Von Madrid nach Santiago: eine Reise in Spaniens Nordwesten
Toledo: Der Alcazar

Von Madrid nach Santiago

Spanien Nordwesten

Die Reise führt aus der Mitte Spaniens in den gebirgigen Nordwesten, der einstigen Keimzelle des heutigen Spaniens. Historische Städte und unberührte Naturparks gewährleisten eine ausgewogene Mischung aus Stadt und Land.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Madrid

Madrid

27 km | 31 Minuten
A

Madrid

Spaniens vitaler Mittelpunkt

Die drei Millionen Einwohner zähl­ende Haupt­stadt Spaniens ging aus der mauri­schen Stadt Madschrit im 10. Jahr­hun­dert nach Christus hervor.

Die spani­schen Könige wählten die eigent­lich unbedeu­tende Stadt wegen der zentralen Lage auf der iberi­schen Halb­insel zur ihrer Residenz. Erst im 19. und 20. Jahr­hun­dert wur­de sie auch wirt­schaft­li­cher und kultureller Mittel­punkt. So kann sie, was das Stadt­bild angeht, nicht mit Toledo, Sevilla oder Granada mithalten. Dafür gilt das Nach­tleben als unschlagbar: Niemand kann mehr die Fülle an Bars, Bodegas und Restau­rants über­sehen.

Zu Gast in einem Hotel im Zentrum von Madrid

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Hotel befindet sich inner­halb eines histo­ri­schen Gebäudes aus dem 19. Jahr­hun­dert im Zentrum von Madrid, gegenüber dem Teatro Real de La Ópera und nahe des Palacio Real und der Plaza Mayor.

Bei seiner Restau­rie­rung wur­de sorgsam darauf geachtet, die Origi­nal­struktur und deko­ra­tive Elemente des Hauses zu erhalten. Die Zimmer der verschiedenen Katego­rien sind stil­si­cher in harmo­ni­sierenden Farben einge­richtet. Morgens wird im Gewölbekeller ein reichhal­tiges Früh­s­tücksbuffet ange­richtet. Die zentrale Lage ist optimal für die Erkundung der vielen histo­ri­schen und kulturellen Sehens­wür­digkeiten des alten Vier­tels „Villa y Corte“. Die nächste Metro­sta­tion ist fünf Gehmi­nuten entfernt.

Markt San Miguel

Kuli­na­rik­tempel von Madrid
Das 1916 als Markt­halle eröffnete guss­ei­serne Gebäude wur­de 2009 in den ersten Kuli­narik-Markt Madrids umge­baut. Inzwi­schen hat sich dort ein tolles gastro­no­mi­sches Angebot etab­liert. Mit über 10 Millionen Besu­chern gilt es als der Kuli­narik-Tempel und moderne Quin­tes­senz der spani­schen Küche. Erhält­lich ist alles; etwa iberi­scher Schinken, frische Meeresfrüchte, medi­ter­rane Reisge­richte oder spezi­elle Käsesorten aus Kastilien, Astu­rien oder dem Basken­land. Über 30 feste und fahrbare Stände garan­tieren eine große Auswahl.

Palacio Real

Vom märc­henhaften Prunk der bourbo­ni­schen Herr­scher
Italie­ni­sche Architekten sollten Mitte des 18. Jahrhunderts für den spani­schen König, Philipp V., den Glanz von Versailles nach Madrid bringen – es wur­de trotzdem ein sehr spani­scher Bau: streng, quad­ra­tisch und mächtig, üppig und barock, vor allem aber gigan­tisch. Sieben Etagen und 100.000 Quad­r­at­meter Platz bot der Palacio dem König und seinem Hofstaat. 50 der insge­samt 280 könig­li­chen Gemächer sind heute für die Öffent­lichkeit zugäng­lich. Die Besich­tigung gleicht einer etwas gehetzten Kurzreise durch eine Märc­henwelt voller kostbarer Gemälde, Wand­teppiche, Deckenma­le­reien, Stuck­or­na­mente, Lüster, Möbel, Uhren, Geschirr, Degen, Gewehre, Rüstungen, Landkarten, Bücher – und schließ­lich durch die König­liche Apotheke. Auch wenn kaum Zeit für Klei­nigkeiten bleibt, so bekommt man doch einen Eindruck vom uner­mess­li­chen Prunk, den sich die Bourbonen erlaubten, während die meisten ihrer Untertanen von wenig Brot und Lammfleisch lebten.

Liria Palast

500 Jahre alte Kunst­samm­lung
Der Palacio de Liria beherbergt eine der bedeu­ten­dsten privaten Kunst­samm­lungen Spaniens, die Mäzene im Lauf von 500 Jahren zusam­menge­tragen haben. Den Auftrag gaben die Herzöge von Berwick und Alba. Ausge­stellt werden ­Ge­mälde, Skulpturen, Wand­teppiche und Möbel.

Von Madrid nach Toledo

Mietwagenannahme

Madrid

1 km | 5 Minuten

Mietwagenannahme

Anbieter: Sunny Cars GmbH
Vermieter: ALAMO
Fahrzeug: Opel Astra o.ä. (CDMR)
Station: Madrid (City Office)

Von Madrid nach Toledo

75 km | 55 Minuten
Die Strecke führt über Ille­scas, wo in der Kirche des Hospi­tals fünf Bilder von El Greco zu sehen sind.

