Katalonien und Aragon: Zwischen Mittelmeer und Atlantik - Spanien
Park Guell in Barcelona

Katalonien und Aragon

Zwischen Mittelmeer und Atlantik

Eine unserer vielseitigsten Reisen führt rund um den Ebro. Städtebummler, Naturfreunde, Weintrinker und Faulenzer kommen auf ihre Kosten.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Barcelona

Barcelona

16 km | 19 Minuten
A

Barcelona

Kataloniens glänzende Hauptstadt

Die Haupt­stadt Katalo­niens liegt am Mittelmeer, 120 Kilometer südlich der franzö­si­schen Grenze, und ist nach Madrid mit 1,6 Millionen Einwoh­nern die zweitgrößte Stadt Spaniens.

Seit den olym­pi­schen Spielen 1992 findet man im Zentrum avant­gardis­ti­sche Bauten und schi­ckes Design. Mit Madrid, der Haupt­stadt Kastiliens, verbindet die Metro­pole eine innige Feindschaft. Sie entbrennt in aller Leiden­schaft, wenn der FC Barcelona gegen Real Madrid spielt. Die ursprüng­lich karthagi­sche Gründung erhielt unter den Römern eine impo­sante Stadt­mauer, deren Reste heute noch zu sehen sind. Im Barri Gòtic, dem goti­schen Viertel und histo­ri­schen Stadt­kern sind La Catedral, die Kathedrale der heiligen Eulàlia, der Königs­platz (Plaça del Rei) und das Rathaus (Ajun­ta­ment) sehens­wert. Auf den Ramblas, der Flaniermeile der Stadt, spielt sich das urbane Leben ab.

Zu Gast in einem Hotel im Gotischen Viertel

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das histo­ri­sche Gebäude erfreut sich der besten Lage in Barcelona: im Goti­schen Viertel, in der Nähe der Ramblas und des Hafens.

Die Panora­ma­sicht vom Hotel reicht vom Berg Montjuic über das Kolumbusdenkmal bis zum Port Olimpic. Während die neoklas­sizis­ti­sche Fassade aus dem Jahr 1850 stammt, entspre­chen die Innenräume nach der völligen Renovie­rung den Stan­dards eines modernen Luxus­ho­tels. Gäste können sich bei einem Drink auf der Terrasse entspannen oder ein kurzes Bad im kleinen Dachpool genießen. Neben den Ramblas und dem goti­schen Viertel sind viele der wich­tigsten Attrak­tionen Barcelonas in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar, darunter La Catedral, Bade­strände, der alte Hafen mit Fisch­re­stau­rants, das Museu Picasso, das histo­ri­sche Museum der Stadt Barcelona und das Museu Marítim.

Führung (OPTIONAL)

Tapas und zwei Markthallen, (4 Stunden, deutsch)

Der geführte Stadt­bummel beginnt an der Plaza Cata­lunya und führt vorbei am Musik­pa­last im Jugend­stil bis zur Markt­halle „Santa Cata­rina“.

Nach dem Besuch der ­Markt­halle geht es gemüt­lich weiter durch das Ribera-Viertel, vorbei an der Kirche „Santa María del Mar“, über den Platz „Sant Jaume“ und durch enge Gassen bis zur La Rambla, wo sich auch die berühmte Markt­halle „Mercado de la Boquería“ mit ihrem großen gastro­no­mi­schen Angebot befindet. Spätes­tens hier kann man während einer Pause typi­sche Tapas und Getränke probieren (im Preis nicht einge­schlossen). Der Rundgang dauert 3-4 Stunden und findet diens­tags bis sams­tags am Vormittag statt.

Ausflug (OPTIONAL)

Historisches Barcelona (4 Stunden, deutsch)

Die Führung durch das histo­ri­sche Barcelona kann in der Rambla oder an der Kathedrale beginnen. Sie führt an der römi­schen Stadt­mauer entlang.

Goti­sche Innenhöfe und die Kathedrale werden besich­tigt, samt Chor und Dachter­rasse mit tollem Blick über die Stadt. Anschließend geht es zum ­Platz des Königs (Plaça del Rei) und zum histo­ri­schen Museum, das die römi­schen und westgo­ti­schen Epochen wie auch die goti­sche Zeit präsen­tiert. Zum Abschluss bummeln wir durch­ das Ribera-Viertel zur Kirche „Santa María del Mar“.

Führung (OPTIONAL)

Jugendstilbauten in Barcelona (4 Stunden, deutsch)

Zwischen 1885 und 1920 hat sich in Barcelona eine eigen­stän­dige Architektur entwi­ckelt, die dem euro­päi­schen Jugend­stil zuge­rechnet wird.  Der soge­nannte kata­la­ni­sche Jugend­stil ist vor allem im manzana de la disd­ordia, dem "Viertel der Zwie­tracht“, zu bestaunen, weshalb die Führung dort beiginnt.

Zu den schönsten Häusern, die von außen besich­tigt werden, gehören die Lleó Morera und die Casa Amatller. Die Casa Milá kann von innen besich­tigt werden; der Eintritt wird vor Ort gezahlt, mit einem offi­zi­ellen Stadt­führer braucht man nicht anzu­stehen. Danach fährt man mit dem Taxi (wird von den Gästen direkt bezahlt) zum Kran­ken­haus „Hospital de Sant Pau“, dessen Gebäude heute zu den wich­tigsten Zeug­nissen des ka­ta­la­ni­schen Jugend­stils zählen und auch zum UNESCO Kultur­erbe gehören. Anschließend kann man noch eigen­ständig die Sagrada Familia besich­tigen, wobei man darauf achten muss, die Zeiten aufein­ander abzu­stimmen.

