Kantabrien

Im Hochgebirge von Kantabrien: Braunbär

Im Hochgebirge von Kantabrien: Braunbär

Grüne Region zwischen Meer und Hochgebirge

Kantabrien ist eine autonome Region an der Nordküste Spaniens. Hauptstadt ist die Hafenstadt Santander am Golf von Biskaya, die für ihren langen, gekrümmten Strand El Sardinero und den Leuchtturm Cabo Mayor bekannt ist. Im bewaldeten Kantabrischen Gebirge liegt der Nationalpark Picos de Europa mit Wanderwegen und Skigebieten. Eine der Tausenden Höhlen in Kantabrien ist El Soplao mit seinen ungewöhnlichen Stalaktiten und von der Decke hängenden Calcitschichten.



Sehenswürdigkeiten Kantabrien


El-Castillo-Höhle

Älteste Höhlenmalerei der Welt

1903 wurde bei Puente Viesgo der Eingang zu einer Höhle entdeckt. Nach ihrer Freilegung fanden die Archäologen Abdrücke von Händen, die durch Aufblasen von Pigment entstanden sein müssen. Heute schätzt man das Alter dieser Kunstwerke, die wie Graffiti aussehen, auf über 40.000 Jahre. Damit sind sie die älteste Höhlenmalerei der Welt! Langezeit galten moderne Menschen als Urheber. Da jedoch Nordspanien von Neandertalern bewohnt war, können die Hände auch von ihnen stammen. Von den insgesamt vier Höhlen dürfen nur die ersten zwei besucht werden.


Höhle von Altamira

Ein Kunstmuseum aus der Steinzeit

1868 wurde die Höhle von einem Jäger gefunden, der nach seinem spurlos verschwundenen Hund suchte. Die Malereien fand ein fünfjähriges Mädchen, das in der Höhle aufrecht gehen konnte und dabei an der Decke Bilder von Rindern ausmachte. Zahllose Paläontologen und Archäologen haben inzwischen die Höhle erforscht. Sie ist über 5.500 Quadratmeter groß und ist vor 13.000 Jahren eingestürzt. Bis zu dieser Zeit war sie tausende von Jahren von Menschen bewohnt, die viele Bilder hinterlassen haben: Hirsche und Bisons, Pferde und Wildschweine. Verwendet haben sie Holzkohle sowie Rötel, schwarze Manganerde und getönten Ocker, die man mit Fett oder Eiweiß mischte. Als Pinsel kamen vermutlich Federn zum Einsatz. Heute ist sie nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich, da durch die warme Atemluft der Besucher Schimmel entsteht. Dafür gibt es eine originalgetreue Nachbildung des Eingangsbereichs 500 Meter von der historischen Höhle entfernt.

Zur Website:
en.museodealtamira.mcu.es


Macizo de Ándara & Casetón de Ándara

Durch das Ándara-Massiv zur alten Zinkmine von Ándara

Diese Wanderung wartet mit zwei ganz unterschiedlichen Gesichtern auf. Beim Aufstieg zur Berghütte bei der alten Mine zeigt sich das Westmassiv von seiner kargen, nahezu vegetationslosen Seite. Grün und zauberhaft ist dann der Rückweg durch die Buchenwälder des Monte de Valdediezma und des Monte de la Llama. (hin und zurück: 15,7 Kilometer, 5:00 Stunden, auf und ab: 640 Meter)

Zur Route:
www.outdooractive.com


Santander

Königliche Sommerresidenz und Badeort

Die Hauptstadt von Katabrien war immer schon dem Meer zugewandt. Bereits die Römer bauten in der geschützten Bucht einen Hafen, von dem im Mittelalter die Agrarprodukte Kastiliens in alle Welt verschifft wurden – ab 1492 auch nach Amerika. So ist es kein Wunder, dass die 1857 gegründete Banco di Santander heute zu den größten Geldhäusern der Welt gehört. Im 19. Jahrhundert erwählte das Königshaus Santander zu seiner Sommerresidenz. Viele Adelige und reiche Bürgerliche folgten und machten die Stadt zu einem mondänen Badeort. Wegen eines Großbrandes 1941 gibt es kaum noch historische Gebäude. Dafür ist die Küste mit ihren Felsen und Dünen umso schöner.


Santillana del Mar

Spaniens Antwort auf Rothenburg an der Tauber

Der Ort am Golf von Biscaya gilt als das Rothenburg Spaniens. Gepflasterte Gassen führen durch die autofreie, jahrhundertealte Altstadt. Rechts und links stehen Patrizierhäuser mit prächtigen Wappen, die von dem Glanz vergangener Zeiten erzählen. Mittelpunkt die Stiftskirche, die Colegiata de Santillana del Mar, die der Stadt ihren Namen gegeben hat.


Von Urdón nach Tresviso

Auf historischen Pfaden nach Tresviso

Was bei der Tour de France die Alpe d’Huez ist, ist in den Picos der Aufstieg von Urdón nach Tresviso. Auf nur sechs Kilometern führt der Weg teils in engen Serpentinen über 900 Höhenmeter aus dem Tal des Deva nach Tresviso. Bis Mitte des vergangenen Jahrhunderts war dieser schmale Pfad die einzige Verbindung des kleinen Bergdorfs zur Außenwelt, wichtigstes Transportmittel waren Lastesel. Erst mit dem Bau der Straße von Poncebos nach Sotres erhielt Tresviso eine Verkehrsanbindung. Dank der abgeschiedenen Lage hat es sich seinen ursprünglichen Charme erhalten. Im 8. Jahrhundert suchten hier die von König Alfonso I. im Zuge der Reconquista nach Asturien geholten christlich-kastilischen Siedler Zuflucht vor den muslimischen Invasoren. (Hin und zurück: 11,7 Kilometer, 5:15 Stunden, auf und ab: 870 Meter)

Zur Route:
www.outdooractive.com




Reisebeispiele Kantabrien

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