Rathaus wurde 1824/25 im Biedermeier-Stil erbaut. 1856 wurde die Åbro Bryggeri gegründet, die zuerst Bier nach bayerischer Art braute und heute mehrere Biersorten herstellt. Bedeutendste Tochter der Stadt ist Astrid Lingren, die 1907 in Vimmerby geboren wurde. 




Reisebeispiele Astrid Lindgrens Värld

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