28.04.2010

Seychellenreise von Monika & Jan Löttgen

Gern berichten wir von unserer zweiwöchigen Seychellenreise Ende März 2010, 6 Nächte auf Praslin, L'Archipel; 4 Nächte auf Mahé, Hilton Northolme.

Durch Zufall waren wir auf Umfulana gestoßen, wegen der Ortskenntnis der Mitarbeiterinnen und weil auch ein persönlicher Besuch in Kürten von uns aus problemlos möglich war, haben wir unsere Reise über Umfulana gebucht und es nicht bereut.

Die Beratung vor Ort und vorher / nachher per E-Mail war sehr freundlich, prompt und kompetent, für uns als nicht besonders abenteuerlustige Gelegenheitsfernreisende war die Buchung über das Reisebüro perfekt, auch wenn man vermutlich per WWW Hotels und Betreuung durch die Agentur Creole Travel Service (CTS) auf den Seychellen direkt hätte buchen können. Preisvergleiche haben wir nicht angestellt, die Betreuung durch Umfulana wäre uns auch einen deutlichen Aufpreis wert gewesen.

Das Wetter:
Unsere Reisezeit war Ende März (2010), laut Klimatabellen windstill und dadurch vielleicht noch etwas schwüler und wärmer als sonst. Anscheinend war es sogar für die Seychellen in unserer Reisezeit sehr warm (30°C, sehr hohe Luftfeuchte), es kühlte auch nachts nicht wirklich ab, dennoch haben wir uns wohl gefühlt, allerdings hatten wir keine Lust auf große Bergwanderungen. Bzgl. Regen hatten wir anscheinend sehr viel Glück: in der ein oder anderen Nacht gab es heftige Regengüsse und auch einmal einen langen Regen, am Tage hatten wir nur ein paar Tropfen auf einer kleinen Wanderung unter Bäumen auf Cousin, das hat uns überhaupt nicht gestört. Nach Auskunft des Hotelpersonals war die Wetterlage eine Woche früher weniger schön mit fast täglichem Regen am Nachmittag von bis zu zwei Stunden Dauer.

An- und Abreise:
Wir haben uns Fr. Abends mit Emirates auf den Weg ab Düsseldorf über Dubai nach Mahé gemacht und kamen dort mittags an. Am Flughafen wurden wir sehr freundlich von CTS begrüßt und mit den letzten Reiseinformationen versorgt. Zwar war der Weiterflug vor Ort eine Stunde später gebucht als geplant, dank des Einsatzes unserer CTS-Betreuerin sind wir aber doch planmäßig geflogen.
Die Rückreise begann am Flughafen von Mahé wegen technischer Probleme mit einer Stunde Verspätung, über Dubai sind wir dann noch etwa eine Stunde gekreist, bis wir landen durften. Unseren Anschlussflug haben wir nur knapp und im Laufschritt angeführt von einer Emirates-Stewardess erreicht, unsere Koffer konnten so schnell nicht umsteigen und kamen einen Tag später in Düsseldorf an.

Praslin, L'Archipel
In Praslin erwartete uns unser Privatfahrer von CTS und brachte uns zum Hotel, stilvoll in Livrée. Der Fahrer zeigte uns die ersten Coco-de-Mer-Palmen und gab – sehr freundlich und unaufdringlich – ein paar Infos.
Das L'Archipel ist einfach toll, wunderschöne ruhige Lage an der hoteleigenen Bucht, landschaftlich sehr schön, sehr gepflegte und geschmackvolle Anlage und vor allem eine sehr freundliche Atmosphäre. Das Hotel hat Zimmer in einem etwas größeren Gebäude, sicher schön und anscheinend jedes mit eigenem Balkon, dann sozusagen Doppelhäuser (übereinander oder auch nebeneinander mit geschickt zueinander abgewinkelten Terrassen, so dass man seine Privatsphäre hat). Wir hatten das Glück, kostenlos eine Kategorie höher als gebucht untergebracht worden zu sein, wir hatten unsere eigene Villa, 120 qm, eigene große Terrasse, direkt oberhalb des Strandes. Wir haben zwar das zweite Zimmer und das zweite Bad nicht genutzt, aber es war schon eine tolle Unterkunft und Lage. Auch zu dritt kann man sich sicher in einer dieser Suiten sehr wohl fühlen. Es gibt Zimmer, die sehr weit oben am Hang liegen, belohnt wird man mit einem feinen Blick, aber die Wege zu Pool, Bar, Restaurant und Strand sind schon nennenswert, mehr Info gibt z.B. Google Earth.
Besonders positiv ist uns der Service aufgefallen, alle Mitarbeiter waren sehr zuvorkommend, aber nicht servil, man wurde freundlich und offen begrüßt, oft auch mit Handschlag, alle, vom Hoteldirektor bis zum Gärtner, grüßten und fragten nach dem Befinden und nahmen sich auch Zeit, eine Antwort abzuwarten, man hatte den Eindruck, dass wirklich Interesse daran besteht, dass die Gäste sich wohl fühlen. Auch zwischen den Mitarbeitern schien eine gute Atmosphäre zu herrschen, was uns das Verwöhntwerden noch angenehmer gemacht hat.
Das Frühstück direkt am Strand war eigentlich nicht zu toppen (auch wenn die Auswahl im Hilton (Mahé) noch eindrucksvoller war). Wir haben Halbpension und die Abendessen (mehrfach Buffet) sehr genossen, das kreolische Buffet endete damit, dass am Strand die Band weiter spielte und einige Mitarbeiter und einige Gäste die Gelegenheit zum Tanz ungezwungen und nicht ‚aufgesetzt’ nutzten.