Kastilien-La Mancha

Staubige Heimat von Don Quijote
Die Land­schaft zwischen Madrid und Anda­lu­sien ist eine baum­lose Einöde, die kaum besiedelt ist. Kastilien-La Mancha, das zuweilen auch Neuka­stilien genannt wird, ist etwa so groß wie Tsche­chien, hat aber weniger als 2 Millionen Einwohner. Früher war das Land wegen der geringen Nieder­schläge kaum genutzt. Seitdem es Staudämme und Bewäs­se­rung gibt, werden Getreide und Kicher­erbsen ange­baut. Große Flächen sind mit Eukalyptus bepflanzt. Wegen der hohen Lage herrscht konti­nen­tales Klima mit heißen Sommern. Der Winter ist besonders auf den windge­pei­t­schen Höhen unge­müt­lich. Welt­be­kannt ist die abge­legene Hoch­e­bene durch den Roman Don Quijote de la Mancha, den Miguel de Cervantes 1605 veröff­ent­lich hat.

Calle Mayor

Madrids leben­dige Shoppingmeile
Die Straße war schon im Mittel­alter Madrids Haupt­straße, aber architek­to­ni­sche Zeugen aus jener Zeit sind nicht mehr zu finden. Heute ist die Calle Mayor eine leben­dige Wohn-, Büro- und Einkaufs­straße mit schön restau­rierten Gebäuden wie dem Edificio de la Compañía Colo­nial von 1909 mit Art-nouveau-Elementen an der Fassade. Weiter west­lich, an der Plaza de la Villa vorbei stehen einige der ältesten Adels­pa­läste Madrids: gleich hinterm Rathaus der schlichte Palacio del Marqués de Cama­rasa (Nr. 69, Ende 16./Anfang 17. Jh.), der heute Teile der Stadt­ver­wal­tung beherbergt; der Palacio de los Consejos (Nr. 79, frühes 17. Jh.), heute Sitz des Staats­rats und des Wehrbe­reichs­kom­mandos, und gegenüber der Palacio del Duque de Abrantes (Nr. 86, Mitte 17. Jh.), heute italie­ni­sches Kultur­in­stitut.

Plaza Mayor

Schönster Platz Spaniens
Der schönste Platz Spaniens liegt mitten in Madrid. Einst fanden auf dem 130 Meter langen und 94 Meter breiten Rechteck Turniere, Stier­kämpfe und Reiter­spiele statt. Aber auch Hinrich­tungen wurden dort voll­zogen, wo heute das bronzene Reiter­standbild von König Philipp III. steht. 1619 – zur Blütezeit Spaniens – wur­de der achitek­to­nisch einheit­liche Platz voll­endet. Heute halten sich Studenten und Touristen auf. Hinter den Arkaden verbergen sich Läden, Bars und Restau­rants. Sie bieten Gebäck, Weine, Fisch und Kartoffel­omeletts an. Im Dezember findet auf der Placa Mayor der größte Weih­nach­ts­markt Spaniens statt.
B

Toledo

Stolze Stadt in der Südmeseta

Die stolze Stadt in der Südme­seta thront hoch über dem Fluss Tajo. Kirchen, Häuser und Paläste türmen sich zu drei Seiten hundert Meter hoch über dem Fluss.

Zur Bewa­chung der Fluss­übergänge, die bis heute aus mittel­alter­li­chen Brücken bestehen, ist die Burg einst gegründet worden. Toledo ist eine der ältesten spani­schen Städte und war längst Haupt­stadt, als sie 192 v.Chr von den Römern erobert wur­de. 350 Jahre lang florierte sie als mauri­sche Waffenschmiede und Wissenschafts­hoch­burg unter dem Kalifen von Cordoba, bevor Alfons VI. die stolze Stadt für das Chris­tentum zurück­e­r­oberte und zur könig­li­chen Residenz machte. Es begann eine Zeit der Intole­ranz mit Juden­pogromen, Hexenver­folgung und Inqui­si­tion. Als 1561 die Residenz nach Madrid verlegt wur­de, verlor Toledo an Bedeu­tung. Die Schön­heit der Stadt und ihre schil­lernde Geschichte offenbaren sich auf einer Rundfahrt. Die herr­liche Kathedrale – das Wahrzei­chen von Toledo – steht auf den Ruinen einer mauri­schen Moschee.

Zu Gast in der alten Kardinalsresidenz

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Vor 700 Jahren wur­de das Anwesen als Sitz des Kardi­nals Lorenzana auf die Stadt­mauer von Toledo gesetzt. In seinen Gärten und Teichen, den strengen Zügen des Hauses und seinem kastilia­ni­schem Inte­rieur spiegelt sich der Glanz der Stadt wider.

Breite Korridore und eine Wendeltreppe führen zu den Zimmern mit kleinen Bädern.

