Lappland

Land im nordischen Zwielicht: Lappland

Land im nordischen Zwielicht: Lappland

Subpolare Wildnis Nordskandinaviens

Die größte Landschaft Schwedens ist mit zwei Einwohnern pro Quadratkilometer die am dünnsten besiedelte. Dabei konzentriert sich die Bevölkerung auf Bergbaustädte wie Kiruna. Lappland erstreckt sich über vier Länder: Norwegen, Schweden, Finnland und Russland. Die Abgrenzung wird unterschiedlich gezogen. Häufig ist das Skandinavien nördlich des Polarkreises gemeint. Versteht man unter Lappland das traditionelle Siedlungsgebiet der Samen, so ist es größer als Deutschland. Das Klima ist subpolar mit kurzen Sommern und langen Wintern. Statt Nadelwäldern wie im übrigen Schweden wachsen lichte Birkenwälder auf oft sumpfigem und moorigem Boden. Dazwischen fließen Bäche durch Schuttfelder, die die letzte Eiszeit hinterlassen hat.



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Sehenswürdigkeiten Lappland

Andenes

Walbeobachtungen

Andenes liegt an der Nordspitze der Insel Andøy in Vesterålen. Bekannt und beliebt ist der Ort als Ausgangspunkt für Walbeobachtungstouren, die am norwegischen Walzentrum angeboten werden. Im Hvalsenter gibt es auch Ausstellungen und Vorträge über Wale. Im Winter können vom Boot aus oder bei einer Schnorcheltour unter Wasser große Gruppen von Schwertwalen (Orcas), Buckelwalen und Finnwalen beobachtet werden, die von den Heringen angezogen werden, die in den Andfjord ziehen; Pottwale leben hier das ganze Jahr über. Desweiteren kann man den Leuchtturm Andenes fyr besteigen oder das Polarmuseum und die Hisnakul-Ausstellung besuchen. Andenes ist aufgrund seiner Lage nördlich des Polarkreises auch ein guter Ort, um Nordlichter zu sehen.

Cape Wild

Elche im Wildpark

Außerhalb von Luleå liegt ein Wildpark, wo man mit zahmen Elchen in Berührung kommen kann. Man kann sie zum Beispiel mit Äpfeln, Möhren und Bananen füttern, was sie mehr lieben als Blätter und Zweige. Da kein Zaun die Tieren von den Betrachtern trennt, kann man den Park nur mit Führer betreten, der viel zu den Tieren erzählt. Dazu kann man sich kurzfristig anmelden. Auf Wunsch kann man auch zu Mittag essen. Es wird auf offenem Feuer in einer speziellen Pfanne, der Muurikka, zubereitet.

Zur Website:
www.capewild.se

Hammerfest

Verteidigungsschanze, Hafen und Eisbärenklub

Hammerfest ist eine typisch norwegische Kleinstadt, die auf der Insel Kvaløy in der Provinz Troms og Finnmark liegt. Dennoch war sie im Jahr 1891 der erste Ort in Norwegen, der elektrisches Straßenlicht erhielt.
Anfang des 18. Jahrhunderts wurde Hammerfest nach den napoleonischen Kriegen von England angegriffen, besiegt und ausgeplündert. Daraufhin wurde eine Verteidigungsschanze aus Kanonen (Skansen) gebaut, die heute noch im alten Hafen besichtigt werden kann. Bis zum 19. Jahrhundert war der Hafen Dreh- und Angelpunkt der Wal- und Robbenfänger in Hammerfest; auch heute ist er ein zentraler Ort für die Fischer und zudem die Anlegestelle für die Hurtigrutenschiffe. Im Zweiten Weltkrieg wurde Hammerfest von der deutschen Kriegsmarine als Versorgungshafen genutzt, vor dem Kriegsende zwangsevakuiert und dann völlig zerstört. Die Lutherische Kirche und die gegenüber liegende Kapelle sind die einzigen Gebäude, die den Zweiten Weltkrieg überstanden haben. Sehenswert sind der Meridianstein im Vorort Fuglenes, der Aussichtspunkt Salen, das Wiederaufbaumuseum sowie die Ausstellung des Isbjørnklubben (Eisbärenklub), die über die Geschichte der Stadt, das Eismeer und den Walfang informiert. Wer möchte, kann mit einem einmaligen Beitrag Mitglied werden.

