Santiago de Compostela

Wallfahrtsort seit 1200 Jahren: Santiago de Compostela

Wallfahrtsort seit 1200 Jahren: Santiago de Compostela

Wunderbare Altstadt und Ziel des Jakobswegs

Die Stadt im Nordwesten Spaniens ist nach Rom und Jerusalem das bedeutendste Pilgerzentrum der Christenheit und wegen seiner wunderbaren Altstadt seit einigen Jahren Weltkulturerbe. Der Legende nach hatte ein Eremit 813 nach Christus eine Lichterscheinung, bei der das Grab des Heiligen Jakobus entdeckt wurde. Jakobus war ein Jünger Jesu und soll später Spanien missioniert haben. So ist auch der Name zu erklären: Compostela kommt von lateinisch: Campus Stellae, d.h. Sternenfeld; Santiago heißt Sankt Jacob. 
Jährlich treffen etwa 75.000 Pilger zu Fuß, per Fahrrad oder Rollstuhl ein, die an der Jakobsmuschel erkannt werden. Die mit zwei Löchern durchbohrte Muschel ist seit dem 11. Jahrhundert als Pilgerzeichen belegt. Wallfahrer aus Mitteleuropa haben seit Jahrhunderten den Jakobsweg genommen. Er führt auf verschiedenen Routen nach Südwestfrankreich und von dort über Pamplona, Burgos und León in die Jakobsstadt. Seit einigen Jahren erlebt der Pilgerweg eine Renaissance auch außerhalb des Katholizismus. Eine besonders schöne Darstellung seiner Selbstfindung auf dem Jakobsweg hat der Entertainer Hape Kerkeling unter dem Titel „Ich bin dann mal weg“ veröffentlicht.

Nähere Informationen:
www.santiagoturismo.com



Sehenswürdigkeiten Santiago de Compostela


Catedral de Santiago

Kirche über dem Apostelgrab

Die Kathedrale über der Grabstätte des Apostels Jakobus ist Ziel des Jakobsweges. Auf dem prächtigen Vorplatz wimmelt es daher nur so von Pilgern und Wanderern, fliegenden Händlern und Radfahrern. Die Catedral de Santiago gehört zu den ältesten Kirchen in Spanien. Der Bau wurde 1075 begonnen – auf den Überresten einer Kirche aus dem 8. Jahrhundert. Betritt man den Dom über die doppelte Treppe, gelangt man zum Pórtico de la Gloria, einem Portal von 1188 mit meisterhaften Skulpturen. Im Inneren fällt der Blick durch das insgesamt fast 100 Meter lange Mittelschiff auf den gegenüberliegenden Hauptaltar, der über dem Grab des Apostels errichtet wurde. An der Westfassade erheben sich zwei 75 Meter hohe Türme, von denen der rechte ein Glockenturm war, während der linke „Torre de las Carracas“ genannt wird – nach den Klappern oder Knarren, mit denen in der Karwoche („semana santa“) das Läuten der Glocken ersetzt wird. Im Mittelgiebel erhebt sich das Standbild des Apostels Jakobus in einer Darstellung als Pilger. Zu seinen Seiten und etwas unterhalb begleiten ihn seine Schüler Atanasius und Theodor. 

zur Website:
www.catedraldesantiago.es/en


Jakobsweg, letzte Etappe

Aussichtsreicher Pilgerweg zur Kathedrale

Die letzte Etappe des weltberühmten Pilgerwegs führt direkt zur Kathedrale von Santiago de Compostela. Sie beginnt westlich des Flughafens und ist vermutlich einer der am meisten begangenen Wanderwege der Welt. Landschaft steht hier weniger im Vordergrund als die zahllosen Pilger, die nach teilweise wochenlanger Wanderung und großen Strapazen endlich am Ziel sind. (11,6 Kilometer, 3 Stunden, auf:140 Meter, ab: 170 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de/tour/17404257


Pazo de Oca

Blühender Garten rund um einen Adelssitz

Der typisch galicische Landsitz lohnt einen Besuch vor allem wegen der botanischen Pracht des Parks. Der Ursprung der Anlage geht auf das 13. Jahrhundert zurück, aber das heutige Erscheinungsbild wurde Mitte des 18. Jahrhunderts geprägt, als die gepflegten Gärten rund um das Wohnhaus angelegt wurden. Das herausragende Element ist das meisterhaft genutzte Wasser, das sich auf zwei große Teiche verteilt. Die Steininsel in der Mitte hat die Form eines Schiffes mit zwei Matrosenfiguren.




Reisebeispiele Santiago de Compostela

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