Andalusiens Osten: zwischen Sierra Cazorla und Costa del Sol - Spanien
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Schnee in der Sierra Nevada: Granada mit Festung Alhambra

Andalusiens Osten: zwischen Sierra Cazorla und Costa del Sol

Wer wenig Zeit hat, sollte sich auf den Osten Andalusiens beschränken, wo die großartigste aller maurischen Städte, Granada, Nationalparks und tolle Strände auf engem Raum beieinander liegen.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von Malaga nach Ronda

Mietwagenannahme

Mietwagenannahme

Anbieter: Sunny Cars GmbH
Vermieter: Helle Hollis
Fahrzeug: Opel Astra o.ä. (CDMR)
Station: Malaga Flughafen (Shuttle Service)

Von Malaga nach Ronda

113 km | 2:00 h
Besonders schön ist es auf den kleinen Gebirgs­straßen durch die Serrania de Ronda.
A

Weiße Dörfer

Schmale Gassen und weiße Häuser in den Pueblos Blancos

In der Gebirgs­landschaft zwischen Ronda und Arcos de la Fron­tera liegt eine Reihe von Dörfern und Klein­städten, die meist auf phön­izi­sche oder römi­sche Sied­lungen zurückgehen und vom 8.

bis zum 15. Jahr­hun­dert von den Mauren ausge­baut wurden. Die Weißen Dörfer zeichnen sich durch schmale Gassen und lauschige Plätze aus, die von weiß gekalkten Häusern gesäumt werden – ganz ähnlich wie in Nord­afrika. Die Kirchen sind oft an den Stellen errichtet worden, wo früher einmal Moscheen standen. Die Herr­schafts­häuser stammen aus den Jahrhunderten nach der Reconquista. Ihre Architektur im Stil der Gotik, Renais­sance oder des Barock bildet einen inter­essanten Kontrast zu den älteren mauri­schen Häusern. Die Ruta de los Pueblos Blancos verbindet 19 besonders inter­essante Dörfer. Sie beginnt in Arcos de la Fron­tera.

Zu Gast in einer alten Olivenmühle bei Ronda

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Mühle aus dem 18. Jahr­hun­dert steht einsam auf einem Berg außer­halb von Ronda in einem Olivenhain. Die Aussicht auf Ronda und die Sierra ist kaum zu überbieten.

Alle Zimmer des kleinen Luxus­ho­tels haben einen eigenen Garten oder eine Terrasse – viele auch einen offenen Kamin. Der Garten mit Pool verführt zum Entspannen, ein Ausflug ins nahe gelegene Ronda ist jedoch auch empfehlens­wert. Das auf medi­ter­rane Küche speziali­sierte Restau­rant bietet eine täglich wech­selnde Auswahl an frisch zuberei­teten Speisen.

Führung (OPTIONAL)

Ronda à la Carte (2 Stunden)

Ronda à la Carte bedeutet: Sie wählen aus, ob Sie einen ausge­dehnten Spaziergang an der Schlucht ­ent­lang unter­halb der alten Brücken machen wollen – mit anschließendem Besuch in der Altstadt und ihrer male­ri­schen Motive.

Alter­nativ kann man in der Altstadt beginnen und anschließend die drei bedeu­ten­dsten Sehens­wür­digkeiten von Ronda besich­tigen, zu denen die Stier­kampfarena, die Kirche Santa María La Mayor und das Haus Don Bosco gehören.

Ausflug (OPTIONAL)

Wanderung mit Guy Hunter-Watts (4,5 Stunden, englisch)

Vor 30 Jahren hat der engli­sche Jour­na­list Guy Hunter-Watts die einmalig schöne Land­schaft der Sierra Grazalema zu seiner Wahlheimat gemacht und zahlreiche Wanderführer verfasst.

Eine vier­stün­dige Tages­wande­rung mit ihm ist ein besonderes Erlebnis und kann über Umfulana gebucht werden. Gäste profi­tieren von seiner Orts­kenntnis und seiner Lust am Erzählen. Die Kommu­nika­tion findet auf Englisch statt.

Ronda

Weißes Dorf in atembe­rau­bender Lage

Ronda kauert auf der Abbruchkante eines senk­recht in die Tiefe abstürzenden Felsens. Bereits Rilke und Hemingway waren hinge­rissen von dieser atembe­rau­benden Lage. Besonders eindrucksvoll ist der Blick in den El Tajo, eine wie in den Fels gehauene Schlucht, über die drei Brücken führen. Mehrere Wege führen von der Altstadt in die Schlucht. Auch die Aussichts­pro­me­nade über den Fels­ab­sturz ist ein Muss. Die Stadt gilt als eine der ältesten Spaniens und war 700 Jahre unter mauri­scher Herr­schaft, was das Stadt­bild geprägt hat. Zudem wurde in Ronda der heutige Stier­kampf entwi­ckelt, wo der Torero nicht mehr zu Pferd sondern zu Fuß entgegen­tritt und dabei die Schande mehr fürchten soll als den Stier.

