Individuelle Schweiz Rundreisen / Ostschweiz
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Eine Reise in die Ostschweiz

Zwischen Bodensee und Alpen

Die Reise verläuft zwischen Bodensee und Alpen. In der beschaulichen Hügellandschaft der Nordostschweiz findet man lebendiges Brauchtum und eine bunte Vielfalt in Kultur und Kulinarik. Weiter im Süden weht die frische Bergluft berühmter Wintersportgebiete.

Die Tour startet ab Zürich und führt dann nach Osten in die traditionsreiche Kulturlandschaft des Appenzellerlands. Wer möchte kann zwischendrin gut noch eine oder zwei Übernachtungen am Bodensee einschieben. Anschließend geht es weiter in die alpine Bergwelt von St. Moritz und Andermatt, wo man für kurze Zeit der Strecke des berühmten Glacier Express folgt.
Den Abschluss bildet ein Aufenthalt am Vierwaldstättersee, der in seiner weiten Verzweigung ein bisschen an die Fjordlandschaften Nordeuropas erinnert, wo das Klima jedoch deutlich milder ist.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von zu Hause nach Zürich

A

Zürich

Altstadt mit trendigen Cafés und Kneipen

Die Stadt am nörd­li­chen Ende des Zürich­sees ist aus der römi­schen Sied­lung Turigum hervor­gegangen und wur­de im 13.

Jahr­hun­dert erst freie Reich­stadt und kurz danach Mitglied der neu gegrün­deten Eidgenos­senschaft. Ihr Aufstieg zur wich­tigsten Stadt der Schweiz begann unter dem Reformator Zwingli, der in Zürich im 16. Jahr­hun­dert lebte und die Grundlagen für eine puri­ta­nisch-kapi­ta­lis­ti­sche Kultur legte. Heute ist Zürich nach Einkommen der Bevöl­ke­rung eine der reichsten Städte der Erde und hat nach einer Studie von 2007 welt­weit die höchste Lebens­qualität. Millio­näre und Milli­ardäre aus allen Ländern der Erde haben hier wegen des Schweizer Bankge­heim­nisses und des güns­tigen Steu­er­rechts einen Wohn­sitz. Neben Banken und Tresoren hat Zürich ein Menge zu bieten: eine hübsche Altstadt mit tren­digen Cafés und Kneipen, über 40 Museen und die berühmte Bahn­hofs­strasse, eine der vornehmsten Einkaufs­straßen Europas.

Zu Gast in einem Patrizierhaus im Zentrum

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz

Das denkmalge­schützte Patri­zi­er­haus aus dem 16. Jahrhundert mit seinem roman­ti­schen Innen­hof ist eine Oase der Ruhe im Stadt­zentrum von Zürich. Ratsherren, Bankiers und Seiden­händler haben es im Laufe der Jahrhunderte bewohnt, bis es kurz vor der Jahr­tausendwende zu einem 4-Sterne-Hotel umge­baut wur­de. Das Restau­rant wird vom Gault Millau mit 15 Punkten bewertet und ist eine bevor­zugte Adresse der anspruchsvollen Zürc­her Kundschaft.

Im histo­ri­schen Gewölbekeller lagern erstklas­sige Weine. Alt­stadt, Univer­sität, die Eidge­nös­si­sche Tech­ni­sche Hoch­schule und das Schau­spielhaus sind zu Fuß zu errei­chen.

Ausflug (OPTIONAL)

Das Mittelalterliche Zürich (1,5 - 2,5 Stunden, deutsch)

Spazieren Sie gemeinsam mit Ihrem Guide durch die Altstadt von Zürich. In den vewin­kelten Gassen hat die Geschichte so manches Geheimnis bewahrt, das es zu entde­cken gilt.

Lassen Sie sich durch die Jahrhunderte führen und besu­chen Sie unter anderem das Frau­münster mit den bunten Glasfenstern Chagalls sowie den Lindenhof und die Bahn­hof­straße.

Ausflug (OPTIONAL)

Kunst-Tour durch Zürich (1,5 - 2,5 Stunden, deutsch)

Kunst ist ein leben­diger Bestand­teil des Alltags in Zürich. Die Stadt versteht sich als ihre Bühne und so gibt es im öffent­li­chen Raum zahlreiche zeitge­nös­si­sche Installa­tionen zu bestaunen.
Bei dem Ausflug bringt Ihr Guide Sie hinter die Kulissen der Kultur­szene, in die Gale­rien und Ateliers junger Künstler.

Außerdem erfahren Sie, wo bereits Bertolt Brecht und Marc Chagall bei einem Wein von der Muse geküsst wurden.

