Östliche Pyrenäen: Spanien, Frankreich
Ainsa: Bergdorf in den aragonischen Pyrenäen

Östliche Pyrenäen

Spanien, Frankreich

Wasserfälle, spektakuläre Pässe, abgelegene Täler: die knapp dreiwöchige Reise nimmt sich viel Zeit für die Naturparks der östlichen Pyrenäen. Auf der Hin- und Rückfahrt gibt es ausgesucht schöne Zwischenstopps in Frankreich.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von zu Hause nach Clessé

A

Burgund

Weltberühmte Weine, wohltuende Kulturlandschaft

Burgund muss man mit allen fünf Sinnen genießen, vor allem mit den Augen: Bei einem Besuch in Dijon können der Palast der Herzöge von Burgund, das Museum für Schöne Künste und die wunder­schöne Altstadt bewundert werden.

Aber auch die roma­ni­sche Basilika von Vézelay, Beaune mit seinen berühmten Hospizen und bunt schil­lernden Dach­ziegeln sowie Nevers mit der Kathedrale sind wahre Augenweiden. Auch die urwüch­sige Natur zieht immer wieder den Blick auf sich: Im Natur­park des Morvan sind Wälder und Seen sicher vor den Schäden der Zivili­sa­tion; hier wird ein Ausflug zu Fuß oder zu Pferd zu einem unver­gess­li­chen Erlebnis. Eine geruh­same Art, zu den Schlös­sern, Abteien und alten Klöstern einer der schönsten Regionen Frank­reichs zu gelangen, ist der Wasserweg – das Netz der Flüsse und Kanäle umfasst eine Gesamtlänge von 1.200 Kilome­tern.

Zu Gast im alten Pfarrhaus von Clessé

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

In einem anmu­tigen Garten mit Rosenbeeten, Buchshe­cken und Kies­wegen liegt das alte Pfarr­haus, das von einem belgi­schen Paar zu einem char­manten Gäste­haus umge­staltet wur­de.

Die geräu­migen und liebevoll gestal­teten Zimmer, die Rückzugsmög­lichkeiten im Garten und der erfri­schende Pool machen das Domizil zu einer guten Basis, um die Kloster­ruinen von Cluny und die zahl­losen verträumten Wein­orte im südli­chen Burgund zu erkunden.

Mâcon­nais

Weinberge, uralte Dörfer und Kloster­ruinen
Die lieb­liche Hügel­landschaft im Süden von Burgund ist eines der größten Weinbau­gebiete Frank­reichs. Etwa 25 Prozent der Gesamt­fläche sind mit Reben bestanden – knapp 7.000 Hektar. Im Westen grenzt es an das Massiv Central, im Osten bis an den Fluss Saône. Dazwi­schen finden sich uralte Winzer­dörfer, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Von der geist­li­chen Bedeu­tung der Land­schaft für das gesamte christ­liche Abend­land zeugen die Ruinen der Klos­ter­stadt Cluny, wo vor dem Bau des Peters­doms die größte Kirche Europas stand.

Cluny

Bedeu­ten­dstes Kloster des Mittel­alters
Die Abtei von Cluny war im Mittel­alter das einfluss­reichste Kloster des Abend­landes. Das lag an den ersten sechs Äbten, die Ratgeber und Freunde von Kaiser, Papst und Fürsten waren. Sie waren intel­lektuelle Stars ihrer Zeit und machten Cluny zum Ausgangs­punkt einer Radikal­re­form des Mönchs­we­sens. Im Zentrum stand eine strikte Ausle­gung der benedikti­ni­schen Regeln von Armut, Keuschheit und Gehorsam. In der Liturgie domi­nierte das Memento Mori (Bedenke, dass du sterben musst), im prak­ti­schen Leben wur­de Wert auf die Armenfür­sorge gelegt. Ab dem 13. Jahr­hun­dert geriet die Abtei unter den Einfluss der franzö­si­schen Könige. Das Recht der freien Abts­wahl durch die Mönche ging verloren und führte zum geist­li­chen Niedergang. Unter Napoleon wur­de die gigan­ti­sche Kloster­kirche gesprengt und als Steinbruch für den Bau einer Pferdezucht genutzt. Die erhal­tenen Kloster­gebäude sind leider nicht besonders beein­dru­ckend. Sie dienen heute als Inge­nieur­schule.

Commu­n­auté de Taizé

Mysti­sche Gottesdi­enste und welt­weiter Jugend­treff
Die Geschichte des inter­na­tio­nalen ökume­ni­schen Ordens beginnt 1940, als Roger Schütz, ein reformierter Theo­loge aus Genf, ein Haus in Taizé kaufte, um Kriegsflücht­lingen auf dem Weg nach Marseille zu helfen. 1942 floh er vor der Gestapo, kehrte jedoch nach der Befreiung 1944 mit den ersten Brüdern wieder zurück. In den frühen 1960er Jahren wur­de die zugleich mysti­sche und moderne Versöhnungs­kirche von deut­schen Jugend­li­chen der Aktion Sühnezei­chen gebaut. Wenig später kamen Studenten aus Paris, Frankfurt und Berlin, um mit den Brüdern über Gerech­tigkeit und Spiritualität zu spre­chen. Heute treffen sich Woche für Woche mehrere Tausend Jugend­liche, um am einfa­chen Leben der Gemeinschaft teilzu­nehmen. Die Gottesdi­enste sind enorm eindrucksvoll: Sie leben von dem dunklen, nur mit Kerzen erleuch­teten Raum und den einfa­chen, mehr­stim­migen Gesängen, die moderne Elemente mit Grego­rianik verbinden. Sie finden täglich um 08:15 Uhr, 12:20 Uhr und 20:30 Uhr statt und sind öffent­lich.

Rund um Château de Nobles

Burgundi­sche Wiesen­landschaft aus dem Bilder­buch
Der Weg beginnt am Château de Nobles, einem privaten Landschloss aus dem 16. Jahr­hun­dert und führt durch ein burgundi­sches Wiesen­idyll hinauf zum histo­ri­schen Ort Vieux Brancion, wo man an einer Sandwi­cherie eine Rast einlegen kann. Von oben hat man eine weite Aussicht auf die sanfte Bilder­buch­landschaft (hin und zurück: 2:15 Stunden, 8,2 Kilometer, auf und ab: 160 Meter).

Wande­rung von Taizé nach Cluny

Zwischen spirituellen Orten
Die Wande­rung verbindet zwei besondere Orte in Burgund. Start ist Taizé, wo eine ökume­ni­sche Bruder­schaft mit ihren mysti­schen Gottesdi­ensten Jugend­liche aus aller Welt anzieht. Ziel ist Cluny, wo vor knapp 1.000 Jahren das bedeu­ten­dste Kloster des christ­li­chen Abend­landes stand. Der Wanderweg führt nicht über die Straße am Fluss, sondern über die bewal­deten Höhen. Unter­wegs kommt man an einer verlas­senen Ruine und am Château de Lourdon vorbei. Von Cluny fährt der Bus Linie 7 zurück nach Taizé. (hin: 16 Kilometer, 4:15 Stunden, auf: 342 Meter, ab: 369 Meter)

Wande­rung auf dem Jakobsweg

Von Chas­selas nach Cenves
Der Jakobsweg ist ein Netz von Pilger­wegen, die sich über ganz Europa erstre­cken und ihr Ziel in Santiago de Compo­s­tela haben. Eine Teile­tappe führt von Chas­selas nach Cenves – zuerst durch Weinberge mit schöner Aussicht auf das Sâone-Tal. Danach geht es durch Wälder mit steilen Auf- und Abstiegen. (Hin und zurück: 19,6 Kilometer, 6:00 Stunden, auf und ab: 670 Meter)

Von Clessé nach Carcas­sonne

528 km | 5:30 h

Lyon

Renais­sance-Ensemble mit Gastro-Szene
Die drittgrößte Stadt Frank­reichs ist eine moderne Indu­s­trie- und Handels­me­tro­pole mit dichtem Verkehr und trost­losen Vorstädten. Dennoch lohnt Lyon einen Besuch: Die Altstadt gehört zu den am besten erhal­tenen Renais­sance-Ensembles in Europa. Schmale Gassen und über­dachte Durch­gänge führen durch ihr Zentrum. Hinzu kommt eine lebhafte Kultur- und Gastro­no­mie­szene. Die Küche ist vielfältig, wohl wegen der Nähe zu den Alpen und der Handels­be­zie­hungen zum Mittelmeer. Nörd­lich und südlich der Stadt liegen die welt­be­kannten Wein­anbau­gebiete Beaujo­lais und Côtes du Rhône.

