Sierra, Sevilla, Strände: Spaniens Süden
Mit Umfulana durch Andalusien: Plaza de Espagna in Sevilla

Sierra, Sevilla, Strände

Spaniens Süden

Zwei Strände am Mittelmeer und am Atlantik, zwei vitale südspanische Städte, zwei malerische Orte in spektakulärer Landschaft: die 14-tägige Reise führt exemplarisch die Vielfalt Andalusiens vor Augen.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von Malaga nach Nerja

Mietwagenannahme

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Anbieter: Sunny Cars GmbH
Vermieter: CAR GEST
Fahrzeug: Ford Focus o.ä. (CDAR)
Station: Malaga Flughafen (Shuttle Service)

Von Malaga nach Nerja

71 km | 50 Minuten

Anda­lu­sien

Mauri­sche Tradi­tionen in El Andaluz
Die südlichste Provinz Spaniens stand am längsten unter islami­scher Herr­schaft. Welt­ge­schicht­liche Bedeu­tung erreichte „El-Andaluz“ unter den Emiraten von Córdoba und Granada. Jahrhunder­te­lang lebten Juden, Christen und Muslime fried­lich mitein­ander. Die Wissenschaft und die Medizin erreichten eine erste Blüte lange vor der italie­ni­schen Renais­sance. Die Herr­schaft der Mauren und das Zeit­alter der Tole­ranz in Spanien wurden durch die Reconquista 1492 in Granada beendet. Die Einflüsse der Muslime sind jedoch bis heute überall spürbar: am bekann­testen sind die Alhambra in Granada, die Mezquita von Córdoba und die Giralda in Sevilla. Aber auch der Volk­s­tanz Flamenco hat seine Wurzeln in der mauri­schen Kultur.

Malaga

Mittel­punkt der Costa del Sol
Malaga ist der wirt­schaft­liche Mittel­punkt Anda­lu­siens. Jähr­lich landen mehr als sieben Millionen Touristen auf dem Flughafen und werden in zahl­losen Bussen zu ihren Hotels an der Costa del Sol transpor­tiert.  So nennt man die Küste von Malaga bis Estepona wegen der über 320 Sonnen­tage pro Jahr. Sie wur­de vom Massen­tou­rismus entdeckt und gilt heute als das größte zusam­men­hän­gende Feri­en­gebiet in Europa. Dennoch hat die Stadt, in der Picasso seine ersten 15 Lebens­jahre verbrachte, auch ihre Reize: im Hafenbereich und in der Altstadt gibt es hübsche Gassen, die zum Flanieren und bummeln einladen und für triste, gesichts­lose Vorstädte entschä­d­igen.

Totalán

Wo die Zeit stehenge­blieben ist
Das weiße Dorf im Grenzgebiet zwischen Axarquía und Montes de Málaga liegt reizvoll auf einer Anhöhe über zwei Flüs­schen. Weißge­tünchte Häuser säumen die engen Gassen, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Die Kirche Santa Ana mit ihren roten Säulen bildet die Mitte, der Turm Torre de Salazar und der Dolmen am Cerro de la Corona sind weitere Sehens­wür­digkeiten. Das typi­sche einheimi­sche Gericht ist chanfaina, eine Art Eintopf, dem zu Ehren jähr­lich ein Fest gefeiert wird.
A

Costa del Sol

Weiß getünchte Bergdörfer hinter Europas bekanntester Badeküste

Die spani­sche Mittelmeerküste von Tarifa bis östlich von Malaga wird heute als Costa del Sol touris­tisch vermarktet.

Bis in die 1950er Jahre gab es keinen Tourismus an der Küste mit über 320 Sonnen­tagen im Jahr. Erst danach begann ein Bauboom von Hotel- und Apart­ment­anlagen und damit die Verschande­lung. Die aus dem Boden gestampften Orte wurden durch eine vier­spu­rige Straße mitein­ander verbunden. Erst in den 1990er Jahren wurden die schlimmsten Auswüchse besei­tigt. Völlig anders als die besiedelte Küste ist das Hinter­land: In den weiß getünchten Berg­dörfern, Pinien- und Olivenhainen findet man noch die heitere Ruhe des alten Anda­lu­siens.

Zu Gast in einem Hotel bei Nerja

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Nerja ist ein touris­ti­scher Schwer­punkt an der Costa del Sol mit Discos, Restau­rants und Cafés. Abseits des Trubels, ober­halb der Klippen liegt das Hotel, das vor allem durch den impo­santen Blick auf Meer und Bucht besticht. Die Zimmer sind auf mehrere Gebäu­de­teile verteilt, die durch Treppen mitein­ander verbunden sind (es gibt keinen Aufzug). Vom terras­senförmig ange­legten Garten gelangt man über eine lange, steile Treppe an den Strand. Das Früh­stück wird auf der Veranda mit Meer­blick serviert. Gute Restau­rants sind zehn Minuten zu Fuß entfernt.



Sierra Nevada

Schnee­be­deckte Berg­riesen in Spaniens äußerstem Süden
Das höchste Gebirge der Iberi­schen Halb­insel bietet von November bis Mai einen präch­tigen Anblick, wenn es mit einer glitzernden Schnee­haube bedeckt ist. In Ost-West-Rich­tung ist die Sierra Nevada 100 Kilometer lang und ist wie die Alpen dadurch entstanden, dass die euro­päi­sche und die afri­ka­ni­sche Konti­nal­platte sich auf einander zube­wegen. Der höchste Berg  ist der der Mulhacén mit 3482 Metern. Wer von Granada aus ins Gebirge fährt, wird immer wieder mit überwäl­tigenden Ausbli­cken belohnt. Am Informa­ti­ons­zentrum an der Straße sollte man anhalten, auch wegen des Cafés mit grandioser Terrasse. Am Ende der Straße beginnen Wander­wege, die über das Gebirge führen. Seit 1999 ist das Kern­gebiet von 86.208 Hektar als Natio­nal­park Sierra Nevada geschützt.

