Spanien – ganz anders: großartige Naturräume abseits der Küsten
Nationalpark Monfragüe, Extremadura

Spanien – ganz anders

großartige Naturräume abseits der Küsten

Spanien – das Land der Badeurlauber? Hier nicht! Die Reise kommt ganz ohne Küste aus – auch ohne Barcelona und Madrid. Dafür verbindet sie zwei Gegenpole: das gotische Galicien und das maurische Andalusien.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Santiago de Compo­s­tela

Santiago de Compo­s­tela

17 km | 19 Minuten
A

Santiago de Compostela

Grab des Jakobus und Ziel des Jakobswegs

Die Stadt im Nordwesten Spaniens ist nach Rom und Jeru­salem das bedeu­ten­dste Pilger­zentrum der Chris­ten­heit . Der Legende nach hatte ein Eremit 813 nach Christus eine Licht­er­schei­nung, bei der das Grab des Heiligen Jakobus entdeckt wur­de. Jakobus war ein Jünger Jesu und soll später Spanien missio­niert haben. So ist auch der Name zu erklären: Compo­s­tela kommt von latei­nisch: Campus Stellae, d.h. Ster­nenfeld; Santiago heißt Sankt Jacob. 

Histo­riker haben für die Licht­er­schei­nung und die Entde­ckung des Grabes eine andere, poli­ti­sche Erklärung: Santiago gehörte zum unweg­samen Gali­cien, in dem sich westgo­ti­sche Stämme erfolg­reich gegen die mauri­schen Eindring­linge wehrten. Um ihren Stam­mes­krieg reli­giös zu über­höhen, kam das Wunder gerade recht. Nach der „Entde­ckung“ des Grabes ging es nämlich nicht mehr nur um einen lokalen Konflikt, sondern um die Vertei­digung der christ­li­chen Welt gegen die Vorherr­schaft des Islam. So wur­de der unweg­same Gebirgsort zur Keim­zelle der katholi­schen Wiederge­burt Spaniens, die Jahrhunderte später zur Vertreibung aller Muslime und Juden aus dem Land führte.

Zu Gast im Parador von Santiago de Compostela

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Hostal von Santiago liegt direkt neben der Kathedrale und gilt als ältestes Hotel der Welt. Es wur­de 1499 als könig­li­ches Spital und Pilger­herberge gegründet.

Die vier großen Kreuzgänge sind noch erhalten und versetzen den Gast in eine andere Zeit. Heute sind die Zimmer renoviert und haben eigene Bäder. Im Restau­rant feiern viele Pilger das glück­liche Ende ihrer Reise mit einem üppigen Mahl.

Ausflug (OPTIONAL)

Santiago "a la Carte" (2 - 3 Stunden, deutsch)

Gut zwei­einhalb Stunden dauert die deutsch­spra­chige Stadt­füh­rung „a la Carte“ durch Santiago de Compo­s­tela.

Im Mittel­punkt stehen die Kathedrale und ihre vier Plätze, das Innere der Kathedrale und das Kathedralenmuseum. Nach der Besich­tigung schließt sich ein Rundgang durch die Altstadt mit der Markt­halle Mercado de Abastos an, dessen Dauer variiert werden kann. Da es sich um eine individu­elle Führung handelt, kann das gesamte Programm Ihren Wüns­chen entspre­chend abge­ändert werden. Weitere Möglichkeiten sind der Besuch einer Pilger­messe, ein Gang auf die Dächer der Kathedrale oder den Jakobsweg ein Stück entlangzulaufen. Auch die Stifts­kirche Santa María de Sar ist fußläufig erreichbar; zur Ciudad de Cultura ist ein Transfer notwendig.

Gali­cien

Grüner Nord­osten Spaniens
Im Nordwesten Spaniens lebte vor über 2.000 Jahren das kelti­sche Volk der Gallaeker, nach dem das Gebiet bis heute benannt ist. Hohe Berge (bis 2.100 Meter) schotten es vom Rest Spaniens und von Portugal ab. Stark zergliedert ist die Küste, die mit einer Gesamtlänge von fast 1.700 Kilome­tern rund ein Drittel der gesamten spani­schen Atlan­tikküste ausmacht. An der Mündung der Flüsse haben sich trichterför­mige Rias gebildet – ähnlich den Fjorden in Norwegen, nur dass sie insge­samt kürzer sind. Das Klima wird vom Atlantik geprägt. Die Winter sind mild, die Sommer nicht allzu heiß. Dafür sorgt die hohe Luftfeuch­tigkeit. Nebel, Winde und die grüne Berg­landschaft wecken mitunter Asso­zia­tionen mit Irland oder der Bretagne.

Catedral de Santiago

Kirche über dem Apos­telgrab
Die Kathedrale über der Grab­stätte des Apos­tels Jakobus ist Ziel des Jakobs­weges. Auf dem präch­tigen Vorplatz wimmelt es daher nur so von Pilgern und Wanderern, fliegenden Händ­lern und Radfah­rern. Die Catedral de Santiago gehört zu den ältesten Kirchen in Spanien. Der Bau wur­de 1075 begonnen – auf den Über­resten einer Kirche aus dem 8. Jahr­hun­dert. Betritt man den Dom über die doppelte Treppe, gelangt man zum Pórtico de la Gloria, einem Portal von 1188 mit meister­haften Skulpturen. Im Inneren fällt der Blick durch das insge­samt fast 100 Meter lange Mittel­schiff auf den gegenüber­liegenden Haupt­altar, der über dem Grab des Apos­tels errichtet wur­de. An der West­fas­sade erheben sich zwei 75 Meter hohe Türme, von denen der rechte ein Glock­en­turm war, während der linke „Torre de las Carracas“ genannt wird – nach den Klappern oder Knarren, mit denen in der Karwoche („semana santa“) das Läuten der Glocken ersetzt wird. Im Mittelgiebel erhebt sich das Standbild des Apos­tels Jakobus in einer Darstel­lung als Pilger. Zu seinen Seiten und etwas unter­halb begleiten ihn seine Schüler Atana­sius und Theodor.