Ausflug (OPTIONAL)

Süße Stadtführung (1,5 - 2,5 Stunden, deutsch)

Die Tour richtet sich an alle Naschkatzen und führt in die süßen Ecken der Stadt. Sie treffen Ihren Guide vor dem Café von Sprüngli am Para­de­platz – warum die größte Zürcher Confi­serie ihren Haupt­sitz dort hat, erfahren Sie dann direkt vor Ort.

Anschließend  geht es zu den berühm­testen Pralinéauslagen und zu versteckten Choco­la­tiers. Natür­lich bleibt zwischendurch immer genügend Zeit, um in Ruhe zu stöbern.

Museum Rietberg

Kunst der außer­eu­ro­päi­schen Kulturen
Als einziges Museum in der Schweiz widmet sich das Museum Rietberg der Kunst außer­eu­ro­päi­scher Kulturen. Es befindet sich in einem klas­sizis­ti­schen Villen-Ensemble im Riet­park, das ergänzt wird durch den „Smaragd“, einen modernen Pavillon aus grünem Glas.
Die Samm­lung umfasst Werke der tradi­tionellen sowie der zeitge­nös­si­schen Kulturen Asiens, Afrikas, Amerikas und Ozea­niens. Mit der Dauer­aus­stel­lung sowie verschiedenen Veran­stal­tungen und Sonder­aus­stel­lungen möchte man ein lokales genauso wie ein inter­na­tio­nales Publikum anspre­chen, um einen Einblick in die Viel­falt künst­le­ri­scher Ausdrucks­formen zu geben und zu einem offenen Dialog zwischen den Kulturen der Welt beizu­tragen.

Uetliberg

Plane­tenweg am Zürcher Hausberg
Der 870 Meter hohe Uetliberg ist der Abschluss der Albis-Bergkette. Von oben hat man eine schöne Aussicht auf die Stadt und den See. Die Üetliberg­bahn führt bis auf den Gipfel. An der Berg­sta­tion beginnt der knapp zwei­stün­dige Plane­tenweg über den Albis-Grat nach Süden. Er wur­de 1978 als Weg durch unser Sonnen­system ange­legt, das im Maßstab 1:1 Milli­arde verklei­nert ist. Die Wande­rung beginnt an der Sonne, einer gelben Kugel mit einem Durch­messer von 1,39 Meter, bis man nach vielen Kilome­tern schließ­lich am äußersten Planeten Pluto vorbei­kommt.

Von Zürich nach Gais AR

99 km | 2:00 h

Bodensee-Region

Schwä­bi­sches Meer vor Hoch­ge­birgskulisse
Europas drittgrößter See ist auch einer seiner schönsten – dank der Lage am Rande der Alpen und seines milden Klimas. Das „schwä­bi­sche Meer“ besteht eigent­lich aus zwei Seen, dem Obersee und dem kleineren Untersee west­lich von Konstanz. Die drei großen Inseln sind Besu­cherma­gnete: Zur Insel­stadt Lindau im bayri­schen Osten gelangt man über eine Brücke, die Blumen­insel Mainau südlich von Über­lingen und die im Untersee liegende Gemüs­einsel Reichenau kann man nur per Boot errei­chen. Bei gutem Wetter sieht man im Süden die Hoch­ge­birgskulisse der Appen­zeller Alpen glitzern, die vom über 2.500 Meter hohen Säntis gekrönt wird. Rund um den Bodensee führt ein Radwanderweg, für den man allerdings mehrere Tage braucht.

Winter­thur

Größte Fußgängerzone der Schweiz
Die Altstadt von Winter­thur ist die grösste zusam­men­hän­gende Fussgängerzone der Schweiz. Die Häuser, Gassen und Brunnen stammen aus dem Barock, die Stadt­kirche mit ihren Zwil­ling­stürmen ist gotisch und das präch­tige Stadt­haus ein Meister­werk des Architekten Semper. Darüber hinaus ist Winter­thur berühmt für seine Kunst­szene. Mit dem Museum Oskar Rein­hart am Stadt­garten und dem Kunst­museum besitzt es zwei Kunst­samm­lung von Welt­gel­tung.
B

Appenzellerland

Alpenlandschaft en miniature

Das Appen­zeller­land liegt zwischen der Talschaft Toggenburg und dem St. Galler Rheintal. Im Norden findet man eine karg bewal­dete Hügel­landschaft, während sich gen Süden die zuvor sanften Berge zu einer voralpinen Land­schaft stei­gern, über­ragt vom impo­santen Alpstein­massiv, das in dem rund 2500 Meter hohen Berg Säntis seine Krönung findet.

