Kastilien Reise: Madrid, Toledo, Salamanca, Segovia - Spanien
Altehrwürdige Universitätsstadt: Salamanca

Kastiliens stolze Städte

Die Reise beschränkt sich auf das Innere Spaniens und lässt viel Zeit zur Besichtigung der bedeutendsten Städte Kastiliens. Übernachtet wird in historischen Gütern in großartiger Landschaft, so dass Ruhe und Erholung gewährleistet sind.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Madrid

Madrid

18 km | 29 Minuten
A

Madrid

Spaniens vitaler Mittelpunkt

Die drei Millionen Einwohner zähl­ende Haupt­stadt Spaniens ging aus der mauri­schen Stadt Madschrit im 10. Jahr­hun­dert nach Christus hervor.

Die spani­schen Könige wählten die eigent­lich unbedeu­tende Stadt wegen der zentralen Lage auf der iberi­schen Halb­insel zur ihrer Residenz. Erst im 19. und 20. Jahr­hun­dert wur­de sie auch wirt­schaft­li­cher und kultureller Mittel­punkt. So kann sie, was das Stadt­bild angeht, nicht mit Toledo, Sevilla oder Granada mithalten. Dafür gilt das Nach­tleben als unschlagbar: Niemand kann mehr die Fülle an Bars, Bodegas und Restau­rants über­sehen.

Zu Gast in einem Hotel im Zentrum von Madrid

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Hotel befindet sich inner­halb eines histo­ri­schen Gebäudes aus dem 19. Jahr­hun­dert im Zentrum von Madrid, gegenüber dem Teatro Real de La Ópera und nahe des Palacio Real und der Plaza Mayor.

Bei seiner Restau­rie­rung wur­de sorgsam darauf geachtet, die Origi­nal­struktur und deko­ra­tive Elemente des Hauses zu erhalten. Die Zimmer der verschiedenen Katego­rien sind stil­si­cher in harmo­ni­sierenden Farben einge­richtet. Morgens wird im Gewölbekeller ein reichhal­tiges Früh­s­tücksbuffet ange­richtet. Die zentrale Lage ist optimal für die Erkundung der vielen histo­ri­schen und kulturellen Sehens­wür­digkeiten des alten Vier­tels „Villa y Corte“. Die nächste Metro­sta­tion ist fünf Gehmi­nuten entfernt.

Markt San Miguel

Kuli­na­rik­tempel von Madrid
Das 1916 als Markt­halle eröffnete guss­ei­serne Gebäude wur­de 2009 in den ersten Kuli­narik-Markt Madrids umge­baut. Inzwi­schen hat sich dort ein tolles gastro­no­mi­sches Angebot etab­liert. Mit über 10 Millionen Besu­chern gilt es als der Kuli­narik-Tempel und moderne Quin­tes­senz der spani­schen Küche. Erhält­lich ist alles; etwa iberi­scher Schinken, frische Meeresfrüchte, medi­ter­rane Reisge­richte oder spezi­elle Käsesorten aus Kastilien, Astu­rien oder dem Basken­land. Über 30 feste und fahrbare Stände garan­tieren eine große Auswahl.

Palacio Real

Vom märc­henhaften Prunk der bourbo­ni­schen Herr­scher
Italie­ni­sche Architekten sollten Mitte des 18. Jahrhunderts für den spani­schen König, Philipp V., den Glanz von Versailles nach Madrid bringen – es wur­de trotzdem ein sehr spani­scher Bau: streng, quad­ra­tisch und mächtig, üppig und barock, vor allem aber gigan­tisch. Sieben Etagen und 100.000 Quad­r­at­meter Platz bot der Palacio dem König und seinem Hofstaat. 50 der insge­samt 280 könig­li­chen Gemächer sind heute für die Öffent­lichkeit zugäng­lich. Die Besich­tigung gleicht einer etwas gehetzten Kurzreise durch eine Märc­henwelt voller kostbarer Gemälde, Wand­teppiche, Deckenma­le­reien, Stuck­or­na­mente, Lüster, Möbel, Uhren, Geschirr, Degen, Gewehre, Rüstungen, Landkarten, Bücher – und schließ­lich durch die König­liche Apotheke. Auch wenn kaum Zeit für Klei­nigkeiten bleibt, so bekommt man doch einen Eindruck vom uner­mess­li­chen Prunk, den sich die Bourbonen erlaubten, während die meisten ihrer Untertanen von wenig Brot und Lammfleisch lebten.

