Am Fuß der Pyrenäen: Carcassonne

Pyrenäen mit eigenem Wagen

Frankreich, Spanien

Durch die burgundische Pforte und das Rhône-Tal führt die Reise in das faszinierende Grenzland zwischen Frankreich und Spanien. Stadt und Land, Kultur und Natur, Wein und gutes Essen: alles kommt zu seinem Recht.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Nach Tournus

A

Burgund

Weltberühmte Weine, wohltuende Kulturlandschaft

Burgund muss man mit allen fünf Sinnen genießen, vor allem mit den Augen: Bei einem Besuch in Dijon können der Palast der Herzöge von Burgund, das Museum für Schöne Künste und die wunder­schöne Altstadt bewundert werden.

Aber auch die roma­ni­sche Basilika von Vézelay, Beaune mit seinen berühmten Hospizen und bunt schil­lernden Dach­ziegeln sowie Nevers mit der Kathedrale sind wahre Augenweiden. Auch die urwüch­sige Natur zieht immer wieder den Blick auf sich: Im Natur­park des Morvan sind Wälder und Seen sicher vor den Schäden der Zivili­sa­tion; hier wird ein Ausflug zu Fuß oder zu Pferd zu einem unver­gess­li­chen Erlebnis. Eine geruh­same Art, zu den Schlös­sern, Abteien und alten Klöstern einer der schönsten Regionen Frank­reichs zu gelangen, ist der Wasserweg – das Netz der Flüsse und Kanäle umfasst eine Gesamtlänge von 1.200 Kilome­tern.

Zu Gast im Turm des Kämmerers von Tournus

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Der Turm des Kämme­rers lag ursprüng­lich an der Stadt­mauer von Tournus, einem idyll­li­schen Provinzdorf mit einer einzig­ar­tigen roma­ni­schen Kirche.

Der Umbau des ehrwür­digen Gemäuers aus dem 17. Jahr­hun­dert zu einem der sicher­lich schönsten Gäst­e­häuser entlang der Saône ist eine architek­to­ni­sche Meister­leis­tung. Sophia und Thierry, die franzö­sisch-belgi­schen Gastgeber, bieten ihren Gästen eine Oase der Ruhe und des Wohlfühlens. Dazu tragen auch der große Park mit uralten Bäumen und ein herr­li­cher Blick auf die Saône bei. Die Gäste­zimmer wurden mit viel Liebe in einem jeweils eigenen Design gestaltet. Morgens wird ein gutes Früh­stück mit haus­gemachten und frischen Produkten serviert – bei schönem Wetter auf der Terrasse.

Tournus

Roma­ni­sche Winzer­dörfer, Schlösser, Burg­ruinen
Zwischen den idylli­schen Wein­bau­regionen vom Südburgund liegt Tournus am rechten Ufer der Saône. Seine Kathedrale, St-Philibert, gehört zu den bedeu­ten­dsten roma­ni­schen Bauwerken Frank­reichs. Sie beherbergt die Reli­quien des Heiligen Philibert, die in der Zeit der Norman­nenüber­fälle hier in Sicher­heit gebracht wurden. Im Südwesten erstreckt sich das Mâcon­nais, ein lieb­li­ches Hügel­land, in dem sich uralte Winzer­dörfer, Schlösser, Burg­ruinen und roma­ni­sche Kirchen verste­cken. Die Mystik und Stille der Umge­bung scheint besonders Orden anzu­ziehen.

Mâcon­nais

Weinberge, uralte Dörfer und Kloster­ruinen
Die lieb­liche Hügel­landschaft im Süden von Burgund ist eines der größten Weinbau­gebiete Frank­reichs. Etwa 25 Prozent der Gesamt­fläche sind mit Reben bestanden – knapp 7.000 Hektar. Im Westen grenzt es an das Massiv Central, im Osten bis an den Fluss Saône. Dazwi­schen finden sich uralte Winzer­dörfer, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Von der geist­li­chen Bedeu­tung der Land­schaft für das gesamte christ­liche Abend­land zeugen die Ruinen der Klos­ter­stadt Cluny, wo vor dem Bau des Peters­doms die größte Kirche Europas stand.

Commu­n­auté de Taizé

Mysti­sche Gottesdi­enste und welt­weiter Jugend­treff
Die Geschichte des inter­na­tio­nalen ökume­ni­schen Ordens beginnt 1940, als Roger Schütz, ein reformierter Theo­loge aus Genf, ein Haus in Taizé kaufte, um Kriegsflücht­lingen auf dem Weg nach Marseille zu helfen. 1942 floh er vor der Gestapo, kehrte jedoch nach der Befreiung 1944 mit den ersten Brüdern wieder zurück. In den frühen 1960er Jahren wur­de die zugleich mysti­sche und moderne Versöhnungs­kirche von deut­schen Jugend­li­chen der Aktion Sühnezei­chen gebaut. Wenig später kamen Studenten aus Paris, Frankfurt und Berlin, um mit den Brüdern über Gerech­tigkeit und Spiritualität zu spre­chen. Heute treffen sich Woche für Woche mehrere Tausend Jugend­liche, um am einfa­chen Leben der Gemeinschaft teilzu­nehmen. Die Gottesdi­enste sind enorm eindrucksvoll: Sie leben von dem dunklen, nur mit Kerzen erleuch­teten Raum und den einfa­chen, mehr­stim­migen Gesängen, die moderne Elemente mit Grego­rianik verbinden. Sie finden täglich um 08:15 Uhr, 12:20 Uhr und 20:30 Uhr statt und sind öffent­lich.

Wande­rung von Taizé nach Cluny

Zwischen spirituellen Orten
Die Wande­rung verbindet zwei besondere Orte in Burgund. Start ist Taizé, wo eine ökume­ni­sche Bruder­schaft mit ihren mysti­schen Gottesdi­ensten Jugend­liche aus aller Welt anzieht. Ziel ist Cluny, wo vor knapp 1.000 Jahren das bedeu­ten­dste Kloster des christ­li­chen Abend­landes stand. Der Wanderweg führt nicht über die Straße am Fluss, sondern über die bewal­deten Höhen. Unter­wegs kommt man an einer verlas­senen Ruine und am Château de Lourdon vorbei. Von Cluny fährt der Bus Linie 7 zurück nach Taizé. (hin: 16 Kilometer, 4:15 Stunden, auf: 342 Meter, ab: 369 Meter)

Von Tournus nach Carcas­sonne

548 km | 6:00 h

Lyon

Renais­sance-Ensemble mit Gastro-Szene
Die drittgrößte Stadt Frank­reichs ist eine moderne Indu­s­trie- und Handels­me­tro­pole mit dichtem Verkehr und trost­losen Vorstädten. Dennoch lohnt Lyon einen Besuch: Die Altstadt gehört zu den am besten erhal­tenen Renais­sance-Ensembles in Europa. Schmale Gassen und über­dachte Durch­gänge führen durch ihr Zentrum. Hinzu kommt eine lebhafte Kultur- und Gastro­no­mie­szene. Die Küche ist vielfältig, wohl wegen der Nähe zu den Alpen und der Handels­be­zie­hungen zum Mittelmeer. Nörd­lich und südlich der Stadt liegen die welt­be­kannten Wein­anbau­gebiete Beaujo­lais und Côtes du Rhône.

Okzi­ta­nien

Viel­sei­tige Küste zwischen Pyre­näen und Rhône
Die Region an der Mittelmeerküste zwischen Rhône und Pyre­näen ist eine besonders viel­sei­tige Region: an der Küste findet man endlose Sand­strände; im Hinter­land ragen die Burgen der Katharer auf unein­nehmbaren Felsen empor, die von Carcas­sonne aus im 13. Jahr­hun­dert besiegt wurden. Zwischen Frank­reichs ältesten Weinbergen liegen an Atmo­sphäre reiche Städte wie Bezier, die Haupt­stadt des Weins, und die quir­lige Univer­si­täts­stadt Mont­pellier.

Dauphiné

Drama­ti­sche Schluchten und hoch­alpine Pass­straßen
Bevor das Gebiet zwischen Rhône und italie­ni­scher Grenze 1349 zu Frank­reich kam, war es ein eigen­stän­diger Feudal­staat. Das Wappen – zwei blaue Delfine mit roten Flossen – und der Name Dauphiné (Delfinat) gehen auf den Grafen von Albon zurück, der sich ab 1122 Delfinus nannte und Grenoble zur Haupt­stadt machte. Geographisch grup­piert sich die Dauphiné rund um das grandiose Massif des Ecrins südöst­lich von Grenoble, das bis zu 4.100 Meter aufragt. Das hoch­alpine Gebirge wird von drama­ti­schen Schluchten durch­schnitten. Über die wilden Gebirgsketten führen die höchsten Pässe der Alpen.
B

Carcassonne

Bedeutendste mittelalterliche Festung Europas

Carcas­sonne liegt an einem uralten Verkehrsweg vom Atlantik zum Mittelmeer. Bereits die Römer legten den Grund­stein zur Befes­tigung des Ortes, den sie Carcasso nannten.

