07.12.2010

Spanienreise von Steinhaus / Beatrice Mrs

Sehr geehrte Frau Rappenhöner,
unsere letzten Minuten vor der Abreise aus Ronda und dem Abflug von Malaga sind angebrochen. Schade, aber es war (wie immer mit Euch) sehr schön. Anbei deshalb eine kleine Reisebeschreibung:
Start war in Malaga. Mietwagen etc. klappte gut, sodass wir sofort nach Nerja gestartet sind. Das Hotel war nicht so leicht zu finden, da die Strassenangabe falsch war. Aber dank eines freundlichen Kellners wars dann ganz easy und unser Auto hatte die Fahrstuhlfahrt in die Tiefgarage. Das Hotel hat uns gut gefallen, voeallem die kleinen ruhigen Ecken zum Relaxen. Die Tropfsteinhöhle muss man nicht besichtigen. Später in Gibraltar haben wir eine bessere gesehen.
Weiter gings von dort in die Nähe von Granada in ein Boutique Hotel. Was sollen wir dazu sagen: schön, schön und nochmals schön. Der Anfahrtsweg war Umfulana-like: eng, kurvig ins Nirwana, aber jeder Meter war es wert. Leider ist der Löwenbrunnen in der Alhambra z. Zt. gesperrt, aber der Rest war auch schön. Besonders das maurische Viertel hat uns in Granada beeindruckt. Einen Abstecher in das Höhlendorf Guadix haben wir mit einer aufregenden Fahrt über die Berge verbunden.
Nächste Station war in Ubeda zu Gast in einer Familienresidenz. Auch hier wurden wir nicht enttäuscht, auch wenn baustellenbedingt die Anfahrt schwierig wurde. Dank GPS gings dann aber doch. Ubeda ist jetzt nicht so umwerfend, sodass wir viel Zeit zum Entspannen hatten. Der Hotelier klärte uns auch auf, warum Spanier beim Namen Umfulana immer erst etwas pikiert schauen: zunächst wird immer an la Fulana (Blick ins Wörterbuch hilft jetzt weiter) gedacht ?
Nach Ubeda kam unser Highlight: Cordoba mit der Mesquita-Kathedrale. Das Hotel direkt neben an war leicht zu finden und war schön und urig. Das Badezimmer roch zwar leicht muffig, aber bei dem Alter des Hotels......
Die Mesquita konnten wir gratis besichtigen, da wir vor 10 h da waren. Zwar war bis 10 h der innerste Bereich wegen Gottesdienst gesperrt, aber so konnten wir nahezu ohne störende Klick-klick-Touristen unsere Fotos machen. Am Tag drauf besuchte ich den Gottesdienst und war beeindruckt.
Sevilla war die nächste Station – und die Hotelsuche sehr schwierig. Zunächst standen wir im falschen Viertel, da es die Strasse 2x in Sevilla gibt. Dann durften wir nicht in jede Strasse abbiegen, da wir kein Bus oder Taxi sind. Als wir dann nach einer gefühlten Ewigkeit das Hotel zum Greifen nahe hatten, ging es wegen einer Baustelle nicht weiter. Erst die Anfahrt entgegen einer Einbahnstrasse brachte uns zum Hotel. Und dieses entschädigte für alle Mühen!!! Ein maurischer Traum!!! Nur die Entfernung zur Kathedrale und den übrigen innerstädtischen Sehenswürdigkeiten war sehr weit, sodass wir uns trotz des schönen Hotels ein näheres gewünscht hätten.
Nach dem Moloch Sevilla gings für uns weiter nach Jerez de la Fronterra. Auch hier erwartete uns ein hübsches Hotel (Parkplatz bekamen wir sogar nebendran). Da wir genügend Zeit hatten, machten wir einen Tagesausflug nach Gibraltar (Auto nahmen wir nicht mit über die Grenze). Der Euro wurde überall akzeptiert. Damit entfiel die Umtauscherei. The Rock war schon beeindruckend! Die Affen sind zwar manchmal etwas aufdringlich, aber durchaus fototauglich. Die Tropfsteinhöhle war ein weiteres Highlight.
Nach Jerez besichtigten wir noch Cadiz (via Fährfahrt von Puerto de Santa Maria ganz leicht zu erreichen), bevor wir in Conil de la Fronterra unterkunftstechnisch den Tiefpunkt erlebten: Frühstück abgezählt, das \\\"Kopfkissen\\\" ein harter Keil, der gegen Zuzahlung natürlich gerne in ein richtiges getauscht worden wäre (hier fragten wir uns, warum nicht nur ein Lattengestell im Zimmer stand, welches gegen Zuzahlung in ein Bett getauscht worden wäre ?) und insgesamt nicht das, warum wir mit Umfulana verreisen. Froh, endlich wieder fahren zu können, gings nach Ronda. Hier wurden wir wieder versöhnt. Superschönes Hotel, schöne Anlage, nettes Personal und dazu Ronda als eines der fotografischen Highlights.
Jetzt sitzen wir auf der Terrasse, geniessen die Sonne und müssen wieder heim. Schade, aber vielen Dank für Ihre Planung und die Auswahl der Unterkünfte. Das war unsere 5. und bestimmt nicht die letzte Reise mit Umfulana.

Liebe Grüsse

Beatrice & Peter H. Steinhaus
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