Praslin, Ausflüge:
Wir wurden am ersten Morgen von einem sehr gut Deutsch sprechenden CTS-Mitarbeiter besucht, der uns Tipps gab und Ausflugsangebote unterbreitet hat, wir haben dann auch unseren Mietwagen und die Ausflüge bei ihm gebucht, das Hotel hatte einen entsprechenden Service zu etwa gleichen Preisen. Am Tag nach der Reise haben wir uns ausgeruht, den hoteleigenen Strand und den wunderschönen Pool genossen.
Am zweiten Tag (So.) hatten wir einen Mietwagen, mit dem wir zunächst zum Vallee de Mai gefahren sind, den wir ohne Führung, dafür mit viel Ruhe und Fotostativ erkundet haben, dann ging es um den Südzipfel von Praslin, vorbei an der Cote d'Or bis zur Anse Lazio (für uns eine der schönsten Buchten). Anschließend sind wir noch nach Zimbabwe gefahren, um den Blick über die Insel und bis nach Mahé sowie den Sonnenuntergang zu genießen.
Am Montag ging es mit dem Boot nach La Digue, dort bekamen wir recht abenteuerliche, aber doch taugliche Fahrräder. Die Nordspitze haben wir nach gefühlt wenigen Minuten erreicht, ein Bad an der leider recht gut besuchten, aber landschaftlich schönen kleinen Anse Patates genossen, dann ging es in den Süden in den l'Union Estate Park. Den Weg zum südlichsten Zipfel und auch zur Ostseite haben wir uns in der Hitze gespart. Der Besuch war lohnend, für uns aber auch genug La Digue. Leider scheint auf der Insel gerade ein Umbruch hin zu mehr Tourismus stattzufinden, für einen Geheimtipp wird zu viel gebaut und es kommen sehr viele Tagesgäste. Um sich dort länger wohl zu fühlen, wäre uns die Insel zu 'kurmelig' gewesen. Vor der hoch gelobten Domaine de l'Orangerie wurde heftig gebaut, zwischen Ressort und Strand lag die Baustelle, wir hätten uns dort nicht wohl gefühlt.
Am dritten Tag auf Praslin hatten wir wieder einen Mietwagen, wir haben damit die Black Pearl Ausstellung mit ‚Aquarium’ in der Nähe des Flughafen besichtigt. Das Ganze ist nichts Großes aber nett, wir bekamen etwas über die Perlenzucht (auf hoher See) erzählt, sahen große Bassins, in denen andere Muscheln gezüchtet wurden, und ein Bassin, in dem ein paar Seegurken, Seesterne, Muscheln und kleine Wasserschildkröten darauf warteten, von Besuchern gestreichelt zu werden. Es gab auch noch einen Verkaufsraum, klein, fein und teuer. Wir haben dann noch etwas weiter die Westküste erforscht, sind dann den ganzen Weg (Praslin ist klein) zurück zum Hotel gefahren, um etwas zu baden, zu paddeln (Kajaks sind am Hotel kostenlos verfügbar) und zu duschen. Zum Sonnenuntergang sind wir ein zweites Mal quer über die ganze Insel zur Anse Kerlan gefahren, um von dort aus die Sonne im Meer versinken zu sehen (leider hinter Wolken).
An unserem letzten Tag haben wir die Drei-Insel-Tour gebucht, es ging mit dem CTS-Bus ab Hotel zur Cote d’Or, dann auf ein kleines Zweirumpf-Motorboot, damit zu Cousin-Island, dort war das Anlanden ein besonderes Erlebnis. Es gab Inselführungen in Englisch und Französisch und wir wollten uns eigentlich den ‚Engländern’ anschließen. Unser CTS-Begleiter hat uns aber abgefangen und eine großartige Privatführung auf Deutsch geboten. Weiter ging es zur Insel Curieuse mit stilvollem Barbecue und lohnender Inselwanderung. Den Abschluss der Tour bildete dann eine Runde Schnorcheln vor der kleinen Insel Saint Pierre.
Am Freitag wurden wir dann abgeholt und zur Fähre nach Mahé gebracht, Service durch CTS – wie gewohnt – perfekt, auch am Hafen von Victoria.