Alle späteren Eroberer bauten an der Festung weiter: Westgoten, Araber, Franken, schließ­lich die Katharer und andere Ketzer gegen die römi­sche Kirche. Im Hoch­mit­tel­alter erhielt die Festung unter Philipp dem Kühnen ihre endgül­tige Gestalt. Später spielte die Festung eine zentrale Rolle bei der blutigen Verfolgung der Katharer, einer südfranzö­si­schen Ketzer­be­we­gung. Carcas­sonne wur­de nie völlig zerstört und ist heute die bedeu­ten­dste mittel­alter­liche Festungs­anlage in Europa.

In einem Gästehaus gegenüber der Burg

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Gäste­haus besticht vor allem durch seine Aussicht auf die Festung von Carcas­sonne. Nachts, wenn die Burg ange­strahlt wird, ist der Blick besonders beein­dru­ckend.

Das macht die eher einfache Einrich­tung des Hauses wett. Patrick ist ein zuvor­kom­mender Gastgeber, der gern Tipps für Tages­ausflüge gibt und morgens ein konti­nen­tales Früh­stück anbietet – bei schönem Wetter auch auf der Terrasse. Tags­über kann man sich zudem im Innenhof mit Sitzgelegen­heiten aufhalten. Das Zentrum und die Burg sind zu Fuß erreichbar.

Homps

Hafengemeinde am Canal du Midi
Im Herzen des Midi und unweit des Lac de Jouarres liegt die Gemeinde Homps. Hervor­gegangen ist der Ort aus einer römi­schen Sied­lung, die an der Route zwischen Corbières und dem Minervois lag. Mit der Fertig­stel­lung des Canal du Midi im späteren 17. Jahr­hun­dert gelangte Homps zu wirt­schaft­li­cher Blüte. Dabei kam dem Hafen vor allem für die Verschiffung von Weinen aus der Region große Bedeu­tung zu.

Minerve

Weinort mit ketze­ri­scher Vergan­gen­heit
Am Zusam­menfluss von Cesse und Briant liegt auf einem Felsvor­sprung das alte Weinbauerndorf und Zentrum des Weinbau­gebiets Minervois. Als der Kreuzzug gegen die Albi­genser ausge­rufen wur­de, wur­de der Ort eine Zuflucht der Ketzer. 1210 wur­de Minerve bela­gert. Doch selbst unter Beschuss und vom Durst gequält weigerten sich die „Perfekten“, wie sich die Katherarer selbst nannten, ihrem Glauben abzu­schwören. Sie wurden zum Tod auf dem Scheiter­haufen verur­teilt, woran noch heute Stele auf dem Dorf­platz erin­nert. Wer einen Rundgang durch die steilen und engen Gassen machen möchte, lässt am besten sein Auto auf der Park­platz an der steinernen Brücke stehen. In der roma­ni­schen Kirche Saint-Etienne steht einer der ältesten Marmo­r­al­tare Europas aus dem Jahre 456.

Land der Katharer

Rückzugsgebiet für verfolgte Ketzer
Die Katharer (von grie­chisch: Katharós – rein) waren die größte christ­liche Glau­bens­be­we­gung des Spät­mit­tel­alters. Sie hatten in Okzi­ta­nien, also dem im heutigen Süden Frank­reichs, ihren Ursprung. Sie nannten sich selbst „veri chris­tiani“ (wahre Christen) oder „boni homines“ (gute Menschen). Ihre Lehre war vom Dualismus von Gut und Böse, Welt und Gott geprägt. Während die römi­sche Kirche latei­ni­sche Messen abhielt, predigten sie in den Landes­spra­chen, was ihnen große Popu­la­rität brachte. Als die Bewe­gung wuchs, reagierte die römi­sche Kirche auf die unerwünschte Konkur­renz mit Inqui­si­tion und Verfolgung. So zogen sich die Katharer in das schwer zugäng­liche Gebiet am Rand der Pyre­näen zurück. Im soge­nannten Albi­gens­erkreuzzug, der von der Festung Carcas­sonne aus geführt wur­de, wurden die Katharer schließ­lich voll­ends vernichtet. Geblieben ist nur ihr Name, der sogar Eingang in die deut­sche Sprache gefunden hat: Das Wort „Ketzer“ bezeichnet bis heute jemanden, der von der reinen Lehre abge­wi­chen ist.

Pic de Nore

Pa­no­ra­ma­blick zu den höchsten Pyre­näen­gipfeln
Mit einer Höhe von 1211 Metern ist der Berg mit einem weithin sichtbaren Anten­nen­mast der höchste Gipfel in der Gebirgs­gruppe Montagne Noire, Er gehört zum südli­chen Ausläufer des Zentral­mas­sivs und ist damit Teil der euro­päi­schen Wasser­scheide zwischen dem Atlantik und dem Mittelmeer. Von oben hat man einen tollen Blick über der Panorama des Languedoc-Rousillon, das bis zu den höchsten Pyre­näen­gipfeln reicht. (hin und zurück: 16,7 Kilometer, 5:15 Stunden, auf und ab: 640 Meter)

Chateau de Peyrepertuse

Zur Felsenburg der Ketzer
Die Felsenburg hoch über dem Fluss Verdouble ist die größte Festung der Katharer in Frank­reich gewesen. Im Gegen­satz zu anderen Kathar­er­burgen wur­de sie allerdings nie erobert oder zerstört. Verhindert hat das der Burgherr mit einem Lehnseid, den er dem Anführer des Kreuzzugsheeres schwor. Später gelangte die Burg in den Besitz der franzö­si­schen Krone, die Peyrepertuse zum Teil des Festungs­gür­tels gegen Spanien machte. Wer vom Dorf aus hoch­geht, kann sich auf eine aussichtsreiche Wande­rung freuen. Der Blick reicht an guten Tagen bis zu den Zentralpy­re­näen. (hin und zurück: 6,1 Kilometer, 2:40 Stunden, auf und ab: 430 Meter)

Von Carcas­sonne nach Saint-Paul-d'Oueil

259 km | 4:30 h

Chateau de Montségur

Bekann­teste Burg der Katharer
Der Montségur (deutsch etwa: „Schutzberg“) ist ein 1216 Meter hoher Berg am Nordhang der östli­chen Pyre­näen. Auf seinem Gipfel erhebt sich die Ruine der wohl bekann­testen Burg der Katharer. 1232 wur­de sie zu einer Festung umge­baut und wegen ihrer Unein­nehmbarkeit zur Haupt­stadt der Kathar­er­kirche ernannt. Als von der Burg aus Über­fälle auf Inqui­si­toren unternommen wurden, wur­de Montségur von 10.000 Kreuzrittern angegriffen. Die ausge­hungerten Bewohner der Burg wurden vor die Wahl gestellt, entweder ihrem Glauben abzu­schwören oder auf dem Scheiter­haufen verbrannt zu werden. 225 Katharer wurden schließ­lich verbrannt, weil sie die geforderte Unterwer­fung verwei­gerten.

La Grotte du Mas d’Azil

Zeugnis präh­is­to­ri­schen Lebens
Die Grotte von Mas d'Azil befindet sich im Süden des Arize-Tals und stammt aus der präh­is­to­ri­schen Zeit des Magdaléniens und Aziliens. Durch­zogen von einem Fluss und einer Straße, liefert diese gigan­ti­sche Grotte zahlreiche Spuren des präh­is­to­ri­schen Lebens in der Ariège. Ein Parcours verläuft über ein Netz­werk aus Wegen durch die Grotte und verschafft Einblicke in die Paläo­n­to­logie, in das Leben der Menschen zur Zeit der magdalé­ni­schen Zivili­sa­tion, die Arbeit der Schürfer und derer, die am Bau der Straße betei­ligt waren. Ca. 800 Meter von der Grotte entfernt befindet sich das Präh­is­to­ri­sche Museum, dessen Besuchsbe­reich sich über drei Etagen erstreckt. Im Erdge­schoss befinden sich temporäre Ausstel­lungen. Im ersten Stock sind in zwei Räumen Artefakte und Objekte ausge­stellt, die in der Grotte gefunden wurden: Waffen, Werkzeug, kleine Kunst­werke und Skulpturen, darunter das berühmte „Faon aux oiseaux“ und die einzig­ar­tigen bemalten Kiesel­steine der azilie­ni­schen Kultur. Die zweite Etage zeigt Zeich­nungen und Gravuren, die eine Nach­bildung der Höhlenma­le­reien inner­halb der Grotte sind, die aber unzugäng­lich sind.