Führung (OPTIONAL)

Toledo à la carte, 3 Stunden, deutschsprachig

Die individu­elle Führung beginnt in der goti­schen Kathedrale, wo Werke von Greco, Goya, Tizian und Carava­ggio zu sehen sind. 
Die Stadt­füh­rung kann danach in Absprache mit Ihrer Führerin auf drei­erlei Weise weiter­gehen:

1. Toledo der drei Kulturen: Sie können eine ehema­lige Moschee und ehema­lige Synagogen besu­chen 
2. Malerei: Sie besich­tigen das Greco-Haus, in dem sich u.a. eines seiner berühm­testen Werke befindet: Die Beer­digung des Herrn Orgaz 
3. Das unbe­kannte Toledo: Sie streifen durch Gassen, die die Touristen nicht kennen und entde­cken das „unbe­kannte“ Toledo. Ausserdem lernen Sie die klöst­er­liche Zone kennen.

Kathedrale von Toledo

Haupt­werk der spani­schen Gotik
250 Jahre Bauzeit bean­spruchte das Gebäude, das zu den großar­tigsten in ganz Spanien gehört. Es wur­de 1227 auf dem Grund der ehema­ligen Moschee errichtet, wo wiederum vorher eine alte westgo­ti­sche Kirche stand. Der Nordturm ist 90 Meter hoch und beherbergt die Campana Gorda, eine über 12 Tonnen schwere Glocke. Drei goti­sche Portale öffnen den gewal­tigen Kirchenraum zur Haupt­fas­sade hin. Sie sind alle reich verziert und bebildert. Das fünfschffige Innere ist 110 Meter lang und wird von 88 Säulen gestützt. Der riesige Haupt­altar wur­de geschnitzt, vergoldet und bemalt. Thema der ausge­dehnten Bildwand ist das Leiden und Sterben Jesu. Diese Kirche ist kein einheit­li­ches Bauwerk, Gene­ra­tionen haben an ihr gearbeitet.

Casa y Museo El Greco

Sterbe­haus und Museum von El Greco
1541 starb der Maler, Bildhauer und Architekt, den die Spanier wegen seiner kreti­schen Herkunft nur „den Grie­chen“ nannten und bald vergaßen. El Greco wur­de erst im 20. Jahr­hun­dert wirk­lich berühmt, als die Expres­sio­nisten ihn als einen ihrer bedeu­ten­dsten Vorläufer entdeckten. Sein Sterbe­haus in Toledo wur­de 1906 renoviert und mit origi­nalen Möbeln ausge­stattet. Im Anbau zeigt das Museo 20 Origi­nal­ge­mälde von El Greco, darunter seine berühmte Ansicht von Toledo.

Sinagoga del Trán­sito

Vom Leben zwischen Diskrimi­nie­rung und Vertreibung
Nach der Wiede­re­r­obe­rung Toledos durch die spani­sche Krone wurden nicht sofort alle Juden und Muslime vertrieben. Wer sich an die katholi­sche Umge­bung anpasste, wur­de als Bürger minderen Rechts geduldet. Man nannte sie die Mudéjares, von dem arabi­schen Wort für „dienstbar gemacht“. Die Synagoge von 1366 ist so ein „mudejares“ Gebäude. Der einschiffige Raum ist mit umlau­fenden Thor­aversen deko­riert. 150 Jahre durften die Juden ihr Gottes­haus benutzen – bis zur endgül­tigen Vertreibung 1492 durch die schöne Isabella von Kastilien. Dann konfis­zierte ein Ritter­orden das Gottes­haus, während die spani­schen Juden (Sephardim) nach Norden wandern mussten und  sich vorwiegend in Mittel­eu­ropa ansiedelten. Heute beherbergt das Gebäude das Museo Sefardi, das über die glänzende Geschichte und Kultur der spani­schen Juden informiert .

Von Toledo nach Trujillo

218 km | 2:30 h
Die Strecke führt nach Westen in die an Portugal angrenzende, karge Provinz Extre­madura. Wer bei Almaraz die Auto­bahn verlässt, kann eine schöne Panora­ma­fahrt bis nach Jara­cejo machen.
C

Extremadura

Korkeichenwälder und wilde Tiere jenseits des Duero

Die Region jenseits des Duero („extremos del Duero“) ist mit über 40.000 Quad­ratki­lome­tern zwar größer als die Schweiz, gehört aber zu den rück­stän­digsten und am dünnsten besiedelten Rand­provinzen Spaniens.

Über Jahrhunderte sind ungezählte Bewohner emigriert. Der äußerste Norden ist gebirgig und regenreich. Höchster Berg ist mit 2.400 Metern der Torreón an der Grenze zu Sala­manca. Weiter südlich beginnt das trockene Land, in dem Stein- und Kork­ei­chen wachsen. In den Hainen werden schwarzhufige Schweine gehalten, die sich von Eicheln ernähren. Der Schinken (Jamónes Ibéricos) ist eine Spezialität der Extre­madura. Viele vom Aussterben bedrohte Tiere leben hier, unter anderem der Luchs, die Großtrappe, Kraniche, Schwarz­störche und Wölfe.

Zu Gast in einem Hotel in Trujillo

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Hotel befindet sich in einem einzig­ar­tigen Palast aus dem 16. Jahr­hun­dert in der histo­ri­schen Altstadt von Trujillo, gegenüber des Palacio de Rol Zá­rate.

Bekannt ist es durch die  “Puerta en esquina con su ventana de cantería”, des Architekten Francisco Becerra, der verschiedene Stilrich­tungen in den Bau einfließen ließ. Das Inte­rieur überzeugt mit seinen geräu­migen Salons mit Gewölb­e­de­cken, einer Bibliothek, alten Kaminen und einer authen­ti­schen Einrich­tung. Der Garten mit Terrasse und Pool stellt eine Oase der Ruhe dar. Die acht Zimmer sind in verschiedenen Designs gestaltet und – wie auch die übrigen Räume – mit vielen antiken Möbeln einge­richtet. Morgens wird ein liebevoll zuberei­tetes, reichhal­tiges Früh­stück ange­boten.

