Spanien Rundreise von Madrid nach Jerez
Einst Moschee, heute Kathedrale: Mezquita in Cordoba

Von Madrid nach Jerez

stolze Städte, sonnige Strände

Spanien in seiner Gegensätzlichkeit erleben: stolze Städte und sonnige Strände, staubige Hochebenen und majestätische Gebirge, die Spanien-Rundreise fasziniert durch Abwechslung.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Madrid

Madrid

27 km | 32 Minuten
A

Madrid

Spaniens vitaler Mittelpunkt

Die drei Millionen Einwohner zähl­ende Haupt­stadt Spaniens ging aus der mauri­schen Stadt Madschrit im 10. Jahr­hun­dert nach Christus hervor.

Die spani­schen Könige wählten die eigent­lich unbedeu­tende Stadt wegen der zentralen Lage auf der iberi­schen Halb­insel zur ihrer Residenz. Erst im 19. und 20. Jahr­hun­dert wur­de sie auch wirt­schaft­li­cher und kultureller Mittel­punkt. So kann sie, was das Stadt­bild angeht, nicht mit Toledo, Sevilla oder Granada mithalten. Dafür gilt das Nach­tleben als unschlagbar: Niemand kann mehr die Fülle an Bars, Bodegas und Restau­rants über­sehen.

Zu Gast in einem Hotel im Zentrum von Madrid

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Hotel befindet sich inner­halb eines histo­ri­schen Gebäudes aus dem 19. Jahr­hun­dert im Zentrum von Madrid, gegenüber dem Teatro Real de La Ópera und nahe des Palacio Real und der Plaza Mayor.

Bei seiner Restau­rie­rung wur­de sorgsam darauf geachtet, die Origi­nal­struktur und deko­ra­tive Elemente des Hauses zu erhalten. Die Zimmer der verschiedenen Katego­rien sind stil­si­cher in harmo­ni­sierenden Farben einge­richtet. Morgens wird im Gewölbekeller ein reichhal­tiges Früh­s­tücksbuffet ange­richtet. Die zentrale Lage ist optimal für die Erkundung der vielen histo­ri­schen und kulturellen Sehens­wür­digkeiten des alten Vier­tels „Villa y Corte“. Die nächste Metro­sta­tion ist fünf Gehmi­nuten entfernt.

Markt San Miguel

Kuli­na­rik­tempel von Madrid
Das 1916 als Markt­halle eröffnete guss­ei­serne Gebäude wur­de 2009 in den ersten Kuli­narik-Markt Madrids umge­baut. Inzwi­schen hat sich dort ein tolles gastro­no­mi­sches Angebot etab­liert. Mit über 10 Millionen Besu­chern gilt es als der Kuli­narik-Tempel und moderne Quin­tes­senz der spani­schen Küche. Erhält­lich ist alles; etwa iberi­scher Schinken, frische Meeresfrüchte, medi­ter­rane Reisge­richte oder spezi­elle Käsesorten aus Kastilien, Astu­rien oder dem Basken­land. Über 30 feste und fahrbare Stände garan­tieren eine große Auswahl.

Palacio Real

Vom märc­henhaften Prunk der bourbo­ni­schen Herr­scher
Italie­ni­sche Architekten sollten Mitte des 18. Jahrhunderts für den spani­schen König, Philipp V., den Glanz von Versailles nach Madrid bringen – es wur­de trotzdem ein sehr spani­scher Bau: streng, quad­ra­tisch und mächtig, üppig und barock, vor allem aber gigan­tisch. Sieben Etagen und 100.000 Quad­r­at­meter Platz bot der Palacio dem König und seinem Hofstaat. 50 der insge­samt 280 könig­li­chen Gemächer sind heute für die Öffent­lichkeit zugäng­lich. Die Besich­tigung gleicht einer etwas gehetzten Kurzreise durch eine Märc­henwelt voller kostbarer Gemälde, Wand­teppiche, Deckenma­le­reien, Stuck­or­na­mente, Lüster, Möbel, Uhren, Geschirr, Degen, Gewehre, Rüstungen, Landkarten, Bücher – und schließ­lich durch die König­liche Apotheke. Auch wenn kaum Zeit für Klei­nigkeiten bleibt, so bekommt man doch einen Eindruck vom uner­mess­li­chen Prunk, den sich die Bourbonen erlaubten, während die meisten ihrer Untertanen von wenig Brot und Lammfleisch lebten.

Liria Palast

500 Jahre alte Kunst­samm­lung
Der Palacio de Liria beherbergt eine der bedeu­ten­dsten privaten Kunst­samm­lungen Spaniens, die Mäzene im Lauf von 500 Jahren zusam­menge­tragen haben. Den Auftrag gaben die Herzöge von Berwick und Alba. Ausge­stellt werden ­Ge­mälde, Skulpturen, Wand­teppiche und Möbel.

Von Madrid nach Toledo

Mietwagenannahme

Madrid

17 km | 23 Minuten

Mietwagenannahme

Anbieter: Sunny Cars GmbH
Vermieter: ALAMO
Fahrzeug: Seat Ibiza o.ä. (EDMR)
Station: Madrid Flughafen (Desk at Airport)

Von Madrid nach Toledo

86 km | 58 Minuten
Die Strecke führt über Ille­scas, wo in der Kirche des Hospi­tals fünf Bilder von El Greco zu sehen sind.

