Schweiz / Praktische Hinweise
Reiseservice mehr ...
Schweizer Panorama mit dem Zug entdecken
Luzern, Schweiz
Panoramasicht auf den Dents du Midi in den Schweizer Alpen

Schweiz / Praktische Hinweise


Allgemeine Länderinfo

Hauptstadt

Hauptstadt des republikanischen Bundesstaates ist Bern mit knapp 150.000 Einwohnern.Das Schweizer Parlament und Diplomaten treffen im Bundeshaus zusammen, das im Neorenaissancestil errichtet wurde.

Konsulate

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Postfach 250, 3000 Bern 15
+41 31 359 41 11

Notruf

allgemein: 112
Feuer: 118
Polizei: 117
Krankenwagen: 144

Sicherheit

Rund um Bahnhöfe, Flugplätze und in öffentlichen Verkehrsmitteln sind Vorsichtsmaßnahmen gegen Taschendiebstähle zu treffen.

Bei Aktivitäten in den Bergen sollten Reisende aktuelle Witterungshinweise beachten.

Sprache

In der Schweiz gibt es vier Landessprachen: Deutsch (60%), Französisch (30%), Italienisch (6%) und Rätoromanisch (1%). Die meisten können sich aber in Englisch und in einer oder mehrerer der anderen Landessprachen verständigen.

Religion

Knapp 40 Prozent sind Katholiken, 30 Prozent Protestanten, gut 20 Prozent sind konfessionlos. 5 Prozent sind Muslime und 0,24 Prozent jüdisch.

Essen und Trinken

Die Schweiz ist bekannt für Käse und Schokolade. Doch zwischen Rhein und Rhône gibt es kulinarisch noch mehr zu entdecken. Die Küchen der verschiedenen Sprachregionen werden stark von den Nachbarländern beeinflusst. Bestimmte Gerichte sind weit über die Schweiz hinaus bekannt, darunter Käsefondue, Bircher Müsli, Zürcher Geschnetzeltes oder Engadiner Nusstorte.

Feste und Feiertage

In der Schweiz gibt es nur 4 Feiertage, die im gesamten Land arbeitsfrei sind: Neujahr, Auffahrt (in Deutschland: Christi Himmelfahrt), Bundesfeier (1. August, Nationalfeiertag) und Weihnachtstag (in Deutschland: 1. Weihnachtsfeiertag). In weiten Teilen der Schweiz werden außerdem Karfreitag, Ostermontag, Pfingstmontag und Stephanstag (in Deutschland: 2. Weihnachtsfeiertag) begangen.

Klima und Reisezeit

Erhebliche Unterschiede sind bedingt durch Höhenlage und Richtung der Gebirge. In den Alpen bleibt von ungefähr 2.600 Metern an der Schnee an vielen Stellen liegen. Die mittlere Jahreswärme der Hochebene beträgt 8-10° C, in Lugano 11,6°C. Auch das untere Rhonethal zeichnet sich durch eine hohe Sommerwärme und geringe sommerliche Niederschläge aus. In St. Gallen, am Eingang in das Voralpenland, erreicht das Jahresmittel bloß 7,4°C, in dem hohen, von Schnee- und Gletschermassen umgebenen Zermatt nur 3,5°C. Man zählt im Süden ca. 120, im Norden 145 bis 165 jährliche Regentage. Die Regenmenge (der Schnee in Wasser verwandelt) bewegt sich zwischen 700 und 2'000 mm. Ein eigentümlicher Wind ist der warme Föhn.

Lebenshaltungskosten

Die Lebenshaltungskosten sind die höchsten in Europa, weit höher als in Deutschland. Städte wie Zürich oder Genf zählen zu den teuersten Wohnorten der Welt. 

Öffentliche Verkehrsmittel

Die Schweiz hat ein dichtes und hervorragendes Netz von Verkehrsverbindungen von Eisenbahnen, Bussen und Straßen- und Bergbahnen, die in der Regel bis in abgelegene Gebiete gut aufeinander abgestimmt sind. 

Telefonieren

Landesvorwahl ist 0044.