Weithin sichtbar erhebt sich der Gipfel als markante Land­marke, in einer Doppel­spitze mit dem nur wenig kleineren Berg Altmann.
Aber nicht nur die Gipfel erscheinen wie aus dem Bilder­buch. Blaue Berg­seen schimmern zwischen steilen Felswänden und grüne Almweiden erstre­cken sich entlang der Hänge. Wanderer und Radfahrer finden auf einem gut ausge­bauten Wegenetz zahlreiche Routen für ausgiebige Erkundungs­touren.
Wie gemalt liegen rustikale Hütten und urige Gehöfte zwischen Wiesen und Bäumen verstreut. Der Sage nach, sind diese Häuser einst aus dem Beutel eines Riesen gefallen, der diese mit sich trug, weil er plante, eine eigene Stadt zu erbauen. Als er die Häuser zu ihrem Bestim­mungsort bringen wollte, riss unbemerkt beim Über­schreiten der Berge der geschul­terten Beutel auf und die Häuser purzelten einzeln heraus.

Zu Gast in einem Gästehaus im Appenzeller Land

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das kleine und feine Gäste­haus ist ein persön­lich geführtes Hotel in Gais mitten im male­ri­schen Appen­zeller­land.

Nur 10 Minuten von Appen­zell und 20 Minuten von St. Gallen entfernt hat es eine traumhafte Lage, die auch als Ausgangs­punkt für Wande­rungen ideal ist.
Neun geschmackvoll und komfor­tabel einge­rich­tete Doppelzimmer laden zum Wohlfühlen und Entspannen ein. Alle Zimmer sind mit einem eigenen Badezimmer ausge­stattet.

Liech­ten­stein

Vom Armen­haus Europas zur Zuflucht der Super­rei­chen
Das Fürs­tentum liegt am rechten Rhein­ufer zwischen Öster­reich und der Schweiz und ist mit knapp 25 Kilome­tern Länge der drittkleinste Staat der Erde. Dank güns­tiger Steuer- und Finanzge­setze konnte Liech­ten­stein vom Armen­haus Europas zu einem der reichsten Ländern der Erde aufsteigen. Auf gut 37.000 Einwohner kommen mindes­tens ebenso viele Stif­tungen, in denen Menschen aus aller Welt steuer­günstig ihr Vermögen parken können. Wich­tigster Bau des Landes ist daher nicht das Schloss des Fürsten über der Haupt­stadt Vaduz, sondern ein unauffäl­liger Bau aus grauem Stein in der Fußgängerzone: die Liech­ten­stei­ni­sche Natio­nalbank. Insge­samt verwalten die 15 Liech­ten­steiner Banken nach eigenen Angaben knapp 100 Milli­arden Euro.

Säntis

Panora­ma­sicht über sechs Länder
Der Säntis erhebt sich als höchster Berg des Alpsteins. Mit der Luft­seil­bahn schwebt man vom Tal aus in nur etwa zehn Minuten bis hinauf auf den Gipfel. An klaren Tagen bietet sich von dort ein einma­liger Pa­no­ra­ma­blick über die Grenzen der Schweiz hinaus, bis nach Frank­reich, Deutsch­land, Italien, Öster­reich und Liech­ten­stein. Neben den Aussichts­platt­formen erwarten die Besu­cher auch Themen­aus­stel­lungen zu den Wetterphäno­menen sowie der Eiswelt des Säntis. Für das leib­liche Wohl sorgen ein Gast­haus sowie zwei Restau­rant.

Zeppelin Museum

Geschichte der Luftgiganten
Fried­richshafen war der Ort, wo Graf Zeppelin Anfang des 20. Jahr­hun­dert mit Luft­s­chiffen expe­ri­men­tierte und eine Firma grün­dete. Das multimediale Museum auf dem ehema­ligen Firmenge­lände enthält die welt­größte Samm­lung zur Geschichte und Technik der Luft­s­chifffahrt – von den ersten Ballons bis zu den Giganten der Lüfte. Glanz­stück der Ausstel­lung ist die begehbare origi­nalge­treue Rekon­struk­tion der LZ 129 „Hindenburg“. Der „Luxus­liner der Lüfte“ explodierte schon nach seinem Jungfernflug 1937 über den Atlantik in New Jersey.