Zahara de la Sierra

Weißes Dorf im Schatten einer Felsenburg

Der kleine Ort am Fuße der Sierra Grazalema gehört zu den weniger bekannten weißen Dörfern in Anda­lu­sien. Er wur­de im 8. Jahr­hun­dert von den Arabern gegründet und wohl wegen seiner Schön­heit „Zahara“ genannt, was so viel wie „Blume“ bedeutet. Die Ruinen einer mauri­schen Felsenburg aus dem 12. Jahr­hun­dert über­ragen bis heute  den 1000-Einwohner-Ort und bieten eine fantas­ti­sche Aussicht über das Umland und den Stausee von Zahara.

Durch die Garganta Verde

Wande­rung durch eine spekta­kuläre Schlucht

Die Garganta Verde ist ein spekta­kulärer Canyon in der Sierra de Grazalema. Vom Puerto de los Acebu­ches führt der Weg (im letzten Teil sehr steil über in den Fels gehauene Stufen) in die Schlucht bis zur Tropf­steinhöhle “Ermita de la Garganta Verde”. Die Schlucht ist einer der bevor­zugten Lebens­räume des Gänsegeiers, der hier über den Wanderern seine Kreise zieht.  (hin und zurück: 8,6 Kilometer, 3:30 , auf und ab: 410 Meter)

Von Ronda nach Cordoba

169 km | 3:00 h
Am Südrand der Guadalquivir-Ebene liegt Osuna, deren Herzöge die Stadt zu einer schönen Barock-Residenz ausbauten. Landschaft­lich schön ist vor allem das erste Stück nach Ronda.

Écija

Adels­pa­läste in der Bratpfanne Anda­lu­siens

Écija, die Stadt der Türme, liegt am Río Genil zwischen den beiden anda­lu­si­schen Metro­polen Córdoba und Sevilla in einer sonn­endurch­glühten Ebene, die wenig char­mant auch Bratpfanne Anda­lu­siens genannt wird. Sie gilt aber auch als eines der wich­tigsten Kunst­zentren Anda­lu­siens, wo der Adel im 18. Jahr­hun­dert um die Wette gebaut hat. Am zentralen Platz, der Paza de España, stehen die wich­tigsten Gebäude: das Rathaus, die römi­schen Bäder und die Kirche Iglesia de San Francisco.

Castillo von Almodóvar

Spani­sche Bilder­buchburg über dem Guadalquivir

Wegen der Nähe zum Guadalquivir-Fluss war die Burg von herausra­gender Bedeu­tung für die Provinzhaupt­stadt Córdoba. Sie wur­de im 8. Jahr­hun­dert von den Arabern errichtet und im 13. Jahr­hun­dert von den Christen restau­riert. Von den insge­samt neun Türmen können die beiden mäch­tigsten am südli­chen und nörd­li­chen Ende bestiegen werden. Von oben bietet sich das schönste Panorama über die Ebene. Der Waffenhof der Burg, ihre Zisternen und die mit Zinnen bekrönten Mauern sind weitge­hend erhalten. Führungen werden ange­boten.

B

Cordoba

Jüdisch-maurisches Kulturerbe

Cordoba war um 950 nach Christus die bedeu­ten­dste Stadt des christ­li­chen Abend­landes und nur noch mit Byzanz und Bagdad zu verglei­chen.

Ihr kome­tenhafter Aufstieg von einer Vandalen-Sied­lung begann 756, als der erste Emir den Thron bestieg und Córdoba zur Haupt­stadt des Kalifats machte. Er führte neue Bewäs­se­rungs­me­thoden und bis dahin unbe­kannte Kultur­pflanzen ein. Wissenschaft und Architektur erlebten einen Höhe­punkt. Um die erste Jahr­tausendwende gab es Straßenbeleuch­tung für die schätzungs­weise 300.000 Einwohner. Die jüdi­sche Gemeinde war ein Hort des christ­lich-muslimi­schen Dialogs. Nach der Erobe­rung und Reka­tholi­sie­rung 1236 geriet Cordoba in Verges­sen­heit – ein Glücksfall, dem der Erhalt der mauri­schen Bausub­stanz zu verdanken ist. Mit Granada und Sevilla gehört Cordoba zu den drei großen Städten Anda­lu­siens, ist aber etwas ruhiger als ihre Schwestern. Wer dem touris­ti­schen Gedränge entgehen will, muss nur ein paar Straßen weiter gehen, wo sich das alltäg­l­iche Leben abspielt.

Zu Gast in einem Hotel in der Judería

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das kleine Hotel liegt im Herzen von Córdoba, inmitten der reizvollen, verwin­kelten Gassen der Judería, dem jüdi­schen Viertel der Stadt.

Die Zimmer sind individuell in einem klas­sisch-eleganten Stil mit teilweise antiken Möbeln einge­richtet und mit liebevoll ausge­wählten Accessoires deko­riert. Aber auch die übrigen Räume des Hotels, wie La sala del Rey – im Stile Louis XV – sowie kleine Innenhöfe tragen zum char­manten Ambi­ente bei. In den umliegenden Gassen findet sich eine Viel­zahl an kleinen Boutiquen und Cafés, die Mezquita-Catedral de Córdoba liegt 250 Meter vom Hotel entfernt.

Führung (OPTIONAL)

Cordoba-Stadtführung durch das jüdische Viertel (2 Stunden, deutsch)

Die Stadt­füh­rung beginnt im ehema­ligen jüdi­schen Viertel. Danach geht es in die einzig­ar­tige Moschee-Kathedrale.