Nerja

Badeort an der Costa del Sol
Der Ort an der Costa del Sol ist heute vom Tourismus geprägt. Davon zeugen Hotels und Diskotheken in der Umge­bung. Allerdings geht es im Vergleich zu Malaga in Nerja noch relativ ruhig zu. Die histo­ri­sche Altstadt mit weiß gekalkten Häusern und schmalen Gassen ist auto­frei. Ein Blick in die Hinter­höfe lohnt sich beim Spazierengehen. Dort verste­cken sich viele Schön­heiten, phan­ta­sievolle Gärten oder handwerk­liche Details. Auch in der Umge­bung kann man noch schöne Dörfer entde­cken.

Balcón de Europa

Pa­no­ra­ma­blick übers Meer an einer Burg­ruine
Auf den Grundmauern einer mittel­alter­li­chen Burg steht die Aussichts­platt­form. Der Balcón de Europa schwebt 60 Meter über dem Meer und ist das Ziel eines Spaziergangs über die Prome­nade von Nerja. Darunter liegt eine Bade­bucht mit alten Wachtürmen und einem Panora­mare­stau­rant. Die Festung, auf der sich der Balcón de Europa befindet, wur­de durch ein Erdbeben im 19. Jahr­hun­dert zerstört. Auf den Ruinen hielt der dama­lige König Alfonso XII. eine bewegende Rede, weshalb man ihm an dieser Stelle ein Denkmal gesetzt hat.

Wande­rung in der Schlucht des Rio Chillar

Barfuß durch einen Gebirgsfluss waten
Die Wande­rung beginnt am Ortsrand von Nerja und führt in die Schlucht des Río Chillar. Der wich­tigste Fluss der Sierra de Almijara hat einen grandiosen Canyon gegr­aben, in dem es auch im Sommer schattig ist. Dann kann man sich die Schuhe ausziehen und durch den Fluss waten. Zu anderen Jahres­zeiten sollte man den Wanderweg nehmen. (5:46 Stunden, 17 Kilometer, auf und ab: 740 Meter)

Natur­park Acan­ti­l­ados Maro

Aussichtsreiche Rund­tour am Cerro Caleta
Der Natur­park erstreckt sich von Nerja bis zur Bucht Cala de Cazaida. Mit zwölf Kilome­tern Küstenlinie und einem Gebiet von 195 Hektar umfasst er die Steilwände an der Küste, kleinere Strände und winzige Buchten, von denen einige noch weitge­hend unbe­rührt sind. Geschützte und seltene Pflanzen kann man entde­cken, darunter den weißen Rosmarin. Wer den Park erkunden will kann eine aussichtsreiche Kurzwande­rung am Cerro Caleta vom Park­platz El Cabuelo an der N 340 machen. (Hin und zurück: 5 Kilometer, 1:30 Stunde, auf und ab: 280 Meter)

Von Nerja nach Mona­chil

102 km | 2:30 h
Eine besonders reizvolle Alter­na­tive ist die schmale Gebirgs­straße durch die Sierra del Chaparral. Sie führt in zahl­losen Windungen bis auf 1.200 Meter. Vom Sattel am Lopera bietet sich eine grandiose Sicht übers Meer.
B

Granada

Islamischer Palast vor schneebedeckter Sierra

Die bedeu­ten­dste Stadt Südspa­niens liegt am Rande einer Fluss­ebene vor der gewal­tigen Kulisse der meist schnee­be­deckten Sierra Nevada.

Auf zwei Hügeln verteilt sich die Altstadt: auf dem einen thront die Alhambra, ein Märc­hen­pa­last wie aus Tausend­und­einer Nacht. Auf dem nörd­li­chen Hügel liegt Albaicín, das mauri­sche Viertel mit seinen weiß verputzten Häusern, terras­sierten Gärt­chen und verwin­kelten Treppen­gassen. In der Geschichte Spaniens spielte Granada eine zentrale Rolle: Schon 500 vor Christus gab es eine Sied­lung der Iberer. 500 nach Christus überfielen die Vandalen die Stadt. Wieder 200 Jahre später wur­de sie von den Mauren erobert, die sie zur Haupt­stadt eines muslimi­schen König­rei­ches machten. Wissenschaft und Technik, Kunst und Tole­ranz brachten Granada eine jahrhunder­te­lange Blütezeit. Als 1236 das Kalifat Cordoba von den Christen erobert wur­de, war Granada die letzte Bastion der Muslime auf euro­päi­schem Boden. Sie fiel erst 1492, im Jahr der Entde­ckung Amerikas.

Zu Gast in einem Boutique-Hotel bei Granada

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Abendessenreservierung (zahlbar vor Ort) pro Person

Das Hotel liegt etwa 30 Automi­nuten von Granada entfernt in den Ausläufern der Sierra Nevada. Ein großer Garten mit Olivenbäumen, Eichen und aroma­ti­schen Kräu­tern lädt zum Spazierengehen und Abkühlen ein.

Das Haus hat zwei Stock­werke: Im ersten befinden sich das Wohnzimmer mit Bibliothek und Kamin, ein Restau­rant und eine Bar. Von den 15 individuell einge­rich­teten Zimmern hat man eine schöne Aussicht über das angrenzende Hügel­land. Wer die Hitze und den Lärm von Granada scheut und dennoch die Stadt erkunden möchte, findet hier eine ideale Basis – auch für Ausflüge in die Sierra Nevada.

Führung (OPTIONAL)

Alhambra Übersichtstour (3-4 Stunden, deutsch)

Keine Anda­lu­sien-Reise ohne den Besuch der Alhambra. Eine deutsch­spra­chige Führerin führt Sie in die Palast­stadt der Mauren.

Schwer­punkt sind die Nasriden­pa­läste aus dem 13. und 14. Jahr­hun­dert – der stein­ge­wor­dene Traum aus 1001 Nacht. Aber auch die Gärten mit dem Sommer­pa­last und der Renais­sance­pa­last Karls V. werden besich­tigt.

Führung (OPTIONAL)

Im Schatten der Alhambra (3 Stunden, deutsch) | 1x Eintritt Madraza pro Person

Christen, Juden und Muslime haben seit jeher die Stadt Granada geprägt und geformt. Der drei­stün­dige Spaziergang durch die Altstadt führt zu Spuren aller drei Reli­gionen: Wir entde­cken mauri­sche Paläste, soge­nannte „Carmenes“ und Kirchen, die früher einmal als Moscheen dienten und architek­to­ni­sches Vorbild für die heutige Hauptmo­schee waren.