Handelsposten Kjerringøy

Handelsposten aus dem 19. Jahrhundert

Der Handelsposten Kjerringøy ist ein einzigartiges Beispiel für das Kulturerbe an der Küste in einer herrlichen Landschaft. Er besteht aus 15 alten Gebäuden, von denen viele ihre ursprüngliche Ausstattung behalten haben. Es handelt sich um eine der wichtigsten Sammlungen von Gebäuden aus dem neunzehnten Jahrhundert, als auch die Blütezeit des Handelspostens war. Durch Fischhandel, Küstenschifffahrt, Export und Import entwickelte sich Kjerringøy im Laufe der Zeit zum wohlhabendsten Handelszentrum in Nordnorwegen. Eine 20-minütige Diashow bildet die Einführung zur Besichtigung, danach werden Führungen durch die verschiedenen Höfe und Gebäude angeboten, in denen es zum Teil auch handwerkliche Vorführungen gibt. Einen schönen Abschluss stellt ein Besuch des kleinen Ladens und des Cafés dar.

Harads

Am Ufer des Luleälven

Das 500-Seelen Dorf liegt in der historischen Provinz Lappland, rund 50 Kilometer südlich des Polarkreises und am Ufer des Flusses Luleälven. Wärmster Monat ist erfahrungsgemäß der Juli mit Temperaturen um die 15 °C. Kältester Monat ist im Durchschnitt der Januar, wo das Thermometer mitunter bis in den Bereich von -13 °C fällt.

Honningsvåg

Kleine Stadt mit großem Hafen

Die kleine, lebendige Stadt mit knapp 2.500 Einwohnern liegt auf der Insel Magerøy und ist Verwaltungssitz der Gemeinde Nordkapp. Der Hafen von Honningsvåg ist einer der größten Fischereihäfen, der nördlichste Umschlagplatz des Landes und der größte Kreuzfahrthafen in Nordnorwegen. Ganzjährig machen hier die Postschiffe der Hurtigruten fest. In den Sommermonaten kommen zusätzlich mehr als 100 Kreuzfahrtschiffe dazu. Gleich bei den beiden Hauptliegeplätzen informiert ein Museum über Geschichte und Kultur der Region. Darüber hinaus gibt es einige Geschäfte und eine Eisbar sowie eine weiße Holzkirche. Das Nordkapp ist ca. 32 Kilometer entfernt.

Kirkenes

Nördlichster Hafen der Postschiff-Route

Im äußersten Nordosten Norwegens, unweit der russischen Grenze, liegt die kleine Fischerstadt Kirkenes. Entstanden ist die Siedlung als Exporthafen für Eisenerz. Der Eisenerz-Abbau als wichtigste Einnahmequelle ist seit den 1990er Jahren durch den Fischfang sowie den Tourismus abgelöst worden.
Im Sommer lockt die Region rundum zu Bootsausflügen, zum Wandern und Tauchen. Im Winter sind vor allem Touren mit dem Hundeschlitten beliebt. Für Geschichtsinteressierte lohnt sich ein Besuch in der Andersgrotta, einem Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg, der heute zu einem Museum umgebaut ist.

Kiruna

Nördlichste Stadt Schwedens

Die nördlichste Stadt Schwedens mit knapp 20.000 Einwohnern liegt in Lappland und verdankt ihre Geschichte dem Bergbau. Mit dem Fortschreiten des Bergbaus wird die Stadt allerdings zunehmend zu einem einsturzgefährdeten Gebiet, sodass im Juni 2010 beschlossen wurde, sie fünf Kilometer weiter östlich neu aufzubauen. Dabei sollen die historischen Holzhäuser, das Rathaus und die Kirche in Form eines Lappenzeltes möglichst im Originalzustand erhalten bleiben. Der Name Kiruna ist von dem samischen Wort für ‚Schneehuhn‘ abgeleitet, das auch im Stadtwappen zu finden ist.

