Zwei ungleiche Schwestern: Zwischen Lissabon und Madrid - Spanien
Alhambra - Granada

Zwei ungleiche Schwestern

Zwischen Lissabon und Madrid

Seit Jahrhunderten ist die Iberische Halbinsel geteilt. Auf dieser Reise werden die Unterschiede zwischen dem atlantischen Portugal und dem mediterranen Spanien deutlich, aber auch die Gemeinsamkeiten.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von Lisboa nach Sintra

Mietwagenannahme

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Anbieter: Sunny Cars GmbH
Vermieter: CRC Car Rental Company
Fahrzeug: Renault Clio o.ä. (EDMR)
Station: Lisbon Flughafen (Shuttle Service)

Von Lisboa nach Sintra

29 km | 28 Minuten
Die kurze Strecke führt nach Westen auf die Serra de Sintra zu.
A

Sintra

Skuriler Villenvort und Weltkulturerbe

Die Klein­stadt 25 km west­lich von Liss­abon liegt herr­lich auf einem Felsvor­sprung über zwei Schluchten.

Das üppige Berg­land zwischen der Stadt und dem 10 km entfernten Meer ist durch den Parque Natural de Sintra-Cascais geschützt. Acht Jahrhunderte lang war Sintra die Sommer­residenz der portugie­si­schen Könige. Der Palacio National beherbergt heute ein Museum und kann besich­tigt werden (außer mitt­wochs). Das güns­tige Klima und die Schön­heit der Umge­bung zogen im 19. Jahr­hun­dert begü­terte Engländer und andere Euro­päer an, die mitein­ander um die präch­tigste Residenz wett­eiferten. Das Resultat ist ein einma­liges Ensemble von skurilen, teils kitschigen Villen und Schlös­sern, die heute zum Welterbe der UNESCO zählen. Auch die Umge­bung ist reizvoll: Kleine Buchten im Westen mit flachen Sand­stränden bieten ideale Bademög­lichkeiten, sind aber am Woche­n­ende oft sehr voll.

Zu Gast in einem alten Offiziershaus in Sintra

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkkarte

Ursprüng­lich für eine Offi­ziersfa­milie im Jahr 1890 erbaut, öffnete das heutige Gäste­haus 1994 nach sechs Jahren Leer­stand und einer aufwen­digen Renovie­rung erneut seine Türen.

Über­setzt heißt der Name „Haus am Aussichts­punkt“, was dem herr­li­chen Blick in Rich­tung Atlantik und über Sintra geschuldet ist. Die acht geräu­migen Zimmer sind alle individuell einge­richtet und nach einem der großar­tigen Paläste der Umge­bung benannt. Einige haben wunder­schöne Stuck­de­cken. Das Früh­s­tücksbuffet wird im Spei­sezimmer mit direktem Zugang zum Garten serviert. Gastgeberin Charlotte ist stets um das Wohl ihrer Gäste bemüht.

Palácio Nacional de Sintra

Muslimi­sche Palast und könig­liche Sommer­residenz
Der muslimi­sche Palast aus dem 10. Jahr­hun­dert hieß früher Alcázar und ist mit seinen weithin sichtbaren, koni­schen Kamin-Schorn­steinen das Wahrzei­chen Sintras. Er war vom 14. bis zum 20. Jahr­hun­dert könig­liche Sommer­residenz. Der Bau ist ein Konglomerat aus verschiedenen Baustilen. Arabi­sche Einflüsse zeigen sich unter anderem in den holzge­schnitzten Decken und den kunst­vollen Wandver­kleidungen mit Keramikfliesen aus dem 15./16. Jahr­hun­dert, den soge­nannten Azulejos. Seine heutige Form geht vor allem auf das 15. und frühe 16. Jahr­hun­dert unter Manuel I. zurück. Damals wur­de in Portugal die Manu­elinik entwi­ckelt, eine merkwür­dige Verbindung von Gotik und mauri­schen Orna­menten.

Quinta da Regaleira

Verwun­schenes Schloss und ein tiefer Brunnen
Die Quinta von 1904 ist ein einzig­ar­tiges Zusam­men­spiel von Haus und Garten im italie­ni­schen Stil. Bildhauer, Steinmetze und Landschafts­gärtner und Hand­werker haben hier für die Familie von António Augusto Carvalho Monteiro eine verwun­schene und zugleich fürst­liche Sommer­residenz erschaffen. Versch­lun­gene Wege führen vorbei an Springbrunnen, Aussichts­punkten und kleinen Grotten. Ganz oben kommt man zu einem Brun­nenschacht, dessen Tiefe sich zunächst nur erahnen lässt. Über eine Wendeltreppe kann man die unter­irdi­sche Anlage erkunden. Nach 27 Metern Abstieg hat man den Grund erreicht. Mehrere unter­irdi­sche Gänge führen von unten zurück ins Freie.

Castelo dos Mouros

Kloster in mauri­scher Burg­ruine
Die Burg­ruine im Wald bei Sintra wurde im 8. oder 9. Jahr­hun­dert von den Mauren erbaut. 1147 eroberte der portugie­si­sche König Alfons I. die Burg und ließ eine christ­liche Kapelle errichten. Die Portugiesen nutzten die Anlage kaum noch, so dass die Burg in den folgenden Jahrhunderten verfiel. Während der Romantik, um 1860, fand eine umfas­sende Renovie­rung der übrig­ge­bliebenen Mauern statt. Von der ursprüng­l­i­chen Anlage ist heute nur noch wenig erhalten.

Von Azoia nach Peninha

Aussichtsreiche Wande­rung im Natur­re­servat Peninha
Die Wande­rung beginnt in dem Dorf Azoia auf der Halb­insel Sintra. Der Fußweg führt zunächst durch dichten Wald auf eine stei­nige Anhöhe. Höchster Punkt ist der roman­ti­sche Weiler Peninha, von wo man einen herr­li­chen Blick auf die Halb­insel bis zum Atlantik hat. Von dort geht es abseits von Fahr­straßen zurück nach Azoia (hin und zurück: 8,1 Kilometer, 2:30 Stunden, auf und ab: 270 Meter).

Von Sintra nach Luso

283 km | 3:30 h
Unter­wegs kann man über Batalha und Alco­baca fahren. Das dortige Kloster gehört zu den bedeu­ten­dsten Portugals und zeugt vom immensen Reichtum der Kirche und ihrer Verflech­tung mit dem portugie­si­schen Adel.

Mafra

Monu­men­tale barocke Verschwendungs­lust
Die Klein­stadt ist bekannt für ihren gigan­ti­schen Kloster­pa­last. Der 1711 begon­nene Palácio Nacional de Mafra hat eine Gesamt­fläche von über 40.000 Quad­r­at­me­tern und über 1.200 Räume. Der Monu­men­talbau zeugt von der baro­cken Verschwendungs­lust abso­lu­tis­ti­scher Herr­scher in Portugal. Die schier unbe­grenzten finan­zi­ellen Mittel stammen aus dem Besitz einer brasilia­ni­schen Goldmine. Besich­tigt werden kann die Basilika der Anlage.

Obidos

Portugals Rothenburg
„Portugals Rothenburg“ ist von einer 13 Meter hohen und über 1,5 Kilometer langen Stadt­mauer umgeben, die seit dem 16. Jahr­hun­dert unve­r­ändert geblieben und ringsum begehbar ist. In der Altstadt im Schatten der Burg findet man blumen­ge­schmückte Patri­zi­er­häuser, enge Gassen und stim­mungs­volle Plätze. Gale­rien und Kunst­gewerbe­läden stellen die Werke der vielen einheimi­schen Künstler aus. Wie die meisten Orte Spaniens, wur­de Obidos 711 von den Mauren erobert und erst gut 400 Jahre danach für die portugie­si­sche Krone zurückge­wonnen. Aus dieser Zeit stammt die Kirche Santa Maria, der gegenüber der alte Schandpfahl steht.

