Lappland

Land im nordischen Zwielicht: Lappland

Land im nordischen Zwielicht: Lappland

Subpolare Wildnis Nordskandinaviens

Die größte Landschaft Schwedens ist mit zwei Einwohnern pro Quadratkilometer die am dünnsten besiedelte. Dabei konzentriert sich die Bevölkerung auf Bergbaustädte wie Kiruna. Lappland erstreckt sich über vier Länder: Norwegen, Schweden, Finnland und Russland. Die Abgrenzung wird unterschiedlich gezogen. Häufig ist das Skandinavien nördlich des Polarkreises gemeint. Versteht man unter Lappland das traditionelle Siedlungsgebiet der Samen, so ist es größer als Deutschland. Das Klima ist subpolar mit kurzen Sommern und langen Wintern. Statt Nadelwäldern wie im übrigen Schweden wachsen lichte Birkenwälder auf oft sumpfigem und moorigem Boden. Dazwischen fließen Bäche durch Schuttfelder, die die letzte Eiszeit hinterlassen hat.



Sehenswürdigkeiten Lappland


Kiruna

Nördlichste Stadt Schwedens

Die nördlichste Stadt Schwedens mit knapp 20.000 Einwohnern liegt in Lappland und verdankt ihre Geschichte dem Bergbau. Mit dem Fortschreiten des Bergbaus wird die Stadt allerdings zunehmend zu einem einsturzgefährdeten Gebiet, sodass im Juni 2010 beschlossen wurde, sie fünf Kilometer weiter östlich neu aufzubauen. Dabei sollen die historischen Holzhäuser, das Rathaus und die Kirche in Form eines Lappenzeltes möglichst im Originalzustand erhalten bleiben. Der Name Kiruna ist von dem samischen Wort für ‚Schneehuhn‘ abgeleitet, das auch im Stadtwappen zu finden ist.


Piteå

Eisbrecher-Safaris und Hundeschlittentouren

Als Piteå 1621 die Stadtrechte erhielt, lag die Stadt noch etwas weiter nordwestlich an der Stelle des heutigen Öjebyn. Nach dem verheerenden Stadtbrand von 1666 wurde der Ort nach Osten verschoben, da an der alten Stelle aufgrund der Landhebung keine geeigneten Hafenplätze mehr vorhanden waren. Im nordischen Krieg wurde die kleine Stadt zweimal von russischen Truppen angegriffen, erholte sich jedoch rasch und war um 1800 mit 900 Einwohnern eine der wichtigsten Städte in Norrland. Im alten Stadtzentrum steht rund um die Kirche noch die Gammelstaden mit Kirchhütten, wo Gottesdienstbesucher, die von weither kamen, im Winter übernachten konnten. Wer im Winter kommt, kann Eisbrechertouren oder Huskysafaris machen.


Skellefteå

Kirchspiel in Südlappland

Die Stadt ist mit 30.000 Einwohnern Südlappland eine der größten Städte in Südlappland. Sie entwickelte sich im Mittelalter als Handelsplatz an der Kreuzung der Ostseestraße und des Silberwegs, der nach Norwegen führt. Die Kirche aus dem 14. Jahrhundert mit einem sehenswerten Lübecker Flügelaltar spielte eine zentrale Rolle. Die Bauern kamen aus so großer Entfernung zum Gottesdienst, dass sie sich im Winter am Vorabend in der Stadt einquartieren mussten. Eigens dazu errichtete man die Gammelstad. Die „alte Stadt“ bestand aus Kirchhütten, kleinen Reihenhäusern aus Holz, die noch heute stehen und teilweise als Ferienunterkunft dienen. Heute kommen im Winter viele Gäste zum Langlaufski oder zum Snow-Shoe-Tracking, das man mit oder ohne Führer buchen kann. Im Anschluss kann man eine Sauna mieten.




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