Auf dem ehema­ligen Seiden­markt und beim Besuch der „Madraza“ erfahren wir mehr über den wirt­schaft­li­chen Einfluss der jüdi­schen Gemeinde im Mittel­alter. Die Führerin spricht Deutsch und lebt seit Jahren in Granada. Sie wird Ihnen gerne auch jegliche weiteren Fragen zu Granada und Anda­lu­sien beantworten.

Alhambra

Islami­sche Kunst in Voll­endung
Er ist das meist­be­suchte Monu­ment Spaniens: Der Stadt­pa­last auf dem Sabikah-Hügel von Granada ist eines der schönsten Beispiele für mauri­schen Stil und islami­sche Kunst. Der Berg war bereits vor der Römerzeit besiedelt. Doch erst die Mauren bauten hier eine gigan­ti­sche Festung. Die Kala al Hambra – die rote Burg – ist 740 Meter lang und über 200 Meter breit – und diente der Vertei­digung, und zwar vor der eigenen Stadt­bevöl­ke­rung. Oft wird die Alhambra mit dem märc­henhaften Palast der Nasriden gleichge­setzt. Sie umfasst aber die ganze Anlage von der Alcazaba im Westen bis hin zum Gene­ralife, dem Garten­pa­last im Osten.

Kathedrale von Granada

Symbol des katholi­schen Neuanfangs
Nach der Reconquista, der Rück­e­r­obe­rung durch das katholi­sche Spanien, wur­de Granada 1492 zum Erzbistum bestimmt. Eine präch­tige Kathedrale als Zeichen des Neuanfangs sollte her, doch aus heutiger Sicht zeigt die Catedral Santa Maria de la Encar­nación eher den Bedeu­tungs­ver­lust. Sie wur­de erst 1523 mit 30 Jahren Verspä­tung begonnen – als goti­scher Monu­men­talbau, dann aber im Stil der Renais­sance weiter­geführt. Nach weiteren 30 Jahren wur­de die Kirche eingeweiht, aber sie war noch längst nicht fertig. Die ursprüng­lich geplanten Türme fehlten. Auch der stattdessen vorge­se­hene Turm erreicht längst nicht seine geplante Höhe. Im Südosten der Kathedrale liegt die Capilla Real, die Grabka­pelle der Katholi­schen Könige. Dort ruhen, bewacht von steinernen Löwen, Ferdi­nand und Isabella.

Albaicín

Mauri­sches Viertel von Granada
Das älteste Stadt­viertel von Granada in Spanien geht zurück auf die späta­n­tike, vormau­ri­sche Sied­lung Ilíberis. Heute verspürt man dort noch am stärksten den Zauber der mauri­schen Zeit. An den engen Steilgassen stehen weißge­tünchte verwin­kelte Häuser mit großar­tigen Innenhöfen. Immer wieder tun sich Blicke auf die gegenüber­liegende Alhambra auf. An der Carrera del Darro gibt es Bars und Cafés. Dort beginnt das Leben am Abend und dauert bis tief in die Nacht. Seit 1994 gehört er zum Welt­kultur­erbe der UNESCO.

Cahorros von Mona­chil

Auf Seil­brü­cken in eine Schlucht bei Granada
Der Wanderweg startet östlich der Alhambra und führt durch eine enge Schlucht. Der Weg ist als „Cahorros Bajos“ ausge­schildert. Zurück kann man ab Tajo del Lunes einen anderen Weg nehmen und über die Höhe nach Granada zurückkehren. (2:45 Stunden, 8,61 Kilometer, auf und ab: 300 m)

Auf dem Ster­nenweg

Am Rio Genil fluss­aufwärts durch medi­ter­rane Wälder
Der Vereda de la Estrella führt von Güejar hinein in die Sierra Nevada bis zu den Nord­ab­stürzen des Mulhacén. Dort wachsen medi­ter­rane Eichen, Ahorn und eine riesige Kastanie, die „El Abuelo“ (Großvater) genannt wird. Der Weg beginnt an der Brücke über den Rio Genil und folgt dem Fluss aufwärts in die Bergwelt am Alcazaba. Auf dem Rückweg gibt es zwei bewirt­schaf­tete Hütten. (5:30 Stunden, 21 Kilometer, auf und ab: 820 Meter)

Auf den Pico de Mulhacén

Atembe­rau­bender Fern­blick vom höchsten Berg Spaniens
Der Pico de Mulhacén ist mit 3482 Metern der höchste Berg der Iberi­schen Halb­insel. Der Aufstieg beginnt an der Schutzhütte, die ganzjährig bewirt­schaftet wird. Ein Shuttle Service von der Natio­nal­park-Verwal­tung in Hoya del Portillo zur Hütte ist einge­richtet. (05:11 Stunden, 8,75 Kilometer, auf und ab: 960 Meter)

Von Mona­chil nach Vilches

180 km | 3:00 h
Unter­wegs kommt man durch Jaen mit seiner ehrwür­digen Kathedrale. Die Stadt ist umgeben vom größten Oliven­anbau­gebiet der Erde und wird als Spaniens Oliven­haupt­stadt bezeichnet. Kurz vor Úbeda kommt man durch Baeza, eine Bilder­buch-Renais­san­ce­stadt hoch über dem Tal der Guadalquivir.

Jaén

Arabi­sche Burgen und christ­liche Kirchen inmitten endloser Olivenhaine
Die Bischofs­stadt im Schatten der übermäch­tigen Burg ist das Zentrum des größten Oliven­anbau­gebiets der Welt. Besonders im bergigen Süden kann man schöne Landschafts­ein­drücke von schier endlosen Olivenhainen sammeln. Die karthagi­sche Gründung wur­de 207 von den Römern erobert. Städ­tisch wur­de der Ort jedoch erst unter den Mauren, die 712 einzogen. In der Reconquista fiel Jaén eine besondere Rolle zu. Hier sammelten sich die Truppen des kastili­schen Königs vor dem Sturm auf Granada. Neben der arabi­schen Burg ist vor allem die Kathedrale besonders sehens­wert.