Trujillo

Stadt der Conqui­stadoren
Die Stadt mit knapp 10.000 Einwoh­nern in der weiten Extre­madura gab es schon zur Römerzeit. Damals hieß sie Turris Iulia, wovon sich der heutige Name ableitet. Im 10. Jahr­hun­dert bauten die Mauren ein Castillo, das heute noch über der Stadt thront. Die quad­ra­ti­schen Türme der islami­schen Mili­tär­a­r­chitektur sind noch erhalten. Bekannt wur­de Trujillo durch seine 56 Konqui­stadoren, die bei der Erobe­rung von Mittel- und Südame­rika eine Rolle spielten. Der bekann­teste unter ihnen war Francisco  Pizarro, der in Trujillo Schwei­ne­hirt war, bevor er in der Neuen Welt das Inka­reich für den spani­schen König eroberte. Auf der Plaza Mayor ist ihm ein Denkmal gesetzt.

Von Trujillo nach Sala­manca

254 km | 3:00 h

Auf der Fahrt nach Norden kommt man über Bejar nördlich der Sierra de Bejar. Sehens­wert in der schön gelegenen Tuchma­cher­stadt ist vor allem der Palast der Herzöge von Béjar an der Plaza Mayor.

Ober­halb liegt der Aussichtsort Santuario El Cast­anar, wo einigen Mönchen vor 600 Jahren die Jungfrau Maria erschienen ist.

Sierra de Gredos

Schnee­be­deckte Gipfel im spani­schen Schei­degebirge
Die mäch­tige Felswand mit schnee­be­deckten Gipfeln ist der höchste Teil des spani­schen Schei­degebirges, das von Ost nach West verläuft und nicht nur Kastilien sondern ganz Spanien in Nord und Süd teilt. Es bildet eine phan­tas­ti­sche, weite Land­schaft, die zu den belieb­testen Wander- und Berg­stei­ger­regionen des Landes gehört. Das höchste Massiv, der Amanzor (2592 m), ist Teil eines Natur­parks, in dem Gämsen und Steinböcke leben.

Kloster von Yuste

Einsamer Sterbeort von Kaiser Karl V.
Abge­schieden von der Südflanke der Sierra de Gredos liegt das Monas­terio de Yuste. Hier­o­ny­miten-Mönche hatten es 1409 gegründet. Welt­be­kannt wur­de es dadurch, dass der Kaiser des Heiligen Römi­schen Reiches und König des spani­schen Welt­rei­ches, Karl V., diesen einsamen Ort wählte, um zu sterben. Zwei volle Jahre verbrachte er hier bis zu seinem Tod 1558. Leider haben Napoleo­ni­sche Truppen die Anlage verwüstet, die Kirche ist aber wieder aufge­baut. Man erkennt auf dem Gemälde am Haupt­altar den Herr­scher mit seiner Frau, Isabella, und seinem Bruder und Nach­folger, Philipp, samt seiner Frau, Maria von Ungarn. Wegen seiner paneu­ro­päi­schen Bedeu­tung trägt das Kloster das Euro­päi­sche Kultur­siegel. Zum Kloster gelangt man auf einem Wanderweg von Jerte-Tal. Er trägt den Namen Ruta de Carlos V.

Garganta de los Infi­ernos

Wälder, Wild­wasser, Bade­be­cken
Das Natur­schutzgebiet gehört zum Netz­werk der geschützten Natur­räume der Extre­madura. Es um­fasst rund 7.200 Hektar in der Region Valle del Jerte nörd­lich der Provinz Cáceres. Im Norden grenzt es an den Fluss Jerte, im Osten an die Sierra de Gredos (Ávila), im Süden an die Region La Vera (Cáceres) und im Westen an den Bach Puto­padre. Die höchsten Höhen werden in der Cuerda de los Infi­er­nillos (2.281 m.) und dem Cerro del Estecillo (2.290 m.) erreicht; dazwi­schen liegt ein altes Glet­schertal. Was­ser­fälle und Gebirgs­bäche prägen das Bild, ebenso die marmitas gigantes, riesige Wasser­be­cken in den Flüssen, die durch Erosion entstanden sind. Wegen der Höhen­un­ter­schiede ist die Arten­viel­falt besonders groß: In den Wäldern  wachsen Süße­iche, Weißdorn und Erdbeerbäume, aber auch Farne und Orchideen; ober­halb wird meist Almwirt­schaft betrieben.