Der deutsch­spra­chige Stadt­führer macht nicht nur auf viele architek­to­ni­sche Details aufmerksam, er kommt auch auf die Bedeu­tung Cordobas als Wissenschafts­zentrum und tole­r­ante muslimi­sche Metro­pole zu spre­chen.

Judería

Altstadt von Córdoba

Das ehema­lige Juden­viertel von Córdoba ist heute die eigent­liche Altstadt. Sie ent­stand im 10. Jahr­hun­dert, als viele Juden in das tole­r­ante Kalifat zogen und sich rund um die Mezquita nieder­ließen. Mit der Über­nahme der Herr­schaft durch die katholi­schen Könige Spaniens 1492 endete die multire­ligiöse Blütezeit. Die sephardi­schen (spani­schen) Juden wurden ebenso vertrieben wie die Mauren. Heute ist die Juderia UNESCO Welt­kultur­erbe. Weiß gekalkte Häuser mit nach Blumen duftenden Innenhöfen säumen die schmalen Gassen. Besonders schön gestaltet ist die Calleja de las Flores, wo die Bewohner ihre Häuser mit einem herr­li­chen Blumenschmuck versehen haben. Einen Besuch lohnt auch die letzte erhal­tene Synagoge Anda­lu­siens.

Mezquita

Moschee und Kathedrale von Córdoba

Die Mezquita-Catedral von Córdoba ist mit einer Grund­fläche von über 23.000 Quad­r­at­me­tern einer der größten Sakral­bauten der Erde. Seit der Reconquista ist sie die Kathedrale der Stadt. Ihr Name – „Mezquita“ ist mit dem deut­schen Wort „Moschee“ verwandt – deutet also auf muslimi­schen Ursprung der heutigen Kathedrale hin. Vor dem Bau der Moschee stand allerdings auf dem Areal eine Kirche, die schon 780 begonnen wur­de. In über 200 Jahren Bauzeit war eine Moschee entstanden, die mit den schönsten ihrer Zeit in Mekka, Damaskus, Kairo oder Istanbul mithalten konnte. Beim Eintreten wird der Betrachter überwäl­tigt von einem Wald von Säulen und Bögen sowie einem Farb­spiel von über­irdi­scher Schön­heit. Sehens­wert ist auch der Innenhof mit dem Almanzor-Brunnen.

Gärten des Alcázar

Lauschige Gärten an den Mauern des Königs­schlosses

Der Alcázar de los Reyes Cris­tianos, also das Schloss der christ­li­chen Könige, ist mauri­schen Ursprungs. Angeb­lich soll hier einmal eine Hinrich­tungs­stätte für christ­liche Märtyrer gewesen sein. Als Córdoba schon gefallen war, Granada aber noch in mauri­scher Hand war, residierten auf der Burg die katholi­schen Könige. Besonders schön sind jedoch die Gärten des Alcázars, die an die Mauern angrenzen und im 14. Jahr­hun­dert ange­legt wurden. Die Wasser­be­cken, Springbrunnen und präch­tigen Blumenbeete sind im Sommer bis Mitter­nacht zugäng­lich.

Las Ermitas

Einsiedelei in der Sierra Cordoba

Auf den Höhen der Sierra Cordoba haben Eremiten in frühchrist­li­cher Zeit Sied­lungen gebaut. Las Ermitas sind noch heute ein Ort von spiritueller Kraft, auch wenn nur noch wenige Brüder der Ordens der Unbe­schuhten Karmeliter dort leben. Von der Aussichts­platt­form hat man einen schönen Blick auf Cordoba. Wer fit ist, kann auch zu Fuß gehen. Der Wanderweg von El Bril­lante im Norden Cordobas ist drei Kilometer lang und steil.

Von Cordoba nach Úbeda

151 km | 2:00 h
Man fährt durch die Guadalquivir-Ebene. Im Norden zieht sich die Sierra Morena, das dünn besiedelte und mit Kork­ei­chenwäl­dern bewach­sene Grenzgebirge, nach Kastilien.

Sierra de Cardeña-Montoro

Luchse, Adler und Wölfe im Natur­park

Die Sierra de Cardeña-Montoro ist ein im Nord­osten der Provinz Córdoba gelegener, zur Sierra Morena gehörender Gebirgszug. Das Gebiet ist als Natur­park geschützt, sanfte Hügel kontras­tieren mit tief einge­schnit­tenen Flus­stälern. Die Wälder aus Stein­eiche und Wildem Ölbaum werden zumeist beweidet und bilden ein typi­sches Beispiel der dehesa, wie man die Weide­wälder nennt. Luchse und Stein­adler, gelegent­lich auch Wölfe, finden hier noch einen Lebens­raum. Am west­li­chen Rand des Natur­parks liegt der Ort Cardeña, von dem aus man das Gebiet auf Wande­rungen erkunden kann.

Santuario Virgen de la Cabeza

Wall­fahrtska­pelle in unein­nehmbaren Berg­nest

Von Andújar windet sich eine Berg­straße Norden bis zu der Wall­fahrtska­pelle aus dem 13. Jahr­hun­dert. Im spani­schen Bürger­krieg verschanzten sich in dem schwer einzu­neh­menden Berg­nest über ein halbes Jahr die Natio­na­listen. Die Kirche wur­de voll­ständig zerstört und später wieder aufge­baut. Ein Abste­cher dorthin lohnt sich aber auch wegen der Aussicht über die einsame Bergwelt der Sierra de Andújar.

