Madrid

Kultureller Mittelpunkt Spaniens: Madrid

Kultureller Mittelpunkt Spaniens: Madrid

Spaniens vitaler Mittelpunkt

Die drei Millionen Einwohner zählende Hauptstadt Spaniens ging aus der maurischen Stadt Madschrit im 10. Jahrhundert nach Christus hervor. Die spanischen Könige wählten die eigentlich unbedeutende Stadt wegen der zentralen Lage auf der iberischen Halbinsel zur ihrer Residenz. Erst im 19. und 20. Jahrhundert wurde sie auch wirtschaftlicher und kultureller Mittelpunkt. So kann sie, was das Stadtbild angeht, nicht mit Toledo, Sevilla oder Granada mithalten. Dafür gilt das Nachtleben als unschlagbar: Niemand kann mehr die Fülle an Bars, Bodegas und Restaurants übersehen.

Nähere Informationen:
www.esmadrid.com



Sehenswürdigkeiten Madrid


Calle Mayor

Madrids lebendige Shoppingmeile

Die Straße war schon im Mittelalter Madrids Hauptstraße, aber architektonische Zeugen aus jener Zeit sind nicht mehr zu finden. Heute ist die Calle Mayor eine lebendige Wohn-, Büro- und Einkaufsstraße mit schön restaurierten Gebäuden wie dem Edificio de la Compañía Colonial von 1909 mit Art-nouveau-Elementen an der Fassade. Weiter westlich, an der Plaza de la Villa vorbei stehen einige der ältesten Adelspaläste Madrids: gleich hinterm Rathaus der schlichte Palacio del Marqués de Camarasa (Nr. 69, Ende 16./Anfang 17. Jh.), der heute Teile der Stadtverwaltung beherbergt; der Palacio de los Consejos (Nr. 79, frühes 17. Jh.), heute Sitz des Staatsrats und des Wehrbereichskommandos, und gegenüber der Palacio del Duque de Abrantes (Nr. 86, Mitte 17. Jh.), heute italienisches Kulturinstitut.


Museo del Prado

Kunstmuseum der Spitzenklasse

Der Prado ist aus einer Kunstsammlung der Habsburger Könige hervorgegangen, die von den Bourbonen fortgesetzt wurde. Heute gehört er mit mehr als drei Millionen Besucher im Jahr, 5000 Zeichnungen, 2000 Drucken und fast 2000 Kunstgegenständen zu den größten und bedeutendsten Kunstmuseen der Welt. Neben der weltweit besten Sammlung spanischer Maler werden unter anderem auch holländische Meister und einige Werke von Botticelli, Caravaggio, Albrecht Dürer, Rembrandt gezeigt.

Zur Website:
www.museodelprado.es


Museo Thyssen-Bornemisza

Kunstsammlung von Weltrang

Friedrich Thyssen, zweiter Sohn des Stahlmagnaten, wollte vom Stahl nichts wissen. Er heiratete eine ungarische Baronin namens Bornemisza und sammelte Kunst. Ihr gemeinsamer Sohn Hans-Heinrich (1921-2002) wurde Schweizer Staatsbürger und sammelte weiter, mit Vorliebe deutsche Expressionisten. Bei seinem Tod hatte er rund 1500 Werke beisammen, die einen fast enzyklopädischen Gang durch die Kunstgeschichte Europas und Nordamerikas erlauben. Der zentrale Teil dieser Sammlung, etwa 800 Gemälde, ist seit 1992 im Madrider Museum Thyssen-Bornemisza im Palacio Villahermosa zu sehen. 2004 ist ein moderner Anbau des Villahermosa-Palasts fürs Publikum geöffnet worden, in dem 220 weitere Gemälde ausgestellt sind. Ein chronologischer Spaziergang durch die Kunst vom 13. bis zum 20. Jahrhundert beginnt im zweiten Stockwerk und endet im Erdgeschoss. 

Zur Website:
www.museothyssen.org


Plaza Mayor

Schönster Platz Spaniens

Der schönste Platz Spaniens liegt mitten in Madrid. Einst fanden auf dem 130 Meter langen und 94 Meter breiten Rechteck Turniere, Stierkämpfe und Reiterspiele statt. Aber auch Hinrichtungen wurden dort vollzogen, wo heute das bronzene Reiterstandbild von König Philipp III. steht. 1619 – zur Blütezeit Spaniens – wurde der achitektonisch einheitliche Platz vollendet. Heute halten sich Studenten und Touristen auf. Hinter den Arkaden verbergen sich Läden, Bars und Restaurants. Sie bieten Gebäck, Weine, Fisch und Kartoffelomeletts an. Im Dezember findet auf der Placa Mayor der größte Weihnachtsmarkt Spaniens statt.


Real Jardín Botánico

Oase in der Millionenmetropole

Vor mehr als 200 Jahren, im Jahr 1781, ließ Karl III. den Botanischen Garten gleich neben dem Prado anlegen. Und mehr als 200 Jahre alt sind die ältesten der rund 30.000 Bäume, Büsche und Blumen aus aller Welt, zwischen denen die Besucher wandeln wie in einem großen Garten. Sie stammen aus den spanischen Kolonien in Amerika und auf den Philipinen. Seit 2005 beherbergt der Jardín Botánico auch die Bonsaisammlung des ehemaligen Ministerpräsidenten Felipe González. 

Zur Website:
www.rjb.csic.es




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