Haci­enda de la Laguna

Kathedrale des Olivenöls
Das Museum der Oliven­kultur informiert über den Oliven­anbau in der Provinz Jaén. Es ist in einem großen Gebäude aus dem 17. Jahr­hun­dert mit einer herr­li­chen Bodega unter­ge­bracht, die 1848 errichtet wur­de und ein großar­tiges Beispiel der Indu­s­trie­ar­chitektur darstellt, was ihr den Namen „Kathedrale des Olivenöls“ einge­bracht hat. Die Erläu­te­rungen im Museum sind teilweise auf Deutsch. Die Videofilme haben engli­sche Unter­titel. Ange­schlossen ist ein kleiner Shop, wo man die unter­schied­lichsten Oliven­öl­pro­dukte kaufen kann. Vom Museum aus kann man zu einem histo­ri­schen Wasser­re­servoir im La Lagune-Natur­schutzgebiet gehen. Der  bezeichnete Weg führt durch Olivenhaine um die Lagune herum, wo man zu jeder Jahres­zeit viele Vögel entde­cken kann.
C

Sierra Cazorla

Geier, Adler, Mufflons und Steinböcke

Aus hüge­ligen Getrei­defel­dern steigt im Nord­osten Anda­lu­siens die maje­s­tä­ti­sche Sierra Cazorla bis über 2.000 Meter auf.

Die wild­roman­ti­sche Gebirgs­landschaft östlich von Úbeda und Baeza ist Spaniens größtes Natur­re­servat und vor allem im Frühjahr und im Herbst ein wahres Wander­pa­ra­dies. Einzig­artig für Spanien ist der große Kiefern­wald, der einst große Teile Spaniens bedeckt hat, aber nur hier wegen seiner Unzugäng­lichkeit erhalten geblieben ist. Geier und Adler, Muff­lons und der iberi­sche Steinbock sind hier beheimatet.

Zu Gast auf einer Stierzuchtfarm

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Stierzuchtfarm liegt auf 350 Hektar Weide­land an den Hängen der Gebirgskette Sierra Morena, nörd­lich der Provinz Jaén.

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts widmet sich ein und dieselbe Familie ihrer großen Leiden­schaft: der Zucht von Kampf­stieren. Im Haupt­haus gibt es sieben individu­elle Zimmer im Landhaus­stil und eine Suite mit Wohnzimmer und Kamin; zudem gibt es noch ein frei stehendes Haus auf dem Grund­stück. Gäste können die Gemeinschafts­räume nutzen, um ein Buch aus der kleinen Bibliothek zu lesen oder zu entspannen; im Außenbereich laden Gärten, Innenhöfe, eine große Terrasse und der Pool mit Pa­no­ra­ma­blick zum Verweilen ein. Im Restau­rant wird morgens ein konti­nen­tales Früh­s­tücksbuffet ange­richtet, abends serviert die Küche tradi­tionelle Gerichte. Es gibt ein breites Angebot an Freizei­t­ak­tivi­täten: Inter­es­sierte Gäste können an einer Führung durch das Gelände teil­nehmen und in Kursen einiges über Stierzucht und Stier­kampf lernen. Für Pferdeliebhaber werden Reit­un­terricht und Ausritte ange­boten. Auch die Umge­bung hält zahlreiche Möglichkeiten bereit: Fahr­rad­touren, Wandern, Angeln und Ausflüge zu Sehens­wür­digkeiten wie die arabi­schen Bäder von Andújar oder das Schloss von Locubin. Da in der Unter­kunft nur Spanisch gespro­chen wird, kann auf Wunsch ein englisch­spra­chiger Über­setzer kostenfrei orga­ni­siert werden; dies muss der Unter­kunft allerdings im Voraus mitge­teilt werden.

Kastilien-La Mancha

Staubige Heimat von Don Quijote
Die Land­schaft zwischen Madrid und Anda­lu­sien ist eine baum­lose Einöde, die kaum besiedelt ist. Kastilien-La Mancha, das zuweilen auch Neuka­stilien genannt wird, ist etwa so groß wie Tsche­chien, hat aber weniger als 2 Millionen Einwohner. Früher war das Land wegen der geringen Nieder­schläge kaum genutzt. Seitdem es Staudämme und Bewäs­se­rung gibt, werden Getreide und Kicher­erbsen ange­baut. Große Flächen sind mit Eukalyptus bepflanzt. Wegen der hohen Lage herrscht konti­nen­tales Klima mit heißen Sommern. Der Winter ist besonders auf den windge­pei­t­schen Höhen unge­müt­lich. Welt­be­kannt ist die abge­legene Hoch­e­bene durch den Roman Don Quijote de la Mancha, den Miguel de Cervantes 1605 veröff­ent­lich hat.

Desfi­l­adero de Despeña­perros

Einziger Pass über die Sierra Morena
Der einzige Pass über die Sierra Morena führt durch die male­ri­sche Schlucht von Despeña­perros. Die Berg­landschaft rund um den gleich­na­migen Fluss ist heute ein Natur­park, wo in den Kork­ei­chenwäl­dern wieder Luchse, Wölfe, Hirsche und Adler leben. Nicht immer war der Pass so fried­lich wie heute. 1212 eroberte ein christ­li­ches Heer in einer blutigen Schlacht den stra­tegisch wich­tigen Pass und leitete den Unter­gang des mauri­schen Anda­lu­sien ein.

Úbeda

Renais­san­ce­stadt und Tor zur Sierra Cazorla
Die Stadt mit knapp 35.000 Einwoh­nern liegt im Westen der Sierra Cazorla. Der histo­ri­sche Kern über­rascht mit einem komplett erhal­tenen Stadt­bild, das aus der Renais­sace stammt. Tatsäch­lich war Úbeda im 16. Jahr­hun­dert eine der führ­enden spani­schen Städte, die an der Verbrei­tung huma­nis­ti­scher Ideen betei­ligt war. Besonders deut­lich wird die Bedeu­tung des „Sala­manca von Anda­lu­sien“ auf der Plaza de Váquez de Molina. Dort stehen die präch­tigsten Bauten der Stadt. Der Alcazar, wie man die mauri­schen Stadt­pa­läste nennt, ist allerdings abge­rutscht und ins steil abfal­lende Tal des Guadalquivir-Flusses gestürzt. Heute kann man dort unge­hindert die Szenerie der Sierra Cazorla bewundern.