Katalo­nien

Stolze Region zwischen Mittelmeer und Pyre­näen
Die auto­nome spani­sche Region im Nord­osten der Iberi­schen Halb­insel reicht bis an die Grenze von Frank­reich, von dem sie nur durch die Pyre­näen getrennt ist. Mit einer Fläche von knapp 32.000 Quad­ratki­lome­tern ist die Region etwas größer als Belgien. Gut sieben Millionen Menschen leben dort, davon über 1,6 Millionen in der Haupt­stadt Barcelona, die zu den dynamischsten Städten Europas gehört. Katalo­nien ist die abwechs­lungs­reichste Provinz des spani­schen Fest­landes. Von den hoch­alpinen Pyre­näen über ausge­dehnte Wälder in den Mittelgebirgen und land­wirt­schaft­lich genutzte Ebenen bis hin zu steilen Felsküsten und breiten Sand­stränden findet man die unter­schied­lichsten Landschaft­stypen und Klimazonen. Die tradi­tionelle Sprache ist Kata­la­nisch – eine Brücken­sprache zwischen Franzö­sisch und Spanisch. Sie war in der Franco-Diktatur verboten, heute gewinnt sie zuneh­mend an Bedeu­tung.

Mietwagenannahme

Anbieter: Sunny Cars GmbH
Vermieter: Keddy by Europcar
Fahrzeug: Seat Leon o.ä. (CDMR)
Station: Barcelona Terminal 1 Flughafen (Desk at Airport)

Von Barcelona nach Ainsa

279 km | 3:30 h
Auf halbem Weg nach Lleida liegt Monts­errat, eine unge­heure Felsenburg mit einem der bedeu­ten­dsten Klöster Spaniens.

Arago­nien

Menschenleere Weiten zwischen Pyre­näen und Ebro
Aragon oder Arago­nien ist eine auto­nome Gemeinschaft und entspricht dem früheren König­reich Arago­nien, das nach dem Fluss Aragón benannt ist. Der Norden wird von den Pyre­näen geprägt, die die Grenze zu Frank­reich bilden. Südlich davon verläuft der Ebro durch eine weite Ebene. Mit knapp 50.000 Quad­ratki­lome­tern ist Arago­nien etwa so groß wie Estland und ist ebenso wenig bevöl­kert. Von den 1,3 Millionen Einwoh­nern lebt etwa die Hälfte in der Haupt­stadt Zaragoza. Damit gehört Aragon zu den am dünnsten besiedelten Regionen Spaniens und Europas. Neben dem Spani­schen wird in einigen Tälern der Pyre­näen noch die autocht­hone arago­ne­si­sche Sprache gespro­chen, die aber nicht den Rang einer Amts­sprache hat.

Codorníu

Führungen und Verkos­tungen in Spaniens ältester Sektkellerei
Der welt­weit größte Produ­zent von Sekt, der nach der tradi­tionellen Champa­gner-Methode in der Flasche vergoren wird, wur­de schon im Jahre 1551 gegründet. 1872 produ­zierte Josep Raventós zum ersten Mal in Spanien durch die Tradi­tionelle Methode Cava und etab­lierte so eine völlig neue Indu­s­trie in der Region Alt Penedès. Heute werden jähr­lich 60 Millionen Flaschen produ­ziert. Spani­scher Schaumwein aus der Region Katalo­nien wird Cava genannt. Man kann die Sektkellerei besu­chen und das mit einem Lunch verbinden. Führungen auf Deutsch werden ange­boten.

Monts­errat

Felsenkloster mit Ausblick
Der „gesägte Berg“ ragt wie eine gewal­tige Burg aus Fels über das kata­la­ni­sche Hügel­land. Am Ende eines Spalts liegt abenteuer­lich auf einem Felsvor­sprung Monts­errat, eines der bedeu­ten­ds­ten Klöster Spaniens. In der Basilika aus dem 16. Jahr­hun­dert hängt über dem Altar ein Madon­nenbild, zu dem Katholiken aus der ganzen Welt pilgern. Auf den Berg gelangt man mit einer Seil­bahn. Von der Berg­sta­tion Sant Joan führt eine Wande­rung auf den höchsten Gipfel, den Sant Jeroni (1237 m), wo man mit einem grandiosen Rund­um­blick belohnt wird.
B

Aragonische Pyrenäen

Malerische Dörfer, einsame Wildnis

Nörd­lich des in Ost-West-Rich­tung verlau­fenden Tal des Rio Aragon erstre­cken sich die arago­ni­schen Pyre­näen bis nach Andorra.

Kleine Seiten­straßen führen in eine kaum besiedelte Bergwelt, wo male­ri­sche, Dörfer zu entde­cken sind und Almen von der Wildnis zurückge­holt werden. Die höchsten Berge liegen im Parc Natural Posets-Mala­deta; einige von ihnen, etwa der Aneto, Posets oder Madaleta sind etwa 3.000 Meter hoch. Dort finden sich vereiste Seen, eindrucksvolle Wasser­fälle, Seen, und Wild­was­ser­bäche.

Zu Gast in einer ehemaligen Familienresidenz in Ainsa

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Hotel mit rustikalem Charme und modernem Komfort liegt im mittel­alter­li­chen Orts­kern von Ainsa, in Sichtweite des Monte Perdido und des Ordesa Natio­nalparks.

Familie Bérgua hat vor einigen Jahren ein Patri­zi­er­haus am Markt­platz aufge­kauft, umsichtig renoviert und zu einem kleinen Hotel mit sechs Zimmern umge­staltet. Während sich außen fast nichts verändert hat, wurden die Zimmer mit großzügigen Bädern, Klima­anlage und Heizung ausge­stattet – eine harmo­ni­sche Verbindung aus altem Mauer­werk und modernem Raumde­sign.

