Costa del Sol

Europas Badeküste Nummer eins: Costa del Sol

Europas Badeküste Nummer eins: Costa del Sol

Weiß getünchte Bergdörfer hinter der Europas bekanntester Badeküste

Die spanische Mittelmeerküste von Tarifa bis östlich von Malaga wird heute als Costa del Sol touristisch vermarktet. Bis in die 1950iger Jahre gab es keinen Tourismus an der Küste mit über 320 Sonnentagen im Jahr. Erst danach begann ein Bauboom von Hotel- und Appartmentanlagen und damit die Verschandelung. Die aus dem Boden gestampften Orte wurden durch eine vierspurige Straße miteinander verbunden. Erst in den 1990iger Jahren wurden die schlimmsten Auswüchse beseitigt. Völlig anders als die besiedelte Küste ist das Hinterland: In den weiß getünchten Bergdörfern, Pinien- und Olivenhainen findet man noch die heitere Ruhe des alten Andalusiens.



Sehenswürdigkeiten Costa del Sol


Totalán

Wo die Zeit stehengeblieben ist

Das weiße Dorf im Grenzgebiet zwischen Axarquía und Montes de Málaga liegt reizvoll auf einer Anhöhe über zwei Flüsschen. Weißgetünchte Häuser säumen die engen Gassen, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Die Kirche Santa Ana mit ihren roten Säulen bildet die Mitte, der Turm Torre de Salazar und der Dolmen am Cerro de la Corona sind weitere Sehenswürdigkeiten. Das typische einheimische Gericht ist chanfaina, eine Art Eintopf, dem zu Ehren jährlich ein Fest gefeiert wird.

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Nerja

Badeort an der Costa del Sol

Der Ort an der Costa del Sol ist heute vom Tourismus geprägt. Davon zeugen Hotels und Diskotheken in der Umgebung. Allerdings geht es im Vergleich zu Malaga in Nerja noch relativ ruhig zu. Die historische Altstadt mit weiß gekalkten Häusern und schmalen Gassen ist autofrei. Ein Blick in die Hinterhöfe lohnt sich beim Spazierengehen. Dort verstecken sich viele Schönheiten, phantasievolle Gärten oder handwerkliche Details. Auch in der Umgebung kann man noch schöne Dörfer entdecken.


Balcón de Europa

Panoramablick übers Meer an einer Burgruine

Auf den Grundmauern einer mittelalterlichen Burg steht die Aussichtsplattform. Der Balcón de Europa schwebt 60 Meter über dem Meer und ist das Ziel eines Spazierggang über die Promenade von Nerja. Darunter liegt eine Badebucht mit alten Wachtürmen und einem Panoramarestaurant. Die Festung auf der sich der Balcón de Europa befindet wurde durch ein Erdbebens im 19. Jahrhundert zerstört. Auf den Ruinen hielt der damalige König Alfonso XII. eine bewegende Rede, weshalb man ihm an dieser Stelle ein Denkmal gesetzt hat.


Wanderung in der Schlucht des Rio Chillar

Barfuß durch einen Gebirgsfluss waten

Die Wanderung beginnt am Ortsrand von Nerja und führt in die Schlucht des Río Chillar. Der wichtigste Fluss der Sierra de Almijara hat einen grandiosen Canyon gegraben, in dem es auch im Sommer schattig ist. Dann kann man sich die Schuhe ausziehen und durch den Fluss waten. Zu anderen Jahreszeiten sollte man den Wanderweg nehmen. (5:46 Stunden, 17 Kilometer, auf und ab: 740 Meter)

Umfulana Route


Kirche El Salvador

Barockkirche in der Altstadt

Die Barockkirche aus dem 17. Jahrhundert steht im historischen Stadtzentrum von Nerja. Der mächtige Baum nebenan wird von den Einheimischen Cerote genannt, was so viel wie Pechbaum bedeutet. 1997 wurde der Bau vollständig restauriert. Das Innere besteht aus drei Kirchenschiffen, die durch Säulen und Rundbögen voneinander getrennt sind. Über dem Kreuzgang befindet sich eine Halbkuppel. Fresken der Granadischen Schule aus dem 18. Jahrhundert verzieren die Gebetsnischen im Evangelium. Das Wandbild stammt von einem bekannten Maler, Francisco Hernández, der im  Nachbarort Vélez zu Hause war.


Malaga

Mittelpunkt der Costa del Sol

Malaga ist der wirtschaftliche Mittelpunkt Andalusiens. Jährlich landen mehr als sieben Millionen Touristen auf dem Flughafen und werden in zahllosen Bussen zu ihren Hotels an der Costa del Sol transportiert.  So nennt man die Küste von Malaga bis Estepona wegen der über 320 Sonnentage pro Jahr. Sie wurde vom Massentourismus entdeckt und gilt heute als das größte zusammenhängende Feriengebiet in Europa. Dennoch hat die Stadt, in der Picasso seine ersten 15 Lebensjahre verbrachte, auch ihre Reize: im Hafenbereich und in der Altstadt gibt es hübsche Gassen, die zum Flanieren und bummeln einladen und für triste, gesichtslose Vorstädte entschädigen.


Aquädukt in Nerja

Wasserbrücke mit Aussichtstempel

Das Aquädukt mit 37 Rundbögen und vier Stockwerken überspannt die Schlucht Barronco de la Coladilla. Es wurde im 19. Jahrhundert errichtet, um Wasser zu einer Mühle zu leiten und ist bis heute in Betrieb. Die Bögen lassen maurische Einflüsse erkennen. Neben der Rinne führt ein Fußweg, von dem aus man eine tolle Aussicht auf die Schlucht und das grüne Umland genießt. In der Mitte der Brücke lädt ein kleiner Tempel zum Verweilen ein.




Reisebeispiele Costa del Sol

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