Lagune von Óbidos

Baden und Strandspa­ziergänge
Die Lagune an der Westküste Portugals ist an ihrer brei­testen Stelle ist sie 1,8 Kilometer breit und reichte im Mittel­alter bis Obidos. Heute erstreckt sie sich von Foz do Arelho nur noch etwa 5 Kilometer land­einwärts. Viele Portugiesen verbringen hier ihren Strand­ur­laub. Auf Wande­rungen am Strand und im Hinter­land kann Wasser- und Zugvögel sehen, unter anderem Flamingos.
B

Coimbra

Malerische Altstadt mit studentischem Flair

Jahrhunder­te­lang prägte die tradi­ti­ons­reiche Univer­si­täts­stadt Coimbra das portugie­si­sche Geis­tes­leben und auch heute machen Studenten über ein Fünftel der Bewohner aus.

In der male­ri­schen Altstadt gibt es eine Fülle histo­ri­scher Baudenkmäler. Die Alte Univer­si­tätsbibliothek, der schönste Barock­saal Portugals, beherbergt über 30.000 Bände, darunter 2.000 Handschriften von unschätzbarem Wert. Einer Festung gleicht die Kathedrale Sé Velha. Im Augusti­n­erkloster Mosteiro de Santa Cruz fand der erste portugie­si­sche König Afonso Henriques seine letzte Ruhe. An der Portal­fas­sade kann man die Manu­elinik studieren. Es handelt sich dabei um einen prunkvollen Architektur­stil unter König Manuel (1495 bis 1521). Gotik und Seefah­rer­symbolik der frühen Kolo­ni­alzeit bilden dabei einen merkwür­digen Stilmix.

Zu Gast im Palácio Hotel do Buçaco

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Der Sommer­pa­last von König Carlos wur­de 1887 nach den Plänen eines italie­ni­schen Architek­ten ober­halb des Kurortes Luso errichtet und 1909 in ein Luxus­hotel umge­wandelt.

Durch den weit­läufigen ­Park mit alten Bäumen führen Spazier­wege. Wer wandern möchte, findet direkte Wege in die Serra do Buçaco. 5-Sterne-Service oder einen Pool mit Spa-Bereich darf man allerdings nicht erwarten. Auch sind die Zimmer etwas abge­wohnt. Wer bereit ist, dies in Kauf zu nehmen, und Augen für den authen­ti­schen Charme des Ensembles hat, wird dafür mit einer Zeit­reise ins aris­tok­ra­ti­sche 19. Jahr­hun­dert belohnt.

Ria di Aveiro

Arten­reiche Brack­wasser-Land­schaft
Die Wasser­landschaft an der portugie­si­schen Westküste erstreckt sich zwischen Ovar im Norden und Mira im Süden über 45 Kilome­ter an der Küste entlang. Ihre größte Ausdeh­nung erreicht sie mit ca. 11 km bei der Stadt Aveiro, an der Mündung des Rio Vouga. Die Ria von Aveiro ist bekannt für ihren Arten­reichtum, der sich in dieser einzig­ar­tigen Brack­wasser-Land­schaft entwi­ckelt hat. Ebbe und Flut des Atlantik versorgen das Gebiet mit reich­lich frischem Salz­wasser, die Mündungen der Flüsse sorgen für Süßwas­ser­nach­schub. Im Bereich des Stadt­gebietes von Aveiro wird die Ria zur Salzgewin­nung genutzt: Bei Flut wird Salz­wasser auf spezi­elle Felder geleitet, das durch die Sonnen­ein­strah­lung verdampft und kris­talli­siertes Meer­salz zurück­lässt. Das Salz wird zu Haufen aufge­schüttet, die als weiße Kegel die Land­schaft prägen.
Auf der Höhe von Torreira gibt es schöne Strände, die aber im Sommer sehr bevöl­kert sein können.

Serra do Buçaco

Verwun­schener Wald mit Märc­henschloss
Im Laufe der Kolo­ni­alge­schichte brachten portugie­si­sche Seefahrer die verschiedensten Pflanzen aus Übersee nach Hause. Viele davon wurden im fruchtbaren Gebirge von Buçaco ange­pflanzt, so dass im Lauf der Jahrhunderte dort ein Märc­hen­wald mit 300 exoti­schen und 400 einheimi­schen Baum­arten entstand. Der Wald stand unter dem besonderen Schutz des örtli­chen Karmeli­terklos­ters, das jeden mit Exkom­mu­nika­tion bedrohte, der auch nur einen Baum fällte. Ende des 19. Jahrhunderts ließ König Carlos einen neo-manu­eli­ni­schen Sommer­pa­last bauen, der heute zu einem Grand-Hotel umge­staltet ist. Mehre Wander- und Spazier­wege führen durch den verwun­schenen Wald, einige davon zum höchsten Berg, dem Aussichts­punkt Miradouro da Cruz Alta.

Von Luso nach Sala­manca

288 km | 3:30 h

Serra da Estrela

Portugals höchstes Gebirge
Portugals höchstes Gebirge erreicht eine Höhe von fast 2.000 Metern und erstreckt sich über eine Länge von 100 Kilome­tern in Nord-Süd-Ausrich­tung. Das „Ster­nengebirge“ gehört mit seinen tiefen Schluchten, abenteuer­li­chen Fels­forma­tionen, klaren Bächen und Seen zu den größten Naturwundern des Landes. Durch die im Winter verschn­eite Bergwelt führt inzwi­schen ein gutes Netz an Wander­wegen, die von der Natur­parkver­wal­tung ange­legt sind. Wem Wandern zu anstren­gend ist, der kann auf einer Rundfahrt abge­legene Gebirgs­dörfer und wilde Landschaften mit herr­li­chen Aussichts­punkten kennenlernen. Informa­ti­ons­zentren gibt es in Covilha, Manteigas und Gouveia.

Im Sommer 2017 hat es in Portugal verhee­rende Waldbrände gegeben, die vermut­lich durch einen Blitzschlag und ein regen­loses Gewitter ausge­löst wurden. Mindes­tens 65 Menschen kamen ums Leben. Betroffen waren vor allem ange­pflanzte Wälder aus schnell wach­senden Pinien, die dem Feuer keine Wider­stands­kraft entge­gen­setzen konnten. Die Brände beschränkten sich nicht auf eine Region, auch wenn sie östlich von Coimbra am stärksten wüteten. 
Andrer­seits kann man beob­achten, wie die Natur sich in den Brandgebieten rege­ne­riert. Zwischen den schwarzen Baum­s­tümpfen wachsen inzwi­schen bunte Blumenwiesen. Pioniergehölze siedeln sich an. Mancher­orts ist die Pflanzenwelt nach einem Brand viel­sei­tiger als vorher, was auch daran liegt, dass die Asche wie Dünger wirkt.
Was für den einen eine schreck­lich unwirt­liche Land­schaft ist, ist für den anderen ein Lehr­stück zum Thema Ökologie.

Kastilien und León

Ruhmrei­ches “Land der Burgen”
Zahl­lose Denkmäler und histo­ri­sche Bauten weisen darauf hin: Kastilen und Leon war einst das Macht­zentrum des katholi­schen Spaniens. Über 300 Schlösser und Festungen gaben der Gegend ihren Namen „Kastilien“, zu Deutsch: „Land der Burgen“. Trotz dieser ruhmrei­chen Vergan­gen­heit verpasste Ca­stillia y León  die indu­s­tri­elle Revo­lu­tion und verkam im 18. und 19. Jahr­hun­dert zum Getrei­deliefe­r­anten Madrids. Heute sind noch viele mittel­alter­liche Tradi­tionen lebendig, zum Beispiel der Paso del Fuego, bei dem man barfuß über heiße Kohlen geht, oder der Carneval del Toro von Sala­manca. Die kastili­sche Küche ist vor allem für ihren Cochi­nillo, den Ferkelb­raten, bekannt. Aber auch Lamm, Hülsenfrüchte, Schinken und Chorizo sowie Wurst vom iberi­schen Schwein stehen häufig auf dem Spei­sezettel.