Liria Palast

500 Jahre alte Kunst­samm­lung
Der Palacio de Liria beherbergt eine der bedeu­ten­dsten privaten Kunst­samm­lungen Spaniens, die Mäzene im Lauf von 500 Jahren zusam­menge­tragen haben. Den Auftrag gaben die Herzöge von Berwick und Alba. Ausge­stellt werden ­Ge­mälde, Skulpturen, Wand­teppiche und Möbel.

Von Madrid nach Segovia

Mietwagenannahme

Madrid

17 km | 21 Minuten

Mietwagenannahme

Anbieter: Sunny Cars GmbH
Vermieter: ALAMO
Fahrzeug: Opel Astra o.ä. (CDMR)
Station: Madrid Flughafen (Desk at Airport)

Von Madrid nach Segovia

106 km | 1:30 h
Wer Zeit hat, kann die östliche Neben­strecke über die Puerto de Nava­cer­rada fahren. Von der Pass­höhe (1860 m) hat man einen herr­li­chen Blick auf die Berg­landschaft ringsum.

Museo del Prado

Kunst­museum der Spitzen­klasse
Der Prado ist aus einer Kunst­samm­lung der Habsburger Könige hervor­gegangen, die von den Bourbonen fortge­setzt wur­de. Heute gehört er mit mehr als drei Millionen Besu­cher im Jahr, 5000 Zeich­nungen, 2000 Drucken und fast 2000 Kunst­ge­gen­ständen zu den größten und bedeu­ten­dsten Kunst­mu­seen der Welt. Neben der welt­weit besten Samm­lung spani­scher Maler werden unter anderem auch holländi­sche Meister und einige Werke von Botti­celli, Carava­ggio, Albrecht Dürer, Rembrandt gezeigt.

Museo Thyssen-Born­emisza

Kunst­samm­lung von Welt­rang
Fried­rich Thyssen, zweiter Sohn des Stahlma­g­naten, wollte vom Stahl nichts wissen. Er heira­tete eine unga­ri­sche Baronin namens Born­emisza und sammelte Kunst. Ihr gemein­samer Sohn Hans-Heinrich (1921-2002) wur­de Schweizer Staats­bürger und sammelte weiter, mit Vorliebe deut­sche Expres­sio­nisten. Bei seinem Tod hatte er rund 1500 Werke beisammen, die einen fast enzyklo­päd­i­schen Gang durch die Kunst­ge­schichte Europas und Nord­ame­rikas erlauben. Der zentrale Teil dieser Samm­lung, etwa 800 Gemälde, ist seit 1992 im Madrider Museum Thyssen-Born­emisza im Palacio Villahermosa zu sehen. 2004 ist ein moderner Anbau des Villahermosa-Palasts fürs Publikum geöffnet worden, in dem 220 weitere Gemälde ausge­stellt sind. Ein chro­no­logi­scher Spaziergang durch die Kunst vom 13. bis zum 20. Jahr­hun­dert beginnt im zweiten Stock­werk und endet im Erdge­schoss.

Real Jardín Botánico

Oase in der Millio­nen­me­tro­pole
Vor mehr als 200 Jahren, im Jahr 1781, ließ Karl III. den Bota­ni­schen Garten gleich neben dem Prado anlegen. Und mehr als 200 Jahre alt sind auch die ältesten der rund 30.000 Bäume, Büsche und Blumen aus aller Welt, zwischen denen die Besu­cher wandeln wie in einem großen Garten. Sie stammen aus den spani­schen Kolo­nien in Amerika und auf den Phili­pinen. Seit 2005 beherbergt der Jardín Botánico auch die Bonsai­samm­lung des ehema­ligen Minister­präsidenten Felipe González.
B

Segovia

Stolze Altstadt auf hohem Felsen

Die 55.000 Einwohner zähl­ende Stadt liegt auf einer hundert Meter hohen Fels­zunge zwischen den Flüssen Eresma und Clamores.

