20.11.2018

Spanienreise von Susann: Nordspanien - eine Reise durch sieben Provinzen

Wieder mit Umfulana – und wieder eine großartige Reise

Wieder mit Umfulana – und wieder eine großartige Reise! Nach den baltischen Ländern im vergangenen Jahr haben mein Mann und ich uns in diesem Spätsommer auf den Weg nach Nordspanien gemacht, von Frau Nußbaum allerbestens beraten. Von Barcelona nach Santiago de Compostela durch sieben autonome Provinzen, die bei aller Unterschiedlichkeit in ihrer Geschichte, ihren Unabhängigkeitsbestrebungen und vor allem in ihren Sprachen doch eines gemeinsam haben: wundervolle, abwechslungsreiche Landschaften, viel Kunst und Kultur und köstliches Essen.
In Barcelona lernen wir bei einer sehr empfehlenswerten Stadtführung den katalanischen Jugendstil kennen. Die Casa Mila von Antoni Gaudi und das Hospital de la Santa Creu i Sant Pau begeistern uns. Vom mittelalterlichen Ainsa (Aragon) aus unternehmen wir bei herrlichem Sonnenschein eine mehrstündige Rundwanderung im Parque Nacional de Ordesa y Monte Perdido. Durch Pamplonas (Navarra) enge Gassen folgen wir mit Hemingways „Fiesta“ in der Hand dem Weg der Stiere vom Rathaus bis zur Plaza de Toros und danach ins Café Iruna, in dem Ernest immer seinen Kaffee und so manches mehr genoss. Obwohl das Café nach touristischem Overkill aussieht, werden wir erstaunlich gut bedient.
Das elegante San Sebastián (Baskenland) am Golf von Biskaya, an der langgezogenen, sichelförmigen Bucht „La Concha“ gelegen, gefällt uns sehr. Wie schon vorher in Barcelona kommen wir auch hier mit den noch nicht gelösten Fragen der Unabhängigkeitsbestrebungen in Berührung. An vielen Balkonen hängen katalanische oder jetzt hier baskische Flaggen. Die Verlegung der inhaftierten ETA-Mitglieder in Heimatnähe wird gefordert. In Bilbao bringt uns eine Stadtführung durch eine Architektin die Veränderungen von einem Zentrum der Schwerindustrie hin zu einem Zentrum moderner Architektur nahe, deren Flaggschiff, das futuristische Guggenheim-Museum, uns begeistert. Unser nachmittäglicher Imbiss in der Markthalle könnte unter dem Motto „Die Kunst der Pintxos“ stehen. Egal, ob mit „jamon iberico“, Meeresfrüchten oder auch vegetarisch, die Basken haben diese Art der Verköstigung zur Perfektion gebracht.
Vom Meer geht es dann wieder in die Berge, zu den bis zu 3000 Meter hohen Picos de Europa (Kantabrien), einer rauen und menschenfeindlich erscheinenden felsigen Bergwelt. Sind schon die Gipfel beeindruckend, war es die Fahrt durch die manchmal beängstigend schmale Schlucht „Desfiladero de la Hermida“ noch viel mehr. In einem weiten Bogen fahren wir danach durch das mal bergige, mal ebene Fürstentum Asturien wieder zurück ans Meer, an die Costa Verde, und weiter nach Galizien. Wir empfehlen, der Küstenstraße N-642 entlang der wilden nördlichen Küste, den Rias Altas, zu folgen. Und wenn man genügend Zeit hat, auf der „Ruta dos Miradoiros“ auch noch die Serra da Capelada zu umkreisen. Der Umweg lohnt sich wegen der großartigen Ausblicke. An einer Stelle fallen die Klippen fast 600 Meter tief in den Atlantik – das gibt es sonst nirgends in Europa.
Endstation unserer knapp dreiwöchigen Reise ist Santiago de Compostela (Galizien), eine Stadt mit einer ganz besonderen Atmosphäre. Geprägt ist sie durch die zahlreichen Pilger unterschiedlichen Alters, die aus vieler Herren Länder kommen, und durch die vielen Studenten. Unsere Unterkunft ragt aus den ohnehin wieder ganz besonderen und sehr sorgfältig ausgewählten Häusern noch einmal heraus. Es ist das „Hostal dos Reis Cátolicos“, das Isabella und Ferdinand im 15 Jh. gleich neben der Kathedrale als Pilgerherberge bauen ließen. Nach den vielen Besichtigungen genießen wir den ruhigen Innenhof und lassen bei einem Cortado und einem Stückchen „Tarta de Santiago“ erlebnisreiche Tage Revue passieren.
Herzlichen Dank an Sie, liebe Frau Nußbaum, für die zahlreichen freundlichen Telefonate, Ihre kenntnisreiche Beratung, die perfekte Organisation und die Auswahl der ganz unterschiedlichen, aber immer sehr guten und sehr persönlichen Unterkünfte.