Caramulo

Luftku­rort in schroffer Berg­landschaft
Die Serra do Caramulo ist für gesunde Luft und klares Wasser bekannt. Das Agua do Caramulo wird überall in Portugal getrunken. Hinzu kommt die natür­liche Schön­heit des schroffen Berg­lands. Der Ort Caramulo liegt zwischen Hügeln auf 800 Metern Höhe und ist 1921 als Kurort für Tuberku­lo­sekranke ange­legt worden. Im alten Dorf sind eine roma­ni­sche Kirche und ein Schandpfahl davor sehens­wert. Mehrere Wander­wege führen vom Ort aus in die herr­liche Umge­bung.
C

Salamanca

Studentisches Leben in der Weltkulturerbe-Stadt

Die 2.000 Jahre alte Stadt am Rio Tormes zählt zu den aller­ersten Reise­zielen Spaniens. Das liegt vor allem an der altehrwür­digen Univer­sität, die die Geschichte der Stadt geprägt und viele Gelehrte hervor­ge­bracht hat.

So erklärte etwa Kolumbus wenige Monate vor seiner Expedi­tion den skep­ti­schen Profes­soren seinen Plan, Indien über den Westen zu errei­chen. Heute bevöl­kern über 40.000 Studenten die Stadt, was ihr ein lebhaftes, kosmo­poli­ti­sches Gepräge gibt und eine breite Szene an Lokalen, Bars und Restau­rants hervor­ge­bracht hat. Wegen ihres geschlos­senen Stadt­bildes mit vielen Denkmal geschützten Bauten aus dem 16. Jahr­hun­dert ist die gesamte Stadt zum Welt­kultur­erbe erklärt worden.

Zu Gast in einem Hotel an der Altstadt

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz

Das kleine Boutique Hotel am Rande der Altstadt gehört zu den schönsten seiner Art in West­spa­nien, was vor allem an der Sorgfalt des Besitzers liegt, die sich in vielen Details wider­spiegelt.

Vor allem Holz wird auf verblüf­fend viele Weisen zur Wirkung gebracht: vom hoch­glänzenden Parkettfußboden über Tische mit Intar­si­en­arbeiten bis zu den handge­schnitzten Betten. Die Badezimmer sind aus weißem Marmor und mit dicken Hand­tüc­hern ausge­stattet. Mögli­cherweise braucht man dort nicht unbedingt ein Telefon oder den Faxanschluss im Zimmer, aber die doppelt verglasten Fenster, die Minibar und die Klima­anlage wird man zu schätzen wissen. Zum Hotel gehört eine Bar und eine Parkga­rage.

Catedral Nueva/Catedral Vieja

Doppelka­thedrale von Sala­manca
Die Doppelka­thedrale besteht aus einer alten mit dem roma­ni­schen Vorläufer sowie der vom 16. bis 18. Jahr­hun­dert errich­teten Catedral Nueva. Besonders schön an der Neuen Kathedrale ist die Portalge­stal­tung im plateresken Stil, der in der spani­schen Renais­sance in Mode war und goti­sche, mauri­sche und spani­sche Elemente vereint. Das Innere beein­druckt Besu­cher mit der Wucht seiner Ausmaße (104 m lang, 50 m breit).

Univer­sidad

800 Jahre spani­sche Gelehr­samkeit
Sala­mancas Univer­sität blickt auf eine knapp 800-jährige Geschichte zurück, weite Teile der Architektur gehen auf das 15./16. Jahr­hun­dert zurück. Die reich verzierte Haupt­fas­sade ist ein Gedicht in Stein. Das Hauptportal der Univer­sität ist mit Skulpturen und Dekor aus der spani­schen Früh­re­nais­sance verziert, im soge­nannten Plateres­ken­stil. Ein Toten­kopf mit einem Frosch oder einer Kröte symboli­siert die Ausschweifungen im Leben, die nach dem Tod gesühnt werden – eine Mahnung an die lebens­lus­tigen Studenten. In Sala­manca soll das beste Hoch­spa­nisch gespro­chen werden. Dies und die von der Univer­sität und diversen privaten Anbie­tern orga­ni­sierten Sprachkurse führen dazu, dass sich die Stadt in den Sommermo­naten stets mit ausländi­schen Studenten füllt. Über der alten Bibliothek hängt der „Himmel von Sala­manca“, El Cielo de Sala­manca, ein Ende des 15. Jahrhunderts voll­en­detes Meister­werk.

Casa de las Conchas

Haus der 4000 Muscheln
Diese Fassade sollte niemand versäumen: Knapp 400 steinerne Jakobs­mu­scheln sind Namensgeber des „Hauses der Muscheln“, eines Stadt­pa­lasts, an dem von 1495 bis 1517 gebaut wur­de. Das Portal ist mit einem Wappen im plateresken Stil verziert. Im Innern besitzt der Patio eine Galerie im ersten Geschoss, die von mehr­e­ckigen Säulen getragen wird. In dem Gebäude befindet sich heute eine öffent­liche Bibliothek.

Von Sala­manca nach Madrid

212 km | 2:30 h
Die Strecke führt über Avila, das in grandioser Lage über dem Rio Adaja thront. Die Heimat­stadt der heiligen Theresa mit goti­schen Patri­zierhäusern, roma­ni­schen Kirchen und einer vollständig erhal­tenen Stadt­mauer lohnt unbedingt einen Besuch.

Avila

Mysti­sche Fröm­migkeit und kastili­scher Adels­stolz
Mysti­sche Fröm­migkeit und kastili­sche Adelsherr­lichkeit prägen den Geist der Stadt bis heute. Roman­ti­sche Kirchen und goti­sche Stadt­pa­läste säumen das Gewirr der mittel­alter­li­chen Gassen, die von einer voll­kommen erhal­tenen Stadt­mauer umschlossen sind. Das 2500 Meter lange Monu­ment mit 88 Türmen und neun Stadt­toren ist die wich­tigste Sehens­wür­digkeit von Avila. Die bekann­teste Persön­lichkeit ist die Heilige Theresa von Avila, die als die größte Mystikerin des Mittel­alters gilt. Zusammen mit Toledo und Segovia gehört Avila zu den drei histo­ri­schen Metro­polen in der Umge­bung der spani­schen Haupt­stadt.
D

Madrid

Spaniens vitaler Mittelpunkt

Die drei Millionen Einwohner zähl­ende Haupt­stadt Spaniens ging aus der mauri­schen Stadt Madschrit im 10. Jahr­hun­dert nach Christus hervor.

Die spani­schen Könige wählten die eigent­lich unbedeu­tende Stadt wegen der zentralen Lage auf der iberi­schen Halb­insel zur ihrer Residenz. Erst im 19. und 20. Jahr­hun­dert wur­de sie auch wirt­schaft­li­cher und kultureller Mittel­punkt. So kann sie, was das Stadt­bild angeht, nicht mit Toledo, Sevilla oder Granada mithalten. Dafür gilt das Nach­tleben als unschlagbar: Niemand kann mehr die Fülle an Bars, Bodegas und Restau­rants über­sehen.