Auf engstem Raum drängt sich dort die stolze Altstadt mit ihren engen Gassen, goti­schen Kirchen und einer mäch­tigen Burg, der Alcázar, von der aus man einen grandiosen Blick über die karge Hoch­e­bene bis zur Sierra de Guadar­rama hat. Neben Toledo und Avila ist Segovia eine der drei histo­ri­schen Städte Kastiliens und eines der bedeu­ten­dsten Reise­ziele in Spanien. Auch die Umge­bung ist sehens­wert. Einen Tag dauert die klas­si­sche Burgen­fahrt über Castillo de Coca, Teré­gano, Sepúlveda, Castil­novo und Pedrazza.

Zu Gast in einem ehemaligen Kloster bei Segovia

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das ehema­lige Kloster liegt außer­halb der Altstadt, die über über einen Fußweg am Aquädukt in 15 Minuten zu errei­chen ist.

Die 51 Zimmer inner­halb der alten Mauern sind vom Platz her begrenzt, aber schön einge­richtet und auch das Kissen­polster vor dem Fenster fehlt nicht. Das Restau­rant serviert kastili­sche Küche in einem Innenhof, der über den Kreuzgang erreichbar ist. Das Früh­s­tücksbuffet ist reichhaltig und gut.

Acueducto

Wahrzei­chen Segovias
Das monu­men­tale Wahrzei­chen von Segovia wur­de von der Unesco zum Erbe der Menschheit erklärt. Über den Aquädukt begannen die Römer am Ende des 1. Jahrhunderts nach Christus, Wasser aus dem fernen Ríofrío nach in die Stadt zu leiten; das letzte Teil­stück war atemrau­bend. Hier lief das kühle Nass über 166 pfeil­erge­stützte, zwei­stö­ckige Bögen aus mehr als 20.000 mört­el­losen Granitblö­cken. Die maximale Höhe betrug 28 Meter. Bei mauri­schen Atta­cken im 11. Jahr­hun­dert kamen Dutzende Bögen zu Schaden, wurden jedoch wieder herge­richtet.

Catedral

Prachtbau über den Dächern der Altstadt
Die spätgo­ti­sche Kathedrale hoch über den Ziegeldäc­hern der Altstadt wur­de auf Anord­nung Kaiser Karls V. von 1525 bis 1577 errichtet.  Die 67 Meter über­span­nende Vierungs­kuppel und der 88 Meter hohe schlanke Turm stammen in ihrer heutigen Form aus dem 17. Jahr­hun­dert. Wegen ihrer prachtvollen Ausstat­tung nennt man sie die „Dame“ unter Spaniens großen Gottes­häusern. Die Apsis grenzt an die mittel­alter­liche Judería, das Juden­viertel, in dem es sein­erzeit fünf Synagogen gab.

Alcázar

Zwischen Ritter­burg und Zauber­schloss
Hoch über dem Zusam­menfluss von Río Eresma und Río Clamores ragt die mittel­alter­liche Festung von Segovia auf. Sie wirkt wie eine Mischung aus Ritter­burg und Zauber­schloss. Hier residierten zuweilen die kastili­schen Könige, hier betrieb Alfonso X el Sabio („der Weise“) seine himmels­kund­li­chen Studien, hier wur­de Isabella zur spani­schen Königin ausge­rufen. Und im 16. Jahrhunderte feierte Felipe II auf dem Alcázar Hoch­zeit mit Anna von Öster­reich. Nach einer Brandka­tastrophe im Jahr 1862 wur­de die Burg umfas­send restau­riert.

Von Segovia nach Sala­manca

169 km | 2:30 h
Auf der Fahrt durch Altka­stilien kommt man durch Arévalo. Mit seinen hell gepflas­terten Gassen und seinen Stadthäusern, deren Oberge­schoss weit vorragt und durch Säulen gestützt wird, ist der Ort einen Spaziergang wert und gibt einen Eindruck von der trad­t­ionellen Lebens­weise in Spaniens Provinz.

