04.12.2019

Spanienreise von Annegret Gudrun

Danke Umfulana, ihr habt uns als Stammkunden behalten

Es ist mittlerweile unsere siebte Reise, die wir mit Hilfe von UMFULANA organisiert haben. Das spricht sicherlich für sich und hat sich auch diesmal wieder als eine ebenso bewährte, wie wunderschöne Möglichkeit erwiesen, die Welt zu entdecken. Diesmal waren wir mit unserem eigenen Auto, einem VW-Bully California Beach, unterwegs. Unser erklärtes Ziel war Andalusien. Sowohl der Weg dorthin als auch der Rückweg sollten mit schönen Zwischenzielen gespickt sein. Und wir wurden keinesfalls enttäuscht. 
Wunderschöne und erlebnisreiche Unterkünfte haben unseren Roadtrip dank Umfulana zu einer echten Perlenkette werden lassen. 

14. – 15 September, Corbie /Picardie: Unvergessen und unvergleichlich war schon die erste Perle in Frankreich: Corbie. Mitten auf dem städtischen Marktplatz, der streng rechteckig angelegt, direkt unterhalb der sehenswerten Kathedrale liegt, parkten wir unseren Bus quasi vor dem unscheinbaren, schlichten, grünen Holztor des B&B. Was uns dann erwartete, war ein Feuerwerk an herzlicher, zugewandter und persönlicher Gastfreundschaft, wie wir sie bisher selten erlebt haben. Die Besitzer, Debbie und Gordon aus Toronto, sind unglaublich stolz auf dieses Kleinod und hegen und pflegen dessen unvergleichliches Ambiente. Das ganze Haus ist ein Erlebnis. Der ehemalige Wohnsitz des Bischofs von Corbie erzählt eigene stilvolle und epochale Geschichten. Nach unserer Ankunft wird uns eine Erfrischung auf der Terrasse des wunderschön angelegten Innenhofes angeboten – dort treffen wir bereits auf einige der Gäste des B&B und eine nette Unterhaltung lässt schon Vorfreude auf diesen Aufenthalt aufkommen. Gordon zeigt uns das geheimnisvolle Tunnelfragment unterhalb des Grundstücks, das Teil eines ausgefeilten Tunnelsystems der Stadt aus längst vergangenen Zeiten zu sein scheint. Heute ist es Gordons kleines Weindepot und wartet noch auf eine neue Geschäftsidee…während der Besichtigung hagelt es natürlich schon abenteuerliche Vorschläge der Gäste. Wir werden direkt eingeladen, abends nach unserem Restaurantbesuch (Debbie hat für uns eine Reservierung veranlasst) noch mit Debbie, Gordon und den anderen internationalen Gästen einen Nightcup im Salon des Hauses zu nehmen. Ein großartiger und sehr unterhaltsamer Abend! Gordon serviert tollen Whisky, Cognac, Wein – eigentlich alles, was das Herz begehrt. Abgerundet wird dieser Aufenthalt durch das gemeinsame, an einem großen Tisch eingenommene, liebevoll von Debbie zubereitete Frühstück. Diese Unterkunft bekommt von uns auf jeden Fall fünf Sterne von fünf!!! Am nächsten Tag müssen wir Corbie schweren Herzens schon wieder hinter uns lassen. Auf dem Weg und rund um Corbie begegnet man zahlreichen Gedenkstätten und Kriegsfriedhöfen. Mahnmale aus den beiden letzten Weltkriegen säumen eindrucksvoll die Wege und prägen dieses Gebiet.

