Von Barcelona nach Madrid: Große Rundreise durch Spaniens Norden
Hinter der Costa Verde: Picos de Europa

Spaniens unbekannter Norden

Katalonien, Aragon, Kastilien

Zwei pulsierende Städte, drei höchst verschiedene Regionen, die staubige Meseta und das grüne Asturien, Spaniens höchster Berg und Spaniens grünste Küste, ein mondänes Seebad und menschenleere Fjorde: die große Rundreise durch Spanien zeigt ein Land der Kontraste.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Barcelona

Barcelona

16 km | 19 Minuten
A

Barcelona

Kataloniens glänzende Hauptstadt

Die Haupt­stadt Katalo­niens liegt am Mittelmeer, 120 Kilometer südlich der franzö­si­schen Grenze, und ist nach Madrid mit 1,6 Millionen Einwoh­nern die zweitgrößte Stadt Spaniens.

Seit den olym­pi­schen Spielen 1992 findet man im Zentrum avant­gardis­ti­sche Bauten und schi­ckes Design. Mit Madrid, der Haupt­stadt Kastiliens, verbindet die Metro­pole eine innige Feindschaft. Sie entbrennt in aller Leiden­schaft, wenn der FC Barcelona gegen Real Madrid spielt. Die ursprüng­lich karthagi­sche Gründung erhielt unter den Römern eine impo­sante Stadt­mauer, deren Reste heute noch zu sehen sind. Im Barri Gòtic, dem goti­schen Viertel und histo­ri­schen Stadt­kern sind La Catedral, die Kathedrale der heiligen Eulàlia, der Königs­platz (Plaça del Rei) und das Rathaus (Ajun­ta­ment) sehens­wert. Auf den Ramblas, der Flaniermeile der Stadt, spielt sich das urbane Leben ab.

Zu Gast in einem Hotel im Gotischen Viertel

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das histo­ri­sche Gebäude erfreut sich der besten Lage in Barcelona: im Goti­schen Viertel, in der Nähe der Ramblas und des Hafens.

Die Panora­ma­sicht vom Hotel reicht vom Berg Montjuic über das Kolumbusdenkmal bis zum Port Olimpic. Während die neoklas­sizis­ti­sche Fassade aus dem Jahr 1850 stammt, entspre­chen die Innenräume nach der völligen Renovie­rung den Stan­dards eines modernen Luxus­ho­tels. Gäste können sich bei einem Drink auf der Terrasse entspannen oder ein kurzes Bad im kleinen Dachpool genießen. Neben den Ramblas und dem goti­schen Viertel sind viele der wich­tigsten Attrak­tionen Barcelonas in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar, darunter La Catedral, Bade­strände, der alte Hafen mit Fisch­re­stau­rants, das Museu Picasso, das histo­ri­sche Museum der Stadt Barcelona und das Museu Marítim.

Ausflug (OPTIONAL)

Historisches Barcelona (4 Stunden, deutsch)

Die Führung durch das histo­ri­sche Barcelona kann in der Rambla oder an der Kathedrale beginnen. Sie führt an der römi­schen Stadt­mauer entlang.

Goti­sche Innenhöfe und die Kathedrale werden besich­tigt, samt Chor und Dachter­rasse mit tollem Blick über die Stadt. Anschließend geht es zum ­Platz des Königs (Plaça del Rei) und zum histo­ri­schen Museum, das die römi­schen und westgo­ti­schen Epochen wie auch die goti­sche Zeit präsen­tiert. Zum Abschluss bummeln wir durch­ das Ribera-Viertel zur Kirche „Santa María del Mar“.

Führung (OPTIONAL)

Jugendstilbauten in Barcelona (4 Stunden, deutsch)

Zwischen 1885 und 1920 hat sich in Barcelona eine eigen­stän­dige Architektur entwi­ckelt, die dem euro­päi­schen Jugend­stil zuge­rechnet wird.  Der soge­nannte kata­la­ni­sche Jugend­stil ist vor allem im manzana de la disd­ordia, dem "Viertel der Zwie­tracht“, zu bestaunen, weshalb die Führung dort beiginnt.

Zu den schönsten Häusern, die von außen besich­tigt werden, gehören die Lleó Morera und die Casa Amatller. Die Casa Milá kann von innen besich­tigt werden; der Eintritt wird vor Ort gezahlt, mit einem offi­zi­ellen Stadt­führer braucht man nicht anzu­stehen. Danach fährt man mit dem Taxi (wird von den Gästen direkt bezahlt) zum Kran­ken­haus „Hospital de Sant Pau“, dessen Gebäude heute zu den wich­tigsten Zeug­nissen des ka­ta­la­ni­schen Jugend­stils zählen und auch zum UNESCO Kultur­erbe gehören. Anschließend kann man noch eigen­ständig die Sagrada Familia besich­tigen, wobei man darauf achten muss, die Zeiten aufein­ander abzu­stimmen.

Führung (OPTIONAL)

Tapas und zwei Markthallen, (4 Stunden, deutsch)

Der geführte Stadt­bummel beginnt an der Plaza Cata­lunya und führt vorbei am Musik­pa­last im Jugend­stil bis zur Markt­halle „Santa Cata­rina“.

Nach dem Besuch der ­Markt­halle geht es gemüt­lich weiter durch das Ribera-Viertel, vorbei an der Kirche „Santa María del Mar“, über den Platz „Sant Jaume“ und durch enge Gassen bis zur La Rambla, wo sich auch die berühmte Markt­halle „Mercado de la Boquería“ mit ihrem großen gastro­no­mi­schen Angebot befindet. Spätes­tens hier kann man während einer Pause typi­sche Tapas und Getränke probieren (im Preis nicht einge­schlossen). Der Rundgang dauert 3-4 Stunden und findet diens­tags bis sams­tags am Vormittag statt.

Mietwagenannahme

Anbieter: Sunny Cars GmbH
Vermieter: ALAMO
Fahrzeug: Seat Ibiza o.ä. (EDMR)
Station: Barcelona Flughafen (Desk at Airport)

Von Barcelona nach Ainsa

275 km | 3:30 h
Auf halbem Weg nach Lleida liegt Monts­errat, eine unge­heure Felsenburg mit einem der bedeu­ten­dsten Klöster Spaniens.

Codorníu

Führungen und Verkos­tungen in Spaniens ältester Sektkellerei
Der welt­weit größte Produ­zent von Sekt, der nach der tradi­tionellen Champa­gner-Methode in der Flasche vergoren wird, wur­de schon im Jahre 1551 gegründet. 1872 produ­zierte Josep Raventós zum ersten Mal in Spanien durch die Tradi­tionelle Methode Cava und etab­lierte so eine völlig neue Indu­s­trie in der Region Alt Penedès. Heute werden jähr­lich 60 Millionen Flaschen produ­ziert. Spani­scher Schaumwein aus der Region Katalo­nien wird Cava genannt. Man kann die Sektkellerei besu­chen und das mit einem Lunch verbinden. Führungen auf Deutsch werden ange­boten.

Monts­errat

Felsenkloster mit Ausblick
Der „gesägte Berg“ ragt wie eine gewal­tige Burg aus Fels über das kata­la­ni­sche Hügel­land. Am Ende eines Spalts liegt abenteuer­lich auf einem Felsvor­sprung Monts­errat, eines der bedeu­ten­ds­ten Klöster Spaniens. In der Basilika aus dem 16. Jahr­hun­dert hängt über dem Altar ein Madon­nenbild, zu dem Katholiken aus der ganzen Welt pilgern. Auf den Berg gelangt man mit einer Seil­bahn. Von der Berg­sta­tion Sant Joan führt eine Wande­rung auf den höchsten Gipfel, den Sant Jeroni (1237 m), wo man mit einem grandiosen Rund­um­blick belohnt wird.
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Aragonische Pyrenäen

Malerische Dörfer, einsame Wildnis

Nörd­lich des in Ost-West-Rich­tung verlau­fenden Tal des Rio Aragon erstre­cken sich die arago­ni­schen Pyre­näen bis nach Andorra.

Kleine Seiten­straßen führen in eine kaum besiedelte Bergwelt, wo male­ri­sche, Dörfer zu entde­cken sind und Almen von der Wildnis zurückge­holt werden. Die höchsten Berge liegen im Parc Natural Posets-Mala­deta; einige von ihnen, etwa der Aneto, Posets oder Madaleta sind etwa 3.000 Meter hoch. Dort finden sich vereiste Seen, eindrucksvolle Wasser­fälle, Seen, und Wild­was­ser­bäche.