Schloss von Monfragüe

Wehrburg mit Fern­blick über dem Tajo
Das Castillo wur­de im 9. Jahr­hun­dert von islami­schen Eroberern ange­legt, da man von hier aus den Verkehr auf dem Tajo kontrollieren konnte und eine einzig­ar­tige Aussicht hat. Nach der Reconquista ab dem 12. Jahr­hun­dert wur­de es von Ritter­orden aus dem glei­chen Grund genutzt. Das Castillo hatte fünf Türme und zwei Mauerringe. Bis heute erhalten blieben die Ruine eines runden Turmes aus dem 12. Jahr­hun­dert und der wieder­herge­stellte fünfe­ckige Donjon aus dem 15. Jahr­hun­dert. In der Nähe des Castillo befindet sich eine Einsiedelei mit einem Mari­enbildnis, das Kreuzfahrer im 12. Jahr­hun­dert aus Palästina mitge­bracht haben sollen.
D

Salamanca

Studentisches Leben in der Weltkulturerbe-Stadt

Die 2.000 Jahre alte Stadt am Rio Tormes zählt zu den aller­ersten Reise­zielen Spaniens. Das liegt vor allem an der altehrwür­digen Univer­sität, die die Geschichte der Stadt geprägt und viele Gelehrte hervor­ge­bracht hat.

So erklärte etwa Kolumbus wenige Monate vor seiner Expedi­tion den skep­ti­schen Profes­soren seinen Plan, Indien über den Westen zu errei­chen. Heute bevöl­kern über 40.000 Studenten die Stadt, was ihr ein lebhaftes, kosmo­poli­ti­sches Gepräge gibt und eine breite Szene an Lokalen, Bars und Restau­rants hervor­ge­bracht hat. Wegen ihres geschlos­senen Stadt­bildes mit vielen Denkmal geschützten Bauten aus dem 16. Jahr­hun­dert ist die gesamte Stadt zum Welt­kultur­erbe erklärt worden.

Zu Gast in einem Hotel an der Altstadt

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz

Das kleine Boutique Hotel am Rande der Altstadt gehört zu den schönsten seiner Art in West­spa­nien, was vor allem an der Sorgfalt des Besitzers liegt, die sich in vielen Details wider­spiegelt.

Vor allem Holz wird auf verblüf­fend viele Weisen zur Wirkung gebracht: vom hoch­glänzenden Parkettfußboden über Tische mit Intar­si­en­arbeiten bis zu den handge­schnitzten Betten. Die Badezimmer sind aus weißem Marmor und mit dicken Hand­tüc­hern ausge­stattet. Mögli­cherweise braucht man dort nicht unbedingt ein Telefon oder den Faxanschluss im Zimmer, aber die doppelt verglasten Fenster, die Minibar und die Klima­anlage wird man zu schätzen wissen. Zum Hotel gehört eine Bar und eine Parkga­rage.

Catedral Nueva/Catedral Vieja

Doppelka­thedrale von Sala­manca
Die Doppelka­thedrale besteht aus einer alten mit dem roma­ni­schen Vorläufer sowie der vom 16. bis 18. Jahr­hun­dert errich­teten Catedral Nueva. Besonders schön an der Neuen Kathedrale ist die Portalge­stal­tung im plateresken Stil, der in der spani­schen Renais­sance in Mode war und goti­sche, mauri­sche und spani­sche Elemente vereint. Das Innere beein­druckt Besu­cher mit der Wucht seiner Ausmaße (104 m lang, 50 m breit).

Univer­sidad

800 Jahre spani­sche Gelehr­samkeit
Sala­mancas Univer­sität blickt auf eine knapp 800-jährige Geschichte zurück, weite Teile der Architektur gehen auf das 15./16. Jahr­hun­dert zurück. Die reich verzierte Haupt­fas­sade ist ein Gedicht in Stein. Das Hauptportal der Univer­sität ist mit Skulpturen und Dekor aus der spani­schen Früh­re­nais­sance verziert, im soge­nannten Plateres­ken­stil. Ein Toten­kopf mit einem Frosch oder einer Kröte symboli­siert die Ausschweifungen im Leben, die nach dem Tod gesühnt werden – eine Mahnung an die lebens­lus­tigen Studenten. In Sala­manca soll das beste Hoch­spa­nisch gespro­chen werden. Dies und die von der Univer­sität und diversen privaten Anbie­tern orga­ni­sierten Sprachkurse führen dazu, dass sich die Stadt in den Sommermo­naten stets mit ausländi­schen Studenten füllt. Über der alten Bibliothek hängt der „Himmel von Sala­manca“, El Cielo de Sala­manca, ein Ende des 15. Jahrhunderts voll­en­detes Meister­werk.

Casa de las Conchas

Haus der 4000 Muscheln
Diese Fassade sollte niemand versäumen: Knapp 400 steinerne Jakobs­mu­scheln sind Namensgeber des „Hauses der Muscheln“, eines Stadt­pa­lasts, an dem von 1495 bis 1517 gebaut wur­de. Das Portal ist mit einem Wappen im plateresken Stil verziert. Im Innern besitzt der Patio eine Galerie im ersten Geschoss, die von mehr­e­ckigen Säulen getragen wird. In dem Gebäude befindet sich heute eine öffent­liche Bibliothek.

Von Sala­manca nach Luyego de Somoza

216 km | 2:30 h
Man durchfährt das inner­spa­ni­sche Hoch­land (Meseta). Das karge, baum­arme Land ist dünn besiedelt und war kaum bewirt­schaftet, was sich nach dem Bau großer Staudämme aber geändert hat. Zamora liegt auf dem Weg und lohnt wegen seiner roma­ni­schen Altstadt einen Besuch.