15.-17. September: Unsere Reise führt uns weiter nach La Rochelle. Dort sind wir in einem kleinen Hotel direkt am Meer mit guter Anbindung zur Altstadt und dem Hafen. Beides malerisch eingerahmt von den Festungsanlagen der Hugenotten. Die Stadt und ihre quirlige Geschäftigkeit haben uns gut gefallen. Das kleine, schon etwas ältere Hotel ist insgesamt geschmackvoll renoviert worden und bietet einen guten Ausgangspunkt für die Erkundung der Stadt. Man kann Fahrräder im Hotel ausleihen. (zehn Euro/Tag) Am besten aber vorher bestellen. Wir haben leider keine mehr erwischt. Das Baden im Meer ist hier nicht unbedingt empfehlenswert (siehe Hinweisschild/Foto). Wenn man es doch riskieren möchte, braucht man dringend Badeschuhe. Die steinige Uferzone ist übersät mit messerscharfen Muscheln und Gesteinskanten. Nach 2 Tagen Aufenthalt machen wir uns auf den Weg nach San Sebastian Donostia. Auf der Fahrt dorthin genehmigen wir uns einen Abstecher Richtung Arcachon. Zunächst brauchen wir nach der langen Fahrt etwas Bewegung und machen einen ausgiebigen Strandspaziergang zur Dune du Pyla. Diese riesige, imposante Wanderdüne ist ein unvergesslicher Blickfang und versetzt uns ins Staunen. Die atlantische Küste und die Natur drum herum sind unglaublich sehenswert. Wir sind begeistert und fahren anschließend weiter zum nahen Biscarrosse Plage. Köstliche Crepes und ein Bad in der herrlich erfrischenden atlantischen Brandung lassen uns die Zeit fast vergessen. 

17. – 19.September, Donostia: San Sebastian/Donostia erreichen wir gegen Abend. Die Unterkunft erweist sich überaus stilvoll in einmaliger Lage. Zu Fuß ist man in zehn Minuten am Strand und in 20 Minuten in der wunderbaren spanisch/baskischen Altstadt. Wir haben hier nur einen ganzen Tag zur Verfügung und erkunden daher ausgiebig diese schöne, mondäne Stadt. Fahrräder bekommen wir kostenlos im Hotel. Die Altstadt sowie die drei um die Bucht herumgelagerten Strände sind durch das super ausgebaute Fahrradwegnetz richtig gut erreichbar. Spontan unternehmen wir eine Wanderung zur Festung und zum Monument auf einen der beiden Berge, welche die Bucht von San Sebastian markieren. Der Blick auf die Stadt von hier oben ist genial und entschädigt für den Weg hinauf (ca. 20 min. – gut ausgebaute Wanderwege, teilweise gepflastert). Oben in der Festung gibt es ein kleines Museum. Es lohnt sich, sich dort umzusehen. Der Eintritt ist frei. Das sehr gepflegte Hotel legt extremen Fokus auf Stil. Beim Frühstück bekommt man Kaffee oder Tee an den mit feinstem Damast gedeckten Tischen im Silberkännchen serviert. Allerdings haben wir uns in diesem Ambiente ein klein wenig deplatziert gefühlt. Aufmerksamkeit und Qualität des Service, sowie die Auswahl beim Frühstück passten nicht ganz zum eigenen hohen Anspruch des Hotels. Manchmal ist weniger Pomp dafür aber mehr Freundlichkeit im Service eben einfach wertvoller und angenehmer…Dennoch war es ein sehr schönes Hotel mit gepflegten, geräumigen und sauberen Zimmern und einer komfortablen Lage.