Jakobsweg

Spirituelle Wande­rungen durch Europa
Der Jakobsweg ist ein ganzes Netz von Pilger­wegen, das quer durch Europa führt. Gemein­sames Ziel aller Wege ist Santiago de Compo­s­tela, das Epizentrum des spani­schen Katholizismus. In der dortigen Kathedrale liegt der Legende nach Jakobus, der Bruder Jesu, begr­aben. Jähr­lich kommen 75.000 Pilger zum Jakobsgrab – zu Fuß, per Fahrrad oder im Roll­stuhl. Sie erkennen sich – oft Hunderte von Kilome­tern vor ihrem Ziel – an der Jakobs­mu­schel. Die mit zwei Löchern durch­bohrte Muschel ist seit dem 11. Jahr­hun­dert das Pilgerzei­chen. Ungezählte Wall­fahrer aus Mittel­eu­ropa haben seit Jahrhunderten den Jakobsweg genommen. Er führt auf verschiedenen Routen nach Südwest­frank­reich und von dort über Pamplona, Burgos und León in die Jakobs­stadt. Seit einigen Jahren erlebt der Pilgerweg eine Renais­sance auch außer­halb des Katholizismus. Eine besonders schöne Darstel­lung seiner Selbstfindung auf dem Jakobsweg hat der Enter­tainer Hape Kerkeling unter dem Titel „Ich bin dann mal weg“ veröff­ent­licht.

Jakobsweg, letzte Etappe

Aussichtsrei­cher Pilgerweg zur Kathedrale
Die letzte Etappe des welt­be­rühmten Pilger­wegs führt direkt zur Kathedrale von Santiago de Compo­s­tela. Sie beginnt west­lich des Flughafens und ist vermut­lich einer der am meisten began­genen Wander­wege der Welt. Land­schaft steht hier weniger im Vordergrund als die zahl­losen Pilger, die nach teilweise wochenlanger Wande­rung und großen Stra­pazen endlich am Ziel sind. (11,6 Kilometer, 3 Stunden, auf:140 Meter, ab: 170 Meter)

Mietwagenannahme

Anbieter: Sunny Cars GmbH
Vermieter: ALAMO
Fahrzeug: Opel Astra o.ä. (CDMR)
Station: Santiago de Compo­stella Flughafen (Desk at Airport)

Von Santiago de Compo­s­tela nach Luyego de Somoza

345 km | 4:30 h
Die Strecke führt ab Lugo parallel zum Via de la Plata, einem uralten Handelsweg, der die Häfen Gali­ziens mit der Haupt­stadt Madrid verbunden hat.

Pazo de Oca

Blüh­ender Garten rund um einen Adels­sitz
Der typisch gali­ci­sche Land­sitz lohnt einen Besuch vor allem wegen der bota­ni­schen Pracht des Parks. Der Ursprung der Anlage geht auf das 13. Jahr­hun­dert zurück, aber das heutige Erscheinungs­bild wur­de Mitte des 18. Jahrhunderts geprägt, als die gepflegten Gärten rund um das Wohn­haus ange­legt wurden. Das herausra­gende Element ist das meister­haft genutzte Wasser, das sich auf zwei große Teiche verteilt. Die Stein­insel in der Mitte hat die Form eines Schiffes mit zwei Matro­sen­figuren.

Monas­terio Oseira

Von der Einsiedelei zum reichen Trap­pis­tenkloster
Die Klos­ter­anlage wur­de im 13. Jahr­hun­dert von Trap­pisten gegründet, die sich meist in der Wildnis niederge­lassen haben. Der Orden ist aus den Zister­zi­en­sern hervor­gegangen und ist für seine Strenge bekannt. Schweigen und körper­liche Arbeit waren wesent­liche Elemente des Mönchs­lebens. Bald wur­de die Einsiedelei zu einem der reichsten Klöster Gali­ciens, so dass nach einem Brand die Anlage in baro­cker Pracht neu gebaut werden konnte. 1835 wur­de das Kloster verlassen und verfiel. Knapp hundert Jahre später wur­de es wieder besetzt und renoviert. Bis heute wird es von Trap­pisten bewohnt.

Ourense

Römi­sche Brücke, roma­ni­sche Pforten
Schon die Römer schätzten die heißen Quellen auf dem Gebiet von Ourense und nutzten sie als Thermal- und Heilbrunnen. Sie bauten eine Brücke über den Miño, deren Funda­mente noch heute stehen. Im 5. Jahr­hun­dert wur­de die Stadt Bischofs­sitz. Die heutige Bischofs­kirche stammt aus dem 13. Jahr­hun­dert, als die „Gold­stadt“ auch wegen der großen jüdi­schen Gemeinde als Handels­zentrum aufblühte. Die Kathedrale ist das Wahrzei­chen der Stadt und gilt nach der Kirche von Santiago als die schönste in Gali­cien. Herausra­gend ist die Portico del Para­diso zur west­li­chen Vorhalle. Die roma­ni­sche Pforte ist mit Skulpturen aus der Apokalypse verziert.