Parque Nacional de Ordesa y Monte Perdido

Wildnis in den arago­ni­schen Pyre­näen
Landschaft­li­cher Höhe­punkt ist der Parque Nacional de Ordes y Monte Perdido. In ungezählten Schluchten gedeiht eine vielfäl­tige Pflanzenwelt. Der Park ist Heimat für seltene Tiere wie die pyrenäi­sche Berg­ziege, den Bartgeier oder das Schnee­rebhuhn. Klare Wasser­fälle stürzen vom Monte Perdido, dem dritt­höchsten Berg Spaniens, herab. Der Eingang zum Park befindet sich bei Torla. Dort ist auch ein Informa­ti­ons­zentrum, wo man sich mit Karten und Informa­tionen über die zahlrei­chen Wander­wege versorgen kann.

Pico de Santa Marina

Kleiner Berg mit großer Aussicht
Der Pico de Santa Marina ist zwar nur 1796 Meter hoch, dafür bietet er einen Pa­no­ra­ma­blick über die Hügel der Vorpy­re­näen bis zum maje­s­tä­ti­schen Monte Perdido im Hoch­ge­birge. Die Wande­rung beginnt im kleinen Berg­dorf Ascaso, wo man sich eine Sonnenuhr anschauen sollte. vom Dorf aus ist der Weg zum Gipfel mit Stein­männ­chen bezeichnet. (hin und zurück: 5,5 Kilometer, 4:Stunden, auf und ab: 790 Meter)

Sierra de Guara

Natur­schätze und uralte Kunst­werke
Im Norden Arago­niens, haben Wind und Wasser im Laufe der Jahr­tausende tiefe Schluchten in die Land­schaft gehöhlt. Das Gebiet ist kaum noch besiedelt, viele der Dörfer sind heutzu­tage überwiegend verlassen. Durch­zogen von sieben Flüssen bietet die ursprüng­l­iche Natur der Sierra de Guara mit ihren schroffen Kalk­steinklippen und -grotten einen Lebens­raum für Steinböcke, Stein­adler und Gänsegeier. Besu­cher zieht es vor allem zum Wandern und Klettern in die Canyons, von denen aus sich bei schönem Wetter ein Blick bis auf die schnee­be­deckten Gipfel der Pyre­näen bietet. Neben der eindrucksvollen Natur lassen sich in den Höhlen um den Río Vero auch Kunst­werke bestaunen, die Tausende von Jahren alt sind: aufgrund ihrer Höhlenma­le­reien wur­de die Gegend 1998 als UNESCO-Welt­kultur­erbe ausgewiesen. Ein geeig­neter Ausgangs­punkt, um sich auf Erkundung entlang der labyrinth­ar­tigen Wander­wege durch die Schluchten zu begeben, ist das kleine Dorf Rodellar, am Eingang der Mascún-Schlucht.

Cañón de Añisclo

Duch die Selva Plana-Schlucht
Die Wande­rung führt durch eine Schlucht mit hohen Felswänden. Teilweise ist es sehr schattig, aber es gibt auch sonnige Abschnitte, herr­liche Ausblicke, Wasser­fälle und Fluss­be­cken. Steile Abschnitte und felsiger Unter­grund erfordern gutes Schuh­werk und etwas Kondi­tion. (Hin und zurück: 8,8 Kilometer, 5 Stunden, auf und ab: 850 Meter)

Sestrales Alto

Leichte Wande­rung durch wilde Land­schaft
Obwohl die Wande­rung leicht ist, führt sie durch eine höchst drama­ti­sche Land­schaft: Man sie von oben den wilden Canyon von Anisclo hinein – und das alles vor der großen Kulisse des Perdido-Massivs. Der Weg vom Park­platz bei Collado ist durch Stein­männ­chen markiert. Anschließend kann man in einer Bar in Escalona einkehren. (hin und zurück: 6,3 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 350 Meter)

Faja Racón

Spekta­kuläre Rundwande­rung im Valle de Ordesa
Die Tour ist eine einfache Vari­ante zu den Faja de las Flores. Sie verläuft unter­halb der steil aufra­genden Felswand. Die Ausblicke sind dennoch spekta­kulär, diverse Wasser­fälle inklusive. Der Aufstieg geht durch dichten Wald, weshalb es auch bei warmen Sommerwetter nicht zu heiß wird. Der Weg ist gut und an den entschei­denden Stellen ausge­schildert. Verlaufen ist prak­tisch nicht möglich. Auch der Abstieg geht durch den Wald. Die Anfahrt (ca. 25 Minuten) geht nur per Bus vom großen Park­platz in Torla aus, dort lässt man sein eigenes Auto stehen. Busse fahren alle 15 Minuten, auch der Rück­transport ist so orga­ni­siert. (hin und zurück: 8,9 Kilometer, 4:30 Stunden, auf und ab: 1.652 Meter)

Von Ainsa nach Pamplona

185 km | 3:00 h

Navarra

Grünes Spanien zwischen Pyre­näen und Rioja
Die nordspa­ni­sche Region hat eine abwechs­lungs­reiche Geografie mit vielen mittel­alter­li­chen, entlegenen Dörfern. Es reicht vom Pyre­näen­hauptkamm im Norden bis zum Weinbau­gebiet Rioja im Süden. Navarra war ein baski­sches König­reich, das im 16. Jahr­hun­dert von Kastilien annek­tiert wur­de. Haupt­stadt und größter Ort ist Pamplona, das für seinen jähr­li­chen Stier­lauf berühmt ist. Hier gibt es Befes­tigungs­anlagen aus dem 16. Jahr­hun­dert und die goti­sche Kathedrale. Etwa 50 Natur­parks befinden sich in der Region Navarra. Die bekann­testen sind der Parque Natural de las Bardenas Reales, der Parque Natural de Urbasa y Andía und der Parque Natural del Senorio del Bértiz.