Von Vilches nach Sevilla

282 km | 4:00 h
Die Strecke führt im Tal des Rio Gaudalquivir flussabwärts. Dabei kommt man durch Cordoba, das „Konstan­tinopel des Westens“, das mit seiner weltberühmten Mezquita unbedingt einen Besuch lohnt.

Santuario Virgen de la Cabeza

Wall­fahrtska­pelle in unein­nehmbaren Berg­nest
Von Andújar windet sich eine Berg­straße Norden bis zu der Wall­fahrtska­pelle aus dem 13. Jahr­hun­dert. Im spani­schen Bürger­krieg verschanzten sich in dem schwer einzu­neh­menden Berg­nest über ein halbes Jahr die Natio­na­listen. Die Kirche wur­de voll­ständig zerstört und später wieder aufge­baut. Ein Abste­cher dorthin lohnt sich aber auch wegen der Aussicht über die einsame Bergwelt der Sierra de Andújar.

Sierra de Cardeña-Montoro

Luchse, Adler und Wölfe im Natur­park
Die Sierra de Cardeña-Montoro ist ein im Nord­osten der Provinz Córdoba gelegener, zur Sierra Morena gehörender Gebirgszug. Das Gebiet ist als Natur­park geschützt, sanfte Hügel kontras­tieren mit tief einge­schnit­tenen Flus­stälern. Die Wälder aus Stein­eiche und Wildem Ölbaum werden zumeist beweidet und bilden ein typi­sches Beispiel der dehesa, wie man die Weide­wälder nennt. Luchse und Stein­adler, gelegent­lich auch Wölfe, finden hier noch einen Lebens­raum. Am west­li­chen Rand des Natur­parks liegt der Ort Cardeña, von dem aus man das Gebiet auf Wande­rungen erkunden kann.

Palacio de Viana

Anda­lu­si­sches Herren­haus mit lauschigen Innenhöfen
Das tradi­tionelle anda­lu­si­sches Herren­haus hat zwölf lauschige Innenhöfe, weshalb es auch Museo de los Patios genannt wird. Die Patios sind reich verziert und bepflanzt und bereits für sich genommen einen Besuch wert. Aber auch der Palast selbst wartet mit einer Samm­lung bemerkens­werter Gegen­stände auf: Unter anderem sind Handfeuerwaffen, histo­ri­sche Einrich­tungs­ge­gen­stände und Gemälde zu sehen. Im Mai gewährt das Palastmuseum während des alljähr­lich stattfin­denden Patio-Festivals kostenfreien Zugang.
D

Sevilla

Nächtliches Leben im Barrio de Santa Cruz

Die Haupt­stadt Anda­lu­siens ist in vielerlei Hinsicht eine der heißesten Städte Europas. Das Leben spielt sich vor allem nachts ab, besonders zu den großen Festen wie der Semana Santa, der Karwoche, oder der Feria.

Obwohl die Heimat­stadt von Don Juan weniger mauri­sche Baukunst aufweist als Cordoba oder Granada, ist das Stadt­bild besonders „anda­lu­sisch“: Vom Real Alcázar, dem Königs­pa­last bis zum Barrio de Santa Cruz, einem male­ri­schen Viertel mit kleinen Plätzen und blumen­ge­schmückten Hinter­höfen gibt es große und kleine Sehens­wür­digkeiten. Der jüngste Aufschwung der Stadt hat auch anstren­gende Seiten: Neue Wohn­viertel werden am Stadt­rand aus dem Boden gestampft, und auf den Straßen herrscht zu jeder Tages- und Nach­t­zeit Verkehrs­chaos.

Zu Gast in einer Altstadtvilla in Sevilla

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz

Das Hotel in der Nähe der Kathedrale bildet in der hekti­schen Altstadt eine Oase der Ruhe, in der man gut entspannen kann – entweder auf der Dachter­rasse mit Pool und Liegen, in einem der kühlen Patios oder im geräu­migen Zimmer.

Der Service ist ausgezeichnet, das Früh­stück mit Buffet oder à la carte Bestel­lungen hervor­ra­gend. Das Inte­rieur lebt von spannungs­vollen Kontrasten. Kräf­tige Farben, Blumen­düfte und ein Brunnen im Innenhof verkörpern Leben und Urbanität, während Naturma­te­rialien wie Stein, Lehm oder Schiefer dem Anwesen Landhauscha­rakter verleihen. Zur Ausstat­tung des Badezim­mers gehören Bade­mäntel und Naturkos­metik.

Ausflug (OPTIONAL)

Flamenco Show am Guadalquivir

Flamenco ist eine anda­lu­si­sche Urge­walt, eine Explo­sion von Rhythmen und der Sinne; Flamenco ist ein Kultur­erbe, das die Welt der Stadt Sevilla verdankt und ein Schlüssel zur Seele Südspa­niens. Wer nach Sevilla reist, sollte unbedingt den unver­gleich­li­chen Tanz erleben, auch wenn er inzwi­schen touris­tisch vermarktet wird. 

Die Flamenco Show findet am Ufer des Guadalquivir statt, wo die Zuschauer einen besonders schönen Blick auf die Altstadt haben.

Führung (OPTIONAL)

Sevilla à la carte (3 Stunden, deutsch) | 1x Eintritt Königspalast (ab 16 Jahre) pro Person | 1x Eintritt Kathedrale (ab 25 Jahre) pro Person

Drei Stunden verbringen Sie mit der deutsch­spra­chigen Führerin in Sevillas präch­tiger Altstadt. Da es sich um eine private Führung handelt, bestimmen Sie den Rhythmus und den Ablauf selbst.

Empfehlens­wert sind ein Rundgang durch das ehema­lige jüdi­schen Vier­tels Santa Cruz sowie ein Besuch des Königs­pa­lastes mit seinen verschiedenen architek­to­ni­schen ­Stilen und der großen Garten­anlage. Anschließend bietet sich ein Besuch der Kathedrale an, der drittgrößten der Welt, in deren Innern sich das Grabmal von Chri­s­toph Kolumbus befinden soll. Alter­nativ kann man auch das Haus des Pilatus, Museen oder das ehema­lige Kran­ken­haus der Wohltä­tigkeit in die Führung mit einbauen.