Museo del Prado

Kunst­museum der Spitzen­klasse
Der Prado ist aus einer Kunst­samm­lung der Habsburger Könige hervor­gegangen, die von den Bourbonen fortge­setzt wur­de. Heute gehört er mit mehr als drei Millionen Besu­cher im Jahr, 5000 Zeich­nungen, 2000 Drucken und fast 2000 Kunst­ge­gen­ständen zu den größten und bedeu­ten­dsten Kunst­mu­seen der Welt. Neben der welt­weit besten Samm­lung spani­scher Maler werden unter anderem auch holländi­sche Meister und einige Werke von Botti­celli, Carava­ggio, Albrecht Dürer, Rembrandt gezeigt.

Museo Thyssen-Born­emisza

Kunst­samm­lung von Welt­rang
Fried­rich Thyssen, zweiter Sohn des Stahlma­g­naten, wollte vom Stahl nichts wissen. Er heira­tete eine unga­ri­sche Baronin namens Born­emisza und sammelte Kunst. Ihr gemein­samer Sohn Hans-Heinrich (1921-2002) wur­de Schweizer Staats­bürger und sammelte weiter, mit Vorliebe deut­sche Expres­sio­nisten. Bei seinem Tod hatte er rund 1500 Werke beisammen, die einen fast enzyklo­päd­i­schen Gang durch die Kunst­ge­schichte Europas und Nord­ame­rikas erlauben. Der zentrale Teil dieser Samm­lung, etwa 800 Gemälde, ist seit 1992 im Madrider Museum Thyssen-Born­emisza im Palacio Villahermosa zu sehen. 2004 ist ein moderner Anbau des Villahermosa-Palasts fürs Publikum geöffnet worden, in dem 220 weitere Gemälde ausge­stellt sind. Ein chro­no­logi­scher Spaziergang durch die Kunst vom 13. bis zum 20. Jahr­hun­dert beginnt im zweiten Stock­werk und endet im Erdge­schoss.

Real Jardín Botánico

Oase in der Millio­nen­me­tro­pole
Vor mehr als 200 Jahren, im Jahr 1781, ließ Karl III. den Bota­ni­schen Garten gleich neben dem Prado anlegen. Und mehr als 200 Jahre alt sind auch die ältesten der rund 30.000 Bäume, Büsche und Blumen aus aller Welt, zwischen denen die Besu­cher wandeln wie in einem großen Garten. Sie stammen aus den spani­schen Kolo­nien in Amerika und auf den Phili­pinen. Seit 2005 beherbergt der Jardín Botánico auch die Bonsai­samm­lung des ehema­ligen Minister­präsidenten Felipe González.
B

Toledo

Stolze Stadt in der Südmeseta

Die stolze Stadt in der Südme­seta thront hoch über dem Fluss Tajo. Kirchen, Häuser und Paläste türmen sich zu drei Seiten hundert Meter hoch über dem Fluss.

Zur Bewa­chung der Fluss­übergänge, die bis heute aus mittel­alter­li­chen Brücken bestehen, ist die Burg einst gegründet worden. Toledo ist eine der ältesten spani­schen Städte und war längst Haupt­stadt, als sie 192 v.Chr von den Römern erobert wur­de. 350 Jahre lang florierte sie als mauri­sche Waffenschmiede und Wissenschafts­hoch­burg unter dem Kalifen von Cordoba, bevor Alfons VI. die stolze Stadt für das Chris­tentum zurück­e­r­oberte und zur könig­li­chen Residenz machte. Es begann eine Zeit der Intole­ranz mit Juden­pogromen, Hexenver­folgung und Inqui­si­tion. Als 1561 die Residenz nach Madrid verlegt wur­de, verlor Toledo an Bedeu­tung. Die Schön­heit der Stadt und ihre schil­lernde Geschichte offenbaren sich auf einer Rundfahrt. Die herr­liche Kathedrale – das Wahrzei­chen von Toledo – steht auf den Ruinen einer mauri­schen Moschee.

Zu Gast in der alten Kardinalsresidenz

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Vor 700 Jahren wur­de das Anwesen als Sitz des Kardi­nals Lorenzana auf die Stadt­mauer von Toledo gesetzt. In seinen Gärten und Teichen, den strengen Zügen des Hauses und seinem kastilia­ni­schem Inte­rieur spiegelt sich der Glanz der Stadt wider.

Breite Korridore und eine Wendeltreppe führen zu den Zimmern mit kleinen Bädern.

Kathedrale von Toledo

Haupt­werk der spani­schen Gotik
250 Jahre Bauzeit bean­spruchte das Gebäude, das zu den großar­tigsten in ganz Spanien gehört. Es wur­de 1227 auf dem Grund der ehema­ligen Moschee errichtet, wo wiederum vorher eine alte westgo­ti­sche Kirche stand. Der Nordturm ist 90 Meter hoch und beherbergt die Campana Gorda, eine über 12 Tonnen schwere Glocke. Drei goti­sche Portale öffnen den gewal­tigen Kirchenraum zur Haupt­fas­sade hin. Sie sind alle reich verziert und bebildert. Das fünfschffige Innere ist 110 Meter lang und wird von 88 Säulen gestützt. Der riesige Haupt­altar wur­de geschnitzt, vergoldet und bemalt. Thema der ausge­dehnten Bildwand ist das Leiden und Sterben Jesu. Diese Kirche ist kein einheit­li­ches Bauwerk, Gene­ra­tionen haben an ihr gearbeitet.