Haci­enda de la Laguna

Kathedrale des Olivenöls

Das Museum der Oliven­kultur informiert über den Oliven­anbau in der Provinz Jaén. Es ist in einem großen Gebäude aus dem 17. Jahr­hun­dert mit einer herr­li­chen Bodega unter­ge­bracht, die 1848 errichtet wur­de und ein großar­tiges Beispiel der Indu­s­trie­ar­chitektur darstellt, was ihr den Namen „Kathedrale des Olivenöls“ einge­bracht hat. Die Erläu­te­rungen im Museum sind teilweise auf Deutsch. Die Videofilme haben engli­sche Unter­titel. Ange­schlossen ist ein kleiner Shop, wo man die unter­schied­lichsten Oliven­öl­pro­dukte kaufen kann. Vom Museum aus kann man zu einem histo­ri­schen Wasser­re­servoir im La Lagune-Natur­schutzgebiet gehen. Der  bezeichnete Weg führt durch Olivenhaine um die Lagune herum, wo man zu jeder Jahres­zeit viele Vögel entde­cken kann.

C

Sierra Cazorla

Geier, Adler, Mufflons und Steinböcke

Aus hüge­ligen Getrei­defel­dern steigt im Nord­osten Anda­lu­siens die maje­s­tä­ti­sche Sierra Cazorla bis über 2.000 Meter auf.

Die wild­roman­ti­sche Gebirgs­landschaft östlich von Úbeda und Baeza ist Spaniens größtes Natur­re­servat und vor allem im Frühjahr und im Herbst ein wahres Wander­pa­ra­dies. Einzig­artig für Spanien ist der große Kiefern­wald, der einst große Teile Spaniens bedeckt hat, aber nur hier wegen seiner Unzugäng­lichkeit erhalten geblieben ist. Geier und Adler, Muff­lons und der iberi­sche Steinbock sind hier beheimatet.

Zu Gast im Parador von Ubeda

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Der Palast aus dem 16. Jahr­hun­dert beherrscht die Plaza de Vázques Molina, einen der schönsten Renais­sance-Plätze von Úbeda.

Hinter der Fassade verbirgt sich ein idylli­scher Innenhof mit Doppelgalerie, der heute mit einem Glas­dach versehen ist und eine stille Rückzugsmög­lichkeit für die Gäste bietet. Die freund­li­chen und hellen Zimmer zeichnen sich durch besondere Größe und Deckenhöhe aus. Das Restau­rant serviert vorwiegend Speziali­täten der anda­lu­si­schen Küche.

Úbeda

Renais­san­ce­stadt und Tor zur Sierra Cazorla

Die Stadt mit knapp 35.000 Einwoh­nern liegt im Westen der Sierra Cazorla. Der histo­ri­sche Kern über­rascht mit einem komplett erhal­tenen Stadt­bild, das aus der Renais­sace stammt. Tatsäch­lich war Úbeda im 16. Jahr­hun­dert eine der führ­enden spani­schen Städte, die an der Verbrei­tung huma­nis­ti­scher Ideen betei­ligt war. Besonders deut­lich wird die Bedeu­tung des „Sala­manca von Anda­lu­sien“ auf der Plaza de Váquez de Molina. Dort stehen die präch­tigsten Bauten der Stadt. Der Alcazar, wie man die mauri­schen Stadt­pa­läste nennt, ist allerdings abge­rutscht und ins steil abfal­lende Tal des Guadalquivir-Flusses gestürzt. Heute kann man dort unge­hindert die Szenerie der Sierra Cazorla bewundern.

Baeza

Bilder­buch­stadt aus der Renais­sance

Zur Römerzeit hieß die Stadt Beatia Baecula. Unter den Westgoten war sie kurz Bischofs­sitz, bevor die Mauren sie zur Taifa, der Haupt­stadt eines Klein­kö­n­ig­rei­ches, machten. 1227 holte die Reconquista die Stadt zurück ins katholi­sche Spanien. Das heutige Stadt­bild stammt aus dem 16. Jahr­hun­dert, als Baeza eine wirt­schaft­liche Blüte erlebte. Die Univer­sität am Plaza Santa Cruz und viele präch­tige Renais­san­cebauten wurden errichtet, von denen der beein­dru­ckenste vom Ende des 15. Jahrhunderts stammt. Der Palacio Jabalquinto hat eine wunder­schöne Fassade, in die Diamantquader und goti­sche Pfeiler einge­baut sind. Der Palast umschließt einen typisch anda­lu­si­schen Patio mit einer wuch­tigen Treppe.

Cazorla

Male­ri­sches Berg­dorf in der Sierra

Das Berg­dorf am West­rand der Sierra de Cazorla liegt beein­dru­ckend am Fuße der Peña de los Halcones und dem Cerro de Salva­tierra. Durch verwin­kelte Gassen gelangt man zur male­ri­schen Plaza de Santa María. Von hier aus sieht man das ehemals mauri­sche Castillo de la Yedra, in dem das örtliche Heimatmuseum unter­ge­bracht ist. Mehrere Wander­wege beginnen am Ort. Wer zum alles über­ra­genden Gilillo (1.845 m) aufsteigt, wird mit einem weiten Blick über die anda­lu­si­sche Platte belohnt.