Avila

Mysti­sche Fröm­migkeit und kastili­scher Adels­stolz
Mysti­sche Fröm­migkeit und kastili­sche Adelsherr­lichkeit prägen den Geist der Stadt bis heute. Roman­ti­sche Kirchen und goti­sche Stadt­pa­läste säumen das Gewirr der mittel­alter­li­chen Gassen, die von einer voll­kommen erhal­tenen Stadt­mauer umschlossen sind. Das 2500 Meter lange Monu­ment mit 88 Türmen und neun Stadt­toren ist die wich­tigste Sehens­wür­digkeit von Avila. Die bekann­teste Persön­lichkeit ist die Heilige Theresa von Avila, die als die größte Mystikerin des Mittel­alters gilt. Zusammen mit Toledo und Segovia gehört Avila zu den drei histo­ri­schen Metro­polen in der Umge­bung der spani­schen Haupt­stadt.
C

Salamanca

Studentisches Leben in der Weltkulturerbe-Stadt

Die 2.000 Jahre alte Stadt am Rio Tormes zählt zu den aller­ersten Reise­zielen Spaniens. Das liegt vor allem an der altehrwür­digen Univer­sität, die die Geschichte der Stadt geprägt und viele Gelehrte hervor­ge­bracht hat.

So erklärte etwa Kolumbus wenige Monate vor seiner Expedi­tion den skep­ti­schen Profes­soren seinen Plan, Indien über den Westen zu errei­chen. Heute bevöl­kern über 40.000 Studenten die Stadt, was ihr ein lebhaftes, kosmo­poli­ti­sches Gepräge gibt und eine breite Szene an Lokalen, Bars und Restau­rants hervor­ge­bracht hat. Wegen ihres geschlos­senen Stadt­bildes mit vielen Denkmal geschützten Bauten aus dem 16. Jahr­hun­dert ist die gesamte Stadt zum Welt­kultur­erbe erklärt worden.

Zu Gast in einem Hotel an der Altstadt

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz

Das kleine Boutique Hotel am Rande der Altstadt gehört zu den schönsten seiner Art in West­spa­nien, was vor allem an der Sorgfalt des Besitzers liegt, die sich in vielen Details wider­spiegelt.

Vor allem Holz wird auf verblüf­fend viele Weisen zur Wirkung gebracht: vom hoch­glänzenden Parkettfußboden über Tische mit Intar­si­en­arbeiten bis zu den handge­schnitzten Betten. Die Badezimmer sind aus weißem Marmor und mit dicken Hand­tüc­hern ausge­stattet. Mögli­cherweise braucht man dort nicht unbedingt ein Telefon oder den Faxanschluss im Zimmer, aber die doppelt verglasten Fenster, die Minibar und die Klima­anlage wird man zu schätzen wissen. Zum Hotel gehört eine Bar und eine Parkga­rage.

Catedral Nueva/Catedral Vieja

Doppelka­thedrale von Sala­manca
Die Doppelka­thedrale besteht aus einer alten mit dem roma­ni­schen Vorläufer sowie der vom 16. bis 18. Jahr­hun­dert errich­teten Catedral Nueva. Besonders schön an der Neuen Kathedrale ist die Portalge­stal­tung im plateresken Stil, der in der spani­schen Renais­sance in Mode war und goti­sche, mauri­sche und spani­sche Elemente vereint. Das Innere beein­druckt Besu­cher mit der Wucht seiner Ausmaße (104 m lang, 50 m breit).

Univer­sidad

800 Jahre spani­sche Gelehr­samkeit
Sala­mancas Univer­sität blickt auf eine knapp 800-jährige Geschichte zurück, weite Teile der Architektur gehen auf das 15./16. Jahr­hun­dert zurück. Die reich verzierte Haupt­fas­sade ist ein Gedicht in Stein. Das Hauptportal der Univer­sität ist mit Skulpturen und Dekor aus der spani­schen Früh­re­nais­sance verziert, im soge­nannten Plateres­ken­stil. Ein Toten­kopf mit einem Frosch oder einer Kröte symboli­siert die Ausschweifungen im Leben, die nach dem Tod gesühnt werden – eine Mahnung an die lebens­lus­tigen Studenten. In Sala­manca soll das beste Hoch­spa­nisch gespro­chen werden. Dies und die von der Univer­sität und diversen privaten Anbie­tern orga­ni­sierten Sprachkurse führen dazu, dass sich die Stadt in den Sommermo­naten stets mit ausländi­schen Studenten füllt. Über der alten Bibliothek hängt der „Himmel von Sala­manca“, El Cielo de Sala­manca, ein Ende des 15. Jahrhunderts voll­en­detes Meister­werk.