Casa y Museo El Greco

Sterbe­haus und Museum von El Greco
1541 starb der Maler, Bildhauer und Architekt, den die Spanier wegen seiner kreti­schen Herkunft nur „den Grie­chen“ nannten und bald vergaßen. El Greco wur­de erst im 20. Jahr­hun­dert wirk­lich berühmt, als die Expres­sio­nisten ihn als einen ihrer bedeu­ten­dsten Vorläufer entdeckten. Sein Sterbe­haus in Toledo wur­de 1906 renoviert und mit origi­nalen Möbeln ausge­stattet. Im Anbau zeigt das Museo 20 Origi­nal­ge­mälde von El Greco, darunter seine berühmte Ansicht von Toledo.

Sinagoga del Trán­sito

Vom Leben zwischen Diskrimi­nie­rung und Vertreibung
Nach der Wiede­re­r­obe­rung Toledos durch die spani­sche Krone wurden nicht sofort alle Juden und Muslime vertrieben. Wer sich an die katholi­sche Umge­bung anpasste, wur­de als Bürger minderen Rechts geduldet. Man nannte sie die Mudéjares, von dem arabi­schen Wort für „dienstbar gemacht“. Die Synagoge von 1366 ist so ein „mudejares“ Gebäude. Der einschiffige Raum ist mit umlau­fenden Thor­aversen deko­riert. 150 Jahre durften die Juden ihr Gottes­haus benutzen – bis zur endgül­tigen Vertreibung 1492 durch die schöne Isabella von Kastilien. Dann konfis­zierte ein Ritter­orden das Gottes­haus, während die spani­schen Juden (Sephardim) nach Norden wandern mussten und  sich vorwiegend in Mittel­eu­ropa ansiedelten. Heute beherbergt das Gebäude das Museo Sefardi, das über die glänzende Geschichte und Kultur der spani­schen Juden informiert .

Von Toledo nach Almagro

152 km | 2:00 h
Die Heimat von Don Quijote, die südkastili­sche Land­schaft La Mancha, wird durch­fahren. Dabei kommt man über Consuegra, wo sein berühmter Kampf gegen die Windmühlen stattfand.

Consuegra

Die Windmühle des Don Quijote
In Consuegra fand der Windmühl­enkampf des Don Quijote statt. Zwölf Windmühlen aus dem 16. Jahr­hun­dert sind noch erhalten. Sie können auch von innen besich­tigt werden. In einigen ist das Mahl­werk erhalten, andere beherbergen Ausstel­lungen oder Kunst­hand­werk.
C

Kastilien-La Mancha

Staubige Heimat von Don Quijote

Die Land­schaft zwischen Madrid und Anda­lu­sien ist eine baum­lose Einöde, die kaum besiedelt ist. Kastilien-La Mancha, das zuweilen auch Neuka­stilien genannt wird, ist etwa so groß wie Tsche­chien, hat aber weniger als 2 Millionen Einwohner.

Früher war das Land wegen der geringen Nieder­schläge kaum genutzt. Seitdem es Staudämme und Bewäs­se­rung gibt, werden Getreide und Kicher­erbsen ange­baut. Große Flächen sind mit Eukalyptus bepflanzt. Wegen der hohen Lage herrscht konti­nen­tales Klima mit heißen Sommern. Der Winter ist besonders auf den windge­pei­t­schen Höhen unge­müt­lich. Welt­be­kannt ist die abge­legene Hoch­e­bene durch den Roman Don Quijote de la Mancha, den Miguel de Cervantes 1605 veröff­ent­lich hat.

Zu Gast in einem Stadthotel in Almagro

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz

Die Residenz aus dem 17. Jahr­hun­dert ist der Geburtsort von Pedro Oviedo, dem berühmten Stadt­mäzen, und liegt in der Altstadt von Almagro.

Drei Jahre lang wur­de das Haus von Experten restau­riert und erstrahlt nun wieder in altem Glanz. Seit 2001 hat es seine Tore für Gäste geöffnet. Die Zimmer sind individuell und modern einge­richtet und befinden sich entweder im alten Teil oder in einem neuen Flügel, die drei stil­voll gestal­tete Innenhöfe umschließen. Entspan­nung findet man im kleinen Well­nessbe­reich des Hotels. Das Restau­rant El Corregidor ist ca. 500 Meter vom Hotel entfernt und gilt als eines der besten der Stadt.

Almagro

Bayri­sches Flair in Südka­stilien
Die Stadt östlich von Ciudad Real (zu deutsch: „Königs­stadt“) hat einen schönen Markt­platz (Plaza Mayor) mit grün gestri­chenen Fensterläden, was eher an Bayern als an Spanien erin­nert. Tatsäch­lich stammen sie noch von den Fuggern, die in der Stadt großen Einfluss hatten. Die Augsburger Kaufmannsfa­milie waren die Bankiers von Karl V. und hatten Quecksilberminen in der Umge­bung gepachtet. Von den Balkonen wurden früher die Stier­kämpfe verfolgt, die auf dem Markt­platz stattfanden. Die Stadt eignet sich als Ausgangs­punkt zur Erkundung der südka­stili­schen Land­schaft La Mancha, der Heimat des Don Quijote.

Von Almagro nach Córdoba

230 km | 3:00 h
Über den Desfi­l­adero de Despeñaperros, einen spektaklulären Pass gelangt man von Kastilien nach Anda­lu­sien. Rund um den Pass ist ein Natur­park mit Wandermöglichkeiten einge­richtet.