Wande­rung zum Berggast­haus Aescher

über unzäh­lige Stufen zu einem der „schönsten Plätze der Erde“
Die Wande­rung startet am Bahnhof in Wasserauen. Eine gute Kondi­tion, festes Schuh­werk sowie eine gute Tritt­si­cher­heit sind für die Wande­rung unbedingt erforder­lich.
Der Anstieg ist sehr steil und führt über Treppen­stufen sowie teils schmale und wurzelüber­rankte Wege. Nach einer ersten Etappe öffnet sich der Wald zu grünen Wiesen, die einen freien Blick auf die impo­sante Bergkulisse bieten. Am Gast­haus ange­kommen kann man, vorausge­setzt man hat vorab reserviert, bei kühlen Getränken und tradi­tionellen Gerichten eine stärkende Rast einlegen.
Auf dem Rückweg geht es über einen anderen Weg wieder hinunter ins Tal, vorbei am Seealpsee mit der Bruder­klau­senka­pelle.
(Hin und zurück: 8,9 Kilometer, 4:50 Stunde, auf und ab: 610 Meter)

Aufstieg zum Hohen Hirschberg

Blick auf das Alpst­ein­gebirge und die grüne Hügel­landschaft des Appen­zeller­lands
Vom soge­nannten Sammel­platz beginnt der Aufstieg zum Hohen Hirschberg. Ein Groß­teil der Strecke führt entlang einer schmalen Asphalt­straße, sodass die Tour trotz stetiger Steigung gut zu begehen ist. Eine gute Grundkondi­tion ist trotzdem Voraus­setzung. 
Die Wande­rung führt durch die Hügel­landschaft des Appen­zeller­lands, die nicht typi­scher für die Schweiz sein könnte. So begegnet man weidenden Kühen auf grünen Wiesen und in die Senken der Täler schmiegen sich urige Fach­werkhäuser.
Oben ange­kommen eröffnet sich ein grandioser Blick auf das Alpst­ein­gebirge mit dem Säntis-Massiv im Fokus. Eine Gast­stätte lädt zum Rasten und Erfri­schen ein, bevor es wieder bergab und zurück zum Ausgangs­punkt geht.
(Hin und zurück: 7,8 km, 3:00 Stunden, auf und ab: 250 Meter)

Von Gais AR nach St. Moritz

160 km | 3:00 h

Burg Guten­berg

Vom Boll­werk gegen die Schweiz zum Wahrzei­chen Liech­ten­steins
Das Wahrzei­chen von Liech­ten­stein thront auf einem rund 70 Meter hohen und auf allen Seiten frei­ste­henden Felshügel im Zentrum der Gemeinde Balzers. Im Süden wird seit Jahr­tausenden Wein ange­baut. Im Osten und Norden, aber vor allem im Westen wird die Burg durch fast senk­rechte Felswände vom Rheintal abge­grenzt. Der Name Guten­berg stammt wahr­schein­lich von einem Adelsge­schlecht, das 1296 erstmals erwähnt wird. Seit dem 13. Jahr­hun­dert lebten auf der Burg die Herren von Frau­enberg. Schließ­lich ging die Burg 1314 in den Besitz der Habsburger über, die sie als Wachtposten gegen die Schweizer Eidgenossen nutzten.

Reichenau

Male­ri­sches Schloss am Zusam­menfluss von Vorder- und Hinterrhein
Das Schloss aus dem 17. Jahr­hun­dert liegt male­risch am Zusam­menfluss von Vorder- und Hinterrhein. Im Norden ragt der Flim­ser­stein auf, wo vor Urzeiten ein Berg­sturz das Rheintal verschüt­tete. Inzwi­schen hat sich der Rhein dort eine enge Schlucht gegr­aben. Das Schloss Reichenau wird von der Familie von Tscharner als Weingut genutzt. Die Weine gelten als geradlinig und schnörkellos. Am besten lässt sich das Schloss auf einem Besich­tigungs­rundgang mit Gian-Battista von Tscharner inklusive anschließender Weinde­gu­sta­tion entde­cken und erleben.

Caumasee

„die Perle der Schweiz“
Eine Oase mit türkis­grünem Wasser inmitten von bewal­deten Hängen erwartet die Besu­cher des Cauma­sees, der auch gerne als „die Perle der Schweiz“ bezeichnet wird. Während sich der See in der kalten Jahres­zeit meist verlassen und idyllisch zeigt, herrscht im Sommer oft reger Betrieb. Mit einem ­Natur­schwimmbad, einem Bootsver­leih und einem Restau­rant mit Sonnen­ter­rasse eignet sich der Caumasee ideal für einen Badetag mit der ganzen Familie.