Zu Gast in einem Hotel im Zentrum von Madrid

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Hotel befindet sich inner­halb eines histo­ri­schen Gebäudes aus dem 19. Jahr­hun­dert im Zentrum von Madrid, gegenüber dem Teatro Real de La Ópera und nahe des Palacio Real und der Plaza Mayor.

Bei seiner Restau­rie­rung wur­de sorgsam darauf geachtet, die Origi­nal­struktur und deko­ra­tive Elemente des Hauses zu erhalten. Die Zimmer der verschiedenen Katego­rien sind stil­si­cher in harmo­ni­sierenden Farben einge­richtet. Morgens wird im Gewölbekeller ein reichhal­tiges Früh­s­tücksbuffet ange­richtet. Die zentrale Lage ist optimal für die Erkundung der vielen histo­ri­schen und kulturellen Sehens­wür­digkeiten des alten Vier­tels „Villa y Corte“. Die nächste Metro­sta­tion ist fünf Gehmi­nuten entfernt.

Markt San Miguel

Kuli­na­rik­tempel von Madrid
Das 1916 als Markt­halle eröffnete guss­ei­serne Gebäude wur­de 2009 in den ersten Kuli­narik-Markt Madrids umge­baut. Inzwi­schen hat sich dort ein tolles gastro­no­mi­sches Angebot etab­liert. Mit über 10 Millionen Besu­chern gilt es als der Kuli­narik-Tempel und moderne Quin­tes­senz der spani­schen Küche. Erhält­lich ist alles; etwa iberi­scher Schinken, frische Meeresfrüchte, medi­ter­rane Reisge­richte oder spezi­elle Käsesorten aus Kastilien, Astu­rien oder dem Basken­land. Über 30 feste und fahrbare Stände garan­tieren eine große Auswahl.

Palacio Real

Vom märc­henhaften Prunk der bourbo­ni­schen Herr­scher
Italie­ni­sche Architekten sollten Mitte des 18. Jahrhunderts für den spani­schen König, Philipp V., den Glanz von Versailles nach Madrid bringen – es wur­de trotzdem ein sehr spani­scher Bau: streng, quad­ra­tisch und mächtig, üppig und barock, vor allem aber gigan­tisch. Sieben Etagen und 100.000 Quad­r­at­meter Platz bot der Palacio dem König und seinem Hofstaat. 50 der insge­samt 280 könig­li­chen Gemächer sind heute für die Öffent­lichkeit zugäng­lich. Die Besich­tigung gleicht einer etwas gehetzten Kurzreise durch eine Märc­henwelt voller kostbarer Gemälde, Wand­teppiche, Deckenma­le­reien, Stuck­or­na­mente, Lüster, Möbel, Uhren, Geschirr, Degen, Gewehre, Rüstungen, Landkarten, Bücher – und schließ­lich durch die König­liche Apotheke. Auch wenn kaum Zeit für Klei­nigkeiten bleibt, so bekommt man doch einen Eindruck vom uner­mess­li­chen Prunk, den sich die Bourbonen erlaubten, während die meisten ihrer Untertanen von wenig Brot und Lammfleisch lebten.

Liria Palast

500 Jahre alte Kunst­samm­lung
Der Palacio de Liria beherbergt eine der bedeu­ten­dsten privaten Kunst­samm­lungen Spaniens, die Mäzene im Lauf von 500 Jahren zusam­menge­tragen haben. Den Auftrag gaben die Herzöge von Berwick und Alba. Ausge­stellt werden ­Ge­mälde, Skulpturen, Wand­teppiche und Möbel.

Von Madrid nach Córdoba

397 km | 4:30 h
Der Weg von Kastilien nach Anda­lu­sien führt über die Sierra de San Andrés, deren Schön­heit von einem Natur­park geschützt wird.

Anda­lu­sien

Mauri­sche Tradi­tionen in El Andaluz
Die südlichste Provinz Spaniens stand am längsten unter islami­scher Herr­schaft. Welt­ge­schicht­liche Bedeu­tung erreichte „El-Andaluz“ unter den Emiraten von Córdoba und Granada. Jahrhunder­te­lang lebten Juden, Christen und Muslime fried­lich mitein­ander. Die Wissenschaft und die Medizin erreichten eine erste Blüte lange vor der italie­ni­schen Renais­sance. Die Herr­schaft der Mauren und das Zeit­alter der Tole­ranz in Spanien wurden durch die Reconquista 1492 in Granada beendet. Die Einflüsse der Muslime sind jedoch bis heute überall spürbar: am bekann­testen sind die Alhambra in Granada, die Mezquita von Córdoba und die Giralda in Sevilla. Aber auch der Volk­s­tanz Flamenco hat seine Wurzeln in der mauri­schen Kultur.

Kastilien-La Mancha

Staubige Heimat von Don Quijote
Die Land­schaft zwischen Madrid und Anda­lu­sien ist eine baum­lose Einöde, die kaum besiedelt ist. Kastilien-La Mancha, das zuweilen auch Neuka­stilien genannt wird, ist etwa so groß wie Tsche­chien, hat aber weniger als 2 Millionen Einwohner. Früher war das Land wegen der geringen Nieder­schläge kaum genutzt. Seitdem es Staudämme und Bewäs­se­rung gibt, werden Getreide und Kicher­erbsen ange­baut. Große Flächen sind mit Eukalyptus bepflanzt. Wegen der hohen Lage herrscht konti­nen­tales Klima mit heißen Sommern. Der Winter ist besonders auf den windge­pei­t­schen Höhen unge­müt­lich. Welt­be­kannt ist die abge­legene Hoch­e­bene durch den Roman Don Quijote de la Mancha, den Miguel de Cervantes 1605 veröff­ent­lich hat.

Palacio Real de Aranjuez

Welt­kultur­erbe am Tajo-Fluss
Der könig­liche Palast von Aranjuez ist ein Schloss in der gleich­na­migen Stadt 50 Kilometer südlich von Madrid. Im 16. Jahr­hun­dert erwarb der spani­sche König dort ein herr­lich gelegenes Kloster über dem Tajo und ließ es zu einer Residenz umbauen. Bald kam die könig­liche Familie Sommer für Sommer und bezog alljähr­lich neu mit einem Heer von Bedi­ens­teten. Ständig wur­de der Palacio erwei­tert, umge­baut und wieder verändert. Rings um das Schloss entstand ein Park, den der Tajo-Fluss mit seinem Wasser kühlt und belebt. Heute gehören Park und Schloss zum Welterbe der UNESCO und können besich­tigt werden.
E

Cordoba

Jüdisch-maurisches Kulturerbe

Cordoba war um 950 nach Christus die bedeu­ten­dste Stadt Europas und nur noch mit Byzanz und Bagdad zu verglei­chen.

Ihr kome­tenhafter Aufstieg von einer Vandalen-Sied­lung begann 756, als der erste Emir den Thron bestieg und Córdoba zur Haupt­stadt des Kalifats machte. Er führte neue Bewäs­se­rungs­me­thoden und bis dahin unbe­kannte Kultur­pflanzen ein. Wissenschaft und Architektur erlebten einen Höhe­punkt. Um die erste Jahr­tausendwende gab es Straßenbeleuch­tung für die schätzungs­weise 300.000 Einwohner. Die jüdi­sche Gemeinde war ein Hort des christ­lich-muslimi­schen Dialogs. Nach der Erobe­rung und Reka­tholi­sie­rung 1236 geriet Cordoba in Verges­sen­heit – ein Glücksfall, dem der Erhalt der mauri­schen Bausub­stanz zu verdanken ist. Mit Granada und Sevilla gehört Cordoba zu den drei großen Städten Anda­lu­siens, ist aber etwas ruhiger als ihre Schwestern. Wer dem touris­ti­schen Gedränge entgehen will, muss nur ein paar Straßen weiter gehen, wo sich das alltäg­l­iche Leben abspielt.