Casa de las Conchas

Haus der 4000 Muscheln
Diese Fassade sollte niemand versäumen: Knapp 400 steinerne Jakobs­mu­scheln sind Namensgeber des „Hauses der Muscheln“, eines Stadt­pa­lasts, an dem von 1495 bis 1517 gebaut wur­de. Das Portal ist mit einem Wappen im plateresken Stil verziert. Im Innern besitzt der Patio eine Galerie im ersten Geschoss, die von mehr­e­ckigen Säulen getragen wird. In dem Gebäude befindet sich heute eine öffent­liche Bibliothek.

Von Sala­manca nach Trujillo

248 km | 3:00 h
Die Route führt der Sonne entgegen über das maje­s­tä­ti­sche Gebirge der Sierra Béjar. Der gleich­na­mige Haup­tort südlich der Bergkette lohnt einen Besuch wegen seines schönen Stadt­bildes und der Burg der Herzöge von Alburquerque.

Garganta de los Infi­ernos

Wälder, Wild­wasser, Bade­be­cken
Das Natur­schutzgebiet gehört zum Netz­werk der geschützten Natur­räume der Extre­madura. Es um­fasst rund 7.200 Hektar in der Region Valle del Jerte nörd­lich der Provinz Cáceres. Im Norden grenzt es an den Fluss Jerte, im Osten an die Sierra de Gredos (Ávila), im Süden an die Region La Vera (Cáceres) und im Westen an den Bach Puto­padre. Die höchsten Höhen werden in der Cuerda de los Infi­er­nillos (2.281 m.) und dem Cerro del Estecillo (2.290 m.) erreicht; dazwi­schen liegt ein altes Glet­schertal. Was­ser­fälle und Gebirgs­bäche prägen das Bild, ebenso die marmitas gigantes, riesige Wasser­be­cken in den Flüssen, die durch Erosion entstanden sind. Wegen der Höhen­un­ter­schiede ist die Arten­viel­falt besonders groß: In den Wäldern  wachsen Süße­iche, Weißdorn und Erdbeerbäume, aber auch Farne und Orchideen; ober­halb wird meist Almwirt­schaft betrieben.

Schloss von Monfragüe

Wehrburg mit Fern­blick über dem Tajo
Das Castillo wur­de im 9. Jahr­hun­dert von islami­schen Eroberern ange­legt, da man von hier aus den Verkehr auf dem Tajo kontrollieren konnte und eine einzig­ar­tige Aussicht hat. Nach der Reconquista ab dem 12. Jahr­hun­dert wur­de es von Ritter­orden aus dem glei­chen Grund genutzt. Das Castillo hatte fünf Türme und zwei Mauerringe. Bis heute erhalten blieben die Ruine eines runden Turmes aus dem 12. Jahr­hun­dert und der wieder­herge­stellte fünfe­ckige Donjon aus dem 15. Jahr­hun­dert. In der Nähe des Castillo befindet sich eine Einsiedelei mit einem Mari­enbildnis, das Kreuzfahrer im 12. Jahr­hun­dert aus Palästina mitge­bracht haben sollen.
D

Extremadura

Korkeichenwälder und wilde Tiere jenseits des Duero

Die Region jenseits des Duero („extremos del Duero“) ist mit über 40.000 Quad­ratki­lome­tern zwar größer als die Schweiz, gehört aber zu den rück­stän­digsten und am dünnsten besiedelten Rand­provinzen Spaniens.

Über Jahrhunderte sind ungezählte Bewohner emigriert. Der äußerste Norden ist gebirgig und regenreich. Höchster Berg ist mit 2.400 Metern der Torreón an der Grenze zu Sala­manca. Weiter südlich beginnt das trockene Land, in dem Stein- und Kork­ei­chen wachsen. In den Hainen werden schwarzhufige Schweine gehalten, die sich von Eicheln ernähren. Der Schinken (Jamónes Ibéricos) ist eine Spezialität der Extre­madura. Viele vom Aussterben bedrohte Tiere leben hier, unter anderem der Luchs, die Großtrappe, Kraniche, Schwarz­störche und Wölfe.