Foz de Arbayun

Spekta­kuläre Naturkulisse
Mit einer länge von über fünf Kilome­tern und steilen Felswänden, die bis zu 300 Meter in die Höhe ragen, ist die Arbayun-Schlucht, am Eingang des Salazar-Tals, die größte und wohl impo­san­teste Schlucht Navarras. Im Laufe der Zeit hat der Fluss das Gestein ausgehöhlt und hier einen einzig­ar­tigen Lebens­raum geschaffen. So wur­de die Schlucht aufgrund ihrer enormen Viel­falt in Flora und Fauna zum Natur- und Vogel­schutzgebiet erklärt. Am Aussichts­punkt „Mirador de Iso“ bietet sich ein beein­dru­ckender Blick in die Tiefe der Kluft, wo eine üppige Vege­ta­tion die sonnen­be­schienen Hänge erobert hat und wo sich auf den Felsvor­sprüngen die Horste von Gänsegeiern ausma­chen lassen, deren Bewohner in der Luft ihre Kreise über die Schlucht ziehen.
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Pamplona

Wettrennen mit Stieren und historischer Altstadt

Als Ernest Hemmingway 1923 die Stadt besuchte, gab es nur wenige Touristen. Doch dann erlebte er die Encierros und schrieb in seinem Roman Fiesta über sie.

Heute kommen Tausende, vor allem junge Amerikaner, die an den berühmt-berüc­h­tigten Wett­rennen mit den Kampf­stieren teil­nehmen wollen. Ab dem 6. Juli rasen für eine Woche ab acht Uhr sechs wilde Stiere durch die Stadt, vor ihnen die „Mozos“, wie man die Männer nennt, die mit Zeitungen nach ihnen schlagen. Doch auch außer­halb der Fiesta San Fermin hat die Haupt­stadt von Navarra einiges zu bieten. Es sind vor allen Dingen die Kathedrale aus dem 15. Jahr­hun­dert und die Festung aus dem 14. Jahr­hun­dert, die das Stadt­bild prägen.

Zu Gast in einem ehemaligen Kloster

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz

Die Unter­kunft liegt in einer ruhigen Straße der Altstadt von Pamplona, in unmit­telbarer Nähe zur Kathedrale und dem histo­ri­schen Stadttor.

Hinter den alten Mauern des ehema­ligen Klos­ters befindet sich heute ein modernes Boutique-Hotel mit rund 60 Gäst­ezimmern. Ein zeit­ge­mäßes Design mit klaren Linien und dezenten Farben prägt das Erscheinungs­bild des Inte­ri­eurs. Die eins­tige Kapelle wur­de zum Früh­s­tücksraum umge­baut: ganz in weiß gehalten, mit hohen Decken und Bunt­glasfenstern herrscht hier eine ganz einzig­ar­tige Atmo­sphäre.

Estella

Reizvolles Städt­chen am Jakobsweg
Die kleine Stadt liegt von Hügeln umgeben an einer Schleife des Flüs­sc­hens Ega. Ihre Geschichte von Estella ist eng mit dem Jakobsweg verbunden. 1090 siedelte der König von Aragón Franzosen aus Südwest­frank­reich in der menschenleeren Gegend an. In Estella wurden Pilger­un­terkünfte einge­richtet, Hand­werker und Händler ließen sich hier nieder. Der Ort wur­de so zu einer geschäf­tigen und geschätzten Station auf dem Pilgerweg. Dazu trugen auch einige Legenden bei, die sich in Estella abge­spielt haben sollen. So soll ein grie­chi­scher Bischof als unerkannter Pilger in Estella vers­torben sein. Sein Leichnam wur­de später auf wunder­same Weise mit einer Reli­quie des Apos­tels Andreas aufge­funden, die der Bischof in Santiago stiften wollte. Seine sterb­li­chen Reste wurden im Kreuzgang der Kirche San Pedro de la Rúa beige­setzt.

Puerto de Ibañeta

Moderne Kapelle am Jakobsweg
Der Pass in den spani­schen Pyre­näen liegt auf 1.057 Metern Höhe und verbindet über die Natio­nal­straße N 135 Valcarlos mit Roncesvalles. Auf der Pass­höhe steht die moderne Kapelle San Salvador. Dort kommen drei der vier franzö­si­schen Pilger­wege nach Santiago de Compo­s­tela zusammen: der erste von Puy und Conques, der zweite von Paris und der dritte von Vezelay. Schon in präh­is­to­ri­schen Zeiten wur­de der Pass begangen; die Römer bauten eine Pass­sta­tion, später kam ein Kloster mit Herberge für Jakobs­pilger hinzu. Karl der Große passierte 778 den Pass im Rahmen seines Spani­enfeldzugs zweimal, beim Rückzug geriet seine Nachhut in einen Hinter­halt. Diese Ausein­ander­setzung wur­de als Schlacht von Roncesvalles bekannt.

Von Pamplona nach San Sebas­tian

85 km | 1:30 h

Basken­land

Das Euskal Herria, wie die Basken ihr Land nennen, erstreckt sich am Golf von Biskaya west­lich der Pyre­näen. Es ist nicht gleichbedeu­tend mit dem Basken­land im kulturellen Sinn, das weit nach Navarra und bis nach Frank­reich reicht. Über die Jahrhunderte haben die Bewohner ihre uralte, eigene Kultur erhalten. Baskisch ist eine früh-indo-euro­päi­sche Sprache, die sich stark vom Spani­schen unter­scheidet. Ihr Ursprung konnte bis heute nicht erforscht werden. Das Gebiet rund um den Fluss Guer­nica und die Ausläufer der Pyre­näen sind im Sommer beliebte Wandergebiete. Die Küste zieht wegen des Wellen­gangs viele Surfer an.
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Biskaya

Atlantischer Golf zwischen Frankreich und Spanien

Die Biskaya oder der Golf de Gascongne, wie die Franzosen ihn nennen, ist der größte Golf Europas und öffnet sich zum Atlantik.

