Stockholm
Kraniche in Hornborgarsjon

Auto-Rundreisen durch Schweden

Als Selbstfahrer unterwegs auf individuellen Routen

Für viele ist Schweden bereits seit Kindheitstagen ein Sehnsuchtsziel. Wer hat sich nicht gewünscht mit Michel einen gut gemeinten Streich auszuhecken und mit den Kindern aus Bullerbü über die Felder zu streifen. Und selbst wenn die Orte aus unseren Kinderträumen nur Fiktion sind, so versprüht auch das reale Schweden einen ganz besonderen Bilderbuch-Charme. 

  • Eine Auto-Rundreise bietet dabei die Möglichkeit, das Land auf individuellen Routen zu entdecken.
  • Schweden ist das größte der skandinavischen Länder. Zwischen Malmö an der Südküste und Kiruna in den wilden Weiten Lapplands warten tiefblaue Seen, helle Sandstrände und generell eine ganze Menge Natur – denn über zwei Drittel der Landfläche Schwedens sind mit Wald bedeckt. Zwischendrin verstecken sich urige Fischerdörfchen mit maritimem Flair und belebte Kleinstädte mit bunten Holzhäusern.
  • Wer mit dem Mietwagen oder dem eigenen Auto unterwegs ist, kann im eigenen Tempo reisen, ganz ohne Zeitdruck. 
  • Übernachtet wird auf ehemaligen Gutshöfen oder in kleinen Gästehäusern, wo man stets freundlich und unaufdringlich bewirtet wird.

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Schweden als Reiseland

Mit knapp 450.000 Quadratkilometern ist Schweden deutlich größer als Deutschland. Von Schonen bis Lappland hat es aber nur knapp 10 Millionen Einwohner. Auf einem Quadratkilometer leben als kaum mehr als 20 Einwohner. Relativ dicht bevölkert ist der Süden und die Region um die Hauptstadt Stockholm. Große Landesteile im Inneren und im Norden sind dagegen fast menschenleer.

Schweden von West nach Ost

im Westen: die Skanden

Das Rückrat Skandinaviens sind die Skanden – ein 1.700 Kilometer langes Gebirge, das Schweden und Norwegen voneinander trennt. Die Skanden sind zwar fast doppelt so lang wie die Alpen, erreichen aber nur eine Höhe bis zu 1.500 Metern. Typisch für das Landschaftsbild ist das Fjäll, eine Hochfläche, auf der kleine Seen glitzern.

In der Mitte: die Seen

Schweden wird von riesigen Seen geprägt, von denen die größten der Vänernsee, der Mälarsee und der Vätternsee sind. Allein der Vänern ist zehnmal so groß wie der Bodensee. Mit einer Uferlänge von über 2.000 Kilometern und einer Fläche von über 5.600 Quadratkilometern gleicht er eher einem Meer als einen Binnensee. Er entstand vor 9.000 Jahren am Ende der letzten Eiszeit, als das Land – vom Gewicht der Gletscher befreit – sich zu heben begann. Kurz nach der großen Eisschmelze kam der Mensch. Am Südrand des Sees sind 7000 Jahre alte Siedlungen nachgewiesen.

im Osten: die Schären

Im Osten von Schweden gibt es etwa 24.000 Inseln – die Schären. Manche sind winzig und bestehen nur aus nacktem Fels oder einer Klippe. Andere sind bewohnt und werden landwirtschaftlich genutzt. Gemeinsam ist ihnen der Ursprung in der Eiszeit vor 10.000 Jahren. Als die Eispanzer schmolzen, hob sich das Land und tauchte teilweise aus dem Meer auf.

Schweden von Süd nach Nord

Südschweden

Das Land zwischen Kalmar und Malmö unterscheidet sich wenig von Dänemark oder Norddeutschland. Die Urwälder der südschwedischen Provinz Schonen wurden schon vor 1000 Jahren gerodet und werden landwirtschaflich genutzt. Getreidefelder reichen heute bis zum Horizont. Die großen Inseln, Gotland und Öland, ziehen mit ihren Sandstränden im Sommer viele Badegäste an.

Mittelschweden

Felder und Wiesen wechseln mit dicht bewaldeten Bergrücken und stillen Seen. Für viele beginnt das eigentliche Schweden erst in seinen mittleren Breiten. Größte Stadt ist Stockholm, das idyllisch hinter einem Schärengarten liegt. Auch der Vänern und der Mälarsee weiter westlich werden von vielen Inseln gesäumt. Weiter nördlich beginnt Dalarna. Das südlichste der Fjällgebiete ist eine beliebte Feriengegend. Allerdings ist das Klima hier schon deutlich rauer.

Nordschweden

Norrland und Lappland werden geprägt durch endlose Wälder, die von wilden Flüssen durchrauscht werden. Lappland, die flächenmäßig größte Landschaft Schwedens, liegt schon jenseits des Polarkreises. Die Nadelwälder weichen den Birken und Renntierflechten. Im Spätwinter, wenn die Tage wieder länger werden, werden rund um Kiruna Hundeschlittentouren angeboten. Sie führen oft über die Seen, die dann noch unter einem dicken Eispanzer liegen.