Zu Gast in einer ehemaligen Familienresidenz in Ainsa

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Hotel mit rustikalem Charme und modernem Komfort liegt im mittel­alter­li­chen Orts­kern von Ainsa, in Sichtweite des Monte Perdido und des Ordesa Natio­nalparks.

Familie Bérgua hat vor einigen Jahren ein Patri­zi­er­haus am Markt­platz aufge­kauft, umsichtig renoviert und zu einem kleinen Hotel mit sechs Zimmern umge­staltet. Während sich außen fast nichts verändert hat, wurden die Zimmer mit großzügigen Bädern, Klima­anlage und Heizung ausge­stattet – eine harmo­ni­sche Verbindung aus altem Mauer­werk und modernem Raumde­sign.

Pico de Santa Marina

Kleiner Berg mit großer Aussicht
Der Pico de Santa Marina ist zwar nur 1796 Meter hoch, dafür bietet er einen Pa­no­ra­ma­blick über die Hügel der Vorpy­re­näen bis zum maje­s­tä­ti­schen Monte Perdido im Hoch­ge­birge. Die Wande­rung beginnt im kleinen Berg­dorf Ascaso, wo man sich eine Sonnenuhr anschauen sollte. vom Dorf aus ist der Weg zum Gipfel mit Stein­männ­chen bezeichnet. (hin und zurück: 5,5 Kilometer, 4:Stunden, auf und ab: 790 Meter)

Durch die Faja de las Flores

Das High­light im Ordesa-Tal
Phäno­me­nale Aussicht, kühne Wegwahl, berau­schender Tief­blick und Abwechs­lung pur: Der Weg durch die Faja de las Flores ist ein unver­gess­li­cher Höhe­punkt jeder Pyre­näenreise. Allerdings ist die Wande­rung schwer und anstren­gend. Daher sollte man früh beginnen. Zunächst geht es auf einfa­chen Pfaden durch den Wald. Ober­halb der Baumgrenze wartet ein impo­santer Kessel mit erdrü­c­kenden Felswänden. Eine leichte Kletterei führt über mehrere Bänder. Weiter geht es meist durch alte Schnee­felder und Geröll zum eigent­li­chen Einstieg der Faja. Die gras­be­wach­senen Gesimsbänder sind mehrere Meter breit, sodass man bequem gehen kann, während man die Welt aus der Vogel­per­spek­tive bestaunt. Unver­gess­lich! (Hin und zurück: 16,3 Kilometer, 9 Stunden, auf und ab: 2821 Meter)

Cañón de Añisclo

Duch die Selva Plana-Schlucht
Die Wande­rung führt durch eine Schlucht mit hohen Felswänden. Teilweise ist es sehr schattig, aber es gibt auch sonnige Abschnitte, herr­liche Ausblicke, Wasser­fälle und Fluss­be­cken. Steile Abschnitte und felsiger Unter­grund erfordern gutes Schuh­werk und etwas Kondi­tion. (Hin und zurück: 8,8 Kilometer, 5 Stunden, auf und ab: 850 Meter)

Sestrales Alto

Leichte Wande­rung durch wilde Land­schaft
Obwohl die Wande­rung leicht ist, führt sie durch eine höchst drama­ti­sche Land­schaft: Man sie von oben den wilden Canyon von Anisclo hinein – und das alles vor der großen Kulisse des Perdido-Massivs. Der Weg vom Park­platz bei Collado ist durch Stein­männ­chen markiert. Anschließend kann man in einer Bar in Escalona einkehren. (hin und zurück: 6,3 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 350 Meter)

Faja Racón

Spekta­kuläre Rundwande­rung im Valle de Ordesa
Die Tour ist eine einfache Vari­ante zu den Faja de las Flores. Sie verläuft unter­halb der steil aufra­genden Felswand. Die Ausblicke sind dennoch spekta­kulär, diverse Wasser­fälle inklusive. Der Aufstieg geht durch dichten Wald, weshalb es auch bei warmen Sommerwetter nicht zu heiß wird. Der Weg ist gut und an den entschei­denden Stellen ausge­schildert. Verlaufen ist prak­tisch nicht möglich. Auch der Abstieg geht durch den Wald. Die Anfahrt (ca. 25 Minuten) geht nur per Bus vom großen Park­platz in Torla aus, dort lässt man sein eigenes Auto stehen. Busse fahren alle 15 Minuten, auch der Rück­transport ist so orga­ni­siert. (hin und zurück: 8,9 Kilometer, 4:30 Stunden, auf und ab: 1.652 Meter)

Von Ainsa nach San Sebas­tian

271 km | 4:00 h
Man kommt durch Pamplona, die Haup­stadt Navarras in den Westpyrenäen. Bekannt geworden ist sie durch Ernest Hemmingway, der die Fiesta de San Fermin beschrieben hat. Mittel­punkt des feucht-fröhlichen Volks­festes vom 6.-14 Juli sind die Encierros, die Wett­rennen mit Kampf­stieren.

Pamplona

Wett­rennen mit Stieren und histo­ri­scher Altstadt
Als Ernest Hemmingway 1923 die Stadt besuchte, gab es nur wenige Touristen. Doch dann erlebte er die Encierros und schrieb in seinem Roman Fiesta über sie. Heute kommen Tausende, vor allem junge Amerikaner, die an den berühmt-berüc­h­tigten Wett­rennen mit den Kampf­stieren teil­nehmen wollen. Ab dem 6. Juli rasen für eine Woche ab acht Uhr sechs wilde Stiere durch die Stadt, vor ihnen die „Mozos“, wie man die Männer nennt, die mit Zeitungen nach ihnen schlagen. Doch auch außer­halb der Fiesta San Fermin hat die Haupt­stadt von Navarra einiges zu bieten. Es sind vor allen Dingen die Kathedrale aus dem 15. Jahr­hun­dert und die Festung aus dem 14. Jahr­hun­dert, die das Stadt­bild prägen.
C

Biskaya

Atlantischer Golf zwischen Frankreich und Spanien

Die Biskaya oder der Golf de Gascongne, wie die Franzosen ihn nennen, ist der größte Golf Europas und öffnet sich zum Atlantik.

Er reicht von Finistère, tief im Westen der Bretagne bis nach Gijon in Spanien.  An der Taktung der Wellen erkennt man die Größe des Gewäs­sers. Die anbranden Wogen und die Höhe der Gezeiten sind besonders im franzö­si­schen Teil gewaltig. So groß die Biskaya ist, so unter­schied­lich sind die Küsten. Es gibt breite Fluss­mündungen, mondäne Bade­orte und tradi­tionelle Fischer­dörfer. Sand­strände und seichte Buchten wech­seln mit schroffen Klippen. Bereits im 19. Jahr­hun­dert hat der euro­päi­sche Adel die Strände von Biarritz entdeckt. Auf spani­scher Seite liegt San Sebas­tián, das die Basken Donostia nennen.

Zu Gast in einer Stadtresidenz in San Sebastián

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die denkmalge­schützte Villa aus dem 19. Jahr­hun­dert liegt im Stadt­zentrum, ca. zehn Minuten vom Strand La Zurriola und 20 Minuten von der Altstadt entfernt.

Ursprüng­lich ein Verlo­bungs­ge­schenk von Don Ramon Londaiz an seine Tochter, ist es heute – nach sorgfäl­tiger Restau­rie­rung – ein stil­volles Boutique-Hotel mit insge­samt 25 Zimmern, von denen sich einige im benach­barten Wagen­haus befinden. Gute Restau­rants sind in der Nähe; Fahr­räder können kostenfrei aus­ge­liehen werden.

Führung (OPTIONAL)

San Sebastian (2 Stunden, deutsch)

Die deutsch­spra­chige Führung konzen­triert sich auf die Altstadt, das „parte vieja“, den Fischer­hafen und das roman­ti­sche Viertel.