Er reicht von Finistère, tief im Westen der Bretagne bis nach Gijon in Spanien.  An der Taktung der Wellen erkennt man die Größe des Gewäs­sers. Die anbranden Wogen und die Höhe der Gezeiten sind besonders im franzö­si­schen Teil gewaltig. So groß die Biskaya ist, so unter­schied­lich sind die Küsten. Es gibt breite Fluss­mündungen, mondäne Bade­orte und tradi­tionelle Fischer­dörfer. Sand­strände und seichte Buchten wech­seln mit schroffen Klippen. Bereits im 19. Jahr­hun­dert hat der euro­päi­sche Adel die Strände von Biarritz entdeckt. Auf spani­scher Seite liegt San Sebas­tián, das die Basken Donostia nennen.

Zu Gast in einer Stadtresidenz in San Sebastián

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die denkmalge­schützte Villa aus dem 19. Jahr­hun­dert liegt im Stadt­zentrum, ca. zehn Minuten vom Strand La Zurriola und 20 Minuten von der Altstadt entfernt.

Ursprüng­lich ein Verlo­bungs­ge­schenk von Don Ramon Londaiz an seine Tochter, ist es heute – nach sorgfäl­tiger Restau­rie­rung – ein stil­volles Boutique-Hotel mit insge­samt 25 Zimmern, von denen sich einige im benach­barten Wagen­haus befinden. Gute Restau­rants sind in der Nähe; Fahr­räder können kostenfrei aus­ge­liehen werden.

Führung (OPTIONAL)

San Sebastian (2 Stunden, deutsch)

Die deutsch­spra­chige Führung konzen­triert sich auf die Altstadt, das „parte vieja“, den Fischer­hafen und das roman­ti­sche Viertel.

So bekommt man einen guten Über­blick über das „Marbella des Nordens“, seine Kultur, Geschichte und Bräuche.
Die engen Altstadt­gassen sind gesäumt von zahl­losen Pintxo-Bars und Restau­rants. Aber nicht nur der Gastro­nomie wegen kommen viele Besu­cher. Es befinden sich auch zwei bedeu­tende Kirchen in der Altstadt, die goti­sche Kirche San Vicente und die barocke Basilika Santa Maria del Coro. Tritt man aus der Enge der Altstadt hinaus auf den Boulevard am Rathaus und den „schönen Gärten“, spürt man sofort den Geist der Belle Epoque. 
Da es sich um eine individu­elle Stadt­füh­rung handelt, kann das Programm abge­ändert werden.

Donostia

Baski­sches Seebad mit Geschichte
Das Seebad nahe der franzö­si­schen Grenze ist eines der ältesten in Spanien. Der baski­sche Name „Donostia“ ist ebenso wie der spani­sche „San Sebas­tián“ aus dem Namen des Heiligen Sebas­tian entstanden. Der Aufstieg des Ortes begann im 19. Jahr­hun­dert, als die spani­sche Königin die Stadt zu ihrer Sommer­residenz erkor. 1914 entwi­ckelte sich San Sebas­tián zum kosmo­poli­ti­schen Zentrum Europas. Im damals welt­be­rühmten Casino verkehrten Persön­lichkeiten wie Mata Hari, Leo Trotzki und Maurice Ravel. Von 1940 bis 1975 war San Sebas­tián die Sommer­residenz des spani­schen Dikta­tors Franco. Bis heute fliehen viele hitzege­plagte Städter aus Kastilien in den mondänen Ort, wovon die präch­tigen Villen unter­halb des Monte Igueldo zeugen. Von hier hat man den besten Blick auf die Stadt.

Côte Basque

Bade­strände, Steilklippen und mäch­tige Brandung
Sie ist zwar nur 30 Kilometer lang, doch voll wilder Schön­heit: Die Côte Basque mit ihren steilen Klippen und zerklüf­teten Felsen, die der mäch­tigen Brandung trotzen, bildet bis hinunter zur spani­schen Grenze einen reizvollen Gegen­satz zu den endlosen Sand­streifen ihrer nörd­li­chen Nach­barin, der Cote d'Argent. Bis Mitte des 17. Jahrhunderts lebten die baski­schen Küsten­be­wohner vom Walfang, dann zogen sich die Riesen­säuger immer weiter zurück und zwangen die Fischer, auf Sardinen-, Sardellen- und Thun­fischfang umzu­stellen. Zur glei­chen Zeit wurden die Fischer­dörfer an der Côte Basque als Bade­orte entdeckt – allen voran Biarritz.

Pasaia Doni­bane

Tradi­tionelles Fischerdorf mit mittel­alter­li­chem Kern und guten Restau­rants
Das tradi­tionelle Fischerdorf hat einen Hafen an der Mündung des Flusses Oiartzun. Die Haupt­straße führt vom Bizkaia-Viertel bis zur Bucht von Alab­ortza. Die Altstadt weist noch zahlreiche mittel­alter­liche Gebäude auf. Dort gibt es Geschäfte, Cafés und gute Fisch­re­stau­rants.