Casa de Pilatos

Schönster Palast von Sevilla
Der Stadt­pa­last aus dem frühen 16. Jahr­hun­dert ist zum Prototyp eines anda­lu­si­schen Adels­pa­lastes geworden und über­strahlt in seiner Eleganz beinah noch den Alcazar. Er vereint Elemente der Gotik, der Renais­sance und des Mudéjar, wie man den spani­schen Kunst­stil nennt, der mauri­sche und christ­liche Kunst zu einer Symbiose führt. Seinen Namen trägt die Casa, weil sein Besitzer angeb­lich nach Palästina gereist ist, wo er den Palast von Pontius Pilatus in Jeru­salem gesehen und in Sevilla nach­ge­baut hat. Heute beherbergt der Bau um einen einzig­ar­tigen Patio ein Museum mit Gemälden, Möbeln und römi­schen Antiqui­täten. 1999 war der Innenhof in einer Szene aus dem Film Mission: Impos­sible II zu sehen, als die Flamenco-Tänzerin Sara Baras auftrat.

La Casa del Flamenco

Flamenco-Abend in einem tradi­tionellen Innenhof
Flamenco, eine faszi­nierende Musik voller Leiden­schaft, Schmerz und Erotik, gilt außer­halb Spaniens als der typi­sche Tanz Anda­lu­siens. Dabei liegen die Ursprünge in der maurisch-jüdi­schen Tradi­tion. Später kamen Einflüsse der Zigeuner hinzu. In Sevilla, der unbe­s­trit­tenen Haupt­stadt des Flamenco, gibt es viele Musik­theater, in denen Abend für Abend Shows abge­halten werden. Vor allem die großen sind meist sehr touris­tisch. Wir empfehlen die Casa del Flamenco. In einem Innenhof aus dem 15. Jahr­hun­dert sitzen nur wenige Zuschauer und alle in der ersten Reihe.

Kathedrale von Sevilla

Größte goti­sche Kirche der Welt
Die Bischofs­kirche des Erzbistums Sevilla ist die größte goti­sche Kirche der Welt und eine der größten Kirchen der Welt über­haupt. Sie wur­de 1401–1519 auf den Über­resten einer arabi­schen Mezquita erbaut. In der Kathedrale befindet sich neben prachtvollen Grab­plas­tiken des Mittel­alters auch das 1902 errich­tete Grabmal für Chri­s­toph Kolumbus. Der Verbleib seiner Gebeine war nach mehrma­ligen Atlan­tiküberque­rungen unge­wiss. Die vier Sarg­träger verkörpern die König­reiche Kastilien, León, Aragón und Navarra. Das auffäl­ligste Element der Kathedrale ist der Glock­en­turm. La Giralda, das Wahrzei­chen Sevillas, war ursprüng­lich das Minarett der großen Hauptmo­schee. Trotz christ­li­cher Umbauten behielt der Turm seinen mauri­schen Charakter.

Stadt­spa­ziergang durch Sevilla

Vom Alcázar ins Barrio Santa Cruz
Der Spaziergang beginnt am Alcázar und verbindet die wich­tigsten Sehens­wür­digkeiten. Am Schluss kommt man in das ange­sagte Viertel von Santa Cruz, wo es jede Menge Kneipen, Bodegas, Bars und Restau­rants gibt. (3 Stunden, 7 Kilometer, auf und ab: 30 Meter)

Von Sevilla nach Vejer

173 km | 2:30 h
Unter­wegs kommt man durch Cadiz, das auf einem aus dem Meer herausra­genden Felsen erbaut ist und als älteste Stadt Europas gilt.

Arcos de la Fron­tera

Verwin­kelte Gassen in weißer Altstadt
Der Ort gilt als eines der schönsten „weißen Dörfer“, die mit ihren weiß verputzten Häusern, engen Treppen­gassen und blüh­enden Höfen typisch sind für den Südwesten Anda­lu­siens. Arcos liegt traumhaft an einen Felsen gekauert – eine natür­liche Festung 160 Meter über dem Rio Guadelete, die schon in präh­is­to­ri­schen Zeiten genutzt wur­de. Die verwin­kelte, steile Altstadt des 30.000 Einwohner zähl­enden Ortes ist unver­kennbar maurisch und lädt zum Bummeln ein.

Jerez de la Fron­tera

Sherry, Flamenco, Rasse­pferde
Die meisten Besu­cher der 180.000 Einwohner zähl­enden Stadt kommen wegen des Jerez-Weins, der unter dem Namen Sherry welt­be­kannt wur­de. Man kann ihn in den zahl­losen Bodegas (Wein­kellern und Weinhand­lungen) verkosten und kaufen. Darüber hinaus ist die Stadt etwas land­einwärts von Cadiz bekannt für ihre Pferdezucht und den Flamenco-Tanz. Allen diesen Merkmalen der Stadt ist ein jähr­lich stattfin­dendes Fest gewidmet: das Festival del Flamenco, die Feria del Caballo und die Fiesta del Otonto nach der Weinlese. Wer auch nur in einer sympa­ti­schen Stadt Südspa­niens ein wenig bummeln und gut essen will, wird auf seine Kosten kommen.
E

Costa de la Luz

Weitläufige Badestrände, kleine Buchten

Costa de la Luz nennt man die spani­sche Atlan­tikküste von der portugie­si­schen Grenze bis nach Gibr­altar.

Obwohl der Küsten­s­trich meist in gleißendes Licht (Küste des Lichts) getaucht ist, wird es hier nie so heiß wie im Landes­in­neren. Ein bestän­diger Wind vom Meer sorgt für ange­nehme Frische. Weit­läufige Sand­strände, die ideal zum Baden sind, wech­seln mit kleineren Buchten und schroffen Felsen­küsten. Trotz ihres landschaft­li­chen Reizes ist die Costa de la Luz noch weniger erschlossen als die Costa del Sol, die sich im Osten anschließt.

Zu Gast im Haus des Kalifen

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Dinnerreservierung (zahlbar vor Ort) pro Person | 1x Parkplatz

Das Gebäude liegt an einem baro­cken Platz unter Palmen, gegenüber einem Turm der Stadt­mauer, und geht in seinen Grund­festen bis ins 10.

