14.03.2017

Spanienreise von Nina Thomas und Bernd Kliebhan

Es war eine spontane Idee: für eine Woche der hektischen dunklen Vorweihnachtszeit zu entfliehen

„Andalusien“ – Unsere Reise vom 10.12. -27.12.16

Es war eine spontane Idee: für eine Woche der hektischen dunklen Vorweihnachtszeit zu entfliehen. Also erstmal gucken, was Umfulana im Programm hat (wir reisen seit 2003 mit dieser großartigen Agentur). Der von uns gebuchte Flug Frankfurt – Jerez de la Frontera war der Ausgangspunkt, also nach Andalusien. Im Dezember? Aber ja doch – die Reise war einfach toll und hat unsere Erwartungen übertroffen. Das lag nicht nur an der Sonne und den längeren Tagen. Oder an den Hotels, die (wie immer) Klasse waren.

Als wir mit unserem Mietwagen in der Altstadt von Jerez vor dem Casa Grande ankamen, trauten wir unseren Augen nicht: auf dem schönen Platz davor war eine Riesenfête im Gange, eine Zambomba, unglaublich fröhlich mit Gesang und Musik und reichlich Sherry. Der nette Portier hat sich um unser Auto gekümmert, wofür wir ihm sehr dankbar waren, denn es gab weit und breit keinen Parkplatz. Die deutsche, sehr freundliche Besitzerin hat uns gleich über die Zambomba aufgeklärt und alles, was man sonst wissen muss. Die ganze Altstadt hat gefeiert – was für eine Stimmung. Wir haben auf der Rückreise nochmal hier übernachtet und bekamen eine fantastische Restaurantempfehlung: La Carbona, mit einem excellenten und überraschenden Menü mit Sherrybegleitung in einem historischen Ambiente. Das Frühstück im Casa Grande ist ausgezeichnet, reichhaltig mit vielen lokalen Spezialitäten.

Auch das Hotel in Sevilla, in der verwinkelten Altsstadt war ein Volltreffer, wunderschön mit beleuchtetem Innenhof, Kaminfeuer, einem wunderschönen Zimmer und gutem Frühstück. Auch hier war die Rezeption sehr freundlich und wir bekamen alle Infos, die wir brauchten. Sevilla ist auch im Winter ein lohnendes Reiseziel. Eine besondere Attraktion sind die Weihnachtsmärkte, auf denen alle Arten von Weihnachtskrippen (Belenes) mit unendlich viel Zubehör verkauft werden. Von der traditionellen geschnitzten Version mit bis hin zur modernen Fußballer-Krippe sind alle Stile vertreten.

Der Umfulanatipp für die Fahrt nach Granada war ein Stopp in Antequera und El Torcal, eine bizarre Karstlandschaft – sehr eindrucksvoll.

In Granada muss man das Auto in einer riesigen, engen Tiefgarage abstellen, am besten, man fährt gleich in die zweite Ebene, da ist mehr Platz. Das Parken hier und auch in Sevilla geht richtig ins Geld – ca 25 € am Tag. Dafür hat der Mietwagen aber für die ganze Woche nur 78 € gekostet.

Das Hotel El Ladron d'Agua liegt in der Fußgängerzone von Granada, sehr schön alt-spanisch. Das Zimmer war eher klein. Die nette Dame an der Rezeption hat uns hervorragend beraten, vor Allem, was den Besuch der Alhambra anging. Wie hatten auf Anraten von Umfulana unsere Tickets im Internet bestellt, was wir sehr empfehlen können. Auch die besten Tapabars der Umgebung wurden uns im Stadtplan eingezeichnet.

Die Alhambra war sensationell und auch wenn es hier kalt war – wenige Besucher, ein tolles Licht, kein Gedränge. Allerdings waren im Palast einige Renovierungsarbeiten im Gange.

Die nächste Station Ronda – das historische Hotel San Gabriel in der Altstadt mit einem sehr großen wunderbaren Zimmer. Auch hier wieder viele gute Tipps vom Rezeptionisten, unter anderem ein fantastisches Gitarrenkonzert in der nahe gelegenen Gitarrenschule. Das Hotel hat einen eigenen Stadtplan drucken lassen, mit allen wichtigen Sehenswürdigkeiten, Tapabars und Restaurants, toll! Nur das Frühstück war etwas eigen.

Durch die malerischen Berge vorbei an den weißen Dörfern – mit einem Abstecher zum eindrucksvollen Portal der Cueva del Gato – ging es zurück nach Jerez.

Und wieder wurde hier an mehreren Stellen in der Stadt ausgiebig gefeiert, mit viel Musik, reichlich Sherry und regionalen Spezialitäten. Einfach schön – wie die ganze Reise!