Drei-Strände-Wande­rung in San Sebas­tián

Bade- und Kultur­spa­ziergang
Neben dem berühm­testen Strand von San Sebas­tian, der Playa de la Concha, lohnen sich auch zwei weitere Strände, die Playa de Ondarreta und die Playa de Zurriola. Alle drei lassen sich durch einen Spaziergang mitein­ander verbinden – direkt am Strand oder an der Strand­straße entlang. Anfang und Ende des Weges sind von Skulpturen gesäumt. (hin: 6,8 Kilometer, 2 Stunden, auf und ab: 60 Meter)

Auf den Monte Igueldo

Tolle Aussicht von einem Turm
Der Vergnügungs­park auf dem Monte Igueldo star­tete seinen Weg im Jahre 1912. Heute bietet er eine Kombi­na­tion aus ursprüng­l­i­chen und modernen Fahrge­schäften. Er liegt auf einer Anhöhe, die man mit der Standseil­bahn erreicht und von wo aus man eine Aussicht auf die gesamte Stadt genießen kann. Dort stößt man auf El Torreón, einen alten aus Brenn­holz beste­henden Leucht­turm, in dem sich eine Ausstel­lung über die Lebens­weise und Bräuche der Basken befindet. Alter­nativ kann man vom Strand aus zu Fuß nach oben gehen. (hin und zurück: 4,3 Kilometer, 1:20 Stunden, auf und ab 150 Meter)

Von San Sebas­tian nach San Vicente de la Sonsi­erra

155 km | 2:30 h
Die Strecke führt über Gasteiz mit seiner mittel­alter­li­chen Altstadt. Danach fährt man über den Monte Vitoria auf landschaft­lich schöner Strecke bis ins Ebro-Tal.

Kastilien und León

Ruhmrei­ches “Land der Burgen”
Zahl­lose Denkmäler und histo­ri­sche Bauten weisen darauf hin: Kastilen und Leon war einst das Macht­zentrum des katholi­schen Spaniens. Über 300 Schlösser und Festungen gaben der Gegend ihren Namen „Kastilien“, zu Deutsch: „Land der Burgen“. Trotz dieser ruhmrei­chen Vergan­gen­heit verpasste Ca­stillia y León  die indu­s­tri­elle Revo­lu­tion und verkam im 18. und 19. Jahr­hun­dert zum Getrei­deliefe­r­anten Madrids. Heute sind noch viele mittel­alter­liche Tradi­tionen lebendig, zum Beispiel der Paso del Fuego, bei dem man barfuß über heiße Kohlen geht, oder der Carneval del Toro von Sala­manca. Die kastili­sche Küche ist vor allem für ihren Cochi­nillo, den Ferkelb­raten, bekannt. Aber auch Lamm, Hülsenfrüchte, Schinken und Chorizo sowie Wurst vom iberi­schen Schwein stehen häufig auf dem Spei­sezettel.

Rioja

Weinbau­gebiet am Ober­lauf des Ebro
Das Weinbau­gebiet am Ober­lauf des Ebro gehört mit gut 60.000 Hektar zu den bedeu­ten­dsten in Europa. Das atlan­ti­sche Klima mit seinen empfind­li­chen Frösten und ausrei­chend Nieder­schlag sorgt für ideale Anbau­bedingungen. Über 20.000 Winzer produ­zieren überwiegend Rotwein, aber auch Rosé- und Weißweine. Jahr für Jahr gewinnen sie inter­na­tio­nale Auszeich­nungen, weshalb die Herkunfts­bezeich­nung Rioja zu den ältesten in Europa zählt. In besonders guten Jahrgängen verwenden viele Rioja-Winzer einen Teil der besseren Trauben, um einen limi­tierten Wein neben ihrer herkömm­li­chen Produk­tion anzu­setzen. Ein solcher Wein wird als vino de autor (Auto­renwein) bezeichnet.

Loyola

Geburtsort von Ignazio de Loyola
Der Stamm­sitz der Familie de Loyola (baskisch: Loiola) liegt zwischen Azpe­itia und Azko­itia in der baski­schen Provinz Gipuzkoa. In dem mittel­alter­li­chen Wohn­turm im Tal des Urola wur­de auch der bekann­teste derer von Loyola geboren, der Heilige Igna­tius von Loyola. Der Gründer des Jesui­ten­or­dens ist bis heute einer der berühm­testen Spanier – und vor allem unter Prote­s­tanten ebenso berüc­h­tigt.
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Haro

Weinkeller und Weinfeste in der Weinhauptstadt

Die Haupt­stadt von Rioja liegt nahe der Einmündung des Flusses Tirón in den Ebro. Sie ist zugleich spani­sche Wein­haupt­stadt.

Seit der Römerzeit wird hier Wein ange­baut. Einen neuen Aufschwung erlebte die Stadt, als sich im 19. Jahr­hun­dert franzö­si­sche Winzer nieder­ließen, um dort nach franzö­si­schem Vorbild Wein zu produ­zieren. In fast jedem Haus werden Wein­proben ange­boten. Unter der Erde finden sich zahl­lose Wein­keller. Ende Juni findet ein großes Wein­fest statt: die Batalla del Vino, eine Wein­schlacht, bei der sich die Teil­nehmer gegen­seitig mit Wein bespritzen.

Zu Gast in einem Hotel in San Vicente

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz (kostenlos)

Das Stein­haus aus dem 19. Jahr­hun­dert liegt im histo­ri­schen Zentrum von San Vicente in einer der verwin­kelten Gassen, die rund um die mittel­alter­liche Burg ange­legt wurden.

Jahrhunder­te­lang befand sich hier die Botica de San Vicente, die Apotheke des Ortes, und zugleich der Wohn­sitz ihrer Besitzer. Heute beherbergt es ein kleines Hotel, das von seinen Besitzern sehr aufmerksam geführt wird. Jedes der zwölf Zimmer ist in einem eigenen Stil mit Origi­nalmöbeln aus diversen Epochen einge­richtet und hat Blick auf das Dorf, die Weinberge und die ­Si­erra de Cantabria. Auch die rest­li­chen Räume sind geräumig und wohn­lich einge­richtet, sodass man hier – oder auf der Terrasse im Garten – gerne ein biss­chen Zeit verbringt. Morgens wird ein gutes Früh­s­tücksbuffet mit frischem Obst aus dem eigenen Garten und selbst­gemachter Marme­lade ange­richtet.