Kathedrale Notre-Dame-de-la-Sède

Kathedrale aus dem 12. Jahr­hun­dert
Vom Mittel­alter bis zum 17. Jahr­hun­dert besaß Saint-Lizier zwei Kathedralen. Die Kathedrale La Sède wur­de im 12. Jahr­hun­dert an der Stelle einer Basilika erbaut, die 549 über dem Grab von Saint-Valier errichtet worden war. Sie wur­de Ende des 14. Jahrhunderts erwei­tert und im 16. Jahr­hun­dert umge­baut. Auffal­lend ist der acht­e­ckige Turm, der mit seinen Zinnen einer Burg gleicht. Angrenzend an die Kathedrale befindet sich das ehema­lige Kloster von Saint-Lizier, dessen im 12. Jahr­hun­dert ange­legter Kreuzgang aus vier Gale­rien mit roma­ni­schen Rundbögen besteht, die auf Marmor­säulen ruhen. Die 38 Säulen sind mit Kapitellen geschmückt, die noch gut erhalten sind. Der Bischofs­pa­last wur­de um 1675 erbaut und stützt sich auf die römi­sche Stadt­mauer aus dem späten Kaiser­reich. Von diesem einstmals großen Komplex aus dem 17. Jahr­hun­dert ist nur noch ein Gebäude im Norden des Grund­stücks erhalten.
C

Pyrenées Centrales

Wildes Hochgebirge zwischen Frankreich und Spanien

Das zentrale Gebirge zwischen dem Col de Puymorens und dem Col du Somprot ist der höchste und zugleich der wildeste Abschnitt der Pyre­näen.

Mit dem Pico d'Aneto auf der spani­schen Seite errei­chen die Pyrenées Centrales auf 3404 Meter ihre größte Höhe. Besonders die Bergwelt südlich von Lourdes ist von einzig­ar­tiger Schön­heit. Hier thront der Pic du Midi de Bigorre, das Wahrzei­chen der Zentralpy­re­näen, auf den eine Seil­bahn führt. Der Blick vom Gipfel ist überwäl­tigend. Der Col du Tourmalet gilt als besonders berüc­h­tigte Berg­e­tappe der Tour de France. Weiter südlich unmit­telbar vor der spani­schen Grenze ist ein weiteres Naturwunder: das Cirque de Gavarnie, einer von drei Felsen­kes­seln, der von der Unesco zum Welterbe erklärt wur­de.

Zu Gast in einem Landhaus bei Bagnères-de-Luchon

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Im male­ri­schen Berg­dorf St. Paul d'Oeuil im Dépar­te­ment Haute-Garonne liegt das von einem Garten umge­bene Natur­stein­haus aus dem 16.

Jahr­hun­dert. Die Zimmer des kleinen Hotels sind liebevoll in einem länd­li­chen Stil einge­richtet. Der Spei­se­raum hat einen großen Kamin und Parkettboden, antike Möbel und moderne Bilder machen den Charme des gesamten Hauses aus. Aufgrund des Holzfußbo­dens ist das alte Haus nicht ganz geräuschlos. Der Empfang durch Patricia und Robert, die neben Englisch auch Deutsch spre­chen, ist freund­lich und unkompli­ziert. Morgens wird ein herzhaftes warmes Früh­stück mit lokalen Zutaten serviert – im Sommer im Garten, im Winter in der gemüt­li­chen Lounge. In der Land­schaft ringsum kann man viele Tiere wie z.B. Hirschkühe sehen, im wenige Kilometer entfernten Natur­schutzgebiet Luchon sogar Brau­n­bären. Das Heilbad Bagnères-de-Luchon ist eben­falls in wenigen Minuten erreichbar.

Bagnères-de-Luchon

Thermalbad mit heißen Quellen
Das elegante Thermalbad wird von 3.000 Meter hohen Bergen umgeben. Schon die Römer haben in den heißen Quellen gebadet. Die schwefelhal­tigen und radio­ak­tiven Quellen haben eine Tempe­ratur bis zu 72° C. Sie sollen eine heilende Wirkung haben, besonders bei erkrankten Atem­wegen. Eine Seil­bahn führt aus dem Ort ins Wintersportgebiet Super­ba­gnères.

Col de Peyresourde

Tour de France Pass am Col du Tourmalet
Zwischen Luchon im Osten und Armenteule im Westen kommt man über den 1.569 Meter hohen Gebirgs­pass in den Zentral-Pyre­näen. Vielen dient er als Tran­sitpass, um zum König der Pyre­näen, dem Col du Tourmalet oder nach Lourdes zu gelangen. Wegen der großen Höhendifferenz und der Steigung von bis zu 11,3 % wur­de der Pass über 60-mal in die Tour de France einbezogen.

Col du Portillon

Grenzpass zwischen Frank­reich und Spanien
Der 1.293 Meter hohe Pass überquert die Grenze zwischen Spanien und Frank­reich. Der Col du Portillon ist über­regional durch die Tour de France bekannt geworden, deren Etappen immer wieder über den Pass führten.

Lac d'Oô

Verwun­schener Bergsee mit Wasserfall
Der in der Eiszeit entstan­dene Bergsee liegt inmitten einer grandiosen Gebirgs­landschaft und wur­de 1921 durch eine Staumauer ange­hoben. Seither hat er eine Fläche von 42 Hektar und versorgt das Wasserkraft­werk von Oô. Er wird gespeist durch einen drama­ti­schen Wasserfall, der 275 Meter über einen senk­rechten Felsen in den See stürzt. Am Park­platz von La Granges d'Astau führt ein Weg zum Refüge du Lac d'Oô über dem See. (Hin und zurück: 2:30 Stunden, 6,2 Kilometer, auf und ab 420 Meter)

Von Saint-Paul-d'Oueil nach San Sebas­tian

292 km | 3:30 h

Wer will, kann auf der Höhe von Tarbes einen Abste­cher nach Lourdes machen. Mitte des 19. Jahrhunderts hatte eine Frau in der örtli­chen Grotte mehrere Marie­n­er­schr­einungen.

Die Kirche, die daraufhin erbaut wur­de, hat seither zahl­lose Pilger angezogen; der Quelle in der Grotte Wunder­heilkräfte zuge­spro­chen werden.

Aqui­ta­nien

40.000 Jahre Kultur zwischen Dordogne und Pyre­näen
Die Region im äußersten Südwesten Frank­reichs ist nach­weis­lich seit über 40.000 Jahren besiedelt. Von den frühen Jägern und Samm­lern zeugen die Fels­zeich­nungen von Lasceaux. Bemerkens­wert viel­seitig ist die Natur: Das lieb­liche Dordogne Tal, die verschn­eiten Gipfel der Pyre­näen und der größte Tannen­wald Europas liegen nah beiein­ander. Wanderern stehen zwei riesige Natur­parks zur Verfügung. Den 270 km langen Atlan­tikküs­ten­streifen säumen herr­liche Sand­strände und renommierte Bade­orte: Arca­chon, Hossegor, Biarritz, Saint-Jean-de-Luz. Der Charme der Städte Aqui­ta­niens bezau­bert die Besu­cher: Das im Herzen des Périgord gelegene Scarlat, Bayonne mit seinen typi­schen baski­schen Häusern, der Thermalku­rort Dax und Pau mit seiner mittel­alter­li­chen Burg sind eine Reise wert.

Pyrenées Occiden­tales

Sanftes Mittelgebirge zwischen Atlantik und Zentralpy­re­näen
Der west­liche Abschnitt der Pyre­näen wird auch Pyrenées Basque oder Pyrenées Atlan­tiques genannt. Ihr höchster Punkt ist der Pic d'Anie mit 2504 Metern Höhe, der ganz im Osten liegt. Von dort fällt das Gebirge nach Westen hin bis zur Cote Basque ab. Größ­ten­teils ist es ein sanftes Mittelgebirge, das von Laubwäl­dern und Wiesen geprägt ist. Aus dieser Gegend stammt auch das franzö­sischste aller Kleidungs­stücke, die Basken­mütze. Sie wur­de von den Schäfern rund um Oloron-Sainte-Marie als Schutz vor der Sonne getragen.