Cañón do Sil

Aussicht über einen grandiosen Canyon
20 Kilometer östlich von Ourense hat der Río Sil eine wilde Schlucht ausge­ho­belt und ein grandioses Tal geschaffen. Von der Abbruchkante oben hat man immer wieder phan­tas­ti­sche Ausblicke. Diese Rund­tour ist eine Einstim­mung auf die Umge­bung bei Parada de Sil. Sie führt durch einen alten Wald von Esskas­ta­nien zu zwei wunderbaren Aussichts­punkten. (3,4 Kilometer, 1:15 Stunden, auf und ab: 65 Meter)
B

Kastilien und León

Ruhmreiches “Land der Burgen”

Zahl­lose Denkmäler und histo­ri­sche Bauten weisen darauf hin: Kastilen und Leon war einst das Macht­zentrum des katholi­schen Spaniens.

Über 300 Schlösser und Festungen gaben der Gegend ihren Namen „Kastilien“, zu Deutsch: „Land der Burgen“. Trotz dieser ruhmrei­chen Vergan­gen­heit verpasste Ca­stillia y León  die indu­s­tri­elle Revo­lu­tion und verkam im 18. und 19. Jahr­hun­dert zum Getrei­deliefe­r­anten Madrids. Heute sind noch viele mittel­alter­liche Tradi­tionen lebendig, zum Beispiel der Paso del Fuego, bei dem man barfuß über heiße Kohlen geht, oder der Carneval del Toro von Sala­manca. Die kastili­sche Küche ist vor allem für ihren Cochi­nillo, den Ferkelb­raten, bekannt. Aber auch Lamm, Hülsenfrüchte, Schinken und Chorizo sowie Wurst vom iberi­schen Schwein stehen häufig auf dem Spei­sezettel.

Zu Gast in einem alten Bauernhaus in Luyego

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das ehema­lige Bauern­haus liegt in Luyego, einem Dorf 17 Kilometer südwest­lich von Astorga und ist An­zie­hungs­punkt für Maler und Künstler.

2003 wur­de es zu einem Gasthof umge­baut. Auf zwei Gebäude rund um einen lauschigen Innenhof verteilen sich die neun Zimmer, der Versamm­lungs­raum und die Bar. Weil der Ort 1.100 Meter über dem Meer liegt und daher den Sternen so nah ist, sind die Zimmer nach Sternbil­dern benannt. Besonders schön sind die halb­offene Cafe­teria, das Restau­rant mit wuch­tiger Balken­kon­struk­tion und das Kaminzimmer mit Frei­treppe und Natur­steinmauern.

Astorga

Station auf dem Jakobsweg
Die Stadt mit 12.000 Einwoh­nern war in der Römerzeit wegen des Gold­ab­baus bedeu­tend, wovon noch heute die 2.000 Jahre alte Stadt­mauer zeugt. Später entwi­ckelte sie sich wegen ihrer Lage am Schnitt­punkt wich­tiger Verkehrs­wege. Von Ost nach West führt der Jakobsweg und von Nord nach Süd die Via de la Plata, die die galizi­schen Häfen mit der Haupt­stadt Madrid verbindet. So hat ein lebhafter Fuhr­be­trieb die Stadt zu Wohl­stand gebracht. Weil auf der Via de la Plata Kakao und Zucker transpor­tiert wur­de und sich die Land­wirt­schaft wegen der kargen Böden kaum lohnte, kam später auch Süßwa­ren­her­stel­lung dazu. Wer durch Astorga kommt, muss Hojaldres und Mante­cados probieren. Das erste ist ein Blät­ter­teig­ge­bäck, letzteres wird mit Butter herge­stellt.

Castrillo de los Polvazares

Schönstes Dorf rund um Astorga
Eines der schönsten Dörfer rund um Astroga ist Castrillo de los Polvazares. Es ist die Heimat der Maragatos, die einst in ganz Spanien als Fuhr­leute arbei­teten. Ihre Vorfahren kamen wohl mit den Mauren aus Nord­afrika und vermischten sich vor langer Zeit mit den Goten. Bestimmte Tradi­tionen und Trachten haben sich bis heute erhalten.

Von Luyego de Somoza nach Sala­manca

216 km | 2:30 h
Man durchfährt das inner­spa­ni­sche Hoch­land (Meseta). Das karge, baum­arme Land ist dünn besiedelt und war kaum bewirt­schaftet, was sich nach dem Bau großer Staudämme aber geändert hat. Zamora liegt auf dem Weg und lohnt wegen seiner roma­ni­schen Altstadt einen Besuch.

Lagunas de Villafáfila

Heimat der Großtrappe
Die Lagunen von Villafáfila sind eines der wich­tigsten Feuchtgebiete der gesamten Iberi­schen Halb­insel und ein Para­dies für Wasservögel, Steppen- und Zugvögel. Die drei Haupt­lagunen im Semen­dorréica-Becken – Salina Grande, Barillos und Salinas – werden vom Salado Fluss gespeist. Das Gebiet wur­de zum Reserva Natural erklärt, weil es eines letzten Refugien welt­weit für die Großtrappe ist. Mit einem Gewicht von bis zu 16 Kilogramm und einer Länge von über einem Meter ist das Weibchen eine der größten flugfähigen Vögel über­haupt. An den Lagunen leben etwa 2.000 Exem­plare der anderswo vom Aussterben bedrohten Tiere.  Daneben verbringen zahl­lose Gänse hier den Winter.