Wande­rung von der Puente de las Herrerías nach Cazorla

Über die sagen­umwobene Brücke der Königin

Die Puente de las Herrerías wur­de für die spani­sche Königin Isabella gebaut – angeb­lich in einer Nacht. Wer die mittelschwere Wande­rung durch die Sierra de Cazorla machen möchte, stellt seinen Wagen am besten in Cazorla ab und lässt sich mit dem Taxi zur Puente de las Herrerías bringen, wo die Tour ihren Anfang nimmt. (4 Stunden, 13 Kilometer, bergauf: 550 Meter, bergab: 760 Meter)

Am Rio Borosa

Durch eine enge Schlucht in die Sierra de Cazorla

Der wegen ihrer Länge anspruchsvolle Wande­rung führt durch eine enge Schlucht in einem Natur­park bis zu den Lagunen von Aguas Negras und Valdeazores. Mehrere Tunnel müssen durch­quert werden. Besonders reizvoll ist die reiche Tierwelt. Da Hin- und Rückweg gleich sind, kann man jederzeit umkehren. (7 Stunden, 25 Kilometer, auf und ab: 660 Meter)

Von Úbeda nach Purullena

223 km | 3:00 h
Kurz nach Úbeda kommt man durch Baeza, eine Bilder­buch-Renais­san­ce­stadt hoch über dem Tal der Guadalquivir. Später fährt man durch Jaén mit seiner ehrwür­digen Kathedrale. Die Stadt ist umgeben vom größten Oliven­anbau­gebiet der Erde und wird als Spaniens Oliven­haupt­stadt bezeichnet.

Jaén

Arabi­sche Burgen und christ­liche Kirchen inmitten endloser Olivenhaine

Die Bischofs­stadt im Schatten der übermäch­tigen Burg ist das Zentrum des größten Oliven­anbau­gebiets der Welt. Besonders im bergigen Süden kann man schöne Landschafts­ein­drücke von schier endlosen Olivenhainen sammeln. Die karthagi­sche Gründung wur­de 207 von den Römern erobert. Städ­tisch wur­de der Ort jedoch erst unter den Mauren, die 712 einzogen. In der Reconquista fiel Jaén eine besondere Rolle zu. Hier sammelten sich die Truppen des kastili­schen Königs vor dem Sturm auf Granada. Neben der arabi­schen Burg ist vor allem die Kathedrale besonders sehens­wert.

Alcala La Real

Mäch­tige Maurenburg in den Olivenhainen

Schon von fern sieht man die mäch­tige Burg aus dem 13. Jahr­hun­dert über der Stadt thronen, die von mauri­schen Kalifen zum Schutz vor den Christen gebaut wur­de. Vom Turm der Burgka­pelle blickt man weit über die sanften Hügel, die Stadt und die Olivenhaine.

Alcau­dete

Mauri­sche Grenzburg mit sieben Türmen

Die wuch­tige Burg auf einem Hügel diente der Siche­rung der christ­lich-muslimi­schen Grenze in Anda­lu­sien. Ursprüng­lich wur­de sie von den Mauren errichtet, hat aber mehr­fach die Seiten gewech­selt. Stolz und unver­wüst­lich thront sie noch heute über den Olivenhainen und der Stadt. Nach der Reconquista wur­de sie dem ­Ca­lat­rava-Orden übergeben. Der mehr­e­ckige Bau wird mit sieben Türmen gesi­chert. Zwei Türme flankieren das Hauptportal mit Rundbogen und Zier­rahmen. Im Innern erhebt sich ein hoher Wehrturm aus dem 16. Jahr­hun­dert, den die Grafen von Alcau­dete später zu ihrer Residenz machten.

D

Granada

Islamischer Palast vor schneebedeckter Sierra

Die bedeu­ten­dste Stadt Südspa­niens liegt am Rande einer Fluss­ebene vor der gewal­tigen Kulisse der meist schnee­be­deckten Sierra Nevada.

Auf zwei Hügeln verteilt sich die Altstadt: auf dem einen thront die Alhambra, ein Märc­hen­pa­last wie aus Tausend­und­einer Nacht. Auf dem nörd­li­chen Hügel liegt Albaicín, das mauri­sche Viertel mit seinen weiß verputzten Häusern, terras­sierten Gärt­chen und verwin­kelten Treppen­gassen. In der Geschichte Spaniens spielte Granada eine zentrale Rolle: Schon 500 vor Christus gab es eine Sied­lung der Iberer. 500 nach Christus überfielen die Vandalen die Stadt. Wieder 200 Jahre später wur­de sie von den Mauren erobert, die sie zur Haupt­stadt eines muslimi­schen König­rei­ches machten. Wissenschaft und Technik, Kunst und Tole­ranz brachten Granada eine jahrhunder­te­lange Blütezeit. Als 1236 das Kalifat Cordoba von den Christen erobert wur­de, war Granada die letzte Bastion der Muslime auf euro­päi­schem Boden. Sie fiel erst 1492, im Jahr der Entde­ckung Amerikas.