Wande­rung zum „Mauer­segler“

Vorbei am Caumasee zum „Swiss Grand Canyon“
Vom Park­platz des Hotels Waldhaus Flims folgt man zunächst den schat­tigen Wald­wege in Rich­tung Caumasee. Hat man diesen hinter sich gelassen, geht es weiter zum „Mauer­segler“. Die Aus­sichts­platt­form mit dem rätotroma­ni­schen Namen „Il Spir“ ragt mit einem drei­e­ckigen Podest auf einem Pfeiler in die Rhein­schlucht hinein und bietet allen Schwindelfreien einen Pa­no­ra­ma­blick über den soge­nannten „Swiss Grand Canyon“.
In einer Schleife führt die Route zurück. Immer wieder laden Sitzbänke zu kleinen Pausen am Wegesrand ein. 
(Hin und zurück: 9,6 Kilometer, 3,5 Stunden, auf und ab: 400 Meter)
C

Engadin

Natürliche und kulturelle Vielfalt im höchsten Tal Europas

Das 80 Kilome­ter­lange Hochtal im Kanton Graubünden gehört zu den höchsten bewohnten Tälern in Europa und ist im Winter besonders kalt, besonders im Ober­engadin zwischem dem Majola-Pass und Zuoz.

Nach Nord­osten wird das Tal durch den Inn entwäs­sert, der besonders im steileren Unter­engadin zu einem rauschenden Wild­wasser wird. Wegen seiner Abge­legen­heit hat sich im Engadin eine eigene Sprache erhalten, das dem Latei­ni­schen ähnliche Bündn­erro­ma­nisch. Im Ober­engadin wird Puter und im Unter­engadin Vallader gespro­chen. Beide Spra­chen sind verwandt, haben aber eine eigene Schrift. Der Tourismus hat aus dem ehema­ligen Armen­haus der Schweiz eine blüh­ende Region gemacht. So ist St. Moritz zu einem mondänen Skizentrum herange­wachsen. Die Muottas Muragl Bahn ist die älteste Standseil­bahn der Welt.

Zu Gast in einem Hof in Engadin

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Tiefgaragenplatz

Das Bauern­haus aus dem Jahr 1590 liegt in Bever, einem Dorf, wo trotz der Nähe zu St. Moritz die Zeit stehenge­blieben zu sein scheint.

1877 wurden Haus und Stall an die Familie Salis verkauft und zu einem herr­schaft­li­chen Anwesen umge­baut. Im Stil der dama­ligen Zeit wur­de das Äußere durch Loggien aus Holz veredelt und die Zimmer mit Stuck verziert. Jeder der 18 Räume ist eine Sehens­wür­digkeit, ohne dass man auf den Komfort des 21. Jahrhunderts verzichten müsste. In der heime­ligen Gast­stube werden regio­nale Speziali­täten aus dem Engadin ange­boten.

Soglio

Sonnenver­wöhnter Ort über der Bregaglia-Schlucht
Der sonnenverwöhnte Ort liegt hoch über der wild­roman­ti­schen Bregaglia-Schlucht im Engadin südwest­lich von St. Moritz. Kurz vor der italie­ni­schen Grenze und dem Lago di Como gelegen lebt der Ort vom Kontrast zwischen medi­ter­raner Vege­ta­tion und hoch­alpinen Ausbli­cken auf die Bernina-Gruppe. Das Dorf selbst ist vom Massen­tou­rismus noch verschont und überrascht durch seine Mischung aus großen Palazzi und tradi­tionellen Bergbauernhöfen. Hier beginnen zahlreiche Wander­wege. Auch für Kletterer ist die Gegend ein Para­dies.

Davos

Vom Kuh-Dorf zur Metro­pole des Wintersports
Die höchste Stadt Europas (1560 m) hat zwar nur knapp über 10.000 Einwohner, aber mehr als 2,1 Millionen Besu­cher pro Jahr. Das Tal wur­de erst 1280 besiedelt, und bis ins 19. Jahr­hun­dert domi­nierte die Viehzucht. Erst 1853 begann der Aufstieg des Ortes zum Luftku­rort für Tuberku­lose-Pati­enten. Die künst­liche Welt der Lungenpa­ti­enten von Davos spiegelt sich in Thomas Manns Roman „Der Zauberberg“. Nachdem 1883 das erste Rodelrennen der Welt in Davos ausge­tragen wur­de, spielte der Winterspor­tort eine Pionierrolle bei der Entwick­lung des Skisports. Im Sommer verwandelt sich der Ort wieder in einen beschau­li­chen Kurort mit schönen Wander- und Ausflusgmög­lichkeiten.