Land der Katharer

Rückzugsgebiet für verfolgte Ketzer
Die Katharer (von grie­chisch: Katharós – rein) waren die größte christ­liche Glau­bens­be­we­gung des Spät­mit­tel­alters. Sie hatten in Okzi­ta­nien, also dem im heutigen Süden Frank­reichs, ihren Ursprung. Sie nannten sich selbst „veri chris­tiani“ (wahre Christen) oder „boni homines“ (gute Menschen). Ihre Lehre war vom Dualismus von Gut und Böse, Welt und Gott geprägt. Während die römi­sche Kirche latei­ni­sche Messen abhielt, predigten sie in den Landes­spra­chen, was ihnen große Popu­la­rität brachte. Als die Bewe­gung wuchs, reagierte die römi­sche Kirche auf die unerwünschte Konkur­renz mit Inqui­si­tion und Verfolgung. So zogen sich die Katharer in das schwer zugäng­liche Gebiet am Rand der Pyre­näen zurück. Im soge­nannten Albi­gens­erkreuzzug, der von der Festung Carcas­sonne aus geführt wur­de, wurden die Katharer schließ­lich voll­ends vernichtet. Geblieben ist nur ihr Name, der sogar Eingang in die deut­sche Sprache gefunden hat: Das Wort „Ketzer“ bezeichnet bis heute jemanden, der von der reinen Lehre abge­wi­chen ist.

Dauphiné

Drama­ti­sche Schluchten und hoch­alpine Pass­straßen
Bevor das Gebiet zwischen Rhône und italie­ni­scher Grenze 1349 zu Frank­reich kam, war es ein eigen­stän­diger Feudal­staat. Das Wappen – zwei blaue Delfine mit roten Flossen – und der Name Dauphiné (Delfinat) gehen auf den Grafen von Albon zurück, der sich ab 1122 Delfinus nannte und Grenoble zur Haupt­stadt machte. Geographisch grup­piert sich die Dauphiné rund um das grandiose Massif des Ecrins südöst­lich von Grenoble, das bis zu 4.100 Meter aufragt. Das hoch­alpine Gebirge wird von drama­ti­schen Schluchten durch­schnitten. Über die wilden Gebirgsketten führen die höchsten Pässe der Alpen.
B

Carcassonne

Bedeutendste mittelalterliche Festung Europas

Carcas­sonne liegt an einem uralten Verkehrsweg vom Atlantik zum Mittelmeer. Bereits die Römer legten den Grund­stein zur Befes­tigung des Ortes, den sie Carcasso nannten.

Alle späteren Eroberer bauten an der Festung weiter: Westgoten, Araber, Franken, schließ­lich die Katharer und andere Ketzer gegen die römi­sche Kirche. Im Hoch­mit­tel­alter erhielt die Festung unter Philipp dem Kühnen ihre endgül­tige Gestalt. Später spielte die Festung eine zentrale Rolle bei der blutigen Verfolgung der Katharer, einer südfranzö­si­schen Ketzer­be­we­gung. Carcas­sonne wur­de nie völlig zerstört und ist heute die bedeu­ten­dste mittel­alter­liche Festungs­anlage in Europa.

In einem Gästehaus gegenüber der Burg

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Gäste­haus besticht vor allem durch seine Aussicht auf die Festung von Carcas­sonne. Nachts, wenn die Burg ange­strahlt wird, ist der Blick besonders beein­dru­ckend.

Das macht die eher einfache Einrich­tung des Hauses wett. Patrick ist ein zuvor­kom­mender Gastgeber, der gern Tipps für Tages­ausflüge gibt und morgens ein konti­nen­tales Früh­stück anbietet – bei schönem Wetter auch auf der Terrasse. Tags­über kann man sich zudem im Innenhof mit Sitzgelegen­heiten aufhalten. Das Zentrum und die Burg sind zu Fuß erreichbar.

Minerve

Weinort mit ketze­ri­scher Vergan­gen­heit
Am Zusam­menfluss von Cesse und Briant liegt auf einem Felsvor­sprung das alte Weinbauerndorf und Zentrum des Weinbau­gebiets Minervois. Als der Kreuzzug gegen die Albi­genser ausge­rufen wur­de, wur­de der Ort eine Zu­flucht der Ketzer. 1210 wur­de Minerve bela­gert. Doch selbst unter Beschuss und vom Durst gequält weigerten sich die „Perfekten“, wie sich die Katherarer selbst nannten, ihrem Glauben abzu­schwören. Sie wurden zum Tod auf dem Scheiter­haufen verur­teilt, woran noch heute Stele auf dem Dorf­platz erin­nert. Wer einen Rundgang durch die steilen und engen Gassen machen möchte, lässt am besten sein Auto auf der Park­platz an der steinernen Brücke stehen. In der roma­ni­schen Kirche Saint-Etienne steht einer der ältesten Marmo­r­al­tare Europas aus dem Jahre 456.

Musée Goya

Bedeu­tende Samm­lung spani­scher Malerei
Das Museum im alten Bischofs­pa­last von Castres beherbergt die bedeu­ten­dste Samm­lung spani­scher Malerei in Frank­reich – nach dem Louvre in Paris. Die Samm­lung wur­de bereits 1840 begründet. 50 Jahre später kam ein Privat­samm­lung mit drei Gemälden von Francisco de Goy hinzu. Nach dem Zweiten Welt­krieg kaufte das Museum systema­tisch spani­sche Kunst auf.

Pic de Nore

Pa­no­ra­ma­blick zu den höchsten Pyre­näen­gipfeln
Mit einer Höhe von 1211 Metern ist der Berg mit einem weithin sichtbaren Anten­nen­mast der höchste Gipfel in der Gebirgs­gruppe Montagne Noire, Er gehört zum südli­chen Ausläufer des Zentral­mas­sivs und ist damit Teil der euro­päi­schen Wasser­scheide zwischen dem Atlantik und dem Mittelmeer. Von oben hat man einen tollen Blick über der Panorama des Languedoc-Rousillon, das bis zu den höchsten Pyre­näen­gipfeln reicht. (hin und zurück: 16,7 Kilometer, 5:15 Stunden, auf und ab: 640 Meter)

Chateau de Peyrepertuse

Zur Felsenburg der Ketzer
Die Felsenburg hoch über dem Fluss Verdouble ist die größte Festung der Katharer in Frank­reich gewesen. Im Gegen­satz zu anderen Kathar­er­burgen wur­de sie allerdings nie erobert oder zerstört. Verhindert hat das der Burgherr mit einem Lehnseid, den er dem Anführer des Kreuzzugsheeres schwor. Später gelangte die Burg in den Besitz der franzö­si­schen Krone, die Peyrepertuse zum Teil des Festungs­gür­tels gegen Spanien machte. Wer vom Dorf aus hoch­geht, kann sich auf eine aussichtsreiche Wande­rung freuen. Der Blick reicht an guten Tagen bis zu den Zentralpy­re­näen. (hin und zurück: 6,1 Kilometer, 2:40 Stunden, auf und ab: 430 Meter)

Von Carcas­sonne nach Saint-Paul-d'Oueil

259 km | 4:30 h

Chateau de Montségur

Bekann­teste Burg der Katharer
Der Montségur (deutsch etwa: „Schutzberg“) ist ein 1216 Meter hoher Berg am Nordhang der östli­chen Pyre­näen. Auf seinem Gipfel erhebt sich die Ruine der wohl bekann­testen Burg der Katharer. 1232 wur­de sie zu einer Festung umge­baut und wegen ihrer Unein­nehmbarkeit zur Haupt­stadt der Kathar­er­kirche ernannt. Als von der Burg aus Über­fälle auf Inqui­si­toren unternommen wurden, wur­de Montségur von 10.000 Kreuzrittern angegriffen. Die ausge­hungerten Bewohner der Burg wurden vor die Wahl gestellt, entweder ihrem Glauben abzu­schwören oder auf dem Scheiter­haufen verbrannt zu werden. 225 Katharer wurden schließ­lich verbrannt, weil sie die geforderte Unterwer­fung verwei­gerten.
C

Pyrenées Centrales

Wildes Hochgebirge zwischen Frankreich und Spanien

Das zentrale Gebirge zwischen dem Col de Puymorens und dem Col du Somprot ist der höchste und zugleich der wildeste Abschnitt der Pyre­näen.