López de Heredia

Wein­probe futu­ris­ti­schem Pavillon
Das Weingut von 1877 hatte sich bereits um die Jahrhundert­wende mit seiner franzö­sisch inspi­rierten Kellerei­technik einen erstklas­sigen Ruf erworben. Heute wird es in fünfter Gene­ra­tion geführt. Auf einer 170 Hektar großen Rebfläche werden Rioja-Sorten wie Tempra­nillo, Garnacha Tinta, Mazuelo, Graciano, Viura und Malvasía ange­baut. Im Keller lagern 15.000 Barriquefässer, in denen der Wein bis zu neun (!) Jahre reift. Der Blanco Gran Reserva ist sogar 10 Jahre im Barrique. Der Alko­holge­halt ist mit 12,5% moderat. Alle Flaschen werden mit Korken und Wachs verschlossen. Verkos­tungen werden in einem futu­ris­ti­schen Pavillon ange­boten, der von einer Star-Architektin entworfen wurd. Wer eine Führung möchte, muss sich frühzeitig anmelden.

Laguardia

Mittel­alter­liche Stadt im Rioja Alavesa
In der Rioja Alavesa, dem baski­schen Teil des Anbau­gebiets Rioja, gedeiht der Wein besonders gut. Auf einer Höhe von 630 Metern bringen die Nächte die notwen­dige Kühle, während tags­über die Sonne scheint, ohne die Reben mit allzu hohen Tempe­raturen zu stressen. Bereits im Mittel­alter war der Wein von Laguardia berühmt und verhalf der Stadt auf dem Hügel zu Reichtum. So wur­de im 13. Jahr­hun­dert eine Stadt­mauer gebaut, von der heute noch große Teil und fünf Tore erhalten sind. An der präch­tigen Kirche Santa Maria de los Reyes wur­de über 200 Jahre gebaut, so dass roma­ni­sche und goti­sche Elemente zu finden sind. Wer heute durch die engen Gassen geht, findet Boutiquen, Café und natür­lich jede Menge Bodegas.

Santo Domingo de la Calzada

Das Hühnerwunder am Jakobsweg
Die Stadt wur­de im 10. Jahr­hun­dert als Pilger­sta­tion gegründet. Der heilige Domingo soll hier Brücken und Wege für Pilger gebaut haben. Der Ort soll auch Schau­platz des Hühnerwunders gewesen sein: Als eine Familie aus Xanten am Niederrhein auf dem Weg nach Santiago im Ort über­nach­tete, verliebte sich die Wirt­s­tochter in den Sohn, der – fromm und keusch – ihr Angebot zurückwies. Aus Rache versteckte sie den Silber­be­cher ihres Vaters in seinem Gepäck. Am nächsten Tag fanden die Büttel das vermeint­liche Diebe­sgut und schleppten ihn zum Richter, der den Mann hängen ließ. Als die Eltern auf dem Rückweg am Galgen vorbei­kamen, sprach der Sohn, der immer noch hing, sie an: Er sei nicht tot, weil der Heilige Jakob seine Hände unter ihm gebreitet habe. Dies erzählten die Eltern dem Richter, der gerade zwei Hühner verspeiste. Ihr Sohn sei so tot wie die Hühner auf seinem Teller, meinte der Richter, woraufhin diese sich erhoben und davon­flat­terten. Noch heute steht ein Hühner­stall in der Kathedrale von Santo Domingo. Er wird von zwei Hühnern bewohnt – als Erin­ne­rung an die wunder­same Hühner­erwe­ckung.

Von San Vicente de la Sonsi­erra nach Peñíscola

455 km | 5:30 h
Die Strecke folgt dem Ebro, dem großen, über 900 km langen Fluss Nordspa­niens zwischen den Pyrenäen im Norden und dem iberi­schen Randgebirge. Auf halber Strecke liegt am Fluss die arago­ni­sche Königsresidenz Sara­gossa mit ihrer sehens­werten Renais­sance-Basilika.

Costa del Azahar

Bade­strände an der Oran­gen­blü­ten­küste
Die Costa del Azahar liegt zwischen der Costa Daurada im Norden und der Costa Blanca im Süden. Ihr Name, der zu deutsch Oran­gen­blü­ten­küste bedeutet, ist den zahl­losen Citrus­plan­tagen geschuldet, die überall ihren feinen Duft verströmen. Die Küste ist besonders flach und hat weite, weiße Sand­strände. Das milde Klima machen sie ganzjährig zu einer ange­nehmen Urlaubsdesti­na­tion. Leider gibt es wenig natür­liche Hinder­nisse für die fort­schrei­tende Zersied­lung. Dafür entschä­digt das bergige Hinter­land mit seinen mittel­alter­li­chen Ortschaften.

Museo Würth Agoncillo

Museum für moderne Kunst
Das Museum Würth ist eine Filiale der Samm­lung Würth in Künzelsau. In einem futu­ris­ti­schen Gebäude von 2007 mit viel Licht wird eine Ausstel­lung moderner ange­wandter Kunst gezeigt. Das Gebäude wird von einem großen und stillen Garten gesäumt, in dem man zur Ruhe kommt. Zum Museum gehören auch ein Verkaufsraum und eine Caféteria.