Zamora

Museum der Romanik
Die Stadt verdankt ihre Bedeu­tung dem Jakobsweg. Sie liegt an der Einmündung eines Neben­wegs in den Hauptweg zwischen Léon und Astorga. Die Altstadt am Duero-Fluss ist als künst­le­risch.histo­ri­sches Kulturgut einge­stuft. Wegen der insge­samt 26 Kirchen, die alle im 12. und 13. Jahr­hun­dert entstanden, wird Zamora auch „Museum der Romanik“ genannt. Mit großen Umzügen werden hier sowohl der Karneval als auch die Semana Santa in der Woche vor Ostern gefeiert.

Lagunas de Villafáfila

Heimat der Großtrappe
Die Lagunen von Villafáfila sind eines der wich­tigsten Feuchtgebiete der gesamten Iberi­schen Halb­insel und ein Para­dies für Wasservögel, Steppen- und Zugvögel. Die drei Haupt­lagunen im Semen­dorréica-Becken – Salina Grande, Barillos und Salinas – werden vom Salado Fluss gespeist. Das Gebiet wur­de zum Reserva Natural erklärt, weil es eines letzten Refugien welt­weit für die Großtrappe ist. Mit einem Gewicht von bis zu 16 Kilogramm und einer Länge von über einem Meter ist das Weibchen eine der größten flugfähigen Vögel über­haupt. An den Lagunen leben etwa 2.000 Exem­plare der anderswo vom Aussterben bedrohten Tiere.  Daneben verbringen zahl­lose Gänse hier den Winter.

Um die Salina Grande

Orni­to­logi­scher Spaziergang
Die Salina Grande ist die größte Lagune des Nautur­re­servats von Villafáfila. Hier leben die meisten Großtrappen des Natur­re­servats von Villafáfila, Orni­to­logen aus der ganzen Welt anzieht. Der Weg beginnt am Vogelob­serva­to­rium von Otero de Sariegos und führt einmal um die Laugune herum. Unter­wegs kommt man auch über die römi­sche Brücke von Villafáfila. (hin und zurück 10 Kilometer, 2:30 Stunden, auf und ab: 10 Meter)
E

Kastilien und León

Ruhmreiches “Land der Burgen”

Zahl­lose Denkmäler und histo­ri­sche Bauten weisen darauf hin: Kastilen und Leon war einst das Macht­zentrum des katholi­schen Spaniens.

Über 300 Schlösser und Festungen gaben der Gegend ihren Namen „Kastilien“, zu Deutsch: „Land der Burgen“. Trotz dieser ruhmrei­chen Vergan­gen­heit verpasste Ca­stillia y León  die indu­s­tri­elle Revo­lu­tion und verkam im 18. und 19. Jahr­hun­dert zum Getrei­deliefe­r­anten Madrids. Heute sind noch viele mittel­alter­liche Tradi­tionen lebendig, zum Beispiel der Paso del Fuego, bei dem man barfuß über heiße Kohlen geht, oder der Carneval del Toro von Sala­manca. Die kastili­sche Küche ist vor allem für ihren Cochi­nillo, den Ferkelb­raten, bekannt. Aber auch Lamm, Hülsenfrüchte, Schinken und Chorizo sowie Wurst vom iberi­schen Schwein stehen häufig auf dem Spei­sezettel.

Zu Gast in einem alten Bauernhaus in Luyego

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das ehema­lige Bauern­haus liegt in Luyego, einem Dorf 17 Kilometer südwest­lich von Astorga und ist An­zie­hungs­punkt für Maler und Künstler.

2003 wur­de es zu einem Gasthof umge­baut. Auf zwei Gebäude rund um einen lauschigen Innenhof verteilen sich die neun Zimmer, der Versamm­lungs­raum und die Bar. Weil der Ort 1.100 Meter über dem Meer liegt und daher den Sternen so nah ist, sind die Zimmer nach Sternbil­dern benannt. Besonders schön sind die halb­offene Cafe­teria, das Restau­rant mit wuch­tiger Balken­kon­struk­tion und das Kaminzimmer mit Frei­treppe und Natur­steinmauern.

Astorga

Station auf dem Jakobsweg
Die Stadt mit 12.000 Einwoh­nern war in der Römerzeit wegen des Gold­ab­baus bedeu­tend, wovon noch heute die 2.000 Jahre alte Stadt­mauer zeugt. Später entwi­ckelte sie sich wegen ihrer Lage am Schnitt­punkt wich­tiger Verkehrs­wege. Von Ost nach West führt der Jakobsweg und von Nord nach Süd die Via de la Plata, die die galizi­schen Häfen mit der Haupt­stadt Madrid verbindet. So hat ein lebhafter Fuhr­be­trieb die Stadt zu Wohl­stand gebracht. Weil auf der Via de la Plata Kakao und Zucker transpor­tiert wur­de und sich die Land­wirt­schaft wegen der kargen Böden kaum lohnte, kam später auch Süßwa­ren­her­stel­lung dazu. Wer durch Astorga kommt, muss Hojaldres und Mante­cados probieren. Das erste ist ein Blät­ter­teig­ge­bäck, letzteres wird mit Butter herge­stellt.

Castrillo de los Polvazares

Schönstes Dorf rund um Astorga
Eines der schönsten Dörfer rund um Astroga ist Castrillo de los Polvazares. Es ist die Heimat der Maragatos, die einst in ganz Spanien als Fuhr­leute arbei­teten. Ihre Vorfahren kamen wohl mit den Mauren aus Nord­afrika und vermischten sich vor langer Zeit mit den Goten. Bestimmte Tradi­tionen und Trachten haben sich bis heute erhalten.