Desfi­l­adero de Despeña­perros

Einziger Pass über die Sierra Morena
Der einzige Pass über die Sierra Morena führt durch die male­ri­sche Schlucht von Despeña­perros. Die Berg­landschaft rund um den gleich­na­migen Fluss ist heute ein Natur­park, wo in den Kork­ei­chenwäl­dern wieder Luchse, Wölfe, Hirsche und Adler leben. Nicht immer war der Pass so fried­lich wie heute. 1212 eroberte ein christ­li­ches Heer in einer blutigen Schlacht den stra­tegisch wich­tigen Pass und leitete den Unter­gang des mauri­schen Anda­lu­sien ein.

Santuario Virgen de la Cabeza

Wall­fahrtska­pelle in unein­nehmbaren Berg­nest
Von Andújar windet sich eine Berg­straße Norden bis zu der Wall­fahrtska­pelle aus dem 13. Jahr­hun­dert. Im spani­schen Bürger­krieg verschanzten sich in dem schwer einzu­neh­menden Berg­nest über ein halbes Jahr die Natio­na­listen. Die Kirche wur­de voll­ständig zerstört und später wieder aufge­baut. Ein Abste­cher dorthin lohnt sich aber auch wegen der Aussicht über die einsame Bergwelt der Sierra de Andújar.

Sierra de Cardeña-Montoro

Luchse, Adler und Wölfe im Natur­park
Die Sierra de Cardeña-Montoro ist ein im Nord­osten der Provinz Córdoba gelegener, zur Sierra Morena gehörender Gebirgszug. Das Gebiet ist als Natur­park geschützt, sanfte Hügel kontras­tieren mit tief einge­schnit­tenen Flus­stälern. Die Wälder aus Stein­eiche und Wildem Ölbaum werden zumeist beweidet und bilden ein typi­sches Beispiel der dehesa, wie man die Weide­wälder nennt. Luchse und Stein­adler, gelegent­lich auch Wölfe, finden hier noch einen Lebens­raum. Am west­li­chen Rand des Natur­parks liegt der Ort Cardeña, von dem aus man das Gebiet auf Wande­rungen erkunden kann.
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Cordoba

Jüdisch-maurisches Kulturerbe

Cordoba war um 950 nach Christus die bedeu­ten­dste Stadt Europas und nur noch mit Byzanz und Bagdad zu verglei­chen.

Ihr kome­tenhafter Aufstieg von einer Vandalen-Sied­lung begann 756, als der erste Emir den Thron bestieg und Córdoba zur Haupt­stadt des Kalifats machte. Er führte neue Bewäs­se­rungs­me­thoden und bis dahin unbe­kannte Kultur­pflanzen ein. Wissenschaft und Architektur erlebten einen Höhe­punkt. Um die erste Jahr­tausendwende gab es Straßenbeleuch­tung für die schätzungs­weise 300.000 Einwohner. Die jüdi­sche Gemeinde war ein Hort des christ­lich-muslimi­schen Dialogs. Nach der Erobe­rung und Reka­tholi­sie­rung 1236 geriet Cordoba in Verges­sen­heit – ein Glücksfall, dem der Erhalt der mauri­schen Bausub­stanz zu verdanken ist. Mit Granada und Sevilla gehört Cordoba zu den drei großen Städten Anda­lu­siens, ist aber etwas ruhiger als ihre Schwestern. Wer dem touris­ti­schen Gedränge entgehen will, muss nur ein paar Straßen weiter gehen, wo sich das alltäg­l­iche Leben abspielt.

Zu Gast in einem Palacio in der Altstadt

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz

Der Palacio aus dem 18. Jahr­hun­dert steht auf römi­schen Funda­menten in der denkmalge­schützten Altstadt von Cordoba.

Heute ist das verschach­telte Gebäude ein 5-Sterne-Desi­gn­hotel mit 53 extrava­ganten Zimmern, wo alt und neu aufs beste harmo­nieren. Ein kleiner Pool zwischen Pflanzen im Innenhof und ein Spa in den antiken Kellergewölben runden den Gesamt­ein­druck ab. Eindrucksvoll ist auch das Restau­rant, wo man auf einem Glasboden über römi­schen Ruinen speist.. Wer lieber wegen der Preise oder der manchmal langen Wartezeit lieber anderswo essen gehen will, findet in der Nach­bar­schaft zahl­lose Restau­rants und Tapas-Bars.

Führung (OPTIONAL)

Cordoba-Stadtführung durch das jüdische Viertel (2 Stunden, deutsch)

Die Stadt­füh­rung beginnt im ehema­ligen jüdi­schen Viertel. Danach geht es in die einzig­ar­tige Moschee-Kathedrale.

Der deutsch­spra­chige Stadt­führer macht nicht nur auf viele architek­to­ni­sche Details aufmerksam, er kommt auch auf die Bedeu­tung Cordobas als Wissenschafts­zentrum und tole­r­ante muslimi­sche Metro­pole zu spre­chen.

Palacio de Viana

Anda­lu­si­sches Herren­haus mit lauschigen Innenhöfen
Das tradi­tionelle anda­lu­si­sches Herren­haus hat zwölf lauschige Innenhöfe, weshalb es auch Museo de los Patios genannt wird. Die Patios sind reich verziert und bepflanzt und bereits für sich genommen einen Besuch wert. Aber auch der Palast selbst wartet mit einer Samm­lung bemerkens­werter Gegen­stände auf: Unter anderem sind Handfeuerwaffen, histo­ri­sche Einrich­tungs­ge­gen­stände und Gemälde zu sehen. Im Mai gewährt das Palastmuseum während des alljähr­lich stattfin­denden Patio-Festivals kostenfreien Zugang.

