Extremadura: Korkeichenwälder und wilde Tiere jenseits des Duero
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Extremadura

Trocken und dünn besiedelt: Caparra in der Extremadura

Trocken und dünn besiedelt: Caparra in der Extremadura

Korkeichenwälder und wilde Tiere jenseits des Duero

Die Region jenseits des Duero („extremos del Duero“) ist mit über 40.000 Quadratkilometern zwar größer als die Schweiz, gehört aber zu den rückständigsten und am dünnsten besiedelten Randprovinzen Spaniens. Über Jahrhunderte sind ungezählte Bewohner emigriert. Der äußerste Norden ist gebirgig und regenreich. Höchster Berg ist mit 2.400 Metern der Torreón an der Grenze zu Salamanca. Weiter südlich beginnt das trockene Land, in dem Stein- und Korkeichen wachsen. In den Hainen werden schwarzhufige Schweine gehalten, die sich von Eicheln ernähren. Der Schinken (Jamónes Ibéricos) ist eine Spezialität der Extremadura. Viele vom Aussterben bedrohte Tiere leben hier, unter anderem der Luchs, die Großtrappe, Kraniche, Schwarzstörche und Wölfe.



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Sehenswürdigkeiten Extremadura

Cáceres

Zeitreise ins Mittelalter

Seit der Renaissance, als die zurückgekehrten Conquistadoren in der Stadt ihre Paläste bauten, hat sich in Cáceres nicht viel verändert. So wird ein Spaziergang durch die Ciudad (Altstadt) zu einer Zeitreise ins Mittelalter und die Renaissance. Von den neueren Stadtteilen ist der von der UNESCO zum Weltkulturerbe erhobene historische Kern durch eine vollständig erhaltene Wehrmauer mit Türmen und Stadttoren getrennt. Den besten Blick auf Cáceres und die weite Landschaft der Extremadura, in die sie eingebettet ist, hat man von der Anhöhe zwei Kilometer südlich.

Fuentes de León

Kleinstadt im Land der Schwarzen Schweine

Die Kleinstadt mit weniger als 5.000 Einwohnern liegt in der Badajoz nahe der Grenze zu Andalusien. Der Nachbarhügel, der patada de Dios, ist 741 Meter hoch und einer der letzten Ausläufer der Sierra Morena. Entsprechend feucht ist das Klima. Die Wiesenblüte zwischen März und Mai, die halbwilden schwarzen Schweine und die weiten Ausblicke über die Wälder ziehen viele Besucher an. Grabsteininschriften und Säulen bezeugen römische Präsenz im 3. Jahrhundert. Später bauten die Araber das Castillo del Cuerno, das 1248 dem Orden von Santiago übergeben wurde.

Garganta de los Infiernos

Wälder, Wildwasser, Badebecken

Das Naturschutzgebiet gehört zum Netzwerk der geschützten Naturräume der Extremadura. Es umfasst rund 7.200 Hektar in der Region Valle del Jerte nördlich der Provinz Cáceres. Im Norden grenzt es an den Fluss Jerte, im Osten an die Sierra de Gredos (Ávila), im Süden an die Region La Vera (Cáceres) und im Westen an den Bach Putopadre. Die höchsten Höhen werden in der Cuerda de los Infiernillos (2.281 m.) und dem Cerro del Estecillo (2.290 m.) erreicht; dazwischen liegt ein altes Gletschertal. Wasserfälle und Gebirgsbäche prägen das Bild, ebenso die marmitas gigantes, riesige Wasserbecken in den Flüssen, die durch Erosion entstanden sind. Wegen der Höhenunterschiede ist die Artenvielfalt besonders groß: In den Wäldern wachsen Süßeiche, Weißdorn und Erdbeerbäume, aber auch Farne und Orchideen; oberhalb wird meist Almwirtschaft betrieben.

Guadalupe

Hochburg der mittelalterlichen Medizin im Kloster Nuestra Señora

Nachdem die Spanier die Extremadura im 14. Jahrhundert von den Mauren zurückerobert hatten, soll ein Schäfer eine Holztafel mit einer Darstellung der Maria gefunden haben, die die 600 Jahre muslimischer Herrschaft unbeschadet überstanden hatte. An diesem Ort wurde das Kloster Nuestra Señora de Guadalupe gegründet. Der König übernahm das Patronat, was Einfluss und Reichtum brachte. So entwickelte sich Guadalupe zu einem Zentrum der Medizin. Drei Hospitäler und eine der größten Bibliotheken sind erhalten. 1402 wurde hier die erste wissenschaftliche Autopsie weltweit vorgenommen. Heute gehört das Kloster zum Welterbe der UNESCO.

Kloster von Yuste

Einsamer Sterbeort von Kaiser Karl V.