Zamora

Museum der Romanik
Die Stadt verdankt ihre Bedeu­tung dem Jakobsweg. Sie liegt an der Einmündung eines Neben­wegs in den Hauptweg zwischen Léon und Astorga. Die Altstadt am Duero-Fluss ist als künst­le­risch.histo­ri­sches Kulturgut einge­stuft. Wegen der insge­samt 26 Kirchen, die alle im 12. und 13. Jahr­hun­dert entstanden, wird Zamora auch „Museum der Romanik“ genannt. Mit großen Umzügen werden hier sowohl der Karneval als auch die Semana Santa in der Woche vor Ostern gefeiert.

Um die Salina Grande

Orni­to­logi­scher Spaziergang
Die Salina Grande ist die größte Lagune des Nautur­re­servats von Villafáfila. Hier leben die meisten Großtrappen des Natur­re­servats von Villafáfila, Orni­to­logen aus der ganzen Welt anzieht. Der Weg beginnt am Vogelob­serva­to­rium von Otero de Sariegos und führt einmal um die Laugune herum. Unter­wegs kommt man auch über die römi­sche Brücke von Villafáfila. (hin und zurück 10 Kilometer, 2:30 Stunden, auf und ab: 10 Meter)
C

Salamanca

Studentisches Leben in der Weltkulturerbe-Stadt

Die 2.000 Jahre alte Stadt am Rio Tormes zählt zu den aller­ersten Reise­zielen Spaniens. Das liegt vor allem an der altehrwür­digen Univer­sität, die die Geschichte der Stadt geprägt und viele Gelehrte hervor­ge­bracht hat.

So erklärte etwa Kolumbus wenige Monate vor seiner Expedi­tion den skep­ti­schen Profes­soren seinen Plan, Indien über den Westen zu errei­chen. Heute bevöl­kern über 40.000 Studenten die Stadt, was ihr ein lebhaftes, kosmo­poli­ti­sches Gepräge gibt und eine breite Szene an Lokalen, Bars und Restau­rants hervor­ge­bracht hat. Wegen ihres geschlos­senen Stadt­bildes mit vielen Denkmal geschützten Bauten aus dem 16. Jahr­hun­dert ist die gesamte Stadt zum Welt­kultur­erbe erklärt worden.

Zu Gast in einem Hotel an der Altstadt

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz

Das kleine Boutique Hotel am Rande der Altstadt gehört zu den schönsten seiner Art in West­spa­nien, was vor allem an der Sorgfalt des Besitzers liegt, die sich in vielen Details wider­spiegelt.

Vor allem Holz wird auf verblüf­fend viele Weisen zur Wirkung gebracht: vom hoch­glänzenden Parkettfußboden über Tische mit Intar­si­en­arbeiten bis zu den handge­schnitzten Betten. Die Badezimmer sind aus weißem Marmor und mit dicken Hand­tüc­hern ausge­stattet. Mögli­cherweise braucht man dort nicht unbedingt ein Telefon oder den Faxanschluss im Zimmer, aber die doppelt verglasten Fenster, die Minibar und die Klima­anlage wird man zu schätzen wissen. Zum Hotel gehört eine Bar und eine Parkga­rage.

Catedral Nueva/Catedral Vieja

Doppelka­thedrale von Sala­manca
Die Doppelka­thedrale besteht aus einer alten mit dem roma­ni­schen Vorläufer sowie der vom 16. bis 18. Jahr­hun­dert errich­teten Catedral Nueva. Besonders schön an der Neuen Kathedrale ist die Portalge­stal­tung im plateresken Stil, der in der spani­schen Renais­sance in Mode war und goti­sche, mauri­sche und spani­sche Elemente vereint. Das Innere beein­druckt Besu­cher mit der Wucht seiner Ausmaße (104 m lang, 50 m breit).

Univer­sidad

800 Jahre spani­sche Gelehr­samkeit
Sala­mancas Univer­sität blickt auf eine knapp 800-jährige Geschichte zurück, weite Teile der Architektur gehen auf das 15./16. Jahr­hun­dert zurück. Die reich verzierte Haupt­fas­sade ist ein Gedicht in Stein. Das Hauptportal der Univer­sität ist mit Skulpturen und Dekor aus der spani­schen Früh­re­nais­sance verziert, im soge­nannten Plateres­ken­stil. Ein Toten­kopf mit einem Frosch oder einer Kröte symboli­siert die Ausschweifungen im Leben, die nach dem Tod gesühnt werden – eine Mahnung an die lebens­lus­tigen Studenten. In Sala­manca soll das beste Hoch­spa­nisch gespro­chen werden. Dies und die von der Univer­sität und diversen privaten Anbie­tern orga­ni­sierten Sprachkurse führen dazu, dass sich die Stadt in den Sommermo­naten stets mit ausländi­schen Studenten füllt. Über der alten Bibliothek hängt der „Himmel von Sala­manca“, El Cielo de Sala­manca, ein Ende des 15. Jahrhunderts voll­en­detes Meister­werk.

Casa de las Conchas

Haus der 4000 Muscheln
Diese Fassade sollte niemand versäumen: Knapp 400 steinerne Jakobs­mu­scheln sind Namensgeber des „Hauses der Muscheln“, eines Stadt­pa­lasts, an dem von 1495 bis 1517 gebaut wur­de. Das Portal ist mit einem Wappen im plateresken Stil verziert. Im Innern besitzt der Patio eine Galerie im ersten Geschoss, die von mehr­e­ckigen Säulen getragen wird. In dem Gebäude befindet sich heute eine öffent­liche Bibliothek.