Zu Gast in einem Palacio in der Altstadt

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz

Der Palacio aus dem 18. Jahr­hun­dert steht auf römi­schen Funda­menten in der denkmalge­schützten Altstadt von Cordoba.

Heute ist das verschach­telte Gebäude ein 5-Sterne-Desi­gn­hotel mit 53 extrava­ganten Zimmern, wo alt und neu aufs beste harmo­nieren. Ein kleiner Pool zwischen Pflanzen im Innenhof und ein Spa in den antiken Kellergewölben runden den Gesamt­ein­druck ab. Eindrucksvoll ist auch das Restau­rant, wo man auf einem Glasboden über römi­schen Ruinen speist.. Wer lieber wegen der Preise oder der manchmal langen Wartezeit lieber anderswo essen gehen will, findet in der Nach­bar­schaft zahl­lose Restau­rants und Tapas-Bars.

Führung (OPTIONAL)

Cordoba-Stadtführung durch das jüdische Viertel (2 Stunden, deutsch)

Die Stadt­füh­rung beginnt im ehema­ligen jüdi­schen Viertel. Danach geht es in die einzig­ar­tige Moschee-Kathedrale.

Der deutsch­spra­chige Stadt­führer macht nicht nur auf viele architek­to­ni­sche Details aufmerksam, er kommt auch auf die Bedeu­tung Cordobas als Wissenschafts­zentrum und tole­r­ante muslimi­sche Metro­pole zu spre­chen.

Palacio de Viana

Anda­lu­si­sches Herren­haus mit lauschigen Innenhöfen
Das tradi­tionelle anda­lu­si­sches Herren­haus hat zwölf lauschige Innenhöfe, weshalb es auch Museo de los Patios genannt wird. Die Patios sind reich verziert und bepflanzt und bereits für sich genommen einen Besuch wert. Aber auch der Palast selbst wartet mit einer Samm­lung bemerkens­werter Gegen­stände auf: Unter anderem sind Handfeuerwaffen, histo­ri­sche Einrich­tungs­ge­gen­stände und Gemälde zu sehen. Im Mai gewährt das Palastmuseum während des alljähr­lich stattfin­denden Patio-Festivals kostenfreien Zugang.

Judería

Altstadt von Córdoba
Das ehema­lige Juden­viertel von Córdoba ist heute die eigent­liche Altstadt. Sie ent­stand im 10. Jahr­hun­dert, als viele Juden in das tole­r­ante Kalifat zogen und sich rund um die Mezquita nieder­ließen. Mit der Über­nahme der Herr­schaft durch die katholi­schen Könige Spaniens 1492 endete die multire­ligiöse Blütezeit. Die sephardi­schen (spani­schen) Juden wurden ebenso vertrieben wie die Mauren. Heute ist die Juderia UNESCO Welt­kultur­erbe. Weiß gekalkte Häuser mit nach Blumen duftenden Innenhöfen säumen die schmalen Gassen. Besonders schön gestaltet ist die Calleja de las Flores, wo die Bewohner ihre Häuser mit einem herr­li­chen Blumenschmuck versehen haben. Einen Besuch lohnt auch die letzte erhal­tene Synagoge Anda­lu­siens.

Mezquita

Moschee und Kathedrale von Córdoba
Die Mezquita-Catedral von Córdoba ist mit einer Grund­fläche von über 23.000 Quad­r­at­me­tern einer der größten Sakral­bauten der Erde. Seit der Reconquista ist sie die Kathedrale der Stadt. Ihr Name – „Mezquita“ ist mit dem deut­schen Wort „Moschee“ verwandt – deutet also auf muslimi­schen Ursprung der heutigen Kathedrale hin. Vor dem Bau der Moschee stand allerdings auf dem Areal eine Kirche, die schon 780 begonnen wur­de. In über 200 Jahren Bauzeit war eine Moschee entstanden, die mit den schönsten ihrer Zeit in Mekka, Damaskus, Kairo oder Istanbul mithalten konnte. Beim Eintreten wird der Betrachter überwäl­tigt von einem Wald von Säulen und Bögen sowie einem Farb­spiel von über­irdi­scher Schön­heit. Sehens­wert ist auch der Innenhof mit dem Almanzor-Brunnen.

Las Ermitas

Einsiedelei in der Sierra Cordoba
Auf den Höhen der Sierra Cordoba haben Eremiten in frühchrist­li­cher Zeit Sied­lungen gebaut. Las Ermitas sind noch heute ein Ort von spiritueller Kraft, auch wenn nur noch wenige Brüder der Ordens der Unbe­schuhten Karmeliter dort leben. Von der Aussichts­platt­form hat man einen schönen Blick auf Cordoba. Wer fit ist, kann auch zu Fuß gehen. Der Wanderweg von El Bril­lante im Norden Cordobas ist drei Kilometer lang und steil.

Von Córdoba nach Sevilla

143 km | 2:00 h

Écija

Adels­pa­läste in der Bratpfanne Anda­lu­siens
Écija, die Stadt der Türme, liegt am Río Genil zwischen den beiden anda­lu­si­schen Metro­polen Córdoba und Sevilla in einer sonn­endurch­glühten Ebene, die wenig char­mant auch Bratpfanne Anda­lu­siens genannt wird. Sie gilt aber auch als eines der wich­tigsten Kunst­zentren Anda­lu­siens, wo der Adel im 18. Jahr­hun­dert um die Wette gebaut hat. Am zentralen Platz, der Paza de España, stehen die wich­tigsten Gebäude: das Rathaus, die römi­schen Bäder und die Kirche Iglesia de San Francisco.

Carmona

Histo­ri­sche Stadt auf dem Berg
Die Stadt liegt stra­tegisch günstig auf dem Alcores, einem Höhenzug in der Zentr­al­ebene Anda­lu­siens. Von dort kann man von der Sierra Morena im Norden bis zum Gipfel des San Cris­tobal im Süden blicken. Carmona ist einer der ältesten Orte in Anda­lu­sien und seit vorge­schicht­li­cher Zeit unun­ter­bro­chen besiedelt. Iberer, Kathager, Römer, Mauren: alle haben ihre Spuren in der Stadt hinter­lassen. Besonders auffällig ist die Zitadelle von Peter dem Grau­samen, in der heute ein Parador Platz gefunden hat. Man betritt die Stadt von Córdoba aus durch das mauri­sche Stadttor, das wiederum auf einer römi­schen Konstruk­tion aufge­baut ist.
Unter­wegs kommt man durch Ecija mit seinen 11 eigen­tüm­li­chen, geka­chelten Kirchtürmen. Die heißeste Stadt Spaniens wird auch die „Bratpfanne Anda­lu­siens“ genannt. Danach fährt man durch fruchtbares Land nach Carmona, eine der schönsten Klein­städte Spaniens.
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Sevilla

Nächtliches Leben im Barrio de Santa Cruz

Die Haupt­stadt Anda­lu­siens ist in vielerlei Hinsicht eine der heißesten Städte Europas. Das Leben spielt sich vor allem nachts ab, besonders zu den großen Festen wie der Semana Santa, der Karwoche, oder der Feria.

Obwohl die Heimat­stadt von Don Juan weniger mauri­sche Baukunst aufweist als Cordoba oder Granada, ist das Stadt­bild besonders „anda­lu­sisch“: Vom Real Alcázar, dem Königs­pa­last bis zum Barrio de Santa Cruz, einem male­ri­schen Viertel mit kleinen Plätzen und blumen­ge­schmückten Hinter­höfen gibt es große und kleine Sehens­wür­digkeiten. Der jüngste Aufschwung der Stadt hat auch anstren­gende Seiten: Neue Wohn­viertel werden am Stadt­rand aus dem Boden gestampft, und auf den Straßen herrscht zu jeder Tages- und Nach­t­zeit Verkehrs­chaos.