Pontresina

Kurkonzerte im histo­ri­schen Berg­stei­gerdorf
Das histo­ri­sche Berg­stei­gerdorf Pontresina liegt auf 1.805 Metern in einem Seitental im Engadin nahe dem Bern­ina­massiv mit seinen bekann­testen Gipfeln Piz Palü und Piz Bernina. Mit seinen tradi­tionellen Enga­diner Häusern und eleganten Hotels aus der Belle Epoque fühlt man sich wie in eine frühere Zeit versetzt; im Vergleich zum mondänen, benach­barten Feri­enort St. Moritz hat Pontresina sich seinen dörf­l­i­chen Charakter bewahrt. Viele der Häuser haben Erker sowie verspielte Verzie­rungen an Fassaden, Fenstern und Gebäude­e­cken. Diese Verzie­rungen wurden nicht mit einem Pinsel aufge­malt, sondern direkt in den Verputz geritzt – Sgraffito, eine Kratzkunst, bei der jeweils die oberste Verputz­schicht weggek­ratzt wird, sodass die darun­ter­liegende, dunk­lere Schicht zum Vorschein kommt. Die verschiedenen Seitentäler rund um Pontresina laden zum Wandern und zum Biken ein, auf verschiedenen Themen­lehrpfaden erfährt man in­te­res­santes über Glet­scher, Klima und Steinböcke – wer es gemüt­li­cher mag, der kann eine Kutschen­fahrt ins Val Roseg unter­nehmen. Tipp: Ein besonderes High­light sind die Kurkonzerte der Came­rata Pontresina, die erstmals 1910 stattfanden und auch über ein Jahr­hun­dert später Bestand­teil des Sommer­pro­gramms sind. Bei guter Witte­rung wird täglich um 11:00 Uhr mitten im Tais­wald Salonmusik gespielt, die man zum Beispiel auf einer Bank am Konzert­platz in aller Ruhe genießen kann.

Wande­rung zum Lej Muragl

Panoram­a­blicke über das Ober­engadin
Der Muottas Muragl ist ein beliebter Ausflugsberg in den Livigno-Alpen. Mit einer Standseil­bahn geht es vom Punt Muragl im Tal hinauf auf rund 2450 Meter Höhe. Für geübte Wanderer lohnt sich ein Aufstieg zum Lej Muragl, einem ruhigen Bergsee. Die teils sehr unebenen Wege durch das alpine Terrain erfordern eine gewisse Tritt­si­cher­heit. Belohnt wird man dafür mit Panoram­a­bli­cken über das Ober­engadin.
(Hin und zurück: 7,3 Kilometer, 3:20 Stunde, auf und ab: 390 Meter)

Von St. Moritz nach Andermatt

155 km | 3:00 h
D

Andermatt

Am Fuß des Gotthard-Passes

Der Alpenort am Gotthard-Pass war vor dem Tunnelbau ein wich­tiger Knoten­punkt in Zentral­eu­ropa. Von Andermatt aus gelangt man über den Gotthart-Pass ins Tessin und weiter nach Mailand.

Der Göschenen-Pass im Norden führt in die Zentralschweiz, während man im Westen über die einzig­artig schöne Furka­straße das Rhone-Tal und im Osten über den Oberalp-Pass den Rhein erreicht. Von Andermatt gehen viele schöne Rund­wege verschiedener Länge und Schwie­rigkeit los. Wer es bequemer liebt, kann die Drei-Pässe-Rundfahrt rund um den Rhone-Glet­scher machen – im eigenen Wagen oder mit dem knallgelben Post­auto. Ein besonderes Erlebnis ist auch eine Fahrt mit der Furka-Dampfei­sen­bahn von Realp bis Ober­wald.

Zu Gast in einem Hotel in Andermatt

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Im schönen Dorf Andermatt, direkt an der Reuss und nahe des Gotthard­mas­sivs gelegen, steht das knapp 300 Jahre alte Gebäude, das heute ein Boutique-Hotel beherbergt.

Bei seiner Renovie­rung wur­de bewusst darauf geachtet, den alten Charme zu bewahren – so wurden alte Mate­rialien wie Holztäfe­lungen, Gebälk und Mauer­werk mit modernen Elementen in hoch­wer­tigem Design kombi­niert. In drei verschiedenen Katego­rien stehen individuell und mit viel Liebe zum Detail einge­rich­tete Zimmer zur Verfügung, die mit Einflüssen aus dem Feng-Shui passend zur alpinen Umge­bung gestaltet sind. Morgens kann man sich am reichhal­tigen Früh­s­tücksbuffet mit vielen lokalen Produkten für den Tag stärken. In der Bar des Hotels kann man nicht nur aus 30 Whiskysorten wählen, hier finden auch regelmäßig Special Events rund ums Thema Single Malts statt.