19.-20. September: Unsere Reise führt uns nun weiter nach Madrid. Hier erwartet uns eine abenteuerliche Fahrt mit unserem VW-Bully durch den pulsierenden Verkehr mit eigenen, für uns sonderbaren Regeln. Da braucht man etwas Mut, Verwegenheit und viel Geschick, um zu unserer Unterkunft, dem kleinen Hotel in der Altstadt von Madrid, zu gelangen. Seit ca. zwei Jahren existiert hier eine Parkregelung, die ziemlich herausfordernd ist. Man darf die Verbotsschilder zum Befahren der Altstadt missachten, wenn man hier ein „private Parking“ vorweisen kann. Man darf nicht auf öffentlichen Parkplätzen parken. Das wussten wir nicht und hatten zunächst großen Respekt vor den Verbotsschildern, was uns ca. eine Stunde Cruising in der Stadt beschert. Als wir endlich nach dem Einchecken das „private Parking“ der Hotelempfehlung (und Umfulana Beschreibung) nutzen wollen, stellt sich heraus, dass sowohl dieses, als auch gefühlte 20 andere Parkhäuser in der Gegend eine Höhenbeschränkung auf 1,90 m haben, sodass wir diese mit dem VW Bully nicht nutzen können. Die Parkplatzsuche beschert uns eine sehr ausgiebige Stadtrundfahrt, die mit vielen Mutproben gespickt ist. Der tatkräftigen und wirklich engagierten Unterstützung der Hotel Rezeptionistin Eva haben wir schließlich zu verdanken, dass sich am Ende doch noch eine Lösung des Problems findet. Das Hotel ist sehr besonders, hat tolle Lichteffekte und zweckmäßiges, stylisches Interieur. Das Frühstück bietet eine Riesenauswahl und lässt keine Wünsche offen. Am allerbesten jedoch ist tatsächlich die Lage dieser Unterkunft mitten in der wunderschönen Altstadt von Madrid. Viele Sehenswürdigkeiten sind fußläufig ganz bequem zu erreichen. Wir haben uns ein bisschen in Madrid verliebt. Wir werden sicher noch einmal wiederkommen, denn leider haben wir hier nur eine Übernachtung gebucht. Am nächsten Mittag führt uns der Reiseplan weiter nach Córdoba. Unterwegs begeben wir uns auf die Spuren von Don Quichote und gönnen uns einen kurzen Abstecher zu den Windmühlen von La Mancha und damit eine weite Sicht über das Land. 

20.-22. September: Córdoba ist die nächste außergewöhnlich schöne Perle auf unserer Kette. Sowohl diese großartige, geschichtsträchtige Stadt, die Andalusien „par excellence“ verkörpert, als auch das geschmackvolle und schöne Hotel. Wir fühlen uns freundlich, zugewandt und hilfsbereit aufgenommen. Das Hotel ist ein Erlebnis für alle Sinne. Es hat einen geräumigen Innenhof, der zum Verweilen einlädt. Das Frühstück ist perfekt und unglaublich vielseitig. Wunderschön und gepflegt der Garten, inmitten einheimischer Pflanzen. Am Pool und den Sitzplätzen unter frischen, kühlen Blätterdächern hat man fast keine Lust, dieses einladende Ambiente zu verlassen und in die Stadt einzutauchen. Das sollte man allerdings definitiv tun! Unbedingt einen Bummel durch die weiß getünchten und mit Blumen geschmückten andalusischen Gassen unternehmen und sich durch die Stadt treiben lassen. Unbedingt die sehenswerte Moschee-Kathedrale anschauen, am besten mit einem Guide. In unserem Fall war es der fachkundige Miguel, der die Geschichte rund um die Moschee und Kathedrale in anschaulichen Details erzählte und dokumentierte. Er vermittelte uns sein Wissen und so bekam der Besuch Córdobas für uns noch mehr Tiefe und verwob sich zu einem historisch verständlichen Bild. Ganz nebenbei entlocken wir Miguel auch noch ein paar kulinarische Tipps für unser Abendessen. Wieder fällt uns der Abschied schwer, aber wir sind auch neugierig auf einen weiteren Höhepunkt unserer Reise: Granada und die Alhambra.