Zu Gast in einer Altstadtvilla in Sevilla

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz

Das Hotel in der Nähe der Kathedrale bildet in der hekti­schen Altstadt eine Oase der Ruhe, in der man gut entspannen kann – entweder auf der Dachter­rasse mit Pool und Liegen, in einem der kühlen Patios oder im geräu­migen Zimmer.

Der Service ist ausgezeichnet, das Früh­stück mit Buffet oder à la carte Bestel­lungen hervor­ra­gend. Das Inte­rieur lebt von spannungs­vollen Kontrasten. Kräf­tige Farben, Blumen­düfte und ein Brunnen im Innenhof verkörpern Leben und Urbanität, während Naturma­te­rialien wie Stein, Lehm oder Schiefer dem Anwesen Landhauscha­rakter verleihen. Zur Ausstat­tung des Badezim­mers gehören Bade­mäntel und Naturkos­metik.

Führung (OPTIONAL)

Sevilla à la carte (3 Stunden, deutsch) | 1x Eintritt Königspalast (ab 16 Jahre) pro Person | 1x Eintritt Kathedrale (ab 25 Jahre) pro Person

Drei Stunden verbringen Sie mit der deutsch­spra­chigen Führerin in Sevillas präch­tiger Altstadt. Da es sich um eine private Führung handelt, bestimmen Sie den Rhythmus und den Ablauf selbst.

Empfehlens­wert sind ein Rundgang durch das ehema­lige jüdi­schen Vier­tels Santa Cruz sowie ein Besuch des Königs­pa­lastes mit seinen verschiedenen architek­to­ni­schen ­Stilen und der großen Garten­anlage. Anschließend bietet sich ein Besuch der Kathedrale an, der drittgrößten der Welt, in deren Innern sich das Grabmal von Chri­s­toph Kolumbus befinden soll. Alter­nativ kann man auch das Haus des Pilatus, Museen oder das ehema­lige Kran­ken­haus der Wohltä­tigkeit in die Führung mit einbauen.

Ausflug (OPTIONAL)

Flamenco Show am Guadalquivir

Flamenco ist eine anda­lu­si­sche Urge­walt, eine Explo­sion von Rhythmen und der Sinne; Flamenco ist ein Kultur­erbe, das die Welt der Stadt Sevilla verdankt und ein Schlüssel zur Seele Südspa­niens. Wer nach Sevilla reist, sollte unbedingt den unver­gleich­li­chen Tanz erleben, auch wenn er inzwi­schen touris­tisch vermarktet wird. 

Die Flamenco Show findet am Ufer des Guadalquivir statt, wo die Zuschauer einen besonders schönen Blick auf die Altstadt haben.

Casa de Pilatos

Schönster Palast von Sevilla
Der Stadt­pa­last aus dem frühen 16. Jahr­hun­dert ist zum Prototyp eines anda­lu­si­schen Adels­pa­lastes geworden und über­strahlt in seiner Eleganz beinah noch den Alcazar. Er vereint Elemente der Gotik, der Renais­sance und des Mudéjar, wie man den spani­schen Kunst­stil nennt, der mauri­sche und christ­liche Kunst zu einer Symbiose führt. Seinen Namen trägt die Casa, weil sein Besitzer angeb­lich nach Palästina gereist ist, wo er den Palast von Pontius Pilatus in Jeru­salem gesehen und in Sevilla nach­ge­baut hat. Heute beherbergt der Bau um einen einzig­ar­tigen Patio ein Museum mit Gemälden, Möbeln und römi­schen Antiqui­täten. 1999 war der Innenhof in einer Szene aus dem Film Mission: Impos­sible II zu sehen, als die Flamenco-Tänzerin Sara Baras auftrat.

La Casa del Flamenco

Flamenco-Abend in einem tradi­tionellen Innenhof
Flamenco, eine faszi­nierende Musik voller Leiden­schaft, Schmerz und Erotik, gilt außer­halb Spaniens als der typi­sche Tanz Anda­lu­siens. Dabei liegen die Ursprünge in der maurisch-jüdi­schen Tradi­tion. Später kamen Einflüsse der Zigeuner hinzu. In Sevilla, der unbe­s­trit­tenen Haupt­stadt des Flamenco, gibt es viele Musik­theater, in denen Abend für Abend Shows abge­halten werden. Vor allem die großen sind meist sehr touris­tisch. Wir empfehlen die Casa del Flamenco. In einem Innenhof aus dem 15. Jahr­hun­dert sitzen nur wenige Zuschauer und alle in der ersten Reihe.

Kathedrale von Sevilla

Größte goti­sche Kirche der Welt
Die Bischofs­kirche des Erzbistums Sevilla ist die größte goti­sche Kirche der Welt und eine der größten Kirchen der Welt über­haupt. Sie wur­de 1401–1519 auf den Über­resten einer arabi­schen Mezquita erbaut. In der Kathedrale befindet sich neben prachtvollen Grab­plas­tiken des Mittel­alters auch das 1902 errich­tete Grabmal für Chri­s­toph Kolumbus. Der Verbleib seiner Gebeine war nach mehrma­ligen Atlan­tiküberque­rungen unge­wiss. Die vier Sarg­träger verkörpern die König­reiche Kastilien, León, Aragón und Navarra. Das auffäl­ligste Element der Kathedrale ist der Glock­en­turm. La Giralda, das Wahrzei­chen Sevillas, war ursprüng­lich das Minarett der großen Hauptmo­schee. Trotz christ­li­cher Umbauten behielt der Turm seinen mauri­schen Charakter.

Stadt­spa­ziergang durch Sevilla

Vom Alcázar ins Barrio Santa Cruz
Der Spaziergang beginnt am Alcázar und verbindet die wich­tigsten Sehens­wür­digkeiten. Am Schluss kommt man in das ange­sagte Viertel von Santa Cruz, wo es jede Menge Kneipen, Bodegas, Bars und Restau­rants gibt. (3 Stunden, 7 Kilometer, auf und ab: 30 Meter)

Von Sevilla nach Lagos

272 km | 3:30 h
Bei Ayamonte überquert man die Grenze zwischen Spanien und Portugal und fährt an der Algarve nach Westen.

Tavira

Schöne Strände ohne Hotelburgen
Die uralte Stadt liegt an der östli­chen Algarve nur wenige Kilometer von der spani­schen Grenze entfernt. Sie ist jedoch nicht dem Meer, sondern dem Rio Gilão zuge­wandt, der hier ein Lagune bildet, bevor er in den Atlantik mündet. Trotz ihrer langen Geschichte, in der Phoen­i­zier, Karthager, Römer und Mauren aufein­ander folgten, gibt es kaum Gebäude die älter sind als 250 Jahre. Das ver­hee­rende Erdbeben von Liss­abon von 1755 hatte auch Tavira hart getroffen. Das Stadt­bild wirkt heute ebenso einheit­lich wie male­risch. Die schönen Sand­strände vor der Stadt­ sind noch relativ wenig bevöl­kert, was wohl daran liegt, dass es bis heute kaum größere Hotels am Ort gibt.

Ilha de Tavira

Baden auf der Lagu­nen­insel
Südlich von Tavira liegt die Lagu­nen­insel Ilha de Tavira, die man per Boot oder Fähre errei­chen kann. Flache Dünen und ein kilome­ter­langer Sand­strand sind ideal für einen Badetag. Weiter west­lich führt auch eine Fußgänger­brücke zur Insel.