Von Sala­manca nach Jerte

120 km | 2:00 h

Sierra de Gredos

Schnee­be­deckte Gipfel im spani­schen Schei­degebirge
Die mäch­tige Felswand mit schnee­be­deckten Gipfeln ist der höchste Teil des spani­schen Schei­degebirges, das von Ost nach West verläuft und nicht nur Kastilien sondern ganz Spanien in Nord und Süd teilt. Es bildet eine phan­tas­ti­sche, weite Land­schaft, die zu den belieb­testen Wander- und Berg­stei­ger­regionen des Landes gehört. Das höchste Massiv, der Amanzor (2592 m), ist Teil eines Natur­parks, in dem Gämsen und Steinböcke leben.
D

Extremadura

Korkeichenwälder und wilde Tiere jenseits des Duero

Die Region jenseits des Duero („extremos del Duero“) ist mit über 40.000 Quad­ratki­lome­tern zwar größer als die Schweiz, gehört aber zu den rück­stän­digsten und am dünnsten besiedelten Rand­provinzen Spaniens.

Über Jahrhunderte sind ungezählte Bewohner emigriert. Der äußerste Norden ist gebirgig und regenreich. Höchster Berg ist mit 2.400 Metern der Torreón an der Grenze zu Sala­manca. Weiter südlich beginnt das trockene Land, in dem Stein- und Kork­ei­chen wachsen. In den Hainen werden schwarzhufige Schweine gehalten, die sich von Eicheln ernähren. Der Schinken (Jamónes Ibéricos) ist eine Spezialität der Extre­madura. Viele vom Aussterben bedrohte Tiere leben hier, unter anderem der Luchs, die Großtrappe, Kraniche, Schwarz­störche und Wölfe.

In einem Gästehaus in Jerte

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Haus aus dem Jahr 1810 liegt im Stadt­zentrum von Jerte und verkörpert dennoch länd­li­chen Charme. Viele ursprüng­l­iche Elemente des Gebäudes aus Stein und Kasta­ni­en­holz wurden bei der Restau­rie­rung übernommen, wodurch der ursprüng­l­iche Charakter weitestge­hend erhalten blieb. Jedes der fünf Zimmer ist individuell in einem authen­ti­schen Stil einge­richtet.

Eine geräu­mige Lounge mit Bibliothek und einem großen Kamin lädt dazu ein, ein Buch zu lesen oder einen Drink zu sich nehmen – alleine oder in inter­na­tio­naler Runde. Morgens wird im Spei­se­saal ein reichhal­tiges und abwechs­lungs­rei­ches Früh­stück serviert, abends kann man hier landesty­pi­sche, leichte Gerichte genießen.

Garganta de los Infi­ernos

Wälder, Wild­wasser, Bade­be­cken
Das Natur­schutzgebiet gehört zum Netz­werk der geschützten Natur­räume der Extre­madura. Es um­fasst rund 7.200 Hektar in der Region Valle del Jerte nörd­lich der Provinz Cáceres. Im Norden grenzt es an den Fluss Jerte, im Osten an die Sierra de Gredos (Ávila), im Süden an die Region La Vera (Cáceres) und im Westen an den Bach Puto­padre. Die höchsten Höhen werden in der Cuerda de los Infi­er­nillos (2.281 m.) und dem Cerro del Estecillo (2.290 m.) erreicht; dazwi­schen liegt ein altes Glet­schertal. Was­ser­fälle und Gebirgs­bäche prägen das Bild, ebenso die marmitas gigantes, riesige Wasser­be­cken in den Flüssen, die durch Erosion entstanden sind. Wegen der Höhen­un­ter­schiede ist die Arten­viel­falt besonders groß: In den Wäldern  wachsen Süße­iche, Weißdorn und Erdbeerbäume, aber auch Farne und Orchideen; ober­halb wird meist Almwirt­schaft betrieben.

Kloster von Yuste

Einsamer Sterbeort von Kaiser Karl V.
Abge­schieden von der Südflanke der Sierra de Gredos liegt das Monas­terio de Yuste. Hier­o­ny­miten-Mönche hatten es 1409 gegründet. Welt­be­kannt wur­de es dadurch, dass der Kaiser des Heiligen Römi­schen Reiches und König des spani­schen Welt­rei­ches, Karl V., diesen einsamen Ort wählte, um zu sterben. Zwei volle Jahre verbrachte er hier bis zu seinem Tod 1558. Leider haben Napoleo­ni­sche Truppen die Anlage verwüstet, die Kirche ist aber wieder aufge­baut. Man erkennt auf dem Gemälde am Haupt­altar den Herr­scher mit seiner Frau, Isabella, und seinem Bruder und Nach­folger, Philipp, samt seiner Frau, Maria von Ungarn. Wegen seiner paneu­ro­päi­schen Bedeu­tung trägt das Kloster das Euro­päi­sche Kultur­siegel. Zum Kloster gelangt man auf einem Wanderweg von Jerte-Tal. Er trägt den Namen Ruta de Carlos V.

Von Jerte nach Trujillo

119 km | 2:30 h

Schloss von Monfragüe

Wehrburg mit Fern­blick über dem Tajo
Das Castillo wur­de im 9. Jahr­hun­dert von islami­schen Eroberern ange­legt, da man von hier aus den Verkehr auf dem Tajo kontrollieren konnte und eine einzig­ar­tige Aussicht hat. Nach der Reconquista ab dem 12. Jahr­hun­dert wur­de es von Ritter­orden aus dem glei­chen Grund genutzt. Das Castillo hatte fünf Türme und zwei Mauerringe. Bis heute erhalten blieben die Ruine eines runden Turmes aus dem 12. Jahr­hun­dert und der wieder­herge­stellte fünfe­ckige Donjon aus dem 15. Jahr­hun­dert. In der Nähe des Castillo befindet sich eine Einsiedelei mit einem Mari­enbildnis, das Kreuzfahrer im 12. Jahr­hun­dert aus Palästina mitge­bracht haben sollen.
E

Trujillo

Stadt der Conquistadoren

Die Stadt mit knapp 10.000 Einwoh­nern in der weiten Extre­madura gab es schon zur Römerzeit. Damals hieß sie Turris Iulia, wovon sich der heutige Name ableitet.