So bekommt man einen guten Über­blick über das „Marbella des Nordens“, seine Kultur, Geschichte und Bräuche.
Die engen Altstadt­gassen sind gesäumt von zahl­losen Pintxo-Bars und Restau­rants. Aber nicht nur der Gastro­nomie wegen kommen viele Besu­cher. Es befinden sich auch zwei bedeu­tende Kirchen in der Altstadt, die goti­sche Kirche San Vicente und die barocke Basilika Santa Maria del Coro. Tritt man aus der Enge der Altstadt hinaus auf den Boulevard am Rathaus und den „schönen Gärten“, spürt man sofort den Geist der Belle Epoque. 
Da es sich um eine individu­elle Stadt­füh­rung handelt, kann das Programm abge­ändert werden.

Donostia

Baski­sches Seebad mit Geschichte
Das Seebad nahe der franzö­si­schen Grenze ist eines der ältesten in Spanien. Der baski­sche Name „Donostia“ ist ebenso wie der spani­sche „San Sebas­tián“ aus dem Namen des Heiligen Sebas­tian entstanden. Der Aufstieg des Ortes begann im 19. Jahr­hun­dert, als die spani­sche Königin die Stadt zu ihrer Sommer­residenz erkor. 1914 entwi­ckelte sich San Sebas­tián zum kosmo­poli­ti­schen Zentrum Europas. Im damals welt­be­rühmten Casino verkehrten Persön­lichkeiten wie Mata Hari, Leo Trotzki und Maurice Ravel. Von 1940 bis 1975 war San Sebas­tián die Sommer­residenz des spani­schen Dikta­tors Franco. Bis heute fliehen viele hitzege­plagte Städter aus Kastilien in den mondänen Ort, wovon die präch­tigen Villen unter­halb des Monte Igueldo zeugen. Von hier hat man den besten Blick auf die Stadt.

Côte Basque

Bade­strände, Steilklippen und mäch­tige Brandung
Sie ist zwar nur 30 Kilometer lang, doch voll wilder Schön­heit: Die Côte Basque mit ihren steilen Klippen und zerklüf­teten Felsen, die der mäch­tigen Brandung trotzen, bildet bis hinunter zur spani­schen Grenze einen reizvollen Gegen­satz zu den endlosen Sand­streifen ihrer nörd­li­chen Nach­barin, der Cote d'Argent. Bis Mitte des 17. Jahrhunderts lebten die baski­schen Küsten­be­wohner vom Walfang, dann zogen sich die Riesen­säuger immer weiter zurück und zwangen die Fischer, auf Sardinen-, Sardellen- und Thun­fischfang umzu­stellen. Zur glei­chen Zeit wurden die Fischer­dörfer an der Côte Basque als Bade­orte entdeckt – allen voran Biarritz.

Pasaia Doni­bane

Tradi­tionelles Fischerdorf mit mittel­alter­li­chem Kern und guten Restau­rants
Das tradi­tionelle Fischerdorf hat einen Hafen an der Mündung des Flusses Oiartzun. Die Haupt­straße führt vom Bizkaia-Viertel bis zur Bucht von Alab­ortza. Die Altstadt weist noch zahlreiche mittel­alter­liche Gebäude auf. Dort gibt es Geschäfte, Cafés und gute Fisch­re­stau­rants.

Drei-Strände-Wande­rung in San Sebas­tián

Bade- und Kultur­spa­ziergang
Neben dem berühm­testen Strand von San Sebas­tian, der Playa de la Concha, lohnen sich auch zwei weitere Strände, die Playa de Ondarreta und die Playa de Zurriola. Alle drei lassen sich durch einen Spaziergang mitein­ander verbinden – direkt am Strand oder an der Strand­straße entlang. Anfang und Ende des Weges sind von Skulpturen gesäumt. (hin: 6,8 Kilometer, 2 Stunden, auf und ab: 60 Meter)

Auf den Monte Igueldo

Tolle Aussicht von einem Turm
Der Vergnügungs­park auf dem Monte Igueldo star­tete seinen Weg im Jahre 1912. Heute bietet er eine Kombi­na­tion aus ursprüng­l­i­chen und modernen Fahrge­schäften. Er liegt auf einer Anhöhe, die man mit der Standseil­bahn erreicht und von wo aus man eine Aussicht auf die gesamte Stadt genießen kann. Dort stößt man auf El Torreón, einen alten aus Brenn­holz beste­henden Leucht­turm, in dem sich eine Ausstel­lung über die Lebens­weise und Bräuche der Basken befindet. Alter­nativ kann man vom Strand aus zu Fuß nach oben gehen. (hin und zurück: 4,3 Kilometer, 1:20 Stunden, auf und ab 150 Meter)

Von San Sebas­tian nach Ribade­sella

305 km | 3:30 h
Man folgt der Küste am Golf von Biskaya von Ost nach West. 25 km nach Santander sollte man einen Abste­cher nach Santil­lana machen. Das bezau­bernde Städtchen gilt als mittel­alter­li­ches Gesamtkunst­werk.

Loyola

Geburtsort von Ignazio de Loyola
Der Stamm­sitz der Familie de Loyola (baskisch: Loiola) liegt zwischen Azpe­itia und Azko­itia in der baski­schen Provinz Gipuzkoa. In dem mittel­alter­li­chen Wohn­turm im Tal des Urola wur­de auch der bekann­teste derer von Loyola geboren, der Heilige Igna­tius von Loyola. Der Gründer des Jesui­ten­or­dens ist bis heute einer der berühm­testen Spanier – und vor allem unter Prote­s­tanten ebenso berüc­h­tigt.

Gernika

Erster Luft­angriff in der Geschichte
Die Stadt im Basken­land  wurde 1937 im spani­schen Bürger­krieg durch deut­sche Bomber zerstört. Es war der erste große Luft­angriff in der Geschichte. Pablo Picasso verarbei­tete die Schre­cken dieses Angriffs in seinem Bild Guer­nica. Das riesige Ölbild (349 cm x 777 cm) ist vermut­lich sein bekann­testes Werk und hängt heute im Museo Reina Sofia in Madrid.

Bilbao

Stadt des Guggen­heim-Museums
Die Haup­stadt des Basken­landes verdankt ihren Aufstieg der Ria de Bilbao, die von dort bis zu ihrer Mündung in den Golf von Biscaya schiffbar ist. Im 19. Jahr­hun­dert siedelten sich Eisenhütten und Schiffsbau­un­ter­nehmen zu beiden Seiten des Flusses an und bildeten ein riesiges indu­s­tri­elles Ballungs­gebiet. In den 1970er Jahren folgte der indu­s­tri­elle Niedergang mit hoher Arbeits­lo­sigkeit und rostenden Fabriken. Seit 1997 ist das Guggen­heim-Museum neues Wahrzei­chen der Stadt, das mit seiner spekta­kulären Architektur kaum weniger inter­essant ist als die dort ausge­stellten Werke aus der New Yorker Guggen­heim Foun­da­tion.
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Costa Verde

Grüne, ursprüngliche Küste Nordspaniens

Obwohl die „Grüne Küste“ zu den schönsten Küsten Spaniens gezählt wird, gibt es hier keinen Massen­tou­rismus wie am Mittelmeer.

Sie grenzt an den Golf von Biskaya und umfasst den Küsten­ab­schnitt zwischen Gali­cien und Kantabrien. Bedingt durch den Regenreichtum reicht grüne, üppige Vege­ta­tion oft bis ans Meer heran. Meist kommen die Urlauber aus dem eigenen Land, sodass in der Region noch kulturelle Über­liefe­rungen der ursprüng­l­i­chen kelti­schen Bevöl­ke­rung lebendig sind. Das gilt vor allem für die Volks­musik, die an breto­ni­sche, ja sogar irische Folk­lore erin­nert. Zu den wich­tigsten kuli­na­ri­schen Speziali­täten zählen die Fabada, ein Bohnen­ein­topf und der Apfelwein Sidra.

Zu Gast in einem historischen Bauernhaus in Ribadesella

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Im grünen Para­dies Spaniens, zwischen dunklen Wäldern und klaren Flüssen der Costa Verde liegt das 200 Jahre alte Bauern­haus, das nach seiner sorgfäl­tigen Restau­rie­rung als ein kleines, persön­li­ches Gäste­haus dient.

Im Erdge­schoss liegen die Rezep­tion und das Wohnzimmer mit offenem Kamin, im Oberge­schoss befinden sich die sechs individuell einge­rich­teten Zimmer. Alle sind in kräf­tigen Farben gehalten, haben wuch­tige Holz­balken und schöne Ausbllicke weit ins Land. In der Nähe gibt es mehrere gute Restau­rants. Ein einfa­ches Abend­essen mit frischem Gemüse, Fleisch oder Fisch und einem kräf­tigen Landwein wird auch vor Ort ange­boten.

