Extremadura

Trocken und dünn besiedelt: Caparra in der Extremadura

Trocken und dünn besiedelt: Caparra in der Extremadura

Die Region jenseits des Duero ("extremos del Duero") ist mit über 40.000 Quadratkilometern zwar größer als die Schweiz, gehört aber zu den rückständigsten und am dünnsten besiedelten Randprovinzen Spaniens. Über Jahrhunderte sind ungezählte Bewohner emigriert. Der äußerste Norden ist gebirgig und regenreich. Höchster Berg ist mit 2.400 Metern der Torreón an der Grenze zu Salamanca. Weiter südlich beginnt das trockene Land, in dem Stein- und Korkeichen wachsen. In den Hainen werden schwarzhufige Schweine gehalten, die sich von Eicheln ernähren. Der Schinken (Jamónes Ibéricos) ist eine Spezialität der Extremadura. Viele vom Aussterben bedrohte Tiere leben hier, unter anderem der Luchs, die Großtrappe, Kraniche, Schwarzstörche und Wölfe.



Sehenswürdigkeiten Extremadura


Caceres

Zeitreise ins Mittelalter

Seit der Renaissance, als die zurückgekehrten Conquistadoren in der Stadt ihre Paläste bauten, hat sich in Cáceres nicht viel verändert. So wird ein Spaziergang durch die Ciudad (Altstadt) zu einer Zeitreise ins Mittelalter und die Renaissance. Von den neueren Stadtteilen ist der von der UNESCO zu Weltkulturerbe erhobene historische Kern durch ein vollständig erhaltene Wehrmauer mit Türmen und Stadttoren getrennt. Den besten Blick auf Cáceres und die weite Landschaft der Extremadura, in die sie eingebettet ist, hat man von der Anhöhe zwei Kilometer südlich.


Guadalupe

Hochburg der mittelalterlichen Medizin im Kloster Nuestra Señora

Nachdem die Spanier die Extremadura im 14. Jahrhundert von den Mauren zurückerobert hatten, soll ein Schäfer eine Holztafel mit einer Darstellung der Maria gefunden haben, die die 600 Jahre muslimischer Herrschaft unbeschadet überstanden hatte. An diesem Ort wurde das Kloster Nuestra Señora de Guadalupe gegründet. Der König übernahm das Patronat, was Einfluss und Reichtum brachte. So entwickelte sich Guadalupe zu einem Zentrum der Medizin. Drei Hospitäler und eine der größten Bibliotheken sind erhalten. 1402 wurde hier die erste wissenschaftliche Autopsie weltweit vorgenommen. Heute gehört das Kloster zum Welterbe der UNESCO.


Zafra

Urbane Plätze mit andalusischem Flair

Bereits die Römer haben das Städtchen gegründet. Die Mauren haben es Zafar genannt. Noch heute atmet es andalusisch-maurische Atmosphäre. Besonders spürbar ist das am Großen Platz, der von Palmen und prächtigen Stadthäusern aus dem 18. Jahrhundert gesäumt wird. Die Plaza Chica mit ihren Arkaden wurde noch von den Arabern angelegt. Eine Burg aus dem 15. Jahrhundert wird als Parador genutzt. Seit fünf Jahrhunderten findet jährlich Ende September/Anfang Oktober die Feria Internacional Ganadera statt, ein Markt für Viehzucht.




Reisebeispiele Extremadura

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