Judería

Altstadt von Córdoba
Das ehema­lige Juden­viertel von Córdoba ist heute die eigent­liche Altstadt. Sie ent­stand im 10. Jahr­hun­dert, als viele Juden in das tole­r­ante Kalifat zogen und sich rund um die Mezquita nieder­ließen. Mit der Über­nahme der Herr­schaft durch die katholi­schen Könige Spaniens 1492 endete die multire­ligiöse Blütezeit. Die sephardi­schen (spani­schen) Juden wurden ebenso vertrieben wie die Mauren. Heute ist die Juderia UNESCO Welt­kultur­erbe. Weiß gekalkte Häuser mit nach Blumen duftenden Innenhöfen säumen die schmalen Gassen. Besonders schön gestaltet ist die Calleja de las Flores, wo die Bewohner ihre Häuser mit einem herr­li­chen Blumenschmuck versehen haben. Einen Besuch lohnt auch die letzte erhal­tene Synagoge Anda­lu­siens.

Mezquita

Moschee und Kathedrale von Córdoba
Die Mezquita-Catedral von Córdoba ist mit einer Grund­fläche von über 23.000 Quad­r­at­me­tern einer der größten Sakral­bauten der Erde. Seit der Reconquista ist sie die Kathedrale der Stadt. Ihr Name – „Mezquita“ ist mit dem deut­schen Wort „Moschee“ verwandt – deutet also auf muslimi­schen Ursprung der heutigen Kathedrale hin. Vor dem Bau der Moschee stand allerdings auf dem Areal eine Kirche, die schon 780 begonnen wur­de. In über 200 Jahren Bauzeit war eine Moschee entstanden, die mit den schönsten ihrer Zeit in Mekka, Damaskus, Kairo oder Istanbul mithalten konnte. Beim Eintreten wird der Betrachter überwäl­tigt von einem Wald von Säulen und Bögen sowie einem Farb­spiel von über­irdi­scher Schön­heit. Sehens­wert ist auch der Innenhof mit dem Almanzor-Brunnen.

Las Ermitas

Einsiedelei in der Sierra Cordoba
Auf den Höhen der Sierra Cordoba haben Eremiten in frühchrist­li­cher Zeit Sied­lungen gebaut. Las Ermitas sind noch heute ein Ort von spiritueller Kraft, auch wenn nur noch wenige Brüder der Ordens der Unbe­schuhten Karmeliter dort leben. Von der Aussichts­platt­form hat man einen schönen Blick auf Cordoba. Wer fit ist, kann auch zu Fuß gehen. Der Wanderweg von El Bril­lante im Norden Cordobas ist drei Kilometer lang und steil.

Von Córdoba nach Sevilla

146 km | 2:00 h
Unter­wegs kommt man durch Ecija mit seinen 11 eigen­tüm­li­chen, geka­chelten Kirchtürmen. Die heißeste Stadt Spaniens wird auch die „Bratpfanne Anda­lu­siens“ genannt. Danach fährt man durch fruchtbares Land nach Carmona, eine der schönsten Klein­städte Spaniens.

Castillo von Almodóvar

Spani­sche Bilder­buchburg über dem Guadalquivir
Wegen der Nähe zum Guadalquivir-Fluss war die Burg von herausra­gender Bedeu­tung für die Provinzhaupt­stadt Córdoba. Sie wur­de im 8. Jahr­hun­dert von den Arabern errichtet und im 13. Jahr­hun­dert von den Christen restau­riert. Von den insge­samt neun Türmen können die beiden mäch­tigsten am südli­chen und nörd­li­chen Ende bestiegen werden. Von oben bietet sich das schönste Panorama über die Ebene. Der Waffenhof der Burg, ihre Zisternen und die mit Zinnen bekrönten Mauern sind weitge­hend erhalten. Führungen werden ange­boten.

Écija

Adels­pa­läste in der Bratpfanne Anda­lu­siens
Écija, die Stadt der Türme, liegt am Río Genil zwischen den beiden anda­lu­si­schen Metro­polen Córdoba und Sevilla in einer sonn­endurch­glühten Ebene, die wenig char­mant auch Bratpfanne Anda­lu­siens genannt wird. Sie gilt aber auch als eines der wich­tigsten Kunst­zentren Anda­lu­siens, wo der Adel im 18. Jahr­hun­dert um die Wette gebaut hat. Am zentralen Platz, der Paza de España, stehen die wich­tigsten Gebäude: das Rathaus, die römi­schen Bäder und die Kirche Iglesia de San Francisco.

Carmona

Histo­ri­sche Stadt auf dem Berg
Die Stadt liegt stra­tegisch günstig auf dem Alcores, einem Höhenzug in der Zentr­al­ebene Anda­lu­siens. Von dort kann man von der Sierra Morena im Norden bis zum Gipfel des San Cris­tobal im Süden blicken. Carmona ist einer der ältesten Orte in Anda­lu­sien und seit vorge­schicht­li­cher Zeit unun­ter­bro­chen besiedelt. Iberer, Kathager, Römer, Mauren: alle haben ihre Spuren in der Stadt hinter­lassen. Besonders auffällig ist die Zitadelle von Peter dem Grau­samen, in der heute ein Parador Platz gefunden hat. Man betritt die Stadt von Córdoba aus durch das mauri­sche Stadttor, das wiederum auf einer römi­schen Konstruk­tion aufge­baut ist.
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Sevilla

Nächtliches Leben im Barrio de Santa Cruz

Die Haupt­stadt Anda­lu­siens ist in vielerlei Hinsicht eine der heißesten Städte Europas. Das Leben spielt sich vor allem nachts ab, besonders zu den großen Festen wie der Semana Santa, der Karwoche, oder der Feria.