Jahr­hun­dert zurück. Der Neubau aus dem 17. Jahr­hun­dert im Stil eines Kali­fen­hauses ist von der mauri­schen Zeit inspi­riert, als Vejer eine bedeu­tende Stadt des islami­schen Welt­reichs war. Von der großen Südt­er­rasse blickt man bis in das Natur­re­servat von Marismas. Über Gewölbe­gänge und Innenhöfe gelangt man zu den Zimmern, die alle individuell ausge­stattet und ebenso geschmackvoll wie komfor­tabel sind. Klima­anlage und Kaffee­ma­schine gehören zum Stan­dard.

Tarifa

Südlichster Ort des euro­päi­schen Fest­lands
Der südlichste Ort des euro­päi­schen Fest­lands liegt an der Meer­enge von Gibr­altar. Wegen seiner stra­tegi­schen Lage zwischen Mittelmeer und Atlantik, Europa und Afrika, war der Ort häufig umkämpft und immer wieder Schau­platz der Geschichte. Heute ist er vor allem ein Surf­pa­ra­dies ganz im Osten der Costa de la Luz. Von der südlich gelegenen Punta Marroqui schaut man bei klarem Wetter bis zum ledig­lich 13 Kilometer entfernten Afrika.

Vejer de la Fron­tera

Weißes Dorf hinter der Costa de la Luz
Neun Kilometer hinter der Küste liegt eines der schönsten „weißen Dörfer“. Sechs Jahrhunderte mauri­scher Herr­schaft haben ihre Spuren hinter­lassen. Blen­dend weiße Häuser säumen die schmalen Kopf­steinpflas­ter­gassen und -treppen. Die Altstadt wird von einer zwei Kilometer langen Stadt­mauer mit vier Toren umringt.  Ganz oben liegt das Castillo, eine mauri­sche Burg aus dem 10. Jahr­hun­dert, die später von den Christen mit viel Respekt vor der klugen Anlage erwei­tert wur­de.

Fundación NMAC Montenmedio Arte Contem­poráneo

Skulpturen­park mit moderner Bildhauerkunst
Der 30 Hektar große Skulpturen­park besteht aus einer Dauer­aus­stel­lung inter­na­tio­naler, moderner und zeitge­nös­si­scher Bildhauerkunst. Regelmäßig finden im Park auch Wech­sel­aus­stel­lungen und künst­le­ri­sche Aktionen statt. Den Besuch kann man mit einem Spaziergang durch den angrenzen­den ­Natur­park Parque Natural de la Breña y Marismas del Barbate verbinden. Der Park ist montags geschlossen.

Wande­rung nach Los Caños de Meca

Zwischen Klippen und Kiefern an der schönsten Steil­küste Anda­lu­siens
Die Steil­küste zwischen Barbate und Lox Caños gehört zu den schönsten Küsten­ab­schnitten am Golf von Cadiz. Hinter den impo­santen Sand­steinklippen beginnt ein großer Kiefern­wald. Der Wanderweg führt durch ein Natur­schutzgebiet. Zurück kann man einen Pfad durchs Hinter­land nehmen. Wer nur den Hinweg nimmt, wird mit zwei Stunden Wanderzeit auskommen. (4:30 Stunden, 17 Kilometer, auf und ab: 230 Meter)

Von Vejer nach Ronda

194 km | 3:00 h
Unter­wegs kommt man durch die tradi­tionellen weißen Dörfer Anda­lu­siens mit weiß verputzten Häusern, engen Treppen­gassen und blüh­enden Hinter­höfen.

Sierra de Grazalema

Alpines Wander­pa­ra­dies
Mit zahlrei­chen Gipfeln von über tausend Metern Höhe ragt das steile Berg­massiv der Sierra de Grazalema aus dem Hügel­land ringsherum heraus. Die Berge sind die erste große Hürde für die warmen und feuchten Atlan­tikwinde und daher besonders regenreich. Die grüne Land­schaft erin­nert in vielem an unsere Alpen, sogar Tannenwälder gibt es hier. Außerdem haben die Wasser­mengen drama­ti­sche Schluchten, Höhlen, Grotten in das Kalkge­stein gegr­aben.

Ausflug nach Tanger

Eintau­chen in eine bunte, sinn­liche Welt
Vom Hafen in Tarifa aus kann man geführte Tages­touren mit arabi­scher Beglei­tung ins marokka­ni­sche Tanger buchen. Dort kann man in der Medina (Altstadt) in die bunte, sinn­liche Welt der Märkte, Handwerks­be­triebe und Cafés eintau­chen. Nach der Überfahrt gibt es eine Stadt­rundfahrt mit anschließendem Besuch eines Basars und einem Lunch in einem typi­schen Restau­rant.

Mirador del Estrecho

Außergewöhn­liche Sicht nach Afrika
Der Aussichts­punkt liegt 300 Meter über dem Meer an der Straße von Gibr­altar. Wie der Name verspricht, eröffnet der „Aussichts­punkt der Meer­enge“ einen außergewöhn­li­chen Blick nach Afrika. Die Entfer­nung zwischen dem euro­päi­schen und dem afri­ka­ni­schen Konti­nent beträgt an dieser Stelle nur knapp 15 Kilometer. An klaren Tagen reicht der Blick im Südosten bis nach Ceuta und im Südwesten bis Tanger. Ein Café und ein paar fest installierte Fern­rohre laden zum Verweilen ein.
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Weiße Dörfer

Schmale Gassen und weiße Häuser in den Pueblos Blancos

In der Gebirgs­landschaft zwischen Ronda und Arcos de la Fron­tera liegt eine Reihe von Dörfern und Klein­städten, die meist auf phön­izi­sche oder römi­sche Sied­lungen zurückgehen und vom 8.

bis zum 15. Jahr­hun­dert von den Mauren ausge­baut wurden. Die Weißen Dörfer zeichnen sich durch schmale Gassen und lauschige Plätze aus, die von weiß gekalkten Häusern gesäumt werden – ganz ähnlich wie in Nord­afrika. Die Kirchen sind oft an den Stellen errichtet worden, wo früher einmal Moscheen standen. Die Herr­schafts­häuser stammen aus den Jahrhunderten nach der Reconquista. Ihre Architektur im Stil der Gotik, Renais­sance oder des Barock bildet einen inter­essanten Kontrast zu den älteren mauri­schen Häusern. Die Ruta de los Pueblos Blancos verbindet 19 besonders inter­essante Dörfer. Sie beginnt in Arcos de la Fron­tera.