Zu Gast in einem Hotel in Trujillo

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Hotel befindet sich in einem einzig­ar­tigen Palast aus dem 16. Jahr­hun­dert in der histo­ri­schen Altstadt von Trujillo, gegenüber des Palacio de Rol Zá­rate.

Bekannt ist es durch die  “Puerta en esquina con su ventana de cantería”, des Architekten Francisco Becerra, der verschiedene Stilrich­tungen in den Bau einfließen ließ. Das Inte­rieur überzeugt mit seinen geräu­migen Salons mit Gewölb­e­de­cken, einer Bibliothek, alten Kaminen und einer authen­ti­schen Einrich­tung. Der Garten mit Terrasse und Pool stellt eine Oase der Ruhe dar. Die acht Zimmer sind in verschiedenen Designs gestaltet und – wie auch die übrigen Räume – mit vielen antiken Möbeln einge­richtet. Morgens wird ein liebevoll zuberei­tetes, reichhal­tiges Früh­stück ange­boten.

Trujillo

Stadt der Conqui­stadoren
Die Stadt mit knapp 10.000 Einwoh­nern in der weiten Extre­madura gab es schon zur Römerzeit. Damals hieß sie Turris Iulia, wovon sich der heutige Name ableitet. Im 10. Jahr­hun­dert bauten die Mauren ein Castillo, das heute noch über der Stadt thront. Die quad­ra­ti­schen Türme der islami­schen Mili­tär­a­r­chitektur sind noch erhalten. Bekannt wur­de Trujillo durch seine 56 Konqui­stadoren, die bei der Erobe­rung von Mittel- und Südame­rika eine Rolle spielten. Der bekann­teste unter ihnen war Francisco  Pizarro, der in Trujillo Schwei­ne­hirt war, bevor er in der Neuen Welt das Inka­reich für den spani­schen König eroberte. Auf der Plaza Mayor ist ihm ein Denkmal gesetzt.

Von Trujillo nach Toledo

219 km | 2:30 h
Es lohnt sich, einen Abste­cher zum Parque Nacional de Monfragüe rund um den Rio Tajo zu machen. Wilde Olivenbäume und Kork­ei­chen prägen die Land­schaft, in der Mönchsgeier, Kaise­r­adler und Luchse zu Hause sind.
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Toledo

Stolze Stadt in der Südmeseta

Die stolze Stadt in der Südme­seta thront hoch über dem Fluss Tajo. Kirchen, Häuser und Paläste türmen sich zu drei Seiten hundert Meter hoch über dem Fluss.

Zur Bewa­chung der Fluss­übergänge, die bis heute aus mittel­alter­li­chen Brücken bestehen, ist die Burg einst gegründet worden. Toledo ist eine der ältesten spani­schen Städte und war längst Haupt­stadt, als sie 192 v.Chr von den Römern erobert wur­de. 350 Jahre lang florierte sie als mauri­sche Waffenschmiede und Wissenschafts­hoch­burg unter dem Kalifen von Cordoba, bevor Alfons VI. die stolze Stadt für das Chris­tentum zurück­e­r­oberte und zur könig­li­chen Residenz machte. Es begann eine Zeit der Intole­ranz mit Juden­pogromen, Hexenver­folgung und Inqui­si­tion. Als 1561 die Residenz nach Madrid verlegt wur­de, verlor Toledo an Bedeu­tung. Die Schön­heit der Stadt und ihre schil­lernde Geschichte offenbaren sich auf einer Rundfahrt. Die herr­liche Kathedrale – das Wahrzei­chen von Toledo – steht auf den Ruinen einer mauri­schen Moschee.

Zu Gast in der alten Kardinalsresidenz

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Vor 700 Jahren wur­de das Anwesen als Sitz des Kardi­nals Lorenzana auf die Stadt­mauer von Toledo gesetzt. In seinen Gärten und Teichen, den strengen Zügen des Hauses und seinem kastilia­ni­schem Inte­rieur spiegelt sich der Glanz der Stadt wider.

Breite Korridore und eine Wendeltreppe führen zu den Zimmern mit kleinen Bädern.