Zu Gast in einem Höhlenapartment in Purullena

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Ohne Verpflegung

Diese impo­sante Höhlen­anlage grenzt an die archäo­logi­sche Schutzzone La Cuesta del Negro im Nord­osten Granadas und bietet zeitge­nös­si­sche Unterkünfte in präh­is­to­ri­schen Höhlen.

Die Apart­ments zur Selbst­ver­pfle­gung, die mit durch­dachtem Komfort und einer geschmackvollen Einrich­tung ein gemüt­li­ches Ambi­ente erlangen, liegen auf verschiedenen Ebenen, die jeweils nur um wenige Stufen diffe­rieren. In nahezu allen Räumen finden sich noch o­rigi­nale Details wie kleine Nischen und Veran­ke­rungs­griffe für Seile. Der spani­sche Besitzer ist sehr gastfreund­lich und nimmt sich auch schon mal die Zeit, Gäste durch das hotel­ei­gene Museum zu führen oder ihnen auf einer Wande­rung die impo­sante Umge­bung zu zeigen. Im begrünten Außenbereich gibt es einen Pool mit Liegen und Sonnen­schirmen.

Ausflug (OPTIONAL)

Weinprobe | 1x Transport zu Muñana

Seit 1845 werden auf der Finca Peñas Prietas Muñana-Weine ange­baut und gekel­tert. In den 1980-er Jahren wur­de mit den ersten Pflanzungen von Tempra­nillo, Cabernet Sauvi­gnon und Mo­na­st­rell begonnen.

Im Jahr 2000 kamen andere Weinsorten wie Petit Verdot, Sirah und Merlot hinzu. Seit Oktober 2017 gehört das Weingut der Familie Hess, die Führungen und Verkos­tungen in deut­scher Sprache anbietet. Nach einer einstün­digen Besich­tigung der Winzerei werden mehrere Muñana-Weine mit Wurst und Käse der Region verkostet.

Sierra Nevada

Schnee­be­deckte Berg­riesen in Spaniens äußerstem Süden

Das höchste Gebirge der Iberi­schen Halb­insel bietet von November bis Mai einen präch­tigen Anblick, wenn es mit einer glitzernden Schnee­haube bedeckt ist. In Ost-West-Rich­tung ist die Sierra Nevada 100 Kilometer lang und ist wie die Alpen dadurch entstanden, dass die euro­päi­sche und die afri­ka­ni­sche Konti­nal­platte sich auf einander zube­wegen. Der höchste Berg  ist der der Mulhacén mit 3482 Metern. Wer von Granada aus ins Gebirge fährt, wird immer wieder mit überwäl­tigenden Ausbli­cken belohnt. Am Informa­ti­ons­zentrum an der Straße sollte man anhalten, auch wegen des Cafés mit grandioser Terrasse. Am Ende der Straße beginnen Wander­wege, die über das Gebirge führen. Seit 1999 ist das Kern­gebiet von 86.208 Hektar als Natio­nal­park Sierra Nevada geschützt.

El Guadix

Höhlen­viertel Troglodytos

Das Städt­chen auf der Hoch­e­bene Hoya ist eines der ältesten auf der Iberi­schen Halb­insel. Bemerkens­wert ist das Höhlen­viertel der Stadt: Troglodytos liegt im Süden der Altstadt und fällt durch die koni­schen Hügel mit den weißge­tünchten Fassaden und Schorn­steinen schon von weitem auf, hinter denen große Höhlen in den weichen Fels getrieben wurden. Heute wohnen hier vor allem Künstler. Zentrum des Ortes ist die Kathedrale, die auf den Funda­menten einer Moschee steht.

Panora­ma­strecke zur Sierra Nevada

Tolle Aussicht über das Dach Anda­lu­siens

Von Mona­chil aus kommt man über eine abenteuer­liche Straße nach etwa 30 Minuten in das Skidorf Sierra Nevada. Außer­halb der Skisaison trifft man dort nur auf wenige Menschen. Dabei ist die Aussicht von oben phäno­menal. Auf 3.100 Metern über dem Meer kann man ein paar schöne Spaziergänge machen.

Auf dem Ster­nenweg

Am Rio Genil fluss­aufwärts durch medi­ter­rane Wälder

Der Vereda de la Estrella führt von Güejar hinein in die Sierra Nevada bis zu den Nord­ab­stürzen des Mulhacén. Dort wachsen medi­ter­rane Eichen, Ahorn und eine riesige Kastanie, die „El Abuelo“ (Großvater) genannt wird. Der Weg beginnt an der Brücke über den Rio Genil und folgt dem Fluss aufwärts in die Bergwelt am Alcazaba. Auf dem Rückweg gibt es zwei bewirt­schaf­tete Hütten. (5:30 Stunden, 21 Kilometer, auf und ab: 820 Meter)

Cahorros von Mona­chil

Auf Seil­brü­cken in eine Schlucht bei Granada

Der Wanderweg startet östlich der Alhambra und führt durch eine enge Schlucht. Der Weg ist als „Cahorros Bajos“ ausge­schildert. Zurück kann man ab Tajo del Lunes einen anderen Weg nehmen und über die Höhe nach Granada zurückkehren. (2:45 Stunden, 8,61 Kilometer, auf und ab: 300 m)

Auf den Pico de Mulhacén

Atembe­rau­bender Fern­blick vom höchsten Berg Spaniens

Der Pico de Mulhacén ist mit 3482 Metern der höchste Berg der Iberi­schen Halb­insel. Der Aufstieg beginnt an der Schutzhütte, die ganzjährig bewirt­schaftet wird. Ein Shuttle Service von der Natio­nal­park-Verwal­tung in Hoya del Portillo zur Hütte ist einge­richtet. (05:11 Stunden, 8,75 Kilometer, auf und ab: 960 Meter)

Von Purullena nach Nerja

152 km | 3:00 h
Besonders reizvoll ist die schmale Gebirgs­straße durch die Sierra del Chaparral. Sie führt in zahl­losen Windungen bis auf 1.200 Meter. Vom Sattel am Lopera bietet sich eine grandiose Sicht übers Meer.