Zu Gast in einer alten Olivenmühle bei Ronda

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Mühle aus dem 18. Jahr­hun­dert steht einsam auf einem Berg außer­halb von Ronda in einem Olivenhain. Die Aussicht auf Ronda und die Sierra ist kaum zu überbieten.

Alle Zimmer des kleinen Luxus­ho­tels haben einen eigenen Garten oder eine Terrasse – viele auch einen offenen Kamin. Der Garten mit Pool verführt zum Entspannen, ein Ausflug ins nahe gelegene Ronda ist jedoch auch empfehlens­wert. Das auf medi­ter­rane Küche speziali­sierte Restau­rant bietet eine täglich wech­selnde Auswahl an frisch zuberei­teten Speisen.

Führung (OPTIONAL)

Ronda à la Carte (2 Stunden)

Ronda à la Carte bedeutet: Sie wählen aus, ob Sie einen ausge­dehnten Spaziergang an der Schlucht ­ent­lang unter­halb der alten Brücken machen wollen – mit anschließendem Besuch in der Altstadt und ihrer male­ri­schen Motive.

Alter­nativ kann man in der Altstadt beginnen und anschließend die drei bedeu­ten­dsten Sehens­wür­digkeiten von Ronda besich­tigen, zu denen die Stier­kampfarena, die Kirche Santa María La Mayor und das Haus Don Bosco gehören.

Ausflug (OPTIONAL)

Wanderung mit Guy Hunter-Watts (4,5 Stunden, englisch)

Vor 30 Jahren hat der engli­sche Jour­na­list Guy Hunter-Watts die einmalig schöne Land­schaft der Sierra Grazalema zu seiner Wahlheimat gemacht und zahlreiche Wanderführer verfasst.

Eine vier­stün­dige Tages­wande­rung mit ihm ist ein besonderes Erlebnis und kann über Umfulana gebucht werden. Gäste profi­tieren von seiner Orts­kenntnis und seiner Lust am Erzählen. Die Kommu­nika­tion findet auf Englisch statt.

Ronda

Weißes Dorf in atembe­rau­bender Lage
Ronda kauert auf der Abbruchkante eines senk­recht in die Tiefe abstürzenden Felsens. Bereits Rilke und Hemingway waren hinge­rissen von dieser atembe­rau­benden Lage. Besonders eindrucksvoll ist der Blick in den El Tajo, eine wie in den Fels gehauene Schlucht, über die drei Brücken führen. Mehrere Wege führen von der Altstadt in die Schlucht. Auch die Aussichts­pro­me­nade über den Fels­ab­sturz ist ein Muss. Die Stadt gilt als eine der ältesten Spaniens und war 700 Jahre unter mauri­scher Herr­schaft, was das Stadt­bild geprägt hat. Zudem wurde in Ronda der heutige Stier­kampf entwi­ckelt, wo der Torero nicht mehr zu Pferd sondern zu Fuß entgegen­tritt und dabei die Schande mehr fürchten soll als den Stier.

Zahara de la Sierra

Weißes Dorf im Schatten einer Felsenburg
Der kleine Ort am Fuße der Sierra Grazalema gehört zu den weniger bekannten weißen Dörfern in Anda­lu­sien. Er wur­de im 8. Jahr­hun­dert von den Arabern gegründet und wohl wegen seiner Schön­heit „Zahara“ genannt, was so viel wie „Blume“ bedeutet. Die Ruinen einer mauri­schen Felsenburg aus dem 12. Jahr­hun­dert über­ragen bis heute  den 1000-Einwohner-Ort und bieten eine fantas­ti­sche Aussicht über das Umland und den Stausee von Zahara.

Durch die Garganta Verde

Wande­rung durch eine spekta­kuläre Schlucht
Die Garganta Verde ist ein spekta­kulärer Canyon in der Sierra de Grazalema. Vom Puerto de los Acebu­ches führt der Weg (im letzten Teil sehr steil über in den Fels gehauene Stufen) in die Schlucht bis zur Tropf­steinhöhle “Ermita de la Garganta Verde”. Die Schlucht ist einer der bevor­zugten Lebens­räume des Gänsegeiers, der hier über den Wanderern seine Kreise zieht.  (hin und zurück: 8,6 Kilometer, 3:30 , auf und ab: 410 Meter)

Von Ronda nach Malaga

Mietwagenabgabe

Von Ronda nach Malaga

105 km | 2:30 h
Besonders schön und kaum länger dauert die Abkürzung auf kleinen Gebirgs­straßen durch die Serrania di Ronda.

Mietwagenabgabe

Station: Malaga Flughafen (Shuttle Service)

16 Tage
ab 2.119,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)

Unsere Empfehlung: Die günstigen Fluggesellschaften bieten ab vielen deutschen Flughäfen Flüge im Internet zum Selberbuchen! Im Reisepreis ist kein Flug enthalten.

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: September–Juni

Die Preise können je nach Saison variieren.
Ihre Beratung
Alina Frielingsdorf

Tel.: +49 (0)2268 92298-25

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  • Die Reisen werden individuell ausgearbeitet – nach Ihren Interessen, Vorstellungen, Zeit und Budget.
  • Unsere MitarbeiterInnen bereisen ihre Zielgebiete regelmäßig, um sie qualifiziert beraten zu können.
  • Von der afrikanischen Buschlodge bis zur sizilianischen Olivenmühle erwarten Sie besondere Unterkünfte.
  • Dort, wo man nicht selbst ein Auto fahren sollte, werden Sie von geschulten Führern begleitet.
  • Für unterwegs erhalten Sie ein auf Ihre Reise zugeschnittenes Handbuch mit ausführlichen Informationen, Tipps zu Sehenswürdigkeiten und Empfehlungen für besondere Wanderungen.
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