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FIESA

Inter­na­tio­nales Sandskulpturen­fes­tival
Das inter­na­tio­nale Sandskulpturen­fes­tival ist das größte der Welt. Die Ausstel­lung, die in jedem Jahr unter einem anderen Motto steht, erstreckt sich über eine Fläche von 15.000 Quad­r­at­meter. Künstler aus verschiedenen Natio­nali­täten arbeiten einen Monat lang, um aus 35.000 Tonnen Sand eine Sand­stadt zu erschaffen. Tags­über kann man die Skulpturen bewundern, und abends sorgt ein Programm für Live­musik, Theater und Tanz. Auf einem Teil des Geländes kann jeder eigene Sandskulptur modellieren.
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Algarve

Bilderbuchküste mit 3.000 Sonnenstunden

Kork­ei­chen, Feigen- und Mandelbäume, Mimosen-, Orangen- und Pfir­sich­blüte: Von der Algarve träumen viele kältege­plagte Mittel­eu­ro­päer.

Hinzu kommen über 3.000 Sonnen­stunden im Jahr und Bade­strände, die zu den schönsten Europas zählen. Gegen Norden ist die südlichste Region Portugals durch zwei kaum bewohnte Gebirgs­züge – die Serra – abge­schirmt. Zwischen diesen Bergen und dem Meer liegt eine abwechs­lungs­reiche, fruchtbare Hügel­landschaft, in der teilweise vier Ernten im Jahr einge­bracht werden. Der schmale Küsten­streifen schließt sich im Süden an. Während der west­liche Teil, die Felse­n­algarve, landschaft­lich äußerst reizvoll ist, befinden sich die meisten Bade­strände (und Hotels) im Osten. Im Winter sinken die Tempe­raturen selten unter 10° Grad; im Sommer sorgt eine frische Brise vom Atlantik für ange­nehme Kühlung.

Zu Gast in einem Landhotel bei Lagos

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Hotel liegt im Hinter­land der Felsalgarve, abseits der Touris­ten­zentren an der Küste. Auf einem Hügel erbaut, hat es eine tolle Aussicht auf das Meer und das Gebirge von Monchique.

Gleich mehrere Strände sind weniger als acht Kilometer entfernt. Die zwölf Suiten, der Außenbereich mit zwei Swimmingpools, die Terrasse und das Restau­rant mit offenem Kamin sind im Landhaus­stil gestaltet. Ange­sichts der offenen Anlage und der gastfreund­li­chen Atmo­sphäre stellt sich sofort ein Urlaubsgefühl ein.

Lagos

Geschicht­s­träch­tige Hafen­stadt
Die Hafen­stadt gehört zu den schönsten Städten der Algarve. Sie hat gut 3.000 Einwohner. Südlich und west­lich findet man besonders bizarre Felsen und abge­schiedene Buchten. Die Altstadt ist gut erhalten. Neben histo­ri­schen Sehens­wür­digkeiten gibt es Theater, Restau­rants, Cafés und Geschäfte aller Art, unter anderem auch eine deut­sche Bäckerei. Zu jeder Jahres­zeit prägen allerdings die Touristen das Geschehen. Die Auswahl an Bade­stränden ist enorm. Im Osten erstreckt sich ein kilome­ter­langer Sand­strand entlang der Meeresbucht Meia Praia.

Costa Dourada

Küste von wilder Schön­heit
Costa Dourada, wört­lich: „Goldküste“, nennt man den Küsten­ab­schnitt zwischen Sines im Norden und dem Cabo de Sao Vicente im Süden, der durch einen über 100 Kilometer langen Natur­park geschützt wird. Dass die Küste trotz ihrer wilden Schön­heit und ihrer goldenen Strände touris­tisch weniger erschlossen ist als die Algarve, liegt an den rauen Winden, die vom Atlantik herwehen. Als traumhaft schön gelten zwei Buchten im Süden: die Praia di Arrifana und die Praia di Carriagem. Von den wenigen Küsten­orten sind drei besonders sehens­wert: das von einer Maurenburg über­ragte Aljezur, der Fischerort Vila Nova de Milfontes und Porto Covo, das von besonders schönen Stränden umgeben ist.

Aljezur

Male­ri­sche Altstadt im Schatten der Burg
Die Klein­stadt (vila) im Westen der Algarve hat eine male­ri­sche Altstadt, die von einer mauri­schen Burg­ruine aus dem 10. Jahr­hun­dert über­ragt wird. Ein Besuch lohnt sich – schon wegen der weiten Aussicht bis hin zur Serra de Monchique. Aljezur besteht aus zwei Orts­teilen. Im älteren Teil schmiegen sich landesty­pi­sche Häuser im Schatten der Burg an den Hang. Die Neustadt Igreja Nova wur­de nach dem Erdbeben von 1755 ange­legt. Die nächsten Strände sind die Praia da Amoreira mit einer wunderbaren Dünen­landschaft, Monte Clerigo und Arrifana.

Rund um Barão de São João

Schat­tenwande­rung durch einen ursprüng­l­i­chen Pini­en­wald
Vor 2000 Jahren war die Algarveküste von Pini­enwäl­dern bedeckt, von denen nur noch wenige Reste übrig geblieben sind. Die Wande­rung führt durch eines der letzten zusam­men­hän­genden Waldgebiete bei Barão de São João. Neben Aussichts­punkten auf die Stadt bieten die hohen Pinien eine schat­tige Abwechs­lung an heißen Sommer­tagen. Am Ende empfiehlt sich das Restau­rante O Beiral mit kleinem Gast­raum und leckerem, preis­werten Essen. (Hin und zurück: 12,5 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 220 Meter)

Über den Klippen west­lich von Lagos

Spekta­kuläre Küstenwande­rung zu einer Bade­stelle
Von Lagos führt die spekta­kuläre Küstenwande­rung an schroffen Felsen vorbei. Unter­wegs kann man die reichhal­tige Flora und schöne Aussichten über den Atlantik genießen. Zwischendrin gibt es Einkehrmög­lichkeiten. Die Wande­rung endet am Strand Boca do Rio, wo man die Über­reste einer 2000 Jahre alten Villa zu entde­cken sind. (hin: 14,5 Kilometer, 4:00 Stunden, auf und ab: 200 Meter)

Von Lagos

Mietwagenabgabe

Von Lagos nach Lisboa

295 km | 3:00 h

Für die Strecke nach Norden nimmt man am besten die Auto­bahn. Sie führt durch das Land­arbeiter­städt­chen Grandola, das in der Nelkenrevo­lu­tion 1974 welt­be­rühmt wur­de.

Als im katholi­schen Rundfunk das verbo­tene Lied „Grandola, vila morena“ (Grandola, du braune Stadt) gespielt wur­de, war das das verab­re­dete Start­zei­chen für die Revo­lu­tion im ganzen Land gegen die Diktatur der Gene­räle.

Alen­tejo

Unbe­rührte Region jenseits des Tejo
Nur wenige Touristen verirren sich in das Land „jenseits des Tejo“. Zu Unrecht, denn die Region gehört zu den unbe­rühr­testen der Iberi­schen Halb­insel. Seit Jahrhunderten scheint die Zeit stehenge­blieben zu sein – auch wegen der großen Auswande­rungs­wellen nach Amerika, Deutsch­land oder Liss­abon. Die weiten, sanft gewellten Ebenen, in denen Kork­ei­chen und Olivenbäume wachsen und Schafe weiden, sind kaum noch besiedelt. An den Wasser­läufen dösen Städte mit mittel­alter­li­chen Ortsbil­dern in der Sonne, allen voran Évora und Marvão.