Im 10. Jahr­hun­dert bauten die Mauren ein Castillo, das heute noch über der Stadt thront. Die quad­ra­ti­schen Türme der islami­schen Mili­tär­a­r­chitektur sind noch erhalten. Bekannt wur­de Trujillo durch seine 56 Konqui­stadoren, die bei der Erobe­rung von Mittel- und Südame­rika eine Rolle spielten. Der bekann­teste unter ihnen war Francisco  Pizarro, der in Trujillo Schwei­ne­hirt war, bevor er in der Neuen Welt das Inka­reich für den spani­schen König eroberte. Auf der Plaza Mayor ist ihm ein Denkmal gesetzt.

Zu Gast in einem Hotel in Trujillo

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Hotel befindet sich in einem einzig­ar­tigen Palast aus dem 16. Jahr­hun­dert in der histo­ri­schen Altstadt von Trujillo, gegenüber des Palacio de Rol Zá­rate.

Bekannt ist es durch die  “Puerta en esquina con su ventana de cantería”, des Architekten Francisco Becerra, der verschiedene Stilrich­tungen in den Bau einfließen ließ. Das Inte­rieur überzeugt mit seinen geräu­migen Salons mit Gewölb­e­de­cken, einer Bibliothek, alten Kaminen und einer authen­ti­schen Einrich­tung. Der Garten mit Terrasse und Pool stellt eine Oase der Ruhe dar. Die acht Zimmer sind in verschiedenen Designs gestaltet und – wie auch die übrigen Räume – mit vielen antiken Möbeln einge­richtet. Morgens wird ein liebevoll zuberei­tetes, reichhal­tiges Früh­stück ange­boten.

Von Trujillo nach Fuentes de Leon

238 km | 3:00 h

Cáceres

Zeit­reise ins Mittel­alter
Seit der Renais­sance, als die zurückge­kehrten Conqui­stadoren in der Stadt ihre Paläste bauten, hat sich in Cáceres nicht viel verändert. So wird ein Spaziergang durch die Ciudad (Altstadt) zu einer Zeit­reise ins Mittel­alter und die Renais­sance. Von den neueren Stadt­teilen ist der von der UNESCO zum Welt­kultur­erbe erho­bene histo­ri­sche Kern durch eine voll­ständig erhal­tene Wehrmauer mit Türmen und Stadt­toren getrennt. Den besten Blick auf Cáceres und die weite Land­schaft der Extre­madura, in die sie einge­bettet ist, hat man von der Anhöhe zwei Kilometer südlich.

Mérida

Längste erhal­tene Brücke aus der Römerzeit
Bis zur Erobe­rung durch die Vandalen und später die Westgoten war die Stadt im Tal des Guadiana ein wich­tiges wirt­schaft­li­ches und mili­täri­sches Zentrum. Davon zeugen die Über­reste römi­scher Bauten, darunter Theater, Amphi­theater, Circus, Tempel, Brücken und Aquädukte. Die Puente Romano gilt als die längste aus der Antike erhal­tene Brücke. Zur Römerzeit über­spannte das Bauwerk den Guadiana auf 62 Bögen mit einer Gesamtlänge von 755 Metern. Bis 1990 konnten Autos die Brücke überqueren. 1993 wur­de sie mitsamt den archäo­logi­schen Stätten von Mérida zum UNESCO-Welt­kultur­erbe ernannt.

Zafra

Urbane Plätze mit anda­lu­si­schem Flair
Bereits die Römer haben das Städt­chen gegründet. Die Mauren haben es Zafar genannt. Noch heute atmet es anda­lu­sisch-mauri­sche Atmo­sphäre. Besonders spürbar ist das am Großen Platz, der von Palmen und präch­tigen Stadt­häusern aus dem 18. Jahr­hun­dert gesäumt wird. Die Plaza Chica mit ihren Arkaden wur­de noch von den Arabern ange­legt. Eine Burg aus dem 15. Jahr­hun­dert wird als Parador genutzt. Seit fünf Jahrhunderten findet jähr­lich Ende September/Anfang Oktober die Feria Inter­nacional Ganadera statt, ein Markt für Viehzucht.
F

Sierra de Aracena

Grüne Hügel, schwarze Schweine

Der Natur­park Sierra de Aracena y Picos de Aroche liegt im west­li­chen Teil der Sierra Morena, im Dreieck Anda­lu­sien, Portugal und Extre­madura, das den feuchten Winden des Atlan­tiks ausge­setzt ist. Sanft gerundet und üppig grün ist das Gebirge ein ideales und noch kaum entdecktes Wandergebiet, besonders rund um die höchste Erhe­bung, den 962 Meter hohen Castaño.

Die armen und flach­grün­digen Böden eignen sich kaum für die Land­wirt­schaft, so dass hier ausge­dehnte Wälder erhalten sind. Kasta­ni­enhaine sowie Kork- und Stein­ei­chenwälder bestimmen das Landschafts­bild. In den Eichenwäl­dern leben halbwilde schwarze Schweine, die cerdos negros, die mit den Eicheln gemästet werden. Daneben leben die Bewohner vom Verkauf von Kork, Obst und Kasta­nien. Die immer wieder in die Wälder einge­streuten Gärten dienen in erster Linie der Selbst­ver­sorgung.