22.-25. September: Und wieder wandern mindestens zwei wertvolle Perlen auf die Kette; Da ist zunächst einmal mehr die Unterkunft. Das Gebäude war vormals ein Nonnenkloster, dann eine Ölmühle und ist nun ein Hotel inmitten bewirtschafteter Ländereien (Olivenhaine). Mitten in der Natur, ca. 35 min. von Granada entfernt, empfängt uns eine herrliche Ruhe. Das Gebäude und der Innenhof erinnern sehr an eine Hacienda. Unser Hotelzimmer ist riesig und lässt die große Vergangenheit des Hauses erkennen. Man hat bei der geschmackvollen Restaurierung wesentliche Bestandteile übernommen, z.B. uralte Säulen, teilweise antikes Mobiliar und die alten schweren Zedernholzdecken. Auf Kitsch wird hier zum Glück gänzlich verzichtet. Das Hotel betreibt ein geschmackvoll und gemütlich eingerichtetes Restaurant, mit schmackhafter und gesunder Küche. Man kann sich tagsüber für das dreigängige Abendessen anmelden. Frühstück ist reichhaltig und vielseitig. Sehr freundliches und fröhliches Personal sorgt für entspannte Gastlichkeit. Die Besitzer des Hotels sind präsent und kommunikativ. Sie unterhalten sich beim Abendessen und auch tagsüber 
im gemütlich gestalteten Terrassengarten gern mit ihren Gästen. Mit Recht sind sie stolz auf ihr Lebenswerk. Wir genießen hier mal wieder mit allen Sinnen. Die Alhambra: Sie ist ein imposantes Zeugnis eines Kapitels der Geschichte Andalusiens, liegt wunderschön vor den Kulissen der Sierra Nevada und man muss sie einfach gesehen haben. Wir gönnen uns auch hier einen Guide. Alfonso hat Kunstgeschichte studiert und führt uns mit so viel Liebe zum Detail durch die kleine „Stadt in der Stadt“, dass die Zeit im Nu verfliegt. Wir hätten ihm noch stundenlang lauschen und mit ihm durch die Gänge und Winkel, Balkone und Gärten der Alhambra wandeln können. Diese Führung war definitiv ein Highlight. Hut ab vor Alfonsos Wissen und seiner feinsinnigen und sensiblen Information.
Wir schwelgen noch sehr und sind beeindruckt, als wir nach diesem Ausflug in die Geschichte entspannt mit Nadine eine Tapas Tour durch die Altstadt Granadas unternehmen und dabei ganz nebenbei auch noch viele schöne Sehenswürdigkeiten mitbekommen. Nadine hat noch einige wertvolle Tipps für den weiteren Urlaub parat…und nebenbei erzählt sie uns interessante Zusammenhänge der spanischen/andalusischen Geschichte bis in die politischen Wirren der Neuzeit. Gut, dass wir auch diesem Umfulana Tipp gefolgt
sind. Bisher haben alle Guides unseren Urlaub bereichert und uns Geschichte, Land und Leute um so vieles näher gebracht. Nach den vielfältigen Eindrücken dieses Tages in Granada gönnen wir uns am Tag zwei in diesem herrlichen Domizil einen faulen und entspannten Tag am Pool und genießen einfach das Leben und die angenehme Gastfreundschaft dieses einzigartigen Hotels. Wir würden gerne noch bleiben, es ist so wunderschön hier. Doch der Reiseplan winkt. Wenigstens nehmen wir noch leckeres Olivenöl mit.... 