Tessin

Para­die­si­sche Seen, entlegene Berg­dörfer
Der südlichste Kanton der Schweiz wird wegen seines warmen Klimas auch „Sonnen­stube“ genannt. Im Norden durch die Drei­tausender am Gotthard­massiv abge­riegelt, wachsen hier Wein, Feigen, Zitronen und Oliven. Als nach mehreren Auswande­rungs­wellen das Tessin Anfang des 20. Jahrhunderts stark entvöl­kert war, entdeckten zivili­sa­ti­ons­müde Maler, Dichter und Anar­chisten die para­die­si­sche Region um den Lago Maggiore, unter ihnen Hermann Hesse. Ihnen folgten die Touristen, die von der idylli­schen Land­schaft und den 2.300 Sonnen­stunden im Jahr angelockt werden. Um die großen Seen liegen die touris­ti­schen Hoch­burgen von Ascona, Lugano und Locarno, die mehrere inter­na­tio­nale Musik- und Film­fest­spiele beherbergen. In einem reizvollen Kontrast zu dieser reich und mondän wirkenden Urlaubs­region stehen die abge­legenen Täler wie das Verzasca-, Maggia- oder Onsernone Tal, deren wilde Kasta­ni­enwälder, ungezähmte Flüsse und grandiosen Fels­forma­tionen nur dem Wanderer zugäng­lich sind. Überall stößt man dort auf verlas­sene Rustici, mört­ellos gebaute Stein­häuser, die von engen, armse­ligen Lebens­bedingungen früherer Gene­ra­tionen im Tessin zeugen.

Furka-Dampf­bahn

Mit der Zahnrad­bahn über den Pass
Nachdem der Furka-Basistunnel zwischen Ober­wald und Realp fertig war, sollte die Zahnrad­bahn über den Pass einge­stellt werden. Idea­listen und Eisen­bahnfans haben jedoch dafür gesorgt, dass die histo­ri­sche Bahn­strecke über den Berg erhalten blieb. Von Mai bis Ende September fahren täglich Dampf­loks, die für die 18 Kilometer lange Strecke gut zwei Stunden brau­chen.

Tremo­la­straße

Traum­route am St. Gotthardpass
Elegant schlängelt sich die Gebirgs­straße zum Gotthardpass hinauf. Die denkmalge­schützte Strecke von 1832 gilt als eine der „Traum­routen der Alpen“. Vom Mittel­alter bis ins 20. Jahr­hun­dert war der Schweizer Pass eine der wich­tigsten Verbindungen über die Alpen – im Sommer für Kutschen, im Winter für Schlitten. Heute für Nost­algiker, denn wer es eilig hat, fährt mitten durch den Berg – durch den Gotthardtunnel.

Von Andermatt nach Luzern

73 km | 55 Minuten

Engelberg

Wander- und Skipa­ra­dies bei Luzern
Der 1120 gegrün­dete Ort liegt nur 25 km südlich vom Vier­wald­stättersee, aber in einer anderen Welt: in einem male­ri­schen, weiten Hochtal, das im Süden von dem 3.228 Meter hohen Titlis über­ragt wird. Im Osten bestimmt der über dem Alpen­dorf thro­nende Hahnen das Bild. Besonders die Titlis­region ist durch Seil­bahnen oder Skilifte erschlossen. Für den Sommer gibt es ein weit verzweigtes Netz von Wander­wegen unter­schied­li­cher Länge und Schwie­rigkeit. Auch Klettern und Gleit­schirmfliegen sind möglich.
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Vierwaldstättersee

Schönster See der Schweiz

Der Vier­wald­stätter See trägt seinen Namen nach den vier Wald­stätten Uri, Schwyz, Unter­walden und Luzern, von denen er umgeben ist.

Weil sie zugleich die Urkan­tone der Schweiz sind, spielen hier die Gründungs­my­then der Eidgenos­senschaft um den Freiheits­helden Wilhelm Tell. Auf der Wasser­ober­fläche des Sees spiegeln sich die südlich angrenzenden Alpen, weshalb er als der schönste See der Schweiz gilt. Am besten erlebt man den kreuzför­migen Glet­schersee auf einer Bootsfahrt, etwa mit einem Raddampfer oder einem Salon­schiff, die in Luzern, Brunnen oder Flüelen ablegen. Auf der Südseite gibt es am Fuß der Alpen ein dichtes Netz von Wander­wegen verschiedener Länge und Schwie­rigkeit. Sehr empfehlens­wert ist auch eine Seil­bahn- oder Berg­bahnfahrt auf die Aussichtsberge Pilatus, Rigi oder Stans­er­horn.

Zu Gast in einem Luzerner Altstadthotel

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Einst eine Pinte, später eine Taverne, heute ein kleines Juwel – seit mehr als 500 Jahren hat man sich in einem der tradi­ti­ons­reichsten Häuser der Stadt der Bewir­tung von Gästen verschreiben.