Castro Verde

Geschicht­s­träch­tiger Ort zwischen Kork­ei­chenwäl­dern
Der kleine Ort liegt im einsamen Baixo Altenjo umgeben von Kork­ei­chenwäl­dern und ganz in der Nähe von Ourique, wo die entschei­dende Schlacht zwischen den Mauren und dem Heer des König Alfonso stattgefunden haben soll. Zum Andenken an den histo­ri­schen Sieg wur­de die König­liche Basilika von Castro Verde gebaut. Die bemalten Kacheln (Azulejos), mit denen das Innere der Kirche ausge­staltet ist, zeigen noch heute Szenen der Schlacht.

Grândola

Geheimes Start­si­gnal für die Nelkenrevo­lu­tion
Der Ort an der male­ri­schen Serra de Grândola gehört zum Alen­tejo, wo im 19. und 20. Jahr­hun­dert viele Land­arbeiter lebten. Typisch für die Region waren die Chorge­sänge, die auch bei der Arbeit gesungen wurden. Im Stile dieser Gesänge dich­tete der Sänger Zeca Afonso sein Lied Grândola, Vila Morena, das in der Nacht zum 25. April 1974 im Rundfunk gesendet wur­de. Es war das geheime Start­si­gnal für die Nelkenrevo­lu­tion, wodurch der Name der Stadt welt­weit bekannt wur­de. Franz Joseph Degen­hard hat es auf Deutsch über­setzt. Von Liss­abon kommend kann man heute ein Denkmal in der Orts­einfahrt sehen, welches den Text des Liedes zeigt.

Mietwagenabgabe

Station: Lisbon Flughafen (Shuttle Service)

Liss­abon

8 km | 19 Minuten
H

Lissabon

Portugals heitere Hauptstadt

Die Stadt an der Mündung des Tejo war bereits eine phön­izi­sche Hafen­stadt, als die Römer sie eroberten.

Nach den Wirren der Völkerwande­rung und über hundertjäh­riger Herr­schaft der Westgoten erlebte „Lischbuna“ unter den Mauren eine kulturelle Blüte und wur­de 1260 unter König Alfonso portugie­si­sche Königsresidenz. Mit den großen Entde­ckungen des 15. Jahrhunderts wur­de Liss­abon eine der reichsten Städte Europas. Die Glanzzeit der Stadt wur­de jäh durch ein schreck­li­ches Erdbeben 1755 beendet, bei dem über 90.000 Menschen getötet wurden. Obwohl es großzügig wieder aufge­baut wur­de, erreichte die Haupt­stadt Portugals nie wieder ihre ehema­lige Bedeu­tung und wur­de erst im späten 20. Jahr­hun­dert zu einer modernen Groß­stadt.
Das Stadt­bild ist von großen Höhen­un­ter­schieden mit großar­tigen Aussichts­punkten geprägt, an denen oft Terrassen ange­legt sind. Ältester Bezirk ist die male­ri­sche Alfama östlich der Kathedrale mit engen Treppen­gassen, versteckten Hinter­höfen und idylli­schen Plätzen.

Zu Gast in einer ehemaligen Schlossküche in Lissabon

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Solar do Castelo steht dort, wo sich vor 800 Jahren die Küchenräume des Alcáçova-Schlosses befanden. Nach dem Erdbeben von 1755 wur­de das Gebäude, welches inner­halb der Schlossmauern liegt, wieder aufge­baut und schließ­lich 2001 in ein einzig­ar­tiges Boutique-Hotel umge­wandelt.

Der Komplex mit zwei Stock­werken und einem Mansar­den­dach umschließt einen lauschigen Innenhof und wird von einem Garten umgeben. Mittel­alter­liche und moderne Elemente stehen in einer spannungs­vollen Harmonie.

Führung (OPTIONAL)

Lissabon a la Carte (3-4 Stunden, deutsch)

Bei der individu­ellen Führung durch die Altstadt von Liss­abon bestimmen Sie den Rhythmus und den Ablauf selbst. Start ist immer in der Baixa Pombalina, dem Teil der Stadt, der nach dem großen Erdbeben 1755 wieder­aufge­baut wur­de. Danach geht es ins älteste Stadt­viertel, die Alfama, das als einziges das Erdbeben über­stand. Auf einem Hügel erreicht man einen „Miradouro“, wie man die Aussichts­punkte über Altstadt und Fluss nennt.

Danach gibt es zwei Möglichkeiten, die vor Ort mit dem Führer abge­spro­chen werden können:

1. Die Besich­tigung der Mouraria, des ehema­ligen Mauren­vier­tels. 
2. Fahrt nach Belém: Mit der Straßen­bahn (ca. 5 – 7 Euro pro Person) geht es in das Stadt­viertel, wo die großen Entde­ckungs­reisen des 15. und 16. Jahrhunderts begannen. Man besich­tigt das Mosteiro dos Jerónimos (montags geschlossen), ein Meister­werk der Manu­elinik, einer portugie­si­schen Vari­ante der Spätgotik. 
Die Tour endet je nach Wunsch am Torre de Belém oder am Denkmal der Seefahrer.

Alfama

Gassengewirr der Altstadt
Zur Zeit der Mauren war die Alfama der Stadt­kern Liss­a­bons. Erst später verla­gerte sich das Zentrum nach Westen zur heutigen „Baixa“. Während die Reichen nach Belém und Cascais zogen, verblieben vornehm­lich Fischer und ärmere Schichten zurück. Alfama erlitt im Gegen­satz zur Liss­abonner Innen­stadt beim großen Erdbeben von Liss­abon 1755 kaum Schäden, sodass das enge Gassengewirr bis heute erhalten ist. Über allem thront das Castelo de São Jorge, in dem bis ins 16. Jahr­hun­dert der portugie­si­sche König residierte. An verschiedenen Punkten in Alfama bieten sich male­ri­sche Aussichten auf den Tejo.

Rossio

Lebhafter Platz im Zentrum von Liss­abon
Der Praça de Dom Pedro IV, wie der Platz offi­ziell heißt, ist das Zentrum von Liss­abon und ein beliebter Treff­punkt, zumal hier zwei Metroli­nien zusam­menlaufen und die Züge nach Sintra abfahren. In der Mitte steht eine 23 Meter hohe Marmor­säule mit einer Bronze­statue von König Pedro IV. Zu seinen Füßen sitzen vier weib­liche Figuren, die Gerech­tigkeit, Klugheit, Stärke und Mäßigung verkörpern – alles Eigenschaft, die man dem König zuschrieb. Rings um den Platz sind viele schöne Straßen­cafés, wo man sitzen und dem Treiben zuschauen kann.

Elevador de Santa Justa

Mit dem Aufzug von Viertel zu Viertel
Der Perso­nen­aufzug verbindet den Stadt­teil Baixa mit dem höhergelegenen Stadt­teil Chiado. Errichtet wur­de die markante Stahlkon­struk­tion 1902. Der ursprüng­l­iche Antrieb war eine Dampf­ma­schine, diese wur­de jedoch 1907 durch Elektromo­toren ersetzt. Die impo­sante Konstruk­tion ist 45 Meter hoch und hat zwei Kabinen mit Edel­holzver­täfe­lung und Messing­be­schlägen, die je 24 Personen fassen. Ein Stock­werk über dem oberen Ausgang sind die zwei origi­nalen Lift­ma­schinen im Betrieb zu sehen. Nochmals ein Stock­werk darüber ist ein Café mit spekta­kulärer Aussicht über Baixa, Chiado und Castelo de São Jorge.
17 Tage
ab 1.999,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)
  • Sunny Cars Erlaubnis für Spanien (vor Ort zu zahlen)

Unsere Empfehlung: Die günstigen Fluggesellschaften bieten ab vielen deutschen Flughäfen Flüge im Internet zum Selberbuchen! Im Reisepreis ist kein Flug enthalten.

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: April–Oktober

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