Von Luyego de Somoza nach Sisamo-Carballo

313 km | 3:30 h
Die Strecke führt auf dem uralten Handelsweg, der die Häfen Gali­ziens mit der Haupt­stadt Madrid verbunden hat. Wer sich Zeit nehmen will, nimmt bis Ponfer­rada die histo­ri­sche Land­straße parallel zur Auto­bahn.

A Coruña

Moderne Küsten­stadt mit antikem Leucht­turm
Im Nordwesten Spaniens liegt die Hafen­stadt A Coruña. Die Küstenlinie verläuft entlang rauer Felsen sowie sandiger Buchten und bietet einen geschützten natür­li­chen Hafen, der seit jeher von Bedeu­tung für die Geschichte der Stadt ist. So wur­de er bereits von den Phön­i­ziern, den Kelten und später auch den Römern für Fischerei und Handel genutzt. Aus der Zeit Kaiser Trajans stammt das Wahrzei­chen der Stadt: der Herculesturm gilt als der welt­weit älteste Leucht­turm, der noch aktiv betrieben wird. Im 14. und 15. Jahr­hun­dert gelangte die Stadt zu ihrer Blüte, als sie zum Zielhafen engli­scher Pilger wur­de, auf dem Weg ins benach­barte Santiago de Compo­s­tela. Das histo­ri­sche Stadt­zentrum liegt auf einer Landzunge, die ins tiefblaue Wasser des Atlan­tiks hineinragt.
F

Galicien

Grüner Nordosten Spaniens

Im Nordwesten Spaniens lebte vor über 2.000 Jahren das kelti­sche Volk der Gallaeker, nach dem das Gebiet bis heute benannt ist.

Hohe Berge (bis 2.100 Meter) schotten es vom Rest Spaniens und von Portugal ab. Stark zergliedert ist die Küste, die mit einer Gesamtlänge von fast 1.700 Kilome­tern rund ein Drittel der gesamten spani­schen Atlan­tikküste ausmacht. An der Mündung der Flüsse haben sich trichterför­mige Rias gebildet – ähnlich den Fjorden in Norwegen, nur dass sie insge­samt kürzer sind. Das Klima wird vom Atlantik geprägt. Die Winter sind mild, die Sommer nicht allzu heiß. Dafür sorgt die hohe Luftfeuch­tigkeit. Nebel, Winde und die grüne Berg­landschaft wecken mitunter Asso­zia­tionen mit Irland oder der Bretagne.

Zu Gast auf dem Feudalgut eines Inquistors

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das feudale Gutshaus wur­de auf den Ruinen eines 1000 Jahre alten kelti­schen Turms von einem spani­schen Inqui­sitor errichtet.

Später ging es in den Besitz des Marquis von Montenegro über und wur­de Anfang des 20. Jahrhunderts dem Verfall über­lassen. Vor einigen Jahren wur­de es von einem zurückge­kehrten spani­schen Emigranten gekauft und liebevoll zu einem kleinen Gäste­haus umge­staltet. Es liegt etwa fünf Kilometer vom Meer entfernt im Hinter­land der wilden Küste von Rias Gallegas. La Coruña und Santiago de Compo­s­tela sind leicht zu errei­chen. Ein Restau­rant, eine Bar, Fahr­räder und ein Swimmingpool im weit­läufigen Garten stehen den Gästen zur Verfügung. Es gibt einen Ausstel­lungs­raum mit Kunst­gewerbe aus der Region.

Santiago de Compo­s­tela

Grab des Jakobus und Ziel des Jakobs­wegs
Die Stadt im Nordwesten Spaniens ist nach Rom und Jeru­salem das bedeu­ten­dste Pilger­zentrum der Chris­ten­heit . Der Legende nach hatte ein Eremit 813 nach Christus eine Licht­er­schei­nung, bei der das Grab des Heiligen Jakobus entdeckt wur­de. Jakobus war ein Jünger Jesu und soll später Spanien missio­niert haben. So ist auch der Name zu erklären: Compo­s­tela kommt von latei­nisch: Campus Stellae, d.h. Ster­nenfeld; Santiago heißt Sankt Jacob. 

Histo­riker haben für die Licht­er­schei­nung und die Entde­ckung des Grabes eine andere, poli­ti­sche Erklärung: Santiago gehörte zum unweg­samen Gali­cien, in dem sich westgo­ti­sche Stämme erfolg­reich gegen die mauri­schen Eindring­linge wehrten. Um ihren Stam­mes­krieg reli­giös zu über­höhen, kam das Wunder gerade recht. Nach der „Entde­ckung“ des Grabes ging es nämlich nicht mehr nur um einen lokalen Konflikt, sondern um die Vertei­digung der christ­li­chen Welt gegen die Vorherr­schaft des Islam. So wur­de der unweg­same Gebirgsort zur Keim­zelle der katholi­schen Wiederge­burt Spaniens, die Jahrhunderte später zur Vertreibung aller Muslime und Juden aus dem Land führte.