25.-27. September: Unser nächstes Ziel ist nun Ronda. Wir fahren nach dem Frühstück los und erreichen das kleine Hotel in absolut schöner Lage mit Blick auf Ronda und die umliegenden Berge schon am frühen Nachmittag. Nach dem Einchecken begeben wir uns auf eine Tour nach Olvera. Das ist eines der sogenannten „weißen Dörfer“. Es strahlt uns schon von weitem entgegen mit seinen weiß getünchten Häusern im maurischen Stil. Wir lassen uns von der Kleinstadt umfangen und erkunden die zur Nachmittagszeit etwas verschlafenen Gassen ausgiebig zu Fuß. Das Abendessen auf der Hotelterrasse wartet um 20:30 Uhr auf uns. Alles ist hier wieder sehr stilvoll eingedeckt und im Hintergrund klingt leise und unaufdringliche Barmusik aus den Lautsprechern. Die Sonne ist bereits untergegangen und das Ambiente des schön beleuchteten Gartens ist perfekt. Unser dreigängiges Menü war alles in allem lecker und appetitlich angerichtet. Dennoch sind die Preise dafür gepfeffert und das Preis-Leistungsverhältnis in diesem Hotel scheint uns in einigen Belangen etwas unangemessen. Wir beschließen, am nächsten Abend nicht mehr hier zu essen und freuen uns auf die mehrstündige Wandertour mit dem Buchautor und großen englischen Naturfreund Guy Hunter-Watts, der hier in der Gegend jedem Gastgeber bekannt ist. Diese Tour wird dann tatsächlich zu einem weiteren Highlight, einer schönen Perle auf unserer Kette. Guy schärft unsere Sinne und lässt uns tief eintauchen in die schöne Bergwelt der Sierra de Grazalema. Als begeisterter Vogelkundler macht er uns auf die heimische Vogelwelt aufmerksam. Geier leben auf den zerklüfteten Felsen, ebenso wie einige Adlerarten. Wir sind völlig begeistert von dieser Tour und der kurzweiligen Unterhaltung mit Guy über Gott und die Welt, Politik,
Wirtschaft, Natur, Mensch und Tier. Eine großartige Bereicherung unserer Reise. Guy ist es auch, der uns das Restaurant in
Ronda empfiehlt und reserviert, in dem wir abends super gut essen und den heimischen Wein testen und für sehr gut befinden. Vorher machen wir aber noch eine von Guy ausgearbeitete zweistündige Rundtour zu Fuß durch Ronda. Wir genießen diese magische Stadt bei Sonnenuntergang, wenn die Vielzahl der Touristen längst wieder in ihren Bussen sitzen und in die Hotelburgen an der Küste zurückgebracht werden. Für uns war es ein rundum gelungener und bereichernder Tag mit einem hervorragenden kulinarischen Abschluss. Der Abschied vom Hotel fällt uns dieses Mal nicht ganz so schwer. So starten wir gleich nach dem Frühstück und erleben eine wunderschöne Fahrt mit mehreren Stopps wegen besonders schöner Aussichtspunkte durch die bezaubernde Berglandschaft und den Nationalpark Sierra de las Nieves. Diese Strecke lohnt sich unbedingt. Nach den sensiblen naturkundlichen Hinweisen von Guy entdecken wir die Geier, die über den Felsen schweben und freuen uns an diesen atemberaubenden Ausblicken. 

27.-29. September: Am frühen Nachmittag erreichen wir Nerja, eine touristische Metropole an der Costa del Sol. Beim Anblick der Stadt sind wir zunächst nicht so begeistert. Aber das legt sich sofort, als wir den warmherzigen und absolut freundlichen Empfang in unserem kleinen Hotel erleben. Wir erhalten als allererstes ein Willkommensgetränk und dabei werden völlig unkompliziert die erforderlichen Anmeldevorgänge erledigt. Das Zimmer ist wirklich wunderbar geräumig, sauber und geschmackvoll, mit großem Badezimmer. Wir haben eine eigene kleine Dachterrasse und die Aussicht von den verschiedenen Terrassen des kleinen Juwels, die alle zum Meer ausgerichtet sind, ist immer grandios und zaubert ein breites Grinsen auf unsere Gesichter. Spontan beschließen wir, die zwei Tage Aufenthalt hier in vollen Zügen zu genießen. Wir gönnen uns eineinhalb Tage Strand und Faulenzen. Der pure Genuss auch dieses Hotel mit seinen freundlichen, unaufdringlichen und dennoch sehr aufmerksamen Mitarbeitern. Enrique, der Besitzer, lässt es sich nicht nehmen, alle seine Gäste herzlich zu begrüßen und auch zu verabschieden. Stolz zeigt er ihnen gerne das Haus, die mit viel Liebe angelegten Gärten und Terrassen und die schönen Zimmer. Das ist definitiv ein weiteres Highlight, eine besonders kostbare und schöne Perle auf unserer Kette. Wie schade, dass wir bald schon wieder Abschied nehmen müssen. 