Picos de Europa

Para­dies für Brau­n­bären, Geier und Bergwanderer
Gar nicht südeu­ro­päisch mutet das wilde Gebirge 20 Kilometer südlich der Costa Verde an, das über 2.000 Meter hoch aufragt. Wegen seiner Nähe zum Meer wird es von tiefen Tälern mit reißenden Gebirgs­bäche und fisch­rei­chen Flüsse zerfurcht. Die Torre de Cerredo ist mit 2.645 Metern der höchste Berg und zugleich der schönste Abschnitt des 40 Kilometer langen Faltengebirges. Der Natio­nal­park Picos de Europa ist mit fast 70.000 Hektar der größte in Spanien. Ein Para­dies für Brau­n­bären, Auer­hähne, seltene Bartgeier und verschiedene Adler­arten, ebenso wie für Bergwanderer,

Cangas de Onís

Roma­ni­sche Baudenkmäler und ein bunter Markt
Die Klein­stadt mit 6.000 Einwoh­nern im Tal von Sella und Güeña war bis 774 Sitz der Herr­scher über das König­reich Astu­rien. Von der früheren Bedeu­tung zeugen die roma­ni­sche Brücke und die Iglesia de la Santa Cruz de Cangas de Onís. Die Kapelle von 737 steht auf einer präh­is­to­ri­schen Mega­lit­h­anlage. Sonn­tags hat man die Gelegen­heit, über den bunten Markt zu bummeln. Ein schönes Erlebnis für alle Sinne.

Covadonga

Ein winziger Ort als Wiege Spaniens
Der winzige Ort in den Picos de Europa gilt als die Wiege Spaniens. In der unweg­samen Wildnis versteckten sich eine Handvoll westgo­ti­scher Krieger, nachdem ihr Reich von den Mauren zerstört wur­de. In der Felsenhöhle von Covadonga errich­teten sie ein Mari­en­hei­ligtum. 722 fand dort die Schlacht von Covadonga statt, in welcher Pelayo, der Anführer einer christ­li­chen Streitmacht, einen ersten Sieg über muslimi­sche Truppen errang. Dieser Erfolg gilt als Beginn der Reconquista. Zu sehen sind dort heute die Basilika und das Kloster mit Ausblick auf die Picos de Europa sowie die Grotte mit der „Virgen de Covadonga“ (Jungfrau von Covadonga) und den Gebeinen König Pelayos. Wer auf der CO-4 zehn Kilometer weiter nach Südosten fährt, kommt an zwei idylli­sche Seen.

von Carreña nach Asiegu

Allwetter-Spaziergang mit Pick­nick­einlage
Diese Tour erlaubt zwei Vari­anten: eine kurze bis zum lauschigen Pick­nick­platz Llanu del Molín und zurück. Wer Lust auf mehr hat, wandert weiter durch das idylli­sche, üppig grüne Tal, steigt auf bis Asiegu und kehrt über einen bequemen Feldweg, mit herr­li­chen Ausbli­cken auf das Zentral­massiv und den Picu Urri­ellu/Naranjo de Bulnes, nach Carreña zurück. (hin und zurück: 7,6 Kilometer, 2:45 Stunden, auf und ab 316 Meter)

Von Ribade­sella nach Sisamo-Carballo

375 km | 4:00 h
Die Route führt an Spaniens grüner Küste entlang, die weniger bevöl­kert ist als die südli­chen Strände, jedoch ebenso schön. Eine Pause am Cabo Vidio lohnt sich wegen der herr­li­chen Aussicht auf das Meer.

Santa María del Naranco

Präro­ma­ni­scher Königsbau
Das präro­ma­ni­sche Bauwerk am Fuß des Monte Naranco wur­de schon Mitte des neunten Jahrhunderts als Teil eines Palastes erbaut. Später wur­de es dann als Kirche genutzt. Das Gebäude ist ein rechtwink­liger Bau aus Quader und Bruch­steinen. Es ist mit einem Sattel­dach gedeckt und in zwei Stock­werke gegliedert, die in einen Mittelraum und zwei, im Osten und Westen anschließende Seitenräume unter­teilt sind. Das Unter­ge­schoss, auch als Krypta bezeichnet, besitzt im Mittelraum ein von Gurtbögen gestütztes, tief ansetzendes Tonnengewölbe. Gemeinsam mit der Nach­bar­kirche San Miguel de Lillo gehört sie heute zum Welterbe der UNESCO.

Cudil­lero

Fischerdorf an der Costa Verde mit Wikingertra­di­tion
Der stim­mungs­volle Fischerort liegt in einem schlucht­ar­tigen Taleinschnitt hinter der Costa Verde. Die Häuser mit bunten Traufen und Fenstern klammern sich an den Hang. In Cudil­lero ist noch ein eigen­stän­diger Dialekt lebendig, das Pixueto. Einer örtli­chen Legende zufolge wur­de die Stadt von den Wikingern gegründet. Tatsäch­lich hat man Reste von kelti­schen Wall­burgen gefunden. Eine Panorama­route verbindet verschiedene Aussichts­punkte, unter anderem die Leucht­türme La Garita, La Atalaya oder El Pico. Die beiden wich­tigsten Bauten sind die goti­sche Pfarr­kirche aus dem 16. Jahr­hun­dert, in der man barocke Schnitz­werke bewundern kann, und die Humil­ladero-Kapelle, das älteste Gebäude im Ort. In den Fischer­tavernen an einem gepflas­terten Platz am Meer gibt es frisches Sea Food.

Cabo Vidio

Leucht­turm mit toller Aussicht
Das Kap zwischen Luarca und Cudil­lero eröffnet einen sensa­tionellen Weit­blick: Im Osten sieht man bis zum 20 Kilometer entfernten Cabo de Peñas, im Westen bis zum Kap Estaca de Bares, das 60 Kilometer entfernt ist und schon in Gali­cien liegt. Dazwi­schen ziehen Riffe und gezackte Steil­küsten weit ins Meer hinaus. Am Rande des Hoch­pla­teaus steht ein Leucht­turm, dessen Leuchtfeuer eine Reich­weite von 35 Seemeilen hat. Ein Kilometer südlich vom Turm führt ein Fußpfad von der Straße hinab zum Bade­strand Playa Peña Doria.
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Galicien

Grüner Nordosten Spaniens

Im Nordwesten Spaniens lebte vor über 2.000 Jahren das kelti­sche Volk der Gallaeker, nach dem das Gebiet bis heute benannt ist.

Hohe Berge (bis 2.100 Meter) schotten es vom Rest Spaniens und von Portugal ab. Stark zergliedert ist die Küste, die mit einer Gesamtlänge von fast 1.700 Kilome­tern rund ein Drittel der gesamten spani­schen Atlan­tikküste ausmacht. An der Mündung der Flüsse haben sich trichterför­mige Rias gebildet – ähnlich den Fjorden in Norwegen, nur dass sie insge­samt kürzer sind. Das Klima wird vom Atlantik geprägt. Die Winter sind mild, die Sommer nicht allzu heiß. Dafür sorgt die hohe Luftfeuch­tigkeit. Nebel, Winde und die grüne Berg­landschaft wecken mitunter Asso­zia­tionen mit Irland oder der Bretagne.

Zu Gast auf dem Feudalgut eines Inquistors

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das feudale Gutshaus wur­de auf den Ruinen eines 1000 Jahre alten kelti­schen Turms von einem spani­schen Inqui­sitor errichtet.

Später ging es in den Besitz des Marquis von Montenegro über und wur­de Anfang des 20. Jahrhunderts dem Verfall über­lassen. Vor einigen Jahren wur­de es von einem zurückge­kehrten spani­schen Emigranten gekauft und liebevoll zu einem kleinen Gäste­haus umge­staltet. Es liegt etwa fünf Kilometer vom Meer entfernt im Hinter­land der wilden Küste von Rias Gallegas. La Coruña und Santiago de Compo­s­tela sind leicht zu errei­chen. Ein Restau­rant, eine Bar, Fahr­räder und ein Swimmingpool im weit­läufigen Garten stehen den Gästen zur Verfügung. Es gibt einen Ausstel­lungs­raum mit Kunst­gewerbe aus der Region.