Luleå

Kalter Hauptort von Norrland

Als Luleå das erste Mal im Jahr 1327 in Dokumenten erwähnt wurde, lag es an der Stelle des heutigen Gammelstad. Es entwickelte sich zu einem Marktplatz und Zentrum einer Kirchengemeinde, die damals beinahe ganz Norrbotten umfasste. Schon im 14. Jahrhundert wurde eine Kirche aus Stein erbaut – die größte nördlich von Uppsala – und rund um die Kirche entstand ein Kirchendorf. 1621 bekam der Ort die Stadtrechte. Heute hat die Stadt rund 40.000 Einwohner. Nach dem Niedergang der Stahlindustrie betreibt Facebook in Luleå insgesamt drei Servergebäude mit einer Fläche von jeweils 28.000 Quadratmetern. Den Standort wählte der Konzern, da das kühle Klima in dieser Region das Kühlen der Server erleichtert. Im Jahresdurchschnitt beträgt die Temperatur nur ein Grad Celsius.

Narvik

Ganzjährig eisfreier Hafen

Narvik ist die Hauptstadt der gleichnamigen Kommune und liegt umgeben von einer beeindruckenden Bergwelt malerisch eingebettet zwischen zwei Fjorden auf einer Landzunge in Nordnorwegen. Der Hafen, der aufgrund des Golfstroms während des ganzen Jahres eisfrei ist, ist für die Verschiffung von Erz bedeutend. Historisch wichtig ist die Ofotenbahn, die gebaut wurde, um dieses Erz aus den Gruben von Kiruna im schwedischen Lappland nach Narvik zu transportieren. Im April 1940 fiel die Wehrmacht in Narvik ein, um vor allem den Hafen und die Ofotenbahn zu erobern. Die Spuren dieser zweimonatigen Schlacht sind noch heute während einer Fahrt mit der Ofotenbahn und im Kriegsmuseum von Narvik zu sehen. Ein weiterer bedeutender Teil der Geschichte Narviks ist die samische Kultur. Die Samen waren das erste Volk, das hier ansässig wurde. Noch heute leben in der Region viele Samen, über deren Leben und Kultur man viel erfahren kann. Mit der Narvikfjellet Seilbahn, deren Talstation nördlich der Innenstadt liegt, kann man auf den Hausberg hinauf fahren – ein idealer Ort, um im Sommer die Mitternachtssonne, im Winter das Nordlicht zu erleben.

Piteå

Eisbrecher-Safaris und Hundeschlittentouren

Als Piteå 1621 die Stadtrechte erhielt, lag die Stadt noch etwas weiter nordwestlich an der Stelle des heutigen Öjebyn. Nach dem verheerenden Stadtbrand von 1666 wurde der Ort nach Osten verschoben, da an der alten Stelle aufgrund der Landhebung keine geeigneten Hafenplätze mehr vorhanden waren. Im nordischen Krieg wurde die kleine Stadt zweimal von russischen Truppen angegriffen, erholte sich jedoch rasch und war um 1800 mit 900 Einwohnern eine der wichtigsten Städte in Norrland. Im alten Stadtzentrum steht rund um die Kirche noch die Gammelstaden mit Kirchhütten, wo Gottesdienstbesucher, die von weither kamen, im Winter übernachten konnten. Wer im Winter kommt, kann Eisbrechertouren oder Huskysafaris machen.