Kosten vor Ort

Benzinkosten, ggf. Kosten für Mietwagen (siehe Mietwagenbedingungen, z.B. Einwegmiete, Permits, Kindersitze, Schneeketten etc.), Mautgebühren (Vignettenpflicht), Tunnelgebühren, Verpflegungskosten, Kosten für selbstgebuchte Ausflüge vor Ort, private Ausgaben (z.B. Kosten für Souvenirs, Medikamente, etc.), Trinkgelder, ggf. Eintrittsgebühren, ggf. Kurtaxe, ggf. Parkplatzgebühren, ggf. Transportkosten (z.B. Taxi, Bus, Bahn, Fähre), Liftgebühr (für Skilifte und Seilbahnen), ggf. Skipass

Ein- und Ausreise

Anreise

Auf allen Nationalstraßen (Autobahnen und Autostraßen) ist in der Schweiz eine Autobahnvignette erforderlich. Man erhält sie an deutschen Tankstellen im Grenzgebiet für ca. 40 CHF. 

Die Vignettenpflicht gilt für alle Fahrzeuge bis zu 3,5 t zulässigen Gesamtgewicht. Für Anhänger muss eine zusätzliche Vignette erworben werden. Die Vignette ist gut sichtbar und von innen an der Windschutzscheibe anzubringen. Nicht geklebte (nur mitgeführte) Vignetten haben keine Gültigkeit.

Reisedokumente und Formalitäten

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit Reisepass, vorläufigem Reisepass, Personalausweis, vorläufigem Personalausweis oder Kinderreisepass möglich.

Zoll

Die Schweiz ist kein EU-Mitgliedstaat. Die schweizerische Grenze gilt somit als EU-Außengrenze. Die Ein- und Ausfuhr von Waren unterliegt daher den entsprechenden Bestimmungen. 

Die Ein- und Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung ist unbeschränkt möglich, ab einem Wert von 10.000 CHF besteht eine Anzeigepflicht auf Verlangen.

Die Einfuhr alkoholischer Getränke ist (für Personen ab 17 Jahren) auf 1 Liter (über 18%) bzw. 5 Liter (unter 18% Alkoholgehalt) , auf 250 Zigaretten/Zigarren oder 250 Gramm Tabak beschränkt. Weitere Informationen erteilt die Eidgenössische Zollverwaltung EZV.

Autofahren

(Internationaler) Führerschein

Der deutsche Führerschein ist ausreichend.

Verhalten im Straßenverkehr

Die Promillegrenze beträgt 0,5, für Fahranfänger (bis 3 Jahre Fahrpraxis) 0,1. Schienenfahrzeuge haben innerorts stets Vorrang, auf Bergstraßen das aufwärts fahrende Fahrzeug.
Es besteht ganzjährig Lichtpflicht, auch tagsüber muss mit Abblend- oder Tagfahrlicht gefahren werden.
Eine Winterreifenpflicht besteht nicht, jedoch kann eine Verkehrsbehinderung wegen Fahrens mit ungeeigneter Bereifung zu Geldbußen und ein Unfall mit Sommerreifen auf winterlichen Straßen zur Mithaftung kommen.  

Geschwindigkeitsbegrenzung

50 km/h in Ortschaften, 80 km/h außerorts, 100 km/h auf Autostraßen, 120 km/h auf Autobahnen.



Die Geldstrafen für Verkehrsübertretungen sind in der Schweiz empfindlich höher als in Deutschland. Rasern drohen Geldstrafen, Freiheitsstrafen oder Entzug des Fahrzeugs bzw. Führerscheins.

Geldangelegenheiten

Währung

Währung ist der Schweizer Franken (CHF). 1 Euro entspricht ca. 1,10 CHF.

Zahlungsmittel

Kredit- und EC-Karten sind akzeptiert und haben das Bargeld weitgehend ersetzt. Meist wird der Euro als zweite Währung akzeptiert.

Gesundheit

Krankenversicherung

Für Staatsangehörige der EU-Länder gilt die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC). Die EHIC regelt die Versorgung und Kostenrückerstattung beim Krankheitsfall. Sie ersetzt nicht die Reiseversicherung, z.B. zum Rücktransport in das Heimatland. Ausgestellt wird die Karte von Ihrer gesetzlichen Krankenversicherung. 

Verhaltenshinweise

Alkohol und Zigaretten

Es gilt ein umfassendes Rauchverbot: Rauchen ist demnach per Gesetz in öffentlichen Gebäuden, Geschäften (auch Tabakgeschäften), Spielcasinos, Diskotheken, Cafés, Hotels, Restaurants und am Arbeitsplatz verboten.
Das gesetzliche Rauchverbot in Hotels / Unterkünften gilt zunächst bis in die öffentlichen Bereiche, die meisten Gastgeber weiten dies auf Ihre Zimmer aus. Ausnahmen müssen vorher besprochen werden.

Nach Oben