Albaicín

Mauri­sches Viertel von Granada

Das älteste Stadt­viertel von Granada in Spanien geht zurück auf die späta­n­tike, vormau­ri­sche Sied­lung Ilíberis. Heute verspürt man dort noch am stärksten den Zauber der mauri­schen Zeit. An den engen Steilgassen stehen weißge­tünchte verwin­kelte Häuser mit großar­tigen Innenhöfen. Immer wieder tun sich Blicke auf die gegenüber­liegende Alhambra auf. An der Carrera del Darro gibt es Bars und Cafés. Dort beginnt das Leben am Abend und dauert bis tief in die Nacht. Seit 1994 gehört er zum Welt­kultur­erbe der UNESCO.

Alhambra

Islami­sche Kunst in Voll­endung

Er ist das meist­be­suchte Monu­ment Spaniens: Der Stadt­pa­last auf dem Sabikah-Hügel von Granada ist eines der schönsten Beispiele für mauri­schen Stil und islami­sche Kunst. Der Berg war bereits vor der Römerzeit besiedelt. Doch erst die Mauren bauten hier eine gigan­ti­sche Festung. Die Kala al Hambra – die rote Burg – ist 740 Meter lang und über 200 Meter breit – und diente der Vertei­digung, und zwar vor der eigenen Stadt­bevöl­ke­rung. Oft wird die Alhambra mit dem märc­henhaften Palast der Nasriden gleichge­setzt. Sie umfasst aber die ganze Anlage von der Alcazaba im Westen bis hin zum Gene­ralife, dem Garten­pa­last im Osten.

Kathedrale von Granada

Symbol des katholi­schen Neuanfangs

Nach der Reconquista, der Rück­e­r­obe­rung durch das katholi­sche Spanien, wur­de Granada 1492 zum Erzbistum bestimmt. Eine präch­tige Kathedrale als Zeichen des Neuanfangs sollte her, doch aus heutiger Sicht zeigt die Catedral Santa Maria de la Encar­nación eher den Bedeu­tungs­ver­lust. Sie wur­de erst 1523 mit 30 Jahren Verspä­tung begonnen – als goti­scher Monu­men­talbau, dann aber im Stil der Renais­sance weiter­geführt. Nach weiteren 30 Jahren wur­de die Kirche eingeweiht, aber sie war noch längst nicht fertig. Die ursprüng­lich geplanten Türme fehlten. Auch der stattdessen vorge­se­hene Turm erreicht längst nicht seine geplante Höhe. Im Südosten der Kathedrale liegt die Capilla Real, die Grabka­pelle der Katholi­schen Könige. Dort ruhen, bewacht von steinernen Löwen, Ferdi­nand und Isabella.

E

Costa del Sol

Weiß getünchte Bergdörfer hinter Europas bekanntester Badeküste

Die spani­sche Mittelmeerküste von Tarifa bis östlich von Malaga wird heute als Costa del Sol touris­tisch vermarktet.

Bis in die 1950er Jahre gab es keinen Tourismus an der Küste mit über 320 Sonnen­tagen im Jahr. Erst danach begann ein Bauboom von Hotel- und Apart­ment­anlagen und damit die Verschande­lung. Die aus dem Boden gestampften Orte wurden durch eine vier­spu­rige Straße mitein­ander verbunden. Erst in den 1990er Jahren wurden die schlimmsten Auswüchse besei­tigt. Völlig anders als die besiedelte Küste ist das Hinter­land: In den weiß getünchten Berg­dörfern, Pinien- und Olivenhainen findet man noch die heitere Ruhe des alten Anda­lu­siens.

Zu Gast in einem Hotel bei Nerja

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Nerja ist ein touris­ti­scher Schwer­punkt an der Costa del Sol mit Discos, Restau­rants und Cafés. Abseits des Trubels, ober­halb der Klippen liegt das Hotel, das vor allem durch den impo­santen Blick auf Meer und Bucht besticht. Die Zimmer sind auf mehrere Gebäu­de­teile verteilt, die durch Treppen mitein­ander verbunden sind (es gibt keinen Aufzug). Vom terras­senförmig ange­legten Garten gelangt man über eine lange, steile Treppe an den Strand. Das Früh­stück wird auf der Veranda mit Meer­blick serviert. Gute Restau­rants sind zehn Minuten zu Fuß entfernt.



