Rioja

San Vicente de la Sonsierra im Rioja-Gebiet

San Vicente de la Sonsierra im Rioja-Gebiet

Weinbaugebiet am Oberlauf des Ebro

Das Weinbaugebiet am Oberlauf des Ebro gehört mit gut 60.000 Hektar zu den bedeutendsten in Europa. Das atlantische Klima mit seinen empfindlichen Frösten und ausreichend Niederschlag sorgt für ideale Anbaubedingungen. Über 20.000 Winzer produzieren überwiegend Rotwein, aber auch Rosé- und Weißweine. Jahr für Jahr gewinnen sie internationale Auszeichnungen, weshalb die Herkunftsbezeichnung Rioja zu den ältesten in Europa zählt. In besonders guten Jahrgängen verwenden viele Rioja-Winzer einen Teil der besseren Trauben, um einen limitierten Wein neben ihrer herkömmlichen Produktion anzusetzen. Ein solcher Wein wird als vino de autor (Autorenwein) bezeichnet. 



Sehenswürdigkeiten Rioja


Haro

Weinkeller und Weinfeste in der Weinhauptstadt

Die Hauptstadt von Rioja liegt nahe der Einmündung des Flusses Tirón in den Ebro. Sie ist zugleich spanische Weinhauptstadt. Seit der Römerzeit wird hier Wein angebaut. Einen neuen Aufschwung erlebte die Stadt, als sich im 19. Jahrhundert französische Winzer niederließen, um dort nach französischem Vorbild Wein zu produzieren. In fast jedem Haus werden Weinproben angeboten. Unter der Erde finden sich zahllose Weinkeller. Ende Juni findet ein großes Weinfest statt: die Batalla del Vino, eine Weinschlacht, bei der sich die Teilnehmer gegenseitig mit Wein bespritzen.


López de Heredia

Weinprobe futuristischem Pavillon

Das Weingut von 1877 hatte sich bereits um die Jahrhundertwende mit seiner französisch inspirierten Kellereitechnik einen erstklassigen Ruf erworben. Heute wird es in fünfter Generation geführt. Auf einer 170 Hektar großen Rebfläche werden Rioja-Sorten wie Tempranillo, Garnacha Tinta, Mazuelo, Graciano, Viura und Malvasía angebaut. Im Keller lagern 15.000 Barriquefässer, in denen der Wein bis zu neun (!) Jahre reift. Der Blanco Gran Reserva ist sogar 10 Jahre im Barrique. Der Alkoholgehalt ist mit 12,5% moderat. Alle Flaschen werden mit Korken und Wachs verschlossen. Verkostungen werden in einem futuristischen Pavillon angeboten, der von einer Star-Architektin entworfen wurd. Wer eine Führung möchte, muss sich frühzeitig anmelden.

Zur Website:
www.lopezdeheredia.com


Santo Domingo de la Calzada

Das Hühnerwunder am Jakobsweg

Die Stadt wurde im 10. Jahrhundert als Pilgerstation gegründet. Der heilige Domingo soll hier Brücken und Wege für Pilger gebaut haben. Der Ort soll auch Schauplatz des Hühnerwunders gewesen sein: Als eine Familie aus Xanten am Niederrhein auf dem Weg nach Santiago im Ort übernachtete, verliebte sich die Wirtstochter in den Sohn, der – fromm und keusch – ihr Angebot zurückwies. Aus Rache versteckte sie den Silberbecher ihres Vaters in seinem Gepäck. Am nächsten Tag fanden die Büttel das vermeintliche Diebesgut und schleppten ihn zum Richter, der den Mann hängen ließ. Als die Eltern auf dem Rückweg am Galgen vorbeikamen, sprach der Sohn, der immer noch hing, sie an: Er sei nicht tot, weil der Heilige Jakob seine Hände unter ihm gebreitet habe. Dies erzählten die Eltern dem Richter, der gerade zwei Hühner verspeiste. Ihr Sohn sei so tot wie die Hühner auf seinem Teller, meinte der Richter, woraufhin diese sich erhoben und davonflatterten. Noch heute steht ein Hühnerstall in der Kathedrale von Santo Domingo. Er wird von zwei Hühnern bewohnt – als Erinnerung an die wundersame Hühnererweckung.




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