Kapstadt

Malerisch: Waterfront und Tafelberg

Malerisch: Waterfront und Tafelberg

Urbanes Leben zwischen zwei Ozeanen

Allein die Stadt mit dem Kap der Guten Hoffnung würde eine Reise nach Südafrika lohnen. Kapstadt ist die älteste Stadt Südafrikas. Hier ist der erste Kommandant, Jan van Riebeeck, 1652 gelandet und von hier aus sind die Buren ins Land vorgedrungen. Um 1800 hat die niederländische Ostindien-Handelsgesellschaft den Stützpunkt an die englische Krone abgetreten. Seitdem ist der englische Einfluss in der Stadt zunehmend gewachsen und hat sie zur liberalsten Stadt Südafrikas gemacht. Die Abschaffung der Apartheid hat hier ihren Ausgangspunkt genommen.
Es wird kaum eine Stadt dieser Erde geben, die schöner gelegen ist. Mittendrin erhebt sich der Tafelberg rund tausend Meter über der Stadt. Von unten wirkt er flach wie ein Tisch. Meist ist er mit Wolken verhangen, die einem Tischtuch ähneln. Östlich sind Weingüter zu finden, deren Produkte mit allen Spitzenweinen der Welt mithalten können. Der südliche Zipfel der Halbinsel mit dem Kap der Guten Hoffnung ist heute Naturschutzgebiet. Hier kann man einsame Wanderungen mit Blick auf zwei Ozeane unternehmen. Wer baden möchte, tut das besser auf der Ostseite am Indischen Ozean, der immer um zwei Grad wärmer ist als der Atlantik mit dem vom Südpol kommenden Benguela Strom.



Sehenswürdigkeiten Kapstadt


District Six Museum

Geschichte eines anrüchigen Viertels

Seit seiner Gründung 1867 haben sich im sechsten Bezirk von Kapstadt vor allem freigelassene Sklaven, Händler, Künstler, Arbeiter und Immigranten niedergelassen. Hundert Jahre später während der Apartheid galt das multiethnische Viertel nahe dem Hafen als Hort der Kriminalität und der Schande. In den 1960iger Jahren schließlich wurde das Viertel zwangsgeräumt, teilweise abgerissen und zu einem weißen Wohnviertel umgestaltet. Das 1994 eröffnete District Six Museum in der Buitenkant Street 25 gibt einen Einblick in das bunte Leben der Menschen vor dem Abriss.

www.districtsix.co.za


Rundgang durch Kapstadt

Führung durch eine wechselvolle Geschichte

Wer hinter die schillernde Fassade Kapstadts schauen möchte, lässt sich am besten durch die geschichtsträchtige Innenstadt führen. Die Guides von Wanderlust zeigen Ihnen die belebten Straßen, Gebäude und Plätze. Dabei nehmen sie Menschen und Orte als Basis für ihre Erzählungen, die von holländischer und britischer Herrschaft, von Sklaverei und Apartheid und von Freiheit und Demokratie handeln.

Näheres unter


Malay Quarters

Führung durch das ehemalige Sklavenviertel

Der Bo-Kaap District ist das traditionelle Stadtviertel der islamischen Gemeinde und eines der ältesten von Kapstadt. Bis heute siedeln hier die Kapmalayen, deren Vorfahren von den Buren im 16. und 17. Jahrhundert aus Malaysia zur Sklavenarbeit ans Kap verschleppt wurden. Das Viertel zwischen der Buitengracht Street und dem Signal Hill weist die größte Anzahl an historischen Gebäuden in ganz Kapstadt auf. Kopfsteingepflasterte Gassen führen zu bunten Wohnhäusern, weißen Moscheen und einem der ältesten Friedhöfe der Stadt. Shereen Misbach-Habib, eine englischsprachige Führerin, kennt das Malay Quarter wie kaum ein anderer und zeigt Ihnen auch entlegene Winkel und unzugängliche Hinterhöfe. Währenddessen erzählt sie Geschichten und Anekdoten voller Leben und Witz. Die Tour beginnt mit einem Rundgang durch das Bokap Museum und endet im Haus von Shereen, wo sie zu selbstgemachten Speisen Tee und Gingerbeer serviert.

Näheres und Buchung unter


Victoria & Alfred Waterfront

Lebendiges Viertel am Hafen

Der Grundstein des Werft- und Hafenviertels wurde 1860 von Prince Alfred, dem Sohn der Königin Victoria, gelegt, als er sich auf einer Reise durch die Kolonien befand. In den 1990iger Jahren entstand ein lebendiges Viertel mit Bootsanlegestellen und Märkten, einem Fischerei- und einem Yachthafen. In den restaurierten Hafengebäuden fanden Raritätenläden, Büros und Museen Platz, daneben zahllose Restaurants und sogar eine Brauerei. Eine Besonderheit ist das Two Oceans Aquarium, das in über 30 Becken 300 Fischarten aus dem Atlantik und dem Indischen Ozean zeigt. Straßenmusikanten und -schauspieler bevölkern das Viertel, während Seehunde auf den Docks dösen und sich am allgegenwärtigen Fischgeruch ergötzen.

www.waterfront.co.za


Tafelberg

Sensationelle Aussicht, seltene Pflanzenvielfalt

Berlin hat den Tiergarten, New York den Central Park – aber Kapstadt hat etwas Gewaltiges: eine 65 Quadratkilometer große Wildnis mitten in der Stadt, die diese um mehr als 1.000 Meter überragt. Der Tafelberg prägt die Silhouette Kapstadts. Sein höchster Punkt ist  mit 1.087 Metern der Maclear's Beacon. Neben der sensationellen Aussicht gibt es oben eine seltene Pflanzenvielfalt. Etwa 1.400 Arten sind identifiziert – mehr als in ganz Großbritannien! Viele von ihnen sind endemisch, also nirgendwo sonst auf der Welt zu finden. Wer den Tafelberg erkunden will, kann die Seilbahn nehmen oder von der Talstation aus zu Fuß gehen. Zuvor sollte man jedoch den Wetterbericht hören, da das Wetter schnell umschlagen kann.