Polar Park

Nördlichster Tierpark der Welt

Der nördlichste Tierpark der Welt in der Gemeinde Bardu und ist Heimat von Norwegens großen Raubtieren wie Bären, Wölfen und Luchsen sowie von Hirschen, Elchen, Rentieren und Moschusochsen. Er wurde 1994 eröffnet und basiert auf der Präsentation von Tieren in ihrer natürlichen Umgebung, was bedeutet, dass die verschiedenen Tierarten auch viel Platz haben, um sich zu bewegen. So verteilen sich die zwölf Gehege auf eine Fläche von ca. 110 Hektar. In der Hauptsaison kann man nicht nur durch den Park spazieren und die wilden Tiere erleben, sondern auch viele andere Aktivitäten im Park unternehmen; Führungen werden angeboten und man kann auch bei der Fütterung zusehen. Am Eingang des Parks befindet sich ein gemütliches Restaurant, auf dem Gelände gibt es allerdings auch Grillplätze. Weitere Informationen unter www.polarpark.no/en/

Senja

Norwegen en miniature

Als zweitgrößte Festlandinsel des Landes hat Senja eine Fläche von fast 1.600 Quadratkilometern – und auf dieser vereint sie die verschiedensten Landschaftstypen Norwegens.
So zeigen sich die West- und die Nordküste eher rau und wild, steile Felswände ragen hier aus dem dunklen Wasser der Fjorde. Im Süden hingegen ist die Landschaft sanfter. Hier prägen grüne Täler das Bild und in ruhigen Buchten liegen Fischerboote vor der Kulisse beschaulicher Dörfchen vor Anker. Im Südwesten befindet sich das Gebiet des Nationalparks Ånderdalen. Zahlreiche Seen und jahrhundertealte Nadelbäume bieten Elchen, Rotfüchsen, Ottern und zahlreichen anderen Tieren ein sicheres Habitat.
Touristisch ist Senja bisher wenig entdeckt, die facettenreiche Natur lockt jedoch immer wieder einige Tagesausflügler in Wanderschuhen auf die Insel. Über 20 Wanderwege in verschiedenen Schwierigkeitsgraden erschließen die Insel für Outdoor-Enthusiasten.

Skellefteå

Kirchspiel in Südlappland

Die Stadt ist mit 30.000 Einwohnern eine der größten Städte in Südlappland. Sie entwickelte sich im Mittelalter als Handelsplatz an der Kreuzung der Ostseestraße und des Silberwegs, der nach Norwegen führt. Die Kirche aus dem 14. Jahrhundert mit einem sehenswerten Lübecker Flügelaltar spielte eine zentrale Rolle. Die Bauern kamen aus so großer Entfernung zum Gottesdienst, dass sie sich im Winter am Vorabend in der Stadt einquartieren mussten. Eigens dazu errichtete man die Gammelstad. Die „alte Stadt“ bestand aus Kirchhütten, kleinen Reihenhäusern aus Holz, die noch heute stehen und teilweise als Ferienunterkunft dienen. Heute kommen im Winter viele Gäste zum Langlaufski oder zum Snow-Shoe-Tracking, das man mit oder ohne Führer buchen kann. Im Anschluss kann man eine Sauna mieten.

Wanderung zum Måtind

Ein Farbenspiel aus Blu, Weiß und Grün

Obwohl der Måtind „nur“ etwa 400 Meter hoch ist, bietet er eines der schönsten Panoramen der Vesterålen. Von einem kleinen Parkplatz an der Straße führt der Weg zunächst relativ steil hinauf zu einem Bergplateau. Zwischendrin ist ein wenig Vorsicht geboten, da ein Geröllfeld mit teils lockeren Steinbrocken überquert werden muss. Bereits auf dieser ersten Etappe überwindet man rund 300 von den insgesamt 400 Höhenmetern und wird mit den ersten schönen Ausblicken über die Westküste von Andøya belohnt. Im weiteren Verlauf zeigt sich der Pfad dann sanfter und lässt somit viel Zeit zum Staunen und Genießen der Szenerie. Wo, eingefasst von grünen Hängen, das ungezähmte Meer auf weißen Sand spült und schroffe Felsen aus den blauen Fluten auftauchen, beeindruckt die Natur mit einem ganz besonderen Farbenspiel.
(Hin und zurück: 7,4 Kilometer, 04:00 Stunden, auf und ab: 420 Meter)

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