Mit dem Pico d'Aneto auf der spani­schen Seite errei­chen die Pyrenées Centrales auf 3404 Meter ihre größte Höhe. Besonders die Bergwelt südlich von Lourdes ist von einzig­ar­tiger Schön­heit. Hier thront der Pic du Midi de Bigorre, das Wahrzei­chen der Zentralpy­re­näen, auf den eine Seil­bahn führt. Der Blick vom Gipfel ist überwäl­tigend. Der Col du Tourmalet gilt als besonders berüc­h­tigte Berg­e­tappe der Tour de France. Weiter südlich unmit­telbar vor der spani­schen Grenze ist ein weiteres Naturwunder: das Cirque de Gavarnie, einer von drei Felsen­kes­seln, der von der Unesco zum Welterbe erklärt wur­de.

Zu Gast in einem Landhaus bei Bagnères-de-Luchon

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Im male­ri­schen Berg­dorf St. Paul d'Oeuil im Dépar­te­ment Haute-Garonne liegt das von einem Garten umge­bene Natur­stein­haus aus dem 16.

Jahr­hun­dert. Die Zimmer des kleinen Hotels sind liebevoll in einem länd­li­chen Stil einge­richtet. Der Spei­se­raum hat einen großen Kamin und Parkettboden, antike Möbel und moderne Bilder machen den Charme des gesamten Hauses aus. Aufgrund des Holzfußbo­dens ist das alte Haus nicht ganz geräuschlos. Der Empfang durch Patricia und Robert, die neben Englisch auch Deutsch spre­chen, ist freund­lich und unkompli­ziert. Morgens wird ein herzhaftes warmes Früh­stück mit lokalen Zutaten serviert – im Sommer im Garten, im Winter in der gemüt­li­chen Lounge. In der Land­schaft ringsum kann man viele Tiere wie z.B. Hirschkühe sehen, im wenige Kilometer entfernten Natur­schutzgebiet Luchon sogar Brau­n­bären. Das Heilbad Bagnères-de-Luchon ist eben­falls in wenigen Minuten erreichbar.

Bagnères-de-Luchon

Thermalbad mit heißen Quellen
Das elegante Thermalbad wird von 3.000 Meter hohen Bergen umgeben. Schon die Römer haben in den heißen Quellen gebadet. Die schwefelhal­tigen und radio­ak­tiven Quellen haben eine Tempe­ratur bis zu 72° C. Sie sollen eine heilende Wirkung haben, besonders bei erkrankten Atem­wegen. Eine Seil­bahn führt aus dem Ort ins Wintersportgebiet Super­ba­gnères.

Col de Peyresourde

Tour de France Pass am Col du Tourmalet
Zwischen Luchon im Osten und Armenteule im Westen kommt man über den 1.569 Meter hohen Gebirgs­pass in den Zentral-Pyre­näen. Vielen dient er als Tran­sitpass, um zum König der Pyre­näen, dem Col du Tourmalet oder nach Lourdes zu gelangen. Wegen der großen Höhendifferenz und der Steigung von bis zu 11,3 % wur­de der Pass über 60-mal in die Tour de France einbezogen.

Col du Portillon

Grenzpass zwischen Frank­reich und Spanien
Der 1.293 Meter hohe Pass überquert die Grenze zwischen Spanien und Frank­reich. Der Col du Portillon ist über­regional durch die Tour de France bekannt geworden, deren Etappen immer wieder über den Pass führten.

Lac d'Oô

Verwun­schener Bergsee mit Wasserfall
Der in der Eiszeit entstan­dene Bergsee liegt inmitten einer grandiosen Gebirgs­landschaft und wur­de 1921 durch eine Staumauer ange­hoben. Seither hat er eine Fläche von 42 Hektar und versorgt das Wasserkraft­werk von Oô. Er wird gespeist durch einen drama­ti­schen Wasserfall, der 275 Meter über einen senk­rechten Felsen in den See stürzt. Am Park­platz von La Granges d'Astau führt ein Weg zum Refüge du Lac d'Oô über dem See. (Hin und zurück: 2:30 Stunden, 6,2 Kilometer, auf und ab 420 Meter)

Von Saint-Paul-d'Oueil nach San Martín de la Solana

129 km | 3:00 h

Die Routes des Pyrénées fährt man ein Stück nach Westen, bevor man sich durch das Tal der Aure fluss­aufwärts arbeitet.

Ein Tunnel unter dem Hauptkamm der Pyrenäen führt auf die spani­sche Seite, auf der man durch die wild­roman­ti­sche Schlucht des Rio Cinca weiter nach Süden gelangt.

Arago­nien

Menschenleere Weiten zwischen Pyre­näen und Ebro
Aragon oder Arago­nien ist eine auto­nome Gemeinschaft und entspricht dem früheren König­reich Arago­nien, das nach dem Fluss Aragón benannt ist. Der Norden wird von den Pyre­näen geprägt, die die Grenze zu Frank­reich bilden. Südlich davon verläuft der Ebro durch eine weite Ebene. Mit knapp 50.000 Quad­ratki­lome­tern ist Arago­nien etwa so groß wie Estland und ist ebenso wenig bevöl­kert. Von den 1,3 Millionen Einwoh­nern lebt etwa die Hälfte in der Haupt­stadt Zaragoza. Damit gehört Aragon zu den am dünnsten besiedelten Regionen Spaniens und Europas. Neben dem Spani­schen wird in einigen Tälern der Pyre­näen noch die autocht­hone arago­ne­si­sche Sprache gespro­chen, die aber nicht den Rang einer Amts­sprache hat.
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Aragonische Pyrenäen

Malerische Dörfer, einsame Wildnis

Nörd­lich des in Ost-West-Rich­tung verlau­fenden Tal des Rio Aragon erstre­cken sich die arago­ni­schen Pyre­näen bis nach Andorra.

Kleine Seiten­straßen führen in eine kaum besiedelte Bergwelt, wo male­ri­sche, Dörfer zu entde­cken sind und Almen von der Wildnis zurückge­holt werden. Die höchsten Berge liegen im Parc Natural Posets-Mala­deta; einige von ihnen, etwa der Aneto, Posets oder Madaleta sind etwa 3.000 Meter hoch. Dort finden sich vereiste Seen, eindrucksvolle Wasser­fälle, Seen, und Wild­was­ser­bäche.

Zu Gast in einem Berghof bei Boltana

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Halbpension

Von der Straße führt eine einsame und nicht asphal­tierte Piste (eignet sich nicht für tiefergelegte Fahrzeuge) etwa fünf Kilometer hinauf in die Wildnis der Solana-Berge, bis man unerwartet zu einem Berggast­haus kommt. Das auf den Funda­menten eines Klos­ters erbaute Bauern­haus war im Verfall begriffen, als die Besitzer – ein Engländer und ein Brasilianer – es kauften und mit viel Sorgfalt und Aufwand zu einem der schönsten Landgast­häuser in den arago­ni­schen Pyre­näen umge­stal­teten.