Rias Gallegas

Einsamen Strände, verschlafene Fischer­dörfer
Mit ihren weit ins Land reichenden Fjorden, herben Landschaften, einsamen Stränden und verschlafenen Fischer­dörfern gehört die Küste im äußersten Nordwesten zu den eindrucksvollsten Landschaften Spaniens. Noch spielt der Tourismus eine unter­ge­ord­nete Rolle, was für Natur- und Invidual­tou­risten ideal ist. Ein landschaft­li­cher Höhe­punkt sind die Vixia de Herbeira, die mit über 600 Höhenme­tern höchsten Klippen Europas, die man auf einer Rundfahrt entlang der Küste nörd­lich von Ferrol bestaunen kann.

Santiago de Compo­s­tela

Grab des Jakobus und Ziel des Jakobs­wegs
Die Stadt im Nordwesten Spaniens ist nach Rom und Jeru­salem das bedeu­ten­dste Pilger­zentrum der Chris­ten­heit . Der Legende nach hatte ein Eremit 813 nach Christus eine Licht­er­schei­nung, bei der das Grab des Heiligen Jakobus entdeckt wur­de. Jakobus war ein Jünger Jesu und soll später Spanien missio­niert haben. So ist auch der Name zu erklären: Compo­s­tela kommt von latei­nisch: Campus Stellae, d.h. Ster­nenfeld; Santiago heißt Sankt Jacob. 

Histo­riker haben für die Licht­er­schei­nung und die Entde­ckung des Grabes eine andere, poli­ti­sche Erklärung: Santiago gehörte zum unweg­samen Gali­cien, in dem sich westgo­ti­sche Stämme erfolg­reich gegen die mauri­schen Eindring­linge wehrten. Um ihren Stam­mes­krieg reli­giös zu über­höhen, kam das Wunder gerade recht. Nach der „Entde­ckung“ des Grabes ging es nämlich nicht mehr nur um einen lokalen Konflikt, sondern um die Vertei­digung der christ­li­chen Welt gegen die Vorherr­schaft des Islam. So wur­de der unweg­same Gebirgsort zur Keim­zelle der katholi­schen Wiederge­burt Spaniens, die Jahrhunderte später zur Vertreibung aller Muslime und Juden aus dem Land führte.

Costa da Morte

Spaniens abge­legene Westküste
Spaniens west­lichste Küste zieht sich zwischen dem Kap Finisterre und A Coruna entlang und ist eine der abge­le­gensten Regionen Europas. Trotz Chris­tia­ni­sie­rung durch das nahe gelegene Santiago halten sich vorchrist­liche Mythen beharr­lich, etwa dass Wind Albträume hervor­ruft oder in den wilden Wäldern im Hinter­land der Riese Pedras de Abalar lebt. Ihren Namen erhielt die „Todes­küste“ wegen der vielen Schiffbrüche, zuletzt 2002, als ein Öltanker kenterte und das Ökosystem schä­d­igte. Heute, nachdem die Folgen weitge­hend besei­tigt sind, kann man eine ursprüng­l­iche Küste entde­cken und ein faszi­nierendes Hinter­land.

Von Sisamo-Carballo nach Luyego de Somoza

312 km | 3:30 h
Die Strecke führt auf dem uralten Handelsweg, der die Häfen Gali­ziens mit der Haupt­stadt Madrid verbunden hat. Wer sich Zeit nehmen will, nimmt bis Ponfer­rada die histo­ri­sche Land­straße parallel zur Auto­bahn.
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Kastilien und León

Ruhmreiches “Land der Burgen”

Zahl­lose Denkmäler und histo­ri­sche Bauten weisen darauf hin: Kastilen und Leon war einst das Macht­zentrum des katholi­schen Spaniens.

Über 300 Schlösser und Festungen gaben der Gegend ihren Namen „Kastilien“, zu Deutsch: „Land der Burgen“. Trotz dieser ruhmrei­chen Vergan­gen­heit verpasste Ca­stillia y León  die indu­s­tri­elle Revo­lu­tion und verkam im 18. und 19. Jahr­hun­dert zum Getrei­deliefe­r­anten Madrids. Heute sind noch viele mittel­alter­liche Tradi­tionen lebendig, zum Beispiel der Paso del Fuego, bei dem man barfuß über heiße Kohlen geht, oder der Carneval del Toro von Sala­manca. Die kastili­sche Küche ist vor allem für ihren Cochi­nillo, den Ferkelb­raten, bekannt. Aber auch Lamm, Hülsenfrüchte, Schinken und Chorizo sowie Wurst vom iberi­schen Schwein stehen häufig auf dem Spei­sezettel.

Zu Gast in einem alten Bauernhaus in Luyego

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das ehema­lige Bauern­haus liegt in Luyego, einem Dorf 17 Kilometer südwest­lich von Astorga und ist An­zie­hungs­punkt für Maler und Künstler.

2003 wur­de es zu einem Gasthof umge­baut. Auf zwei Gebäude rund um einen lauschigen Innenhof verteilen sich die neun Zimmer, der Versamm­lungs­raum und die Bar. Weil der Ort 1.100 Meter über dem Meer liegt und daher den Sternen so nah ist, sind die Zimmer nach Sternbil­dern benannt. Besonders schön sind die halb­offene Cafe­teria, das Restau­rant mit wuch­tiger Balken­kon­struk­tion und das Kaminzimmer mit Frei­treppe und Natur­steinmauern.

Astorga

Station auf dem Jakobsweg
Die Stadt mit 12.000 Einwoh­nern war in der Römerzeit wegen des Gold­ab­baus bedeu­tend, wovon noch heute die 2.000 Jahre alte Stadt­mauer zeugt. Später entwi­ckelte sie sich wegen ihrer Lage am Schnitt­punkt wich­tiger Verkehrs­wege. Von Ost nach West führt der Jakobsweg und von Nord nach Süd die Via de la Plata, die die galizi­schen Häfen mit der Haupt­stadt Madrid verbindet. So hat ein lebhafter Fuhr­be­trieb die Stadt zu Wohl­stand gebracht. Weil auf der Via de la Plata Kakao und Zucker transpor­tiert wur­de und sich die Land­wirt­schaft wegen der kargen Böden kaum lohnte, kam später auch Süßwa­ren­her­stel­lung dazu. Wer durch Astorga kommt, muss Hojaldres und Mante­cados probieren. Das erste ist ein Blät­ter­teig­ge­bäck, letzteres wird mit Butter herge­stellt.

Castrillo de los Polvazares

Schönstes Dorf rund um Astorga
Eines der schönsten Dörfer rund um Astroga ist Castrillo de los Polvazares. Es ist die Heimat der Maragatos, die einst in ganz Spanien als Fuhr­leute arbei­teten. Ihre Vorfahren kamen wohl mit den Mauren aus Nord­afrika und vermischten sich vor langer Zeit mit den Goten. Bestimmte Tradi­tionen und Trachten haben sich bis heute erhalten.

Von Luyego de Somoza nach Sala­manca

216 km | 2:30 h
Man durchfährt das inner­spa­ni­sche Hoch­land (Meseta). Das karge, baum­arme Land ist dünn besiedelt und war kaum bewirt­schaftet, was sich nach dem Bau großer Staudämme aber geändert hat. Zamora liegt auf dem Weg und lohnt wegen seiner roma­ni­schen Altstadt einen Besuch.

Lagunas de Villafáfila

Heimat der Großtrappe
Die Lagunen von Villafáfila sind eines der wich­tigsten Feuchtgebiete der gesamten Iberi­schen Halb­insel und ein Para­dies für Wasservögel, Steppen- und Zugvögel. Die drei Haupt­lagunen im Semen­dorréica-Becken – Salina Grande, Barillos und Salinas – werden vom Salado Fluss gespeist. Das Gebiet wur­de zum Reserva Natural erklärt, weil es eines letzten Refugien welt­weit für die Großtrappe ist. Mit einem Gewicht von bis zu 16 Kilogramm und einer Länge von über einem Meter ist das Weibchen eine der größten flugfähigen Vögel über­haupt. An den Lagunen leben etwa 2.000 Exem­plare der anderswo vom Aussterben bedrohten Tiere.  Daneben verbringen zahl­lose Gänse hier den Winter.

