Aragonien

Landschaft bei Aguero in Aragon

Landschaft bei Aguero in Aragon

Menschenleere Weiten zwischen Pyrenäen und Ebro

Aragon oder Aragonien ist eine autonome Gemeinschaft und entspricht dem früheren Königreich Aragonien, das nach dem Fluss Aragón benannt ist. Der Norden wird von den Pyrenäen geprägt, die die Grenze zu Frankreich bilden. Südlich davon verläuft der Ebro durch eine weite Ebene. Mit knapp 50.000 Quadratkilometern ist Aragonien etwa so groß wie Estland und ist ebenso wenig bevölkert. Von den 1,3 Millionen Einwohnern lebt etwa die Hälfte in der Hauptstadt Zaragoza. Damit gehört Aragon zu den am dünnsten besiedelten Regionen Spaniens und Europas. Neben dem Spanischen wird in einigen Tälern der Pyrenäen noch die autochthone aragonesische Sprache gesprochen, die aber nicht den Rang einer Amtssprache hat.



Sehenswürdigkeiten Aragonien


Jesus von Borja

Von Schmiererei zum Kunstwerk

Seit über hundert Jahren gibt es in der Kirche von Borja ein Fresko von Elías García Martínez, einem konservativen Maler, der es in der Region zu einer gewissen Berühmtheit gebracht hat. Doch sein Heilandsbild hatte In letzter Zeit hatte es schwer gelitten. Die Farben waren verblasst und bröckelten. So beschloss die Rentnerin, Cecilia Giménez, 2012, es auf eigene Faust zu restaurieren. Jedoch hatte sie keine Erfahrung mit feuchten Kirchenwänden. Die Farben verschmierten, die Konturen verliefen. Aus der Dornenkrone wurden Stoppeln. Bald sah der Erlöser aus wie ein Igel. Es kam zum Skandal. Die Gemeinde erwog rechtliche Schritte gegen die Bilderschänderin. Bilder vom Igel-Jesus mit den Knopfaugen und dem einfältigen Gesichtsausdruck kamen im Fernsehen und wurde im Netz geteilt. Bald jedoch kam ein Umschwung. Viele fanden das Bild „süß“ und reisten nach Borja, um ihn zu sehen. Inzwischen hat der missglückte Versuch einer Restauration dem von Arbeitslosigkeit und Abwanderung geplagten Dorf einen wahren Touristenboom beschert. Die Kirche erhebt inzwischen 2 Euro Eintritt. Der Erlös kommt dem örtlichen Altenheim zugute.


Zaragoza

Moderne Stadt mit römisch-gotisch-arabischen Wurzeln

Die Hauptstadt des ehemaligen Königreichs Aragon wurde zwischen um 20 vor Christus von den Römern gegründet Colonia Caesaraugusta genannt. Als die Mauren die Stadt eroberten, machten sie daraus Saraqusṭa; nach der Reconquista wurde daraus „Saragossa“. Das Stadtbild ist eine Mischung aus Alt und Modern. Leider verfällt, wie in anderen spanischen Städten, die Altstadt (casco viejo), da viele Einwohner an den Stadtrand ziehen. Am nördlichen Ende der Altstadt steht das Wahrzeichen der Stadt, die Basílica del Pilar. Das größte barocke Bauwerk Spaniens wurde zu Ehren der Jungfrau Maria rund um einen Pfeiler („el pilar“) gebaut, auf dem die Jungfrau Maria dem Apostel Jakobus erschienen sein soll. 




Weitere Sehenswürdigkeiten Aragonien




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