Die wuch­tigen Decken­balken und die unver­putzten Natur­steinmauern blieben erhalten und wurden durch antikes Mobiliar ergänzt. In der ehema­ligen Scheune befindet sich heute das Restau­rant mit seiner krea­tiven Küche und seinen spani­schen Landweinen. Viele Wander­wege führen zu verlas­senen Berg­dörfern und Einsied­ler­hütten. Für die Abenteuer­lus­tigen wird Bergklettern, Parag­liding und Wild­wasser Rafting ange­boten.

Parque Nacional de Ordesa y Monte Perdido

Wildnis in den arago­ni­schen Pyre­näen
Landschaft­li­cher Höhe­punkt ist der Parque Nacional de Ordes y Monte Perdido. In ungezählten Schluchten gedeiht eine vielfäl­tige Pflanzenwelt. Der Park ist Heimat für seltene Tiere wie die pyrenäi­sche Berg­ziege, den Bartgeier oder das Schnee­rebhuhn. Klare Wasser­fälle stürzen vom Monte Perdido, dem dritt­höchsten Berg Spaniens, herab. Der Eingang zum Park befindet sich bei Torla. Dort ist auch ein Informa­ti­ons­zentrum, wo man sich mit Karten und Informa­tionen über die zahlrei­chen Wander­wege versorgen kann.

Pico de Santa Marina

Kleiner Berg mit großer Aussicht
Der Pico de Santa Marina ist zwar nur 1796 Meter hoch, dafür bietet er einen Pa­no­ra­ma­blick über die Hügel der Vorpy­re­näen bis zum maje­s­tä­ti­schen Monte Perdido im Hoch­ge­birge. Die Wande­rung beginnt im kleinen Berg­dorf Ascaso, wo man sich eine Sonnenuhr anschauen sollte. vom Dorf aus ist der Weg zum Gipfel mit Stein­männ­chen bezeichnet. (hin und zurück: 5,5 Kilometer, 4:Stunden, auf und ab: 790 Meter)

Durch die Faja de las Flores

Das High­light im Ordesa-Tal
Phäno­me­nale Aussicht, kühne Wegwahl, berau­schender Tief­blick und Abwechs­lung pur: Der Weg durch die Faja de las Flores ist ein unver­gess­li­cher Höhe­punkt jeder Pyre­näenreise. Allerdings ist die Wande­rung schwer und anstren­gend. Daher sollte man früh beginnen. Zunächst geht es auf einfa­chen Pfaden durch den Wald. Ober­halb der Baumgrenze wartet ein impo­santer Kessel mit erdrü­c­kenden Felswänden. Eine leichte Kletterei führt über mehrere Bänder. Weiter geht es meist durch alte Schnee­felder und Geröll zum eigent­li­chen Einstieg der Faja. Die gras­be­wach­senen Gesimsbänder sind mehrere Meter breit, sodass man bequem gehen kann, während man die Welt aus der Vogel­per­spek­tive bestaunt. Unver­gess­lich! (Hin und zurück: 16,3 Kilometer, 9 Stunden, auf und ab: 2821 Meter)

Cañón de Añisclo

Duch die Selva Plana-Schlucht
Die Wande­rung führt durch eine Schlucht mit hohen Felswänden. Teilweise ist es sehr schattig, aber es gibt auch sonnige Abschnitte, herr­liche Ausblicke, Wasser­fälle und Fluss­be­cken. Steile Abschnitte und felsiger Unter­grund erfordern gutes Schuh­werk und etwas Kondi­tion. (Hin und zurück: 8,8 Kilometer, 5 Stunden, auf und ab: 850 Meter)

Sestrales Alto

Leichte Wande­rung durch wilde Land­schaft
Obwohl die Wande­rung leicht ist, führt sie durch eine höchst drama­ti­sche Land­schaft: Man sie von oben den wilden Canyon von Anisclo hinein – und das alles vor der großen Kulisse des Perdido-Massivs. Der Weg vom Park­platz bei Collado ist durch Stein­männ­chen markiert. Anschließend kann man in einer Bar in Escalona einkehren. (hin und zurück: 6,3 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 350 Meter)

Faja Racón

Spekta­kuläre Rundwande­rung im Valle de Ordesa
Die Tour ist eine einfache Vari­ante zu den Faja de las Flores. Sie verläuft unter­halb der steil aufra­genden Felswand. Die Ausblicke sind dennoch spekta­kulär, diverse Wasser­fälle inklusive. Der Aufstieg geht durch dichten Wald, weshalb es auch bei warmen Sommerwetter nicht zu heiß wird. Der Weg ist gut und an den entschei­denden Stellen ausge­schildert. Verlaufen ist prak­tisch nicht möglich. Auch der Abstieg geht durch den Wald. Die Anfahrt (ca. 25 Minuten) geht nur per Bus vom großen Park­platz in Torla aus, dort lässt man sein eigenes Auto stehen. Busse fahren alle 15 Minuten, auch der Rück­transport ist so orga­ni­siert. (hin und zurück: 8,9 Kilometer, 4:30 Stunden, auf und ab: 1.652 Meter)

Von San Martín de la Solana nach La Seu d`Urgell

213 km | 4:00 h
Die Neben­strecke führt durch die abge­legene Wildnis der kaum besiedelten katalo­ni­schen Pyrenäen. Höhepunkt ist der Parque Nacional d'Aigue­s­tortes im Norden der Route mit seiner schroffen, bis fast 3000 m aufra­genden Bergwelt.

Katalo­nien

Stolze Region zwischen Mittelmeer und Pyre­näen
Die auto­nome spani­sche Region im Nord­osten der Iberi­schen Halb­insel reicht bis an die Grenze von Frank­reich, von dem sie nur durch die Pyre­näen getrennt ist. Mit einer Fläche von knapp 32.000 Quad­ratki­lome­tern ist die Region etwas größer als Belgien. Gut sieben Millionen Menschen leben dort, davon über 1,6 Millionen in der Haupt­stadt Barcelona, die zu den dynamischsten Städten Europas gehört. Katalo­nien ist die abwechs­lungs­reichste Provinz des spani­schen Fest­landes. Von den hoch­alpinen Pyre­näen über ausge­dehnte Wälder in den Mittelgebirgen und land­wirt­schaft­lich genutzte Ebenen bis hin zu steilen Felsküsten und breiten Sand­stränden findet man die unter­schied­lichsten Landschaft­stypen und Klimazonen. Die tradi­tionelle Sprache ist Kata­la­nisch – eine Brücken­sprache zwischen Franzö­sisch und Spanisch. Sie war in der Franco-Diktatur verboten, heute gewinnt sie zuneh­mend an Bedeu­tung.
E

Katalanische Pyrenäen

Weinberge und Olivenhaine am Fuß eines wilden Hochgebirges

Die östli­chen Pyre­näen auf dem Gebiet Katalo­niens sind ein menschen­armes, wildes Gebirge, das bis nach Andorra reicht.

Der höchste Berg ist der Pica d’Estats mit 3.143 Metern, der auf der Grenze nach Frank­reich liegt. Zwischen Frank­reich und Katalo­nien liegt Auch Andorra. Das selb­stän­dige Bergfürs­tentum liegt im Quellgebiet des Segre, der nach Süden zum Ebro abfließt. Nach Osten hin senkt sich das Hoch­ge­birge bis zum Mittelmeer. Im Hügel­land dazwi­schen säumen Olivenhaine, Weinberge und Kork­ei­chenwälder den Fuß des Gebirges.

Zu Gast im Castell de Ciutat

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Festung aus dem 16. Jahrhundert wurde nach stra­tegi­schen Gesichts­punkten errichtet. Von ihrem Hügel in den kata­la­ni­schen Pyre­näen hat man einen weiten Blick über das Urgell-Tal und rings um den Ort La Seu d’Urgell.