Mahé, Hilton Northolme:
Wir hatten wieder einen Privatfahrer von CTS, der Empfang am Hilton war sehr freundlich durch Tatjana aus Russland, die bestens Deutsch sprach und sehr freundlich und hilfsbereit war. Wir waren (planmäßig) so früh im Hotel, dass unser Zimmer noch nicht fertig war, zur Überbrückung bekamen wir eine kostenlose Massage im Spa. Die Mitarbeiterin von Creole erwartete uns bereits und verhalf uns zu einem Mietwagen.
Die Hotelanlage ist sehr geschmackvoll und landschaftlich schön gelegen, die Zimmer – wir hatten eine Oceanfront-Villa – sind sehr schön. Die Entscheidung für die Oceanfront-Villa haben wir nicht bereut, man wohnt wirklich direkt am Meer, die Oceanview-Villen sind sicher auch schön, u.U. hat man aber durch Bäume nicht den freien Blick aufs Meer.
Es gibt sozusagen den Hauptstrand, der zwar klein ist, an dem man aber direkt schnorcheln oder auch paddeln kann (Ausrüstung kostenlos zu leihen). Unterhalb der Oceanfront-Villen gibt es noch zwei kleinere Strände, der unter unserer Villa war sehr malerisch mit vom Wasser umspülten Steinen, aber das Wasser ist an diesen beiden Stränden so flach, dass man kaum schwimmen kann.
Das ganze Hotel wirkt anders als das L’Archipel auf Praslin, es ist halt ein internationales Haus, die Mitarbeiter kommen aus aller Herren Länder, die Atmosphäre ist eleganter, aber weniger persönlich.
Es gab ein paar enttäuschende Kleinigkeiten, Liegen an Pool und Strand sowie Poolhandtücher waren manchmal etwas knapp. Mancher Service wurde groß angekündigt (z.B. kostenloser Eistee mittags am Pool), aber nicht angeboten. Eigentlich kein Problem, aber uns wäre es sympathischer gewesen, ggf. mehr Service zu bieten als zu versprechen.
Das Frühstücksbuffet und das Essen (Themen-Buffet) im Hilltop-Restaurant waren ausgezeichnet, es gab zudem noch eine Bar und ein Á-la-Carte-Restaurant.

Mahé, Ausflüge:
Mahé haben wir mit dem Mietwagen erfahren.
Auf einen kurzen Besuch in Victoria folgte eine Tour um die Nordspitze der Insel. Victoria ist – besonders am Markttag Samstag – bunt und voller Leben, aber bietet keine großen Sehenswürdigkeiten. Wir waren kurz im Naturkundemuseum, auch klein, aber nett. Auf dem Weg zur Nordspitze haben wir die ‚Krole Fleurage’ besucht, hier wohnt eine vor etwa 30 Jahren ausgewanderte Deutsche und bietet Parfums an, die sie selbst herstellt. Zudem zeigt sie die Duftpflanzen in ihrem Garten.
Auf einer weiteren Tour erfuhren wir den Süden der Insel, dort waren die Höhepunkte für uns die Anse Royale und vor allem die Anse Intendance.
Eine dritte Tour führte über den Sans-Souci-Pass und zurück über die La Misere Road, zwei sehr eindrucksvolle Pass-Straßen. Wir wollten an der Westküste von Port Glaud aus den Spaziergang zum Sauzier Wasserfall unternehmen, in dessen Bassin man laut Reiseführer prima baden kann, leider war der Zugang zum Wasserfall wegen Bauarbeiten gesperrt.
Die Höhepunkte der Tage auf Mahé waren für uns die Anse Intendance und eine Sunset-Katamaran-Tour direkt vom Hotel aus, angeboten vom Hotel, organisiert anscheinend von der zweiten großen Reiseagentur auf den Seychellen, Mason’s Travel. Wir wurden direkt am Hotelstrand abgeholt und waren nur mit wenigen Gästen und der Crew auf dem Boot, die uns sehr zuvorkommend bedient und versorgt, später sogar mit Gesang zur Gitarre erfreut hat. Zunächst konnten wir unser Hotel und die sehenswerte Westküste vom Wasser aus bewundern, dann gab es einen Schnorchel- und Badestopp in der Baie Ternay und auf der Rückfahrt einen wunderbaren Sonnenuntergang und vor allem über der Insel einen Mondaufgang bei Vollmond.

Zusammenfassend: Das L’Archipel war für uns das perfekte Hotel, wir sind dankbar, dass Umfulana uns quasi überredet hat, es zu wählen. Das Hilton war sehr schön und wir waren zufrieden, aber ein kleineres Guesthouse im Landesinneren wäre eine mögliche Alternative gewesen. Die Aufteilung der Tage, unsere Touren und Ausflüge würden wir genau so wieder machen.



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