29. Sept. – 1. Okt.: Valencia wartet auf uns. Und eine sechseinhalb-stündige Autofahrt entlang der durch unsensible Bebauung leider oft verschandelten Mittelmeerküste. Wieder gibt es ein Parkproblem für unseren Bully in Valencia, dieses Mal sind wir aber vorbereitet und klären das schon im Vorfeld. So verlieren wir nicht unsere kostbare Zeit mit der Parkplatzsuche. Der Bahnhof bietet genügend Platz und Höhe für unseren California Bully. Ganz nebenbei ist er wirklich sehenswert und nur einen knappen Kilometer von unserer Unterkunft entfernt. Das kleine B&B auf einer Etage eines Stadthauses ist mal wieder eine Wucht. Super schön, modern und geschmackvoll eingerichtet. Wir sind gespannt auf die Hosts, die wir bisher noch nicht zu Gesicht bekommen haben, denn sonntags sind sie nachmittags nicht da. Man kommt mit einem Code in das Gebäude. Die vorherige diesbezügliche Kommunikation per E-Mail und der Zugang funktionieren völlig problemlos. Jetzt stürzen wir uns gleich in die Stadt. Wir lieben es, in unbekannte Städte erstmal einzutauchen, in Cafés zu sitzen und alles auf uns wirken zu lassen. Durch die Straßen und Gassen zu streifen und einfach zu staunen. Und Valencia ist eine tolle Stadt, um genau das zu machen. Ihre bewegte Geschichte kann man an der mediterranen Schönheit der Altstadt und ihren gut erhaltenen Gebäuden aus mehreren Jahrhunderten deutlich erkennen. In den eineinhalb Tagen erkunden wir die Altstadt, mit ihrem Gassengewirr zu Fuß. Wir sind begeistert von der Schönheit der Straßenzüge, der Häuserfassaden und Balkone, von den immer wieder überraschenden Ausblicken und Einblicken. Wir schlendern schließlich auch durch die riesige Gartenanlage, einer grünen Lunge ca. vier Kilometer weit bis zu den imposanten Gebäuden der „Stadt der Künste und Wissenschaften“. Sie beherbergt ein Aquarium, die Oper, Musikhäuser und mehrere Museen. L`Hemisfèric, entworfen von Santiago Calatrava, bestaunen wir mit großen Kulleraugen. Das Gebäude ist dem menschlichen Auge nachempfunden und es geht hier auch ums Sehen. Schließlich gibt es unter seinem 100 m langen Dach ein 3-D-IMAX Kino. Die ganze Anlage beeindruckt uns. Valencia lohnt sich auch für einen längeren Besuch. Unsere Hosts, Africa und Sergio, erweisen sich übrigens, wer hätte es auch anders erwartet, als freundliche Gastgeber. Africa kümmert sich morgens sehr individuell um ein gesundes und ausgewogenes Frühstück. Einschließlich frischem Smoothie und kleinen, landestypischen Köstlichkeiten. Zufrieden nehmen wir Abschied und brechen auf nach Frankreich.

1.-3. Oktober: Céret/Languedoc Roussillon (Ostpyrenäen) Jetzt wird’s direkt französisch. Das kleine Hotel versteckt sich gut hinter einer Kurve. Hat man das große Einfahrtstor passiert, werden sofort wieder alle Sinne in Entzücken versetzt. Hier spürt man zutiefst, mit wie viel Liebe zum Detail Haus und Garten restauriert und angelegt wurden. Eigentlich hatten wir uns schon auf ein Bad im beheizten Pool gefreut. Aber als wir am späten Nachmittag dort ankommen, herrscht gerade ein sehr ergiebiges und penetrant hartnäckiges Gewitter. Die Außentemperaturen fallen auf ca. 18 Grad und der Regen hält an bis zum Abend. Also bleiben wir in dem schönen Hotel und laben uns an dessen Tapas Angebot und dem herrlichen Cotes du Roussillon. Den Pool lassen wir Pool sein und verschieben alle weiteren Aktivitäten auf den nächsten Tag. Das Frühstück ist auch hier wieder reichhaltig. Produkte aus der Region, teilweise aus Eigenproduktion, super abwechslungsreich und schmackhaft. Vor allem wird es an schön gedeckten Tischen in hellen Räumen oder draußen auf der herrlich duftenden Terrasse mit ganz viel freundlicher Aufmerksamkeit serviert. Nach dem Frühstück machen wir einen Ausflug nach Céret. Der kleine Künstlerort liegt wunderschön am Fuß der Pyrenäen in einer uralten Kulturlandschaft. Hier gibt es viele schöne Straßencafés, kleine Geschäfte, und das Musée d’art moderne de Céret. Hier kann man unter anderem mehr als 50 Werke von Picasso bewundern, aber auch Gemälde von Henri Matisse, Marc Chagall und vielen anderen namhaften Künstlern. Wir entscheiden uns heute lieber für einen Spaziergang in die wunderschöne Landschaft, um das herrliche Wetter noch zu genießen. Für unsere weitere Reise sind die Wetteraussichten nämlich nicht mehr ganz so schön. Am Nachmittag machen wir einen Ausflug nach Argelès-sur-Mer und erfreuen uns an einem schönen, fast menschenleeren Mittelmeerstrand in der Nachsaison. Alle touristischen Shops und Läden sind schon geschlossen und wir finden das herrlich. Grundverpflegung haben wir ja im Bully-Kühlschrank dabei. Bei 23 Grad Celsius und einem etwas stürmischen Wind fühlen wir uns fast wie an der heimischen Nord- oder Ostsee. Diesen Tag schließen wir ab mit einem französischen Menü und herrlichem Wein in einem kleinen Restaurant in Nähe des Hotels, das sehr gut fußläufig erreichbar ist. Sehr lecker! 

