Navarra

Facettenreiches Navarra: Marienprozession in Pamplona

Facettenreiches Navarra: Marienprozession in Pamplona

Grünes Spanien zwischen Pyrenäen und Rioja

Die nordspanische Region hat eine abwechslungsreiche Geografie mit vielen mittelalterlichen, entlegenen Dörfern. Es reicht vom Pyrenäenhauptkamm im Norden bis zum Weinbaugebiet Rioja im Süden. Navarra war ein baskisches Königreich, das im 16. Jahrhundert von Kastilien annektiert wurde. Hauptstadt und größter Ort ist Pamplona, das für seinen jährlichen Stierlauf berühmt ist. Hier gibt es Befestigungsanlagen aus dem 16. Jahrhundert und die gotische Kathedrale. Etwa 50 Naturparks befinden sich in der Region Navarra. Die bekanntesten sind der Parque Natural de las Bardenas Reales, der Parque Natural de Urbasa y Andía und der Parque Natural del Senorio del Bértiz.



Sehenswürdigkeiten Navarra


Estella

Reizvolles Städtchen am Jakobsweg

Die kleine Stadt liegt von Hügeln umgeben an einer Schleife des Flüsschens Ega. Ihre Geschichte von Estella ist eng mit dem Jakobsweg verbunden. 1090 siedelte der König von Aragón Franzosen aus Südwestfrankreich in der menschenleeren Gegend an. In Estella wurden Pilgerunterkünfte eingerichtet, Handwerker und Händler ließen sich hier nieder. Der Ort wurde so zu einer geschäftigen und geschätzten Station auf dem Pilgerweg. Dazu trugen auch einige Legenden bei, die sich in Estella abgespielt haben sollen. So soll ein griechischer Bischof als unerkannter Pilger in Estella verstorben sein. Sein Leichnam wurde später auf wundersame Weise mit einer Reliquie des Apostels Andreas aufgefunden, die der Bischof in Santiago stiften wollte. Seine sterblichen Reste wurden im Kreuzgang der Kirche San Pedro de la Rúa beigesetzt.

Nähere Informationen:
www.estellaturismo.com


Pamplona

Wettrennen mit Stieren und historischer Altstadt

Als Ernest Hemmingway 1923 die Stadt besuchte, gab es nur wenige Touristen. Doch dann erlebte er die Encierros und schrieb in seinem Roman Fiesta über sie. Heute kommen Tausende, vor allem junge Amerikaner, die an den berühmt-berüchtigten Wettrennen mit den Kampfstieren teilnehmen wollen. Ab dem 6. Juli rasen für eine Woche ab acht Uhr sechs wilde Stiere durch die Stadt, vor ihnen die „Mozos“, wie man die Männer nennt, die sie mit Zeitungen nach ihnen schlagen. Doch auch außerhalb der Fiesta San Fermin hat die Hauptstadt von Navarra einiges zu bieten. Es sind vor allen Dingen die Kathedrale aus dem 15. Jahrhundert und die Festung aus dem 14. Jahrhundert, die das Stadtbild prägen.


Puerto de Ibañeta

Moderne Kapelle am Jakobsweg

Der Pass in den spanischen Pyrenäen liegt auf 1.057 Metern Höhe und verbindet über die Nationalstraße N 135 Valcarlos mit Roncesvalles. Auf der Passhöhe steht die moderne Kapelle San Salvador. Dort kommen drei der vier französischen Pilgerwege nach Santiago de Compostela zusammen: der erste von Puy und Conques, der zweite von Paris und der dritte von Vezelay. Schon in prähistorischen Zeiten wurde der Pass begangen; die Römer bauten eine Passstation, später kam ein Kloster mit Herberge für Jakobspilger hinzu. Karl der Große passierte 778 den Pass im Rahmen seines Spanienfeldzugs zweimal, beim Rückzug geriet seine Nachhut in einen Hinterhalt. Diese Auseinandersetzung wurde als Schlacht von Roncesvalles bekannt.




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