Jesus von Borja

Von Schmie­rerei zum Kunst­werk
Seit über hundert Jahren gibt es in der Kirche von Borja ein Fresko von Elías García Martínez, einem konserva­tiven Maler, der es in der Region zu einer gewissen Berühmt­heit gebracht hat. Doch sein Heilandsbild hatte In letzter Zeit hatte es schwer gelitten. Die Farben waren verblasst und bröckelten. So beschloss die Rent­nerin, Cecilia Giménez, 2012, es auf eigene Faust zu restau­rieren. Jedoch hatte sie keine Erfah­rung mit feuchten Kirchenwänden. Die Farben verschmierten, die Konturen verliefen. Aus der Dornen­krone wurden Stop­peln. Bald sah der Erlöser aus wie ein Igel. Es kam zum Skandal. Die Gemeinde erwog recht­liche Schritte gegen die Bilder­schän­derin. Bilder vom Igel-Jesus mit den Knopfaugen und dem einfäl­tigen Gesichts­aus­druck kamen im Fern­sehen und wur­de im Netz geteilt. Bald jedoch kam ein Umschwung. Viele fanden das Bild „süß“ und reisten nach Borja, um ihn zu sehen. Inzwi­schen hat der miss­glückte Versuch einer Restau­ra­tion dem von Arbeits­lo­sigkeit und Abwande­rung geplagten Dorf einen wahren Touris­tenboom beschert. Die Kirche erhebt inzwi­schen 2 Euro Eintritt. Der Erlös kommt dem örtli­chen Alten­heim zugute.
F

Vinaros

Die von Land­wirt­schaft und Indu­s­trie geprägte Stadt ist die nörd­lichste an der Costa del Azahar.

Siehat einen bedeu­tenden Hafen, in dem abends die Garn­e­len­fi­scher landen und ihre Ware direkt am Kai verstei­gern. Früher gab es große Werften und Konserven­fa­briken. Sie haben inzwi­schen geschlossen und dem Tourismus Platz gemacht, der von den schönen Stränden in der Umge­bung profi­tiert. Sehens­wert sind die Kirche Arxi­pre­stal de l'Assumpció aus dem siebzehnten Jahr­hun­dert im Stadt­zentrum und die male­ri­sche Ermita de la Mare de Déu de la Mise­ricòrdia i de Sant Sebastià, die auf einem 144 Meter hohen Hügel fünf Kilometer west­lich des Ortes thront. Der Karneval in Vinaròs ist ein An­zie­hungs­punkt für die ganze Region. In der Nit del Pijama tragen alle Leute in der Stadt Pyjama oder Schlaf­anzug.

Zu Gast in einem Boutique-Hotel in Peñíscola

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatzreservierung (zahlbar vor Ort) (2 Nächte)

Das kleine Hotel liegt direkt am Strand von Peñíscola. Die Zimmer sind schnörkellos mit nur wenigen, aber ausge­suchten Möbeln einge­richtet und alle modernen Annehm­lichkeiten sind vorhanden.

Es gibt ein À-la-carte-Restau­rant, das sowohl medi­ter­rane als auch inter­na­tio­nale Küche bietet. Hier wird auch ein konti­nen­tales Früh­stück serviert. Von der Dachter­rasse mit Bar hat man Blick aufs Meer, die alten Stadt­mauern und die Zitadelle aus dem 14. Jahr­hun­dert. Hierher hatte 1411 Papst Benedikt XIII, auch „Papa Luna“ genannt, seine Residenz verlegt. Die auf einem Felsen über dem Meer gelegene Altstadt war ledig­lich durch einen Sand­streifen mit dem Fest­land verbunden, welcher früher bei Sturm wegge­spült wur­de und die Stadt mehr als einmal zur Insel machte. Geschäfte und Restau­rants sind fußläufig erreichbar und zum Natur­schutzgebiet Serra D'Irta sind es nur zehn Minuten mit dem Auto.

Von Peñíscola nach Barcelona

Mietwagenabgabe

Von Peñíscola nach Barcelona

210 km | 2:30 h

Nachdem man das Ebro-Delta durch­quert hat, führt die Auto­bahn an der Costa Daurada (Goldküste) entlang.

Wer Zeit hat, kann Tarragona, die glänzende Römerstadt, besu­chen. Nachdem man den Indu­s­triegürtel hinter sich hat, wird man mit einer schönen, auf einem Hügel über dem Meer gelegenen Altstadt belohnt.

Penedès

Wein­region im Hinter­land von Barcelona
Die hüge­lige Wein­region reicht von den Stränden der Costa Dorada im Südosten bis hin zu der knapp 1000 Meter hohen Sierra Liacuna im Norden. Die landschaft­liche Viel­falt bedingt auch die große Bandbreite ihrer Weine. Es werden weit über hundert Rebs­orten kultiviert, zu einem beacht­li­chen Teil auch einheimi­sche. Haup­tort der Penedès ist Vilafranca. Dort gibt es ein Weinmuseum, das die Spuren des Weinbaus in der Region bis in 4. vorchrist­liche Jahr­hun­dert zurückver­folgt.

Selma

Aussichtswande­rung zu einem verlas­senen Weiler
Die aussichtsreiche Tour führt durch eine alte Kultur­landschaft mit Weinbergen und Wäldern. Unter­wegs kommt man an verlas­senen Fincas vorbei. Ziel ist der aufge­gebene Weiler Selma mit seinen Einsied­ler­höfen, deren Einwohner ins weniger abge­legene El Pla de Manlleu umsiedelten. Dort beginnt die Wande­rung. (hin und zurück: 13,8 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 350 Meter)

Mietwagenabgabe

Station: Barcelona Terminal 1 Flughafen (Desk at Airport)

14 Tage
ab 1.699,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)

An- und Abreise: Flüge zum Selberbuchen finden Sie im Internet. Falls Sie mit der Bahn anreisen möchten, buchen wir gern das Ticket für Sie.
Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: April–Oktober

Die Preise können je nach Saison variieren.
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Alina Frielingsdorf

Tel.: +49 (0)2268 92298-25

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