Nerja

Badeort an der Costa del Sol

Der Ort an der Costa del Sol ist heute vom Tourismus geprägt. Davon zeugen Hotels und Diskotheken in der Umge­bung. Allerdings geht es im Vergleich zu Malaga in Nerja noch relativ ruhig zu. Die histo­ri­sche Altstadt mit weiß gekalkten Häusern und schmalen Gassen ist auto­frei. Ein Blick in die Hinter­höfe lohnt sich beim Spazierengehen. Dort verste­cken sich viele Schön­heiten, phan­ta­sievolle Gärten oder handwerk­liche Details. Auch in der Umge­bung kann man noch schöne Dörfer entde­cken.

Balcón de Europa

Pa­no­ra­ma­blick übers Meer an einer Burg­ruine

Auf den Grundmauern einer mittel­alter­li­chen Burg steht die Aussichts­platt­form. Der Balcón de Europa schwebt 60 Meter über dem Meer und ist das Ziel eines Spaziergangs über die Prome­nade von Nerja. Darunter liegt eine Bade­bucht mit alten Wachtürmen und einem Panora­mare­stau­rant. Die Festung, auf der sich der Balcón de Europa befindet, wur­de durch ein Erdbeben im 19. Jahr­hun­dert zerstört. Auf den Ruinen hielt der dama­lige König Alfonso XII. eine bewegende Rede, weshalb man ihm an dieser Stelle ein Denkmal gesetzt hat.

Kirche El Salvador

Barock­kirche in der Altstadt

Die Barock­kirche aus dem 17. Jahr­hun­dert steht im histo­ri­schen Stadt­zentrum von Nerja. Der mäch­tige Baum nebenan wird von den Einheimi­schen Cerote genannt, was so viel wie Pechbaum bedeutet. 1997 wur­de der Bau voll­ständig restau­riert. Das Innere besteht aus drei Kirchen­schiffen, die durch Säulen und Rundbögen vonein­ander getrennt sind. Über dem Kreuzgang befindet sich eine Halbkuppel. Fresken der Grana­di­schen Schule aus dem 18. Jahr­hun­dert verzieren die Gebets­ni­schen im Evange­lium. Das Wandbild stammt von einem bekannten Maler, Francisco Hernández, der im  Nach­barort Vélez zu Hause war.

Wande­rung in der Schlucht des Rio Chillar

Barfuß durch einen Gebirgsfluss waten

Die Wande­rung beginnt am Ortsrand von Nerja und führt in die Schlucht des Río Chillar. Der wich­tigste Fluss der Sierra de Almijara hat einen grandiosen Canyon gegr­aben, in dem es auch im Sommer schattig ist. Dann kann man sich die Schuhe ausziehen und durch den Fluss waten. Zu anderen Jahres­zeiten sollte man den Wanderweg nehmen. (5:46 Stunden, 17 Kilometer, auf und ab: 740 Meter)

Natur­park Acan­ti­l­ados Maro

Aussichtsreiche Rund­tour am Cerro Caleta

Der Natur­park erstreckt sich von Nerja bis zur Bucht Cala de Cazaida. Mit zwölf Kilome­tern Küstenlinie und einem Gebiet von 195 Hektar umfasst er die Steilwände an der Küste, kleinere Strände und winzige Buchten, von denen einige noch weitge­hend unbe­rührt sind. Geschützte und seltene Pflanzen kann man entde­cken, darunter den weißen Rosmarin. Wer den Park erkunden will kann eine aussichtsreiche Kurzwande­rung am Cerro Caleta vom Park­platz El Cabuelo an der N 340 machen. (Hin und zurück: 5 Kilometer, 1:30 Stunde, auf und ab: 280 Meter)

Von Nerja nach Malaga

Mietwagenabgabe

Von Nerja nach Malaga

72 km | 52 Minuten

Totalán

Wo die Zeit stehenge­blieben ist

Das weiße Dorf im Grenzgebiet zwischen Axarquía und Montes de Málaga liegt reizvoll auf einer Anhöhe über zwei Flüs­schen. Weißge­tünchte Häuser säumen die engen Gassen, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Die Kirche Santa Ana mit ihren roten Säulen bildet die Mitte, der Turm Torre de Salazar und der Dolmen am Cerro de la Corona sind weitere Sehens­wür­digkeiten. Das typi­sche einheimi­sche Gericht ist chanfaina, eine Art Eintopf, dem zu Ehren jähr­lich ein Fest gefeiert wird.

Malaga

Mittel­punkt der Costa del Sol

Malaga ist der wirt­schaft­liche Mittel­punkt Anda­lu­siens. Jähr­lich landen mehr als sieben Millionen Touristen auf dem Flughafen und werden in zahl­losen Bussen zu ihren Hotels an der Costa del Sol transpor­tiert.  So nennt man die Küste von Malaga bis Estepona wegen der über 320 Sonnen­tage pro Jahr. Sie wur­de vom Massen­tou­rismus entdeckt und gilt heute als das größte zusam­men­hän­gende Feri­en­gebiet in Europa. Dennoch hat die Stadt, in der Picasso seine ersten 15 Lebens­jahre verbrachte, auch ihre Reize: im Hafenbereich und in der Altstadt gibt es hübsche Gassen, die zum Flanieren und bummeln einladen und für triste, gesichts­lose Vorstädte entschä­d­igen.

Mietwagenabgabe

Station: Malaga Flughafen (Shuttle Service)

12 Tage
ab 1.259,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)
  • Umfulana Klimaspende

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Empfohlene Reisezeit: September–Juni

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