Zu Gast in einem alten Kloster in Fuentes de León

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das ehema­lige Franziskan­erkloster aus dem 16. Jahr­hun­dert liegt in Fuentes de León in der Region Extre­madura.

Heute beherbergt es ein modernes Boutique-Hotel, in dem die origi­nale Bausub­stanz mit offenem Mauer­werk und Bögen noch immer erhalten ist, und das sich somit gut in die länd­liche Umge­bung einfügt. In vielen der Zimmer sind Decken­balken sichtbar, was mit der eher klaren, zeit­ge­mäßen Einrich­tung eine inter­essante Kombi­na­tion ergibt. Morgens wird ein reichhal­tiges Früh­s­tücksbuffet ange­boten. Abends besteht die Wahl zwischen Buffet und à la carte Essen. Im Innenhof und dem Garten findet jeder einen Platz, um die Ruhe und die Land­schaft auf sich wirken zu lassen.

Anda­lu­sien

Mauri­sche Tradi­tionen in El Andaluz
Die südlichste Provinz Spaniens stand am längsten unter islami­scher Herr­schaft. Welt­ge­schicht­liche Bedeu­tung erreichte „El-Andaluz“ unter den Emiraten von Córdoba und Granada. Jahrhunder­te­lang lebten Juden, Christen und Muslime fried­lich mitein­ander. Die Wissenschaft und die Medizin erreichten eine erste Blüte lange vor der italie­ni­schen Renais­sance. Die Herr­schaft der Mauren und das Zeit­alter der Tole­ranz in Spanien wurden durch die Reconquista 1492 in Granada beendet. Die Einflüsse der Muslime sind jedoch bis heute überall spürbar: am bekann­testen sind die Alhambra in Granada, die Mezquita von Córdoba und die Giralda in Sevilla. Aber auch der Volk­s­tanz Flamenco hat seine Wurzeln in der mauri­schen Kultur.

Fuentes de León

Klein­stadt im Land der Schwarzen Schweine
Die Klein­stadt mit weniger als 5.000 Einwoh­nern liegt in der Badajoz nahe der Grenze zu Anda­lu­sien. Der Nach­barhügel, der patada de Dios, ist 741 Meter hoch und einer der letzten Ausläufer der Sierra Morena. Entspre­chend feucht ist das Klima. Die Wiesen­blüte zwischen März und Mai, die halbwilden schwarzen Schweine und die weiten Ausblicke über die Wälder ziehen viele Besu­cher an. Grab­stein­in­schriften und Säulen bezeugen römi­sche Präsenz im 3. Jahr­hun­dert. Später bauten die Araber das Castillo del Cuerno, das 1248 dem Orden von Santiago übergeben wur­de.

Rund um den Castaño

Am höchsten Berg der Sierra de Aracena
Der Castaño ist der höchste Berg und die Mitte der Sierra de Aracena. Die Rundwande­rung führt um die bewal­dete Erhe­bung herum. In den von mensch­li­chen Eingriffen weitge­hend verschonten Wäldern kann man Hirsche, Wildschweine und Geier sehen. Die Tour beginnt in Castaño de Robledo, wo man sich in einem Restau­rant oder Café mit Tapas stärken kann. (hin und zurück: 5,6 Kilometer, 1:45 Stunde, auf und ab: 120 Meter)

Von Fuentes de Leon

Mietwagenabgabe

Von Fuentes de Leon nach Sevilla

118 km | 2:00 h

Mietwagenabgabe

Station: Sevilla Flughafen (Desk at Airport)

Sevilla

11 km | 19 Minuten
G

Sevilla

Nächtliches Leben im Barrio de Santa Cruz

Die Haupt­stadt Anda­lu­siens ist in vielerlei Hinsicht eine der heißesten Städte Europas. Das Leben spielt sich vor allem nachts ab, besonders zu den großen Festen wie der Semana Santa, der Karwoche, oder der Feria.

Obwohl die Heimat­stadt von Don Juan weniger mauri­sche Baukunst aufweist als Cordoba oder Granada, ist das Stadt­bild besonders „anda­lu­sisch“: Vom Real Alcázar, dem Königs­pa­last bis zum Barrio de Santa Cruz, einem male­ri­schen Viertel mit kleinen Plätzen und blumen­ge­schmückten Hinter­höfen gibt es große und kleine Sehens­wür­digkeiten. Der jüngste Aufschwung der Stadt hat auch anstren­gende Seiten: Neue Wohn­viertel werden am Stadt­rand aus dem Boden gestampft, und auf den Straßen herrscht zu jeder Tages- und Nach­t­zeit Verkehrs­chaos.

Zu Gast in einer Altstadtvilla in Sevilla

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Hotel in der Nähe der Kathedrale bildet in der hekti­schen Altstadt eine Oase der Ruhe, in der man gut entspannen kann – entweder auf der Dachter­rasse mit Pool und Liegen, in einem der kühlen Patios oder im geräu­migen Zimmer.

Der Service ist ausgezeichnet, das Früh­stück mit Buffet oder à la carte Bestel­lungen hervor­ra­gend. Das Inte­rieur lebt von spannungs­vollen Kontrasten. Kräf­tige Farben, Blumen­düfte und ein Brunnen im Innenhof verkörpern Leben und Urbanität, während Naturma­te­rialien wie Stein, Lehm oder Schiefer dem Anwesen Landhauscha­rakter verleihen. Zur Ausstat­tung des Badezim­mers gehören Bade­mäntel und Naturkos­metik.