Führung (OPTIONAL)

Toledo à la carte, 3 Stunden, deutschsprachig

Die individu­elle Führung beginnt in der goti­schen Kathedrale, wo Werke von Greco, Goya, Tizian und Carava­ggio zu sehen sind. 
Die Stadt­füh­rung kann danach in Absprache mit Ihrer Führerin auf drei­erlei Weise weiter­gehen:

1. Toledo der drei Kulturen: Sie können eine ehema­lige Moschee und ehema­lige Synagogen besu­chen 
2. Malerei: Sie besich­tigen das Greco-Haus, in dem sich u.a. eines seiner berühm­testen Werke befindet: Die Beer­digung des Herrn Orgaz 
3. Das unbe­kannte Toledo: Sie streifen durch Gassen, die die Touristen nicht kennen und entde­cken das „unbe­kannte“ Toledo. Ausserdem lernen Sie die klöst­er­liche Zone kennen.

Kathedrale von Toledo

Haupt­werk der spani­schen Gotik
250 Jahre Bauzeit bean­spruchte das Gebäude, das zu den großar­tigsten in ganz Spanien gehört. Es wur­de 1227 auf dem Grund der ehema­ligen Moschee errichtet, wo wiederum vorher eine alte westgo­ti­sche Kirche stand. Der Nordturm ist 90 Meter hoch und beherbergt die Campana Gorda, eine über 12 Tonnen schwere Glocke. Drei goti­sche Portale öffnen den gewal­tigen Kirchenraum zur Haupt­fas­sade hin. Sie sind alle reich verziert und bebildert. Das fünfschffige Innere ist 110 Meter lang und wird von 88 Säulen gestützt. Der riesige Haupt­altar wur­de geschnitzt, vergoldet und bemalt. Thema der ausge­dehnten Bildwand ist das Leiden und Sterben Jesu. Diese Kirche ist kein einheit­li­ches Bauwerk, Gene­ra­tionen haben an ihr gearbeitet.

Casa y Museo El Greco

Sterbe­haus und Museum von El Greco
1541 starb der Maler, Bildhauer und Architekt, den die Spanier wegen seiner kreti­schen Herkunft nur „den Grie­chen“ nannten und bald vergaßen. El Greco wur­de erst im 20. Jahr­hun­dert wirk­lich berühmt, als die Expres­sio­nisten ihn als einen ihrer bedeu­ten­dsten Vorläufer entdeckten. Sein Sterbe­haus in Toledo wur­de 1906 renoviert und mit origi­nalen Möbeln ausge­stattet. Im Anbau zeigt das Museo 20 Origi­nal­ge­mälde von El Greco, darunter seine berühmte Ansicht von Toledo.

Sinagoga del Trán­sito

Vom Leben zwischen Diskrimi­nie­rung und Vertreibung
Nach der Wiede­re­r­obe­rung Toledos durch die spani­sche Krone wurden nicht sofort alle Juden und Muslime vertrieben. Wer sich an die katholi­sche Umge­bung anpasste, wur­de als Bürger minderen Rechts geduldet. Man nannte sie die Mudéjares, von dem arabi­schen Wort für „dienstbar gemacht“. Die Synagoge von 1366 ist so ein „mudejares“ Gebäude. Der einschiffige Raum ist mit umlau­fenden Thor­aversen deko­riert. 150 Jahre durften die Juden ihr Gottes­haus benutzen – bis zur endgül­tigen Vertreibung 1492 durch die schöne Isabella von Kastilien. Dann konfis­zierte ein Ritter­orden das Gottes­haus, während die spani­schen Juden (Sephardim) nach Norden wandern mussten und  sich vorwiegend in Mittel­eu­ropa ansiedelten. Heute beherbergt das Gebäude das Museo Sefardi, das über die glänzende Geschichte und Kultur der spani­schen Juden informiert .

Von Toledo nach Madrid

Mietwagenabgabe

Von Toledo nach Madrid

85 km | 55 Minuten
Die Strecke führt über Ille­scas, wo in der Kirche des Hospi­tals fünf Bilder von El Greco zu sehen sind.

Mietwagenabgabe

Station: Madrid Flughafen (Desk at Airport)

11 Tage
ab 1.159,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)

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Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: März–November

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Alina Frielingsdorf

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