Nur wenig hat sich geändert: Das Tal gehört heute zum Cadi-Moixeró, dem größten Natur­schutzgebiet Katalo­niens. Unter­halb der Burg wur­de ein Hotel errichtet, das Mitglied der ­pres­tige­träch­tigen Gruppe der Relaix-et-Chateaux-Hotels ist. Die Küche unter­steht einem Chef, dessen Kochkünste man wohl erst nach einem mehr­tägigen Aufent­halt voll­kommen ermessen kann. Verschiede­ne Bergsport­arten sind möglich. Nach einem ereig­nis­rei­chen Tag, der mit dem Früh­stück auf der Sonnen­ter­rasse beginnt, kann man im SPA oder am Pool entspannen.

Andorra

Zwerg­staat in den Pyre­näen
Andorra ist ein unabhängiger Zwerg­staat im Osten der Pyre­näen zwischen Frank­reich und Spanien. Der bereits über 700 Jahre alte Staat ist welt­weit der einzige, der zwei Staats­ober­häupter hat, die noch dazu im Ausland leben. Es ist der Präsident von Frank­reich und der Bischof von Urgell. Zu mehr als einem Drittel befindet sich das Land über der Baumgrenze und hat feuchtes Gebirgs­klima. Wegen besonderer Steuer­ge­setze ist das Land ein Einkaufs­pa­ra­dies. 4800 Geschäfte bieten den zahlrei­chen Kauf­lus­tigen aus dem Ausland Schmuck, Elek­tronik, Tabak und Mode feil.

La Seu d’Urgell

Provinz­stadt am Fuß der Sierra de Cadi
Die Stadt liegt am Zusam­menfluss der Flüsse Valira und Segre nahe des Zwerg­staates Andorra. Im Südosten der Stadt erhebt sich die spekta­kuläre Gebirgskette Sierra de Cadí. Die Kathedrale aus dem 11. Jahr­hun­dert ist von der italie­ni­schen Romanik beeinflusst. Eben­falls sehens­wert sind das Stadt­haus aus dem 15. Jahr­hun­dert und das Diözesanmuseum, in dem bemerkens­werte mittel­alter­liche Male­reien und Skulpturen ausge­stellt sind. Die Altstadt hat schöne, von Arkaden gesäumte Straßen und alte Stammhäuser. Hier liegt das Kloster Sant Domingo, das heute zu einem Parador-Hotel umge­staltet ist.

Auf die Comabona

Gipfelklas­siker der Sierra de Cadí
Mit 2.554 Metern gehört die Comabona nicht zu den zehn höchsten Bergen der Sierra de Cadí. Dass sie dennoch zu den belieb­testen Gipfeln gehört, liegt an der Schön­heit des Anstiegs, der aus sanft geschwun­genen Höhenrü­cken vor einer phan­tas­ti­schen Kulisse bis zum Pas dels Gosolans führt. Danach geht es durch eine wüste Karst­landschaft bis hoch zum Gipfel, wo ein toller Rund­um­blick über die kata­la­ni­schen Pyre­näen geboten wird. Nach der Besteigung kann man im Refugi Prat d'Aguiló einkehren. (hin und zurück: 7,8 Kilometer, 3:45 Stunden, auf und ab: 570 Meter)

Am Fuß der Serra del Cadí

Der 22 Kilometer lange Gebirgszug Serra del Cadí wird zu den Vorpy­re­näen gerechnet, obwohl der eine Höhe von bis zu 2.600 Metern erreicht. Die Rundwande­rung startet in Cava auf 1.300 Metern Höhe und führt durch male­ri­sche Täler, Wälder und uralte Berg­dörfer mit schön restau­rierten Häusern. Am Mare de Déu de Boscalt erreicht man einen Platz mit großar­tiger Aussicht auf die wilden Felsenburgen des Cadí-Gebirges. (hin und zurück: 10,8 Kilometer, 3:30 Stunden auf und ab: 430 Meter)

Von La Seu d`Urgell nach Céret

178 km | 3:30 h

Am Col d'Ares geht es über die franzö­si­sche Grenze. 2008 gehörte der Pyre­näenpass wieder zur Tour de France.

Danach kommt man durch Gorge de la Fou. Der Fluss Fou hat dort auf einer Länge von knapp zwei Kilome­tern eine extrem enge Schlucht 250 Meter tief in das Gebirge gegr­aben. Der Legende war sie von Hexen und bösen Geistern bewohn; tatsäch­lich haben hier Wege­la­gerer und Räuber im 19. Jahr­hun­dert Postkut­schen überfallen.

Saint-Martin-du-Canigou

Roma­ni­sche Abtei auf einem Felsen
Die Abtei am West­hang des Pic du Canigou thront auf einem engen Hoch­pla­teau, das von steilen Fels­ab­stürzen umgeben ist. Sie ist nur über einen recht steilen Fußweg von der kleinen Ortschaft Casteil aus zu errei­chen. Auf dem halb­stün­digen Weg wird man von Düften und dem Tosen eines Wildbachs begleitet. Das ergrei­fende Panorama der franzö­si­schen Pyre­näen begeis­tert den Wanderer. Nach einer Wegbie­gung durch­quert man einen schat­tigen Wald von Eichen, Eschen, Esskas­ta­nien und Haselnuss­sträu­c­hern. Oben wartet schließ­lich das burg­ar­tige Kloster aus dem 11. Jahr­hun­dert, an dem man exem­pla­risch die frühe roma­ni­sche Kunst des Mittelmeer­raums studieren kann.
F

Céret

Künstlerstädtchen in den Ostpyrenäen

Das Künst­ler­städt­chen in den Ostpy­re­näen liegt südlich von Perpi­gnan nahe der spani­schen Grenze.

In der uralten Kultur­landschaft von Languedoc Rous­sillon kommen Natur­liebhaber und Kultur­in­ter­es­sierte glei­cher­maßen auf ihre Kosten. Im Westen erhebt sich der Pic de Cannigou (2.785 Meter), von dem man an klaren Tagen eine phan­tas­ti­sche Sicht hat. Weiter südlich fließt die Tech durch die male­ri­sche Gorge de la Fou, eine bis zu 100 Meter tiefen Schlucht. Ceret selbst, wo in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts berühmte Maler wie Gris, Braque, Picasso oder Chagall gewohnt haben, ist vor allem für sein einzig­ar­tiges Musée d'Art Moderne bekannt. Über 50 Werke von Picasso sind dort ausge­stellt.

Zu Gast in einem katalanischen Herrenhaus

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das sorgfältig renovierte Anwesen aus dem 17. Jahr­hun­dert liegt im Tal des Tech ober­halb von Ceret. Die meisten der zehn Zimmer haben einen Patio mit einem kleinen Garten.

In der Anlage befinden sich eine Sonnen­ter­rasse mit beheiztem Swimmingpool und ein Garten mit schat­tigen Plätzen. Gute Restau­rants und Boutiquen befinden sich im nahe gelegenen Ceret.

Musée d'art moderne de Céret

Werke von Picasso, Matisse und Chagall
Das einzig­ar­tige Museum enthält eine Samm­lung von rund 700 Arbeiten moderner Künstler. Zum Fundus gehören mehr als 50 Werke von Pablo Picasso, mehr als ein Dutzend Zeich­nungen von Henri Matisse, ein groß­forma­tiges Gemälde von Marc Chagall sowie diverse Arbeiten von Joan Miró, Jean Cocteau, Raoul Dufy, Juan Gris, Aristide Maillol, Chaim Soutine, André Masson, Manolo Martínez Hugué, Auguste Herbin sowie von Joan Brossa, Pinchus Kremegne, Jean-Louis Vila und anderen. Von besonderen Inter­esse sind Chagalls Gouache. Die Kuh unter dem Regen­schirm, die 28 rot-braun-gelben Tonschalen von Picasso mit Stier­kampf-Szenen sowie eine gleichfalls von Picasso stam­mende Zeich­nung, La Sardane à la Colombe.

