Granada

Märchenpalast vor traumhafter Kulisse: Alhambra

Märchenpalast vor traumhafter Kulisse: Alhambra

Islamischer Palast vor schneebedeckter Sierra

Die bedeutendste Stadt Südspaniens liegt am Rande einer Flussebene vor der gewaltigen Kulisse der meist schneebedeckten Sierra Nevada. Auf zwei Hügeln verteilt sich die Altstadt: auf dem einen thront die Alhambra, ein Märchenpalast wie aus Tausendundeiner Nacht. Auf dem nördlichen Hügel liegt Albacin, das maurische Viertel mit seinen weiß verputzten Häusern, terrassierten Gärtchen und verwinkelten Treppengassen. In der Geschichte Spaniens spielte Granada eine zentrale Rolle: Schon 500 vor Christus gab es eine Siedlung der Iberer. 500 nach Christus überfielen die Vandalen die Stadt. Wieder 200 Jahre später wurde sie von den Mauren erobert, die sie zur Hauptstadt eines muslimischen Königreiches machten. Wissenschaft und Technik, Kunst und Toleranz brachten Granada ein jahrhundertelange Blütezeit. Als 1236 das Kalifat Cordoba von den Christen erobert wurde, war Granada die letzte Bastion der Muslime auf europäischem Boden. Sie fiel erst 1492, im Jahr der Entdeckung Amerikas. 

www.turgranada.es



Sehenswürdigkeiten Granada


Alhambra

Islamische Kunst in Vollendung

Er ist das meistbesuchte Monument Spaniens: Der Stadtpalast auf dem Sabikah-Hügel von Granada ist eines der schönsten Beispiele für maurischen Stil und islamische Kunst. Der Berg war bereits vor der Römerzeit besiedelt. Doch erst die Mauren bauten hier eine gigantische Festung. Die Kala al Hambra – die rote Burg – ist 740 Meter lang und über 200 Meter breit – und diente der Verteidigung, und zwar vor der eigenen Stadtbevölkerung. Oft wird die Alhambra mit dem märchenhaften Palast der Nasriden gleichgesetzt. Sie umfasst aber die ganze Anlage von der Alcazaba im Westen bis hin zum Generalife, dem Gartenpalast im Osten.


Kathedrale von Granada

Symbol des katholischen Neuanfangs

Nach der Reconquista, der Rückeroberung durch das katholische Spanien, wurde Granada 1492 zum Erzbistum bestimmt. Eine prächtige Kathedrale als Zeichen des Neuanfangs sollte her, doch aus heutiger Sicht zeigt die Catedral Santa Maria de la Encarnación eher den Bedeutungsverlust. Sie wurde erst 1523 mit 30 Jahren Verspätung begonnen – als gotischer Monumentalbau, dann aber im Stil der Renaissance weitergeführt. Nach weiteren 30 Jahren wurde die Kirche eingeweiht, aber sie war noch längst nicht fertig. Die ursprünglich geplanten Türme fehlten. Auch der stattdessen vorgesehene Turm erreicht längst nicht seine geplante Höhe. Im Südosten der Kathedrale liegt die Capilla Real, die Grabkapelle der Katholischen Könige. Dort ruhen, bewacht von steinernen Löwen, Ferdinand und Isabella.


Albaicín

Maurisches Viertel von Granada

Das älteste Stadtviertel von Granada in Spanien geht zurück auf die spätantike, vormaurische Siedlung Ilíberis. Heute verspürt man dort noch am stärksten den Zauber der maurischen Zeit. An den engen Steilgassen stehen weißgetünchte verwinkelte Häuser mit großartigen Innenhöfen. Immer wieder tun sich Blicke auf die gegenüberliegende Alhambra auf. An der Carrera del Darro gibt es Bars und Cafés. Dort beginnt das Leben am Abend und dauert bis tief in die Nacht. Seit 1994 gehört er zum Weltkulturerbe der UNESCO.




Reisebeispiele Granada

Nach Oben