Seit 1860 beherbergen sieben restau­rierte, mitein­ander verbun­dene Häuser ein uriges Hotel in der mittel­alter­li­chen Altstadt von Luzern. Jedes Zimmer hat einen eigenen Charakter, sodass man den Eindruck bekommt, nicht in einem Hotel zu Gast zu sein, sondern in einer Privat­residenz. Das Restau­rant serviert franzö­si­sche Küche – im Sommer auch auf der Dachter­rasse mit Blick über die Dächer und verwin­kelten Gassen von Luzern und auf den Vier­wald­stättersee.

Luzern

Juwel der Zentralschweiz
Da wo der Fluss Reuss den Vier­wald­stättersee verlässt, stand im 7. Jahr­hun­dert das Kloster Luciara. Rund um das Kloster wuchs nach und nach ein Handels­platz, der 1178 zu Stadt erklärt wur­de. Die Bürger und Kauf­leute profi­tierten von der Lage an der Gotthard­straße. Als der Habsburger Herzog Rudolph die Stadt 1291 kaufte, schlossen sich die aufständi­schen Bürger mit den Urkan­tonen Uri, Schwyz und Unter­walden zusammen und sicherten so das Über­leben der jungen Eidgenos­senschaft. Wohl­stand und Schön­heit sind in allen Epochen der Stadt zu Hause – in der mittel­alter­li­chen Bausub­stanz, den Patri­zi­er­häusern der Renais­sance, den Jugen­stil-Hotels und den kühnen Bauten der Gegenwart. Wahrzei­chen ist die Kapell­brück aus dem 14. Jahr­hun­dert. Sie führt quer über den kris­tallklaren See, in dem sich ein grandioses Bergpan­orama spiegelt.

Maria Loreto

Tausend Stufen und maria­ni­sche Mystik
Tausend Stufen führ zu der Wall­fahrtska­pelle in Hergis­wald, die schon im Jahr 1662 geweiht wur­de. Außen ist sie schlicht, aber innen einzig­artig. Das Bild der Schwarzen Madonna sowie eine gewölbte Holz­decke mit 324 Feldern, bringen Kunst­his­to­riker ins Staunen und Schwärmen. Kaspar Megg­linger, der gestal­tende Künstler, war in der Barockzeit besonders für seine maria­ni­sche Symbolik bekannt. Immerhin gelten die über 300 Mari­enbilder als welt­weit einziger Zyklus, der in dieser Form gestaltet wur­de.

Glasi Hergiswil

Tradi­tionelles Glasbläs­er­hand­werk am Vier­wald­stättersee
1817 grün­deten die Gebrüder Siegwart die Glashütte Hergiswil am Vier­wald­stättersee. Die güns­tige Lage sorgte dafür, Glasbläs­er­hand­werk hier in den darauffolgenden Jahrzehnten florierte. Durch die Konkur­renz moder­nerer, ausländi­scher Betriebe unter Druck gesetzt, versuchte man ab dem frühen 20. Jahr­hun­dert die Produk­tion zu automa­ti­sieren. Die Bemüh­ungen kamen jedoch zu spät, wirt­schaft­lich ging es bergab.
Der Wende­punkt kam 1975. Eigent­lich war die Schließung der Glasi gegen Ende des Jahres termi­niert gewesen, doch der Protest der Ange­stellten fand Unter­stützung im ganzen Land. Auch der Glaskünstler Roberto Niederer, der seit 1956 in Hergiswil tätig war, setzte alles daran, die Glasi zu retten. Mit seinem Privat­ver­mögen über­nahm er als Haupt­ak­tionär in einem neu gegrün­deten Unter­nehmen die Glashütte und formte diese nach seinen Vorstel­lungen um – wieder weg von der indu­s­tri­ellen Herstel­lung und zurück zum tradi­tionell herge­brachten Hand­werk. Fortan sollte keine Massen­ware mehr produ­ziert werden, sondern nur noch limi­tierte Stücke in besonderer Formvoll­endung.
Als man die Werk­stätten schließ­lich noch für die Öffent­lichkeit öffnete, war die Erfolgsge­schichte perfekt. Heute ist der eins­tige Indu­s­trie­be­trieb ein beliebtes Ausflugs­ziel für die ganze Familie. Ein Museum bietet eine Einfüh­rung in die Theorie, die Praxis erlebt man von einer Tribüne aus, wo man den Glasbläsern bei der Arbeit zuschauen kann.

Von Luzern nach Hause

13 Tage
ab 2.199,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
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  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • HanseMerkur Corona Urlaubsschutz

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Empfohlene Reisezeit: Mai–Oktober

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Barbara Harbecke

Tel.: +49 (0)2268 92298-72

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