Prieuré de Serr­abone

Roma­ni­sches Priorat in abge­legenen Pyre­näen­dorf
Wer die kurvenreiche D618 von Amélie zum 752 Meter hohen Col Xatard hoch­fährt, wird mit einem sensa­tionellen Ausblick belohnt, der vom Meer bis zum Pic du Canigou reicht. Weiter südlich kommt man nach Serr­abone, einem Pyre­näen­dorf in zerklüf­teter Land­schaft. Die Kirche von 1082 ist von außen unscheinbar, innen aber einzig­artig – wegen seiner Empore mitten im Haupt­schiff, die mit teils rätselhaften Skulpturen verziert ist. Sie zeugt davon, dass der Sakralbau mehr war als eine Dorf­kirche, nämlich ein Priorat. Der Prior war gleichzeitig der Dorfpfarrer von Serr­abone.

Pic de Cannigou

Aussichtsberg der Ostpy­re­näen
Der östlichste Berggipfel der Pyre­näen hat eine Höhe von 2.784 Metern und galt lange als höchster Berg Katalo­niens. Meist ist er bis in den Frühs­ommer hinein schnee­be­deckt und weithin sichtbar. Von oben hat man an klaren Tagen eine grandiose Aussicht. Zum Ausgangs­punkt der Wande­rung führt eine Piste, die aber auch ohne Allrad­an­trieb zu befahren ist. Die Ersteigung des Canigou ist kein Spaziergang, sondern eine fünf­stün­dige Bergwande­rung. 600 Höhenmeter sind zu überwinden, aber es gibt nur wenige steile Anstiege und kaum tech­ni­sche Schwie­rigkeiten. Auch die Orien­tie­rung macht keine Probleme.

Von Céret nach Marseillan

146 km | 2:00 h

Auf halber Strecke kommt man bei Narbonne an den Golfe de Lion. Die Stadt, die schon unter den Römern exis­tierte, verlor ihre Bedeu­tung als der der Hafen im 14.

Jahr­hun­dert versan­dete. Das Musé Archéo­logique, das Funde aus der Römerzeit ausstellt, gehört zu den inter­essan­testen Museen Frank­reichs.

Cascastel

Winzerdorf im Schatten einer Burg
Das Château von Cascastel stammt aus dem 12. Jahr­hun­dert und liegt am Ortsrand über dem – oft ausge­trock­neten – Flüs­schen Berre. Die Mauern des Turms sind etwa 2,50 Meter dick; der ehema­lige Eingang führte – wie im Mittel­alter üblich – ins erste Geschoss mit seinem acht Meter hohen gewölbten Repräsenta­tions- und Fest­saal. Das Unter­ge­schoss war den Wachen vorbe­halten. Im Rahmen einer Umbau­maß­nahme wurden einige Fenst­er­öffnungen in das Mauer­werk eingefügt, um mehr Licht in die beiden Geschosse des Turms einzulassen; auf der gut zu vertei­digenden Fluss­seite führt eine ins Mauer­werk einge­las­sene schmale Stein­treppe hinauf auf die ehemals nicht über­dachte Wach­platt­form. Die Weinfelder rings um das Schloss gehören zu den geschützten Herkunfts­bezeich­nungen Corbières, Rives­altes, Muscat de Rives­altes und Fitou. 
Wein­proben werden überall ange­boten.

Montagne de la Clape

Vom Seefahr­erfriedhof über einen Geröll­berg und eine Schlucht
Zwischen Narbonne und St-Pierre-sur-Mer erstreckt sich ein zehn Kilometer langer Höhenzug wie ein größerer Stein­haufen. Clape ist ein okzi­ta­ni­sches Wort für Geröll. Eine kurze Tour führt zu den schönsten Stellen des Hügels: sie beginnt am viel besuchten Seefahr­erfriedhof mit der Kapelle Notre-Dame-des-Auzils und geht durch Pini­enwälder und ein Schlucht. (hin und zurück: 3,4 Kilometer, 1:30 Stunde, auf und ab: 80 Meter)
G

Okzitanien

Vielseitige Küste zwischen Pyrenäen und Rhône

Die Region an der Mittelmeerküste zwischen Rhône und Pyre­näen ist eine besonders viel­sei­tige Region: an der Küste findet man endlose Sand­strände; im Hinter­land ragen die Burgen der Katharer auf unein­nehmbaren Felsen empor, die von Carcas­sonne aus im 13.

Jahr­hun­dert besiegt wurden. Zwischen Frank­reichs ältesten Weinbergen liegen an Atmo­sphäre reiche Städte wie Bezier, die Haupt­stadt des Weins, und die quir­lige Univer­si­täts­stadt Mont­pellier.

Zu Gast in einem Weinhaus in Marseillan

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Garage | 1x Zusatzreinigung pro Zimmer

Es war eine Geschäfts­reise um die Jahr­tausendwende, die Birgit und Peter Zucker zum ersten Mal ins Languedoc führte.

Sie war der Anfang einer immer engeren Verbun­den­heit mit dem heiteren, sonnigen Fleckchen Erde. Im Jahr 2010 schließ­lich eröffneten die beiden in Marseillan ein kleines Hotel in den Räumen eines Wein­hauses. Nach sorgfäl­tiger Renovie­rung begannen sie, Gäste in dem neu erstrahlten Anwesen von 1810 will­kommen zu heißen. Die wenigen Zimmer sind in hellen Farben und einem modernen Stil einge­richtet. Wer einen Ruhetag einlegen will, kann sich auf einer der beiden Sonnen­ter­rassen oder am beheizten Pool entspannen; das Hotel eignet sich jedoch auch bestens als Ausgangs­punkt für die Schön­heiten des Languedoc. Aufgrund ihrer fundierten Landes- und Sprachkennt­nisse – beide spre­chen Deutsch, Franzö­sisch und Englisch – können sie hilf­reiche Tipps geben. Das Meer, der Hafen mit seinen Restau­rants und einige bekannte Wein­güter sind ganz in der Nähe.

Mont­pellier

Lebhafte Studen­ten­stadt am Golf de Lion
Die 250.000-Einwohner-Stadt ist eine der wenigen ohne antiken Hinter­grund an der franzö­si­schen Mittelmeerküste. Eine Sied­lung entstand erst 740 nach Christus unter den Franken. Dennoch ist die Stadt eine Reise wert: Es gibt eine lebhafte Altstadt rund um den Place de la Comédie. Die Univer­sität mit über 60.000 Studenten ist eine der größten in Frank­reich und macht das Stadt­bild bunt und welt­offen.

Méze

Musik­fes­tivals und frische Austern
Am nörd­li­chen Ufer des Étang de Thau die Stadt mit einer starken Mittelmee­riden­tität. Sie wur­de im 8. Jahr­hun­dert vor Christus von phoen­izi­schen Seefah­rern gegründet. Das Mittelmeer­klima, das charak­te­ris­ti­sche Flair und kuli­na­ri­sche Genüsse ziehen viele Besu­cher an, besonders im Sommer zum Fest des heiligen Petrus (Juni), zum Festival de Thau mit afri­ka­ni­scher Musi (Juli) und zum Scha­len­tier­fest (August). Die Einwohner leben vorwiegend von der Austern- und Mies­mu­schelzucht, die frisch zubereitet in den Restau­rants am Meer ange­boten werden. Moules und Frites finden sich auf fast jeder Spei­se­karte. Im Hinter­land wird Wein ange­baut.

Sète

Fische­reihafen und Stadt­kanäle
Die Hafen­stadt ist nach Marseille der wich­tigste Handelshafen am franzö­si­schen Mittelmeer. Sie ist ganz von Wasser umgeben und wird von Kanälen durch­zogen. Besonders schön ist der Canal de Sète. Am Quai Général Durand beginnen die Hafen­rundfahrten. Höchster Punkt des Orte ist der Mont Saint-Clair 175 Meter über dem Meer. Von dort hat man einen schönen Rund­blick.

