Lappland

Land im nordischen Zwielicht: Lappland

Land im nordischen Zwielicht: Lappland

Subpolare Wildnis Nordskandinaviens

Die größte Landschaft Schwedens ist mit zwei Einwohnern pro Quadratkilometer die am dünnsten besiedelte. Dabei konzentriert sich die Bevölkerung auf Bergbaustädte wie Kiruna. Lappland erstreckt sich über vier Länder: Norwegen, Schweden, Finnland und Russland. Die Abgrenzung wird unterschiedlich gezogen. Häufig ist das Skandinavien nördlich des Polarkreises gemeint. Versteht man unter Lappland das traditionelle Siedlungsgebiet der Samen, so ist es größer als Deutschland. Das Klima ist subpolar mit kurzen Sommern und langen Wintern. Statt Nadelwäldern wie im übrigen Schweden wachsen lichte Birkenwälder auf oft sumpfigem und moorigem Boden. Dazwischen fließen Bäche durch Schuttfelder, die die letzte Eiszeit hinterlassen hat.



Sehenswürdigkeiten Lappland


Kiruna

Nördlichste Stadt Schwedens

Die nördlichste Stadt Schwedens mit knapp 20.000 Einwohnern liegt in Lappland und verdankt ihre Geschichte dem Bergbau. Mit dem Fortschreiten des Bergbaus wird die Stadt allerdings zunehmend zu einem einsturzgefährdeten Gebiet, sodass im Juni 2010 beschlossen wurde, sie fünf Kilometer weiter östlich neu aufzubauen. Dabei sollen die historischen Holzhäuser, das Rathaus und die Kirche in Form eines Lappenzeltes möglichst im Originalzustand erhalten bleiben. Der Name Kiruna ist von dem samischen Wort für ‚Schneehuhn‘ abgeleitet, das auch im Stadtwappen zu finden ist.


Ice Hotel

Gesamtkunstwerk aus Schnee und Eis

Das älsteste Eishotel der Welt hat neben Eisbar und Eis-Eingangshalle rund 60 Räume, in denen 140 Personen übernachten können. Für den Bau werden 30.000 Tonnen Schnee und 4.000 Tonnen klares Eis verarbeitet. Jedes Jahr beginnt Ende Oktober der Neubau des Hotels. Mit Radladern und Schneekanonen wird Schnee auf Stahlschalungen aufgetragen, die nach zwei Tagen entfernt werden können. Mit dieser Bauweise werden tunnelartige Spitzbogengewölbe errichtet. Das größte ist fünf Meter hoch und sechs Meter breit, es wird zusätzlich von Säulen aus Eisquadern abgestützt. In ihm sind die Eingangshalle und die Bar untergebracht. Weitere kleinere Tunnel werden für die Schlafzimmer und Korridore errichtet. Die Raumabgrenzungen innerhalb der Tunnel werden mit Schneeblöcken aufgemauert, die Fenster werden von klaren Eisquadern gebildet.

Alle Innenräume sind mit beleuchteten Skulpturen und Gegenständen aus Eis eingerichtet. Dieses wird jeweils im Frühjahr aus dem Tornefluss gewonnen. Das klare Wasser ergibt zusammen mit der starken Strömung besonders klares Eis, das von Traktoren mit speziellen Sägen aus dem Fluss geschnitten wird. Die so gewonnenen 4.000 Tonnen Eis (in 2-Tonnen-Blöcken) werden über den Sommer in einem Kühlhaus aufbewahrt. Das Gebäude wird Icehotel Art Center genannt und enthält neben dem Eislager auch eine Ausstellung mit einigen Skulpturen vom Eishotel der vergangenen Saison.

Im Hotel kann von Mitte Dezember bis Mitte April übernachtet werden. Die Innentemperatur beträgt circa -5°C, bei Außentemperaturen um -30°C. Die Gäste verbringen in der Regel nur eine Nacht im Eishotel. Wer aber noch länger bleiben möchte, kann nach einer Nacht im Eis auch in eins der normalen Hotelzimmer umziehen. Der Abend wird an der Bar bei Wodka aus Eisgläsern verbracht. Gegen die Kälte schützen wattierte Snowmobil-Overalls. Geschlafen wird in Schlafsäcken auf Rentierfellen, die wiederum auf Eisblöcken liegen.

Bei Interesse sprechen Sie Ihren Verkäufer an.




Reisebeispiele Lappland

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