Basken­land

Unver­wech­selbare Sprache, berühmte Küche
Das Euskal Herria, wie die Basken ihr Land nennen, erstreckt sich am Golf von Biskaya west­lich der Pyre­näen. Es ist nicht gleichbedeu­tend mit dem Basken­land im kulturellen Sinn, das weit nach Navarra und bis nach Frank­reich reicht. Über die Jahrhunderte haben die Bewohner ihre uralte, eigene Kultur erhalten. Baskisch ist eine früh-indo-euro­päi­sche Sprache, die sich stark vom Spani­schen unter­scheidet. Ihr Ursprung konnte bis heute nicht erforscht werden. Das Gebiet rund um den Fluss Guer­nica und die Ausläufer der Pyre­näen sind im Sommer beliebte Wandergebiete. Die Küste zieht wegen des Wellen­gangs viele Surfer an.
D

Biskaya

Atlantischer Golf zwischen Frankreich und Spanien

Die Biskaya oder der Golf de Gascongne, wie die Franzosen ihn nennen, ist der größte Golf Europas und öffnet sich zum Atlantik.

Er reicht von Finistère, tief im Westen der Bretagne bis nach Gijon in Spanien. An der Taktung der Wellen erkennt man die Größe des Gewäs­sers. Die anbranden Wogen und die Höhe der Gezeiten sind besonders im franzö­si­schen Teil gewaltig. So groß die Biskaya ist, so unter­schied­lich sind die Küsten. Es gibt breite Fluss­mündungen, mondäne Bade­orte und tradi­tionelle Fischer­dörfer. Sand­strände und seichte Buchten wech­seln mit schroffen Klippen. Bereits im 19. Jahr­hun­dert hat der euro­päi­sche Adel die Strände von Biarritz entdeckt. Auf spani­scher Seite liegt San Sebas­tián, das die Basken Donostia nennen.

Zu Gast in einer Stadtresidenz in San Sebastián

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die denkmalge­schützte Villa aus dem 19. Jahr­hun­dert liegt im Stadt­zentrum, ca. zehn Minuten vom Strand La Zurriola und 20 Minuten von der Altstadt entfernt.

Ursprüng­lich ein Verlo­bungs­ge­schenk von Don Ramon Londaiz an seine Tochter, ist es heute – nach sorgfäl­tiger Restau­rie­rung – ein stil­volles Boutique-Hotel mit insge­samt über 20 Zimmern, von denen sich einige im benach­barten Wagen­haus befinden. Gute Restau­rants sind in der Nähe; Fahr­räder stehen in einem Schuppen bereit und können kostenfrei aus­ge­liehen werden.

Donostia

Baski­sches Seebad mit Geschichte
Das Seebad nahe der franzö­si­schen Grenze ist eines der ältesten in Spanien. Der baski­sche Name „Donostia“ ist ebenso wie der spani­sche „San Sebas­tián“ aus dem Namen des Heiligen Sebas­tian entstanden. Der Aufstieg des Ortes begann im 19. Jahr­hun­dert, als die spani­sche Königin die Stadt zu ihrer Sommer­residenz erkor. 1914 entwi­ckelte sich San Sebas­tián zum kosmo­poli­ti­schen Zentrum Europas. Im damals welt­be­rühmten Casino verkehrten Persön­lichkeiten wie Mata Hari, Leo Trotzki und Maurice Ravel. Von 1940 bis 1975 war San Sebas­tián die Sommer­residenz des spani­schen Dikta­tors Franco. Bis heute fliehen viele hitzege­plagte Städter aus Kastilien in den mondänen Ort, wovon die präch­tigen Villen unter­halb des Monte Igueldo zeugen. Von hier hat man den besten Blick auf die Stadt.

Pasaia Doni­bane

Tradi­tionelles Fischerdorf mit mittel­alter­li­chem Kern und guten Restau­rants
Das tradi­tionelle Fischerdorf hat einen Hafen an der Mündung des Flusses Oiartzun. Die Haupt­straße führt vom Bizkaia-Viertel bis zur Bucht von Alab­ortza. Die Altstadt weist noch zahlreiche mittel­alter­liche Gebäude auf. Dort gibt es Geschäfte, Cafés und gute Fisch­re­stau­rants.

Chil­lida-Leku-Museum

Skulpturen im Landschafts­park
Das Museum mit Skulpturen­park ist dem 2002 vers­torbenen Bildhauer Eduardo Chil­lida gewidmet. In Deutsch­land wur­de der spani­sche Künstler durch seine Skulptur vor dem Bundes­kanzleramt in Berlin bekannt. Das Museum bei San Sebas­tián wuchs rund um ein Bauern­haus aus dem Jahr 1543, das Chil­lida als Ruine kaufte und restau­rieren ließ. Nach der Finanzkrise 2008 musste das Museum schließen, wur­de aber 2019 mit Unter­stützung einer Schweizer Galerie wieder­er­öffnet. Im Skulpturen­park sind etwa 40 Werke des Künst­lers aufge­stellt – von der einen Meter hohen Skulptur Éstella V bis zur 60 Tonnen schweren Lotura XXXII. Die verwen­deten Mate­rialien der Skulpturen variieren von Corten­stahl und Stein, überwiegend einem rosafarbenen Granit, bis zu Beton.

Drei-Strände-Wande­rung in San Sebas­tián

Bade- und Kultur­spa­ziergang
Neben dem berühm­testen Strand von San Sebas­tian, der Playa de la Concha, lohnen sich auch zwei weitere Strände, die Playa de Ondarreta und die Playa de Zurriola. Alle drei lassen sich durch einen Spaziergang mitein­ander verbinden – direkt am Strand oder an der Strand­straße entlang. Anfang und Ende des Weges sind von Skulpturen gesäumt. (hin: 6,8 Kilometer, 2 Stunden, auf und ab: 60 Meter)

Auf den Monte Igueldo

Tolle Aussicht von einem Turm
Der Vergnügungs­park auf dem Monte Igueldo star­tete seinen Weg im Jahre 1912. Heute bietet er eine Kombi­na­tion aus ursprüng­l­i­chen und modernen Fahrge­schäften. Er liegt auf einer Anhöhe, die man mit der Standseil­bahn erreicht und von wo aus man eine Aussicht auf die gesamte Stadt genießen kann. Dort stößt man auf El Torreón, einen alten aus Brenn­holz beste­henden Leucht­turm, in dem sich eine Ausstel­lung über die Lebens­weise und Bräuche der Basken befindet. Alter­nativ kann man vom Strand aus zu Fuß nach oben gehen. (hin und zurück: 4,3 Kilometer, 1:20 Stunden, auf und ab 150 Meter)

Führung

San Sebastian (2-2.5 Stunden, deutsch)

Die deutsch­spra­chige Führung konzen­triert sich auf die Altstadt, das „parte vieja“, den Fischer­hafen und das roman­ti­sche Viertel.

So bekommt man einen guten Über­blick über das „Marbella des Nordens“, seine Kultur, Geschichte und Bräuche.
Die engen Altstadt­gassen sind gesäumt von zahl­losen Pintxo-Bars und Restau­rants. Aber nicht nur der Gastro­nomie wegen kommen viele Besu­cher. Es befinden sich auch zwei bedeu­tende Kirchen in der Altstadt, die goti­sche Kirche San Vicente und die barocke Basilika Santa Maria del Coro. Tritt man aus der Enge der Altstadt hinaus auf den Boulevard am Rathaus und den „schönen Gärten“, spürt man sofort den Geist der Belle Epoque. 
Da es sich um eine individu­elle Stadt­füh­rung handelt, kann das Programm abge­ändert werden.

Von San Sebas­tian nach Pamplona

155 km | 2:30 h

Loyola

Geburtsort von Ignazio de Loyola
Der Stamm­sitz der Familie de Loyola (baskisch: Loiola) liegt zwischen Azpe­itia und Azko­itia in der baski­schen Provinz Gipuzkoa. In dem mittel­alter­li­chen Wohn­turm im Tal des Urola wur­de auch der bekann­teste derer von Loyola geboren, der Heilige Igna­tius von Loyola. Der Gründer des Jesui­ten­or­dens ist bis heute einer der berühm­testen Spanier – und vor allem unter Prote­s­tanten ebenso berüc­h­tigt.
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Pamplona

Vom römischen Feldlager zum Königreich und zur Hauptstadt Navarras

Als Ernest Hemmingway 1923 die Stadt besuchte, gab es nur wenige Touristen. Doch dann erlebte er die Encierros, die während der Sanfermines stattfinden, und schrieb in seinem Roman Fiesta über sie.