Cathédrale de Maguelone

Auf einem Land­streifen zur roma­ni­schen Kirche
Die roma­ni­sche Kathedrale und Abtei­kirche liegt auf der Insel Maguelone. Sie stammt aus dem 11. Jahr­hun­dert und war Zentrum einer bedeu­tenden Diozöse. Die Stadt Maguelone liegt gegenüber auf dem Fest­land und viel älter. Eine schöne Möglichkeit, die uralte Kirche zu besu­chen, führt über einen schmalen Streifen Land zwischen der Lagune und dem Meer. Er ist natur­be­lassen wie kaum ein anderer Küsten­ab­schnitt in Frank­reich. Der Weg beginnt am Bahnhof in Fron­ti­gnan und endet an der Kathedrale. (hin und zurück: 21,5 Kilometer, 5 Stunden, auf und ab: 10 Meter)

Von Marseillan nach Saint Privat d'Allier

266 km | 4:00 h

La Couver­toi­rade

Mittel­alter­li­cher Ort in den Cevennen
Der mittel­alter­liche Ort mit erhal­tener Stadt­mauer, Wehrtürmen und Bergfried gehört zu den schönsten Dörfern Frank­reichs. Einsame Treppen­gassen führen zu einem Schloss und einer Kirche aus dem 14. Jahr­hun­dert. La Couver­toi­rade gilt als Carcas­sonne en miniature, ist aber im Gegen­satz zur großen Schwester touris­tisch kaum entdeckt.

Viaduc de Millau

Preisgekrönte Brücke über Ceven­nenschlucht
Auf der Strecke von Paris nach Barcelona führt die Auto­bahn A7 über das Viaduc de Millau. Die 2004 eröffnete Brücke ist ein tech­ni­sches Wunder­werk: Mit 2.460 Metern ist sie die längste Schräg­seil­brücke welt­weit. Sie besitzt sieben Pfeiler, die über 340 Meter vonein­ander entfernt sind. Der höchste von ihnen würde mit 343 Metern den Eiffelturm über­ragen. Das ästhe­ti­sche Bauwerk, das mehrere Architekten- und Inge­nieur­s­preise gewonnen hat, über­spannt das Tal des Tarn, der fluss­aufwärts durch eine male­ri­sche Schlucht in den Cevennen donnert.
H

Auvergne

Land der Vulkane und unberührten Flüsse

Die Region im Zentrum von Frank­reich ist ein Natur­pa­ra­dies mit Seen und Wäldern. Als eine der letzten intakten Landschaften Europas ist sie bei Wanderern besonders beliebt.

Geformt wur­de das Land von Feuer und Wasser. Vulkanen türmten die zackig gefal­teten Granit­mas­sive auf. Wild­bäche und Flüsse, teilweise bis heute unbe­rührt, haben tiefe Schluchten zwischen den grünen Lava­bu­ckeln gegr­aben. Auf Hügeln wachsen Sonnenblumen oder Weinreben, in den uner­gründ­li­chen Seen spiegelt sich ein blauer Himmel.  Auf der Route des Châteaux d'Auvergne können 50 Schlösser und Burgen besich­tigt werden.

Zu Gast in einem Bauernhaus bei Le Puy

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Halbpension

Das eins­tige Bauern­haus west­lich von le Puy ist heute ein komfor­ta­bles Gäste­haus mit wenigen Zimmern, das Sylvie und Thierry mit großem Engage­ment führen.

Im Garten kann man unter alten Bäumen ausspannen oder von der schat­tigen Terrasse über die stei­n­alten Dächer von Saint Privat d'Allier weit ins Land schauen. Empfehlens­wert ist das Dinner am Tisch der Familie, das vorbe­stellt werden muss. Eine gute Gelegen­heit, seine Franzö­sischkennt­nisse anzuwenden; die Gastgeber verstehen jedoch auch Englisch. Nicht weit entfernt führt der Jakobsweg nach Santiago de Compo­s­tela vorbei, sodass die Unter­kunft von vielen Pilgern genutzt wird.

Le Puy-en-Velay

Kirchen auf Vulk­anschloten
Die Haupt­stadt von Haute-Loire liegt auf über 600 Höhenme­tern im südli­chen Zentral­massiv. Die Land­schaft ist bizarr: ringsumher liegen die Puys, wie man die Basaltkuppen nennt. Sie sind ehema­lige Vulk­anschlote. Auf einer Kuppe thront die Kirche Saint-Michel d’Aiguilhe (heiliger Michael auf der Nadel). Bereits in römi­scher Zeit hatte hier ein Tempel gestanden. Auf der anderen Kuppe steht die 16 Meter hohe Statue von Notre–Dame de la France, die 1860 aus Kanonen gegossen wur­de, die im Krimkrieg erbeutet wurden. Die Kathedrale von Le Puy-en-Velay gehört zum Welt­kultur­erbe der UNESCO. Sie steht am Fuße des Vulkan­kegels und ist Ausgangs­punkt eines Jakobs­wegs.

von Saint-Privat-d'Allier nach Saugues

Etappe auf dem Jakobsweg
1526 Kilometer lang ist der Jakobsweg von Le Puy bis nach Santiago di Compo­s­tela. Der Abschnitt von Saint-Privat-d'Allier nach Saugues entspricht etwa der zweiten Tages­e­tappe. Die Tour beginnt an der Kapelle Saint Jacques in einer Burg, von der ledig­lich ein Wehrturm die Kriege und Revo­lu­tionen über­standen hat. Auf halber Strecke liegt Moni­s­trol-d'Allier tief im Tal des Allier am Zufluss der L'Ance liegt. Dort gibt es ein paar Pilger­herbergen. Anschließend geht es einen steilen Hang bergauf. Dort befindet sich die Kapelle La Madel­eine in einer Grotte. Angeb­lich diente sie schon den Kelten als Unter­schlupf. Oben, auf der spär­lich besiedelten Hoch­e­bene der Marge­ride, pilgert man durch Wiesen, Felder und kleine Wäldchen. Für den Rückweg muss man ein Taxi nehmen. (Hin : 17,8 Kilometer, 5:30 Stunden, auf: 560 Meter, ab: 470 Meter)

Wande­rung von Le Puy nach Poli­gnac

Mittel­alter­liche Festung auf einem Basaltkegel
Das uralte Dorf schart sich rund um eine mäch­tige Burg, die unein­nehmbar auf Basaltkegel thront. Inner­halb der Burgmauern ist vor allem die Kirche Saint-Andéol und im Dorf die Kirche Saint-Martin mit roma­ni­schen Fresken und einem goti­schen Eingangsportal sehens­wert. Ein Rundwanderweg führt durch Wiesen und Felder von Le Puy nach Poli­gnac. Dabei kann man einen Abste­cher zum Mont Denise machen mit schöner Aussicht über das Tal der Borne. (hin und zurück: 11,1 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 400 Meter)

Von Saint Privat d'Allier nach Than­nen­kirch

601 km | 6:30 h
Die weite Strecke führt über Lyon und durch Burgund nach Norden. Besonders sehens­wert ist Beaune auf der Hälfte der Strecke. Danach fährt man durch das lieb­liche Doubs-Tal bis zur Burgundi­schen Pforte, wo man in das Rheintal eintritt.

Burgundi­sche Pforte

Die „Trouée de Belfort“ ist der rund 30 Kilometer lange, flache Sattel auf rund 400 Meter Höhe zwischen Vogesen und Jura. Er ist zugleich die Wasser­scheide zwischen Nordsee und Mittelmeer. Pforte ist auch inso­fern ein tref­fender Ausdruck, da hier die alle­man­nisch-deut­sche Kultur allmäh­lich in die burgundisch-franzö­si­sche übergeht. Da die Vogesen im Norden und das Jura im Süden nur schwer zu durch­queren waren, verlaufen hier seit der Antike wich­tige Verkehrs­wege. Heute gibt es neben der Auto­bahn und Route natio­nale 83 noch die Eisen­bahntrasse Rhin-Rhone für Hoch­ge­schwin­digkeits­züge sowie den Rhein-Rhone-Kanal, der bereits Ende des 18. Jahrhunderts erbaut wur­de.