Zamora

Museum der Romanik
Die Stadt verdankt ihre Bedeu­tung dem Jakobsweg. Sie liegt an der Einmündung eines Neben­wegs in den Hauptweg zwischen Léon und Astorga. Die Altstadt am Duero-Fluss ist als künst­le­risch.histo­ri­sches Kulturgut einge­stuft. Wegen der insge­samt 26 Kirchen, die alle im 12. und 13. Jahr­hun­dert entstanden, wird Zamora auch „Museum der Romanik“ genannt. Mit großen Umzügen werden hier sowohl der Karneval als auch die Semana Santa in der Woche vor Ostern gefeiert.

Um die Salina Grande

Orni­to­logi­scher Spaziergang
Die Salina Grande ist die größte Lagune des Nautur­re­servats von Villafáfila. Hier leben die meisten Großtrappen des Natur­re­servats von Villafáfila, Orni­to­logen aus der ganzen Welt anzieht. Der Weg beginnt am Vogelob­serva­to­rium von Otero de Sariegos und führt einmal um die Laugune herum. Unter­wegs kommt man auch über die römi­sche Brücke von Villafáfila. (hin und zurück 10 Kilometer, 2:30 Stunden, auf und ab: 10 Meter)
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Salamanca

Studentisches Leben in der Weltkulturerbe-Stadt

Die 2.000 Jahre alte Stadt am Rio Tormes zählt zu den aller­ersten Reise­zielen Spaniens. Das liegt vor allem an der altehrwür­digen Univer­sität, die die Geschichte der Stadt geprägt und viele Gelehrte hervor­ge­bracht hat.

So erklärte etwa Kolumbus wenige Monate vor seiner Expedi­tion den skep­ti­schen Profes­soren seinen Plan, Indien über den Westen zu errei­chen. Heute bevöl­kern über 40.000 Studenten die Stadt, was ihr ein lebhaftes, kosmo­poli­ti­sches Gepräge gibt und eine breite Szene an Lokalen, Bars und Restau­rants hervor­ge­bracht hat. Wegen ihres geschlos­senen Stadt­bildes mit vielen Denkmal geschützten Bauten aus dem 16. Jahr­hun­dert ist die gesamte Stadt zum Welt­kultur­erbe erklärt worden.

Zu Gast in einem Hotel an der Altstadt

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz

Das kleine Boutique Hotel am Rande der Altstadt gehört zu den schönsten seiner Art in West­spa­nien, was vor allem an der Sorgfalt des Besitzers liegt, die sich in vielen Details wider­spiegelt.

Vor allem Holz wird auf verblüf­fend viele Weisen zur Wirkung gebracht: vom hoch­glänzenden Parkettfußboden über Tische mit Intar­si­en­arbeiten bis zu den handge­schnitzten Betten. Die Badezimmer sind aus weißem Marmor und mit dicken Hand­tüc­hern ausge­stattet. Mögli­cherweise braucht man dort nicht unbedingt ein Telefon oder den Faxanschluss im Zimmer, aber die doppelt verglasten Fenster, die Minibar und die Klima­anlage wird man zu schätzen wissen. Zum Hotel gehört eine Bar und eine Parkga­rage.

Catedral Nueva/Catedral Vieja

Doppelka­thedrale von Sala­manca
Die Doppelka­thedrale besteht aus einer alten mit dem roma­ni­schen Vorläufer sowie der vom 16. bis 18. Jahr­hun­dert errich­teten Catedral Nueva. Besonders schön an der Neuen Kathedrale ist die Portalge­stal­tung im plateresken Stil, der in der spani­schen Renais­sance in Mode war und goti­sche, mauri­sche und spani­sche Elemente vereint. Das Innere beein­druckt Besu­cher mit der Wucht seiner Ausmaße (104 m lang, 50 m breit).

Univer­sidad

800 Jahre spani­sche Gelehr­samkeit
Sala­mancas Univer­sität blickt auf eine knapp 800-jährige Geschichte zurück, weite Teile der Architektur gehen auf das 15./16. Jahr­hun­dert zurück. Die reich verzierte Haupt­fas­sade ist ein Gedicht in Stein. Das Hauptportal der Univer­sität ist mit Skulpturen und Dekor aus der spani­schen Früh­re­nais­sance verziert, im soge­nannten Plateres­ken­stil. Ein Toten­kopf mit einem Frosch oder einer Kröte symboli­siert die Ausschweifungen im Leben, die nach dem Tod gesühnt werden – eine Mahnung an die lebens­lus­tigen Studenten. In Sala­manca soll das beste Hoch­spa­nisch gespro­chen werden. Dies und die von der Univer­sität und diversen privaten Anbie­tern orga­ni­sierten Sprachkurse führen dazu, dass sich die Stadt in den Sommermo­naten stets mit ausländi­schen Studenten füllt. Über der alten Bibliothek hängt der „Himmel von Sala­manca“, El Cielo de Sala­manca, ein Ende des 15. Jahrhunderts voll­en­detes Meister­werk.

Casa de las Conchas

Haus der 4000 Muscheln
Diese Fassade sollte niemand versäumen: Knapp 400 steinerne Jakobs­mu­scheln sind Namensgeber des „Hauses der Muscheln“, eines Stadt­pa­lasts, an dem von 1495 bis 1517 gebaut wur­de. Das Portal ist mit einem Wappen im plateresken Stil verziert. Im Innern besitzt der Patio eine Galerie im ersten Geschoss, die von mehr­e­ckigen Säulen getragen wird. In dem Gebäude befindet sich heute eine öffent­liche Bibliothek.

Von Sala­manca nach Toledo

236 km | 3:00 h
Auf halber Strecke liegt Avila, die Geburts­stadt der spani­schen Natio­nalhei­ligen, Teresa von Avila. Mit ihrem roma­ni­schen Stadt­kern, der von einer noch völlig erhal­tenen Stdtmauer umgeben wird, ist sie eine der großen Sehens­wür­digkeiten Spaniens.

Avila

Mysti­sche Fröm­migkeit und kastili­scher Adels­stolz
Mysti­sche Fröm­migkeit und kastili­sche Adelsherr­lichkeit prägen den Geist der Stadt bis heute. Roman­ti­sche Kirchen und goti­sche Stadt­pa­läste säumen das Gewirr der mittel­alter­li­chen Gassen, die von einer voll­kommen erhal­tenen Stadt­mauer umschlossen sind. Das 2500 Meter lange Monu­ment mit 88 Türmen und neun Stadt­toren ist die wich­tigste Sehens­wür­digkeit von Avila. Die bekann­teste Persön­lichkeit ist die Heilige Theresa von Avila, die als die größte Mystikerin des Mittel­alters gilt. Zusammen mit Toledo und Segovia gehört Avila zu den drei histo­ri­schen Metro­polen in der Umge­bung der spani­schen Haupt­stadt.

Toros de Guisando

2.600 Jahre alte Stein­skulpturen
An einem uralten Vieh­triebweg, der durch ganz Spanien führt, stehen vier steinerne Stiere. Das Besondere ist ihr Alter, das auf bis zu 2,600 Jahre geschätzt wird. Die massigen Skulpturen wurden vermut­lich von Keltiberern herge­stellt, die Spanien vom 8. bis zum 5. Jahr­hun­dert vor Christus bewohnt haben. Die 1,40 Meter hohen Figuren stehen in einer Reihe, die genau noch Norden ausge­richtet ist. Die Stiere schauen also zur aufge­henden Sonne. An den Köpfen zweier Tiere sind noch Löcher zu erkennen, in denen einst die Hörner steckten. Sogar die Haut­falten kann man erkennen. Drei Stiere haben herabhän­gende Schwänze mit Quasten und einer hat einen Hoden­sack.
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Toledo

Stolze Stadt in der Südmeseta

Die stolze Stadt in der Südme­seta thront hoch über dem Fluss Tajo. Kirchen, Häuser und Paläste türmen sich zu drei Seiten hundert Meter hoch über dem Fluss.

Zur Bewa­chung der Fluss­übergänge, die bis heute aus mittel­alter­li­chen Brücken bestehen, ist die Burg einst gegründet worden. Toledo ist eine der ältesten spani­schen Städte und war längst Haupt­stadt, als sie 192 v.Chr von den Römern erobert wur­de. 350 Jahre lang florierte sie als mauri­sche Waffenschmiede und Wissenschafts­hoch­burg unter dem Kalifen von Cordoba, bevor Alfons VI. die stolze Stadt für das Chris­tentum zurück­e­r­oberte und zur könig­li­chen Residenz machte. Es begann eine Zeit der Intole­ranz mit Juden­pogromen, Hexenver­folgung und Inqui­si­tion. Als 1561 die Residenz nach Madrid verlegt wur­de, verlor Toledo an Bedeu­tung. Die Schön­heit der Stadt und ihre schil­lernde Geschichte offenbaren sich auf einer Rundfahrt. Die herr­liche Kathedrale – das Wahrzei­chen von Toledo – steht auf den Ruinen einer mauri­schen Moschee.