Wanderung auf dem Tafelberg

Phänomenale Aussichtspunkte und einsame Schluchten

Die meisten Kapstadt-Besucher begnügen sich mit einem Kurzausflug auf den Tafelberg. Wer etwas weiter geht, wird mit immer neuen Aussichtspunkten und einsamen Winkeln belohnt. Und schnell stellt man fest: Was von unten flach wie eine Tischoberfläche aussieht, ist voller Erhebungen und Schluchten. Der Rundgang beginnt und endet an der Bergstation der Seilbahn. (3:30 Stunden, 10 Kilometer, auf und ab: 410 Meter)

Umfulana Route


Kirstenbosch

Botanischer Garten von einzigartiger Schönheit

Der botanische Garten am Osthang des Tafelberges gilt als einer der schönsten weltweit. Er wurde bereits 1913 eingerichtet, um die einzigartige Artenvielfalt der Kapregion zu erhalten. So finden sich in dem 36 Hektar großen Park nur einheimische Pflanzen, darunter Silberbaumgewächse, Erika und Palmfarne. Ein Wanderweg führt durch die Skeleton Gorge zum Tafelberg hinauf. Nach Norden hin kann man am Rhodes’ Memorial vorbei zum Devil’s Peak wandern; nach Süden geht es bis zum Constantia Nek.


Groot Constantia

Ältestes Weingut Südafrikas

Das älteste Weingut Südafrikas ist zugleich das bekannteste. 1685 wurde dem Gouverneur von Kapstadt ein 750 Hektar großes Stück Land übereignet, auf dem er Gemüse für die Matrosen auf ihrem Weg nach Java anbauen sollte. Bald schon spezialisierte er sich auf Wein, der in dem kühlen aber sonnenreichen Mikroklima besonders gut gedeiht. Kurze Zeit später hatte er genug Geld für ein Herrenhaus, das heute als eines der schönsten kapholländischen Häuser gilt. Zum Gut gehören ein Weinmuseum und zwei erstklassige Restaurants. Im Weinkeller von 1791 kann man probieren und kaufen.

www.grootconstantia.co.za


Robben Island

Von der Gefängnisinsel zum Weltkulturerbe

Die kleine Insel in der Tafelbucht ist seit Mitte der 1990iger Jahre Welterbe der UNESCO, nachdem sie viele Jahrhunderte als Gefängnisinsel diente. Der berühmteste Gefangene war Nelson Mandela, der dort mehr als zwei Jahrzehnte verbrachte. Seine vier Quadratmeter große Einzelzelle ist heute Teil eines Museums und kann besichtigt werden. Neben der spannenden Geschichte kann man auch die bunte Kaltwasser-Flora bewundern. Die Küste ist ein natürlicher Lebensraum für Seehunde und Pinguine. Von der Waterfront starten geführte Ausflüge nach Robben Island, die in der Regel einen halben Tag dauern. 

www.robben-island.org.za


Chapman’s Peak Drive

Schönste Küstenstraße Südafrikas

Die  neun Kilometer lange Küstenstraße von Hout Bay nach Noordhoek gehört zu den schönsten Küstenstraßen der Welt. In 114 Kurven windet sie sich zwischen Meer und steilen Felswänden zum Chapman’s Peak, einem 160 Meter hohen Aussichtspunkt und beliebtem Drehort vieler Autokonzerne.
Als im Januar 2000 30 Prozent der Strecke verschüttet wurden, sperrte man die Straße. Da die öffentliche Hand kein Geld für die Sanierung hatte, wurde die Straße für 30 Jahre an ein privates Konsortium verpachtet, das über 150 Millionen Rand in den Umbau investierte. Man installierte riesige Fangnetze für herabfallendes Gestein und sprengte an zwei besonders gefährlichen Streckenabschnitten einen Tunnel in den Fels. Seit Dezember 2003 ist der Chapman’s Peak Drive wieder geöffnet. Wegen der Sanierungskosten ist die Straße heute mautpflichtig.

www.chapmanspeakdrive.co.za


Durch das Echo Valley an der False Bay

Wanderung durch einen zauberhaften Milkwood-Wald

Die Wanderung führt durch einen zauberhaften Wald mit knorrigen Milkwood Bäumen zu einem natürlichen Amphitheater. Durch manche der Täler und Schluchten geht man auf Holzstegen. In Kalk Bay kann man im Café Olympia Rast machen. (3 Stunden, 7 Kilometer, auf und ab: 480 Meter)
Gute Grundkondition nötig. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

Umfulana Route




Reisebeispiele Kapstadt

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