Oberrhein­ebene

Glänzende Städte und natur­be­las­sene Auen
Der Oberrhein reicht vom Rhein­knie bei Basel bis zum Rhein­knie bei Mainz. Zur Region zählt man das deutsch-franzö­sisch-schwei­ze­ri­sche Grenzgebiet mit dem Elsass, der Nordwest­schweiz, der Südpfalz und einem Teil von Baden. Seit der Stein­zeit ist die Ebene zwischen dem Schwarz­wald und den Vogesen eines der wich­tigsten Durch­gangsgebiete Europas. Die Römer waren die ersten, die systema­tisch Straßen anlegten. Im Mittel­alter verlief hier eine Handels­straße zwischen Ober­i­talien und Flandern. Vom Reichtum der Region zeugen großar­tige Städte wie Strasburg, Colmar und Freiburg. Doch bis ins 19. Jahr­hun­dert bedrohten unbe­re­chenbare Hoch­wasser jegliche Zivili­sa­tion. Erst mit der Begra­digung des Rheins im 19. Jahrhundert  wur­de das Problem einge­dämmt. An einigen Stellen gibt es aber noch Auenwälder und Altarme, die unter Natur­schutz gestellt sind.

Beaune

Wein­haupt­stadt Burgunds
Mittel­alter­liche Bauten in der Altstadt, eine herr­liche Lage inmitten des Wein­gebiets von Cote d'Or und zahl­lose Restau­rants und Wein­keller machen die 23.000 Einwohner zähl­ende Stadt zu einem der lohnendsten Ziele im Burgund. Größte Sehens­wür­digkeit ist das Hotel de Dieue, ein prachtvolles Kran­ken­haus aus dem 15. Jahr­hun­dert. Im Office de Tourisme und dem Bureau Inter­pro­fes­sionell des Vins bekommt man Adressen von Wein­gütern, Verkos­tungen und Wein­semi­nare.

Meursault

Spaziergang durch eine Bilder­buch­landschaft
Ein leichter Anstieg führt  vom Weinort Meursault zum Aussichts­punkt von Saint Chri­s­tophe, wo man den idylli­schen Ausblick von einer Bank aus genießen kann. Hier beginnt der ‚Sen­tier Bota­nique‘, ein bota­ni­scher Lehrpfad. Der schmale Weg nach Auxey-Duresses durch­quert einen Wald und führt danach steil bergab. Unten nimmt man eine Land­straße nach Auxey, das unter Wein­ken­nern einen exzel­lenten Ruf genießt. Nachdem Sie das Dorf erkundet haben, geht es auf Weinbergs­wegen zurück nach Meursault. (Hin und zurück: 6,5 Kilometer, 2 Stunden, auf und ab 200 Meter)
I

Elsass

Kulturlandschaft zwischen Vogesen und Rhein

Roman­ti­sche Wein­dörfer, Burg­ruinen auf aussichtsrei­chen Höhen und histo­ri­sche Wehr­kir­chen haben die östlichste Region Frank­reichs zu einer außergewöhn­li­chen Kultur­landschaft gemacht.

Das Land zwischen den Vogesen und dem Rhein ist seit vielen Jahr­tausenden Schau­platz einer wech­sel­vollen Geschichte, die von deut­scher wie franzö­si­scher Kultur glei­cher­maßen geprägt ist. Schon vor 1000 v. Chr. machten sich kelti­sche Einflüsse breit. Die Römer brachten die Mittelmeerkultur und den Wein, der bis heute prägenden Charakter hat. Im Mittel­alter spielten die Städte am Oberrhein­gr­aben eine wich­tige Rolle. Seine Maler gehören zu den größten ihrer Zeit: Matthias Grüne­wald schuf den Isen­heimer Altar und Martin Schongauer die „Madonna im Rosenhag“. Die elsäs­si­sche Küche gilt als eine der origi­nellsten in Frank­reich: Deftige Gerichte wie Chou­c­route, Baecke­offe und Flammku­chen werden durch erstklas­sige Weißweine ergänzt.

In einem Gasthof in Thannenkirch

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Etwas abseits der elsäs­si­schen Wein­straße versteckt sich das Winzerdorf Than­nen­kirch zwischen Wiesen, Weinbergen und den bewal­deten Ausläufern der Vogesen.

Am Horizont thront Schloss Haut-Koen­igsbourg auf einem 750 Meter hohen Felsen. Mitten im Ort liegt der tradi­tionelle Gasthof, in dem Wein­kenner, Gourmets, aber auch Wanderer und Moun­tai­nbiker einkehren. Herausra­gend ist das Restau­rant, das lokale Weine und elsäs­si­sche Küche bietet – im Sommer auch auf der Terrasse. Wer sich nach Sauerk­raut und Entenbrust bewegen will, findet eine Sauna, ein Fitness­zentrum und vor allem zahl­lose Wander­wege.

Haute Koen­igsbourg

Festung mit Weit­blick über das Oberrheintal
Die 260 m lange Anlage thront als Gipfelburg in 757 Metern Höhe am Ostrand der Vogesen auf einem mäch­tigen Felsen mit phäno­me­nalem Blick über der Oberrhei­ni­schen Tief­ebene. Von der Burg, die bis 1918 dem deut­schen Kaiser gehörte, aus konnten fast sämt­li­che Handels­wege des Oberrhein­gr­a­bens beherrscht werden. Zusammen mit der gegenüber liegen­den ­Ruine der Oedenbourg (Petit-Kœnigsbourg) bildet sie ein einzig­ar­tiges Ensemble, das zu den am meisten besuchten Touris­ten­at­trak­tionen in Frank­reich gehört.

Riquewihr

Das Rothenburg des Elsass
Das roman­ti­sche Winzer­städt­chen liegt zwi­schen den Wein­gärten am Fuß der Vogesen. Sein unver­sehrt erhal­tenes Stadt­bild aus dem 16. Jahr­hun­dert ist einzig­artig. Besonders an den Sommer­wo­che­n­enden ist das „Rothenburg des Elsass“ im rhei­ni­schen Renais­sance-Stil gut besucht. In der Rue du Général de Gaulle und den vielen kleinen Gassen verste­cken sich zahl­lose Restau­rants und Wein­stuben. Heute ist die ganze Stadt auto­frei und zählt zu den Plus beaux villages de France.

Colmar

Kunst- und Wein­stadt im südli­chen Elsass
Die neben Strasburg schönste Stadt des Elsass liegt an der Wein­straße und bezeichnet sich gern als Haupt­stadt der elsäs­si­schen Weine. Colmar ist berühmt für ihr gut erhal­tenes architek­to­ni­sches Erbe aus sechs Jahrhunderten. Präch­tige Fach­werkbauten und Renais­sance­pa­läste prägen die Stadt an der Lauch. Die Museen beherbergen einzig­ar­tige Kunst­schätze, allen voran den Isen­heimer Altar von Matthias Grüne­wald im Unter­linden-Museum. Die Darstel­lung der Kreuzigung Jesu gehört zum Eindrück­lichsten, was die Malerei der Gotik hervor­ge­bracht hat. In der Altstadt gibt es zahl­lose Wistubs, wo man neben Wein auch elsäs­si­sche Hausmanns­kost bekommt.

Than­nen­kirch

Aussichtswande­rung zwischen Felsen und Burgen
Die kleine Berg­gemeinde an der „Route du Bois“ (Holz­strasse) entzückt mit seiner Schnitzkunst und blumen­ge­schmückten Häusern, Plätzen und Straßen. Rundwander­wege führen zu den unter­schied­lichsten Natur­schau­plätzen rund um das Dorf. Viele Besu­cher kommen im Frühjahr, wenn tausende von Kirschbäumen in Blüte stehen. Eine Tages­wande­rung führt zu der Felsen­landschaft rund um den Rein­hold­stein und weiter zur Haut-Koen­igsbourg. (hin und zurück: 6 Stunden, 20 Kilometer, auf und ab: 800 Meter)

Von Than­nen­kirch nach Hause

19 Tage
ab 1.899,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: April–Oktober

Die Preise können je nach Saison variieren.
Ihre Beratung
Alina Frielingsdorf

Tel.: +49 (0)2268 92298-25

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