So verhalf die blutige Tradi­tion der Stier­hatz- und kämpfe der Stadt zu fragwür­diger Berühmt­heit.
Unge­achtet dessen hat die Haupt­stadt von Navarra mit ihren histo­ri­schen Straßen und Plätzen jedoch einiges zu bieten. Gegründet wur­de die Stadt 75 v. Chr. durch den römi­schen General Pompeius. Viele Jahrhunderte später, im Jahr 824 n. Chr., hatten adelige Familien so viel Einfluss gewonnen, dass Pamplona zum eigenen König­reich ausge­rufen und Iñigo Arista zum ersten König gekrönt wur­de. Als sich Santiago de Compo­s­tela zum Wall­fahrtsort entwi­ckelte, gelangte auch das am Wegesrand gelegene Pamplona als Zwischen­sta­tion des Jakobs­wegs zu zuvor uner­reichter wirt­schaft­li­cher Blüte.
Noch heute künden zahlreiche Bauwerke von der langen Geschichte der Stadt, so prägen unter anderem die Kathedrale Santa Maria la Real de Pamplona aus dem 15. Jahr­hun­dert sowie die sternför­mige Zitadelle aus dem 16. Jahr­hun­dert das Stadt­bild. Der zentral gelegene Plaza del Castillo bildet dabei die Brücke zwischen Altertum und Moderne. Er verbindet die Altstadt mit der Einkaufs­meile und ist mit zahlrei­chen Cafés und Restau­rants ein beliebter Treff­punkt im Alltag des quir­ligen Stadt­lebens.

Zu Gast in einem ehemaligen Kloster

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz

Die Unter­kunft liegt in einer ruhigen Straße der Altstadt von Pamplona, in unmit­telbarer Nähe zur Kathedrale und dem histo­ri­schen Stadttor.

Hinter den alten Mauern des ehema­ligen Klos­ters befindet sich heute ein modernes Boutique-Hotel mit rund 60 Gäst­ezimmern. Ein zeit­ge­mäßes Design mit klaren Linien und dezenten Farben prägt das Erscheinungs­bild des Inte­ri­eurs. Die eins­tige Kapelle wur­de zum Früh­s­tücksraum umge­baut: ganz in weiß gehalten, mit hohen Decken und Bunt­glasfenstern herrscht hier eine ganz einzig­ar­tige Atmo­sphäre.

Navarra

Grünes Spanien zwischen Pyre­näen und Rioja
Die nordspa­ni­sche Region hat eine abwechs­lungs­reiche Geografie mit vielen mittel­alter­li­chen, entlegenen Dörfern. Es reicht vom Pyre­näen­hauptkamm im Norden bis zum Weinbau­gebiet Rioja im Süden. Navarra war ein baski­sches König­reich, das im 16. Jahr­hun­dert von Kastilien annek­tiert wur­de. Haupt­stadt und größter Ort ist Pamplona, das für seinen jähr­li­chen Stier­lauf berühmt ist. Hier gibt es Befes­tigungs­anlagen aus dem 16. Jahr­hun­dert und die goti­sche Kathedrale. Etwa 50 Natur­parks befinden sich in der Region Navarra. Die bekann­testen sind der Parque Natural de las Bardenas Reales, der Parque Natural de Urbasa y Andía und der Parque Natural del Senorio del Bértiz.

Puerto de Ibañeta

Moderne Kapelle am Jakobsweg
Der Pass in den spani­schen Pyre­näen liegt auf 1.057 Metern Höhe und verbindet über die Natio­nal­straße N 135 Valcarlos mit Roncesvalles. Auf der Pass­höhe steht die moderne Kapelle San Salvador. Dort kommen drei der vier franzö­si­schen Pilger­wege nach Santiago de Compo­s­tela zusammen: der erste von Puy und Conques, der zweite von Paris und der dritte von Vezelay. Schon in präh­is­to­ri­schen Zeiten wur­de der Pass begangen; die Römer bauten eine Pass­sta­tion, später kam ein Kloster mit Herberge für Jakobs­pilger hinzu. Karl der Große passierte 778 den Pass im Rahmen seines Spani­enfeldzugs zweimal, beim Rückzug geriet seine Nachhut in einen Hinter­halt. Diese Ausein­ander­setzung wur­de als Schlacht von Roncesvalles bekannt.

Estella

Reizvolles Städt­chen am Jakobsweg
Die kleine Stadt liegt von Hügeln umgeben an einer Schleife des Flüs­sc­hens Ega. Ihre Geschichte von Estella ist eng mit dem Jakobsweg verbunden. 1090 siedelte der König von Aragón Franzosen aus Südwest­frank­reich in der menschenleeren Gegend an. In Estella wurden Pilger­un­terkünfte einge­richtet, Hand­werker und Händler ließen sich hier nieder. Der Ort wur­de so zu einer geschäf­tigen und geschätzten Station auf dem Pilgerweg. Dazu trugen auch einige Legenden bei, die sich in Estella abge­spielt haben sollen. So soll ein grie­chi­scher Bischof als unerkannter Pilger in Estella vers­torben sein. Sein Leichnam wur­de später auf wunder­same Weise mit einer Reli­quie des Apos­tels Andreas aufge­funden, die der Bischof in Santiago stiften wollte. Seine sterb­li­chen Reste wurden im Kreuzgang der Kirche San Pedro de la Rúa beige­setzt.

Von Pamplona nach San Martín de la Solana

175 km | 3:00 h

Arago­nien

Menschenleere Weiten zwischen Pyre­näen und Ebro
Aragon oder Arago­nien ist eine auto­nome Gemeinschaft und entspricht dem früheren König­reich Arago­nien, das nach dem Fluss Aragón benannt ist. Der Norden wird von den Pyre­näen geprägt, die die Grenze zu Frank­reich bilden. Südlich davon verläuft der Ebro durch eine weite Ebene. Mit knapp 50.000 Quad­ratki­lome­tern ist Arago­nien etwa so groß wie Estland und ist ebenso wenig bevöl­kert. Von den 1,3 Millionen Einwoh­nern lebt etwa die Hälfte in der Haupt­stadt Zaragoza. Damit gehört Aragon zu den am dünnsten besiedelten Regionen Spaniens und Europas. Neben dem Spani­schen wird in einigen Tälern der Pyre­näen noch die autocht­hone arago­ne­si­sche Sprache gespro­chen, die aber nicht den Rang einer Amts­sprache hat.

Foz de Arbayun

Spekta­kuläre Naturkulisse
Mit einer länge von über fünf Kilome­tern und steilen Felswänden, die bis zu 300 Meter in die Höhe ragen, ist die Arbayun-Schlucht am Eingang des Salazar-Tals die größte und wohl impo­san­teste Schlucht Navarras. Im Laufe der Zeit hat der Fluss das Gestein ausgehöhlt und hier einen einzig­ar­tigen Lebens­raum geschaffen. So wur­de die Schlucht aufgrund ihrer enormen Viel­falt in Flora und Fauna zum Natur- und Vogel­schutzgebiet erklärt. Am Aussichts­punkt „Mirador de Iso“ bietet sich ein beein­dru­ckender Blick in die Tiefe, wo eine üppige Vege­ta­tion die Hänge erobert hat und sich die Horste von Gänsegeiern ausma­chen lassen, deren Bewohner ihre Kreise über die Schlucht ziehen.

Javier

Geburtsort von San Francisco de Javier
Das Dorf Javier in der Region Navarra ist bekannt durch seine Burg, auf der San Francisco de Javier im 16. Jahr­hun­dert geboren wur­de. Der Orts­kern entstand 1960 als Sied­lung für die Bewohner der ehema­ligen Häuser neben der Burg, die abge­rissen wurden. Außer der Burg gibt es in der Stadt noch weitere Sehens­wür­digkeiten, wie etwa die Pfarr­kirche La Anunciación aus dem 18. Jahr­hun­dert, in der sich das Tauf­be­cken von Francisco de Javier befindet. Den Altar der Kirche schmückt ein roma­ni­sches Bildnis der Jungfrau Maria. Vor dem Rathaus steht eine Bronze­statue zu Ehren des Heiligen. In der Nähe von Javier, am Ufer des Aragón, befinden sich die Ruinen einer alten Mühle aus dem Mittel­alter.
F

Aragonische Pyrenäen

Malerische Dörfer, einsame Wildnis

Nörd­lich des in Ost-West-Rich­tung verlau­fenden Tal des Rio Aragon erstre­cken sich die arago­ni­schen Pyre­näen bis nach Andorra.

Kleine Seiten­straßen führen in eine kaum besiedelte Bergwelt, wo male­ri­sche, Dörfer zu entde­cken sind und Almen von der Wildnis zurückge­holt werden. Die höchsten Berge liegen im Parc Natural Posets-Mala­deta; einige von ihnen, etwa der Aneto, Posets oder Madaleta sind etwa 3.000 Meter hoch. Dort finden sich vereiste Seen, eindrucksvolle Wasser­fälle, Seen, und Wild­was­ser­bäche.