Führung (OPTIONAL)

Sevilla à la carte (3 Stunden, deutsch) | 1x Eintritt Königspalast (ab 16 Jahre) pro Person | 1x Eintritt Kathedrale (ab 25 Jahre) pro Person

Drei Stunden verbringen Sie mit der deutsch­spra­chigen Führerin in Sevillas präch­tiger Altstadt. Da es sich um eine private Führung handelt, bestimmen Sie den Rhythmus und den Ablauf selbst.

Empfehlens­wert sind ein Rundgang durch das ehema­lige jüdi­schen Vier­tels Santa Cruz sowie ein Besuch des Königs­pa­lastes mit seinen verschiedenen architek­to­ni­schen ­Stilen und der großen Garten­anlage. Anschließend bietet sich ein Besuch der Kathedrale an, der drittgrößten der Welt, in deren Innern sich das Grabmal von Chri­s­toph Kolumbus befinden soll. Alter­nativ kann man auch das Haus des Pilatus, Museen oder das ehema­lige Kran­ken­haus der Wohltä­tigkeit in die Führung mit einbauen.

Ausflug (OPTIONAL)

Flamenco Show am Guadalquivir

Flamenco ist eine anda­lu­si­sche Urge­walt, eine Explo­sion von Rhythmen und der Sinne; Flamenco ist ein Kultur­erbe, das die Welt der Stadt Sevilla verdankt und ein Schlüssel zur Seele Südspa­niens. Wer nach Sevilla reist, sollte unbedingt den unver­gleich­li­chen Tanz erleben, auch wenn er inzwi­schen touris­tisch vermarktet wird. 

Die Flamenco Show findet am Ufer des Guadalquivir statt, wo die Zuschauer einen besonders schönen Blick auf die Altstadt haben.

Casa de Pilatos

Schönster Palast von Sevilla
Der Stadt­pa­last aus dem frühen 16. Jahr­hun­dert ist zum Prototyp eines anda­lu­si­schen Adels­pa­lastes geworden und über­strahlt in seiner Eleganz beinah noch den Alcazar. Er vereint Elemente der Gotik, der Renais­sance und des Mudéjar, wie man den spani­schen Kunst­stil nennt, der mauri­sche und christ­liche Kunst zu einer Symbiose führt. Seinen Namen trägt die Casa, weil sein Besitzer angeb­lich nach Palästina gereist ist, wo er den Palast von Pontius Pilatus in Jeru­salem gesehen und in Sevilla nach­ge­baut hat. Heute beherbergt der Bau um einen einzig­ar­tigen Patio ein Museum mit Gemälden, Möbeln und römi­schen Antiqui­täten. 1999 war der Innenhof in einer Szene aus dem Film Mission: Impos­sible II zu sehen, als die Flamenco-Tänzerin Sara Baras auftrat.

La Casa del Flamenco

Flamenco-Abend in einem tradi­tionellen Innenhof
Flamenco, eine faszi­nierende Musik voller Leiden­schaft, Schmerz und Erotik, gilt außer­halb Spaniens als der typi­sche Tanz Anda­lu­siens. Dabei liegen die Ursprünge in der maurisch-jüdi­schen Tradi­tion. Später kamen Einflüsse der Zigeuner hinzu. In Sevilla, der unbe­s­trit­tenen Haupt­stadt des Flamenco, gibt es viele Musik­theater, in denen Abend für Abend Shows abge­halten werden. Vor allem die großen sind meist sehr touris­tisch. Wir empfehlen die Casa del Flamenco. In einem Innenhof aus dem 15. Jahr­hun­dert sitzen nur wenige Zuschauer und alle in der ersten Reihe.

Kathedrale von Sevilla

Größte goti­sche Kirche der Welt
Die Bischofs­kirche des Erzbistums Sevilla ist die größte goti­sche Kirche der Welt und eine der größten Kirchen der Welt über­haupt. Sie wur­de 1401–1519 auf den Über­resten einer arabi­schen Mezquita erbaut. In der Kathedrale befindet sich neben prachtvollen Grab­plas­tiken des Mittel­alters auch das 1902 errich­tete Grabmal für Chri­s­toph Kolumbus. Der Verbleib seiner Gebeine war nach mehrma­ligen Atlan­tiküberque­rungen unge­wiss. Die vier Sarg­träger verkörpern die König­reiche Kastilien, León, Aragón und Navarra. Das auffäl­ligste Element der Kathedrale ist der Glock­en­turm. La Giralda, das Wahrzei­chen Sevillas, war ursprüng­lich das Minarett der großen Hauptmo­schee. Trotz christ­li­cher Umbauten behielt der Turm seinen mauri­schen Charakter.

Stadt­spa­ziergang durch Sevilla

Vom Alcázar ins Barrio Santa Cruz
Der Spaziergang beginnt am Alcázar und verbindet die wich­tigsten Sehens­wür­digkeiten. Am Schluss kommt man in das ange­sagte Viertel von Santa Cruz, wo es jede Menge Kneipen, Bodegas, Bars und Restau­rants gibt. (3 Stunden, 7 Kilometer, auf und ab: 30 Meter)
15 Tage
ab 1.589,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)

Unsere Empfehlung: Die günstigen Fluggesellschaften bieten ab vielen deutschen Flughäfen Flüge im Internet zum Selberbuchen! Im Reisepreis ist kein Flug enthalten.

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: April–Oktober

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Alina Frielingsdorf

Tel.: +49 (0)2268 92298-25

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