Picos de Europa

Wild und majestätisch: Picos de Europa

Wild und majestätisch: Picos de Europa

Paradies für Braunbären, Geier und Bergwanderer

Gar nicht südeuropäisch mutet das wilde Gebirge 20 Kilometer südlich der Costa Verde an, das über 2.000 Meter hoch aufragt. Wegen seiner Nähe zum Meer wird es von tiefen Tälern mit reißenden Gebirgsbäche und fischreichen Flüsse zerfurcht. Die Torre de Cerredo ist mit 2.645 Metern der höchste Berg und zugleich der schönste Abschnitt des 40 Kilometer langen Faltengebirges. Der Nationalpark Picos de Europa ist mit fast 70.000 Hektar der größte in Spanien. Ein Paradies für Braunbären, Auerhähne, seltene Bartgeier und verschiedene Adlerarten, ebenso wie für Bergwanderer,



Sehenswürdigkeiten Picos de Europa


Von Urdón nach Tresviso

Auf historischen Pfaden nach Tresviso

Was bei der Tour de France die Alpe d’Huez ist, ist in den Picos der Aufstieg von Urdón nach Tresviso. Auf nur sechs Kilometern führt der Weg teils in engen Serpentinen über 900 Höhenmeter aus dem Tal des Deva nach Tresviso. Bis Mitte des vergangenen Jahrhunderts war dieser schmale Pfad die einzige Verbindung des kleinen Bergdorfs zur Außenwelt, wichtigstes Transportmittel waren Lastesel. Erst mit dem Bau der Straße von Poncebos nach Sotres erhielt Tresviso eine Verkehrsanbindung. Dank der abgeschiedenen Lage hat es sich seinen ursprünglichen Charme erhalten. Im 8. Jahrhundert suchten hier die von König Alfonso I. im Zuge der Reconquista nach Asturien geholten christlich-kastilischen Siedler Zuflucht vor den muslimischen Invasoren. (Hin und zurück: 11,7 Kilometer, 5:15 Stunden, auf und ab: 870 Meter)

zur Route:
out.ac/StduH


Macizo de Ándara & Casetón de Ándara

Durch das Ándara-Massiv zur alten Zinkmine von Ándara

Diese Wanderung wartet mit zwei ganz unterschiedlichen Gesichtern auf. Beim Aufstieg zur Berghütte bei der alten Mine zeigt sich das Westmassiv von seiner kargen, nahezu vegetationslosen Seite. Grün und zauberhaft ist dann der Rückweg durch die Buchenwälder des Monte de Valdediezma und des Monte de la Llama. (hin und zurück: 15,7 Kilometer, 5:00 Stunden, auf und ab: 640 Meter)

zur Route:
out.ac/StduK


Von Carreña nach Asiegu

Allwetter-Spaziergang mit Picknickeinlage

Diese Tour erlaubt zwei Varianten: eine kurze bis zum lauschigen Picknickplatz Llanu del Molín und zurück. Wer Lust auf mehr hat, wandert weiter durch das idyllische, üppig grüne Tal, steigt auf bis Asiegu und kehrt über einen bequemen Feldweg, mit herrlichen Ausblicken auf das Zentralmassiv und den Picu Urriellu/Naranjo de Bulnes, nach Carreña zurück. (hin und zurück: 7,6 Kilometer, 2:45 Stunden, auf und ab 316 Meter)

zur Route:
out.ac/StdtZ


Covadonga

Ein winziger Ort als Wiege Spaniens

Der winzige Ort in den Picos de Europa gilt als die Wiege Spaniens. In der unwegsamen Wildnis versteckten sich eine Handvoll westgotischer Krieger, nachdem ihr Reich von den Mauren zerstört wurde. In der Felsenhöhle von Covadonga errichteten sie ein Marienheiligtum. 722 fand dort die Schlacht von Covadonga statt, in welcher Pelayo, der Anführer einer christlichen Streitmacht, einen ersten Sieg über muslimische Truppen errang. Dieser Erfolg gilt als Beginn der Reconquista. Zu sehen sind dort heute die Basilika und das Kloster mit Ausblick auf die Picos de Europa sowie die Grotte mit der „Virgen de Covadonga“ (Jungfrau von Covadonga) und den Gebeinen König Pelayos. Wer auf der CO-4 zehn Kilometer weiter nach Südosten fährt, kommt an zwei idyllische Seen.


Cangas de Onís

Romanische Baudenkmäler und ein bunter Markt

Die Kleinstadt mit 6.000 Einwohnern im Tal von Sella und Güeña war bis 774 Sitz der Herrscher über das Königreich Asturien. Von der früheren Bedeutung zeugen die romanische Brücke und die Iglesia de la Santa Cruz de Cangas de Onís. Die Kapelle von 737 steht auf einer prähistorischen Megalithanlage. Sonntags hat man die Gelegenheit, über den bunten Markt zu bummeln. Ein schönes Erlebnis für alle Sinne.


Höhle von Altamira

Ein Kunstmuseum aus der Steinzeit

1868 wurde die Höhle von einem Jäger gefunden, der nach seinem spurlos verschwundenen Hund suchte. Die Malereien fand ein fünfjähriges Mädchen, das in der Höhle aufrecht gehen konnte und dabei an der Decke Bilder von Rindern ausmachte. Zahllose Paläontologen und Archäologen haben inzwischen die Höhle erforscht. Sie ist über 5.500 Quadratmeter groß und ist vor 13.000 Jahren eingestürzt. Bis zu dieser Zeit war sie tausende von Jahren von Menschen bewohnt, die viele Bilder hinterlassen haben: Hirsche und Bisons, Pferde und Wildschweine. Verwendet haben sie Holzkohle sowie Rötel, schwarze Manganerde und getönten Ocker, die man mit Fett oder Eiweiß mischte. Als Pinsel kamen vermutlich Federn zum Einsatz. Heute ist sie nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich, da durch die warme Atemluft der Besucher Schimmel entsteht. Dafür gibt es eine originalgetreue Nachbildung des Eingangsbereichs 500 Meter von der historischen Höhle entfernt.

zur Website:
en.museodealtamira.mcu.es


Santillana del Mar

Spaniens Antwort auf Rothenburg an der Tauber

Der Ort am Golf von Biscaya gilt als das Rothenburg Spaniens. Gepflasterte Gassen führen durch die autofreie, jahrhundertealte Altstadt. Rechts und links stehen Patrizierhäuser mit prächtigen Wappen, die von dem Glanz vergangener Zeiten erzählen. Mittelpunkt die Stiftskirche, die Colegiata de Santillana del Mar, die der Stadt ihren Namen gegeben hat.


El-Castillo-Höhle

Älteste Höhlenmalerei der Welt

1903 wurde bei Puente Viesgo der Eingang zu einer Höhle entdeckt. Nach ihrer Freilegung fanden die Archäologen Abdrücke von Händen, die durch Aufblasen von Pigment entstanden sein müssen. Heute schätzt man das Alter dieser Kunstwerke, die wie Graffiti aussehen, auf über 40.000 Jahre. Damit sind sie die älteste Höhlenmalerei der Welt! Langezeit galten moderne Menschen als Urheber. Da jedoch Nordspanien von Neandertalern bewohnt war, können die Hände auch von ihnen stammen. Von den insgesamt vier Höhlen dürfen nur die ersten zwei besucht werden.




Reisebeispiele Picos de Europa

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