Weiße Dörfer

Weißes Dorf: Olvera am Fuß der Sierra Grazalema

Weißes Dorf: Olvera am Fuß der Sierra Grazalema

Schmale Gassen und weiße Häuser in den Pueblos Blancos

In der Gebirgslandschaft zwischen Ronda und Arcos de la Frontera liegt eine Reihe von Dörfern und Kleinstädten, die meist auf phönizische oder römische Siedlungen zurückgehen und vom 8. bis zum 15. Jahrhundert von den Mauren ausgebaut wurden. Die Weißen Dörfer zeichnen sich durch schmale Gassen und lauschige Plätze aus, die von weiß gekalkten Häusern gesäumt werden – ganz ähnlich wie in Nordafrika. Die Kirchen sind oft an den Stellen errichtet worden, wo früher einmal Moscheen standen. Die Herrschaftshäuser stammen aus den Jahrhunderten nach der Reconquista. Ihre Architektur im Stil der Gotik, Renaissance oder des Barock bildet einen interessanten Kontrast zu den älteren maurischen Häusern. Die Ruta de los Pueblos Blancos verbindet 19 besonders interessante Dörfer. Sie beginnt in Arcos de la Frontera.



Sehenswürdigkeiten Weiße Dörfer


Arcos de la Frontera

Verwinkelte Gassen in weißer Altstadt

Der Ort gilt als eines der schönsten „weißen Dörfer“, die mit ihren weiß verputzten Häusern, engen Treppengassen und blühenden Höfen typisch sind für den Südwesten Andalusiens. Arcos liegt traumhaft an einen Felsen gekauert – eine natürliche Festung 160 Meter über dem Rio Guadelete, die schon in prähistorischen Zeiten genutzt wurde. Die verwinkelte, steile Altstadt des 30.000 Einwohner zählenden Ortes ist unverkennbar maurisch und lädt zum Bummeln ein.


Auf den Torreón

Gipfelwanderung mit Aussicht nach Gibraltar

Wer den höchsten Berg der Sierra de Grazalema (1648 m) besteigt, wird mit einer Aussicht ohnegleichen belohnt: Auf der Nordseite des Kamms kreisen Adler über dem Igeltannenwald. Im Süden sieht man hinter dem Naturpark Los Alcornocales bei guter Sicht die Straße von Gibraltar. (03:30 Stunden, 5,5 Kilometer, auf und ab: 730 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de


Durch die Garganta Verde

Wanderung durch eine spektakuläre Schlucht

Die Garganta Verde ist ein spektakulärer Canyon in der Sierra de Grazalema. Vom Puerto de los Acebuches führt der Weg (im letzten Teil sehr steil über in den Fels gehauene Stufen) in die Schlucht bis zur Tropfsteinhöhle “Ermita de la Garganta Verde”. Die Schlucht ist einer der bevorzugten Lebensräume des Gänsegeiers, der hier über den Wanderern seine Kreise zieht.  (hin und zurück: 8,6 Kilometer, 3:30 , auf und ab: 410 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de


Ronda

Weißes Dorf in atemberaubender Lage

Ronda kauert auf der Abbruchkante eines senkrecht in die Tiefe abstürzenden Felsens. Bereits Rilke und Hemingway waren hingerissen von dieser atemberaubenden Lage. Besonders eindrucksvoll ist der Blick in den El Tajo, eine wie in den Fels gehauene Schlucht, über die drei Brücken führen. Mehrere Wege führen von der Altstadt in die Schlucht. Auch die Aussichtspromenade über den Felsabsturz ist ein Muss. Die Stadt gilt als eine der ältesten Spaniens und war 700 Jahre unter maurischer Herrschaft, was das Stadtbild geprägt hat. Zudem wurde in Ronda der heutige Stierkampf entwickelt, wo der Torero nicht mehr zu Pferd sondern zu Fuß entgegentritt und dabei die Schande mehr fürchten soll als den Stier.


Zahara de la Sierra

Weißes Dorf im Schatten einer Felsenburg

Der kleine Ort am Fuße der Sierra Grazalema gehört zu den weniger bekannten weißen Dörfern in Andalusien. Er wurde im 8. Jahrhundert von den Arabern gegründet und wohl wegen seiner Schönheit „Zahara“ genannt, was so viel wie „Blume“ bedeutet. Die Ruinen einer maurischen Felsenburg aus dem 12. Jahrhundert überragen bis heute  den 1000-Einwohner-Ort und bieten eine fantastische Aussicht über das Umland und den Stausee von Zahara.




Reisebeispiele Weiße Dörfer

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