Zu Gast in einem Berghof bei Boltana

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Halbpension

Von der Straße führt eine einsame und nicht asphal­tierte Piste (eignet sich nicht für tiefergelegte Fahrzeuge) etwa fünf Kilometer hinauf in die Wildnis der Solana-Berge, bis man unerwartet zu einem Berggast­haus kommt. Das auf den Funda­menten eines Klos­ters erbaute Bauern­haus war im Verfall begriffen, als die Besitzer – ein Engländer und ein Brasilianer – es kauften und mit viel Sorgfalt und Aufwand zu einem der schönsten Landgast­häuser in den arago­ni­schen Pyre­näen umge­stal­teten.

Die wuch­tigen Decken­balken und die unver­putzten Natur­steinmauern blieben erhalten und wurden durch antikes Mobiliar ergänzt. In der ehema­ligen Scheune befindet sich heute das Restau­rant mit seiner krea­tiven Küche und seinen spani­schen Landweinen. Viele Wander­wege führen zu verlas­senen Berg­dörfern und Einsied­ler­hütten. Für die Abenteuer­lus­tigen wird Bergklettern, Parag­liding und Wild­wasser Rafting ange­boten.

Pico de Santa Marina

Kleiner Berg mit großer Aussicht
Der Pico de Santa Marina ist zwar nur 1796 Meter hoch, dafür bietet er einen Pa­no­ra­ma­blick über die Hügel der Vorpy­re­näen bis zum maje­s­tä­ti­schen Monte Perdido im Hoch­ge­birge. Die Wande­rung beginnt im kleinen Berg­dorf Ascaso, wo man sich eine Sonnenuhr anschauen sollte. vom Dorf aus ist der Weg zum Gipfel mit Stein­männ­chen bezeichnet. (hin und zurück: 5,5 Kilometer, 4:Stunden, auf und ab: 790 Meter)

Ainsa

Eins­tige Haupt­stadt des König­reichs Sobr­arbe
Der Ort Ainsa, einst Haupt­stadt der Graf­schaft Sobr­arbe, die im 11. Jahr­hun­dert in das König­reich Aragon einge­gliedert wur­de, ist mit seiner Altstadt und Burg ein schönes Beispiel für mittel­alter­li­chen Städtebau. Das Burg­ge­lände wur­de zum Schutz vor dem mauri­schen Nach­barn im Süden, dem Kalifat von Córdoba, errichtet und Mauern geschützt, die noch fast voll­ständig vorhanden sind. In der engen, denkmalge­schützten Altstadt befinden sich neben alten Stein­häusern auch der von Säulen­gängen gesäumte Plaza Mayor und zwei Kirchen, darunter die Santa-Maria-Kirche aus dem 11. Jahr­hun­dert mit Krypta und Kreuzgang. Vom Turm der Kirche bietet sich eine schöne Aussicht auf die Altstadt und die Umge­bung. Etwas außer­halb der Stadt kann man eine Zitadelle besu­chen, die als Teil einer Festungs­anlage im 16. Jahr­hun­dert erbaut wur­de.

Parque Nacional de Ordesa y Monte Perdido

Wildnis in den arago­ni­schen Pyre­näen
Landschaft­li­cher Höhe­punkt ist der Parque Nacional de Ordes y Monte Perdido. In ungezählten Schluchten gedeiht eine vielfäl­tige Pflanzenwelt. Der Park ist Heimat für seltene Tiere wie die pyrenäi­sche Berg­ziege, den Bartgeier oder das Schnee­rebhuhn. Klare Wasser­fälle stürzen vom Monte Perdido, dem dritt­höchsten Berg Spaniens, herab. Der Eingang zum Park befindet sich bei Torla. Dort ist auch ein Informa­ti­ons­zentrum, wo man sich mit Karten und Informa­tionen über die zahlrei­chen Wander­wege versorgen kann.

Sestrales Alto

Leichte Wande­rung durch wilde Land­schaft
Obwohl die Wande­rung leicht ist, führt sie durch eine höchst drama­ti­sche Land­schaft: Man sie von oben den wilden Canyon von Anisclo hinein – und das alles vor der großen Kulisse des Perdido-Massivs. Der Weg vom Park­platz bei Collado ist durch Stein­männ­chen markiert. Anschließend kann man in einer Bar in Escalona einkehren. (hin und zurück: 6,3 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 350 Meter)

Faja Racón

Spekta­kuläre Rundwande­rung im Valle de Ordesa
Die Tour ist eine einfache Vari­ante zu den Faja de las Flores. Sie verläuft unter­halb der steil aufra­genden Felswand. Die Ausblicke sind dennoch spekta­kulär, diverse Wasser­fälle inklusive. Der Aufstieg geht durch dichten Wald, weshalb es auch bei warmen Sommerwetter nicht zu heiß wird. Der Weg ist gut und an den entschei­denden Stellen ausge­schildert. Verlaufen ist prak­tisch nicht möglich. Auch der Abstieg geht durch den Wald. Die Anfahrt (ca. 25 Minuten) geht nur per Bus vom großen Park­platz in Torla aus, dort lässt man sein eigenes Auto stehen. Busse fahren alle 15 Minuten, auch der Rück­transport ist so orga­ni­siert. (hin und zurück: 8,9 Kilometer, 4:30 Stunden, auf und ab: 1.652 Meter)

Von San Martín de la Solana nach Saint Génis des Fontaines

388 km | 6:30 h
Die Route führt durch die abge­legene Wildnis der kaum besiedelten katalo­ni­schen Pyre­näen. Höhe­punkt ist der Parque Nacional d'Aigue­s­tortes im Norden der Route mit seiner schroffen, bis fast 3000 m aufra­genden Bergwelt.

Kata­la­ni­sche Pyre­näen

Weinberge und Olivenhaine am Fuß eines wilden Hoch­ge­birges
Die östli­chen Pyre­näen auf dem Gebiet Katalo­niens sind ein menschen­armes, wildes Gebirge, das bis nach Andorra reicht. Der höchste Berg ist der Pica d’Estats mit 3.143 Metern, der auf der Grenze nach Frank­reich liegt. Zwischen Frank­reich und Katalo­nien liegt Auch Andorra. Das selb­stän­dige Bergfürs­tentum liegt im Quellgebiet des Segre, der nach Süden zum Ebro abfließt. Nach Osten hin senkt sich das Hoch­ge­birge bis zum Mittelmeer. Im Hügel­land dazwi­schen säumen Olivenhaine, Weinberge und Kork­ei­chenwälder den Fuß des Gebirges.

Katalo­nien

Stolze Region zwischen Mittelmeer und Pyre­näen
Die auto­nome spani­sche Region im Nord­osten der Iberi­schen Halb­insel reicht bis an die Grenze von Frank­reich, von dem sie nur durch die Pyre­näen getrennt ist. Mit einer Fläche von knapp 32.000 Quad­ratki­lome­tern ist die Region etwas größer als Belgien. Gut sieben Millionen Menschen leben dort, davon über 1,6 Millionen in der Haupt­stadt Barcelona, die zu den dynamischsten Städten Europas gehört. Katalo­nien ist die abwechs­lungs­reichste Provinz des spani­schen Fest­landes. Von den hoch­alpinen Pyre­näen über ausge­dehnte Wälder in den Mittelgebirgen und land­wirt­schaft­lich genutzte Ebenen bis hin zu steilen Felsküsten und breiten Sand­stränden findet man die unter­schied­lichsten Landschaft­stypen und Klimazonen. Die tradi­tionelle Sprache ist Kata­la­nisch – eine Brücken­sprache zwischen Franzö­sisch und Spanisch. Sie war in der Franco-Diktatur verboten, heute gewinnt sie zuneh­mend an Bedeu­tung.

Östliche Mittelmeerküste

Felsen, Fischer­dörfer und fein­san­dige Strände
Vom Cap Creus, an der Grenze zu Frank­reich, bis zur Costa Cálida, an der Grenze zu Anda­lu­sien, zeigt sich die Östliche Mittelmeerküste Spaniens facet­ten­reich. So schlagen die Wellen des Meeres mal gegen schroffe Steil­küsten, mal spülen sie auf feinen Sand­strand. Dazwi­schen liegen beschau­liche Fischer­dörfer und moderne Groß­städte. Während die Küsten­streifen zum Teil – vor allem bei Valencia und Alicante sowie um Barcelona – von fort­schrei­tender Zersiede­lung gezeichnet sind, zeigt sich das Hinter­land oft noch deut­lich ursprüng­l­i­cher. Pini­enwälder und mittel­alter­liche Ortschaften, alte Klöster und Weinberge prägen hier das Landschafts­bild.