Obwohl die Heimat­stadt von Don Juan weniger mauri­sche Baukunst aufweist als Cordoba oder Granada, ist das Stadt­bild besonders „anda­lu­sisch“: Vom Real Alcázar, dem Königs­pa­last bis zum Barrio de Santa Cruz, einem male­ri­schen Viertel mit kleinen Plätzen und blumen­ge­schmückten Hinter­höfen gibt es große und kleine Sehens­wür­digkeiten. Der jüngste Aufschwung der Stadt hat auch anstren­gende Seiten: Neue Wohn­viertel werden am Stadt­rand aus dem Boden gestampft, und auf den Straßen herrscht zu jeder Tages- und Nach­t­zeit Verkehrs­chaos.

Zu Gast in einer Altstadtvilla in Sevilla

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz

Das Hotel in der Nähe der Kathedrale bildet in der hekti­schen Altstadt eine Oase der Ruhe, in der man gut entspannen kann – entweder auf der Dachter­rasse mit Pool und Liegen, in einem der kühlen Patios oder im geräu­migen Zimmer.

Der Service ist ausgezeichnet, das Früh­stück mit Buffet oder à la carte Bestel­lungen hervor­ra­gend. Das Inte­rieur lebt von spannungs­vollen Kontrasten. Kräf­tige Farben, Blumen­düfte und ein Brunnen im Innenhof verkörpern Leben und Urbanität, während Naturma­te­rialien wie Stein, Lehm oder Schiefer dem Anwesen Landhauscha­rakter verleihen. Zur Ausstat­tung des Badezim­mers gehören Bade­mäntel und Naturkos­metik.

Führung (OPTIONAL)

Sevilla à la carte (3 Stunden, deutsch) | 1x Eintritt Königspalast (ab 16 Jahre) pro Person | 1x Eintritt Kathedrale (ab 25 Jahre) pro Person

Drei Stunden verbringen Sie mit der deutsch­spra­chigen Führerin in Sevillas präch­tiger Altstadt. Da es sich um eine private Führung handelt, bestimmen Sie den Rhythmus und den Ablauf selbst.

Empfehlens­wert sind ein Rundgang durch das ehema­lige jüdi­schen Vier­tels Santa Cruz sowie ein Besuch des Königs­pa­lastes mit seinen verschiedenen architek­to­ni­schen ­Stilen und der großen Garten­anlage. Anschließend bietet sich ein Besuch der Kathedrale an, der drittgrößten der Welt, in deren Innern sich das Grabmal von Chri­s­toph Kolumbus befinden soll. Alter­nativ kann man auch das Haus des Pilatus, Museen oder das ehema­lige Kran­ken­haus der Wohltä­tigkeit in die Führung mit einbauen.

Ausflug (OPTIONAL)

Flamenco Show am Guadalquivir

Flamenco ist eine anda­lu­si­sche Urge­walt, eine Explo­sion von Rhythmen und der Sinne; Flamenco ist ein Kultur­erbe, das die Welt der Stadt Sevilla verdankt und ein Schlüssel zur Seele Südspa­niens. Wer nach Sevilla reist, sollte unbedingt den unver­gleich­li­chen Tanz erleben, auch wenn er inzwi­schen touris­tisch vermarktet wird. 

Die Flamenco Show findet am Ufer des Guadalquivir statt, wo die Zuschauer einen besonders schönen Blick auf die Altstadt haben.

Casa de Pilatos

Schönster Palast von Sevilla
Der Stadt­pa­last aus dem frühen 16. Jahr­hun­dert ist zum Prototyp eines anda­lu­si­schen Adels­pa­lastes geworden und über­strahlt in seiner Eleganz beinah noch den Alcazar. Er vereint Elemente der Gotik, der Renais­sance und des Mudéjar, wie man den spani­schen Kunst­stil nennt, der mauri­sche und christ­liche Kunst zu einer Symbiose führt. Seinen Namen trägt die Casa, weil sein Besitzer angeb­lich nach Palästina gereist ist, wo er den Palast von Pontius Pilatus in Jeru­salem gesehen und in Sevilla nach­ge­baut hat. Heute beherbergt der Bau um einen einzig­ar­tigen Patio ein Museum mit Gemälden, Möbeln und römi­schen Antiqui­täten. 1999 war der Innenhof in einer Szene aus dem Film Mission: Impos­sible II zu sehen, als die Flamenco-Tänzerin Sara Baras auftrat.

La Casa del Flamenco

Flamenco-Abend in einem tradi­tionellen Innenhof
Flamenco, eine faszi­nierende Musik voller Leiden­schaft, Schmerz und Erotik, gilt außer­halb Spaniens als der typi­sche Tanz Anda­lu­siens. Dabei liegen die Ursprünge in der maurisch-jüdi­schen Tradi­tion. Später kamen Einflüsse der Zigeuner hinzu. In Sevilla, der unbe­s­trit­tenen Haupt­stadt des Flamenco, gibt es viele Musik­theater, in denen Abend für Abend Shows abge­halten werden. Vor allem die großen sind meist sehr touris­tisch. Wir empfehlen die Casa del Flamenco. In einem Innenhof aus dem 15. Jahr­hun­dert sitzen nur wenige Zuschauer und alle in der ersten Reihe.