Zu Gast in der alten Kardinalsresidenz

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Vor 700 Jahren wur­de das Anwesen als Sitz des Kardi­nals Lorenzana auf die Stadt­mauer von Toledo gesetzt. In seinen Gärten und Teichen, den strengen Zügen des Hauses und seinem kastilia­ni­schem Inte­rieur spiegelt sich der Glanz der Stadt wider.

Breite Korridore und eine Wendeltreppe führen zu den Zimmern mit kleinen Bädern.

Führung (OPTIONAL)

Toledo à la carte, 3 Stunden, deutschsprachig

Die individu­elle Führung beginnt in der goti­schen Kathedrale, wo Werke von Greco, Goya, Tizian und Carava­ggio zu sehen sind. 
Die Stadt­füh­rung kann danach in Absprache mit Ihrer Führerin auf drei­erlei Weise weiter­gehen:

1. Toledo der drei Kulturen: Sie können eine ehema­lige Moschee und ehema­lige Synagogen besu­chen 
2. Malerei: Sie besich­tigen das Greco-Haus, in dem sich u.a. eines seiner berühm­testen Werke befindet: Die Beer­digung des Herrn Orgaz 
3. Das unbe­kannte Toledo: Sie streifen durch Gassen, die die Touristen nicht kennen und entde­cken das „unbe­kannte“ Toledo. Ausserdem lernen Sie die klöst­er­liche Zone kennen.

Kathedrale von Toledo

Haupt­werk der spani­schen Gotik
250 Jahre Bauzeit bean­spruchte das Gebäude, das zu den großar­tigsten in ganz Spanien gehört. Es wur­de 1227 auf dem Grund der ehema­ligen Moschee errichtet, wo wiederum vorher eine alte westgo­ti­sche Kirche stand. Der Nordturm ist 90 Meter hoch und beherbergt die Campana Gorda, eine über 12 Tonnen schwere Glocke. Drei goti­sche Portale öffnen den gewal­tigen Kirchenraum zur Haupt­fas­sade hin. Sie sind alle reich verziert und bebildert. Das fünfschffige Innere ist 110 Meter lang und wird von 88 Säulen gestützt. Der riesige Haupt­altar wur­de geschnitzt, vergoldet und bemalt. Thema der ausge­dehnten Bildwand ist das Leiden und Sterben Jesu. Diese Kirche ist kein einheit­li­ches Bauwerk, Gene­ra­tionen haben an ihr gearbeitet.

Casa y Museo El Greco

Sterbe­haus und Museum von El Greco
1541 starb der Maler, Bildhauer und Architekt, den die Spanier wegen seiner kreti­schen Herkunft nur „den Grie­chen“ nannten und bald vergaßen. El Greco wur­de erst im 20. Jahr­hun­dert wirk­lich berühmt, als die Expres­sio­nisten ihn als einen ihrer bedeu­ten­dsten Vorläufer entdeckten. Sein Sterbe­haus in Toledo wur­de 1906 renoviert und mit origi­nalen Möbeln ausge­stattet. Im Anbau zeigt das Museo 20 Origi­nal­ge­mälde von El Greco, darunter seine berühmte Ansicht von Toledo.

Sinagoga del Trán­sito

Vom Leben zwischen Diskrimi­nie­rung und Vertreibung
Nach der Wiede­re­r­obe­rung Toledos durch die spani­sche Krone wurden nicht sofort alle Juden und Muslime vertrieben. Wer sich an die katholi­sche Umge­bung anpasste, wur­de als Bürger minderen Rechts geduldet. Man nannte sie die Mudéjares, von dem arabi­schen Wort für „dienstbar gemacht“. Die Synagoge von 1366 ist so ein „mudejares“ Gebäude. Der einschiffige Raum ist mit umlau­fenden Thor­aversen deko­riert. 150 Jahre durften die Juden ihr Gottes­haus benutzen – bis zur endgül­tigen Vertreibung 1492 durch die schöne Isabella von Kastilien. Dann konfis­zierte ein Ritter­orden das Gottes­haus, während die spani­schen Juden (Sephardim) nach Norden wandern mussten und  sich vorwiegend in Mittel­eu­ropa ansiedelten. Heute beherbergt das Gebäude das Museo Sefardi, das über die glänzende Geschichte und Kultur der spani­schen Juden informiert .

Von Toledo nach Segovia

178 km | 2:30 h
Auf halber Strecke liegt Madrid, das auf Auto­bahnen durch­fahren werden kann.

Calle Mayor

Madrids leben­dige Shoppingmeile
Die Straße war schon im Mittel­alter Madrids Haupt­straße, aber architek­to­ni­sche Zeugen aus jener Zeit sind nicht mehr zu finden. Heute ist die Calle Mayor eine leben­dige Wohn-, Büro- und Einkaufs­straße mit schön restau­rierten Gebäuden wie dem Edificio de la Compañía Colo­nial von 1909 mit Art-nouveau-Elementen an der Fassade. Weiter west­lich, an der Plaza de la Villa vorbei stehen einige der ältesten Adels­pa­läste Madrids: gleich hinterm Rathaus der schlichte Palacio del Marqués de Cama­rasa (Nr. 69, Ende 16./Anfang 17. Jh.), der heute Teile der Stadt­ver­wal­tung beherbergt; der Palacio de los Consejos (Nr. 79, frühes 17. Jh.), heute Sitz des Staats­rats und des Wehrbe­reichs­kom­mandos, und gegenüber der Palacio del Duque de Abrantes (Nr. 86, Mitte 17. Jh.), heute italie­ni­sches Kultur­in­stitut.

Plaza Mayor

Schönster Platz Spaniens
Der schönste Platz Spaniens liegt mitten in Madrid. Einst fanden auf dem 130 Meter langen und 94 Meter breiten Rechteck Turniere, Stier­kämpfe und Reiter­spiele statt. Aber auch Hinrich­tungen wurden dort voll­zogen, wo heute das bronzene Reiter­standbild von König Philipp III. steht. 1619 – zur Blütezeit Spaniens – wur­de der achitek­to­nisch einheit­liche Platz voll­endet. Heute halten sich Studenten und Touristen auf. Hinter den Arkaden verbergen sich Läden, Bars und Restau­rants. Sie bieten Gebäck, Weine, Fisch und Kartoffel­omeletts an. Im Dezember findet auf der Placa Mayor der größte Weih­nach­ts­markt Spaniens statt.

Real Jardín Botánico

Oase in der Millio­nen­me­tro­pole
Vor mehr als 200 Jahren, im Jahr 1781, ließ Karl III. den Bota­ni­schen Garten gleich neben dem Prado anlegen. Und mehr als 200 Jahre alt sind auch die ältesten der rund 30.000 Bäume, Büsche und Blumen aus aller Welt, zwischen denen die Besu­cher wandeln wie in einem großen Garten. Sie stammen aus den spani­schen Kolo­nien in Amerika und auf den Phili­pinen. Seit 2005 beherbergt der Jardín Botánico auch die Bonsai­samm­lung des ehema­ligen Minister­präsidenten Felipe González.
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Segovia

Stolze Altstadt auf hohem Felsen

Die 55.000 Einwohner zähl­ende Stadt liegt auf einer hundert Meter hohen Fels­zunge zwischen den Flüssen Eresma und Clamores.

Auf engstem Raum drängt sich dort die stolze Altstadt mit ihren engen Gassen, goti­schen Kirchen und einer mäch­tigen Burg, der Alcázar, von der aus man einen grandiosen Blick über die karge Hoch­e­bene bis zur Sierra de Guadar­rama hat. Neben Toledo und Avila ist Segovia eine der drei histo­ri­schen Städte Kastiliens und eines der bedeu­ten­dsten Reise­ziele in Spanien. Auch die Umge­bung ist sehens­wert. Einen Tag dauert die klas­si­sche Burgen­fahrt über Castillo de Coca, Teré­gano, Sepúlveda, Castil­novo und Pedrazza.