Wande­rung am Fuß der Serra del Cadi

Male­ri­sche Täler, Wälder und uralte Berg­dörfer
Der 22 Kilometer lange Gebirgszug Serra del Cadí wird zu den Vorpy­re­näen gerechnet, obwohl der eine Höhe von bis zu 2.600 Metern erreicht. Die Rundwande­rung startet in Cava auf 1.300 Metern Höhe und führt durch male­ri­sche Täler, Wälder und uralte Berg­dörfer mit schön restau­rierten Häusern. Am Mare de Déu de Boscalt erreicht man einen Platz mit großar­tiger Aussicht auf die wilden Felsenburgen des Cadí-Gebirges. (hin und zurück: 10,8 Kilometer, 3:30 Stunden auf und ab: 430 Meter)
G

Céret

Künstlerstädtchen in den Ostpyrenäen

Das Künst­ler­städt­chen in den Ostpy­re­näen liegt südlich von Perpi­gnan nahe der spani­schen Grenze.

In der uralten Kultur­landschaft von Languedoc Rous­sillon kommen Natur­liebhaber und Kultur­in­ter­es­sierte glei­cher­maßen auf ihre Kosten. Im Westen erhebt sich der Pic de Cannigou (2.785 Meter), von dem man an klaren Tagen eine phan­tas­ti­sche Sicht hat. Weiter südlich fließt die Tech durch die male­ri­sche Gorge de la Fou, eine bis zu 100 Meter tiefen Schlucht. Ceret selbst, wo in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts berühmte Maler wie Gris, Braque, Picasso oder Chagall gewohnt haben, ist vor allem für sein einzig­ar­tiges Musée d'Art Moderne bekannt. Über 50 Werke von Picasso sind dort ausge­stellt.

Zu Gast auf einem Landgut bei Perpignan

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das ehema­lige Weingut aus dem 19. Jahr­hun­dert liegt auf einem 1,2 Hektar großen Grund­stück südlich von Perpi­gnan, im Hinter­land der Côte Vermeille.

Das Anwesen besteht aus vier restau­rierten Gebäuden, die heute trotz modernen Komforts noch den Charme vergan­gener Zeiten besitzen. Aurelie und Fred, die Gastgeber haben viel Arbeit und Liebe in die Gestal­tung der Häuser und jedes einzelnen Raumes gesteckt und so ein rundum stim­miges und warmes Ambi­ente geschaffen. Die fünf Gäste­zimmer und zwei Cottages sind mit hoch­wer­tigen Möbeln stil­voll und individuell einge­richtet. Morgens wird in der Lounge oder auf der Terrasse ein reichhal­tiges Früh­stück serviert. Die parkähn­liche Garten­anlage, die große Terrasse und der Pool laden zum Verweilen an der frischen Luft ein, aber auch innen stehen gemüt­liche Aufent­haltsräume wie das Lesezimmer zur Verfügung.

Musée d'art moderne de Céret

Werke von Picasso, Matisse und Chagall
Das einzig­ar­tige Museum enthält eine Samm­lung von rund 700 Arbeiten moderner Künstler. Zum Fundus gehören mehr als 50 Werke von Pablo Picasso, mehr als ein Dutzend Zeich­nungen von Henri Matisse, ein groß­forma­tiges Gemälde von Marc Chagall sowie diverse Arbeiten von Joan Miró, Jean Cocteau, Raoul Dufy, Juan Gris, Aristide Maillol, Chaim Soutine, André Masson, Manolo Martínez Hugué, Auguste Herbin sowie von Joan Brossa, Pinchus Kremegne, Jean-Louis Vila und anderen. Von besonderen Inter­esse sind Chagalls Gouache. Die Kuh unter dem Regen­schirm, die 28 rot-braun-gelben Tonschalen von Picasso mit Stier­kampf-Szenen sowie eine gleichfalls von Picasso stam­mende Zeich­nung, La Sardane à la Colombe.

Von Saint Génis des Fontaines nach Beaucaire

256 km | 3:00 h

Cascastel

Winzerdorf im Schatten einer Burg
Das Château von Cascastel stammt aus dem 12. Jahr­hun­dert und liegt am Ortsrand über dem – oft ausge­trock­neten – Flüs­schen Berre. Die Mauern des Turms sind etwa 2,50 Meter dick; der ehema­lige Eingang führte – wie im Mittel­alter üblich – ins erste Geschoss mit seinem acht Meter hohen gewölbten Repräsenta­tions- und Fest­saal. Das Unter­ge­schoss war den Wachen vorbe­halten. Im Rahmen einer Umbau­maß­nahme wurden einige Fenst­er­öffnungen in das Mauer­werk eingefügt, um mehr Licht in die beiden Geschosse des Turms einzulassen; auf der gut zu vertei­digenden Fluss­seite führt eine ins Mauer­werk einge­las­sene schmale Stein­treppe hinauf auf die ehemals nicht über­dachte Wach­platt­form. Die Weinfelder rings um das Schloss gehören zu den geschützten Herkunfts­bezeich­nungen Corbières, Rives­altes, Muscat de Rives­altes und Fitou.
Wein­proben werden überall ange­boten.

Sète

Fische­reihafen und Stadt­kanäle
Die Hafen­stadt ist nach Marseille der wich­tigste Handelshafen am franzö­si­schen Mittelmeer. Sie ist ganz von Wasser umgeben und wird von Kanälen durch­zogen. Besonders schön ist der Canal de Sète. Am Quai Général Durand beginnen die Hafen­rundfahrten. Höchster Punkt des Orte ist der Mont Saint-Clair 175 Meter über dem Meer. Von dort hat man einen schönen Rund­blick.

Montagne de la Clape

Vom Seefahr­erfriedhof über einen Geröll­berg und eine Schlucht
Zwischen Narbonne und St-Pierre-sur-Mer erstreckt sich ein zehn Kilometer langer Höhenzug wie ein größerer Stein­haufen. Clape ist ein okzi­ta­ni­sches Wort für Geröll. Eine kurze Tour führt zu den schönsten Stellen des Hügels: sie beginnt am viel besuchten Seefahr­erfriedhof mit der Kapelle Notre-Dame-des-Auzils und geht durch Pini­enwälder und ein Schlucht. (hin und zurück: 3,4 Kilometer, 1:30 Stunde, auf und ab: 80 Meter)
H

Provence

Liaison von Kunst und Natur

Das Zentrum der ehemals römi­schen „Provincia Gallia Narbo­ni­ensis“ bildet die Bas Provence rund um Avignon.

Sie gehört zu den ältesten Kultur­landschaften Europas und hat mehr als einmal Welt­ge­schichte geschrieben. Während des Schisma der mittel­alter­li­chen Kirche residierte in Avignon neben dem Papst in Rom ein weiterer, der die Stadt und das Umland geprägt hat. Uralte Städte schmiegen sich in die Bergwildnis, verlas­sene Dörfer werden von der Natur zurück­e­r­obert. Neben Städten wie Arles, Nimes oder Aix findet der Besu­cher nahezu unbe­rührte Landschaften: den Mont Ventoux oder die schier endlosen Eichenwälder des Luberon. Wenn man das ange­nehm medi­ter­rane Klima berück­sich­tigt, versteht man, dass dieser Land­strich sowohl Urlauber als auch Maler und Künstler anzieht.

Zu Gast auf einem Landsitz bei Beaucaire

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Zwischen Arles und Nimes, an der Grenze von Provence und Camargue, liegt das große Landhaus inmitten eines vier Hektar großen Gartens mit Obstbäumen, Olivenbäumen, Lavendel und zahlrei­chen anderen Pflanzen.

Die etwa 18 Zimmer und Apart­ments sind in einem leicht verspielten, eleganten Stil individuell einge­richtet; die Zimmer sind im Oberge­schoss unter­ge­bracht, die Apart­ments befinden sich im Erdge­schoss und haben eine Küche sowie eine Terrasse. Morgens wird im Salon ein reichhal­tiges Früh­s­tücksbuffet ange­boten, bei schönem Wetter auch draußen. Für Abküh­lung sorgt der Swimmingpool; ein Spaziergang durch den Garten ist ein Fest für die Sinne – weitab vom Lärm einer Stadt kann man hier den Vögeln, Zikaden und Fröschen lauschen und den Duft von Lavendel und Rosmarin genießen.

Arles

Proven­cali­sche Stadt mit römi­scher Arena
Die Stadt ist eine der ältesten im Rhone-Delta. Ihre römi­schen und mittel­alter­li­chen Bauten im Zentrum sind heute Welt­kultur­erbe der UNESCO. Vincent van Gogh malte hier viele seiner bekann­testen Bilder. Bedeu­ten­dstes Bauwerk ist die Arena von 90 n. Chr. auf einem Hügel. Sie bestand aus drei Stock­werken und bot über 25.000 Zuschauern Platz. Die letzten Spiele fanden 549 statt. Danach wur­de das Amphi­theater zu einer festungs­ar­tigen Sied­lung umge­baut, die im Laufe der Jahrhunderte zum Armen­viertel der Stadt wur­de. Ab dem frühen 19. Jahr­hun­dert wurden die mittel­alter­li­chen Anbauten wieder abge­rissen. Von oben eröffnet sich ein fantas­ti­scher Blick auf die Altstadt und die Umge­bung von Arles.