Kathedrale von Sevilla

Größte goti­sche Kirche der Welt
Die Bischofs­kirche des Erzbistums Sevilla ist die größte goti­sche Kirche der Welt und eine der größten Kirchen der Welt über­haupt. Sie wur­de 1401–1519 auf den Über­resten einer arabi­schen Mezquita erbaut. In der Kathedrale befindet sich neben prachtvollen Grab­plas­tiken des Mittel­alters auch das 1902 errich­tete Grabmal für Chri­s­toph Kolumbus. Der Verbleib seiner Gebeine war nach mehrma­ligen Atlan­tiküberque­rungen unge­wiss. Die vier Sarg­träger verkörpern die König­reiche Kastilien, León, Aragón und Navarra. Das auffäl­ligste Element der Kathedrale ist der Glock­en­turm. La Giralda, das Wahrzei­chen Sevillas, war ursprüng­lich das Minarett der großen Hauptmo­schee. Trotz christ­li­cher Umbauten behielt der Turm seinen mauri­schen Charakter.

Stadt­spa­ziergang durch Sevilla

Vom Alcázar ins Barrio Santa Cruz
Der Spaziergang beginnt am Alcázar und verbindet die wich­tigsten Sehens­wür­digkeiten. Am Schluss kommt man in das ange­sagte Viertel von Santa Cruz, wo es jede Menge Kneipen, Bodegas, Bars und Restau­rants gibt. (3 Stunden, 7 Kilometer, auf und ab: 30 Meter)

Von Sevilla nach Jerez de la Fron­tera

101 km | 2:00 h
Die Route führt am östli­chen Rand der Tief­ebene vorbei, durch die der Rio Guadalquivir fließt.

Arcos de la Fron­tera

Verwin­kelte Gassen in weißer Altstadt
Der Ort gilt als eines der schönsten „weißen Dörfer“, die mit ihren weiß verputzten Häusern, engen Treppen­gassen und blüh­enden Höfen typisch sind für den Südwesten Anda­lu­siens. Arcos liegt traumhaft an einen Felsen gekauert – eine natür­liche Festung 160 Meter über dem Rio Guadelete, die schon in präh­is­to­ri­schen Zeiten genutzt wur­de. Die verwin­kelte, steile Altstadt des 30.000 Einwohner zähl­enden Ortes ist unver­kennbar maurisch und lädt zum Bummeln ein.
F

Jerez de la Frontera

Sherry, Flamenco, Rassepferde

Die meisten Besu­cher der 180.000 Einwohner zähl­enden Stadt kommen wegen des Jerez-Weins, der unter dem Namen Sherry welt­be­kannt wur­de.

Man kann ihn in den zahl­losen Bodegas (Wein­kellern und Weinhand­lungen) verkosten und kaufen. Darüber hinaus ist die Stadt etwas land­einwärts von Cadiz bekannt für ihre Pferdezucht und den Flamenco-Tanz. Allen diesen Merkmalen der Stadt ist ein jähr­lich stattfin­dendes Fest gewidmet: das Festival del Flamenco, die Feria del Caballo und die Fiesta del Otonto nach der Weinlese. Wer auch nur in einer sympa­ti­schen Stadt Südspa­niens ein wenig bummeln und gut essen will, wird auf seine Kosten kommen.

Zu Gast in einem Hotel in Jerez de la Frontera

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das für die Stadt typi­sche Wohn­haus aus dem Jahr 1865 liegt im ältesten Teil von Jerez de la Fron­tera, wenige Schritte von der präch­tigen Kathedrale und den wich­tigsten Sehens­wür­digkeiten entfernt, und dennoch nahe der ältesten Weinberge der Umge­bung. Die Architektur im anda­lu­si­schen Stil blieb im Zuge einer umfas­senden Restau­rie­rung in den Jahren 2005 und 2006 nahezu unange­tastet und auch das Inte­rieur stellt mit seinen alten Decken­balken und origi­nalen Steinmauern eine Remi­niszenz an vergan­gene Zeiten dar. Acht Zimmer und zwei Pent­house­suiten verteilen sich auf zwei Stock­werke, einige davon haben einen direkten Zugang zur Dachter­rasse, von der sich ein impo­santer Blick auf die Kathedrale eröffnet. Hier oder im Früh­s­tücksraum wird morgens ein umfang­rei­ches Buffet ange­richtet. Alejandro und sein Team, das größ­ten­teils aus Jerez stammt, sind aufmerksam und geben gerne Tipps für Ausflüge, Restau­rants, etc.



Ausflug (OPTIONAL)

Sprach- und Kochkurs in Rota (3,5 - 4,5 Stunden, deutschsprachig)

Der kombi­nierte Koch- und Spanischkurs findet in der Koch­schule von Ruth Stadler statt. Sie befindet sich in der Calle Veracruz 6 in Rota am dortigen Markt. Nach der Begrüßung durch die deutsch-spani­sche Koch- und Sprach­leh­rerin geht es auf den Markt, wo Zutaten für die Tapas gemacht werden. Dabei kann man schon mal ein paar Sprachkennt­nisse anwenden oder die ersten Namen für die Lebens­mittel lernen.

Danach ist Unterricht in der Schule. An einem großen Tisch wird Spanisch gelernt. Im prak­ti­schen Teil werden berühmte Tapas zubereitet. Höhe­punkt ist natür­lich das gemein­same Tapa­sessen – con cerveza o una copa de vino.