Zu Gast auf einer Finca bei Sotosalbos

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Finca steht auf einem elf Hektar großen, baum­be­stan­denen Grund­stück am Fuße des Guadar­rama Natural Parks, zwei Kilometer außer­halb des mittel­alter­li­chen Dorfes Soto­salbos.

Für den Bau wurden aus Gründen der Nach­hal­tigkeit vorwiegend recycelte Mate­rialien verwendet – z. B. Fenster, Innen­türen, Holz­balken und Schmiede­arbeiten von ehema­ligen Gebäuden aus allen Regionen des Landes. Fünf Doppelzimmer und eine Famili­en­suite sind in dem Landhaus verfügbar, das einen kleinen Hof mit Pflanzen umschließt. In der gemüt­li­chen Lounge mit Kamin und kleiner Bibliothek, einem Spielezimmer oder auf der großen Veranda mit Blick in die Natur findet jeder seinen Platz, an dem er sich entspannen kann.

Pedraza

Mittel­alter­li­ches Berg­dorf an der Sierra de Guadar­rama
Das Berg­dorf an den Ausläufern der Sierra de Guadar­rama wur­de 1951 zum histo­ri­schen Ensemble erklärt. Hinter der Puerta de la Villa, die bis heute der einzige Zugang zum Orts­kern ist, beginnt ein mittel­alter­li­ches Gassengewirr, das auf die Plaza Mayor zuläuft. Mit seinen wappen­ge­schmückten Patri­zi­er­häusern gilt sie als eine der schönsten in Kastilien León. Wer die Winkel des Städt­chens erkundet, kann Hinter­höfe entde­cken, aber auch ein Gefängnis und den Festung­s­turm, in dem der Maler Zuloaga sein Atelier hatte.

Acueducto

Wahrzei­chen Segovias
Das monu­men­tale Wahrzei­chen von Segovia wur­de von der Unesco zum Erbe der Menschheit erklärt. Über den Aquädukt begannen die Römer am Ende des 1. Jahrhunderts nach Christus, Wasser aus dem fernen Ríofrío nach in die Stadt zu leiten; das letzte Teil­stück war atemrau­bend. Hier lief das kühle Nass über 166 pfeil­erge­stützte, zwei­stö­ckige Bögen aus mehr als 20.000 mört­el­losen Granitblö­cken. Die maximale Höhe betrug 28 Meter. Bei mauri­schen Atta­cken im 11. Jahr­hun­dert kamen Dutzende Bögen zu Schaden, wurden jedoch wieder herge­richtet.

Catedral

Prachtbau über den Dächern der Altstadt
Die spätgo­ti­sche Kathedrale hoch über den Ziegeldäc­hern der Altstadt wur­de auf Anord­nung Kaiser Karls V. von 1525 bis 1577 errichtet.  Die 67 Meter über­span­nende Vierungs­kuppel und der 88 Meter hohe schlanke Turm stammen in ihrer heutigen Form aus dem 17. Jahr­hun­dert. Wegen ihrer prachtvollen Ausstat­tung nennt man sie die „Dame“ unter Spaniens großen Gottes­häusern. Die Apsis grenzt an die mittel­alter­liche Judería, das Juden­viertel, in dem es sein­erzeit fünf Synagogen gab.

Von Segovia

Mietwagenabgabe

Von Segovia nach Madrid

129 km | 2:00 h
Wer Zeit hat, kann über die Puerto de Nava­cer­rada fahren, von der Pass­höhe (1.860 m) hat man einen herr­li­chen Blick auf die Berg­landschaft ringsum.

Mietwagenabgabe

Station: Madrid Flughafen (Desk at Airport)

Madrid

16 km | 26 Minuten
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Madrid

Spaniens vitaler Mittelpunkt

Die drei Millionen Einwohner zähl­ende Haupt­stadt Spaniens ging aus der mauri­schen Stadt Madschrit im 10. Jahr­hun­dert nach Christus hervor.

Die spani­schen Könige wählten die eigent­lich unbedeu­tende Stadt wegen der zentralen Lage auf der iberi­schen Halb­insel zur ihrer Residenz. Erst im 19. und 20. Jahr­hun­dert wur­de sie auch wirt­schaft­li­cher und kultureller Mittel­punkt. So kann sie, was das Stadt­bild angeht, nicht mit Toledo, Sevilla oder Granada mithalten. Dafür gilt das Nach­tleben als unschlagbar: Niemand kann mehr die Fülle an Bars, Bodegas und Restau­rants über­sehen.

Zu Gast in einem Hotel im Zentrum von Madrid

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Hotel befindet sich inner­halb eines histo­ri­schen Gebäudes aus dem 19. Jahr­hun­dert im Zentrum von Madrid, gegenüber dem Teatro Real de La Ópera und nahe des Palacio Real und der Plaza Mayor.

Bei seiner Restau­rie­rung wur­de sorgsam darauf geachtet, die Origi­nal­struktur und deko­ra­tive Elemente des Hauses zu erhalten. Die Zimmer der verschiedenen Katego­rien sind stil­si­cher in harmo­ni­sierenden Farben einge­richtet. Morgens wird im Gewölbekeller ein reichhal­tiges Früh­s­tücksbuffet ange­richtet. Die zentrale Lage ist optimal für die Erkundung der vielen histo­ri­schen und kulturellen Sehens­wür­digkeiten des alten Vier­tels „Villa y Corte“. Die nächste Metro­sta­tion ist fünf Gehmi­nuten entfernt.

Markt San Miguel

Kuli­na­rik­tempel von Madrid
Das 1916 als Markt­halle eröffnete guss­ei­serne Gebäude wur­de 2009 in den ersten Kuli­narik-Markt Madrids umge­baut. Inzwi­schen hat sich dort ein tolles gastro­no­mi­sches Angebot etab­liert. Mit über 10 Millionen Besu­chern gilt es als der Kuli­narik-Tempel und moderne Quin­tes­senz der spani­schen Küche. Erhält­lich ist alles; etwa iberi­scher Schinken, frische Meeresfrüchte, medi­ter­rane Reisge­richte oder spezi­elle Käsesorten aus Kastilien, Astu­rien oder dem Basken­land. Über 30 feste und fahrbare Stände garan­tieren eine große Auswahl.

Palacio Real

Vom märc­henhaften Prunk der bourbo­ni­schen Herr­scher
Italie­ni­sche Architekten sollten Mitte des 18. Jahrhunderts für den spani­schen König, Philipp V., den Glanz von Versailles nach Madrid bringen – es wur­de trotzdem ein sehr spani­scher Bau: streng, quad­ra­tisch und mächtig, üppig und barock, vor allem aber gigan­tisch. Sieben Etagen und 100.000 Quad­r­at­meter Platz bot der Palacio dem König und seinem Hofstaat. 50 der insge­samt 280 könig­li­chen Gemächer sind heute für die Öffent­lichkeit zugäng­lich. Die Besich­tigung gleicht einer etwas gehetzten Kurzreise durch eine Märc­henwelt voller kostbarer Gemälde, Wand­teppiche, Deckenma­le­reien, Stuck­or­na­mente, Lüster, Möbel, Uhren, Geschirr, Degen, Gewehre, Rüstungen, Landkarten, Bücher – und schließ­lich durch die König­liche Apotheke. Auch wenn kaum Zeit für Klei­nigkeiten bleibt, so bekommt man doch einen Eindruck vom uner­mess­li­chen Prunk, den sich die Bourbonen erlaubten, während die meisten ihrer Untertanen von wenig Brot und Lammfleisch lebten.

Liria Palast

500 Jahre alte Kunst­samm­lung
Der Palacio de Liria beherbergt eine der bedeu­ten­dsten privaten Kunst­samm­lungen Spaniens, die Mäzene im Lauf von 500 Jahren zusam­menge­tragen haben. Den Auftrag gaben die Herzöge von Berwick und Alba. Ausge­stellt werden ­Ge­mälde, Skulpturen, Wand­teppiche und Möbel.

Madrid

Madrid

19 km | 24 Minuten
21 Tage
ab 2.498,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)

An- und Abreise: Flüge zum Selberbuchen finden Sie im Internet. Falls Sie mit der Bahn anreisen möchten, buchen wir gern das Ticket für Sie.
Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: März–Oktober

Die Preise können je nach Saison variieren.
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Alina Frielingsdorf

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