Abgeschieden von der Südflanke der Sierra de Gredos liegt das Monasterio de Yuste. Hieronymiten-Mönche hatten es 1409 gegründet. Weltbekannt wurde es dadurch, dass der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und König des spanischen Weltreiches, Karl V., diesen einsamen Ort wählte, um zu sterben. Zwei volle Jahre verbrachte er hier bis zu seinem Tod 1558. Leider haben Napoleonische Truppen die Anlage verwüstet, die Kirche ist aber wieder aufgebaut. Man erkennt auf dem Gemälde am Hauptaltar den Herrscher mit seiner Frau, Isabella, und seinem Bruder und Nachfolger, Philipp, samt seiner Frau, Maria von Ungarn. Wegen seiner paneuropäischen Bedeutung trägt das Kloster das Europäische Kultursiegel. Zum Kloster gelangt man auf einem Wanderweg von Jerte-Tal. Er trägt den Namen Ruta de Carlos V.

Mérida

Längste erhaltene Brücke aus der Römerzeit

Bis zur Eroberung durch die Vandalen und später die Westgoten war die Stadt im Tal des Guadiana ein wichtiges wirtschaftliches und militärisches Zentrum. Davon zeugen die Überreste römischer Bauten, darunter Theater, Amphitheater, Circus, Tempel, Brücken und Aquädukte. Die Puente Romano gilt als die längste aus der Antike erhaltene Brücke. Zur Römerzeit überspannte das Bauwerk den Guadiana auf 62 Bögen mit einer Gesamtlänge von 755 Metern. Bis 1990 konnten Autos die Brücke überqueren. 1993 wurde sie mitsamt den archäologischen Stätten von Mérida zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt.

Nationalpark Monfragüe

Mönchsgeier und Kaiseradler

Der Nationalpark im Städtedreieck von Cáceres, Plasencia und Trujillo bietet ideale Bedingungen für Greifvögel. Er erstreckt sich am Fluss Tajo und seinem Nebenfluss, dem Tiétar, die zu großen Wasserflächen aufgestaut sind. Mit über 3.000 brütenden Paaren ist hier die größte Kolonie von Mönchsgeiern in Europa. Außerdem gibt es Spanische Kaiseradler, Schwarzstörche und Gänsegeier, die in den Kork- und Steineichenwäldern genug Beute finden. Ein Besucherzentrum befindet sich in Villareal de San Carlos. Dort werden kostenlose Führungen durch den Nationalpark und die Cueva del Castillo angeboten, wo es prähistorische Höhlenzeichnungen gibt.

Schloss von Monfragüe

Wehrburg mit Fernblick über dem Tajo

Das Castillo wurde im 9. Jahrhundert von islamischen Eroberern angelegt, da man von hier aus den Verkehr auf dem Tajo kontrollieren konnte und eine einzigartige Aussicht hat. Nach der Reconquista ab dem 12. Jahrhundert wurde es von Ritterorden aus dem gleichen Grund genutzt. Das Castillo hatte fünf Türme und zwei Mauerringe. Bis heute erhalten blieben die Ruine eines runden Turmes aus dem 12. Jahrhundert und der wiederhergestellte fünfeckige Donjon aus dem 15. Jahrhundert. In der Nähe des Castillo befindet sich eine Einsiedelei mit einem Marienbildnis, das Kreuzfahrer im 12. Jahrhundert aus Palästina mitgebracht haben sollen.

Sierra de Gredos

Schneebedeckte Gipfel im spanischen Scheidegebirge

Die mächtige Felswand mit schneebedeckten Gipfeln ist der höchste Teil des spanischen Scheidegebirges, das von Ost nach West verläuft und nicht nur Kastilien sondern ganz Spanien in Nord und Süd teilt. Es bildet eine phantastische, weite Landschaft, die zu den beliebtesten Wander- und Bergsteigerregionen des Landes gehört. Das höchste Massiv, der Amanzor (2592 m), ist Teil eines Naturparks, in dem Gämsen und Steinböcke leben.

Trujillo

Stadt der Conquistadoren

Die Stadt mit knapp 10.000 Einwohnern in der weiten Extremadura gab es schon zur Römerzeit. Damals hieß sie Turris Iulia, wovon sich der heutige Name ableitet. Im 10. Jahrhundert bauten die Mauren ein Castillo, das heute noch über der Stadt thront. Die quadratischen Türme der islamischen Militärarchitektur sind noch erhalten. Bekannt wurde Trujillo durch seine 56 Konquistadoren, die bei der Eroberung von Mittel- und Südamerika eine Rolle spielten. Der bekannteste unter ihnen war Francisco Pizarro, der in Trujillo Schweinehirt war, bevor er in der Neuen Welt das Inkareich für den spanischen König eroberte. Auf der Plaza Mayor ist ihm ein Denkmal gesetzt.

Zafra

Urbane Plätze mit andalusischem Flair

Bereits die Römer haben das Städtchen gegründet. Die Mauren haben es Zafar genannt. Noch heute atmet es andalusisch-maurische Atmosphäre. Besonders spürbar ist das am Großen Platz, der von Palmen und prächtigen Stadthäusern aus dem 18. Jahrhundert gesäumt wird. Die Plaza Chica mit ihren Arkaden wurde noch von den Arabern angelegt. Eine Burg aus dem 15. Jahrhundert wird als Parador genutzt. Seit fünf Jahrhunderten findet jährlich Ende September/Anfang Oktober die Feria Internacional Ganadera statt, ein Markt für Viehzucht.

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