3.-4. Oktober 2019: Und wieder wird das Gepäck für die Weiterreise umgepackt. Diesmal ist unser Ziel ein Campingplatz bei Pond du Gard in der Nähe von Avignon. Dort wollen wir mal in unserem Bully unter dem Hubdach übernachten. Aber erst am Abend. Der Weg dorthin ist interessant und abwechslungsreich. Wir entscheiden uns für einen Abstecher nach Sète. Diese Stadt ist ganz von Wasser umgeben und von Kanälen durchzogen. Wir wandern auch hier durch die Straßen der Altstadt, schauen uns die Kanäle mit ihren Brücken an, essen Crèpes und fahren schließlich weiter. Wir möchten gerne noch Nimes besuchen, wenn wir schon mal in der Gegend sind. Nimes mit seinen vielen antiken Bauwerken aus der großen römischen Vergangenheit. Wir sind beeindruckt von der gewaltigen Arena, in der heute wieder öffentliche Veranstaltungen durchgeführt werden. Wir werfen ebenfalls einen Blick in die Kathedrale von Nimes, mitten in der Altstadt, flankiert – fast gestützt – von den nahen Wohngebäuden. Ein Bummel durch die Altstadt muss auch hier unbedingt sein. Wir lieben Altstädte und ihre immer besonderen Einblicke und Ausblicke, Händler, Kneipen und Cafés. Als wir auf dem Campingplatz ankommen, ist gerade noch Zeit genug, die berühmte Pond du Gard im Abendlicht zu sehen. Die Sonne ist leider hinter der schon angekündigten dicken Bewölkung verschwunden, blitzt aber ab und zu noch durch. Dieses Bauwerk lässt wieder einmal ehrfürchtig staunen. Die uralte Aquäduktbrücke ist Teil einer römischen Wasserleitung nach Nimes. Sie ist die höchste römische Brücke dieser Art.

4.-5. Oktober 2019: Am nächsten Tag reisen wir weiter in die liebliche Bourgogne. Unsere Unterkunft liegt in einem kleinen Dorf am Kirchplatz inmitten von Weinbergen. Hier erleben wir einmal mehr herzliche Gastfreundschaft, ein gediegen schönes, wildromantisches, kleines B&B mit tollem Rosengarten, Pool und Gartenanlage. Tessy und Andre verwöhnen uns zum Frühstück, das gemeinsam mit allen Gästen am großen Tisch im Wohnzimmer eingenommen wird. Es gibt Leckereien aus der eigenen Küche und regionale Produkte. Der Tipp für ein Restaurant in der Nähe, den wir am Vorabend von André bekamen, war ebenfalls ein Volltreffer. Es rundetet den französischen Teil unserer Reise kulinarisch perfekt ab. Au‘revoir, la France. Wir verabschieden uns von Tessy und André und Hund Lucky II. Jetzt haben wir eine unglaublich schöne Perlenkette aus diesem Urlaub, einer weiteren beeindruckenden Reise, nun schon zum siebten Mal perfekt durch Umfulana unterstützt. Zufrieden und gut erholt machen wir uns auf den Weg zurück nach Deutschland. Danke Umfulana, ihr habt uns als Stammkunden behalten.



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