Rias Gallegas

Einsamen Strände, verschlafene Fischer­dörfer
Mit ihren weit ins Land reichenden Fjorden, herben Landschaften, einsamen Stränden und verschlafenen Fischer­dörfern gehört die Küste im äußersten Nordwesten zu den eindrucksvollsten Landschaften Spaniens. Noch spielt der Tourismus eine unter­ge­ord­nete Rolle, was für Natur- und Invidual­tou­risten ideal ist. Ein landschaft­li­cher Höhe­punkt sind die Vixia de Herbeira, die mit über 600 Höhenme­tern höchsten Klippen Europas, die man auf einer Rundfahrt entlang der Küste nörd­lich von Ferrol bestaunen kann.

Costa da Morte

Spaniens abge­legene Westküste
Spaniens west­lichste Küste zieht sich zwischen dem Kap Finisterre und A Coruna entlang und ist eine der abge­le­gensten Regionen Europas. Trotz Chris­tia­ni­sie­rung durch das nahe gelegene Santiago halten sich vorchrist­liche Mythen beharr­lich, etwa dass Wind Albträume hervor­ruft oder in den wilden Wäldern im Hinter­land der Riese Pedras de Abalar lebt. Ihren Namen erhielt die „Todes­küste“ wegen der vielen Schiffbrüche, zuletzt 2002, als ein Öltanker kenterte und das Ökosystem schä­d­igte. Heute, nachdem die Folgen weitge­hend besei­tigt sind, kann man eine ursprüng­l­iche Küste entde­cken und ein faszi­nierendes Hinter­land.

Von Sisamo-Carballo nach Santiago

Mietwagenabgabe

Von Sisamo-Carballo nach Santiago

180 km | 3:00 h
Die Strecke gibt Gelegen­heit, die wilde Westküste Nordspa­niens zu erkunden.

Catedral de Santiago

Kirche über dem Apos­telgrab
Die Kathedrale über der Grab­stätte des Apos­tels Jakobus ist Ziel des Jakobs­weges. Auf dem präch­tigen Vorplatz wimmelt es daher nur so von Pilgern und Wanderern, fliegenden Händ­lern und Radfah­rern. Die Catedral de Santiago gehört zu den ältesten Kirchen in Spanien. Der Bau wur­de 1075 begonnen – auf den Über­resten einer Kirche aus dem 8. Jahr­hun­dert. Betritt man den Dom über die doppelte Treppe, gelangt man zum Pórtico de la Gloria, einem Portal von 1188 mit meister­haften Skulpturen. Im Inneren fällt der Blick durch das insge­samt fast 100 Meter lange Mittel­schiff auf den gegenüber­liegenden Haupt­altar, der über dem Grab des Apos­tels errichtet wur­de. An der West­fas­sade erheben sich zwei 75 Meter hohe Türme, von denen der rechte ein Glock­en­turm war, während der linke „Torre de las Carracas“ genannt wird – nach den Klappern oder Knarren, mit denen in der Karwoche („semana santa“) das Läuten der Glocken ersetzt wird. Im Mittelgiebel erhebt sich das Standbild des Apos­tels Jakobus in einer Darstel­lung als Pilger. Zu seinen Seiten und etwas unter­halb begleiten ihn seine Schüler Atana­sius und Theodor.

Jakobsweg

Spirituelle Wande­rungen durch Europa
Der Jakobsweg ist ein ganzes Netz von Pilger­wegen, das quer durch Europa führt. Gemein­sames Ziel aller Wege ist Santiago de Compo­s­tela, das Epizentrum des spani­schen Katholizismus. In der dortigen Kathedrale liegt der Legende nach Jakobus, der Bruder Jesu, begr­aben. Jähr­lich kommen 75.000 Pilger zum Jakobsgrab – zu Fuß, per Fahrrad oder im Roll­stuhl. Sie erkennen sich – oft Hunderte von Kilome­tern vor ihrem Ziel – an der Jakobs­mu­schel. Die mit zwei Löchern durch­bohrte Muschel ist seit dem 11. Jahr­hun­dert das Pilgerzei­chen. Ungezählte Wall­fahrer aus Mittel­eu­ropa haben seit Jahrhunderten den Jakobsweg genommen. Er führt auf verschiedenen Routen nach Südwest­frank­reich und von dort über Pamplona, Burgos und León in die Jakobs­stadt. Seit einigen Jahren erlebt der Pilgerweg eine Renais­sance auch außer­halb des Katholizismus. Eine besonders schöne Darstel­lung seiner Selbstfindung auf dem Jakobsweg hat der Enter­tainer Hape Kerkeling unter dem Titel „Ich bin dann mal weg“ veröff­ent­licht.

Mirador de Paxareiras

Ausblick auf den Atlantik
Die dünnen gelben Äste des Stechg­ins­ters biegen sich im Wind fast bis zum Boden, die Haare wehen ins Gesicht. Immer wieder halten vorbei­fah­rende Autos und Motor­räder auf dem stürmi­schen Plateau west­lich von Santiago di Compe­s­tela an. Denn nicht nur der Wind, sondern vor allem der Blick vom Aussichts­punkt Mirador de Paxareiras ist atembe­rau­bend. Hinter der Halb­insel von Monarzo türmt sich der schier unend­liche Atlantik auf.

Mietwagenabgabe

Station: Santiago de Compo­stella Flughafen (Desk at Airport)

14 Tage
ab 1.299,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)

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