Saint-Gilles

Benedikti­n­erkloster am Jakobsweg
Die Abtei­kirche Saint-Gilles, St. Äegidius, wur­de in den Jahren 1125 bis 1150 erbaut und gehörte zu einer Klos­ter­anlage der Benediktiner. Wegen des Grabes des Heiligen Ägidius ist sie bis in die Gegenwart eine bedeu­tende Etappe auf der Via Tolosana, einem der franzö­si­schen Abschnitte des Jakobs­weges nach Santiago de Compo­s­tela. Seit 1998 gehört die Kirche zum Welt­kultur­erbe der UNESCO.

Nîmes

Römi­sche Arena als mittel­alter­li­ches Armen­viertel
Seit sich die Stadt 121 v. Chr. den Römern ergab, wuchs ihre Bedeu­tung als Handels­stadt zwischen Italien und Spanien. Die in das Hügel­land der Cevennen einge­bet­tete Stadt ist besonders reich an antiken Bauwerken. Am bedeu­ten­dsten ist zweifellos die Arena. Von den rund 70 römi­schen Arenen, die heute bekannt sind, ist die von Nimes zwar nicht die größte, aber die am besten erhal­tene, obwohl sie später zu anderen Zwecken benutzt wur­de. Die Westgoten bauten sie als Festung um, im Mittel­alter diente sie als Ritter­burg und später als Wohn­viertel für 2.000 Menschen.

Digue à la Mer

Zwischen Dünen und Brack­wass­er­seen
Der einfache Weg zwischen Delta und dem Mittelmeer erschließt die Natur­schön­heiten der Camargue. Er führt vorbei an Dünen und Brack­wass­er­seen, wo zahl­lose Wasservögel beheimatet sind. (Hin und zurück : 24 Kilometer, 6 Stunden, auf und ab 18 Meter)

Von Beaucaire nach Hermance

425 km | 5:00 h

Savoyen

Ehema­liges Herzogtum zwischen Genfer See und Mont Blanc
Das ehema­lige Herzogtum reichte von den sanften Landschaften um den Genfer See und dem Lac d'Annency bis zu den verglet­scherten Gipfeln des Mont Blanc (4810 m). Seine reiche Geschichte hat viele Spuren hinter­lassen. Dazu kommt eine hervor­ra­gende Gastro­nomie, so dass die Region der Gegen­sätze nicht nur während der Skisaison, sondern auch im Sommer ihren Reiz ausübt. Zahl­lose Wander­wege eröffnen immer wieder phäno­me­nale Ausblicke auf den weißen Riesen, dessen Glet­scher­decke bis zu 28 m dick ist. Weniger Sport­liche können abwechs­lungs­reiche Rundfahrten machen – etwa um den Lac d'Annency oder eine Tour durch den Mont Blanc Tunnel und über den großen St. Bern­hard-Pass.

Avignon

Stadt der Päpste
Heute hat die Stadt östlich der Rhone weniger als 100.000 Einwohner. Im Mittel­alter war Avignon eine Stadt von Welt­gel­tung. Sieben Päpste haben während des Schismas von 1309 bis 1376 von hier aus das Abend­land regiert. Damals war die Stadt ein glänzendes Kunst­zentrum. Die „Stadt der Päpste“ konnte ihre Stadt­mauern rund um die Altstadt, den Papst­pa­last, die Bischofs­anlage und die Brücke von Avignon unbe­schä­digt in die Gegenwart hinüber­retten. Die Altstadt von Avignon ist Welterbe der UNESCO und war 2000 euro­päi­sche Kultur­haupt­stadt.

Château­neuf-du-Pape

Keller­be­sich­tigungen und Proben im welt­be­kannten Weinort
Während des mittel­alter­li­chen Schismas war der Ort zwischen sanft gewellten Hügeln die Sommer­residenz der Päpste von Avignon. Daran erin­nert noch die Schloss­ruine mit Turm und Mauer­resten. Heute ist das 2.000-Einwohner-Städt­chen Zentrum einer welt­be­kannten Wein­gegend, wo man Keller­be­sich­tigungen und Wein­proben machen kann.
I

Genfer See

Mittelalterliche Städte und Burgen vor dramatischer Alpenkulisse

Der Genfer See bzw. der Lac Leman, wie er im franzö­sisch­spra­chigen Teil der Schweiz klangvoll heißt, ist mit fast 600 Quad­ratki­lome­tern der größte See am Rande der Alpen.

Er liegt zwischen den Waadt­länder Alpen, Savoyen und dem Schweizer Jura. Seit Jahrhunderten zieht seine einzig­ar­tige Schön­heit Menschen aus aller Welt in den Bann. Lord Byron, Charlie Chaplin, Audrey Hepburn sind nicht die einzigen. Umgeben wird der von der Rhone durch­flos­sene See von alten Städten, Winzer­dörfern und Burgen, die sich vor der großar­tigen Szenerie der Walliser Alpen präsen­tieren. Nicht entgehen lassen sollte man sich einen Abend in einem der vielen „Caveaux des Vigne­rons“. Fast jeden Abend ist in jedem Dorf ein Wein­keller geöffnet, wo man in einer besonderen Atmo­sphäre die besonderen Weine der Region kennen lernen kann.

Zu Gast in einem Gourmet-Hotel in Hermance

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Hotel liegt wenige Kilometer östlich von Genf, im mittel­alter­li­chen Grenzdorf Hermance am Genfer See.

Die Wärme und Gemüt­lichkeit der Herberge mit ihren offenen Kaminen wird von den Gästen besonders im Winter geschätzt. Im Sommer ist die mit subtro­pi­scher Blumenpracht deko­rierte Terrasse mit Aussicht über das Dorf und den See eine besondere Attrak­tion. Dass das kleine Gäste­haus mit nur sechs Zimmern einen besonderen Ruf genießt, liegt aber vor allem an seiner Küche, die zu den besten rund um den See gehört.

Nyon

Schmucke Klein­stadt am Genfer See
Die schmucke Klein­stadt liegt am Genfersee auf halbem Weg zwischen Genf und Lausanne inmitten der Weinberge der La Côte. Auf einem Hügel in den Park­anlagen am See erin­nern drei korint­hi­sche Säulen an die römi­sche Epoche. Nachdem Julius Cäsar Gallien erobert hatte, beschloss er, auf dem Gebiet der heutigen Stadt Nyon die Kolonie Iulia Eques­tris mit dem Zentrum Novio­dunum zu errichten, wovon die Ausgra­bungen im Römermuseum zeugen. Im Sommer ist der Ort ein Para­dies für Wassersport- und Natur­freunde.

Genf

Franzö­si­sche Lebensart und inter­na­tio­nale Kultur am Genfer See
Franzö­si­sche Lebensart, inter­na­tio­nale Kultur und eine unüberbietbar schöne Lage am gleich­na­migen See machen Genf zu einer der lebens­wer­testen Städte der Schweiz – und zugleich eine der teuersten. Welt­ge­schichte hat Genf in der Reforma­tion geschrieben, als der Reformator in der Stadt einen Gottes­staat mit harter Kirchen­zucht errich­tete. Während Tanzen, Trinken und Singen verboten wurden, erlaubte Calvin die Zins­wirt­schaft, die im katholi­schen Umland den Christen verboten war. Dadurch wur­de Genf zu einem bedeu­tenden Handels- und Banken­platz. Heute haben 200 inter­na­tio­nale Orga­ni­sa­tionen ihren Sitz in Genf. Über 40% der Bewohner sind Ausländer. Orien­tie­rungs­punkte in Genf sind das Seeufer und die Rhone, an deren linken Ufer die drei­tür­mige Kathedrale steht.

Von Hermance

19 Tage
ab 2.389,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: März–Oktober

Die Preise können je nach Saison variieren.
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Petra Rappenhöner

Tel.: +49 (0)2268 92298-17

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2. Beratung & Entwurf
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3. Buchung
Bei Buchungswunsch füllen Sie einfach unser Formular aus. Anschließend buchen wir alle Leistungen für Sie.

4. Zahlung & Unterlagen
Sie erhalten die schriftliche Bestätigung mit Reiseplan. Nach Eingang der An- und Restzahlung schicken wir Ihnen die Reiseunterlagen per Post.

5. Reise
Wir wünschen eine entspannte und interessante Reise. Genießen Sie Ihren Urlaub!

6. Reiseeindruck
Nach der Reise freuen wir uns über Ihre Rückmeldung. So können wir unser Produkt ständig verbessern.