Ausflug (OPTIONAL)

Weinseminar (3 Stunden, deutschsprachig)

Die Wein­probe findet in der Koch­schule von Ruth Stadler statt. Sie befindet sich in der Calle Veracruz 6 in Rota am dortigen Markt. Nach der Begrüßung durch die deutsch-spani­sche Wein­leh­rerin beginnt die Probe mit einem Riech­spiel. Wir riechen die wich­tigsten Essenzen, die in Rotweinen vorherr­schen. Unser Geruchs­sinn ist über die Jahre etwas verkümmert, aber sehr schnell wieder zu reak­tivieren und bald erkennen wir dann Gerüche wie Waldbeeren, Vanille oder grüne Paprika.

Dann betrachten, riechen und kosten wir hoch­wer­tige Rotweine aus den Anbau­gebieten Rioja und Ribera del Duero y Toro.
Nach einer Informa­ti­ons­ein­heit über die Trauben, die Herstel­lung, die Aufbe­wah­rung (Crianza, Reserva, Gran Reserva) wieder­holen wir die Verkos­tung und stellen fest, wie die Weine im Glas und mit Sauer­stoff ihren Geruch und Geschmack verändern und plötz­lich Toffee, Schoko­lade oder Leder zu erkennen ist.
Dann trinken wir in aller Ruhe die hervor­ra­genden Weine zu Ende und essen dazu milden Manchego Käse und iberi­sche Salchichón (Salami). 
Die Wein­probe kann auf Deutsch oder Englisch sein. Wenn sie auf Spanisch gewünscht wird, erklären wir den spani­schen Wort­schatz aus der Wein­kultur und üben bestimmte Redewendungen.

Cádiz

Phoen­i­zier­stadt auf Halb­insel
Die Hafen­stadt südwest­lich von Jerez de la Fron­tera liegt mitten im Meer auf einem Felsen am Ende einer fast zehn Kilometer langen Landzunge. Die frische Seeluft macht den Aufent­halt auch im Hoch­sommer ange­nehm. Wegen seiner stra­tegisch einma­ligen Lage war der Ort schon sehr früh besiedelt. Cádiz gilt als älteste Stadt Spaniens. Archäo­logen finden Über­reste phön­izi­scher und karthagi­scher Herkunft. Heute wird die Hafen­stadt von wuch­tigen Mauern umgeben, die sie gegen die extremen Gezei­ten­un­ter­schiede schützen. Hohe Flach­dachhäuser mit Balkonen prägen das Stadt­bild, das immer wieder durch Palmen bestan­dene Parks aufge­lo­ckert wird.

Mietwagenabgabe

Station: Madrid Flughafen (Desk at Airport)

Von Jerez

Von Jerez

627 km | 6:30 h

Trujillo

Stadt der Conqui­stadoren
Die Stadt mit knapp 10.000 Einwoh­nern in der weiten Extre­madura gab es schon zur Römerzeit. Damals hieß sie Turris Iulia, wovon sich der heutige Name ableitet. Im 10. Jahr­hun­dert bauten die Mauren ein Castillo, das heute noch über der Stadt thront. Die quad­ra­ti­schen Türme der islami­schen Mili­tär­a­r­chitektur sind noch erhalten. Bekannt wur­de Trujillo durch seine 56 Konqui­stadoren, die bei der Erobe­rung von Mittel- und Südame­rika eine Rolle spielten. Der bekann­teste unter ihnen war Francisco  Pizarro, der in Trujillo Schwei­ne­hirt war, bevor er in der Neuen Welt das Inka­reich für den spani­schen König eroberte. Auf der Plaza Mayor ist ihm ein Denkmal gesetzt.

Mérida

Längste erhal­tene Brücke aus der Römerzeit
Bis zur Erobe­rung durch die Vandalen und später die Westgoten war die Stadt im Tal des Guadiana ein wich­tiges wirt­schaft­li­ches und mili­täri­sches Zentrum. Davon zeugen die Über­reste römi­scher Bauten, darunter Theater, Amphi­theater, Circus, Tempel, Brücken und Aquädukte. Die Puente Romano gilt als die längste aus der Antike erhal­tene Brücke. Zur Römerzeit über­spannte das Bauwerk den Guadiana auf 62 Bögen mit einer Gesamtlänge von 755 Metern. Bis 1990 konnten Autos die Brücke überqueren. 1993 wur­de sie mitsamt den archäo­logi­schen Stätten von Mérida zum UNESCO-Welt­kultur­erbe ernannt.

Zafra

Urbane Plätze mit anda­lu­si­schem Flair
Bereits die Römer haben das Städt­chen gegründet. Die Mauren haben es Zafar genannt. Noch heute atmet es anda­lu­sisch-mauri­sche Atmo­sphäre. Besonders spürbar ist das am Großen Platz, der von Palmen und präch­tigen Stadt­häusern aus dem 18. Jahr­hun­dert gesäumt wird. Die Plaza Chica mit ihren Arkaden wur­de noch von den Arabern ange­legt. Eine Burg aus dem 15. Jahr­hun­dert wird als Parador genutzt. Seit fünf Jahrhunderten findet jähr­lich Ende September/Anfang Oktober die Feria Inter­nacional Ganadera statt, ein Markt für Viehzucht.
13 Tage
ab 1.469,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)
  • Umfulana Klimaspende

Unsere Empfehlung: Die günstigen Fluggesellschaften bieten ab vielen deutschen Flughäfen Flüge im Internet zum Selberbuchen! Im Reisepreis ist kein Flug enthalten.

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: Februar–November

Die Preise können je nach Saison variieren.
Ihre Beratung
Alina Frielingsdorf

Tel.: +49 (0)2268 92298-25

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  • Von der afrikanischen Buschlodge bis zur sizilianischen Olivenmühle erwarten Sie besondere Unterkünfte.
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